EP3397106B1 - Vorrichtung und verfahren zum anpassen der schale eines skischuhs zu einem fuss - Google Patents

Vorrichtung und verfahren zum anpassen der schale eines skischuhs zu einem fuss Download PDF

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EP3397106B1
EP3397106B1 EP16828917.1A EP16828917A EP3397106B1 EP 3397106 B1 EP3397106 B1 EP 3397106B1 EP 16828917 A EP16828917 A EP 16828917A EP 3397106 B1 EP3397106 B1 EP 3397106B1
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EP
European Patent Office
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shell part
heating element
heating
layer
silicone
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EP16828917.1A
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Alois Pieber
Franz Resch
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Fischer Sports GmbH
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Fischer Sports GmbH
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B5/00Footwear for sporting purposes
    • A43B5/04Ski or like boots
    • A43B5/0427Ski or like boots characterised by type or construction details
    • A43B5/0435Adjustment of the boot to the foot
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B7/00Footwear with health or hygienic arrangements
    • A43B7/14Footwear with health or hygienic arrangements with foot-supporting parts
    • A43B7/28Adapting the inner sole or the side of the upper of the shoe to the sole of the foot
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D95/00Shoe-finishing machines
    • A43D95/10Drying or heating devices for shoes

Definitions

  • the heating element has a heating foil, preferably with a foil thickness of less than 3 mm.
  • the Figures 1 and 2 show a known ski boot 1 with a lower, consisting of a hard, thermoplastic plastic shell or shaft part 3, on which an upper, sleeve-shaped shell part 3 'pivotally mounted is.
  • a comparatively flexible, at least partially a padding having liner 5 is added in the shell parts 3, 3 '.
  • the lower shell part 3 and the upper, sleeve-shaped shell part 3 'each have closure elements 4, in particular buckles, on to allow easy entry or sufficient support of the foot or leg of the user in the recorded position.
  • Such a two-component silicone rubber is known, for example, from Wacker Chemie under the name "Wacker SilGel® 612 A / B", practical tests having shown that with a mixing ratio of 1.4 to 1.6: 1 of components A : B, especially 1.45 to 1.5: 1 of the components A: B elasticity or hardness of the vulcanizate can be achieved, in which a sufficient stickiness is maintained, the ability to manipulate but is improved so that a permanent use is ensured.
  • the silicone heater 14 '- as well as the heating element 10 according to Fig. 6 - Be provided on the side facing away from the bonding layer 11 side with a cover layer 15 and / or an insulating layer 16.

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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung einer an einen Fuß bzw. ein Bein eines Benutzers bereichsweise angepassten Schale eines Skischuhs mit einem unteren und/oder oberen Schalenteil aus einem Kunststoffmaterial, wobei ein Heizelement zur abschnittsweisen Erwärmung des und/oder oberen Schalenteils über die Erweichungstemperatur des Kunststoffmaterials vorgesehen ist. Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer an einen Fuß bzw. ein Bein eines Benutzers angepassten Schale eines Skischuhs mit einem einen im Wesentlichen plattenförmigen Sohlenbereich aufweisenden, vorgefertigten unteren Schalenteil und/oder einem oberen Schalenteil aus einem Kunststoffmaterial, wobei einer der Schalenteile zumindest abschnittsweise erwärmt wird, wobei der Fuß des Benutzers im erwärmten Zustand im unteren und/oder oberen Schalenteil aufgenommen ist.
  • Aus der WO 2014/015354 A1 ist bereits ein Verfahren und eine Vorrichtung zum partiellen Erwärmen eines Skischuh-Schalenteils bekannt. Hierbei wird eine Heizmatte eingesetzt, welche um den Skischuh gewickelt wird. Mittels eines Klettverschlusses oder dergleichen werden die beiden Enden der Heizmatte miteinander verbunden, so dass die Heizmatte zumindest abschnittsweise mit dem Schalenteil in Berührung steht um einen effizienten Wärmeeintrag zu erzielen. Grundsätzlich funktioniert diese Vorrichtung zufriedenstellend, allerdings kann der Wärmeeintrag nur relativ ungenau bestimmt werden, so dass in der Regel ein größerer Bereich des Schalenteils erwärmt wird, als dies für eine individuelle Anpassung in einem neuralgischen Bereich erforderlich wäre. Dies kann dazu führen, dass der Skischuh bzw. der Schalenteil ungewollter Weise zumindest teilweise seine Grundgeometrie verändert, welches sich nachteilig auf die über den Schuh auf einen Ski übertragene Kraft auswirken kann. Zudem wird aufgrund der losen Auflage der Heizmatte nur eine relativ geringe Effizienz bei der Wärmeübertragung erzielt.
