Drehmomentsensorvorrichtung, Verfahren zum Bestimmen eines Drehmoments,
Stator und Statoranordnung
Die Erfindung betrifft Drehmomentsensorvorrichtung zur Erfassung eines auf eine Welle aufgebrachten Drehmoments, insbesondere zur Erfassung eines auf eine Lenkwelle eines Kraftfahrzeugs aufgebrachten Drehmoments, wobei die Drehmomentsensorvorrichtung eine Magnetanordnung, eine Statoranordnung und eine Magnetsensoranordnung aufweist.
Ferner betrifft die Erfindung eine Verfahren zum Bestimmen eines auf eine Welle aufgebrachten Drehmoments mittels einer Drehmomentsensorvorrichtung.
Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Stator sowie eine Statoranordnung für eine Drehmomentsensorvorrichtung.
Gattungsgemäße Drehmomentsensorvorrichtungen, insbesondere für Lenkwellen von Kraftfahrzeugen, sind aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt, beispielsweise aus der DE 10 2013 006 379 A1 oder der EP 1 269 133 B1.
Derartige Drehmomentsensorvorrichtungen werden beispielsweise bei elektrischen Lenksystemen eingesetzt, um den elektrischen Antriebsmotor des Lenksystems basierend auf einem von einem Fahrer aufgebrachten Lenkmoment anzusteuern, beispielsweise um eine entsprechende Lenkunterstützung bereitzustellen.
In der Regel werden Drehmomentsensorvorrichtungen dazu in Verbindung mit einer axial geteilten Welle und mit einem Torsionsstab mit definierter, bekannter Torsionssteifigkeit eingesetzt, wobei der Torsionsstab dabei einen ersten Teil der axial geteilten Welle mit einem zweiten Teil der axial geteilten Welle verbindet.
Wird ein Drehmoment auf die Welle aufgebracht, bewirkt dies eine Verdrehung der beiden Teile der Welle zueinander um einen messbaren Verdrehwinkel, wobei der Verdrehwinkel sich abhängig vom aufgebrachten Drehmoment und der Steifigkeit des Torsionsstabes einstellt, so dass aus dem erfassten Verdrehwinkel bei definierter, bekannter Steifigkeit des Torsionsstabes das aufgebrachte Drehmoment ermittelt werden kann.
Zur Messung des infolge eines aufgebrachten Drehmoments resultierenden
Verdrehwinkels sind verschiedene Messprinzipien und Sensoranordnungen bekannt, wobei sehr häufig magnetische Sensorvorrichtungen oder -Systeme zum Einsatz kommen, bei denen eine Magnetanordnung mit wenigstens einem Magnetelement, meistens mit einem umlaufenden, als Permanentmagnet ausgebildeten Ringmagneten, mit dem ersten Teil der Lenkwelle drehtest verbunden ist, und eine Statoranordnung mit einem oder mehreren, magnetisch leitfähigen Statoren drehtest mit dem zweiten Teil der Welle verbunden ist, wobei die Statoranordnung dabei in der Regel in radialer Richtung mit einem kleinen Luftspalt dazwischen konzentrisch um die Magnetanordnung, insbesondere das Magnetelement, herum angeordnet ist. Über die Statoranordnung, welche üblicherweise zwei separate Statoren mit jeweils einem ringscheibenförmigen Bereich umfasst, kann der magnetische Fluss eines mittels der Magnetanordnung erzeugten Magnetfeldes zu einer Magnetsensoranordnung mit wenigstens einem
Magnetsensor, beispielsweise einem Hall-Sensor, geleitet werden und ausgewertet werden.
Wird die drehtest mit dem ersten Teil der Welle verbundene Magnetanordnung, insbesondere deren Magnetelement, durch eine Rotationsbewegung der Welle relativ zu der mit dem zweiten Teil der Welle verbundenen Statoranordnung bewegt, ändert sich die magnetische Flussdichte in der Statoranordnung, insbesondere in den einzelnen
Statoren, was mittels der Magnetsensoranordnung erfasst werden kann. Die Änderung der magnetischen Flussdichte in der Statoranordnung ist dabei unter anderem abhängig von der Größe der Relativbewegung der Magnetanordnung, insbesondere der jeweiligen Magnetelemente, gegenüber der Statoranordnung, insbesondere gegenüber den einzelnen Statoren, d.h. vom Verdrehwinkel. Somit kann aus der Änderung der erfassten Flussdichte auf den Verdrehwinkel geschlossen werden und aus dem Verdrehwinkel wiederum kann mit Kenntnis der Torsionssteifigkeit des Torsionsstabs das auf die Welle aufgebrachte Drehmoment bestimmt werden.
Durch eine Überlagerung des von der Magnetanordnung der Drehmomentsensor vorrichtung erzeugten Magnetfelds mit einem weiteren Magnetfeld, beispielsweise einem Magnetfeld einer weiteren Sensorvorrichtung oder einem in der Umgebung der
Drehmomentsensorvorrichtung vorhandenen, beispielsweise von in der Nähe befindlicher, elektrischen Maschinen, wie beispielsweise Elektromotoren oder Generatoren, oder
Hochstromleitungen, erzeugten magnetischen Störfeld, kann es zu einer, insbesondere unerwünschten, Beeinflussung des an die Magnetsensoreinrichtung übertragenen Flusses kommen, insbesondere zu einer durch das magnetische Störfeld erzeugten Änderung der übertragenen Flussdichte, was zu einem falschen, jedoch plausiblen und damit nicht als fehlerhaft erkannten Sensorsignal führt und infolgedessen zu einem falschen Drehmomentwert.
Zur Kompensation einer durch ein Magnetfeld einer weiteren Sensorvorrichtung verursachten Störung, dem sogenannten„Übersprechen“, schlägt die
US 2016/0091574 A1 vor, wenigstens ein zusätzliches Magnetelement vorzusehen, dass symmetrisch zum Magnetelements der weiteren Sensorvorrichtung angeordnet ist, um den Einfluss des Magnetfeldes des Magnetelements der weiteren Sensorvorrichtung auf die eigentliche Sensorvorrichtung zu kompensieren. Dies setzt jedoch insbesondere die Kenntnis der Richtung des störenden Magnetfeldes voraus.
Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine alternative, insbesondere verbesserte,
Drehmomentsensorvorrichtung bereitzustellen, insbesondere eine
Drehmomentsensorvorrichtung mit einem verringerten Einfluss wenigstens eines, in der Umgebung der Drehmomentsensorvorrichtung vorhandenen, externen magnetischen Störfeldes auf einen zu bestimmenden Drehmomentwert. Eine weitere Aufgabe ist es, ein alternatives, insbesondere verbessertes, Verfahren zum Bestimmen eines auf eine Welle aufgebrachten Drehmoments bereitzustellen sowie einen alternativen, insbesondere verbesserten Stator und eine alternative, insbesondere verbesserten Statoranordnung, für eine alternative, insbesondere verbesserte Drehmomentsensorvorrichtung.
Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Drehmomentsensorvorrichtung, durch ein erfindungsgemäßes Verfahren, durch einen erfindungsgemäßen Stator sowie durch eine erfindungsgemäße Statoranordnung mit den Merkmalen gemäß den jeweiligen unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche der Beschreibung und der Figuren und werden im Folgenden näher erläutert.
Eine erfindungsgemäße Drehmomentsensorvorrichtung zur Erfassung eines auf eine Welle aufgebrachten Drehmoments, insbesondere zur Erfassung eines auf eine
Lenkwelle eines Kraftfahrzeugs aufgebrachten Drehmoments weist eine Magnet-
anordnung, eine Statoranordnung und eine Magnetsensoranordnung auf, wobei die Magnetanordnung zum Erzeugen wenigstens eines Magnetfeldes ausgebildet ist, wobei in der Statoranordnung ein magnetischer Fluss erzeugbar ist, und wobei die
Magnetanordnung und die Statoranordnung in Umfangsrichtung relativ zueinander bewegbar sind.
Erfindungsgemäß sind die Magnetanordnung und die Statoranordnung derart ausgebildet und relativ zueinander angeordnet, dass durch eine Relativbewegung zwischen der Magnetanordnung und der Statoranordnung in Umfangsrichtung um eine Zentrumsachse der Drehmomentsensorvorrichtung in der Statoranordnung ein erster magnetischer Fluss mit einer ersten magnetischen Flussrichtung erzeugbar ist und, insbesondere gleichzeitig, ein zweiter magnetischer Fluss mit einer der ersten Flussrichtung entgegengesetzten zweiten Flussrichtung.
Dabei ist die Statoranordnung dazu ausgebildet, den in der Statoranordnung erzeugten ersten magnetischen Fluss und den in der Statoranordnung erzeugten zweiten
magnetischen Fluss an die Magnetsensorvorrichtung zu leiten. Zum Erfassen des ersten magnetischen Flusses umfasst die Magnetsensoranordnung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensorvorrichtung einen ersten Magnetsensor und zum Erfassen des zweiten magnetischen Flusses einen zweiten Magnetsensor.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen
Drehmomentsensorvorrichtung sind die Magnetanordnung und die Statoranordnung derart ausgebildet und relativ zueinander angeordnet, dass der erzeugte erste
magnetische Fluss und der zweite magnetische Fluss einen gleichen Betrag bzw. die gleiche Stärke aufweisen, d.h. gleich groß sind, und lediglich in entgegengesetzte
Richtungen orientiert sind.
Drehmomentvorrichtungen zur Erfassung eines auf eine Welle aufgebrachten
Drehmoments, insbesondere zur Erfassung eines auf eine Lenkwelle eines
Kraftfahrzeugs aufgebrachten Drehmoments, insbesondere deren Aufbau und
Funktionsweise sind einem zuständigen Fachmann aus dem Stand grundsätzlich bekannt. Insbesondere aus der DE 10 2013 006 379 A1 oder der EP 1 269 133 B1 , auf die hiermit für weitere Informationen zur grundsätzlichen Funktionsweise und zum
grundsätzlichen Aufbau einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensorvorrichtung ausdrücklich verwiesen wird.
