Polymere Flammschutzmittelmischungen
Die Erfindung bezieht sich auf polymere Flammschutzmittelmischungen, ein Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung, insbesondere in
flammgeschützten Faser- und Folien-Polymerformmassen.
Nach dem Stand der Technik werden pulverförmige, Dialkylphosphinsauresalze alleine oder zusammen mit anderen Mitteln bevorzugt in
Flammschutzmittelmischungen für Polymere eingesetzt.
Dialkylphosphinsauresalze werden in Zusammensetzungen mit
Polybutylenterephthalat und Polyethylenterephthalat in Konstruktionswerkstoffen für die Elektronik eingesetzt (WO-A-2013/165007). Das Polyethylenterephthalat ist dabei mit Lactonanteilen modifiziert. Die verwendeten Dialkylphosphinsäuresalze- Teilchen selber sind jedoch zu grob und würden in Fasern und Folien
Verstopfungen und Oberflächenfehler ergeben.
Es hat daher nicht an Versuchen gefehlt, gröbere Teilchen von pulverförmigen, Flammschutzmitteln durch Nassmahlung in einem Lösungsmittel auf die
gewünschte geringe Größe zu bringen. In vielen Fällen ist dieses Verfahren allerdings nicht durchführbar bzw. führt nicht zu den gewünschten Teilchengrößen.
Das Mahlen in einem Lösungsmittel erzwingt als Nachteil die Entfernung des Lösungsmittels vor der Einarbeitung in eine flamm-zu-schützende Faser- bzw. Folien-Polymerformmasse. Dies ist unwirtschaftlich und sicherheitstechnisch bedenklich, da viele Lösungsmittel leicht entflammbar sind und die Gefahr der Reagglomerierung besteht. Die direkte Einarbeitung eines in Lösungsmittel suspendierten Flammschutzmittels in ein geschmolzenes Spinnpolymer ist sicherheitstechnisch schwierig, weil das Lösungsmittel verdampfen und eine explosionsfähige Atmosphäre bilden würde.
So beschreibt die JP-B-5129018, wie Dialkylphosphinsäuresalze nanoteilig mittels Nassvermahlung in einem Lösungsmittel in Polyphenylenetherpolymere (PPE)
eingearbeitet werden können, wobei die typischen Probleme der Nassmahlung auftreten können. Zusätzlich ist das in JP-B-5129018 bevorzugte Lösungsmittel Methanol leicht entflammbar und wegen seiner Giftigkeit ist ein sehr hoher sicherheitstechnischer Aufwand notwendig, so dass das Verfahren aus
wirtschaftlicher Sicht nur schlecht einsetzbar ist. Zudem ist PPE für Fasern nicht verwendbar.
Beim Faserspinnen oder Folienverblasen werden sehr feine Teilchen benötigt. Zu grobe (Flammschutzmittel-)Partikel führen zu Verstopfungen in den Düsen und Schmelzfiltern beim Faserspinnen oder Folienverblasen. Sie führen dort zu
Faserbrüchen, wo sie erhebliche Teile des Faserquerschnitts einnehmen und kein Polymer vorhanden ist. Zu grobe Teilchen können Oberflächenunsauberkeiten (z. B. Erhebungen, die die Folien- und Faserglätte beeinträchtigen) bewirken. Es ist schwierig, von Beginn an feinteilige (additive, nichtpolymere)
Flammschutzmittel während der weiteren Verarbeitungsprozesse gleichmäßig und andauernd feinteilig zu halten. Es kann zu Reagglomerierungen der Teilchen kommen, wobei diese wieder zu groß und/oder zu grob werden. Dieser Effekt kann durch Zusatzstoffe verringert werden, die aber über ihren Mengenanteil die Faser- und Folieneigenschaften beeinträchtigen oder negative chemische
Wechselwirkungen mit den Faser- und Folienbestandteilen haben können.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, polymere
Flammschutzmittelmischungen zur Verfügung zu stellen, die leicht die
Verarbeitung zu Fasern und Folien ermöglichen und in denen das
Flammschutzmittel somit in ausreichend geringer Teilchengröße fein genug verteilt ist.
Die polymeren Flammschutzmittelmischungen sollen direkt vor dem Spinn- bzw. Folienblasschritt in das nicht-flammgeschützte Polymer eingearbeitet werden können (sogenannte additive Flammschutzmittel), ohne das eine Vergrößerung oder Vergröberung der Teilchen auftritt.
Im Gegensatz dazu kann bei Polymeren, die flammschützenden Molekülteile fest in ihrer Polymerkette eingebaut haben (und damit inhärent flammgeschützt sind) die Flammschutzmittel-Konzentration und damit die Stärke des
Flammschutzeffektes nicht variabel eingestellt werden, was zu
produktionstechnischen Nachteilen führen kann.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung von halogenfreien polymeren Flammschutzmittelmischungen und halogenfreien flammgeschützten Faser- und Folien-Formmassen, da halogenhaltige Produkte der vorgenannten Art Nachteile für die Umwelt durch Dioxinbildung bei der Abfallverbrennung bzw. die Anreicherung in der Nahrungskette haben können. Grundsätzlich sind für viele Anwendungsbereiche halogenhaltige Produkte, insbesondere der Einsatz von halogenhaltigen Flammschutzmitteln, wegen ihren vielen bekannten Nachteile, zu vermeiden.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur
Verfügung zu stellen, bei dem das Flammschutzmittel problemlos in das
Spinnpolymer eingearbeitet werden kann, das Flammschutzmittel optimal dispergiert wird und anschließend in geringer Teilchengröße im Polymer mit guten Flammschutzeigenschaften seine Wirkung zeigt.
Die eingesetzten Flammschutzmittel sollen die Fasereigenschaften möglichst nicht beeinträchtigen. Die eingangs gestellte Aufgabe wird gelöst durch polymere
Flammschutzmittelmischungen, enthaltend
a) 0,1 bis 70 Gew.-% Dialkylphosphinsäuresalz,
b) 0 bis 20 Gew.-% Telomere und
c) 30 bis 99,9 Gew.-% Oligomere,
wobei die Summe von a), b) und c) 100 Gew.-% ergibt mit der Maßgabe, dass es sich in a) und b) um unterschiedliche Verbindungen handelt.
Bevorzugt enthalten die polymeren Flammschutzmittelmischungen
a) 2 bis 50 Gew.-% Dialkylphosphinsäuresalz,
b) 0,1 bis 10 Gew.-% Telomere und
c) 50 bis 97,9 Gew.-% Oligomere,
wobei die Summe von a), b) und c) 100 Gew.-% ergibt mit der Maßgabe, dass es sich in a) und b) um unterschiedliche Verbindungen handelt.
Bevorzugt handelt es sich bei den Dialkylphosphinsäuresalzen um solche der Formel (V)
worin
a und b gleich oder verschieden sein können und, unabhängig voneinander, jeweils 1 bis 9 bedeuten und wobei die Kohlenstoffketten geradlinig, verzweigt oder cyclisch sein können und
M Mg, Ca, AI, Sb, Sn, Ge, Ti, Fe, Zr, Zn, Ce, Bi, Sr, Mn, Li, Na, K und/oder eine protonierte Stickstoffbase und
m 1 bis 4 bedeuten.
Bevorzugt sind in Formel (V) a und b gleich oder verschieden und können, unabhängig voneinander, jeweils 1 , 2 oder 3 bedeuten.
Bevorzugt sind in Formel (V) a und b gleich und bedeuten jeweils 1 .
Bevorzugt bedeutet in Formel (V) M AI, Ti, Fe, oder Zn.
Bevorzugt handelt es sich bei den Telomeren um solche der Formel (VI)
H- (CwH2w)k P(O)(OM) (CxH2x)i -H (VI)
wobei in Formel (VI), unabhängig voneinander,
k 1 bis 9,
I 1 bis 9,
w 2 bis 9,
x 2 bis 9,
M Mg, Ca, AI, Sb, Sn, Ge, Ti, Fe, Zr, Zn, Ce, Bi, Sr, Mn, Li, Na, K und/oder eine protonierte Stickstoffbase bedeutet
und die Gruppen (CwH2w)k und (CxH2x)i geradlinig oder verzweigt sein können; und/oder es handelt sich bei den Telomeren um solche der Formel (I)
worin
R1, R2 gleich oder verschieden sind und, C6-Cio-Arylen, C7-C2o-Alkylarylen,
C7-C2o-Arylalkylen und/oder C3-Ci6-Cycloalkyl oder -Bicycloalkyl, M Mg, Ca, AI, Sb, Sn, Ge, Ti, Fe, Zr, Zn, Ce, Bi, Sr, Mn, Li, Na, K und/oder eine protonierte Stickstoffbase bedeutet.
Bevorzugt bedeuten in Formel (VI)
w und x jeweils 2 bis 4 und
k und I jeweils 1 bis 4.
Besonders bevorzugt bedeuten in Formel (VI)
w und x jeweils 2 oder 3 und
k und I jeweils 1 bis 3
bedeuten.
Bevorzugt bedeuten in Formel (VI) und/oder (I) M unabhängig voneinander jeweil AI, Ti, Fe oder Zn.
Bevorzugt handelt es sich bei den Telomeren um Metallsalze der Ethylbutylphosphinsäure, Dibutylphosphinsäure, Ethylhexylphosphinsäure, Butylhexylphosphinsäure, Ethyloctylphosphinsäure, sec-Butylethylphosphinsäure, 1 -Ethylbutyl-Butyl-phosphinsäure, Ethyl-1 -Methylpentyl-phosphinsäure, Di-sec- Butylphosphinsäure (Di-1 -Methyl-propylphosphinsäure), Propyl- Hexylphosphinsäure, Dihexylphosphinsaure, Hexyl-Nonylphosphinsäure, Propyl- Nonylphosphinsäure, Dinonylphosphinsäure, Dipropylphosphinsäure, Butyl- Octylphosphinsäure, Hexyl-Octylphosphinsäure, Dioctylphosphinsäure,
Ethyl(cyclopentylethyl)phosphinsäure, Butyl(cyclopentylethyl)phosphininsäure, Ethyl(cyclohexylethyl)phosphinsäure, Butyl(cyclohexylethyl)phosphinsäure, Ethyl(phenylethyl)phosphinsäure, Butyl(phenylethyl)phosphinsäure, Ethyl(4- methylphenylethyl)phosphinsäure,
Butyl(4-methylphenylethyl)phosphinsäure, Butylcyclopentylphosphininsäure, Butylcyclohexylethylphosphinsäure, Butylphenylphosphinsäure,
Ethyl(4-methylphenyl)phosphinsäure und/oder Butyl(4- methylphenyl)phosphinsäure, wobei das Metall des Metallsalzes aus der Gruppe Mg, Ca, AI, Sb, Sn, Ge, Ti, Fe, Zr, Zn, Ce, Bi, Sr, Mn, Li, Na und/oder K
entstammt.
