VENTILATOR UND SPIRALGEHÄUSE FÜR EINEN VENTILATOR
Die Erfindung betrifft einen Ventilator mit einem Flügel umfassenden Laufrad, einem das Laufrad antreibenden elektrischen Motor und einem Spiralgehäuse, wobei durch die innere Kontur des Spiralgehäuses ein Strömungskanal gebildet ist, wobei einströmseitig eine vorzugsweise als Rotationskörper ausgebildete Einströmdüse vorgesehen ist, und wobei der Strömungskanal die durch die Einströmdüse angesaugte Luft über das Laufrad zu einem Auslass führt.
Ventilatoren mit Spiralgehäuse sind insbesondere für vorwärts gekrümmte Radial- und Diagonalventilatoren weit verbreitet. Zunehmend werden Spiralgehäuse auch für rückwärts gekrümmte Ventilatoren eingesetzt. Die Praxis zeigt, dass durch die Verwendung eines Spiralgehäuses eine zusätzliche Druckerhöhung und eine damit einhergehende Steigerung des statischen Wirkungsgrads erreicht wird. Spiralgehäuse sind geeignet, die abströmende Luft nach dem Ventilatorlaufrad effizient in einen in etwa orthogonal zur Ventilatorachse verlaufenden Strömungskanal zu leiten, beispielsweise in ein im Querschnitt rundes oder viereckiges Rohr.
Radial- oder Diagonalventilatoren, insbesondere wenn das Laufrad in ein Spiralgehäuse eingebaut ist, haben nicht selten erhöhte Lärmpegel, insbesondere dann, wenn die Zuströmung asymmetrisch zur Rotationsachse des Ventilatorlaufrads verläuft. Solche asymmetrische Zuströmungen lassen sich beispielsweise auf eine asymmetrische Geometrie im Einlaufbereich zurückführen. Die aus der Praxis bekannten Spiralgehäuse, die lediglich einen Auslass aufweisen, sind von Haus aus asymmetrisch bezüglich der Rotationsachse des Ventilatorlaufrads. Diese Asymmetrie der Strömung tritt als Folge auch in der Umgebung des Einlaufbereichs auf. Der erhöhte Lärmpegel ist störend.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Ventilatoren, die zur Leistungssteigerung sogenannte Spiralgehäuse nutzten, in Bezug auf die Geräuschentwicklung zu optimieren. Diesbezügliche Lösungen sollen einfach in der Konstruktion sein und sich von wettbewerblichen Ventilatoren unterscheiden.
Voranstehende Aufgabe ist in Bezug auf den erfindungsgemäßen Ventilator durch die Merkmale des Anspruch 1 gelöst. Danach ist der gattungsbildende Ventilator dadurch gekennzeichnet, dass die Einströmdüse von einem eine Zuströmfläche umfassenden Zuströmbereich umgeben ist, der die Einströmdüse im Wesentlichen in Radialrichtung, d.h. quer oder insbesondere etwa orthogonal zur Laufradachse, erweitert.
Erfindungsgemäß ist zunächst einmal erkannt worden, dass sich das unter Nutzung von Spiralgehäusen auftretende Geräuschprobleme dadurch reduzieren, wenn nicht sogar eliminieren lässt, dass man die Einströmdüse um eine äußere Zuströmfläche erweitert, wodurch die Einströmdüse in Radialrichtung, d.h. quer oder insbesondere etwa orthogonal zur Laufradachse, erweitert ist.
Es ist festgestellt worden, dass sich der unter Nutzung von Spiralgehäusen grundsätzlich erhöhte Lärmpegel dadurch reduzieren lässt, dass man die Zuströmung bezüglich der Rotationsachse des Ventilatorlaufrads symmetrisch gestaltet, anstelle einer asymmetrischen Ausgestaltung, wie sie aus der Praxis hinlänglich bekannt ist. Vor allem gilt es asymmetrische Geometrien im Einlaufbereich zu vermeiden, was mit der die äußere Zuströmfläche umfassenden erweiterten Einströmdüse nach der erfindungsgemäßen Lehre erreicht wird.