Bevorzugt ist eine erfindungsgemäße Drehmomentsensorvorrichtung dabei zur Erfassung eines auf eine Welle aufgebrachten Drehmoments ausgebildet, wobei die Welle einen ersten Teil und einen, relativ zum ersten Teil verdrehbaren, zweiten Teil aufweist und insbesondere der erste Teil und der zweite Teil der Welle mittels eines Torsionsstabs miteinander verbunden sind. Bevorzugt ist eine erfindungsgemäße
Drehmomentsensorvorrichtung dabei dazu ausgebildet, die Verdrehung des ersten Teils der Welle gegenüber dem zweiten Teil der Welle zu erfassen. Mit Kenntnis der
Torsionssteifigkeit des Torsionsstabs der Welle kann aus der erfassten Verdrehung der Welle das aufgebrachte Drehmoment ermittelt werden.
Bevorzugt weist die Magnetanordnung wenigstens ein Magnetelement zum Erzeugen wenigstens eines Magnetfeldes auf und ist, insbesondere das wenigstens eine
Magnetelement der Magnetanordnung, insbesondere konzentrisch zur Welle anordbar, d.h. derart, dass die Zentrumsachse der Drehmomentsensorvorrichtung mit der
Rotationsachse der Welle fluchtet, wobei die Magnetanordnung, insbesondere das wenigstens eine Magnetelement der Magnetanordnung insbesondere mit einem ersten Teil der Welle drehtest verbindbar ist.
Das wenigstens eine Magnetelement der Magnetanordnung ist dabei vorzugsweise ein Permanentmagnet, insbesondere ein vollständig geschlossener Ringmagnet oder ein ringmagnetähnlicher, in Umfangsrichtung nahezu geschlossener Magnet, wobei das Magnetelement insbesondere mehrere Ringmagnetsegmente gegensätzlicher Polung oder entsprechenden Polpaaren aufweist, die in Umfangsrichtung jeweils mit
entgegengesetzter Polung aneinandergrenzend angeordnet sind, wobei insbesondere zwei aneinander angrenzende Abschnitte entgegengesetzter Polung ein Polpaar bilden. Die Anzahl der Polpaare in Umfangsrichtung entspricht dabei besonders bevorzugt der Anzahl der Laschen des ersten und/oder des zweiten Stators.
Weist die Magnetanordnung ein oder mehrere weitere Magnetelemente auf, sind diese besonders bevorzugt ebenfalls wie vorbeschrieben ausgebildet und insbesondere konzentrisch zu dem wenigstens einen Magnetelement angeordnet.
Unter einem„ringmagnetähnlichen Magneten“ wird vorliegend im Sinne der Erfindung ein Magnet verstanden, insbesondere ein Permanentmagnet, der zwar in Umfangsrichtung nicht vollständig geschlossen ist, aber derart ausgebildet ist, dass er nahezu,
insbesondere vollständig, wie ein vollständig geschlossen ausgebildeter Ringmagnet wirkt.
Die Statoranordnung ist vorzugsweise ebenfalls konzentrisch zur Welle anordbar und insbesondere mit einem zweiten Teil der Welle drehtest verbindbar.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen
Drehmomentsensorvorrichtung ist die Statoranordnung insbesondere zumindest teilweise konzentrisch zur Magnetanordnung angeordnet, insbesondere zu dem wenigstens einen Magnetelement, wobei die Statoranordnung insbesondere zumindest teilweise außen um die Magnetanordnung herum angeordnet, vorzugsweise um das wenigstens eine Magnetelement herum und insbesondere mit einem definierten Luftspalt dazwischen.
Die Statoranordnung dient dabei insbesondere dazu und ist vorzugsweise dazu ausgebildet ist, einen magnetischen Fluss des von der Magnetanordnung erzeugten Magnetfeldes an die Magnetsensoranordnung zu leiten.
Zur Bündelung, insbesondere zur Verstärkung, und zur Weiterleitung des magnetischen Flusses von der Statoranordnung an die erste Magnetsensoranordnung kann es vorteilhaft sein, wenn die Drehmomentsensorvorrichtung insbesondere wenigstens einen Flussleiter, vorzugsweise wenigstens zwei parallel und beabstandet zueinander angeordnete Flussleiter, aufweist. Dadurch kann eine bessere Auflösung und damit eine bessere Genauigkeit der Drehmomentsensorvorrichtung erreicht werden. Bevorzugt ist wenigstens einer der Flussleiter an der Statoranordnung angeordnet und entweder direkt an der Statoranordnung befestigt oder indirekt über einen Halter. Der bzw. die Flussleiter können aber auch an einem Gehäuse der Drehmomentsensorvorrichtung angeordnet sein.
Wenigstens ein Magnetsensor, vorzugsweise beide Magnetsensoren der Magnetsensor anordnung, ist insbesondere ein einfacher Hall-Sensor, mit dem eine senkrecht zur Sensorfläche des Hall-Sensors verlaufende magnetische Flussdichte eines Magnetfeldes bzw. ein Anteil der senkrecht zur Sensorfläche verlaufenden magnetischen Flussdichte
des Magnetfeldes detektiert werden kann, wobei besonders bevorzugt wenigstens der erste Magnetsensor, insbesondere sämtliche Magnetsensoren der ersten
Empfangseinrichtung, gehäusefest angeordnet sind, d.h. stationär bzw. ortsfest gegenüber der drehbaren Welle.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmoment
sensorvorrichtung weist die Drehmomentsensorvorrichtung insbesondere außerdem eine Steuerungseinrichtung auf, die dazu ausgebildet ist, in Abhängigkeit von dem mittels der Magnetsensoranordnung erfassten magnetischen Flüsse, ein auf eine mit der
Drehmomentsensoreinrichtung funktionsgemäß verbundenen Welle ein auf die Welle aufgebrachtes Drehmoment zu bestimmen.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Drehmomentsensorvorrichtung und die auf diese Weise in entgegengesetzten Richtungen erzeugten magnetischen Flüsse lässt sich durch eine einfache Differenzbildung der mittels der Magnetsensoranordnung erzeugten Sensorsignale, insbesondere durch eine Differenzbildung eines mittels des ersten Magnetsensors erzeugten ersten Sensorsignals und eines mittels des zweiten Magnetsensors erzeugten zweiten Sensorsignals, ein magnetischer Störfluss, der in Richtung des ersten magnetische Flusses bzw. des zweiten magnetischen Flusses, d.h. in Richtung eines einen Drehmomentwert charakterisierenden Sensor-Nutzsignals, wirkt, herausrechnen, insbesondere wegmittein.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung weist die Statoranordnung insbesondere einen ersten Stator, einen zweiten Stator und einen dritten Stator auf, die jeweils konzentrisch zueinander entlang der Zentrumsachse angeordnet sind, wobei der dritte Stator in axialer Richtung, bezogen auf die Zentrumsachse der Statoranordnung, zwischen dem ersten Stator und dem zweiten Stator angeordnet ist, wobei durch eine Relativbewegung zwischen der Magnetanordnung und der Statoranordnung in Umfangsrichtung der erste magnetische Fluss mit der ersten magnetischen Flussrichtung zwischen dem ersten Stator und dem dritten Stator in der Statoranordnung erzeugbar ist und, insbesondere gleichzeitig, der zweite magnetische Fluss mit der der ersten Flussrichtung entgegengesetzten zweiten Flussrichtung zwischen dem zweiten Stator und dem dritten Stator in der Statoranordnung erzeugbar ist.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen
Drehmomentsensorvorrichtung sind die Magnetanordnung und die Statoranordnung insbesondere derart ausgebildet und relativ zueinander angeordnet, dass der erste magnetische Fluss und der zweite magnetische Fluss jeweils derart erzeugt werden, dass die erste Flussrichtung und die zweite magnetische Flussrichtung entgegengesetzt zueinander und jeweils parallel zur Zentrumsachse der Statoranordnung verlaufen. Dies ermöglicht eine besonders einfache Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen, zur Kompensation eines externen magnetischen Störfeldes ausgebildeten
Drehmomentsensorvorrichtung, insbesondere einer zur Kompensation eines externen, in Flussrichtung eines Nutzsignals wirkenden Störfeldes ausgebildeten
Drehmomentsensorvorrichtung.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung weist der erste und/oder der zweite Stator insbesondere einen
ringscheibenförmigem Statorkörper und sich von diesem in einer axialen Richtung weg erstreckende Laschen auf, wobei die Laschen insbesondere in Umfangsrichtung verteilt angeordnet sind, insbesondere gleichmäßig verteilt mit Abstandslücken dazwischen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung weist der Statorkörper des ersten und/oder des zweiten Stators insbesondere jeweils einen radial inneren Rand und einen radial äußeren Rand auf, wobei sich die Laschen insbesondere vom radial inneren Rand des ringscheibenförmigen Statorkörpers aus weg erstrecken, insbesondere alle zur gleichen Seite, d.h. in eine gleiche Richtung.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung umfassen der erste Stator und der zweite Stator insbesondere jeweils einen ringscheibenförmigem Statorkörper und Laschen, welche sich vom zugehörigen
Statorkörper jeweils in eine axiale Richtung weg erstrecken, wobei der erste Stator und der zweite Stator derart ausgebildet und angeordnet sind, dass sich die Laschen des ersten Stators und des zweiten Stators jeweils in axialer Richtung vom zugehörigen Statorkörper in Richtung des drittens Stators erstrecken.