Bevorzugt handelt es sich bei den Oligomeren um solche der Formel (II)
-[-E-(-CR1 R2-)k-( CH2)i-CO-]n-OR4 in der
n 1 - 1 .000.000,
k 0 bis 5,
I 2 bis 15,
E O oder NH,
R1 H,
R2 CHs,
R3 H, CHs, -CO-CH(CH3)OH oder CO-Ci-10-Alkyl,
R4 H, CH(CH3)CO2H, CO-Ci-10-Alkyl oder
-(CH2)m-O-[CO-(CH2)l-(CR1 R2)k-)-E]n-R3
worin
m 1 - 20,
R1 H,
R2 CHs und
R3 H, CHs oder Ci-10-Alkyl
bedeutet.
Bevorzugt handelt es sich bei den Oligomeren auch um solche der Formel (III)
-[-N(-CO-R1) -(CH2)i-]n- (III) in der
n 1 - 1 .000.000,
I 2 bis 15 und
R1 CHs
bedeutet.
Bevorzugt handelt es sich bei den Oligomeren auch um solche der Formel (IV)
-[-O-(CH2)i-CO-]n- (IV) in der
n 1 - 1 .000.000
I 2 bis 15
bedeutet.
Bevorzugt weisen die Oligomere eine Molmasse von 1000 g/mol bis 1 14*106 g/mol und eine Kettenlänge n von 30 bis 1 .000.000 auf.
Bevorzugt bilden sich die Oligomere aus Lactonen und/oder Lactamen.
Bevorzugt handelt es sich bei den Lactonen um Propiolacton, gamma- Butyrolacton, beta-Butyrolacton, delta-Valerolacton und/oder epsilon-Caprolacton.
Bevorzugt handelt es sich bei den Lactamen um Propiolactam, gamma- Butyrolactam, delta-Valerolactam, epsilon-Caprolactam, Laurinlactam und/oder Methylpyrolidin-2-οη.
Bevorzugt enthalten die polymere Flammschutzmittelmischungen weiterhin Synergisten, wobei es sich bei den Synergisten um Melaminphosphat,
Dimelaminphosphat, Pentamelamintriphosphat, Trimelamindiphosphat,
Tetrakismelamintriphosphat, Hexakismelaminpentaphosphat, Melamindiphosphat, Melamintetraphosphat, Melaminpyrophosphat , Melaminpolyphosphate,
Melampolyphosphate, Melempolyphosphate und/oder Melonpolyphosphate; um Melaminkondensationsprodukte wie Melam, Meiern und/oder Melon; um oligomere Ester des Tris(hydroxyethyl)isocyanurats mit aromatischen Polycarbonsäuren, Benzoguanamin, Tris(hydroxyethyl)isocyanurat, Allantoin, Glycouril, Melamin, Melamincyanurat, Harnstoffcyanurat, Dicyandiamid und/oder Guanidin; um stickstoffhaltige Phosphate der Formeln (NH4)yH3-yPO4 bzw. (NH4PO3)z, mit y gleich 1 bis 3 und z gleich 1 bis 10.000; um Aluminiumphosphite; um Silicate, Zeolite, Kieselsäuren, Keramikpulver, Zinkverbindungen, z. B. Zinkborat,
Zinkcarbonat, Zinkstannat, Zinkhydroxystannat, Zinkphosphat, Zinksulfid,
Zinkoxid, Zinkhydroxid, Zinnoxidhydrat, basisches Zink-Silikat, Zinkmolybdat Magnesiumhydroxid, Hydrotalcit, Magnesiumcarbonat und/oder
Calciummagnesiumcarbonat handelt.
Die Erfindung umfasst auch polymere Flammschutzmittelmischungen, dadurch gekennzeichnet, dass sie
a) 0,1 bis 70 Gew.-% Dialkylphosphinsäuresalz,
b) 0 bis 20 Gew.-% Telomere,
c) 30 bis 99,8 Gew.-% Oligomere und
d) 0,1 bis 30 Gew.-% Synergisten enthalten, wobei die Summe von a), b), c) und d)
100 Gew.-% ergibt mit der Maßgabe, dass es sich in a) und b) um unterschiedliche Verbindungen handelt.
Die vorstehende Aufgabe wird auch gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung von polymeren Flammschutzmittelmischungen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass man nanoteiliges
Dialkylphosphinsäuresalz, das 0 bis 20 Gew.-% Telomere enthält, ohne den Einsatz von Katalysatoren in ein Oligomer einarbeitet. Bevorzugt erfolgt die Einarbeitung durch Einextrudieren oder Einkneten.
Ein bevorzugtes Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man normalteiliges Dialkylphosphinsäuresalz mit einer Teilchengröße von 0,5 bis 1 .000 μιτι, das 0 bis 20 Gew.-% Telomere enthält, in einem kurzkettigen Oligomer bis zum Erreichen der gewünschten Teilchengröße von 10 bis 1 .000 μιτι nassmahlt.
Bevorzugt wird dabei nach Erreichen der gewünschten Teilchengröße von 10 bis 1 .000 μιτι in einem Kneter auf eine Kettenlänge n von 30 bis 1 .000.000 eingestellt. Bevorzugt wird während der Mahlung die Reaktionsmasse für 0,1 bis 72 h auf 20 bis 160 °C erhitzt.
Die Erfindung betrifft insbesondere die Verwendung der polymeren
Flammschutzmittelmischungen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20 zur Flammhemmend-Ausrüsten von Faser-Formmassen, Folien-Formmassen, Fasern und Folien.
Die Erfindung umfasst daher auch flammhemmend ausgerüstete Faser- Formmassen, Folien-Formmassen, Fasern und/oder Folien enthaltend 0,1 bis 80 Gew.-% der polymeren Flammschutzmittelmischungen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20 und 20 bis 99,9 Gew.-% thermoplastisches oder duroplastisches Polymer.
Bevorzugt handelt es sich hierbei um flammhemmend ausgerüstete Faser- Formmassen, Folien-Formmassen, Fasern und/oder Folien, enthaltend 0,1 bis 50 Gew.-% der polymeren Flammschutzmittelmischungen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20, 50 bis 99,9 Gew.-% thermoplastisches oder duroplastisches Polymer, 0 bis 60 Gew.-% Additive und 0 bis 60 Gew.-% Füllstoff.
Die Erfindung betrifft weiterhin die Verwendung der polymeren
Flammschutzmittelmischungen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20 als Flammschutzmittel für Klarlacke und Intumeszenzbeschichtungen, in oder als Flammschutzmittel für Holz und andere cellulosehaltige Produkte, in oder als reaktive und/oder nicht reaktive Flammschutzmittel für Polymere, Gelcoats, ungesättigten Polyesterharzen, zur Herstellung von flammgeschützten
Polymerformmassen, zur Herstellung von flammgeschützten Polymerformkörpern, zum flammhemmend Ausrüsten von Polyester und Cellulose-Rein- und
Mischgeweben durch Imprägnierung, in Polyurethan-Schaumstoffen, in
Polyolefinen, in ungesättigten Polyestern und Phenolharzen, zur
flammhemmenden Textilausrüstung.
Die polymeren Flammschutzmittelmischungen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20 können in oder für Steckverbinder, stromberührten Teile in Stromverteilern (Fl-Schutz), Platinen, Vergußmassen, Stromstecker,
Schutzschalter, Lampengehäuse, LED-Lampen- Gehäuse, Kondensatorgehäuse, Spulenkörper, Ventilatoren, Schutzkontakte, Steckern, in/auf Platinen, Gehäuse für Stecker, Kabel, flexible Leiterplatten, Ladekabel, Motorabdeckungen,
Textilbeschichtungen und andere Produkte verwendet werden.
Bevorzugte Monomere sind Lactone und Lactame.
Bevorzugte Lactone sind
beta-Propiolacton,
alpha-alpha-Dimethyl-beta-propiolacton,
alpha-alpha-bis-(Trichlormethyl)-beta-Propiolacton,
beta-(Trichlormethyl)-beta-Propiolacton,
gamma-Butyrolacton
beta-beta-bis(Trichlormethyl)-beta-Propiolacton,
delta-Valerolacton,
gamma-nnethyl-valerolacton
alpha-beta-Dimethyl-delta-Valerolacton,
beta-beta-Dimethyl-delta-Valerolacton,
gamma-gamma-Dimethyl-delta-Valerolacton,
gamnna-gannnna-Diethyl-delta-Valerolacton,
gamnna-Butyl-gannnna-Ethyl-delta-Valerolacton,
Monomethoxy-delta-Valerolacton,
3,4,5-Trinnethoxy-delta-Valerolacton,
epsilon-Caprolacton,
Monomethyl-epsilon-Caprolacton,
Monoethyl-epsilon-Caprolacton,
Dimethyl-epsilon-Caprolacton,
Diethyl-epsilon-Caprolacton,
Enantholacton,
das Lacton der Hydroxy-15-pentadecansäure,
Dioxan-1 ,4-on-2,
das Lacton der Hydroxy-4-cyclohexancarbonsäure,
Dioxan-1 ,4-dion-2,5,
das Lacton der Hydroxy-8-octansäure.
Bevorzugte Lactone sind weiterhin delta-Ethylvalerolacton, Pivalolacton, Ethoxy- valerolacton, Poly-epsilon-Methyl-caprolacton, gannnna-Methyl-caprolacton, gannnna-Methoxy-caprolacton, delta-Methyl-caprolacton, epsilon-Ethyl-caprolacton, Önantholacton, Methyl-önantholacton, Ethyl-önantholacton, Methoxy- önantholacton, Ethoxy-önantholacton und Dimethyl-önantholacton. Bevorzugte Schmelzpunkte der obigen Lactone sind -33 °C bis -1 ,5 °C.
