Verfahren zur Behandlung von Katalysator-Formkörpern und Katalysator-Formkörper mit erhöhter mechanischer Festigkeit
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Katalysator- Formkörpern, insbesondere zur Erhöhung von deren mechanischer Festigkeit, bei dem fertig präparierte Katalysator-Formkörper mit Peptisierhilfsmitteln getränkt und anschließend thermisch behandelt werden. Die Erfindung bezieht sich ferner auf Katalysator-Formkörper mit erhöhter mechanischer Festigkeit, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbar sind, sowie deren Verwendung.
Katalysator-Formkörper werden vielfältig eingesetzt. Sie liegen in der Regel in stückiger Form vor, z.B. als Tabletten oder Extrudate. Um solche Katalysator- Formkörper unter industriell relevanten Bedingungen beispielsweise auch in Festbettreaktoren und in Wirbelschichtreaktoren sicher und zuverlässig einsetzen zu können, müssen diese eine ausreichende mechanische Festigkeit aufweisen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Katalysator-Formkörper während der Verwendung mit der Zeit auch an mechanischer Festigkeit verlieren können.
Nach dem Stand der Technik stehen zur Erlangung einer ausreichenden mechanischen Festigkeit eine Vielzahl von Methoden zur Verfügung, die während der jeweiligen Herstellprozesse angewandt werden, so dass mit der fertigen Präparation der herkömmlichen Katalysator-Formkörper die Einstellung der erforderlichen mechanischen Festigkeit in der Regel abgeschlossen ist.
So werden nach dem Stand der Technik (vgl. bspw. K. P. de Jong,„Synthesis of Solid Catalysts", Wiley-VCH, 2009, S. 173 - 183) zum Beispiel bei der Herstellung von Extrudaten die zu verstrangenden Einsatzstoffe vor dem eigentlichen Ausformungsvorgang mit sogenannten Peptisierhilfsmitteln versetzt, um reaktive Gruppen an der Oberfläche der eingesetzten Feststoffe zu bilden, die während des Ausformungsprozesses und im optional nachfolgenden thermischen Behandlungsschritt zu einer Netzwerkbildung und damit zu einer Aushärtung der resultierenden Katalysator-Formkörper führen. Hierbei kommen als Peptisierhilfsmittel verschiedene Substanzen zum Einsatz, die bis zum Ende der jeweiligen Herstellprozesse rückstandsfrei entfernt werden können.
WO 2010/121974 A2 beschreibt unter anderem Hydroaminierungs-Katalysatoren auf der Grundlage von Zeolithen, insbesondere Bor-Beta-Zeolithen, die zur Erhöhung der Selektivität, der Standzeit und der Anzahl ihrer möglichen Regenerierungen verschiedenen Modifizierungen unterzogen werden, wobei diese Modifizierungen vor der fertigen Präparation der entsprechenden Katalysator-Formkörper, d.h. vor dem
abschließenden Kalzinieren vorgenommen werden. Hierzu werden beispielsweise Säuren oder Säuremischungen zur Behandlung des verformten oder unverformten Materials eingesetzt. WO 2004/108280 A1 offenbart ein Verfahren zur Erhöhung der Schneidhärte eines Formkörpers, bei dem ein ein kristallines Alumosilikat (Zeolith) enthaltender Formkörper mit einem Wasserdampf enthaltenden Gas bei einer Temperatur von 100 °C bis 600 °C und einem Absolutdruck von 0, 1 bar bis 20 bar über einen Zeitraum von mindestens 20 Stunden behandelt wird. Die mechanischen Eigenschaften eines so behandelten Formkörpers können noch nach dem Kalzinieren um mindestens 20 % verbessert werden.
Die im Stand der Technik bekannten Verfahren, um Katalysator-Formkörper mit höherer mechanischer Festigkeit zu versehen, beschränken sich folglich entweder auf Modifizierungen des ursprünglichen Herstellungsprozesses (vgl. bspw. K. P. de Jong, „Synthesis of Solid Catalysts", Wiley-VCH, 2009, S. 173 183) oder sind sehr speziell für bestimmte Katalysatorsysteme ausgelegt (vgl. WO 2010/121974 A2) oder führen nur unter größerem zusätzlichen apparativen und zeitlichen Aufwand zu einer Verbesserung (vgl. WO 2004/108280 A1 ).
Vor diesem Hintergrund besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein allgemein anwendbares Verfahren anzugeben, mit dem die mechanische Festigkeit von vorhandenen Katalysator-Formkörpern weiter erhöht werden kann. Es ist ferner Ziel der Erfindung, Katalysator-Formkörper mit erhöhter mechanischer Festigkeit zu schaffen.