Die Richtungsangabe„axial“ bezieht sich vorliegend jeweils in fachüblicher Weise auf eine Richtung parallel zur Rotationsache der Welle bzw. auf eine Richtung parallel zur Zentrumsachse der Drehmomentsensorvorrichtung, die Richtungsangabe
„Umfangsrichtung“ entsprechend auf eine Rotationsrichtung um diese Rotations- bzw. Zentrumsachse, die Richtungsangabe„radial“ auf eine Richtung, die senkrecht auf der axialen und Umfangsrichtung steht. Die Richtungsangabe„tangential“ bezieht sich entsprechend auf eine Richtung, welche senkrecht auf der axialen Richtung und der radialen Richtung steht.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung umfasst der dritte Stator insbesondere einen Statorring und erste Laschen und zweite Laschen, wobei sich die ersten Laschen und zweiten Laschen jeweils in entgegensetzen axialen Richtungen vom Statorring des dritten Stators weg erstrecken. Die ersten Laschen erstrecken sich dabei insbesondere in einer ersten axialen Richtung vom Statorring weg und die zweiten Laschen in einer zur ersten axialen Richtung entgegengesetzten zweiten axialen Richtung weg vom Statorring. Hierdurch lässt sich eine axial besonders kompakt bauende Drehmomentsensorvorrichtung erreichen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung sind insbesondere die ersten Laschen und die zweiten Laschen des dritten Stators insbesondere jeweils in Umfangsrichtung verteilt angeordnet, insbesondere gleichmäßig und mit Abstandslücken dazwischen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung weist der dritte Stator insbesondere eine doppelte Anzahl an Laschen gegenüber dem ersten Stator und dem zweiten Stator auf, insbesondere jedoch jeweils eine gleiche Anzahl erster und zweiter Laschen. D.h. die Anzahl der ersten Laschen des dritten Stators entspricht bevorzugt der Anzahl der Laschen des ersten Stators und/oder der Anzahl der Laschen des zweiten Stators, wobei die Anzahl der Laschen des ersten Stators und die Anzahl der Laschen des zweiten Stators insbesondere gleich ist.
Für Drehmomentsensorvorrichtungen für Lenkwellen von Kraftfahrzeugen, insbesondere für den Einsatz in Personenkraftwagen (PKW), hat sich eine Anzahl von 8 Laschen für den ersten Stator und den zweiten Stator und von insgesamt 16 Laschen (8 erste Laschen und 8 zweite Laschen) für den dritten Stator als besonders vorteilhaft herausgestellt. Andere Konfigurationen, wie beispielsweise 6 Laschen für den ersten Stator und den zweiten Stator und 12 Laschen für den dritten Stator, sind aber ebenfalls möglich, je nach Durchmesser der Lenkwelle sowie dem gewünschten Messbereich.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung sind die ersten Laschen und die zweiten Laschen des dritten Stators in Umfangsrichtung insbesondere jeweils zumindest teilweise zueinander versetzt angeordnet, insbesondere jeweils vollständig zueinander versetzt.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung sind die ersten Laschen und die zweiten Laschen des dritten Stators in Umfangsrichtung insbesondere zumindest teilweise überlappend angeordnet, vorzugsweise vollständig überlappend, insbesondere in axialer Richtung miteinander fluchtend.
D.h., dass bevorzugt die ersten Laschen und die zweiten Laschen des dritten Stators in Umfangsrichtung zumindest über einen Teil des Umfangs des Stators abwechselnd angeordnet sind, vorzugweise über den gesamten Umfang des Stators, insbesondere ohne Überlappung. Alternativ können die ersten Laschen und zweiten Laschen in Umfangsrichtung aber auch überlappend angeordnet sein, insbesondere in axialer Richtung miteinander fluchtend.
Erstere, versetzte Anordnung hat den Vorteil, dass der Stator besonders einfach und kostengünstig herstellbar ist, insbesondere als einfaches Stanzbiegeteil, wobei die Laschen zusammen mit dem Statorkörper ausgestanzt werden können und dann entsprechend in die jeweilige zugehörige axiale Richtung umgebogen werden können, erste Laschen bspw. nach„oben“ und zweite Laschen nach„unten“.
Letztere, insbesondere fluchtende, Anordnung hat den Vorteil, dass eine
Magnetanordnung mit konstanter Polung in axialer Richtung verwendet werden kann, insbesondere ist ein einziges, hülsenförmiges Magnetelement mit konstanter Polung in axialer Richtung, dass sich über die axiale Länge des Stators erstreckt und eine abwechselnde Polung in Umfangsrichtung aufweist, ausreichend, um in einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensorvorrichtung den ersten magnetischen Fluss und den zweiten magnetischen Fluss in entgegengesetzten Richtungen zu erzeugen. Ein derartiges Magnetelement ist besonders einfach und damit kostengünstig herstellbar.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung sind die ersten Laschen des dritten Stators insbesondere in Umfangsrichtung versetzt zu den Laschen des ersten Stators angeordnet und greifen insbesondere kämmend in Abstandslücken zwischen den Laschen des ersten Stators ein und/oder die zweiten Laschen des dritten Stators sind in Umfangsrichtung versetzt zu den Laschen des zweiten Stators angeordnet und greifen insbesondere kämmend in Abstandslücken zwischen den Laschen des zweiten Stators ein. Dabei greifen insbesondere die ersten Laschen des dritten Stators kämmend in Laschen des ersten Stators ein und die zweiten Laschen des dritten Stators greifen bevorzugt kämmend in Laschen des zweiten Stators ein. Hierdurch kann eine besonders kompakte Anordnung der Statoranordnung in axialer Richtung erreicht werden sowie eine gute Weiterleitung des magnetischen Flusses.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung ist der Statorring des dritten Stators insbesondere durch einen konzentrisch zur Zentrumsachse angeordneten und sich in radialer Richtung erstreckenden, ringscheibenförmigen Statorkörper gebildet und die ersten Laschen und die zweiten Laschen erstrecken sich von diesem Statorkörper weg, insbesondere in
entgegengesetzten axialen Richtungen. Mit einem derartigen Stator lässt sich auf besonders einfache Art und Weise eine erfindungsgemäße Drehmomentsensor vorrichtung ausbilden, insbesondere eine in axialer Richtung besonders kompakte und nur wenig Bauteile erfordernder Drehmomentsensorvorrichtung.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung sind die ersten Laschen und die zweiten Laschen insbesondere einstückig mit dem Statorkörper ausgebildet. Dies ermöglicht eine besonders kompakte und in einigen Fällen auch gewichtsparende Statoranordnung und erfordert maximal wenige Handgriffe zum Zusammenbau einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensorvorrichtung.
Mit einem derartigen Stator lässt sich auf besonders einfache Art und Weise eine erfindungsgemäße Drehmomentsensorvorrichtung ausbilden.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung weist der Statorkörper des dritten Stators insbesondere einen radial inneren Rand und einen radial äußeren Rand auf, wobei sich die ersten Laschen und die zweiten Laschen insbesondere jeweils vom radial inneren Rand des ringscheibenförmigen Statorkörpers aus weg erstrecken, insbesondere in entgegengesetzte axiale Richtungen.
Mit einem derartigen Stator lässt sich auf besonders einfache Art und Weise eine erfindungsgemäße Drehmomentsensorvorrichtung ausbilden.
In einer alternativen, aber in einigen Fällen ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensorvorrichtung, umfasst der Statorring des dritten Stators insbesondere einen ersten, konzentrisch zur Zentrumsachse angeordneten und sich in radialer Richtung erstreckenden, ringscheibenförmigen Statorkörper und einen zweiten, konzentrisch zur Zentrumsachse angeordneten und sich in radialer Richtung erstreckenden, ringscheibenförmigen Statorkörper, wobei die ersten Laschen des dritten Stators mit dem ersten Statorkörper verbunden sind, insbesondere einstückig/integral mit diesem ausgebildet sind, und sich vom ersten Statorkörper weg erstrecken, und wobei die zweiten Laschen des dritten Stators mit dem zweiten Statorkörper verbunden sind, insbesondere einstückig/integral mit diesem ausgebildet sind, und sich vom zweiten Statorkörper weg erstrecken.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung sind der erste Statorkörper und der zweite Statorkörper dabei insbesondere in axialer Richtung beabstandet zueinander angeordnet. D.h. der dritte Stator kann alternativ zu der zuvor beschriebenen Ausführungsform mit nur einem ringscheibenförmigen Statorkörper, von dem sich die Laschen in entgegengesetzte axiale Richtungen erstrecken, auch durch zwei Statoren gebildet sein, insbesondere zwei Statoren, die jeweils wie ein erster Stator oder zweiter Stator ausgebildet sind und jeweils mit ihren Laschen voneinander weg weisend angeordnet sind. Hierdurch kann auf einfache Art und Weise, insbesondere auf Basis vorhandener Komponenten oder Baugruppen, eine Drehmomentsensorvorrichtung bereitgestellt werden, die eine Kompensation eines externen magnetischen Störfeldes ermöglicht.
In einer alternativen, in einigen Fällen ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensorvorrichtung weist die
Drehmomentsensorvorrichtung insbesondere zwei in axialer Richtung übereinander angeordnete, aus dem Stand der Technik bekannte Drehmomentsensorbaugruppen auf, beispielsweise zwei jeweils identische, beispielsweise gemäß der in der DE 10 2013 006 379 A1 oder der EP 1 269 133 B1 ausgebildete Drehmomentsensorbaugruppen mit jeweils wenigstens einem Magnetelement, zwei Statorelementen und wenigstens einem zugehörigen Magnetsensor, wobei der dritte Stator jeweils durch die beiden benachbarten
mittleren Statoren gebildet ist, wobei die beiden Drehmomentsensorbaugruppen dabei insbesondere derart ausgebildet und angeordnet sind, dass eine Relativbewegung zwischen den Statorelementen und dem Magneten der jeweiligen Baugruppe einen magnetischen Fluss erzeugt, der an den zugehörigen Magnetsensor übertragen wird, und wobei die beiden Baugruppen jeweils derart und relativ zueinander angeordnet sind, dass gemäß der Erfindung ein erster magnetischer Fluss mit einer ersten Flussrichtung und, insbesondere gleichzeitig, ein zweiter magnetischer Fluss mit einer zweiten,
entgegengesetzten Flussrichtung erzeugt wird. Hierdurch kann auf einfache Art und Weise, insbesondere auf Basis vorhandener Komponenten oder Baugruppen eine Drehmomentsensorvorrichtung bereitgestellt werden, die eine Kompensation eines externen magnetischen Störfeldes ermöglicht.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung weist die Magnetanordnung insbesondere ein Magnetelement auf, das sich in axialer Richtung insbesondere über eine gesamte axiale Länge des dritten Stators erstreckt, insbesondere entlang der ersten und der zweiten Laschen in axialer Richtung. Hierdurch kann eine Drehmomentsensorvorrichtung bereitgestellt werden, welche nur ein Magnetelement erfordert.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung ist insbesondere eine Polung der Magnetanordnung, insbesondere des wenigstens einen Magnetelements, in axialer Richtung konstant. Hierdurch lässt sich das Magnetelement besonders einfach hersteilen und damit kostengünstig. In diesem Fall sind die ersten Laschen und die zweiten Laschen des dritten Stators in axialer Richtung über den Umfang insbesondere jeweils fluchtend angeordnet, um insbesondere die Erzeugung des ersten magnetischen Flusses und des zweiten magnetischen Flusses mit entgegengesetzten Flussrichtungen zu bewirken.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen
Drehmomentsensorvorrichtung ist insbesondere eine Polung der Magnetanordnung, insbesondere des wenigstens einen Magnetelements, in axialer Richtung konstant und die Drehmomentsensorvorrichtung weist ferner einen dritten Stator auf, dessen erste Laschen und zweite Laschen in Umfangsrichtung vollständig überlappend angeordnet sind, insbesondere in axialer Richtung miteinander fluchtend, wobei die ersten Laschen
und die zweiten Laschen des dritten Stators dabei insbesondere in Umfangsrichtung jeweils zumindest teilweise Abschnitte unterschiedlicher Polung überlappen.