So ist es von ganz besonderem Vorteil, wenn die um den Zuströmbereich erweiterte Einströmdüse symmetrisch oder rotationssymmetrisch zur Ventilatorachse, d.h. zur Drehachse des Ventilators, ausgebildet ist. Dabei kann der Zuströmbereich in Gestalt eines Rotationskörpers ausgeführt sein.
Ebenso ist es denkbar, dass die um den Zuströmbereich erweiterte Einströmdüse lediglich im erweiterten Sinne symmetrisch zur Ventilatorachse ausgebildet ist. Dabei kann die erweiterte Einströmdüse mit einer rechteckigen, quadratischen bzw. mehreckigen (beispielsweise sechseckigen) oder elliptischen Außenkontur ausgestattet sein.
Der Zuströmbereich bzw. die Zuströmfläche kann im Wesentlichen eben oder flach ausgebildet sein. Eine konisch oder pyramidenförmig ausgebildete Fläche ist ebenso denkbar.
Der Zuströmbereich bzw. die erweiterte Einströmdüse kann sich in radialer Richtung bis nahe der radialen Erstreckung des Laufrads oder vorzugsweise über die radiale Erstreckung des Laufrads hinweg erstrecken, wodurch das Einströmverhalten besonders begünstigt wird.
Im Konkreten kann der Zuströmbereich radial gesehen am äußeren Ende der Einströmdüse beginnen, vorzugsweise dort, wo deren lokale Flächenkrümmung einen sehr niedrigen Wert im Vergleich zum Wert der maximalen Flächenkrümmung der Innenkontur der Einströmdüse hat, wobei dieser Wert < 20% sein kann, aber in Radialrichtung gesehen spätestens bei einer radialen Distanz DRD von der engsten Stelle der Einlaufdüse, die der axialen Erstreckung LD der erweiterten Einströmdüse entspricht.
In weiter vorteilhafter Weise schließt sich an den radial äußeren Rand des Zuströmbereichs bzw. der erweiterten Einströmdüse ein Übergangsbereich zu der die Hauptströmung führenden Kontur des Spiralgehäuses an. Der Übergang kann stetig oder unstetig, insbesondere gerundet oder gekantet bis hin zu scharf gekantet sein.
In weiter vorteilhafter Weise ist die Einströmdüse nebst Zuströmbereich und gegebenenfalls inklusive Übergangsbereich integraler Bestandteil des Gehäuses, vorzugsweise einer einströmseitigen Gehäusehälfte.
An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Gehäusehälften aus Kunststoff bestehen können. Zur Fertigung bietet sich die Spritzgusstechnik an.
Im Innenbereich des Spiralgehäuses kann ein zum Strömungskanal offener Sekundärströmungskanal ausgebildet sein, der eine Sekundärströmung steuert, die vorzugsweise zwischen der Einströmdüse und einer Deckscheibe des Laufrads in das Laufrad einströmt und der sich in Radialrichtung über das Laufrad hinaus er-
streckt. Dies bedeutet, dass der Sekundärströmungskanal nicht strikt von Hauptströmungskanal zu trennen ist. Die Sekundärströmung beeinflusst nicht nur die Luftleistung und den Wirkungsgrad, vielmehr auch die Schallemission des Ventilators, so dass über die Ausgestaltung des Sekundärströmungskanals eine Reduktion der Schallemission möglich ist.
Zumindest in Bezug auf seine Begrenzung nach außen ist der Sekundärströmungskanal etwa rotationssymmetrisch zur Ventilatorachse ausgebildet, wobei die innere Wandung der erweiterten Einströmdüse den Sekundärströmungskanal nach außen begrenzt.
Das erfindungsgemäße Spiralgehäuse ist durch die Merkmale des Anspruchs 12 gekennzeichnet, nämlich durch diejenigen Merkmale des beanspruchten Ventilators, die sich ausschließlich auf das Spiralgehäuse beziehen.
Außerdem ist für das Spiralgehäuse wesentlich, dass es aus einer düsenseitigen und einer motorseitigen Gehäusehälfte bestehen kann, wobei beide Gehäusehälften vorzugsweise spritzgusstechnisch hergestellt sind.
Die Gehäusehälften können über einen flanschartigen Verbindungsbereich miteinander verbunden sein, vorzugsweise durch Schrauben, Nieten, Kleben oder Klipsen.
Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn die Gehäusehälften mit Versteifungselementen, vorzugsweise in Form von Versteifungsrippen, ausgebildet sind, zumal innerhalb des Gehäuses erhebliche Drücke und Druckschwankungen auftreten können, die das Gehäuse aushalten muss.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die den Ansprüchen 1 und 12 nachgeordneten Ansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Ventilators anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand
der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht einen erfindungsgemäßen Ventilator mit Spiralgehäuse von der Einströmdüse her gesehen, und
Fig. 2 in einer schematischen Ansicht den Ventilator gemäß Figur 1 im Schnitt an einer durch die Ventilatorachse verlaufenden Ebene.
Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht einen Ventilator 1 mit einem Spiralgehäuse 2. Das Spiralgehäuse 2 ist aus zwei Hälften aufgebaut, der düsenseitigen Hälfte 2a und der motorseitigen Hälfte 2b. Die beiden Hälften 2a und 2b sind an einem Verbindungsbereich 16 miteinander verbunden. Als Verbindungsbereich 16 ist eine Art Flansch mit Bohrungen 17b dargestellt, an denen die Hälften 2a und 2b durch Schrauben miteinander verbunden werden können. Auch andere Verbindungsarten sind denkbar, beispielsweise vorteilhaft durch klipsen, nieten und/oder kleben.
Neben dem Spiralgehäuse 2 besteht der Ventilator insbesondere noch aus einem Motor 10 mit Rotor 11 und Stator 12 (siehe Fig. 2), auf dem ein Laufrad 3 bestehend aus einer Bodenscheibe 7, einer Deckscheibe 9 (siehe Fig. 2) sowie dazwischen sich erstreckenden Flügeln 8 befestigt ist.
Die Hälften 2a, 2b sind vorteilhaft in Kunststoff-Spritzguss gefertigt. In der düsenseitigen Hälfte 2a ist die Einströmdüse 14 integriert, durch die im Ventilatorbetrieb die Luft aus der Umgebung in das Laufrad 3 einströmt. Durch die Einströmdüse 14 sind in Fig. 1 Teile des Laufrades 3 (Flügel 8 mit Saugseiten 35 und Bodenscheibe 7) sowie der Rotor 11 des Motors 10 zu erkennen, auf dem das Laufrad 3 befestigt ist.
Radial außerhalb der Einströmdüse 14 ist zuströmseitig eine Zuströmfläche 24 ausgebildet. Die Zuströmfläche 24 beginnt radial gesehen am äußeren Ende der Einströmdüse 14 insbesondere etwa dort, wo deren lokale Flächenkrümmung ei-
nen sehr niedrigen Wert relativ zum Wert der maximalen Flächenkrümmung an der Innenkontur der Einströmdüse 14 annimmt, beispielsweise < 25%, aber in Radialrichtung gesehen spätestens bei einer radialen Distanz DRD 20 von der engsten Stelle der Einlaufdüse 14, die der axialen Erstreckung LD 19 der erweiterten Einströmdüse 14, 24 entspricht(siehe auch Fig. 2) . Die Zuströmfläche 24 weist über ihren gesamten Verlauf eine sehr niedrige Flächenkrümmung von maximal 25% der maximalen Flächenkrümmung an der Innenkontur der Einströmdüse 14 auf. Ihr radial äußerer Rand ist durch den Beginn des radial anschließenden Übergangsbereiches 6 charakterisiert. Dieser Übergangsbereich 6 verbindet die Zuströmfläche 24 mit der äußeren, die Hauptströmung führende Kontur 37 des Spiralgehäuses 2. Der Beginn des Übergangsbereichs 6 radial außerhalb der Zuströmfläche 24 kann durch eine scharfe Kante bzw. einen nicht tangentialen Übergang gekennzeichnet sein, oder aber, wie im Ausführungsbeispiel, durch eine Ver- rundung, die dann wieder eine höhere Flächenkrümmung als die Zuströmfläche 24 aufweist, welche eine Flächenkrümmung von maximal 25% der maximalen Flächenkrümmung an der Innenkontur der Einströmdüse 14 hat. Als Flächenkrümmung wird hier immer die lokale mittlere Flächenkrümmung der beiden Hauptkrümmungen einer Fläche bezeichnet.