Diese Aufgabe wird in einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung durch ein Verfahren zur Behandlung von Katalysator-Formkörpern gelöst, das die Verfahrensschritte umfasst: a) Bereitstellen von fertig präparierten Katalysator-Formkörpern, b) Tränken der fertig präparierten Katalysator-Formkörper mit einem Peptisierhilfsmittel in einer Flüssigkeitsmenge, die die theoretische Wasseraufnahme der Katalysator-Formkörper nicht übersteigt, c) thermisches Behandeln der getränkten Katalysator-Formkörper bei 50 °C bis 250 °C und d) Kalzinieren der thermisch behandelten Katalysator-Formkörper bei 250 °C bis 600 °C.
Diese Aufgabe wird in einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ferner durch ein Verfahren zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit von Katalysator-Formkörpern gelöst, das die Verfahrensschritte umfasst: a) Bereitstellen von fertig präparierten Katalysator-Formkörpern, b) Tränken der fertig präparierten Katalysator-Formkörper mit einem Peptisierhilfsmittel in einer Flüssigkeitsmenge, die die theoretische Wasseraufnahme der Katalysator-Formkörper nicht übersteigt, c) thermisches Behandeln der getränkten Katalysator-Formkörper bei 50 °C bis 250 °C und d) Kalzinieren der thermisch behandelten Katalysator-Formkörper bei 250 °C bis 600 °C.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass auch bereits fertig präparierte Katalysator-Formkörper unterschiedlichster Form und verschiedenster Zusammensetzung in ihrer mechanischen Festigkeit noch weiter verbessert werden können, wenn diese dem erfindungsgemäßen Verfahren unterzogen werden. Dabei kann das erfindungsgemäße Verfahren neben frisch hergestellten Katalysator- Formkörpern auch auf handelsübliche Produkte und sogar auf bereits verwendete und vor der Behandlung regenerierte Katalysator-Formkörper angewendet werden. Dabei werden die Katalysator-Formkörper mit einem Peptisierhilfsmittel getränkt, wobei es wichtig ist, das Tränken nur mit einer Flüssigkeitsmenge an Peptisierhilfsmittel durchzuführen, die die theoretische Wasseraufnahme des Katalysator-Formkörpers nicht übersteigt. Hierbei wird auch von der„incipinet wetness' -Methode gesprochen, d.h., dass beim erfindungsgemäßen Tränken die Katalysator-Formkörper zwar die maximale Flüssigkeitsmenge an Peptisierhilfsmittel aufgenommen haben, nach außen aber weiterhin trocken erscheinen, also keine Flüssigkeit nach außen tritt.
Die theoretische Wasseraufnahme lässt sich durch die Bestimmung des offenen Porenvolumens der Katalysator-Formkörper ermitteln, das durch bekannte Verfahren wie die Wasseraufnahme oder die Quecksilberporosimetrie gemessen werden kann. Das Tränken selbst kann nach einer dem Fachmann geläufigen Methode vorgenommen werden. Für das erfindungsgemäße Verfahren werden bevorzugt die Formkörper vorgelegt und die Flüssigkeit unter rotierender Bewegung der Schüttung der Formkörper bei Raumtemperatur hinzugefügt.
Die Beschränkung der Flüssigkeitsmenge des eingesetzten Peptisierhilfsmittels, mit dem die Katalysator-Formkörper getränkt werden, bewirkt eine maximale Erhöhung der
mechanischen Festigkeit. Werden die Katalysator-Formkörper im Überschuss mit dem Peptisierhilfsmittel behandelt, so sinkt die quantifizierbare Erhöhung deutlich, bis schließlich nur noch eine sehr geringe Wirkung feststellbar ist, was in den nachstehend angeführten Beispielen und Vergleichsbeispielen gezeigt wird.
Gegenüber den im vorliegenden Verfahren eingesetzten fertig präparierten Katalysator-Formkörpern können Erhöhungen der mechanischen Festigkeit um bis zu einem Faktor 3,0 erreicht werden. Als Maß für die mechanische Festigkeit können die dem Fachmann geläufige Schneidhärte und/oder Seitendruckfestigkeit dienen. Gängige Meßverfahren hierzu werden nachstehend im Zusammenhang mit den Beispielen erläutert.
Der Mechanismus, der zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit von Katalysator- Formkörpern gemäß der vorliegenden Erfindung führt, wurde noch nicht mit letzter Sicherheit geklärt. Es wird aber davon ausgegangen, dass durch das Tränken mit dem Peptisierhilfsmittel und die anschließende thermische Behandlung an den Oberflächen der Katalysator-Formkörper neue OH-Gruppen geschaffen werden. Diese frischen OH-Gruppen bilden beim Kalzinieren gemäß der vorliegenden Erfindung neue Netzwerke in den Katalysator-Formkörpern, die einerseits die mechanische Festigkeit erhöhen, sich andererseits aber nicht auf das zur Verfügung stehende Porenvolumen auswirken.