In einer vorteilhaften, insbesondere alternativen, Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensorvorrichtung weist die Magnetanordnung insbesondere einen ersten, sich in axialer Richtung erstreckenden Abschnitt und einen zweiten sich in axialer Richtung erstreckenden Abschnitt auf, wobei an wenigstens einer Position in
Umfangsrichtung der Magnetanordnung, insbesondere an jeder Position in
Umfangsrichtung, die Polung des ersten axialen Abschnitts an dieser Position
entgegengesetzt zur Polung des zweiten axialen Abschnitts an dieser Position ist.
Der erste Abschnitt erstreckt sich dabei insbesondere in axialer Richtung entlang der ersten Laschen des dritten Stators. Der zweite Abschnitt erstreckt sich insbesondere in axialer Richtung entlang der zweiten Laschen des dritten Stators. Dies ermöglicht zum einen die Herstellung des dritten Stators als Stanzbiegeteil, welcher in diesem Fall in Umfangsrichtung versetzt angeordnete erste und zweite Laschen aufweist, um die Erzeugung des ersten magnetischen Flusses und des zweiten magnetischen Flusses mit entgegengesetzten Flussrichtungen zu bewirken.
In einer Weiterbildung weist die Magnetanordnung insbesondere einen ersten, sich in axialer Richtung erstreckenden Abschnitt und einen zweiten sich in axialer Richtung erstreckenden Abschnitt auf, wobei an wenigstens einer Position in Umfangsrichtung der Magnetanordnung, insbesondere an jeder Position in Umfangsrichtung, die Polung des ersten axialen Abschnitts an dieser Position entgegengesetzt zur Polung des zweiten axialen Abschnitts an dieser Position ist, wobei die Drehmomentsensorvorrichtung ferner einen dritten Stator aufweist, dessen erste Laschen und zweite Laschen in
Umfangsrichtung jeweils zumindest teilweise zueinander versetzt angeordnet sind, insbesondere jeweils vollständig zueinander versetzt, wobei die ersten Laschen und die zweiten Laschen des dritten Stators dabei insbesondere in Umfangsrichtung jeweils zumindest teilweise Abschnitte unterschiedlicher Polung überlappen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung grenzen der erste axiale Abschnitt und der zweite axiale Abschnitt in axialer Richtung insbesondere aneinander an und sind insbesondere Teil eines gemeinsamen Magnetelements, insbesondere Teil eines sich in axialer Richtung über eine gesamte
axiale Länge des dritten Stators erstreckenden Magnetelements. Hierdurch lässt sich eine besonders kompakte Ausgestaltung in axialer Richtung erreichen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung umfasst die Magnetanordnung ein einziges Magnetelement mit zwei axialen Abschnitten, die jeweils in Umfangsrichtung abwechselnd angeordnete Pole aufweisen, wobei die zwei axiale Abschnitte in Umfangsrichtung um einen Pol versetzt zueinander angeordnet sind, so dass in axialer Richtung stets entgegengesetzte Pole benachbart, insbesondere aneinander angrenzend sind. Hierdurch lässt sich eine besonders kompakte Ausgestaltung in axialer Richtung erreichen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung ist insbesondere wenigstens ein Magnetsensor der Magnetsensoranordnung, beide Magnetsensoren, insbesondere ein bedrahteter Magnetsensor mit Anschlusspins, wobei der Magnetsensor in axialer Richtung zwischen dem dritten Stator und einem der anderen beiden Statoren angeordnet ist und insbesondere derart angeordnet ist, dass die Anschlusspins in radialer Richtung nach außen zeigen. Hierdurch lässt sich mit bedrahteten Magnetsensoren eine kompakte Anordnung erreichen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung sind die Anschlusspins insbesondere wenigstens eines bedrahteten
Magnetsensors auf eine Leiterplatte gelötet, insbesondere auf eine Leiterplatte, die mit ihrer Leiterplattenebene parallel zur Zentrumsachse der Statoranordnung bzw. der Drehmomentsensorvorrichtung orientiert angeordnet ist. Alternativ können die
Anschlusspins auch mit einem Stanzgitter verbunden sein, insbesondere direkt in dieses eingesteckt sein, insbesondere mit einem Stanzgitter, das mit seiner Stanzgitterebene parallel zur Zentrumsachse der Statoranordnung orientiert angeordnet ist. Hierdurch lässt sich mit bedrahteten Magnetsensoren eine kompakte Anordnung und Verbindung mit einer Leiterplatte erreichen.
In einer alternativen Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung ist insbesondere wenigstens ein Magnetsensor der Magnetsensoranordnung, insbesondere beide Magnetsensoren, ein SMD-Magnetsensor, wobei der Magnetsensor insbesondere in axialer Richtung auf Höhe des dritten Stators angeordnet ist und insbesondere auf einer Leiterplatte angeordnet ist, die mit ihrer Leiterplattenebene normal
zur Zentrumsachse der Statoranordnung bzw. der Drehmomentsensorvorrichtung orientiert angeordnet ist. Hierdurch lässt sich mit SMD-Magnetsensoren eine kompakte Anordnung und Verbindung mit einer Leiterplatte erreichen.
„SMD“ steht für Surface-Mount Device (oberflächenmontiertes Bauelement), wobei SMD- Bauteile im Gegensatz vorbeschriebenen„bedrahteten“ Bauteilen, die für die
Durchsteckmontage (Through Hole Technology, THT) vorgesehen sind, keine
Drahtanschlüsse aufweisen, sondern mittels lötfähiger Anschlussflächen direkt auf eine Leiterplatte gelötet werden können.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung weist die Drehmomentsensorvorrichtung insbesondere ein erstes
Flussleiterpaar mit zwei Flussleitern zur Bündelung, insbesondere zur Verstärkung, und zur Weiterleitung des ersten magnetischen Flusses an die Magnetsensoranordnung, insbesondere an den ersten Magnetsensor, sowie ein zweites Flussleiterpaar mit zwei Flussleitern zur Bündelung, insbesondere zur Verstärkung, und zur Weiterleitung des zweiten magnetischen Flusses an die Magnetsensoranordnung, insbesondere den zweiten Magnetsensor, auf, wobei insbesondere wenigstens zwei der Flussleiter geometrisch gleich ausgebildet sind oder Gleichteile sind.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung ist insbesondere wenigstens ein Flussleiter ein Stanzteil oder ein
Stanzbiegeteil, vorzugsweise sämtliche Flussleiter. Dies ermöglicht eine besonders einfache, kostengünstige und bzgl. der Geometrie flexible Herstellung der Flussleiter.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung, insbesondere wenn die beiden Magnetsensoren der Magnetsensoranordnung bedrahtete Magnetsensoren sind, sind insbesondere die beiden Flussleiter des ersten Flussleiterpaares und/oder des zweiten Flussleiterpaares jeweils geometrisch gleich ausgebildet oder Gleichteile, wobei insbesondere sämtliche Flussleiter geometrisch gleich ausgebildet sind, insbesondere Gleichteile sind. Hierdurch ergibt sich ein
Kostenreduktionspotenzial.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung sind insbesondere wenigstens ein Flussleiter des ersten Flussleiterpaares und
ein Flussleiter des zweiten Flussleiterpaares gleich ausgebildet oder Gleichteile, insbesondere, wenn die beiden Magnetsensoren der Magnetsensoranordnung SMD- Magnetsensoren sind, wobei insbesondere ein erster Flussleiter des ersten
Flussleiterpaares mit einem ersten Flussleiter des zweiten Flussleiterpaares geometrisch gleich oder als Gleichteil ausgebildet ist und ein zweiter Flussleiter des ersten
Flussleiterpaares mit einem zweiten Flussleiter des zweiten Flussleiterpaares. Bei der Verwendung von SMD-Magnetsensoren sind pro Flussleiterpaar jeweils zwei
unterschiedliche Flussleitergeometrien erforderlich. Sind jeweils zwei Flussleiter verschiedener Paare gleich ausgebildet, ergibt sich ein Kostenreduktionspotenzial aufgrund der reduzierten Teilevielfalt.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung, insbesondere wenn die beiden Magnetsensoren der Magnetsensoranordnung bedrahtete Magnetsensoren sind, sind insbesondere die Flussleiter des ersten
Flussleiterpaares in axialer Richtung zwischen dem dritten Stator und dem ersten Stator angeordnet und die Flussleiter des zweiten Flussleiterpaares zwischen dem dritten Stator und zweiten Stator, wobei der erste Magnetsensor insbesondere zwischen den beiden Flussleitern des ersten Flussleiterpaares angeordnet ist und der zweite Magnetsensor insbesondere zwischen den beiden Flussleitern des zweiten Flussleiterpaares. Hierdurch ergibt sich eine funktional vorteilhafte und bauraumsparende Anordnung.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung, insbesondere, wenn die beiden Magnetsensoren der
Magnetsensoranordnung SMD-Magnetsensoren sind, weisen die Flussleiter insbesondere jeweils eine Sammelfläche und eine sich normal zur Zentrumsachse erstreckende und von der Sammelfläche radial nach außen hervorstehende Lasche auf, wobei
insbesondere jeweils die Laschen der Flussleiter eines Flussleiterpaares
gegenüberliegend angeordnet sind und der zugehörige Magnetsensor insbesondere dazwischen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung, insbesondere, wenn die beiden Magnetsensoren der
Magnetsensoranordnung SMD-Magnetsensoren sind, erstreckt sich die Sammelfläche der Flussleiter insbesondere jeweils normal zur Zentrumsachse, d.h. in radialer Richtung und in Umfangsrichtung, wobei bei den ersten Flussleitern vorzugsweise die Sammelfläche
und die Lasche in axialer Richtung in unterschiedlichen Ebenen angeordnet sind, während bei den zweiten Flussleitern die Lasche insbesondere jeweils mit der zugehörigen Sammelfläche in einer Ebene liegt, wobei die zweiten Flussleiter insbesondere L-förmig (Lasche am Ende der Sammelfläche angeordnet) oder T-förmig (Lasche in der Mitte der Sammelfläche angeordnet) ausgebildet sind. Bei den ersten Flussleitern sind die Lasche und die Sammelfläche dabei bevorzugt mittels eines sich in axialer Richtung erstreckenden Verbindungsabschnitts verbunden, um den Versatz zwischen den verschiedenen Ebenen auszugleichen. Hierdurch kann eine funktional vorteilhafte aber dennoch einfache Ausgestaltung und Anordnung der Flussleiter erreicht werden.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung ist der erste Flussleiter, insbesondere dessen Sammelfläche, des ersten Flussleiterpaares insbesondere in axialer Richtung zwischen erstem Stator und dem dritten Stator angeordnet und der zugehörige zweite Flussleiter, insbesondere dessen Sammelfläche, zwischen dem dritten Stator und dem zweiten Stator angeordnet. Der erste Flussleiter des zweiten Flussleiterpaares, insbesondere dessen Sammelfläche, ist insbesondere zwischen dem zweiten Stator und dem dritten Stator angeordnet, und der zugehörige zweite Flussleiter insbesondere zwischen dem dritten Stator und dem ersten Stator.