    Aus der US 2008/0083721 ist ein Heizelement bekannt, dass aus zwei dielektrischen Schichten besteht, zwischen denen eine leitende Schicht aus Tinte vorgesehen ist, die eine Plastisol-Komponente und eine leitende Komponente enthält. Das Heizelement ist zur dauerhaften Verbindung mit dem zu erwärmenden Objekt vorgesehen.
  • Die US 2014/0059894 offenbart ein Heizsystem für Schuhe, bei dem durch ein Sichtfenster ein Indikator sichtbar ist, der den Status des Heizelements anzeigt, wobei das Heizsystem in das herausnehmbare Innenfutter des Schuhs integriert ist.
  • Die DE 10 2012 202 216 offenbart eine Heizvorrichtung zum Erwärmen der Außenseite eines Schuhs, die im Wesentlichen um den Schuh gelegt wird oder mit einem Druckelement an diesen gepresst wird.
  • Aus der WO 2011/153567 A1 ist weiters ein Anpassungsverfahren mit einem sackförmigen Druckelement bekannt. Das Verfahren bzw. die bekannte Vorrichtung bedingt allerdings bei Anpassung eines alpinen Skischuhs eine exakte Positionierung der Bodenplatte während der Durchführung des Anpassungsverfahren, sodass es bei der Anpassung der Schale des Skischuhs an den individuellen Fuß bzw. das Bein des Benutzers zu keiner ungewollten Verformung des im Wesentlichen plattenförmigen Sohlenbereichs kommt.
  • Zudem ist aus der EP 1 872 678 A2 andererseits ein Skischuh bekannt, welcher großteils aus einem vergleichsweise steifen Kunststoffmaterial besteht. In jenen Bereichen, in welchen häufig schmerzhafte Druckstellen auftreten, weist der Skischuh ein eine geringere Erweichungstemperatur aufweisendes Material auf, sodass der Skischuh bei Erwärmung auf eine spezielle Erweichungstemperatur nur im Bereich dieser neuralgischen Bereiche verformbar ist. Eine derartige Herstellung eines Skischuhs, welcher abschnittsweise aus unterschiedlichen Kunststoffen bzw. Kunststoffmischungen besteht, ist jedoch äußerst aufwendig und kostenintensiv.
  • Bei Skischuhen ist eine Verformung des Sohlenbereichs besonders nachteilig, da die Form des Sohlenbereichs wesentlich zur Sicherheit und Stabilität der Verbindung zwischen Ski und Skischuh beiträgt. Demgegenüber wird bei einem Schlittschuh gemäß der WO 02/28215 A1 der gesamte Schlittschuh inklusive der Sohle erwärmt, vollständig eingehüllt und von außen mit Druck beaufschlagt und somit potentiell verformt.
  • Andererseits ist die Erwärmung von im Wesentlichen aus textilen Stoffen bestehenden Innenschuhen bekannt. In diesem Zusammenhang lehrt die EP 824 874 A2 eine heizbare Folie dauerhaft in einem Innenschuh zu integrieren. In der DE 10 2007 002 335 A1 ist die dauerhafte Applikation eines Heizelements an der Außenseite eines Innenschuhs offenbart.
  • Ziel der vorliegenden Erfindung ist es demzufolge, eine Vorrichtung bzw. ein Verfahren zu schaffen, mit welcher bzw. mit welchem eine präzise Erwärmung eines speziellen Bereichs des Schalenteils ermöglicht wird. Vorzugsweise soll zudem eine verbesserte Effizienz bei der Wärmeübertragung erzielt werden.