Messungen des Porenvolumens haben gezeigt, dass sich das Porenvolumen (im Rahmen der üblichen Messungenauigkeiten) nur sehr unwesentlich ändert und tendenziell sogar erhöht, was in den nachstehenden Beispielen gezeigt wird.
Wie nachstehend anhand von Beispielen und Vergleichsbeispielen ferner gezeigt wird, wird durch das erfindungsgemäße Verfahren die chemische Leistungsfähigkeit der Katalysator-Formkörper in keiner Weise beeinträchtigt. Zudem ist das erfindungsgemäße Verfahren auf eine Vielzahl unterschiedlicher Katalysator- Materialien anwendbar, wie die nachstehenden Beispiele ebenfalls belegen.
Nachfolgend wir die vorliegende Erfindung weiter präzisiert. Unter„fertig präparierte Katalysator-Formkörper" werden Formkörper verstanden, die nach dem Fachmann bekannten Verfahren hergestellt wurden und in dieser Form als Katalysator-Formkörper nach dem Stand der Technik eingesetzt werden. Die herkömmliche Herstellung umfasst dabei ganz allgemein ein Bereitstellen der Edukte und gegebenenfalls Hilfsmittel und deren Mischen zu einer Rohmasse, eine Formgebung der Rohmasse und eine oder mehrere thermische Behandlungen zur Abtrennung von flüchtigen Stoffen und zur Verfestigung der Formkörper (z.B. Kalzinierung).
Der Begriff Formkörper umfasst sowohl das Katalysatorträgermaterial als auch die katalytisch aktive Komponente. Gegebenenfalls kann die katalytische aktive Komponente den Formkörper vollständig ausbilden, das heißt, der entsprechende Katalysator umfasst kein zusätzliches Trägermaterial.
Die Peptisierhilfsmittel zum Tränken der Katalysator-Formkörper in Verfahrensschritt b) können in fester oder flüssiger Form vorliegen. Feste Peptisierhilfsmittel werden in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst und dann zum Tränken der Formkörper verwendet, flüssige Peptisierhilfsmittel können unverdünnt oder ebenfalls als Lösung eingesetzt werden. Als geeignete Peptisierhilfsmittel im Sinne der vorliegenden Erfindung werden Basen wie Ammoniak oder Säuren wie Salpetersäure, Ameisensäure oder Essigsäure bevorzugt, insbesondere in wässriger, d.h. verdünnter Form.
Es ist bevorzugt, als Peptisierhilfsmittel eine Ammoniak-Lösung oder eine Salpetersäure-Lösung, insbesondere eine wässrige Ammoniak-Lösung oder eine wässrige Salpetersäure-Lösung, zu verwenden. Ganz bevorzugt wird eine wässrige Ammoniak-Lösung verwendet. Im Fall der Festigkeitserhöhung von Zeolith- Formkörpern, insbesondere Bor-Beta-Zeolith-Formkörpern, zeigt eine wässrige Ammoniak-Lösung die besten Effekte.
Demgegenüber hat eine wässrige Salpetersäure-Lösung beispielsweise eine bessere Wirkung bei der Erhöhung der Festigkeit von Formkörpern aus NiO/CoO/CuO/Zr02.
Die Obergrenze (Maximalwert) der theoretischen Wasseraufnahme des entsprechenden Katalysator-Formkörpers darf durch das Tränken mit der entsprechenden Flüssigkeitsmenge des Peptisierhilfsmittels im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht oder nur unwesentlich überschritten werden. Unter einer unwesentlichen Überschreitung werden maximal 5 % der Obergrenze (Maximalwert) der theoretischen Wasseraufnahme verstanden. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sollte die eingesetzte Flüssigkeitsmenge an Peptisierhilfsmittel jedoch mindestens 50 % (Mindestmenge an Peptisierhilfsmittel) bezogen auf die Obergrenze (Maximalwert) der theoretischen Wasseraufnahme des jeweiligen Katalysator- Formkörpers entsprechen, vorzugsweise mindestens 90 % der Obergrenze. Besonders bevorzugt wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung in Schritt b) eine Flüssigkeitsmenge an Peptisierhilfsmittel eingesetzt, die der theoretischen Wasseraufnahme des jeweiligen Katalysator-Formkörpers (also der Obergrenze) genau entspricht.
Um eine ausreichende Menge neuer aktiver Gruppen auf der Oberfläche der Katalysator-Formkörper zu bilden, ist es bevorzugt, nach Verfahrensschritt b) den
Verfahrensschritt bb) Einwirkenlassen des Peptisierhilfsmittels für bis zu 10 Stunden durchzuführen. Obwohl eine Einwirkzeit von 1 bis 10 Stunden bevorzugt ist, kann das Einwirkenlassen auch nur für wenige Minuten, beispielsweise 1 bis 30 Minuten, oder bis zu 1 Stunde vorgenommen werden, jeweils abhängig von der Art und der Struktur der Katalysator-Formkörper.