Alternativ können die beiden äußeren Flussleiter oder auch nur einer beiden, in axialer Richtung außerhalb des ersten bzw. zweiten Stators angeordnet sein.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung können ein oder mehrere Flussleiter auch eine oder mehrere weitere
Sammelflächen aufweisen, welche sich beispielsweise in axialer Richtung und
Umfangsrichtung erstrecken und insbesondere in radialer Richtung außen am Rand über den Statorkörper des ersten bzw. zweiten bzw. den Statorring des dritten Stators überstehen können. Hierdurch kann bei entsprechender Ausgestaltung eine bessere Bündelung bzw. Konzentration des magnetischen Flusses erreicht werden, wodurch sich die Signalqualität wenigstens eines Sensorsignals verbessern lässt.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung, insbesondere, wenn die beiden Magnetsensoren der
Magnetsensoranordnung SMD-Magnetsensoren sind, kann sich die Sammelfläche wenigstens eines Flussleiters, insbesondere sämtlicher Flussleiter alternativ zu den vorbeschriebenen Ausgestaltungen jeweils parallel zur Zentrumsachse der
Statoranordnung erstrecken, d.h. in Umfangsrichtung und in axialer Richtung, wobei in diesem Fall wenigstens ein Sammelfläche durch ein sich nur teilweise über den Umfang erstreckendes Ringsegment oder Ringmantelsegment oder durch sich ein nahezu über den gesamten Umfang erstreckendes Ringsegment oder Ringmantelsegment oder durch einen in Umfangsrichtung geschlossenen Ring oder Ringmantel gebildet sein kann.
Mittels dieser Anordnung lässt sich in einigen Anwendungsfällen eine bessere Bündelung bzw. Konzentration des magnetischen Flusses erreichen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung steht insbesondere eine Sammelfläche des ersten Flussleiters des ersten Flussleiterpaares insbesondere in axialer Richtung über den Rand des Statorkörpers des ersten Stators über. Mittels dieser Anordnung lässt sich in einigen Anwendungsfällen eine bessere Bündelung bzw. Konzentration des magnetischen Flusses erreichen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung steht insbesondere eine Sammelfläche des zweiten Flussleiters des zweiten Flussleiterpaares insbesondere in axialer Richtung über den Rand des Statorkörpers des zweiten Stators über. Mittels dieser Anordnung lässt sich in einigen Anwendungsfällen eine bessere Bündelung bzw. Konzentration des magnetischen Flusses erreichen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung stehen insbesondere die Sammelflächen der zweiten Flussleiter des ersten Flussleiterpaares und des zweiten Flussleiterpaares jeweils insbesondere in axialer Richtung über den Rand des Statorrings des dritten Stators über. Mittels dieser
Anordnung lässt sich in einigen Anwendungsfällen eine bessere Bündelung bzw.
Konzentration des magnetischen Flusses erreichen.
Die zweiten Flussleiter können in diesem Fall auch zu einem gemeinsamen Flussleiter zusammengefasst sein und insbesondere einstückig bzw. integral ausgebildet sein.
Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Bestimmen eines auf eine Welle aufgebrachten Drehmoments mittels einer Drehmomentsensorvorrichtung, insbesondere mittels einer
vorbeschriebenen erfindungsgemäßen Drehmomentsensorvorrichtung, ist
gekennzeichnet durch die Schritte:
Erfassen einer ersten magnetischen Flussdichte mittels eines ersten Magnetsensors und Erzeugen eines ersten Sensorsignals,
Erfassen einer zweiten magnetischen Flussdichte mittels eines zweiten Magnetsensors und Erzeugen eines zweiten Sensorsignals,
Berechnen einer Differenz aus dem ersten Sensorsignal und dem zweiten Sensorsignal, und
Bestimmen des auf die Welle aufgebrachten Drehmoments in Abhängigkeit von der aus dem ersten Sensorsignal und dem zweiten Sensorsignal berechneten Differenz.
Mittels eines derartigen Verfahrens, wobei die Flussdichten, insbesondere deren
Änderungen durch eine Relativbewegung zwischen der Magnetanordnung und der Statoranordnung erzeugt werden, lässt sich auf einfache Art und Weise zumindest teilweise, in einigen Fällen auch vollständig, eine Kompensation einer Störung, die durch ein externes, in der Umgebung der Drehmomentsensoreinrichtung vorhandenes magnetisches Störfeld verursacht ist, bei einer Erfassung eines auf eine Lenkwelle eines Kraftfahrzeugs aufgebrachten Drehmoments erreichen, insbesondere herausrechnen bzw. weg mittein.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verfahrens wird vor dem Bestimmen des auf die Welle aufgebrachten Drehmoments in Abhängigkeit von der aus dem ersten Sensorsignal und dem zweiten Sensorsignal berechneten Differenz, die berechnete Differenz durch den Faktor zwei dividiert. Dadurch erhält man auf einfache Weise ein mit aus dem Stand der Technik bekannten Drehmomentsensorvorrichtungen vergleichbares, insbesondere identisches, Nutzsignal, so dass die Steuerungseinrichtung einer aus dem Stand der Technik bekannten Drehmomentsensorvorrichtung und/oder die bisher verwendeten Algorithmen zur Bestimmung des aufgebrachten Drehmoments in Abhängigkeit von dem ermittelten Nutzsignal insbesondere unverändert übernommen werden können.
Das Verfahren soll dabei anhand des folgenden Beispiels näher erläutert werden:
Bei der Erfassung eines auf eine Welle aufgebrachten Drehmoments mittels einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensorvorrichtung entstehen zwei magnetische, symmetrische sogenannte Nutzfelder, die jeweils durch den ersten magnetischen Fluss bzw. den zweiten magnetischen Fluss charakterisiert sind, und die jeweils gleich groß und in entgegengesetzter Richtung orientiert sind. Existiert in der Umgebung der
Drehmomentsensorvorrichtung ein externes, magnetisches Störfeld, kann man in der Regel mit ausreichender Näherung annehmen, dieses überlagere sich gleichermaßen auf beide Nutzfelder.
Erfasst man jeweils erfindungsgemäß die zugehörigen Nutzsignale, d.h. die aus den erfassten ersten und zweiten magnetischen Flüssen erzeugten ersten und zweiten Sensorsignale und bildet eine Differenz aus diesen, wird ein durch das externe Störfeld hervorgerufener Anteil herausgemittelt, was anhand der folgenden Gleichungen einfach nachvollziehbar ist, wobei gilt: Nutzsignal N1 = X (mT), Nutzsignal N2 = -X (mT).
Das Störsignal S = Y (mT) überlagert sich additiv gleich auf beide Nutzsignale N1 und N2, was zu den resultierendes Einzelsignalen N1 s = X+Y (mT), N2s = -X+Y (mT) führt.
Ist die Störung S = Y (mT) = 0, d.h. existiert keine Störung, ergibt sich nach einer
Differenzbildung für das Ausgangssignal: A = N1 -N2 = 2X (mT).
Überlagert sich eine Störung ergibt sich nach einer Differenzbildung für das
Ausgangssignal: As = N1 s-N2s = X+Y-(-X+Y) = 2X (mT) = A, d.h. die Störanteile wurden herausgemittelt und das Ausgangssignal entspricht trotz der vorhandenen Störung dem Ausgangssignal ohne Störung.
Teilt man dieses noch durch 2, ergibt sich A/2 = X (mT), d.h. das reine, einfache
Nutzsignal.