Bevorzugt ist bei Propiolacton
E = O, k = 0, 1 = 2, R1 , R2, R3, R4 = H, n = 1 - 1 .000.000
Bevorzugt ist bei gamma-Butyrolacton
E = O, k = 0, 1 = 3, R1 , R2, R3, R4 = H, n = 1 - 1 .000.000 Bevorzugt ist bei beta-Butyrolacton
E = O, k = 1 , 1 = 1 , R1 = CHs, R2, R3, R4 = H, n = 1 - 1 .000.000
Bevorzugt ist bei delta-Valerolacton
E = O, k = 0, 1 = 4, R1 , R2, R3, R4 = H, n = 1 - 1 .000.000
Bevorzugt ist bei epsilon-Caprolacton
E = O, k = 0, 1 = 5, R1 , R2, R3, R4 = H, n = 1 - 1 .000.000
Die vorherigen Angaben beziehen sich auf Formel (II).
Bevorzugt ist auch ein Oligomer (Milchsäure dimer) nach der Formel (II) mit E = O, k = 1 , 1 = 0, R1 = CHs, R2 = H, R3 = -CO-CH(CH3)OH, R4 = CH(CH3)CO2H, n = 1 - 1 .000.000 Bevorzugte Oligomere sind ebenfalls Polylacton-Block-Copolymere wie z. B.
Polyester-Polylacton-Block-Copolymere und/oder Lacton-modifiziertes
Polyethylenterephthalat, Polylacton-Pfropf-Polymere wie z. B. Poly(meth)acrylat- Pfropf-Polylacton-Polymere, Polylacton-Copolymere wie z. B. Polyalkyloxazolin- Polylacton-Copolymere, Polyurethan- Polylacton-Copolymere, Gummiartige Blockpolymere wie z. B. Polylacton mit Gummiverbindungen, vernetzte
Polylactone, Polylacton-Copolymere (aus Mischungen von verschiedenen Lacton- Monomeren) und/oder endverkappte Polylactone.Bei endverkappten Polylactonen wird ein Lacton in Anwesenheit eines geeigneten Katalysators polymerisiert und danach dieses Polylacton mit einem Modifikator und einem geeigneten Katalysator modifiziert (endverkappt).
Bei endverkappten Polylactonen bevorzugte Modifikatoren sind Ethylacetat, Propylacetat, Butylacetat, 2-Ethyl-hexyl-acetat, Ethylacrylat, Butylmethacrylat,
Cyclohexenacetat, Cyclohexylacetat, Phenylacetat, Amylacetat, Butylpropionat, Ethylbenzoat, Propylbenzoat, Ethylendiacetat, Ethylendibenzoat, Glyceroltriacetat, Pentaerythritoltetraacetat, epsilon-Acetoxyethylcapronat, Diethylester von
4-Thiapimelinsäure, Dibenzyladipat, Dimethylterephtalat, Dibutylterephtalat, Dibutyladipat, Dipropylenglykoldibenzoat, Diethylendiacetat,
Diethylenglykoldibenzoat, Diethylenglykoldibutyrat, Triethylenglykoldiacetat, Triethylenglykoldipropionat, Triethylenglykoldibenzoat,
Tetrapropylenglykoldipropionat und Tetraethylendibenzoat (DE-A-2161201 ). Bevorzugte Modifikatoren sind weiterhin Alkylenetherglycole,
2,2-Dimethylpropandiol-1 ,3, 3-Methylpentandiol-1 ,5, N-Methyldiethanolamin, Hydrochinol, Cyclohexandiole, 4,4'-Methylenbiscyclohexanol,
4,4'-lsopropylidenbiscyclohexanol, 1 ,4-Bis-hydroxymethylbenzol, Glycerol,
Trimethylolethan, Hexan-triol-1 ,2,6, Triethanolamin, Pentaerythritol, Diamine, Phenylendiamin, Benzidin, 1 ,4-Cyclohexandiamin,
4,4'-Methylenbiscyclohexylamin, Diethylent amin, Aminoalkohole,
N-Methylethanolamin, Isopropanolamin, p-Aminophenetanol und
4-Aminocyclohexanol (DE-A-2234265). Überraschenderweise wurde gefunden, dass Dialkylphosphinsäuresalze, insbesondere das Dialkylphosphinsäure-Aluminiumsalz die Polymerisation des Lactone unterstützt. Bestimmte Aluminiumsalze sind für ihre katalysierende Wirkung an sich zwar bekannt, jedoch handelt es sich dabei um
Aluminiumorganische Verbindungen wie etwa Diethylaluminiumalkoxid (z. B.
Diethylaluminium-methoxid) oder Aluminiumalkoxid (z. B. Aluminiumalkoxid
(-isopropoxid) (DE-A-1815081 ) und Triethylaluminiumamin. Diese Verbindungen sind allerdings feuchte- und luftempfindlich und können daher nur beschränkt verarbeitet werden. Die erfindungsgemäß eingesetzten
Dialkylphosphinsäuresalze, insbesondere die Dialkylphosphinsäure- Aluminiumsalze hingegen sind unbegrenzt luft- und feuchtestabil und können daher verarbeitungstechnisch besonders gut eingesetzt werden.
Bevorzugte Oligonnere sind auch Lactame, wie Propiolactam, gamma- Butyrolactam, delta-Valerolactam, epsilon-Caprolactam, Laurinlactam und Methylpyrolidin-2-οη Bevorzugt ist bei Propiolactam
E = NH, k = 0, 1 = 2, R1 , R2, R3, R4 = H, n = 1 - 1 .000.000
Bevorzugt ist bei gamma-Butyrolactam
E = NH, k = 0, 1 = 3, R1 , R2, R3, R4 = H, n = 1 - 1 .000.000
Bevorzugt ist bei(delta-Valerolactam
E = NH, k = 0, 1 = 4, R1 , R2, R3, R4 = H, n = 1 - 1 .000.000
Bevorzugt ist bei epsilon-Caprolactam
E = NH, k = 0, 1 = 5, R1 , R2, R3, R4 = H, n = 1 - 1 .000.000
Bevorzugt ist bei Laurinlactam
E = NH, k = 0, I = 1 1 , R1 , R2, R3, R4 = H, n = 1 - 1 .000.000 Bevorzugt ist bei (Methylpyrolidin-2-οη
E = NH, k = 1 , 1 = 2, R1 = CHs, R2, R3, R4 = H, n = 1 - 1 .000.000
Die vorherigen Angaben beziehen sich auf Formel (II). Bevorzugte Schmelzpunkte der obigen Lactame sind 25 bis 153 °C.
Bevorzugte Oligomere sind auch solche der Formel (VII):
-[-O-(CH2)i-]n- (VII)
Bevorzugt ist hier
n 1 - 1 .000.000
I 2 bis 15
Die für die vorliegende Erfindung eingesetzten Dialkylphosphinsäuresalze weisen eine Teilchengröße von 0,010 bis 100 μητι, bevorzugt von 0,50 bis 2 μηη auf. Es werden also bevorzugt nanoteilige Dialkylphosphinsäuresalze eingesetzt.
Bevorzugt werden Dialkylphosphinsäuresalze eingesetzt, die bei Temperaturen unter 280 °C nicht schmelzbar sind.
Telomere können bei der Umsetzung eines Olefins mit einer geeigneter
Phosphinatquelle entstehen. Es können beispielsweise bei der Umsetzung mit Ethylen sog.„Mehrfache" von Ethylenprodukten als Telomere entstehen, so bildet sich etwa aus 2 Ethyleneinheiten später eine Butylgruppe und aus 3
Ethyleneinheiten eine Hexylgruppe. 4 Ethyleneinheiten können beispielsweise in ein Dibutyl- bzw. ein Ethyl-Hexyl- phosphinsäuresalz resultieren.
Grundsätzlich werden bei der Telomerenbildung eine oder beide Alkylketten des Alkylphosphinsäuresalzes um eine oder mehrere weitere Olefineinheiten verlängert. Mit anderen Worten lagern sich Olefine an Alkylketten an und verlängern die Alkylketten.
Es muss an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass bei einer Umsetzung eines Olefins mit einer Phosphinatquelle in der Hauptsache das Olefin selbst, so wie es ist, ohne Telomerbildung, an das Phosphor-Atom angelagert wird. Bei der Umsetzung von z. B. Ethylen mit einer Phosphinatquelle ist das Hauptprodukt das Diethyl-Phosphinsäure-Produkt. Telomere können sich bei einer solchen Umsetzung bilden, entstehen aber nicht zwangsweise. Die für die vorliegende Erfindung eingesetzten Telomere weisen eine
Teilchengröße von 0,010 bis 100 μιτι, bevorzugt von 0,50 bis 2 μιτι auf. Es werden also bevorzugt nanoteilige Telomere eingesetzt.
Die hier beschriebenen Telomere-sind Phosphorhaltige Verbindungen. Ihr Gehalt wird in Prozent aller Phosphor enthaltenden Inhaltsstoffe angegeben. Er wird mittels 31 P-NMR bestimmt. Herstellung von erfindungsgemäßen Flammschutzmittel-Mischungen
Bekannte Verfahren wie die Schmelzintercalation von Poly(epsilonlacton) mit nanoteiligen Tonmineralien wie Aluminiumhaltiges Montmorillonit, das auch in polymeren Flammschutzmittelmischungen eingesetzt wird, setzen die
organochemische Modifizierung des Tonminerals mit quartärnären
Ammoniumsalzen voraus. Die Maßnahme ist für den Flammschutz abträglich, da Ammoniumsalze brennbar sind. Eine organochemische Modifizierung von
Verbindungen oder Materialien ist für die Herstellung der erfindungsgemäßen polymeren Flammschutzmittelmischungen nicht notwendig und auch nicht gewünscht.
Ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung von erfindungsgemäßen polymeren Flammschutzmittelmischungen ist dagegen dadurch gekennzeichnet, dass man nanoteiliges Flammschutzmittel in ein erfindungsgemäß geeignetes Oligomer einarbeitet.
Bevorzugte Verfahren hierfür sind Einextrudieren, bevorzugt in in Ein- oder Zweiwellenextrudern und Einkneten, bevorzugt in Knetern. Das erfindungsgemäße Verfahren unterscheidet vom Stand der Technik dadurch, dass das Dialkylphosphinsäuresalz in den Polymersationsprozess eingreift, d. h. selbst als Katalysator dient, und nicht nur als Inertsubstanz bei der Polymerisation vorliegt. Im Stand der Technik müssen zusätzliche Katalysatoren, z. B. Titan- Verbindungen, eingesetzt werden (WO-A-2008/061075).
Die erfindungsgemäße katalytische Wirkung der Dialkylphosphinsäuresalze ist überraschend, da bekannt ist, dass phosphorhaltige Katalysatoren (Phosphine) keine für Fasern geeignete Molmassen erzeugen (DE-A-1745397), bzw. nur unter
Verwendung weiterer Zusatzstoffe (Wismutnitrat) geeignete Polymere erzeugt werden können.
Ein alternatives bevorzugtes Verfahren 1 zur Herstellung von erfindungsgemäßen polymeren Flammschutzmittel Mischungen ist dadurch gekennzeichnet, dass man normalteiliges Flammschutzmittel in einem ersten Schritt in einem kurzkettigen Oligomer nassmahlt, beispielsweise in einer Perlmühle, und nach Erreichen der gewünschten Teilchengröße die bevorzugte Kettenlänge des Oligomers erzeugt. Das normalteilige Flammschutzmittel hat eine mittlere Korngröße dso von 0,5 bis 500 μιτι, bevorzugt von 5 bis 100 μιτι.
Das bevorzugte kurzkettige Oligomer hat vor der Mahlung eine Kettenlänge n von 1 bis 10.000, besonders bevorzugt von 1 bis 1000. Das bevorzugte Verfahren für die Nassmahlung ist die Perlmahlung.
Bevorzugtes Oligomer in der erfindungsgemäßen polymeren
Flammschutzmittelmischung hat eine Kettenlänge von n von 10 bis 1 .000.000, besonders bevorzugt ist n von 30 bis 1 .000.000.
Das erfindungsgemäße Verfahren unterscheidet sich wesentlich vom Stand der Technik, in dem typischerweise ein Flammschutzmittel während oder nach der Polymerisation in das Polymer eingebracht wird und dort die Teilchengröße des Flammschutzmittels unverändert bleibt (WO-A-2008/061075,
WO-A-2012/144653).
Ein alternatives bevorzugtes Verfahren 2 zur Herstellung von erfindungsgemäßen polymeren Flammschutzmittelmischungen ist dadurch gekennzeichnet, dass man normalteiliges Flammschutzmittel in einem kurzkettigen Oligomer nassmahlt und während der Mahlung auf die gewünschte Teilchengröße die bevorzugte
Kettenlänge des Oligomers erzeugt.
Die Mahlung erolgt dabei beispielsweise in einer Perlmühle.
Bevorzugt wird während der Mahlung für einen Zeitraum von 0,1 bis 72 h auf 70 bis 170 °C erhitzt. Bevorzugt kann die Kettenlänge des Oligomers nach der Mahlung auf einen Wert von 30 bis 1 .000.000 durch Temperaturhandlung fein eingestellt werden.
Die bevorzugte eingesetzten kurzkettigen Oligomere weisen zu Beginn der Mahlung eine Kettenlänge n von 1 bis 1 .000 und nach der Mahlung eine solche von von 30 bis 1 .000.000 auf.
In erfindungsgemäßem Verfahren 1 wird Dialkylphosphinsäuresalz mit Oligomer nassgemahlen und danach in einem Kneter die Kettenlänge fein eingestellt. In erfindungsgemäßem Verfahren 2 wird Dialkylphosphinsäuresalz mit Oligomer ohne zusätzlichen Kneter nassgemahlen.
Kettenlänge n Verfahren 1 Verfahren 2
Vor Mahlung 1 - 1 .000 1 - 1 .000
Nach Mahlung 10 - 1 .000 10 - 1 .000
Nach Feineinstellung 30 - 1000.000
Die erfindungsgemäßen polymeren Flammschutzmittelmischungen können in thermoplastische (etwa Polyester, Polystyrol oder Polyamid) und duroplastische Polymere verwendet und eingearbeitet werden.
Bevorzugt entstammen die thermoplastischen Polymere aus der Gruppe
Polyester, Polyolefin, Polystyrol, Polyamid, Polyacrylnitril, Polyvinylchlorid, Poly(vinylidenchlorid) und dessen Copolymere, Polyvinylalkohol,
Polytetraflourethylen und Aramid.
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Polymere von Mono- und Diolefinen, beispielsweise Polypropylen, Polyisobutylen, Polybuten-1 , Poly-4-
Methyl-penten-1 , Polyisopren oder Polybutadien sowie Polymerisate von
Cycloolefinen wie z. B. von Cyclopenten oder Norbornen; ferner Polyethylen (das gegebenenfalls vernetzt sein kann), z. B. Polyethylen hoher Dichte (HDPE), Polyethylen hoher Dichte und hoher Molmasse (HDPE-HMW), Polyethylen hoher Dichte und ultrahoher Molmasse (HDPE-UHMW), Polyethylen mittlerer Dichte (MDPE), Polyethylen niederer Dichte (LDPE), lineares Polyethylen niederer Dichte (LLDPE), verzweigtes Polyethylen niederer Dichte (VLDPE), sowie Mischungen davon. Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Copolymere von Mono- und Diolefinen untereinander oder mit anderen Vinylmonomeren, wie z. B. Ethylen- Propylen-Copolymere, lineares Polyethylen niederer Dichte (LLDPE) und
Mischungen desselben mit Polyethylen niederer Dichte (LDPE), Propylen-Buten-1 - Copolymere, Propylen-Isobutylen-Copolymere, Ethylen-Buten-1 -Copolymere, Ethylen-Hexen-Copolymere, Ethylen-Methylpenten-Copolymere, Ethylen-Hepten- Copolymere, Ethylen-Octen-Copolymere, Propylen-Butadien-Copolymere,
Isobutylen-Isopren-Copolymere, Ethylen-Alkylacrylat-Copolymere, Ethylen- Alkylmethacrylat-Copolymere, Ethylen-Vinylacetat-Copolymere und deren
Copolymere mit Kohlenstoffmonoxid, oder Ethylen-Acrylsäure-Copolymere und deren Salze (lonomere), sowie Terpolymere von Ethylen mit Propylen und einem Dien, wie Hexadien, Dicyclopentadien oder Ethylidennorbornen; ferner
Mischungen solcher Copolymere untereinander, z. B. Polypropylen/Ethylen- Propylen-Copolymere, LDPE/Ethylen-Vinylacetat-Copolymere, LDPE/Ethylen- Acrylsäure-Copolymere, LLDPE/Ethylen-Vinylacetat-Copolymere, LLDPE/Ethylen- Acrylsaure-Copolymere und alternierend oder statistisch aufgebaute
Polyalkylen/Kohlenstoffmonoxid-Copolymere und deren Mischungen mit anderen Polymeren wie z. B. Polyamiden.
Bevorzugte Polyolefine sind Polypropylen und High Density Polyethylen.
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Kohlenwasserstoffharze (z. B. Cs bis C9) inklusive hydrierte Modifikationen davon (z. B. Klebrigmacherharze) und Mischungen von Polyalkylenen und Stärke.
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Polystyrol (Polystyrol® 143E (BASF)), Poly-(p-Methylstyrol), Poly-(alpha-Methylstyrol). Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Copolymere von Styrol oder alpha-Methylstyrol mit Dienen oder Acrylderivaten, wie z. B. Styrol-Butadien, Styrol-Acrylnitril, Styrol-Alkylmethacrylat, Styrol-Butadien-Alkylacrylat
und -methacrylat, Styrol-Maleinsäureanhydrid, Styrol-Acrylnitril-Methylacrylat; Mischungen von hoher Schlagzähigkeit aus Styrol-Copolymeren und einem anderen Polymer, wie z. B. einem Polyacrylat, einem Dien-Polymeren oder einem Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymeren; sowie Block-Copolymere des Styrols, wie z. B. Styrol-Butadien-Styrol, Styrol-Isopren-Styrol, Styrol-Ethylen/Butylen-Styrol oder Styrol-Ethylen/Propylen-Styrol . Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Pfropfcopolymere von Styrol oder alpha-Methylstyrol, wie z. B. Styrol auf Polybutadien, Styrol auf Polybutadien- Styrol- oder Polybutadien-Acrylnitril-Copolymere, Styrol und Acrylnitril (bzw.
Methacrylnitril) auf Polybutadien; Styrol, Acrylnitril und Methylmethacrylat auf Polybutadien; Styrol und Maleinsäureanhydrid auf Polybutadien; Styrol, Acrylnitril und Maleinsäureanhydrid oder Maleinsäureimid auf Polybutadien; Styrol und
Maleinsäureimid auf Polybutadien, Styrol und Alkylacrylate bzw. Alkylmethacrylate auf Polybutadien, Styrol und Acrylnitril auf Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymeren, Styrol und Acrylnitril auf Polyalkylacrylaten oder Polyalkylmethacrylaten, Styrol und Acrylnitril auf Acrylat-Butadien-Copolymeren, sowie deren Mischungen, wie sie z. B. als sogenannte ABS-, MBS-, ASA- oder AES-Polymere bekannt sind.
Bevorzugt handelt es sich bei den Styrol-Polymeren um eher grobporigen Schaum wie EPS (expandiertes Polystyrol), z. B. Styropor (BASF) und/oder feinporigeren wie XPS (Extrudierter Polystyrol-Hartschaum), z. B. Styrodur® (BASF). Bevorzugt sind Polystyrolschaumstoffe wie z. B. Austrotherm® XPS, Styrofoam® (Dow
Chemical), Floormate®, Jackodur®, Lustron®, Roofmate®, Sagex® und Telgopor®.