  • Erfindungsgemäß wird dies mit einer Vorrichtung der eingangs angeführten Art erzielt, bei welcher das Heizelement eine außenliegende Haftvermittlungsschicht zur Haftverbindung des Heizelements mit einem Schalenteil des Skischuhs aufweist. Durch das Vorsehen eines Heizelements mit einer Haftvermittlungsschicht kann das Heizelement an beliebigen Stellen eines Schalenteils auf einfache Weise mittels Haftverbindung befestigt werden. Durch den über die Haftverbindung hergestellten Berührungskontakt zwischen Heizelement und Schalenteil wird zudem - gegenüber einer losen Auflage - eine verbesserte Wärmeübertragung von dem Heizelement in das Kunststoffmaterial des Schalenteils erzielt. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird eine präzise und effiziente partielle Erwärmung des Schalenteils in einem speziellen Bereich des Schalenteils erzielt. Hierbei kann das Heizelement insbesondere in sogenannten neuralgischen Bereichen am Schalenteil befestigt werden, in welchen es häufig zu schmerzhaften Druckstellen beim Benutzen des Skischuhs kommt. Diese sind insbesondere Knöchelaußenseite, Kleinzehenballen, Basishöcker bzw. auf der Innenseite des Skischuhs Knöchelinnenseite, Großzehenballen und Kahnbein.
  • Um auf einfache und effiziente Weise eine haftende Verbindung zwischen Heizelement und einem Schalenteil herstellen zu können, ist als Haftvermittlungsschicht eine Klebstoffschicht vorgesehen ist.
  • Die Klebstoffschicht weist einen wiederverklebbaren Haftklebstoff auf, so dass die erfindungsgemäße Vorrichtung vorteilhafterweise wiederverwendet werden kann; d.h. das Heizelement kann zunächst in einem an den Fuß des Benutzers anzupassenden neuralgischen Bereich mit Hilfe des Haftklebers zuverlässig befestigt werden, und nach vorgenommener Anpassung in diesem Bereich von dem Schalenteil entfernt werden, in einem weiteren anzupassenden Bereich positioniert werden, usw..
  • Um bei der vom Heizelement abgegebene Wärme nicht zu sehr zu erweichen und somit auch sicherzustellen, dass während des Wärmeübertrags ein Berührungskontakt zwischen Heizelement und Schalenteil gegeben ist, iweist die Klebstoffschicht einen wiederverklebbaren Haftklebstoff auf. Tests haben gezeigt, dass insbesondere zufriedenstellende Ergebnisse mit dem von der 3M Deutschland GmbH vertriebenen Acrylat-Kleber "A20" oder mit von der Lohmann GmbH & Co KG unter der Marke Duplocoll ® vertriebenen Klebebändern erzielt werden. Zudem sind auch (Elektro-)Pads von der Axelgaard Manufacturing Co. Ltd erhältlich, welche eine Acrylat-basierte Klebstoffschicht aufweisen, welche als Haftschicht für die erfindungsgemäße Vorrichtung gut geeignet ist.
  • Alternativ zu einer Klebstoffschicht ist als Haftvermittlungsschicht eine Silikonschicht, vorzugsweise aus einem bei Raumtemperatur vulkanisierbaren additionsvernetzenden Zweikomponenten-Silikonkautschuk, vorgesehen. Auch eine derartige Silikonschicht kann - ebenso wie bei einer Haftschicht aus einem wiederverklebbaren Haftklebstoff - vielfach eingesetzt werden. Demnach wird über die Haftvermittlungsschicht lediglich eine temporäre Haftverbindung zwischen dem anzupassenden Schalenteil und dem Heizelement hergestellt und das Heizelement wird nach erfolgter Erwärmung bzw. Anpassung des Schalenteils wieder von dem Schalenteil entfernt. Als weitere Alternative zu einer einen Klebstoff aufweisenden Haftvermittlungsschicht ist eine auf Van-der-Waals-Kräften basierende Haftvermittlungsschicht vorgesehen. Hierbei weist die Haftfläche eine Vielzahl feinster Härchen auf, wobei jedes Härchen aufgrund elektrostatischer Wechselwirkung eine kleine Kraft übertragen kann, durch die hohe Zahl reicht die Summe der Kräfte dafür aus um - wie im vorliegenden Fall - das Heizelement an dem Schalenteil zwecks Wärmeübertragung aufgrund der elektrostatischen Wechselwirkung zu befestigten. Derartige auf dem sog. "Gecko-Effekt" beruhende Matten sind hinlänglich bekannt und sind von verschiedensten Anbietern, u.a. als Antirutschmatten für PKW's und dergleichen, am Markt erhältlich.