Ein erfindungsgemäßer Stator für eine Drehmomentsensorvorrichtung zur Erfassung eines auf eine Welle aufgebrachten Drehmoments, insbesondere zur Erfassung eines auf eine Lenkwelle eines Kraftfahrzeugs aufgebrachten Drehmoments, insbesondere für eine erfindungsgemäße Drehmomentsensorvorrichtung, umfasst einen sich in radialer
Richtung erstreckenden Statorkörper und erste Laschen und zweite Laschen, wobei sich die ersten Laschen und zweiten Laschen jeweils in entgegensetzen axialen Richtungen
von diesem Statorkörper weg erstrecken. Mit einem derartigen Stator lässt sich auf besonders einfache Art und Weise eine erfindungsgemäße
Drehmomentsensorvorrichtung ausbilden.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung sind die ersten Laschen und die zweiten Laschen insbesondere einstückig mit dem Statorkörper ausgebildet.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensor vorrichtung ist der Statorkörper insbesondere ringscheibenförmig ausgebildet und weist einen radial inneren Rand und einen radial äußeren Rand auf, wobei sich die ersten Laschen und die zweiten Laschen insbesondere jeweils vom radial inneren Rand des ringscheibenförmigen Statorkörpers aus weg erstrecken, insbesondere in
entgegengesetzte axiale Richtungen.
In einer vorteilhaften Ausführung eines erfindungsgemäßen Stators sind die ersten Laschen und die zweiten Laschen dabei in Umfangsrichtung jeweils zumindest teilweise zueinander versetzt angeordnet, insbesondere jeweils vollständig zueinander versetzt, oder die ersten Laschen und die zweiten Laschen sind in Umfangsrichtung zumindest teilweise überlappend angeordnet, vorzugsweise vollständig überlappend, insbesondere in axialer Richtung miteinander fluchtend.
Eine erfindungsgemäße Statoranordnung für eine Drehmomentsensorvorrichtung zur Erfassung eines auf eine Welle aufgebrachten Drehmoments, insbesondere zur
Erfassung eines auf eine Lenkwelle eines Kraftfahrzeugs aufgebrachten Drehmoments, insbesondere für eine erfindungsgemäße Drehmomentsensorvorrichtung, weist einen ersten Stator, einen zweiten Stator und einen dritten Stator auf, die jeweils konzentrisch zueinander entlang einer Zentrumsachse angeordnet sind, wobei der dritte Stator in axialer Richtung, bezogen auf die Zentrumsachse, zwischen dem ersten Stator und dem zweiten Stator angeordnet ist, wobei der dritte Stator erfindungsgemäß ausgebildet ist. Mit einer derartigen Statoranordnung lässt sich auf besonders einfache Art und Weise eine erfindungsgemäße Drehmomentsensorvorrichtung ausbilden.
Die mit Bezug auf eine Drehmomentsensorvorrichtung beschriebenen Merkmale und vorgestellten Ausführungsformen und deren Vorteile gelten entsprechend für ein
erfindungsgemäßes Verfahren, für einen erfindungsgemäßen Stator sowie für eine erfindungsgemäße Statoranordnung und umgekehrt.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der Figurenbeschreibung. Alle vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder aber in Alleinstellung verwendbar, sofern sie technisch ausführbar und insbesondere sinnvoll sind.
Die Erfindung wird nun anhand mehrerer bevorzugter Ausführungsbeispiels sowie unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen jeweils schematisch:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Drehmomentsensorvorrichtung mit einem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Statoranordnung mit einem ersten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Stators in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2a die Drehmomentsensorvorrichtung aus Fig. 1 in detaillierterer, ebenfalls
perspektivischer Darstellung gegenüber Fig. 1 , jedoch ohne die Magnetsensoren,
Fig. 2b die Drehmomentsensorvorrichtung aus Fig. 1 ohne das Magnetelement,
Fig. 2c das Magnetelement der Drehmomentsensorvorrichtung aus Fig. 2a in
Einzelteildarstellung,
Fig. 2d den erfindungsgemäßen Stator aus Fig. 1 und 2a in Einzelteildarstellung in
perspektivischer Ansicht,
Fig. 3a ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Drehmomentsensorvorrichtung mit einem zweiten Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Statoranordnung mit einem zweiten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Stators in perspektivischer Darstellung,
Fig. 3b die Drehmomentsensorvorrichtung aus Fig. 3a in Seitenansicht, jedoch ohne die Flussleiter,
Fig. 3c die Drehmomentsensorvorrichtung aus Fig. 3a ohne das Magnetelement,
Fig. 3d den erfindungsgemäßen Stator aus Fig. 3a in Einzelteildarstellung in
perspektivischer Ansicht,
Fig. 4 ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Drehmomentsensorvorrichtung mit an einer Leiterplatte angelöteten
Magnetsensoren in perspektivischer Darstellung,
Fig. 5 ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Drehmomentsensorvorrichtung in perspektivischer Darstellung,
Fig. 6 ein fünftes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Drehmomentsensorvorrichtung in perspektivischer Darstellung und
Fig. 7 ein sechstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Drehmomentsensorvorrichtung in perspektivischer Darstellung.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Drehmoment sensorvorrichtung 10 mit einem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Statoranordnung 1 1 mit einem ersten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Stators 1 1 C in perspektivischer Darstellung, wobei die Drehmomentsensorvorrichtung 10 zur Erfassung eines auf eine hier nicht dargestellte Lenkwelle eines Kraftfahrzeugs aufgebrachten Drehmoments ausgebildet ist und konzentrisch mit ihrer Zentrumsachse Z zur Rotationsachse der Lenkwelle angeordnet und mit der Lenkwelle auf aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt Art und Weise verbunden werden kann, wobei die Lenkwelle einen ersten Teil und einen zweiten Teil aufweist, die jeweils mittels eines Torsionsstabes in axialer Richtung verbunden sind und so durch Aufbringung eines Drehmoments gegeneinander verdrehbar sind. Mithilfe der erfindungsgemäßen
Drehmomentsensorvorrichtung 10 kann die Verdrehung erfasst werden und anhand dieser das auf die Welle aufgebrachte Drehmoment ermittelt werden.
Die in nahezu allen der Figuren erkennbare Polygonform bzw. -kontur der einzelnen Komponenten dient dabei nur der zeichnerischen Vereinfachung. Bevorzugt weisen die jeweiligen Komponenten jeweils eine kreisrunde Kontur auf.
Die Magnetanordnung mit dem Magnetelement 12, das zum Erzeugen eines
Magnetfeldes ausgebildet ist, kann dabei mit dem ersten Teil der Lenkwelle drehtest verbunden werden, während die Statoranordnung 1 1 zur drehfesten Verbindung mit dem zweiten Teil der Lenkwelle ausgebildet ist und über einen hier nicht dargestellten
Statorhalter mit dem zweiten Teil der Lenkwelle drehtest verbunden werden kann.
Zur Erfassung des auf die Welle aufgebrachten Drehmoments weist die
erfindungsgemäße Drehmomentsensorvorrichtung 10 eine Magnetanordnung mit in bei diesem Beispiel einem einzigen Magnetelement 12, eine Statoranordnung 1 1 sowie eine Magnetsensoranordnung 13 auf.
Die Magnetanordnung, insbesondere das Magnetelement 12, und die Statoranordnung 1 1 sind dabei in Umfangsrichtung, d.h. um die Zentrumsachse Z, relativ zueinander bewegbar und erfindungsgemäß derart ausgebildet und relativ zueinander angeordnet, dass durch eine entsprechende Relativbewegung, insbesondere infolge eines
Aufbringens eines Drehmoments auf die Lenkwelle, ein erster magnetischer Fluss F1 mit einer ersten magnetischen Flussrichtung erzeugt wird und ein zweiter magnetischer Fluss F2 mit einer der ersten Flussrichtung entgegengesetzten zweiten Flussrichtung (vgl. Fig. 2a), wobei der erste Fluss mittels des ersten Magnetsensors 13A der
Magnetsensoranordnung 13 erfasst werden kann und der zweite magnetische Fluss mittels des zweiten Magnetsensors 13B.
Das Magnetelement 12 ist dabei innerhalb der Statoranordnung 1 1 angeordnet, insbesondere konzentrisch zu dieser bzw. der Zentrumsachse Z der
Drehmomentsensorvorrichtung 10, und mit einem Luftspalt dazwischen, wobei sich das Magnetelement 12 dabei in axialer Richtung entlang der Zentrumsachse Z nahezu über die gesamte Länge der Statoranordnung 1 1 erstreckt, welche lediglich an den Rändern,
bezogen auf die in Fig. 1 gezeigte Darstellung, leicht nach oben und leicht nach unten über das Magnetelement 12 übersteht.
Alternativ kann aber auch das Magnetelement 12 in axialer Richtung länger als die Statoranordnung 1 1 sein, also oben und/oder unten über die Ränder 1 1 A/1 1 B
überstehen. Das ist besonders in einer Konfiguration gemäß Figur 3 vorteilhaft, da so eine Tolaranz zwischen Statorelement 1 1 und Magnetelement 12 keine Auswirkung auf die Symmetrie der Komponenten hat.
Die Statoranordnung 1 1 gemäß Figur 1 weist insgesamt drei Statoren auf, einen ersten Stator 1 1 A, einen zweiten Stator 1 1 B sowie einen dritten Stator 1 1 C, welche ebenfalls konzentrisch zueinander angeordnet sind. Der dritte Stator 1 1 C ist dabei in axialer Richtung, bezogen auf die Zentrumsachse Z, zwischen dem ersten Stator 1 1 A und dem zweiten Stator 1 1 B angeordnet. Alle drei Statoren 1 1 A, 1 1 B, und 1 1 C weisen dabei jeweils einen ringscheibenförmigen Statorkörper R1 , R2 bzw. R3 auf sowie sich von diesem in axialer Richtung jeweils weg erstreckende Laschen L1 , L2, L3-1 sowie L3-2.
Der erste Stator 1 1 A weist dabei, genau wie der zweite Stator 1 1 B mit den Laschen L2, jeweils sich nur in einer Richtung erstreckende Laschen L1 auf, während der dritte Stator 1 1 C erfindungsgemäß erste Laschen L3-1 aufweist, welche sich in einer ersten axialen Richtung vom Statorkörper R3 weg erstrecken, sowie zweite Laschen L3-2, welche sich in einer entgegengesetzten axialen Richtung vom Statorkörper R3 weg erstrecken.
Die Laschen L1 bzw. L2 des ersten Stators 1 1 A bzw. des zweiten Stators 1 1 B erstrecken sich dabei jeweils in Richtung des dritten Stators 1 1 C, dessen erste Laschen L3-1 sich in Richtung des ersten Stators 1 1 A erstrecken und dessen zweite Laschen L3-2 sich in Richtung des zweiten Stators 1 1 B erstrecken.