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Halogenhaltige Polymere, wie z. B. Polychloropren, Chlorkautschuk, chloriertes und bromiertes Copolymer aus Isobutylen-Isopren (Halobutylkautschuk), chloriertes oder chlorsulfoniertes
Polyethylen, Copolymere von Ethylen und chloriertem Ethylen,
Epichlorhydrinhomo- und -copolymere, insbesondere Polymere aus
halogenhaltigen Vinylverbindungen, wie z. B. Polyvinylchlorid,
Polyvinylidenchlorid, Polyvinylfluorid, Polyvinylidenfluorid; sowie deren
Copolymere, wie Vinylchlorid-Vinylidenchlorid, Vinylchlorid-Vinylacetat oder Vinylidenchlorid-Vinylacetat.
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Polymere, die sich von alpha-, beta-ungesättigten Säuren und deren Derivaten ableiten, wie Polyacrylate und Polymethacrylate, mit Butylacrylat schlagzäh modifizierte Polymethylmethacrylate, Polyacrylamide und Polyacrylnitrile und Copolymere der genannten Monomeren untereinander oder mit anderen ungesättigten Monomeren, wie z. B. Acrylnitril- Butadien-Copolymere, Acrylnitril-Alkylacrylat-Copolymere, Acrylnitril- Alkoxyalkylacrylat-Copolymere, Acrylnitril-Vinylhalogenid-Copolymere oder Acrylnitril-Alkylmethacrylat-Butadien-Terpolymere. Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren auch um Polymere, die sich von ungesättigten Alkoholen und Aminen bzw. deren Acylderivaten oder Acetalen ableiten, wie Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, -stearat, -benzoat, -maleat,
Polyvinylbutyral, Polyallylphthalat, Polyallylmelamin; sowie deren Copolymere mit Olef inen.
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Homo- und Copolymere von cyclischen Ethern, wie Polyalkylenglykole, Polyethylenoxyd, Polypropylenoxyd oder deren Copolymere mit Bisglycidylethern. Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Polyacetale, wie
Polyoxymethylen, sowie solche Polyoxymethylene, die Comonomere, wie z. B. Ethylenoxid, enthalten; Polyacetale, die mit thermoplastischen Polyurethanen, Acrylaten oder MBS modifiziert sind.
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Polyphenylenoxide und -sulfide und deren Mischungen mit Styrolpolymeren oder Polyamiden. Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Polyurethane, die sich von Polyethern, Polyestern und Polybutadienen mit endständigen Hydroxylgruppen einerseits und aliphatischen oder aromatischen Polyisocyanaten andererseits ableiten, sowie deren Vorprodukte. Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Polyamide und Copolyamide, die sich von Diaminen und Dicarbonsäuren und/oder von Aminocarbonsäuren oder den entsprechenden Lactamen ableiten, wie Polyamid 2/12, Polyamid 4 (Poly-4-aminobuttersäure, Nylon® 4, Fa. DuPont), Polyamid 4/6
(Poly(tetramethylen-adipamid), Poly-(tetramethylen-adipinsäurediamid),
Nylon® 4/6, Fa. DuPont), Polyamid 6 (Polycaprolactam, Poly-6-aminohexansäure, Nylon® 6, Fa. DuPont, Akulon K122, Fa. DSM; Zytel® 7301 , Fa. DuPont;
Durethan® B 29, Fa. Bayer), Polyamid 6/6 ((Poly(N,N'- hexamethyleneadipinediamid), Nylon® 6/6 , Fa. DuPont , Zytel® 101 , Fa. DuPont; Durethan A30, Durethan® AKV, Durethan® AM, Fa. Bayer; Ultramid® A3,
Fa BASF), Polyamid 6/9 (Poly(hexamethylen nonanediamid), Nylon® 6/9 , Fa. DuPont), Polyamid 6/10 (Poly(hexamethylen sebacamid), Nylon® 6/10 , Fa. DuPont), Polyamid 6/12 (Poly(hexamethylendodecanediamid), Nylon® 6/12 , Fa. DuPont), Polyamid 6/66 (Poly(hexamethylenadipamid-co-caprolactam), Nylon® 6/66 , Fa. DuPont), Polyamid 7 (Poly-7-aminoheptansäure, Nylon® 7, Fa. DuPont), Polyamid 7,7 (Polyheptamethylenpimelamid, Nylon® 7,7,
Fa. DuPont), Polyamid 8 (Poly-8-aminooctansäure, Nylon® 8, Fa. DuPont), Polyamid 8,8 (Polyoctamethylensuberamid, Nylon® 8,8, Fa. DuPont), Polyamid 9 (Poly-9-aminononansäure, Nylon® 9, Fa. DuPont), Polyamid 9,9
(Polynonamethylenazelamid, Nylon® 9,9, Fa. DuPont), Polyamid 10 (Poly-10- amino-decansäure, Nylon® 10, Fa. DuPont), Polyamid 10,9
(Poly(decamethylenazelamid), Nylon® 10,9, Fa. DuPont), Polyamid 10,10
(Polydecamethylensebacamid, Nylon® 10,10, Fa. DuPont), Polyamid 1 1 (Poly-1 1 -
aminoundecansäure, Nylon® 1 1 , Fa. DuPont), Polyamid 12 (Polylauryllactam, Nylon® 12 , Fa. DuPont, Grillamid® L20, Fa. Ems Chemie), aromatische
Polyamide ausgehend von m-Xylol, Diamin und Adipinsäure; Polyamide, hergestellt aus Hexamethylendiamin und Iso- und/oder Terephthalsäure
(Polyhexamethylenisophthalamid, Polyhexamethylenterephthalamid) und gegebenenfalls einem Elastomer als Modifikator, z. B. Poly-2,4,4- trimethylhexamethylenterephthalamid oder Poly-m-phenylenisophthalamid.
Blockcopolymere der vorstehend genannten Polyamide mit Polyolefinen, Olefin- Copolymeren, lonomeren oder chemisch gebundenen oder gepfropften
Elastomeren; oder mit Polyethern, wie z. B. mit Polyethylenglykol,
Polypropylenglykol oder Polytetramethylenglykol. Ferner mit EPDM (Ethylen- Propylen-Dien-Kautschuk) oder ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) modifizierte Polyamide oder Copolyamide; sowie während der Verarbeitung kondensierte Polyamide ("RIM-Polyamidsysteme").
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Polyharnstoffe, Polyimide, Polyamidimide, Polyetherimide, Polyesterimide, Polyhydantoine und
Polybenzimidazole. Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Polyester, die sich von
Dicarbonsäuren und Dialkoholen und/oder von Hydroxycarbonsäuren oder den entsprechenden Lactonen ableiten, wie Polyethylenterephthalat,
Polybutylenterephthalat (Celanex® 2500, Celanex® 2002, Fa Celanese; Ultradur®, Fa. BASF), Poly-1 ,4-dimethylolcyclohexanterephthalat, Polyhydroxybenzoate, sowie Block-Polyetherester, die sich von Polyethern mit Hydroxylendgruppen ableiten; ferner mit Polycarbonaten oder MBS modifizierte Polyester.
Bevorzugte Polyester sind Polyethylenterephthalat-Homopolymere
und -Copolymere
z. B. mit 5-Sulfoisophthalsäure zur besseren Färbbarkeit, -Blockcopolymere mit Polyglycolen, Polybutylenterephthalat Poly(1 ,4-dimethylendyclohexan)terephthalat und Polytrimethylenterephthalat.
Als Dicarbonsäure-Ausgangsstoffe für die Polyester werden bevorzugt 0 bis 10 Molprozent andere Dicarbonsäuren eingesetzt, beispielsweise Isophthalsäure, 5-Sulfoisophthalsäure, 5-Sulfopropoxyisophthalsäure, Naphthalin-2,6- dicarbonsäure, Diphenyl-p,p'-dicarbonsäure, p-Phenylendiessigsäure,
Diphenyloxid-p,p'-dicarbonsäure, Diphenoxyalkan-dicarbonsäuren, trans- Hexahydroterephthalsäure, Adipinsäure, Sebacinsäure,
1 ,2-Cyclobutandicarbonsäure und andere.
Als Diolkomponenten für die Polyester werden neben dem Ethylenglykol bevorzugt 0 bis 10 Molprozent andere Diole wie z. B. Propandiol-1 ,3, Butandiol- 1 ,4, höhere Homologen des Butandiols-1 ,4, 2,2-Dimethylpropandiol-1 ,3, 1 ,4- Cyclohexanethanol und andere eingesetzt.
Geeignete Polyester sind Polyethylenterephthalat, Polytrimethylenterephthalat, Polybuylenterephthalat, Polyethylennaphthalat und Polytrimethylennaphthalat.
Bevorzugte Polyethylenterephthalate sind Polyclear® RT 51 bzw. Polyclear® 330 von der Fa. Invista. Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Polycarbonate und
Polyestercarbonate sowie um Polysulfone, Polyethersulfone und Polyetherketone.
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um vernetzte Polymere, die sich von Aldehyden einerseits und Phenolen, Harnstoff oder Melamin andererseits ableiten, wie Phenol-Formaldehyd-, Harnstoff-Formaldehyd- und Melamin- Formaldehydharze.
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um trocknende und nicht-trocknende Alkydharze.
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um ungesättigte Polyesterharze, die sich von Copolyestern gesättigter und ungesättigter Dicarbonsäuren mit
mehrwertigen Alkoholen, sowie Vinylverbindungen als Vernetzungsmittel ableiten, wie auch deren halogenhaltige, schwerbrennbare Modifikationen.
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um vernetzbare Acrylharze, die sich von substituierten Acrylsäureestern ableiten, wie z. B. von Epoxyacrylaten, Urethanacrylaten oder Polyesteracrylaten.
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Alkydharze, Polyesterharze und Acrylatharze, die mit Melaminharzen, Harnstoffharzen, Isocyanaten,
Isocyanuraten, Polyisocyanaten oder Epoxidharzen vernetzt sind.
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um vernetzte Epoxidharze, die sich von aliphatischen, cycloaliphatischen, heterocyclischen oder aromatischen
Glycidylverbindungen ableiten, z. B. Produkte von Bisphenol-A-diglycidylethern, Bisphenol-F-diglycidylethern, die mittels üblichen Härtern wie z. B. Anhydriden oder Aminen mit oder ohne Beschleunigern vernetzt werden.