Es hat sich für die möglichst quantitative Entfernung des in Schritt b) in den Formkörper getränkten Peptisierhilfsmittels als vorteilhaft herausgestellt, wenn das thermische Behandeln in Verfahrensschritt c) unter Normaldruck oder im Vakuum, bevorzugt bei 0,1 bis 0,9 bar, und/oder in ruhender oder in bewegter Schüttung der Katalysator-Formkörper durchgeführt wird.
Das thermische Behandeln in Verfahrensschritt c) wird vorzugsweise bei 50 °C bis 250 °C, insbesondere bei 100 °C bis 200 °C, durchgeführt und dient dazu, das Peptisierhilfsmittel nach dem Tränken wieder aus den Katalysator-Formkörpern zu entfernen.
Demgegenüber findet das Kalzinieren in Verfahrensschritt d) vorzugsweise bei 250 °C bis 600 °C, insbesondere bei 300 °C bis 500 °C, statt. Mit dem Kalzinieren wird das Netzwerk der Katalysator-Formkörper weiter aufgebaut und damit die mechanische Festigkeit erhöht. Bei den anzuwendenden Kalzinierungstemperaturen ist auf die thermische Stabilität der eingesetzten Katalysatormaterialien, sowohl Träger als auch aktive Komponente, zu achten. Ebenso ist es für ein gleichmäßiges Ergebnis des Kalzinierens wünschenswert, das Kalzinieren in Verfahrensschritt d) in ruhender oder in bewegter Schüttung der Katalysator-Formkörper durchzuführen.
Sofern der Katalysator-Formkörper auch ein Trägermaterial umfasst, können prinzipiell alle dem Fachmann bekannten Trägermaterialien verwendet werden. Vorzugsweise ist das Trägermaterial ausgewählt aus Si02, Ti02, Al203 und Zr02. Als katalytisch aktive Komponente können prinzipiell alle dem Fachmann bekannten katalytisch aktiven Komponenten eingesetzt werden, beispielsweise Edelmetalle wie Platin, Palladium, Silber, Rhodium oder Nichtedelmetalle wie Nickel, Kobalt, Kupfer Ruthenium, Eisen oder Kombinationen davon und zusätzlich diversen Dotierelementen, die gegebenenfalls elementar oder oxidisch vorliegen können.
Es ist bevorzugt, wenn als Katalysator-Formkörper Extrudate und/oder Tabletten und/oder Granulate verwendet werden.
Ferner ist es bevorzugt, als Katalysator für die Katalysator-Formkörper heterogene Katalysatoren einzusetzen.
In der Praxis hat es sich für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Katalysator aus Zeolith, insbesondere Bor-Beta-Zeolith, NiO/CoO/CuO/Zr02, Ti02, CuO/AI203 oder Co304/Si02 ausgewählt ist.
Die vorstehend genannte Aufgabe wird in einem zweiten Aspekt der Erfindung durch Katalysator-Formkörper gelöst, die nach dem vorstehend beschriebenen, erfindungsgemäßen Verfahren herstellbar sind. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Katalysator-Formkörper auf einfache, aber wirkungsvolle Weise in ihrer mechanischen Festigkeit verbessert werden.
Insbesondere zeichnen sich diese Katalysator-Formkörper dadurch aus, dass sie gegenüber den eingesetzten fertig präparierten Katalysator-Formkörpern eine um den Faktor 1 ,4 bis 3,0 höhere Schneidhärte und/oder Seitendruckfestigkeit aufweisen. Gängige Meßverfahren hierzu werden nachstehend im Zusammenhang mit den Beispielen erläutert.
Die Schneidhärte und die Seitendruckfestigkeit von Katalysator-Formkörpern sind ein Maß für deren mechanische Festigkeit. Für industrielle Anwendungen in bekannten, bspw. mit Zeolithen katalysierten Reaktionen sind eine Schneidhärte von > 10 N, bevorzugt > 20 N, oder eine Seitendruckfestigkeit von > 10 N, bevorzugt > 20 N, wünschenswert. Dabei sind höhere Schneidhärten bzw. Seitendruckfestigkeiten tendenziell bevorzugt, da unter Reaktionsbedingungen viele ursprünglich mechanisch ausreichend feste Katalysator-Formkörper weich werden.