Die einzelnen Laschen L1 , L2, L3-1 , L3-2 der 3 Statoren 1 1 A, 1 1 B und 1 1 C sind dabei jeweils gleichmäßig in Umfangsrichtung verteilt angeordnet mit entsprechenden
Abstandslücken dazwischen, wobei der erste Stator 1 1 A und der zweite Stator 1 1 B jeweils 8 Laschen aufweisen, welche in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt sind, während der dritte Stator 1 1 C insgesamt 16 Laschen L3-1 und L3-2 aufweist,
insbesondere 8 erste Laschen L3-1 und 8 zweite Laschen L3-2, siehe auch Fig. 2a, 2b und 2d.
Die ersten Laschen L3-1 und die zweiten Laschen L3-2 des dritten Stators 1 1 C sind bei diesem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Stators 1 1 C dabei in
Umfangsrichtung vollständig versetzt zueinander angeordnet und jeweils abwechselnd. Die einzelnen Statoren 1 1 A, 1 1 B und 1 1 C sind dabei derart zueinander angeordnet, dass die Laschen L1 des ersten Stators 1 1 A und die ersten Laschen L3-1 des dritten Stators 1 1 C kämmend ineinandergreifen, ebenso die Laschen L2 des zweiten Stators 1 1 B und die zweiten Laschen L3-2 des dritten Stators 1 1 C.
Zur Erfassung des ersten magnetischen Flusses F1 , der zwischen dem ersten Stator 1 1 C und dem dritten Stator 1 1 C erzeugt wird, ist der erste Magnetsensor 13A vorgesehen und zur Erfassung des zweiten magnetischen Flusses F2, der zwischen dem zweiten Stator 1 1 B und dem dritten Stator 1 1 C erzeugt wird, ist der zweite Magnetsensor 13B vorgesehen, wobei bei diesem Ausführungsbeispiel die beiden Magnetsensoren 13A und 13B jeweils bedrahtete Magnetsensoren 13A und 13B sind, die zur elektrischen
Kontaktierung, insbesondere zum Verlöten mit einer in Fig. 1 nicht dargestellten
Leiterplatte, ebenfalls in Fig. 1 nicht dargestellte Anschlusspins aufweisen (vgl. Fig. 4: Leiterplatte LP und Anschlusspins 31 ).
Zur Bündelung bzw. zur Verstärkung der magnetischen Flüsse F1 , F2 sind jeweils Flussleiter 14A, 14B, 15A und 15B vorgesehen, welche jeweils Flussleiterpaare 14 bzw.
15 bilden, wobei mittels des ersten Flussleiterpaares 14 der erste magnetische Fluss F1 gebündelt und verstärkt wird und zum ersten Magnetsensor 13A geleitet wird und mittels des zweiten Flussleiterpaares 15 der zweite magnetische Fluss F2, welcher vom zweiten Magnetsensor 13B erfasst wird.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind alle vier Flussleiter 14A, 14B, 15A, 15B gleich, d. h. als Gleichteile ausgebildet, und jeweils durch rechteckige, flache, plattenartige Segmente gebildet, welche radial innerhalb der ringscheibenförmigen Statorkörper R1 , R2 und R3 angeordnet sind, jeweils mit einem axialen Abstand dazwischen und jeweils zwischen den zwei zugehörigen Statoren 1 1 A und 1 1 C bzw. 1 1 B und 1 1 C. Alternativ könnten ein oder mehrere der Flussleiter 14A, 14B, 15A und 15B auch als bogenförmige Segmente, insbesondere mit zu den Statorkörpern R1 , R2 bzw. R2 parallelen Rändern, ausgebildet sein.
Der erste Magnetsensor 13A und der zweite Magnetsensor 13B, sind in diesem Fall, da sie als bedrahtete Magnetsensoren 13A und 13B ausgebildet sind, in axialer Richtung jeweils sandwichartig zwischen den beiden zugehörigen Flussleitern 14A und 14B bzw. 15A und 15B des jeweils zugehörigen Flussleiterpaares 14 bzw. 15 angeordnet.
Die Fig. 2a zeigt die Drehmomentsensorvorrichtung 10 aus Fig. 1 in detaillierterer, ebenfalls perspektivischer Darstellung gegenüber Fig. 1 , jedoch ohne die
Magnetsensoren 13A und 13B, anhand welcher insbesondere die Ausgestaltung der Statoranordnung 1 1 mit den ineinandergreifenden Laschen L1 , L2, L3-1 und L3-2 sowie des Magnetelements 12 erkennbar ist, vor allem in Verbindung mit den Fig. 2b bis 2d.
Fig. 2b zeigt die Drehmomentsensorvorrichtung 10 aus Fig. 1 ohne das Magnetelement 12, Fig. 2c das Magnetelement 12 der Drehmomentsensorvorrichtung aus Fig. 2a in Einzelteildarstellung und Fig. 2d den erfindungsgemäßen Stator 1 1 C aus Fig. 1 und 2a in Einzelteildarstellung in perspektivischer Ansicht.
Wie anhand der Fig. 2a und 2c gut erkennbar ist, ist das Magnetelement 12 bei diesem Ausführungsbeispiel ein als Permanentmagnet ausgebildeter, geschlossener Ringmagnet mit zwei axialen Abschnitten 12A und 12B mit jeweils in Umfangsrichtung alternierend wechselnder Polung P1 bzw. P2, wobei die beiden axialen Abschnitte 12A und 12B in Umfangsrichtung um einen Pol P1 bzw. P2 versetzt zueinander angeordnet sind.
In Verbindung mit der Statoranordnung 1 1 , insbesondere in Verbindung mit einem gemäß Fig. 2d ausgestalteten, erfindungsgemäßen dritten Stator 1 1 C mit in Umfangsrichtung versetzt zueinander angeordneten ersten Laschen L3-1 und zweiten Laschen L3-2, bewirkt eine Relativbewegung in Umfangsrichtung zwischen dem auf vorbeschriebene Art und Weise ausgebildeten Magnetelement 12 und der Statoranordnung 1 1 , dass der erste magnetische Fluss F1 und der zweite magnetische Fluss F2 jeweils mit
entgegengesetzten Richtungen, aber mit gleicher Größe, d.h. mit gleichem Betrag, erzeugt werden, was beispielsweise durch die Pfeile bzw. Vektoren rechts von der Abbildung symbolisiert ist. Die jeweilige Orientierung der Vektoren der magnetischen Flüsse F1 und F2 hängt dabei von der Richtung der Relativbewegung in Umfangsrichtung zwischen Magnetelement 12 und Statoranordnung 1 1 ab. So zeigen die Vektoren der magnetischen Flüsse F1 und F2 bei einer ersten Richtung der Relativbewegung zueinander und bei einer zweiten Richtung der Relativbewegung voneinander weg.
Dies ermöglicht, durch eine einfache Differenzbildung der infolge des jeweils erfassten Flusses F1 bzw. F2 mittels der Magnetsensoren 13A und 13B erzeugten Sensorsignale das Ausmitteln und damit Herausrechnen einer von einem externen magnetischen Störfeld verursachten Störung, die jeweils zu einer gleichen unerwünschten Beeinflussung des ersten magnetischen Flusses F1 und des zweiten magnetischen Flusses F2 geführt hat.
Anhand der Fig. 3a bis 3b wird im Folgenden ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensorvorrichtung 20 mit einem zweiten
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Statoranordnung 21 mit einem zweiten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Stators 21 C erläutert, wobei Fig. 3a dieses zweite Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Drehmoment
sensorvorrichtung 20 in perspektivischer Darstellung zeigt.
Fig. 3b zeigt die Drehmomentsensorvorrichtung 20 in Seitenansicht, jedoch ohne die Flussleiter 14, 15 bzw. 14A, 14B, 15A, 15B. Fig. 3c zeigt die Drehmomentsensor vorrichtung 20 in Seitenansicht, jedoch in diesem Fall ohne das Magnetelement 22 und Fig. 3d zeigt den erfindungsgemäßen Stator aus Fig. 3a in Einzelteildarstellung in perspektivischer Ansicht.
Im Unterschied zu der zuvor beispielhaft beschriebenen Drehmomentsensorvorrichtung 10 weist bei dieser Drehmomentsensorvorrichtung 20 das Magnetelement 22 eine konstante Polung in axialer Richtung auf und die ersten Laschen L3-1 und die zweiten Laschen L3-2 des dritten Stators 21 C sind in Umfangsrichtung fluchtend angeordnet.
In diesem Fall bewirkt eine Relativbewegung in Umfangsrichtung zwischen dem
Magnetelement 22 und der Statoranordnung 21 , dass der erste magnetische Fluss F1‘ und der zweite magnetische Fluss F2‘ ebenfalls erfindungsgemäß jeweils mit
entgegengesetzten Richtungen und mit gleicher Größe, d.h. mit gleichem Betrag, erzeugt werden. Das ist beispielhaft durch die Pfeile bzw. Vektoren der magnetischen Flüsse F1‘ und F2‘ in Fig. 3b symbolisiert. Die jeweilige Orientierung der Vektoren der magnetischen Flüsse F1‘ und F2‘ hängt dabei von der Richtung der Relativbewegung in
Umfangsrichtung zwischen Magnetelement 12 und Statoranordnung 1 1 ab. So zeigen die Vektoren der magnetischen Flüsse F1‘ und F2‘ bei einer ersten Richtung der
Relativbewegung zueinander und bei einer zweiten Richtung der Relativbewegung voneinander weg.
Die entgegengesetzten ersten und zweiten Flussrichtungen ermöglichen jedoch auch in diesem Fall, wie bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel, durch eine einfache Differenzbildung das Ausmitteln und damit Herausrechnen einer von einem externen magnetischen Störfeld verursachten Störung.
Fig. 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Drehmoment sensorvorrichtung 30 mit an einer Leiterplatte LP angelöteten Magnetsensoren 13A, 13B in perspektivischer Darstellung, wobei in dieser Darstellung gut erkennbar ist, dass die Anschlusspins 31 der beiden Magnetsensoren 13A und 13B jeweils radial nach außen geführt sind und mit einer mit ihrer Leiterplattenebene parallel zur Zentrumsachse Z angeordneten Leiterplatte LP verlötet sind.