Bevorzugt handelt es sich bei den Polymeren um Mischungen (Polyblends) der vorgenannten Polymeren, wie z. B. PP/EPDM (Polypropylen/ Ethylen-Propylen- Dien-Kautschuk), Polyamid/EPDM oder ABS (Polyamid/Ethylen-Propylen-Dien- Kautschuk oder Acrylnitril-Butadien-Styrol), PVC/EVA (Polyvinylchlorid/
Ethylenvinylacetat), PVC/ABS (Polyvinylchlorid/Acrylnitril-Butadien-Styrol), PVC/MBS (Polyvinylchlorid/ Methacrylat-Butadien-Styrol), PC/ABS
(Polycarbonat/Acrylnitril-Butadien-Styrol), PBTP/ABS (Polybutylenterephthalat /Acrylnitril-Butadien-Styrol), PC/ASA (Polycarbonat/Acrylester-Styrol-Acrylnitril), PC/PBT (Polycarbonat/Polybutylenterephthalat), PVC/CPE
(Polyvinylchlorid/chloriertes Polyethylen), PVC/Acrylate (Polyvinylchlorid/Acrylate, POM/thermoplastisches PUR (Polyoxymethylen / thermoplastisches Polyurethan), PC/thermoplastisches PUR (Polycarbonat /thermoplastisches Polyurethan), POM/Acrylat (Polyoxymethylen/Acrylat), POM/MBS (Polyoxymethylen/
Methacrylat-Butadien-Styrol), PPO/HIPS (Polyphenylenoxid /High impact
Polystyrol), PPO/PA 6.6 (Polyphenylenoxid/Polyamid 6.6) und Copolymere, PA/HDPE (Polyamid /High Density Polyethylen), PA/PP (Polyamid / Polyethylen),
PA/PPO (Polyamid / Polyphenylenoxid), PBT/PC/ABS (Polybutylenterephthalat / Polycarbonat / Acrylnitril-Butadien-Styrol) und/oder PBT/PET/PC
(Polybutylenterephthalat / Polyethylenterephthalat / Polycarbonat). Bevorzugte Polyacrylnitrile sind Acrylnitril-Styrol-Methacryl-Copolymere und Acrylnitril-Vinylchlorid-Copolymere.
Bevorzugte duroplastischen Polymere sind Polyurethane, Cellulose und Viscose. Erfindungsgemäß wird die flammgeschützte Faser- und Folien-Polymerformmasse durch Compoundieren hergestellt.
Bevorzugte weitere Additive in den flammgeschützten Faser- und Folien- Polymerformmassen sind aus der Gruppe der Carbodiimide und/oder
(Poly-)isocyanate.
Bevorzugte weitere Additive kommen aus der Gruppe der sterisch gehinderten Phenole (z. B. Hostanox® OSP 1 ), sterisch gehinderten Amine und
Lichtstabilisatoren (z. B. Chimasorb® 944, Hostavin®-Typen), Phosphonite und Antioxidantien (z. B. Sandostab® P-EPQ der Fa. Clariant) und Trennmittel (Licomont®-Typen der Fa. Clariant).
Bevorzugte Füllstoffe in den erfindungsgemäßen Flammschutzmittelmischungen sind Sauerstoffverbindungen des Siliciums, Magnesiumverbindungen,
Metallcarbonate von Metallen der zweiten Hauptgruppe des Periodensystems, Magnesiumoxid, Magnesiumhydroxid, Hydrotalcite, Dihydrotalcit, Magnesium- Carbonate oder Magnesium-Calcium-Carbonate, Calciumverbindungen, z. B. Calciumhydroxid, Calciumoxid, Hydrocalumit, Aluminiumverbindungen, z. B.
Aluminiumoxid, Aluminiumhydroxid, Böhmit, Gibbsit oder Aluminiumphosphat, roter Phosphor, Zink- oder Aluminiumverbindungen.
Bevorzugte weitere Füllstoffe sind Glaskugeln.
Glasfasern werden bevorzugt als Verstärkungsstoffe eingesetzt.
Bevorzugte Gewichte der Fasern als Einzelfilamente sind 1 ,5 bis 1 1 dtex.
[Dtex ist eine Maßeinheit, die das Gewicht eines Fadens in Bezug auf seine Länge angibt. Beim dtex ist dies das Gewicht pro 10 Kilometer Faden.]
Herstellung, Verarbeitung und Prüfung von flammgeschützten Faser- und Folien- Polymer-Formmassen
Erfindungsgemäß einsetzbare Compoundieraggregate sind
Mehrzonenschnecken-Extruder mit Dreizonenschnecken und/oder
Kurzkompressionsschnecken.
Erfindungsgemäß einsetzbare Compoundieraggregate sind auch Ko-Kneter von Fa. Coperion Buss Compounding Systems, CH-Pratteln, z. B. MDK/E46-1 1 D und/oder Laborkneter (MDK 46 der Firma Buss, Schweiz mit L = 1 1 D).
Erfindungsgemäß einsetzbare Compoundieraggregate sind
Doppelschneckenextruder z. B. der Fa. Coperion Werner & Pfleiderer GmbH & Co.KG, Stuttgart (ZSK 25, ZSK30, ZSK 40, ZSK 58, ZSK MEGAcompounder 40, 50, 58, 70, 92, 1 19, 177, 250, 320, 350, 380) und/oder der Fa. Berstorff GmbH, Hannover, Leistritz Extrusionstechnik GmbH, Nürnberg.
Erfindungsgemäß einsetzbare Compoundieraggregate sind Ring-Extruder z. B. der Fa. 3+Extruder GmbH, Laufen mit einem Ring von drei bis zwölf kleinen Schnecken, die um einem statischen Kern rotieren und/oder Planetwalzenextruder z. B. der Fa. Entex, Bochum und/oder Entgasungs-Extruder und/oder
Kaskadenextruder und/oder Maillefer-Schecken.
Erfindungsgemäß einsetzbare Compoundieraggregate sind Compounder mit gegenläufiger Doppelschnecke z. B. Compex 37- bzw. -70-Typen der Fa. Krauss- Maffei Berstorff.
Erfindungsgemäße wirksame Schneckenlängen sind bei Einwellenextrudern bzw. Einschneckenextrudern 20 bis 40D.
Erfindungsgemäße wirksame Schneckenlängen (L) bei
Mehrzonenschneckenextudern sind z. B. 25D mit Einzugzone (L = 10D),
Übergangszone (L = 6D), Ausstoßzone (L = 9D).
Erfindungsgemäßen wirksame Schneckenlängen bei Doppelschneckenextrudern sind 8 bis 48D.
Überraschenderweise wurde die Lösung der gestellten Aufgabe darin gefunden, dass die erfindungsgemäßen polymeren Flammschutzmittelmischungen hergestellt werden können, indem das grobkörnige Flammschutzmittel in einem ausreichend niedrigviskosen Oligomer perlgemahlen (nassgemahlen) wird.
Überraschend wurde gefunden, dass die zuvor genannten Oligomere
erfindungsgemäß eingesetzt werden können. Deren Kettenlänge bleibt jedoch nicht konstant, sondern wächst bei der Mahlung an. Überraschenderweise bleibt die Viskosität des Oligomers niedrig genug für einen anhaltenden und
gleichbleibenden Mahleffekt.
Dies ist überraschend, denn nach dem bisher bekannten Stand der Technik verhindert eine zu hohe Viskosität eines Lösungsmittels die mahlenden Bewegung der Mahlkörper, so dass kein nutzbares Produkt erhalten wird.
Das vorgenannte Kettenwachstum des Oligomers in den polymeren
Flammschutzmittelmischungen ist auf die spezielle überraschende
Katalysatorwirkung des erfindungsgemäßen Flammschutzmittels zurückzuführen Die Kettenlänge lässt sich gegebenenfalls durch nachfolgendes Nacherhitzen einstellen. Das Oligomer stört wegen seines polymeren Charakters die Fasern- und Folieneigenschaften im späteren Endprodukt nicht.
Die erhaltene polymere Flammschutzmittelmischung ist im Sinne der eingangs genannten Aufgabe der Erfindung günstig zu verarbeiten, d. h. sie lässt sich über Verfahren nach dem Stand der Technik durch Extrusion in bekannte Faser- und Folienpolymere einarbeiten, so dass die erfindungsgemäßen Fasern- und Folien- Formmassen erhalten werden. Diese können dann wie üblich durch
Schmelzspinn-, Fasermodifikations- und Garnfabrikations-Verfahren zu
Filamenten und Fasern und mit Folienblasverfahren zu Folien verarbeitet werden.
Nicht erfindungsgemäße aluminiumhaltige Flammschutzmittel wie z. B.
Aluminiumhydroxid, Aluminiumhypophosphit zeigen keine Polymerisation. Die daraus erhältliche Mischung von unpolymerisiertem Oligomer und 0,01 - 100 m feinem Flammschutzmittel lässt sich wegen der geringen Molmasse des
Oligomers nicht zu erfindungsgemäßen flammgeschützten Faser- und Folien- Formmassen verarbeiten.
Zur Herstellung von flammgeschützten Polymerformmassen werden die erfindungsgemäßen polymeren Flammschutzmittelmischungen mit dem
Polymergranulat und evtl. Additiven vermischt und über den Seiteneinzug eines Doppelschnecken-Extruders (Typ Leistritz ZSE 27/44D) bei Temperaturen von 230 bis 260 °C (PET), 260 - 310 °C in PA 6.6 bzw. bei 250 - 275 °C in PA 6 eingearbeitet. Der homogenisierte Polymerstrang wurde abgezogen, im
Wasserbad gekühlt und anschließend zu den flammgeschützten
Polymerformmassen granuliert. Herstellung von flammgeschützten Fasern und Messung der
Flammschutzeigenschaften:
Die flammgeschützten Faser- und Folien-Polymerformmasse wird nach bekannten Verfahren durch Schmelzspinnen zu Faserfilannenten gesponnen und danach mit einer Technikumsstrickmaschine zu einem Strickstrumpf bzw. Strickschlauch verarbeitet. Daraus wird ein Gewebestück geschnitten und nach der allgemeinen Vorschrift der LOI-Wert bestimmt.