  • Um Gewicht und Materialstärke des Heizelements gering zu halten, so dass das Heizelement bereits mit vergleichsweise geringen Kräften am Schalenteil gehalten wird, ist es von Vorteil, wenn das Heizelement eine Heizfolie, vorzugsweise mit einer Folienstärke von unter 3mm, aufweist.
  • Als Heizfolie bzw. folienartiges Heizelement können auch sog. Silikonheizer eingesetzt werden. Wenn das Heizelement demnach einen Silikonheizer aufweist, bei welchem eine Heizleiterschicht, zwischen zwei, vorzugsweise mit (Glas-)Gewebeeinlagen versehenen Silikonschichten, aufgenommen ist, kann vorteilhafterweise eine gesonderte Haftvermittlungsschicht zusätzlich zu jener Schicht, in welcher das Heizelement eingebettet ist, entfallen und die die Heizleiterschicht einschließende Silikonschicht kann aufgrund der hohen Oberflächenklebrigkeit des Silikonmaterials sogleich die Haftvermittlungsschicht bilden.. Besonders vorteilhaft ist es, einen Silikonheizer auf Basis eines Silikon-Gels zu verwenden, d.h. eine Silikonschicht, in welcher die Heizleiterschicht aufgenommen ist, vorgesehen ist bzw. die Heizleiterschicht zwischen zwei miteinander verbundenen Silikonschichten auf Basis des Silikon-Gels eingebettet ist. Silikon-Gele haben vorteilhafterweise eine hohe Oberflächenklebrigkeit, dadurch ist eine zusätzliche Haftvermittlerschicht zur Fixierung an der Schuhoberfläche nicht erforderlich. Als Silikon-Gel kann hierbei insbesondere ein bei Raumtemperatur vulkanisierbarer additionsvernetzender Zweikomponenten-Silikonkautschuk eingesetzt werden, wobei die beiden Komponenten A, B des Zweikomponenten-Silikonkautschuks jeweils aus Polydemthylsiloxan mit funktionellen Gruppen und Hilfsstoffen bestehen können. Komponente A kann hierbei insbesondere das Vernetzungsmittel aufweisen, Komponente B hingegen einen Katalysator, insbesondere einen Platinkatalysator. Ein derartiger Zweikomponenten-Silikonkautschuk ist z.B. von der Fa. Wacker Chemie unter der Bezeichnung "Wacker SilGel ® 612 A/B" bekannt, wobei hier jedoch ein Mischverhältnis 1:1 der Komponenten A:B vorgesehen ist, bei welchem der Vernetzungsgrad für die Verwendung als Bestandteil des Silikonheizers zu gering ist. D.h. bei einem Mischverhältnis 1:1 der Komponenten A und B ist das Gel zu klebrig und zu weich, wodurch die Manipulation des Aufbringens und wieder Entfernens auf der Schuhoberfläche ohne Beschädigung des Silikonheizers nicht möglich ist. Praktische Versuche haben gezeigt, dass mit einem Mischverhältnis von 1,4 bis 1,6:1 der Komponenten A:B, insbesondere 1,45 bis 1,5:1 der Komponenten A:B eine Elastizität bzw. Härte des Vulkanisats erzielt werden kann, bei welcher eine ausreichende Klebrigkeit erhalten bleibt, die Manipulationsfähigkeit aber derart verbessert wird, dass ein dauerhafter Gebrauch sichergestellt ist.
  • Vorteilhafterweise ist in der Heizfolie bzw. in dem Silikonheizer eine geätzte Leiterbahn, eine Litze, oder ein Draht, vorzugsweise aus einer Kupfer- und Nickelhältigen Legierung, als Heizleiterschicht aufgenommen. Hierbei ist es günstig, wenn die Freiräume zwischen den Bahnen der Heizleiterschicht derart ausgebildet sind, dass die Heizfolie bzw. der Silikonheizer in allen drei Dimensionen verformbar ist und sich somit bestens an die dreidimensional geformte Oberfläche des Schalenteils anpassen kann.
  • Weiters ist es zum Schutz der Heizleiterschicht günstig, ohne die Effizienz der Wärmeübertragung entscheidend zur verschlechtern, wenn die Heizleiterschicht zwischen zwei Isolierfolien, vorzugsweise aus Polyimid (sog. Kapton®-Heizfolien), oder Polyester, aufgenommen ist. Derartige Heizfolien bzw. der Silikonheizer mit einer zwischen zwei Isolierfolien aufgenommenen Heizleiterschicht sind am Markt ebenfalls erhältlich und werden z.B. von der Winkler GmbH, Heidelberg, Deutschland, hergestellt.