Vorzugsweise ist der Katalysator ein Bor-Beta-Zeolith und die Katalysator-Formkörper weisen eine mittlere Schneidhärte von mindestens 105 N auf. Hierdurch ist er den herkömmlichen Bor-Beta-Zeolithen in seiner mechanischen Festigkeit weit überlegen. Die erfindungsgemäßen Katalysator-Formkörper können bevorzugt zur Herstellung von Aminen oder in Festbettreaktoren oder Wirbelschichtreaktoren verwendet werden.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein chemisches Syntheseverfahren in Gegenwart von erfindungsgemäßen Katalysator-Formkörpern. Bei der Synthese handelt es sich insbesondere um die Herstellung von Aminen durch Umsetzung von Ammoniak oder primären oder sekundären Aminen mit Olefinen bei erhöhten Temperaturen und Drücken. Alternativ handelt es sich bei der Synthese um eine Umsetzung von ungesättigten Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Carbonylverbindungen, Nitroverbindungen oder Nitrilen mit Wasserstoff und/oder Ammoniak. Die ungesättigten Kohlenwasserstoffe sind insbesondere Alkene (Olefine) und Alkine.
Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der bevorzugten, die Erfindung aber nicht einschränkenden Ausführungsbeispiele. Dabei bilden alle beschriebenen Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehungen.
Die Messung der Schneidhärte erfolgte mit einem Gerät der Fa. Zwick-Roell vom Typ BZ 2.5/TS1 S mit festsitzendem Auflageteller und frei beweglichem, vertikalen Schneidenhalter, dessen Schneide den Formkörper gegen den festsitzenden Teller drückt (Vorkraft 0,5 N, Vorkraft-Geschwindigkeit 10 mm/min, Senkgeschwindigkeit 3 mm/min). Der frei bewegliche Schneidenhalter ist mit einer Druckmessdose zur Aufnahme der Kraft verbunden. Das Gerät wird durch einen Computer gesteuert, welcher die Messwerte registriert und auswertet. Stränge der Formkörper mit einem vorbestimmten Durchmesser werden mit einer Schneide (Stärke 0,6 mm, plan) bei steigender Kraft belastet, bis Bruch der Stränge auftritt. Die Kraft bei Bruch wird als Schneidhärte bezeichnet. Der angegebene Messwert ist der Mittelwert aus einer Prüfung von 30 Formkörpern. Dieses Verfahren wird auch in DE 103 26 137 A1 , EP 1 996 543 B1 und WO 201 1 /048128 A2 beschrieben.
Die Messung der Seitendruckfestigkeit erfolgte mit einem Prüfgerät der Firma Zwick, Ulm, mit festsitzendem Drehteller und frei beweglichem, vertikalem Stempel, der den Formkörper (in Form von Tabletten, Ringen oder Kugeln) gegen den festsitzenden Drehteller drückt. Hierdurch werden die Formkörper zwischen den zwei parallelen Platten auf der Mantelseite mit zunehmender Kraft belastet, bis Bruch eintritt. Die beim Bruch registrierte Kraft ist die Seitendruckfestigkeit. Der frei bewegliche Stempel war mit einer Druckmessdose zur Aufnahme der Kraft verbunden. Das Gerät wurde durch einen Computer gesteuert, welcher die Meßwerte registrierte und auswertete. Aus einer Anzahl von Proben wurden 25 einwandfreie (d.h. rissfrei und ohne abgestoßenen Kanten) Formkörper in Tablettenform entnommen, deren Seitendruckfestigkeit ermittelt und anschließend gemittelt. Dieses Verfahren wird auch in DE 199 42 300 A1 und EP 1 431 273 A1 beschrieben .
Beispiel 1 ) Bor-Beta-Zeolith-Formkörper, Härtung mit wässriger Ammoniaklösung
Gemäß Beispiel 1 der WO 2010/121974 A2 wird ein mit Aluminiumoxid verstrangter Bor-Beta-Zeolith-Formkörper hergestellt. Die mittlere Schneidhärte beträgt 37 N und der Formkörper hat ein mit Quecksilberporosimetrie ermitteltes Porenvolumen von 0,42 ml/g (Katalysator 1 a). Dieser so hergestellte Katalysator wird nun in einem Rotavapor (Handelsname der Fa. Büchi) mit einer 10 %igen wässrigen Ammoniaklösung auf die theoretische Wasseraufnahme getränkt (Maximalwert) und für 2 h bei Raumtemperatur stehen gelassen. Danach wird unter Rotieren und im
Vakuum der Katalysator bei 150 °C getrocknet. Anschließend wird der so getrocknete Katalysator in einen Drehkolben überführt und unter Rotieren bei 450 °C für 2 h kalziniert. Die mittlere Schneidhärte des resultierenden Katalysators (Katalysator 1 b) wird zu 105 N bestimmt, was einer Erhöhung um den Faktor 2,83 entspricht. Der Katalysator hat ein mit Quecksilberporosimetrie ermitteltes Porenvolumen von 0,43 ml/g.