Fig. 5 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Drehmoment sensorvorrichtung 40 in perspektivischer Darstellung, jedoch ohne Magnetsensoren, wobei diese Drehmomentsensorvorrichtung 40 grundsätzlich der
Drehmomentsensorvorrichtung 10 aus den Fig. 1 und 2a bis 2d entspricht, jedoch zur Verwendung mit als SMD-Bauteile ausgebildeten Magnetsensoren ausgebildet ist, was geometrisch anders ausgestaltete und anders angeordnete Flussleiter 44A, 44B, 45A und 45B erfordert. Die übrigen Bauteile sind identisch zur Drehmomentsensorvorrichtung 10 ausgebildet.
Auch hier bilden jeweils wieder zwei Flussleiter 44A und 44B sowie 45A und 45B ein Flussleiterpaar 44 bzw. 45. Allerdings sind die beiden Flussleiter 44A und 44B des ersten Flussleiterpaares 44 dabei diesmal nicht beide zwischen dem ersten Stator 1 1 A und dem dritten Stator 1 1 C angeordnet, sondern der zweite Flussleiter 44B ist auf der vom ersten Stator 1 1 A abgewandten Seite des dritten Stators 1 1 C an dessen Statorkörper angeordnet und an diesem befestigt.
Entsprechend ist nur der erste Flussleiter 45A des zweiten Flussleiterpaares 45 zwischen dem zweiten Stator 1 1 B und dem dritten Stator 1 1 C angeordnet, während der zweite Flussleiter 45B dieses zweiten Flussleiterpaares 45 auf der vom zweiten Stator 1 1 B
abgewandten Seite des dritten Stators 1 1 C an dessen Statorkörper angeordnet und an diesem befestigt ist.
Dabei sind lediglich jeweils die ersten Flussleiter 44A und 45A als Gleichteile ausgebildet sowie die zweiten Flussleiter 44B und 45B, wobei sämtliche Flussleiter 44A, 44B, 45A und 45B jeweils eine sich in radialer Richtung und in Umfangsrichtung erstreckende
Sammelfläche 46 zum Sammeln des magnetischen Flusses F1 bzw. F2 und eine sich in einer Ebene parallel zur Sammelfläche 46 erstreckende Lasche 47 zum Weiterleiten des magnetischen Flusses F1 bzw. F2 an zugehörige Magnetsensoren aufweisen, wobei die zugehörigen Magnetsensoren jeweils zwischen den Laschen 47 beider Flussleiter 44A und 44B bzw. 45A und 45B der beiden Flussleiterpaare 44 bzw. 45 angeordnet werden können.
Da die Drehmomentsensorvorrichtung 40 zur Verwendung von als SMD-Bauteilen ausgebildeten Magnetsensoren ausgebildet ist, welche eine andere Anordnung ermöglichen und/oder erfordern, sind die Flussleiter 44A, 44B, 45A und 45B bzw. die Flussleiterpaare 44 und 45 jeweils entsprechend ausgestaltet.
Damit beide Magnetsensoren auf einer gemeinsamen Leiterplatte in einer gemeinsamen Ebene angeordnet werden können, insbesondere auf einer Leiterplatte, die mit ihrer Leiterplattenebene normal zur Zentrumsachse Z orientiert angeordnet werden kann, sind die Sammelfläche 46 und die Lasche 47 der zweiten Flussleiter 44B und 45B jeweils in einer gemeinsamen Ebene angeordnet, während die ersten Flussleiter 44A und 45A zwischen der Sammelfläche 46 und der Lasche 47 jeweils einen sich in axialer Richtung 48 erstreckenden Verbindungsabschnitt 48 aufweisen, welcher jeweils die in
unterschiedlichen Ebenen angeordneten Sammelfläche 46 mit der zugehörigen Lasche 47 des jeweiligen ersten Flussleiters 44B und 45B verbindet.
Die Laschen 47 der zweiten Flussleiter 44B und 45B sind bei diesem Ausführungsbeispiel dabei jeweils an einem Ende der Sammelflächen 46 angeordnet, so dass sich eine L- förmige Geometrie für die zweiten Flussleiter 44B und 45B ergibt. Alternativ könnten die Laschen 47 auch in der Mitte der Sammelfläche 46 angeordnet sein, so dass sich eine T- förmige Geometrie ergibt, mit welcher sich in einigen Fällen eine bessere Konzentration bzw. Bündelung des magnetischen Flusses erreichen lässt, da dies insbesondere die Verwendung größerer Sammelflächen 46 ermöglicht.
Alternativ oder zusätzlich können die Sammelflächen 46 auch jeweils in axialer Richtung am Statorrand überstehen, entweder nur in eine Richtung oder in beide, wie bei den Ausführungsbeispielen in Fig. 6 und 7.
Fig. 6 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Drehmoment sensorvorrichtung 50 in perspektivischer Darstellung, wobei dieses Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Drehmomentsensorvorrichtung 50 sich von dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel lediglich in der geometrischen Ausgestaltung und Anordnung der Flussleiter 54A, 54B, 55A, und 55B unterscheidet.
Auch hier bilden jeweils wieder zwei Flussleiter 54A und 54B sowie 55A und 55B ein Flussleiterpaar 54 bzw. 55. Allerdings weisen in diesem Fall sämtliche Flussleiter 54A und 54B sowie 55A und 55B eine sich axial und in Umfangsrichtung erstreckende
Sammelfläche 46 auf, die jeweils durch ein sich nur über einen Teil des Umfangs erstreckendes Mantelsegment gebildet ist, und welche jeweils in axialer Richtung zu beiden Seiten über den Rand des jeweiligen benachbarten Statorkörpers übersteht. Die Ausgestaltung mit Laschen 57 und jeweils einem sich in axialer Richtung erstreckenden Verbindungsabschnitt 58 ist ähnlich wie bei der zuvor beschriebenen
Drehmomentsensorvorrichtung 40.
Die mantelsegmentartige Ausgestaltung der Flussleiter 54A und 54B sowie 55A und 55B, insbesondere der beiden inneren zweiten Flussleiter 54B und 55B, ermöglicht eine Zusammenfassung dieser beiden Flussleiter 54B und 55B zu einem Bauteil, d.h. eine einstückige bzw. integrale Ausgestaltung, so dass nominal nur noch drei Flussleiter erforderlich sind, was den Montageaufwand der Drehmomentsensorvorrichtung 50 im Vergleich zu den zuvor beschriebenen Drehmomentsensorvorrichtungen 10, 20, 30 und 40 mit jeweils vier zu befestigenden Flussleitern reduziert.
Fig. 7 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Drehmoment sensorvorrichtung 60 in perspektivischer Darstellung, wobei dieses Ausführungsbeispiel auf der Drehmomentsensrovorrichtung 20 aus den Fig. 3a bis 3d basiert, jedoch im Gegensatz zu dieser zur Anordnung von SMD-Magnetsensoren ausgebildet ist und hierfür entsprechend ausgebildete Flussleiter 64A und 64B sowie 65A und 65B aufweist, welche
sich von der anhand von Fig. 6 erläuterten Drehmomentsensorvorrichtung 50
dahingehend unterscheiden, dass die Sammelflächen 66 der Flussleiter 64A und 64B sowie 65A und 65B vollständig umlaufend, d.h. über einen Winkel von 360°, ausgebildet sind. Hierdurch kann eine verbesserte Bündelung der magnetischen Flüsse erreicht werden.
In einigen Fällen kann es vorteilhaft oder erforderlich sein, insbesondere
herstellungsbedingt, alternativ eine kleine Lücke in Umfangsrichtung vorzusehen und die Sammelflächen insbesondere nur über einen Umfangswinkel von 358° oder höchsten 355° oder sogar von höchstens nur 350° auszubilden, oder wie zuvor beschrieben, nur über einen deutlich kleineren Winkelbereich von beispielsweise 30° bis 60°.
Im Übrigen sind die Flussleiter 64A und 64B sowie 65A und 65B im Wesentlichen ähnlich zu den Flussleitern 54A und 54B sowie 55A und 55B aus Fig. 6 ausgebildet und weisen ebenfalls entsprechende Laschen 67 auf und die ersten Flussleiter 64A und 65A außerdem entsprechende Verbindungsabschnitte 68.
Bezuaszeichenliste:
10, 20, 30, 40, 50, 60 erfindungsgemäße Drehmomentsensorvorrichtung 1 1 , 21 erfindungsgemäße Statoranordnung
1 1 A erster Stator
1 1 B zweiter Stator
1 1 C, 21 C dritter Stator, erfindungsgemäßer Stator
12, 22 Magnetelement
12A erster axialer Abschnitt des Magnetelements
12B zweiter axialer Abschnitt des Magnetelements
13 Magnetsensoranordnung
13A erster Magnetsensor
13B zweiter Magnetsensor
14, 44, 54, 64 erstes Flussleiterpaar
14A, 44A, 54A, 64A erster Flussleiter des ersten Flussleiterpaares 14B, 44B, 54B, 64B zweiter Flussleiter des ersten Flussleiterpaares
15, 45, 55, 65 zweites Flussleiterpaar
15A, 45A, 55A, 65A erster Flussleiter des zweiten Flussleiterpaares 15B, 45B, 55B, 65B zweiter Flussleiter des zweiten Flussleiterpaares 31 Anschlusspins
46, 56, 66 Sammelfläche
47, 57, 67 Lasche
48, 58, 68 Verbindungsabschnitt
F1 , F 1‘ erster magnetischer Fluss
F2, F2‘ zweiter magnetischer Fluss
L1 Laschen des ersten Stators
L2 Laschen des zweiten Stators
L3-1 erste Laschen des dritten Stators
L3-2 zweite Laschen des dritten Stators
LP Leiterplatte
P1 Magnetsegment mit erster Polung
P2 Magnetsegment mit zweiter Polung
R1 ringscheibenförmiger Statorkörper des ersten Stators
R2 ringscheibenförmiger Statorkörper des zweiten Stators
R3 ringscheibenförmiger Statorkörper des dritten Stators
Z Zentrumsachse