  • Um die Wärmeabgabe in die von dem Schalenteil abgewandte Richtung zu begrenzen ist es vorteilhaft, wenn auf der von der Haftvermittlungsschicht abgewandten Seite der Heizfolie bzw. des Silikonheizers ein Textilgewebe und/oder eine Isolierschicht vorgesehen sind.
  • Um eine Regelung auf eine gewünschte, voreingestellte Temperatur vornehmen zu können, ist es von Vorteil, wenn das Heizelement einen Temperaturfühler aufweist.
  • Weiters ist es günstig, wenn sich die Haftvermittlungsschicht im Wesentlichen vollständig über eine Anlagefläche des Heizelements erstreckt. In diesem Fall ist sichergestellt, dass sich der Berührungskontakt aufgrund der im Wesentlichen durchgehenden Haftvermittlungsschicht im Wesentlichen über die gesamte Anlagefläche erstreckt, so dass eine besonders effiziente Wärmeübertragung erzielt werden kann. Im Falle eines Silikonheizers, bei welchem das die Heizleiterschicht einfassende Material zugleich die Haftschicht bildet, ergibt sich die vollständige Ausbildung als Haftvermittlungsschicht vorteilhafterweise schon konstruktionsbedingt.
  • Das Verfahren der eingangs genannten Art ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass in einem von dem Sohlenbereich abweichenden Bereich des unteren Schalenteils ein Heizelement mittels einer Haftverbindung befestigt wird, bevor der untere Schalenteil über das Heizelement bereichsweise erwärmt wird.
  • Somit kann - wie bereits im Zusammenhang mit der Vorrichtung erläutert - insbesondere erreicht werden, dass der Schalenteil präzise und effizient partiell erwärmt wird, um den Schalenteil - lokal - in neuralgischen Bereichen über die Erweichungstemperatur zu erwärmen und somit - ohne die Grundgeometrie der Schale (großflächig) zu verändern - den Schalenteil bereichsweise an den Fuß des Benutzers anzupassen. Demnach können ohne Einbußen bei der Kraftübertragung schmerzhafte Druckstellen beim Benutzen des Skischuhs vermieden werden.
  • Hinsichtlich einer einfachen Handhabung, bei welcher es nicht erforderlich ist, den zumindest abschnittsweise erwärmten Schalenteil zu manipulieren, ist es von Vorteil, wenn der Fuß bzw. das Bein des Benutzers in den unteren Schalenteil eingeführt wird, bevor der untere Schalenteil erwärmt wird.
  • Um einerseits die Erweichungstemperatur des vorzugsweise harten thermoplastischen Kunststoffmaterials, aus welchem der untere und/oder obere Schalenteil üblicherweise besteht, in dem erwärmten Bereich zu erreichen, ohne jedoch im Inneren des Skischuhs eine Hitzeentwicklung zu verursachen, welche für den Benutzer unangenehm wäre, ist es günstig, wenn der untere Schalenteil auf zumindest 50°C, vorzugsweise auf eine Temperatur zwischen 50°C und 100°C, insbesondere zwischen 60°C und 90°C, erwärmt wird.
  • Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den Zeichnungen dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen, auf die sie jedoch keinesfalls beschränkt sein soll, noch näher erläutert. Im Einzelnen zeigen in den Zeichnungen:
    • Fig. 1 eine laterale Seitenansicht eines an sich bekannten Skischuhs mit einem unteren Schalenteil und einer schwenkbar gelagerten Manschette;
    • Fig. 2 eine mediale Seitenansicht des Skischuhs gemäß Fig. 1;
    • Fig. 3 eine Ansicht des Skischuhs mit einem anhaftenden Heizelements (teilweise dargestellt);
    • Fig. 4 eine Ansicht einer Ausführung einer Heizleiterschicht einer Heizfolie;
    • Fig. 5 eine Ansicht einer alternativen Ausführung einer Heizleiterschicht einer Heizfolie;
    • Fig. 6 eine schematische Schnittansicht durch ein erfindungsgemäßes Heizelement; und
    • Fig. 7 eine schematische Schnittansicht durch ein alternatives erfindungsgemäßes Heizelement.