Bor-Beta-Zeolith-Formkörper eignen sich insbesondere zur Synthese von Aminen, insbesondere von t-Butylamin (tBA).
Jeweils 10 g der so hergestellten Katalysatoren 1 a und 1 b werden nach Zerkleinerung zu Katalysatorsplitt in einen Rohrreaktor (6 mm I nnendurchmesser) eingebaut und unter isothermen Bedingungen bei 270 °C und einem Druck von 270 bar mit 43 g/h eines Gemisches aus Isobuten und N H3 (1 mol : 1 ,5 mol) beaufschlagt und die Umsetzung mittels online Gaschromatographie verfolgt. Sowohl unter Einsatz von Katalysator 1 a wie auch unter Einsatz von Katalysator 1 b wird eine Ausbeute von 13,8 - 14,3 g tBA/gfeed bei einer Selektivität von min. 99 % erreicht. Vergleichsbeispiel 1 ) Bor-Beta-Zeolith-Formkörper, Härtung mit wässriger Ammoniaklösung
Gemäß Beispiel 1 der WO 2010/121974 A2 wird ein mit Aluminiumoxid verstrangter B-Beta-Zeolith-Formkörper hergestellt. Die mittlere Schneidhärte beträgt 37 N (Katalysator 1 a). Dieser so hergestellte Katalysator wird nun in einem Rotavapor mit einer 10 %igen wässrigen Ammoniaklösung überstehend getränkt, welche der zweifachen theoretischen Wasseraufnahme der Formkörper (zweifacher Maximalwert) entspricht, und für 2 h bei Raumtemperatur stehen gelassen. Danach wird unter Rotieren und im Vakuum der Katalysator bei 150 °C getrocknet. Anschließend wird der so getrocknete Katalysator in einen Drehkolben überführt und unter Rotieren bei 450 °C für 2 h kalziniert. Die mittlere Schneidhärte des resultierenden Katalysators wird zu 47 N bestimmt, was einer Erhöhung um den Faktor 1 ,27 entspricht. Beispiel 2) NiO/CoO/CuO/Zr02-Formkörper, Härtung mit wässriger Ammoniaklösung
Bei einem pH von 5,7 und einer Temperatur von 70 °C wird eine Fällung einer Metallsalzlösung bestehend aus 29,4 kg Nickelnitratlösung (17,4 % NiO-Gehalt), 8,8 kg Kupfernitratlösung (19,3 % CuO-Gehalt) und 16,3 kg Zirkonacetatlösung (1 8,7 % Zr02-Gehalt) mit einer 20 %igen Natriumcarbonatlösung durchgeführt. Nach Verbrauch der Metallsalzlösung wird der pH mit einer Sodalösung auf 7,4 eingestellt. Nach Rühren für 12 h und Abkühlung auf Raumtemperatur wird die erhaltene
Suspension filtriert und der Filterkuchen mit destilliertem Wasser gewaschen , bis ein Natriumgehalt im Filterkuchen (nach Temperung bei 900 °C) von < 0, 1 % erreicht wird. Der gewaschene Filterkuchen wird bei 120 °C für 12 h getrocknet und nachfolgend bei 480 °C für 3 h kalziniert. Das so erhaltene Pulver wird mit 3 % Graphit vermischt und auf einer Tablettenpresse zu 6 x 3 mm-Tabletten verpresst. Die mittlere Seitendruckfestigkeit dieses Katalysators 2a) beträgt 105 N .
Dieser so hergestellte Katalysator wird nun mit einer 1 0 %igen wässrigen Ammoniaklösung auf die theoretische Wasseraufnahme getränkt und für 2 h bei Raumtemperatur stehen gelassen. Danach wird der Katalysator bei 150 °C im Vakuum getrocknet. Anschließend wird der so getrocknete Katalysator bei 450 °C für 2 h kalziniert. Die mittlere Seitendruckfestigkeit des resultierenden Katalysators 2b) wird zu 260 N bestimmt, was einer Erhöhung um den Faktor 2,47 entspricht. Der Katalysator hat ein mit Quecksilberporosimetrie ermitteltes Porenvolumen von 0, 19 ml/g.