Identifikation der Telomere und die Ermittlung deren Gehalts in Mischungen mit Dialkylphosphinsäuresalzen:
Die 31P-NMR-Spektren werden mit einem Jeol JNM-ECS-400-Gerät gemessen, einem 400 MHz NMR-Gerät von JEOL (Germany) GmbH. Eine Probe von 100 mg wird gelöst in 2 ml 10 Gew.-% NaOD/D2O durch gelindes Erwärmen der Probe auf ca. 40 °C. Die Messung wird im {1 H}-Entkopplungsmodus mit 2048 scans durchgeführt.
Mit Hilfe der Tabelle 1 können die 31P-NMR-Signale der Telomere aus einem 31 P-NMR-Spektrum entnommen werden. Die 31 P-NMR-lntegrationswerte ergeben den Prozentanteil von 31 P-Kernen bezogen auf alle 31 P-Kerne in der Probe. Diese Integrationen werden für jede Substanz mit einem individuellen Faktor (f = MG (Telomer als AI-Salz) dividiert durch 3 * AG(Phosphor) multipliziert [MG:
Molekulargewicht, AG: Atomgewicht]. Alle solche Werte für das
Dialkylphosphinsäuresalz und alle Telomere als AI-Salze werden summiert und so eine Zwischensumme ermittelt. Der Wert für das Dialkylphosphinsäuresalz und alle Telomere als AI-Salze werden jeweils mit 100 multipliziert und durch die Zwischensumme dividiert. So wird der Gehalt an Telomere als AI-Salze - in Gew.-% in der erfindungsgemäßen Mischung mit Dialkylphosphinsäuresalz erhalten.
Tabelle 1 : 31 P-NMR-Chemische Verschiebung von Telomeren als AI-Salze
Dialkylphosphinsäure-Aluminiumsalz 31 P-NMR-Chemische Verschiebung
[ppm]
Aluminiumtris(diethylphosphinat) 50,435 - 49,785
Aluminiumtris(i-butyletyhlphosphinat) 51 ,830 - 51 ,752
Aluminiumtris(n-butylethylphosphinat) 49,031 - 48,866
Aluminiumtris(n- 48,693 - 48,693
hexylethylphosphinat)
Aluminiumtris(sec- ca. 51 ,72
heyclethylphosphinat)
Aluminiumtris(di-n-butylphosphinat) 47,696 - 47,622
Aluminiumtris(di-sec-butylphosphinat) 52,861 - 52,861
Aluminiumtris(n-octylethylphosphinat) 46,795 - 46,795
Gelpermeationschromatographie (GPC)-Analyse
Es werden 1 g/l der polymeren Flammschutzmittelmischungen in Tetrahydrofuran (THF) gegeben und für 3 Stunden gerührt. Nach Ablauf der Zeit ist das Oligomer aufgelöst und das unlösliche Dialkylphosphinsäuresalz kann mittels eines
Spritzenfilters (200 nm) abgetrennt werden. Die klare THF-Lösung mit dem gelösten Oligomer wird dann in das GPC-Gerät eingespritzt und die Molmasse gegen einen Polystyrolstandard gemessen. Schmelzepumpentest
Mit einem Doppelschneckenextruder (16 mm (Schneckendurchmesser) werden so viel erfindungsgemäße polymere Flammschutzmittelmischung in ein PET-Polymer (Polyclear® RT 51 der Fa. Invista) eingearbeitet, wie sie einer Menge von
5 Gew.-% Dialkylphosphinsäuresalz entsprechen würde. Es werden etwa 800 g flammgeschützte Faser- und Folien-Polymerformmasse erhalten. Anschließend wird ein Druckfiltertest durchgeführt (DIN EN 13900-5) indem die flammgeschützte Faser- und Folien-Polymerformmasse mit Hilfe einer Schmelzpumpe über ein definiertes Sieb (14 μιτι Maschenweite) mit definierter Siebfläche und
vorgegebener Maschenweite ausgetragen wird. Das Sieb setzt sich nach
Durchsatz der ca. 800 g flammgeschützter Faser- und Folien-Polymerformmasse durch Stippen bzw. Agglomerate immer mehr zu und verursacht dadurch einen Druckanstieg.
Bestimmung der Flammschutzeigenschaften an flammgeschützten
Polymerform körpern:
Ein wichtiger Messwert zur Deklarierung von flammhemmenden Substanzen ist der minimale Wert an Sauerstoff in der Atmosphäre, bei dem ein zu
untersuchender Stoff brennt (Limiting Oxygen Index). Dabei wird kontinuierlich der Sauerstoff-Anteil in der Umgebungsluft erhöht. Ein höherer LOI-Wert zeigt einen besseren Flammschutz an.
LOI 23 brennbar
LOI 24-28 bedingt brennbar
LOI 29-35 flammwidrig
LOI >36 besonders flammwidrig Die Erfindung wird durch die nachstehenden Beispiele erläutert.
Eingesetzte Substanzen und Abkürzungen:
DPS-1 : Mischung aus 94 mol-% Diethylphosphinsäure-Aluminiumsalz,
5 mol-% n-Butylethylphosphinsäure-Aluminiumsalz und 1 mol-% sec-Butylethylphosphinsäure-Aluminiumsalz.
DPS-2: 100 mol-% Diethylphosphinsäure-Aluminiumsalz.
DPS-3: Mischung aus 96 mol-% Diethylphosphinsäure-Aluminiumsalz und
5 mol-% Di-n-Butylethylphosphinsäure-Aluminiumsalz.
DPS-4: Mischung aus 66 mol-% Diethylphosphinsäure-Aluminiumsalz und
34 mol-% n-Butylethylphosphinsäure-Aluminiumsalz.
DPS-5: Mischung aus 98,9 mol-% Diethylphosphinsäure-Aluminiumsalz und 0,1 1 mol-% Ethyl(phenylethyl)phosphinsäure-Aluminiumsalz.
DPS-6: Mischung aus 90,5 mol-% Diethylphosphinsäure-Aluminiumsalz und 9,5 mol-% Butyl(4-methylphenylethyl)phosphinsäure- Aluminiumsalz.
DPS-7: Mischung aus 99,2 mol-% Diethylphosphinsäure-Aluminiumsalz und 0,8 mol-% Ethyl(cyclopentylethyl)phosphinsäure- Aluminiumsalz.
DPS-8: Mischung aus 91 ,3 mol-% Diethylphosphinsäure-Aluminiumsalz und 8,7 mol-% Butyl(cyclohexylethyl)phosphinsäure-Aluminiumsalz.
DSP: Dispergierhilfsm ittel; Polyethylenimin gegraftet mit Polyester.
Mahlperl Silibeads® Typ ZC (Durchmesser 0,4 - 0,6 mm)
ATH: Aluminiumhydroxid, Typ Apyral® 1 E der Fa. Nabaltec mit dso = ca.
45 μιτι.
OP935: Diethylphosphinsäure-Aluminiumsalz, Exolit® OP 935 der
Fa. Clariant mit dso = 2,5μηη und d9s = 8μηη.
n: Anzahl der polymeren Wiederholeinheiten; Polymerkettenlänge.
Beispiel 1
DPS-1 (150 g) wird bei Raumtemperatur mit dem Spatel in 200 g epsilon- Caprolacton eingerührt. Dann werden die Mahlperlen zugegeben und mit einer Mahlscheibe 6 Std. bei 300 U/min in einer Dispermat AE-Mühle der Firma VMA Getzmann bei Raumtemperatur gemahlen und anschließend die Mahlperlen mit einer Zentrifuge abgetrennt. Der mittlere Korndurchmesser wird mit einem
Laserbeugungs-Partikelgrößenmessgerät der Fa. Malvern vom Typ Mastersizer zu 0,239 μιτι gemessen. 100 g des erhaltenen Diethylphosphinsäuresalz-Telomer- Oligomer-Gemisches werden in einen thermostatisierten Duplexkneter der Firma Flender Himmel (Typ HKD-T06-D, bestückt mit einem Stickstoffanschluss), eingefüllt und im N2-Gegenstrom (5 l/h) und bei 100 U/min für 8 Stunden auf ca. 160 °C erhitzt, dann das Reaktionsgemisch unter kontinuierlichem Kneten auf Raumtemperatur abgekühlt und 2 weitere Stunden nachgeknetet. Die polymere Flammschutzmittelmischung fällt in Form eines feinen Granulats an. Die Ausbeute ist quantitativ. Die Polymerisation wird nachgewiesen, indem ein GPC gemessen wird. Die Ansatz- und Analysendaten, darunter der Schmelzpumpentest und die Flammschutzeigenschaften, sind in Tabelle 2 aufgelistet. Das Verhältnis von Dialkylphosphinsäuresalz zu Telomer in der polymeren
Flammschutzmittelmischung ist das Gleiche wie im Ausgangsprodukt.
Beispiel 2
Analog zu Beispiel 1 werden 200 g DPS-1 in eine Mischung von 228 g epsilon- Caprolacton und 8,8 g Dispergierhilfsmittel eingerührt. Schmelzpumpentest und Flammschutzeigenschaften sind vergleichbar gut wie von Beispiel 1 . Die Ansatz-, Analysen- und Testdaten sind in Tabelle 2 aufgelistet. Das Verhältnis von
Dialkylphosphinsäuresalz zu Telomer in der polymeren
Flammschutzmittelmischung ist das Gleiche wie im Ausgangsprodukt.
Beispiel 3
Analog zu Beispiel 2 wird DPS-2 bei 50 °C gemahlen. Schmelzpumpentest und Flammschutzeigenschaften sind vergleichbar gut wie von Beispiel 2. Die Ansatz-, Analysen- und Testdaten sind in Tabelle 2 aufgelistet. Das Verhältnis von
Dialkylphosphinsäuresalz zu Telomer in der polymeren
Flammschutzmittelmischung ist das Gleiche wie im Ausgangsprodukt.