  • Die Figuren 1 und 2 zeigen einen an sich bekannten Skischuh 1 mit einem unteren, aus einem harten, thermoplastischen Kunststoff bestehenden Schalen- bzw. Schaftteil 3, an welchem eine oberer, manschettenförmiger Schalenteil 3' schwenkbar gelagert ist. In den Schalenteilen 3, 3' ist ein vergleichsweise flexibler, zumindest abschnittsweise eine Polsterung aufweisender Innenschuh 5 aufgenommen. Der untere Schalenteil 3 sowie der obere, manschettenförmige Schalenteil 3' weisen jeweils Verschlusselemente 4, insbesondere Schnallen, auf, um einen einfachen Einstieg bzw. einen ausreichenden Halt des Fußes bzw. Beins des Benutzers in der aufgenommenen Stellung zu ermöglichen.
  • Der untere Schalenteil 3 weist hierbei einen plattenförmigen Sohlenbereich 5 zwecks Anbindung des Skischuhs 1 an eine Sicherheitsbindung auf. In Fig. 1 und 2 sind strichliert jene neuralgischen Bereiche eingezeichnet, in welchen es häufig zu schmerzhaften Druckstellen beim Benutzen des Skischuhs 1 kommen kann. Diese sind Knöchelaußenseite 6, Kleinzehenballen 7, Basishöcker 8 bzw. auf der Innenseite des Skischuhs 1 Knöchelinnenseite 6', Großzehenballen 7' und Kahnbein 8'. In all diesen neuralgischen Bereichen kann insbesondere ein Heizelement 10 (vgl. Fig. 3) mit Hilfe einer Haftschicht 11 angebracht werden.
  • In Fig. 3 ist das Heizelement 10 in seiner im Wesentlichen im Bereich des Basishöckers 8 anhaftenden Stellung gezeigt. Hierbei ist ersichtlich, dass über die dargestellte Heizleiterschicht 12 (unter Weglassung der darüber angeordneten Schichten, vgl. Fig. 6) der Schalenteil 3 präzise und lediglich in einem vorbestimmten Bereich mittels Wärmeübertragung über die Erweichungstemperatur des Kunststoffmaterials erwärmt werden kann, und somit in diesem Bereich und zwar ausschließlich diesem Bereich, in welchem das Heizelement 10 vorgesehen ist, eine Anpassung an den Fuß des Benutzers erfolgt.
  • Wie in der Schnittansicht gemäß Fig. 6 ersichtlich ist die Heizleiterschicht 12, welche üblicherweise nur eine Dicke von unter 2mm aufweist, zwischen zwei Isolierfolien 13 flüssigkeitsdicht aufgenommen, und bildet somit eine in sich isolierte, an sich bekannte Heizfolie 14, wie sie beispielsweise von der Winkler GmbH, Heidelberg, Deutschland, angeboten wird.
  • Oberhalb der Heizfolie 14 ist bei dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel eine Deckschicht 15 aus einem Textilgewebe angeordnet, welche vorteilhafterweise mit einer Thermofarbe versehen ist, so dass sich - abhängig von der Temperatur - die Farbe des Textilgewebes ändert, und somit für den Benutzer die aktuelle Temperatur des Heizelements 10 auf einfache Weise erkenntlich gemacht wird. Darüber ist noch eine, vorzugsweise durchsichtige, Isolierschicht 16 vorgesehen, um die Wärmeabstrahlung weg vom Schalenteil 3 gering zu halten und im Falle eines Kontakts, beispielsweise mit der Hand des Benutzers, Verbrennungen der Haut hintanzuhalten.