NiO/CoO/CuO/Zr02-Formkörper können insbesondere in Hydrier- oder Aminierungsreaktionen eingesetzt werden Vergleichsbeispiel 2) NiO/CoO/CuO/Zr02-Formkörper, Härtung mit wässriger Ammoniaklösung
Bei einem pH von 5,7 und einer Temperatur von 70 °C wird eine Fällung einer Metallsalzlösung bestehend aus 29,4 kg Nickelnitratlösung (17,4 % NiO-Gehalt), 8,8 kg Kupfernitratlösung (19,3 % CuO-Gehalt) und 16,3 kg Zirkonacetatlösung (1 8,7 % Zr02-Gehalt) mit einer 20 %igen Natriumcarbonatlösung durchgeführt. Nach Verbrauch der Metallsalzlösung wird der pH mit einer Sodalösung auf 7,4 eingestellt. Nach Rühren für 12 h und Abkühlung auf Raumtemperatur wird die erhaltene Suspension filtriert und der Filterkuchen mit destilliertem Wasser gewaschen , bis ein Natriumgehalt im Filterkuchen (nach Temperung bei 900 °C) von < 0, 1 % erreicht wird. Der gewaschene Filterkuchen wird bei 120 °C für 12 h getrocknet und nachfolgend bei 480 °C für 3 h kalziniert. Das so erhaltene Pulver wird mit 3 % Graphit vermischt und auf einer Tablettenpresse zu 6 x 3 mm-Tabletten verpresst. Die mittlere Seitendruckfestigkeit dieses Katalysators 2a) beträgt 105 N und der Formkörper hat ein mit Quecksilberporosimetrie ermitteltes Porenvolumen von 0, 18 ml/g.
Dieser so hergestellte Katalysator wird nun mit einer 1 0 %igen wässrigen Ammoniaklösung überstehend getränkt, welche der zweifachen theoretischen Wasseraufnahme der Formkörper entspricht, und für zwei Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen. Danach wird der Katalysator bei 150 °C im Vakuum getrocknet. Anschließend wird der so getrocknete Katalysator bei 450 °C
für 2 h kalziniert. Die mittlere Seitendruckfestigkeit des resultierenden Katalysators 2b) wird zu 1 16 N bestimmt, was einer Erhöhung um den Faktor 1 , 10 entspricht.
Beispiel 3) NiO/CoO/CuO/Zr02-Formkörper, Härtung mit verdünnter Salpetersäure
Katalysator 2a) wird in mit einer 5 %igen wässrigen Salpetersäurelösung auf die theoretische Wasseraufnahme getränkt und für 2 h bei Raumtemperatur stehen gelassen. Danach wird der Katalysator bei 150 °C im Vakuum getrocknet. Anschließend wird der so getrocknete Katalysator bei 450 °C für 2 h kalziniert. Die mittlere Seitendruckfestigkeit des resultierenden Katalysators 3) wird zu 300 N bestimmt, was einer Erhöhung um den Faktor 2,85 entspricht. Der Katalysator hat ein mit Quecksilberporosimetrie ermitteltes Porenvolumen von 0,21 ml/g.
Beispiel 4) Ti02-Formkörper, Härtung mit verdünnter Salpetersäure
7,8kg Ti02 (S 150 von Finnti, 86 %ig) werden mit 33 g Tylose (Clariant H4000 G4), 65 g Stearinsäure sowie 250 g 3 %iger Salpetersäure und 2,4 kg Wasser im Koller zu einer extrudierbaren Masse verarbeitet und im Extruder zu 1 ,5 mm-Strängen ausgeformt. Die erhaltenen Stränge werden bei 120 °C für 12 h getrocknet und anschließend bei 400 °C kalziniert. Die mittlere Schneidhärte dieses Katalysators beträgt 1 1 N und der Formkörper hat ein mit Quecksilberporosimetrie ermitteltes Porenvolumen von 0,32 ml/g. Dieser so hergestellte Katalysator wird nun mit einer 5%igen wässrigen Salpetersäurelösung auf die theoretische Wasseraufnahme getränkt und für 2 h bei Raumtemperatur stehen gelassen. Danach wird der Katalysator bei 150 °C im Vakuum getrocknet. Anschließend wird der so getrocknete Katalysator bei 400 °C für 2 h kalziniert. Die mittlere Schneidhärte des resultierenden Katalysators 4) wird zu 20 N bestimmt, was einer Erhöhung um den Faktor 1 ,81 entspricht. Der Katalysator hat ein mit Quecksilberporosimetrie ermitteltes Porenvolumen von 0,35 ml/g.
Ti02-Formkörper können insbesondere in C-N, C-O, C-C Verknüpfungsreaktionen eingesetzt werden.