Beispiel 4
Analog zu Beispiel 2 wird DPS-3 bei 100 °C gemahlen. Schmelzpumpentest und Flammschutzeigenschaften sind vergleichbar gut wie von Beispiel 2. Die Ansatz-, Analysen- und Testdaten sind in Tabelle 2 aufgelistet. Das Verhältnis von
Dialkylphosphinsäuresalz zu Telomer in der polymeren
Flammschutzmittelmischung ist das Gleiche wie im Ausgangsprodukt.
Beispiel 5
Analog zu Beispiel 2 wird DPS-4 bei 20 °C gemahlen. Schmelzpumpentest und Flammschutzeigenschaften sind vergleichbar gut wie von Beispiel 2. Die Ansatz-, Analysen- und Testdaten sind in Tabelle 2 aufgelistet. Das Verhältnis von
Dialkylphosphinsäuresalz zu Telomer in der polymeren
Flammschutzmittelmischung ist das Gleiche wie im Ausgangsprodukt.
Beispiel 6
Analog zu Beispiel 2 wird DPS-5 bei 20 °C gemahlen. Schmelzpumpentest und Flammschutzeigenschaften sind vergleichbar gut wie von Beispiel 2. Die Ansatz-, Analysen- und Testdaten sind in Tabelle 2 aufgelistet. Das Verhältnis von
Dialkylphosphinsäuresalz zu Telomer in der polymeren
Flammschutzmittelmischung ist das Gleiche wie im Ausgangsprodukt. Beispiel 7
Analog zu Beispiel 2 wird DPS-6 bei 20 °C gemahlen. Schmelzpumpentest und Flammschutzeigenschaften sind vergleichbar gut wie von Beispiel 2. Die Ansatz-, Analysen- und Testdaten sind in Tabelle 2 aufgelistet. Das Verhältnis von
Dialkylphosphinsäuresalz zu Telomer in der polymeren
Flammschutzmittelmischung ist das Gleiche wie im Ausgangsprodukt.
Beispiel 8
Analog zu Beispiel 2 wird DPS-7 bei 20 °C gemahlen. Schmelzpumpentest und
Flannnnschutzeigenschaften sind vergleichbar gut wie von Beispiel 2. Die Ansatz-, Analysen- und Testdaten sind in Tabelle 2 aufgelistet. Das Verhältnis von
Dialkylphosphinsäuresalz zu Telomer in der polymeren
Flammschutzmittelmischung ist das Gleiche wie im Ausgangsprodukt.
Beispiel 9
Analog zu Beispiel 2 wird DPS-8 bei 20 °C gemahlen. Schmelzpumpentest und Flammschutzeigenschaften sind vergleichbar gut wie von Beispiel 2. Die Ansatz-, Analysen- und Testdaten sind in Tabelle 2 aufgelistet. Das Verhältnis von
Dialkylphosphinsäuresalz zu Telomer in der polymeren
Flammschutzmittelmischung ist das Gleiche wie im Ausgangsprodukt.
Beispiel 10
Analog zu Beispiel 2 wird DPS-1 2 Stunden gemahlen. Die Polymerisation ist schwächer als in Beispiel 2. Schmelzpumpentest und Flammschutzeigenschaften sind vergleichbar gut wie von Beispiel 2. Die Ansatz-, Analysen- und Testdaten sind in Tabelle 2 aufgelistet. Das Verhältnis von Dialkylphosphinsäuresalz zu Telomer in der polymeren Flammschutzmittelmischung ist das Gleiche wie im Ausgangsprodukt.
Beispiel 1 1
Analog zu Beispiel 2 werden 300 g DPS-1 mit 800 g Mahlperlen gemahlen. Die Polymerisation ist schwächer als in Beispiel 2. Schmelzpumpentest und
Flammschutzeigenschaften sind vergleichbar gut wie von Beispiel 2. Die Ansatz-, Analysen- und Testdaten sind in Tabelle 2 aufgelistet. Das Verhältnis von
Dialkylphosphinsäuresalz zu Telomer in der polymeren
Flammschutzmittelmischung ist das Gleiche wie im Ausgangsprodukt.
Beispiel 12
DPS-1 (200 g) wird bei Raumtemperatur in 228 g delta-Valerolacton eingerührt. Dann werden die Mahlperlen zugegeben und mit einer Mahlscheibe 10 Std. bei 300 U/min in einer Dispermat AE-Mühle der Firma VMA Getzmann beginnend bei Raumtemperatur und endend bei ca. 160°C gemahlen und anschließend die
Mahlperlen mit einer Zentrifuge abgetrennt. Der mittlere Korndurchmesser wird mit einem Laserbeugungs-Partikelgrößenmessgerät der Fa. Malvern vom Typ
Mastersizer zu 0,201 μιτι gemessen.
Die polymere Flammschutzmittelmischung fällt in Form eines feinen Granulats an. Die Ausbeute ist quantitativ. Die Polymerisation wird nachgewiesen, indem ein GPC gemessen wird. Die Ansatz-, Analysendaten und Testdaten, darunter der Schmelzpumpentest und die Flammschutzeigenschaften, sind in Tabelle 2 aufgelistet.
Schmelzpumpentest und Flammschutzeigenschaften sind vergleichbar gut wie von Beispiel 2. Das Verhältnis von Dialkylphosphinsäuresalz zu Telomer in der polymeren Flammschutzmittelmischung ist das Gleiche wie im Ausgangsprodukt.
Beispiel 13
Analog zu Beispiel 2 werden 233 g DPS-1 mit 173 g gamma-Butyrolacton und 700 g Mahlperlen gemahlen. Die Polymerisation ist schwächer als in Beispiel 2. Schmelzpumpentest und Flammschutzeigenschaften sind vergleichbar gut wie von Beispiel 2. Die Ansatz-, Analysen- und Testdaten sind in Tabelle 2 aufgelistet. Das Verhältnis von Dialkylphosphinsäuresalz zu Telomer in der polymeren
Flammschutzmittelmischung ist das Gleiche wie im Ausgangsprodukt.
Beispiel 14 (Vergleich)
Analog zu Beispiel 2 wird Aluminiumhydroxid gemahlen. Es findet keine effektive Polymerisation statt. Das Material kann wegen der geringen Molmasse (siehe Tabelle 2) nicht zu einer erfindungsgemäßen flammgeschützten Faser- und Folien-Polymerformmasse verarbeitet werden. Die Ansatz-, Analysen- und
Testdaten sind in Tabelle 2 aufgelistet.
Beispiel 15 (Vergleich)
5 Gew.-% DPS-1 , das mit einem dso von 2,5 μιτι und einem d95 von 8 μιτι gröber als das erfindungsgemäße Diethylphosphinsäuresalz oder das erfindungsgemäße Gemisch von Diethylphosphinsäuresalz und Telomer ist, wird zu einer
flammgeschützten Faser- und Folien-Polymerformmasse verarbeitet. Der
Schmelzpumpentest führt zu einem starken Druckanstieg (Verstopfen). Das
Material kann nicht zu einer erfindungsgemäßen flammgeschützten Faser- und Folien-Polynnerfornnnnasse verarbeitet werden. Die Testdaten sind in Tabelle 2 aufgelistet. Die in den Beispielen gefundenen positiven Eigenschaften der
erfindungsgemäßen polymeren Flammschutzmittel-Mischungen wurden auch erhalten, wenn eine Mischung aus Diethylphosphinsäuresalz und
Propylhexylphosphinsäuresalz (Telomer) bzw. eine Mischung aus
Dipropylphosphinsäuresalz und Propylhexylphosphinsäuresalz (Telomer) eingesetzt wurden.
Tabelle 2
BeiMahlung Polymerisation VerProdukt spiel AusgangsTrägerDispergierMahlMahlMahl- PartikelTemp. Zeit fahMolmasse n Schmelz produkt material mittel perlen dauer temp. größe ren Gewichtspumpen mittel test
[g] Name [g] Name [g] Menge [h] [°C] d50 d95 [°C] [h] Mn Mw [bar]
[μιτι] [μηι] [g/mol] [g/mol]
1 DPS 1 150 epsilon- 200 - - 1400 6 20 0,24 0,72 162 6 971 1 16894 148 57
Caprolacton 1
2 DPS 1 200 epsilon- 228 DSP 8,8 1400 6 20 0,24 0,78 160 6 9231 16154 142 51
Caprolacton 1
3 DPS 2 200 epsilon- 228 DSP 8,8 1400 6 50 0,24 0,90 142 6 8731 14569 128 60
Caprolacton 1
4 DPS 3 200 epsilon- 228 DSP 8,8 1400 6 100 0,30 0,91 163 6 8250 14229 125 55
Caprolacton 1
5 DPS 4 200 epsilon- 228 DSP 8,8 1400 6 20 0,23 0,71 156 6 9212 1641 1 144 60
Caprolacton 1
6 DPS 5 200 epsilon- 228 DSP 8,8 1400 6 20 0,20 0,73 161 6 9234 16020 140 58
Caprolacton 1
7 DPS 6 200 epsilon- 228 DSP 8,8 1400 6 20 0,21 0,70 157 6 9221 16358 143 55
Caprolacton 1
8 DPS 7 200 epsilon- 228 DSP 8,8 1400 6 20 0,28 0,81 161 6 9350 16406 144 53
Caprolacton 1
9 DPS 8 200 epsilon- 228 DSP 8,8 1400 6 20 0,24 0,77 160 6 9162 16580 145 51
Caprolacton 1
10 DPS 1 200 epsilon- 228 DSP 8,8 1400 2 20 0,50 2,60 164 6 2776 6434 56 60
Caprolacton 1
1 1 DPS 1 300 epsilon- 228 DSP 8,8 800 6 20 1 ,12 3, 13 161 6 3428 6378 56 66
Caprolacton 1
12 DPS 1 200 delta-Valero- 228 DSP 8,8 1400 10 20 0,20 0,71 161 10 9121 14055 140 59 lacton
13 DPS 1 233 gamma- 173 - - 700 6 20 0,23 0,67 160 6 ca ca. 3 60
Butyrolacton 1 200 250
14 ATH 200 epsilon- 228 DSP 8,8 1400 6 20 0,25 0,84 161 6 ca ca. 2 72
Caprolacton 1 230 250
15 DPS 1 - - - - - - - - - - - - - - - 130