  • Wie in der Schnittansicht gemäß Fig. 7 ersichtlich kann als Heizelement 10 insbesondere auch ein Silikonheizer 14' vorgesehen sein, bei welchem die Heizleiterschicht 12, zwischen zwei Silikonschichten 13' aufgenommen ist. Der Silikonheizer 14' besteht hierbei aus der Heizleiterschicht 12, die zwischen zwei thermisch und mechanisch beständigen Silikonschichten 13', welche jeweils allenfalls mit einer (Glas-)Gewebeeinlage 20 verstärkt sind, feuchtigkeitsgeschützt eingebettet ist. Das gesamte Silikonheizer-Element 14' ist zu einer homogenen Einheit vulkanisiert, wobei keine gesonderte Haftvermittlungsschicht 11 vorgesehen werden muss, sondern die Silikonschicht 13' sogleich die Haftvermittlungsschicht 11 bildet. Ein guter Kompromiss zwischen der Härte der Silikonschicht 13' und der Oberflächenklebrigkeit wird erzielt, wenn zur Herstellung der Silikonschicht(en) 13' ein additionsvernetzender Zweikomponenten-Silikonkautschuk eingesetzt wird, wobei die beiden Komponenten A, B vorzugsweise jeweils aus Polydemthylsiloxan mit funktionellen Gruppen und Hilfsstoffen bestehen. Komponente A weist hierbei das Vernetzungsmittel auf, Komponente B hingegen einen Katalysator, insbesondere einen Platinkatalysator. Ein derartiger Zweikomponenten-Silikonkautschuk ist z.B. von der Fa. Wacker Chemie unter der Bezeichnung "Wacker SilGel ® 612 A/B" bekannt, wobei praktische Versuche gezeigt haben, dass mit einem Mischverhältnis von 1,4 bis 1,6:1 der Komponenten A:B, insbesondere 1,45 bis 1,5:1 der Komponenten A:B eine Elastizität bzw. Härte des Vulkanisats erzielt werden kann, bei welcher eine ausreichende Klebrigkeit erhalten bleibt, die Manipulationsfähigkeit aber derart verbessert wird, dass ein dauerhafter Gebrauch sichergestellt ist. Selbstverständlich kann der Silikonheizer 14' - ebenso wie das Heizelement 10 gemäß Fig. 6 - auf der von der Haftvermittlungsschicht 11 abgewandten Seite mit einer Deckschicht 15 und/oder einer Isolierschicht 16 versehen sein.
  • In der Fig. 3 ist weiters ersichtlich, dass die Heizleiterschicht 10 elektrische Anschlussstellen 17 zum Anschluss von elektrisch leitenden Kabeln zwecks Verbindung mit einer externen Energiequelle aufweisen, wobei bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel zwei gesonderte Heizleiterbahnen 18 jeweils eine eigene Anschlussstelle 17 mit jeweils zwei Kontaktstellen aufweisen.
  • Das Heizelement 10 liegt somit mit einer unteren Anlagefläche 19 im Wesentlichen zur Gänze auf dem Schalenteil 3 auf, so dass auf effiziente und präzise Weise eine Wärmeübertragung von dem Heizelement 10 auf den Schalenteil 3 erfolgen kann. Hierbei ist vorteilhafterweise die gesamte Anlagefläche 19 mit der Haftvermittlungsschicht 11 versehen, so dass ein großflächiger Kontakt zwischen Heizelement 10 und Schalenteil 3 über die Haftverbindung sicher gestellt ist.
  • In den Fig. 4 und 5 sind noch zwei weitere bevorzugte Ausführungsbeispiele einer Heizleiterschicht 12 gezeigt. Hierbei ist insbesondere ersichtlich, dass beide Leiterbahnen 18 derart ausgestaltet sind, dass die Heizleiterschicht 12 jeweils dreidimesional verformbar ist und somit besonders gut an die dreidimensionale Form des Schalenteils 3 angepasst werden kann.
  • Um die vorstehend genannten neuralgischen Bereiche mit einem Heizelement 10, in welchem eine Heizleiterschicht 12 - wie in Fig. 4 und 5 - gezeigt, einzeln, d.h. gesondert voneinander, an den Fuß des Benutzers anpassen zu können, weist die in Fig. 4 gezeigte Heizleiterschicht 12 einen Durchmesser zwischen 70 mm und 90 mm, insbesondere im Wesentlichen 75 mm, auf; die Heizleiterschicht 12 weist eine Längserstreckung zwischen 80 mm und 120 mm, insbesondere im Wesentlichen 100mm, und eine Breite zwischen 40 mm und 80 mm, insbesondere im Wesentlichen 60 mm, auf.
  • Um bei der Anpassung den Manipulationsaufwand gering zu halten, wird bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens der Fuß bzw. das Bein des Benutzers vorzugsweise bereits im Skischuh 1 angeordnet, bevor mit Hilfe eines Heizelements 10 das Kunststoffmaterial des Schalenteils 3 nur in dem gewünschten Bereich und ohne die Grundform des Schalenteils 3 zu verändern über dessen Erweichungstemperatur erwärmt wird. Das Heizelement 10 wird somit nur temporär zur Erwärmung des Schalenteils 3 über dessen Erweichungstemperatur über die Haftvermittlungsschicht 11 mit dem Schalenteil 3 in Verbindung gebracht und nach erfolgter Anpassung bzw. Erwärmung vom Schalenteil wieder entfernt.