Beispiel 5) CuO/AI203-Formkörper, Härtung mit verdünnter Salpetersäure Bei einem pH von 5,8 und einer Temperatur von 80 °C wird eine Fällung einer Metallsalzlösung bestehend aus 7, 1 kg Kupfernitratlösung (19,3 % CuO-Gehalt) und 13,8 kg Aluminiumnitratlösung (8, 1 % AI2Q3-Gehalt) mit einer 20 %igen
Natriumcarbonatlösung durchgeführt. Nach Verbrauch der Metallsalzlösung wird der pH mit einer Sodalösung auf 8, 1 eingestellt. Nach Rühren für 12 h und Abkühlung auf Raumtemperatur wird die erhaltene Suspension filtriert und der Filterkuchen mit destilliertem Wasser gewaschen, bis ein Natriumgehalt im Filterkuchen (nach 5 Temperung bei 900 °C) von < 1 % erreicht wird. Der gewaschene Filterkuchen wird bei 120 °C für 12 h getrocknet und nachfolgend bei 350 °C für 3 h kalziniert. Das so erhaltene Pulver wird mit 3 % Graphit vermischt und auf einer Tablettenpresse zu 3 x 3 mm-Tabletten verpresst. Die mittlere Seitendruckfestigkeit dieses Katalysators 2a) beträgt 56 N und der Formkörper hat ein mit Quecksilberporosimetrie ermitteltes 10 Porenvolumen von 0,41 ml/g.
Dieser so hergestellte Katalysator wird nun mit einer 5 %igen wässrigen Salpetersäurelösung auf die theoretische Wasseraufnahme getränkt und für zwei Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen. Danach wird der Katalysator bei 15 150 °C im Vakuum getrocknet. Anschließend wird der so getrocknete Katalysator in einen Drehkolben überführt und bei 450 °C für 2 h kalziniert. Die mittlere Seitendruckfestigkeit des resultierenden Katalysators 5) wird zu 81 N bestimmt, was einer Erhöhung um den Faktor 1 ,44 entspricht. Der Katalysator hat ein mit Quecksilberporosimetrie ermitteltes Porenvolumen von 0,46 ml/g.
20
Cu07AI203-Formkörper können insbesondere in Hydrierreaktionen eingesetzt werden.
25 Beispiel 6) Co304/Si02-Formkörper, Härtung mit verdünnter Salpetersäure
Bei einem pH von 7,0 und einer Temperatur von 70 °C wird eine Fällung einer Metallsalzlösung bestehend aus 14,7 kg Kobaltnitratlösung (1 7, 1 % Co304-Gehalt) mit einer 20 %igen Natriumcarbonatlösung durchgeführt. Nach Rühren für 12 h und
30 Abkühlung auf Raumtemperatur wird die erhaltene Suspension filtriert und der Filterkuchen mit destilliertem Wasser gewaschen, bis ein Natriumgehalt im Filterkuchen (nach Temperung bei 900 °C) von < 3 % erreicht wird. Der gewaschene Filterkuchen wird bei 120 °C für 12 h getrocknet und nachfolgend bei 500 °C für 3 h kalziniert. 2 kg dieses so erhaltenen Pulvers werden mit 0,69 kg Silres MSE 100,
35 26,9 g Walocel, 270g 56 %iger Salpetersäure sowie 250 g Wasser im Kneter zu einer extrudierbaren Masse verarbeitet und mit einer Strangpresse zu 4 mm Strängen ausgeformt. Die erhaltenen Stränge werden bei 120 °C für 12 h getrocknet und anschließend bei 570 °C kalziniert. Die mittlere Schneidhärte dieses Katalysators beträgt 59 N.
40
Dieser so hergestellte Katalysator wird nun mit einer 5 %igen wässrigen Salpetersäurelösung auf die theoretische Wasseraufnahme getränkt und für 2 h bei
Raumtemperatur stehen gelassen. Danach wird der Katalysator bei 150 °C im Vakuum getrocknet. Anschließend wird der so getrocknete Katalysator bei 400 °C für 2 h kalziniert. Die mittlere Schneidhärte des resultierenden Katalysators 6) wird zu 90 N bestimmt, was einer Erhöhung um den Faktor 1 ,52 entspricht.
Co304/Si02-Formkörper können insbesondere in Hydrierreaktionen eingesetzt werden.
Auswertung
Beispiel 1 ) verdeutlicht, dass das erfindungsgemäße Verfahren zu einer deutlich erhöhten mechanischen Festigkeit der Katalysator-Formkörper führt. Gleichzeit wird anhand der Synthese von t-Butylamin in einem Vergleichsversuch nachgewiesen, dass die Erhöhung der mechanischen Festigkeit erfolgen kann, ohne die chemische Leistungsfähigkeit des Katalysators zu beeinträchtigen.
Vergleichsbeispiel 1 ) zeigt, dass die Tränkung mit dem Peptisierhilfsmittel nur bis zum Maximalwert der theoretischen Wasseraufnahme vorteilhaft durchgeführt werden kann, da überschüssige Flüssigkeitsmengen nur zu einem sehr geringen härtenden Effekt führen.
Mit den Beispielen 3) bis 6) wird bewiesen, dass das erfindungsgemäße Verfahren erfolgreich auch auf verschiedene andere Katalysatorsysteme anwendbar ist.