Claims (13)

  1. Vorrichtung zur Herstellung einer an einen Fuß bzw. ein Bein eines Benutzers bereichsweise angepassten Schale (2) eines Skischuhs (1) mit einem unteren und/oder oberen Schalenteil (3, 3') aus einem Kunststoffmaterial, wobei ein Heizelement (10) zur abschnittsweisen Erwärmung des unteren und/oder oberen Schalenteils (3, 3') über die Erweichungstemperatur des Kunststoffmaterials vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (10) eine außenliegende Haftvermittlungsschicht (11) zur Haftverbindung des Heizelements (10) mit einem der Schalenteile (3, 3') des Skischuhs (1) aufweist, wobei als Haftvermittlungsschicht (11) eine Klebstoffschicht, die einen wiederverklebbaren Haftklebstoff aufweist, oder eine Silikonschicht, oder eine auf Van-der-Waals-Kräften basierende Haftvermittlungsschicht (11) vorgesehen sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als wiederverklebbaren Haftklebstoff ein Akrylat-basierter Haftklebstoff vorgesehen ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Silikonschicht aus einem bei Raumtemperatur vulkanisierbaren additionsvernetzenden Zweikomponenten-Silikonkautschuk besteht.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (10) eine Heizfolie (14), vorzugsweise mit einer Folienstärke von unter 3mm, aufweist.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (10) einen Silikonheizer (14') aufweist, bei welchem eine Heizleiterschicht (12), zwischen zwei, vorzugsweise mit (Glas-)Gewebeeinlagen versehenen Silikonschichten, aufgenommen ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Heizfolie (14) bzw. in dem Silikonheizer (14') eine geätzte Leiterbahn (18), eine Litze, oder ein Draht , vorzugsweise aus einer Kupfer- und Nickelhältigen Legierung, als Heizleiterschicht (12) aufgenommen ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizleiterschicht (12) zwischen zwei Isolierfolien (13), vorzugsweise aus Polyimid, aufgenommen ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf der von der Haftvermittlungsschicht (11) abgewandten Seite der Heizfolie (14) bzw. des Silikonheizers (14') eine Deckschicht (13), vorzugsweise ein Textilgewebe (15), und/oder eine Isolierschicht (16) vorgesehen sind.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (10) einen Temperaturfühler aufweist.
  10. Vorrichtung einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Haftvermittlungsschicht (11) im Wesentlichen vollständig über eine Anlagefläche (19) des Heizelements (10) erstreckt.
  11. Verfahren zur Herstellung einer an einen Fuß bzw. ein Bein eines Benutzers angepassten Schale (2) eines Skischuhs (1) mit einem einen im Wesentlichen plattenförmigen Sohlenbereich (5) aufweisenden, vorgefertigten unteren Schalenteil (3) und/oder einem oberen Schalenteil (3') aus einem Kunststoffmaterial, wobei ein Schalenteil (3, 3') zumindest abschnittsweise erwärmt wird, wobei der Fuß des Benutzers im erwärmten Zustand im unteren und/oder oberen Schalenteil (3, 3') aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, dass in einem von dem Sohlenbereich (5) abweichenden Bereich eines der Schalenteile (3, 3') ein Heizelement (10) mittels einer über einen wiederverklebbaren Haftklebstoff, eine Silikonschicht, oder über Van-der-Waals-Kräften erzielten Haftverbindung zwischen Heizelement (10) und Schalenteil (3, 3') befestigt wird, bevor der Schalenteil (3, 3') über das Heizelement (10) bereichsweise erwärmt wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Fuß bzw. das Bein des Benutzers in den unteren und/oder oberen Schalenteil (3, 3') eingeführt wird, bevor der Schalenteil (3, 3') erwärmt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der untere und/oder obere Schalenteil (3, 3') auf zumindest 50°C, vorzugsweise auf einen Temperatur zwischen 50°C und 100°C, insbesondere zwischen 60°C und 90°C, erwärmt wird.
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