Der Übergang von der Einströmdüse 14 zur Zuströmfläche 24 verläuft vorteilhaft tangential und fließend. Die Einströmdüse 14 kann zusammen mit dem Zu- strömbe-reich 24 als eine Art erweiterte Einströmdüse 14, 24 angesehen werden. Wesentlich ist die Gestalt des Zuströmbereichs 24 bzw. der erweiterten Einströmdüse 14, 24, denn dieser Bereich beeinflusst die Verteilung (in Radialrichtung sowie in Umfangsrichtung gesehen) der Strömungsgeschwindigkeiten der durch die Einströmdüse 14 zum Laufrad 3 einströmenden Zuströmung maßgeblich. Dabei ist es für hohe Wirkungsgrade und niedrige Geräuschemissionen wichtig, dass diese Zuströmung möglichst eine zur Rotationsachse des Laufrads symmetrische Geschwindigkeitsverteilung aufweist.
Es wurde durch Versuche und Simulationsrechnungen herausgefunden, dass dies durch eine möglichst zur Rotationsachse des Laufrades symmetrische Gestaltung sowie eine hinreichende radiale Erstreckung des Zuströmbereichs 24 bzw. der erweiterten Einströmdüse 14, 24 am besten erreicht wird.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist der Zuströmbereich 24 bzw. die erweiterte Einströmdüse 14, 24 symmetrisch zur Rotationsachse gestaltet. Der Zuströmbereich 24 ist sogar insgesamt aus Rotationsflächen gebildet, was besonders vorteilhaft ist, und der radial äußere Rand des Zuströmbereichs 24 hat die Gestalt eines zur Rotationsachse konzentrischen Kreises. Der Zuströmbereich 24 im Ausführungsbeispiel ist über weite Bereiche etwa eben und senkrecht zur Rotationsachse verlaufend.
Es sind auch andere Gestaltungen des Zuströmbereichs 24 bzw. der erweiterten Einströmdüse 14, 24 denkbar, solange sie symmetrisch zur Ventilatorachse, vorzugsweise rotationssymmetrisch sind. Dies gilt auch für rotationssymmetrische Formen in einem erweiterten Sinne wie beispielsweise Außenkonturen von etwa sechseckiger, rechteckiger, quadratischer oder elliptischer Form, welche Rotationssymmetrie zumindest im Sinne von Drehungen um ganz bestimmte Drehwinkel (die keine Vielfache von 360° sind) aufweisen.
Auch muss die Zuströmfläche 24 nicht zwingend ebene Bereiche aufweisen, sie kann beispielsweise konisch oder sonst wie in einem Winkel ungleich 90° zur Rotationsachse verlaufen.
Wesentlich ist allerdings auch eine relativ große radiale Erstreckung der erweiterten Einströmdüse 14, 24, um eine möglichst gleichmäßige Zuströmung zu erreichen. Beispielsweise ist die ringförmige, auf eine Ebene senkrecht zur Rotationsachse projizierte Fläche der erweiterten Einströmdüse 14, 24 mindestens 1 ,5-mal so groß wie die kleinste Durchströmquerschnittsfläche im Bereich der engsten Stelle der Einströmdüse 14. Außerdem verläuft vorteilhaft der radial äußere Rand des Zuströmbereichs 24 radial außerhalb des Laufrades 3 bzw. seiner Deckscheibe 9 (siehe auch Fig. 2).
Im Bereich um den Auslass 5 aus dem Spiralgehäuse 2, durch welchen die Luft austritt und vorteilhaft in einen entsprechend geformten Kanal einströmt, ist ein Befestigungsflansch 15 ausgebildet. An diesem kann der gesamte Ventilator 1 an einer umgebenden Struktur, beispielsweise einer lufttechnischen Anlage oder ei-
nem Luftkanal, befestigt werden. Hierzu dienen im Ausführungsbeispiel die Bohrungen 17a, an denen Schrauben angebracht werden können. Da im Betrieb im Inneren des Spiralgehäuses 2, in dessen Hauptströmungskanal 21 (siehe Fig. 2) erhebliche Überdrücke im Vergleich zur äußeren Umgebung auftreten können, sind die vorteilhaft in Kunststoff-Spritzguss gefertigten beiden Hälften 2a und 2b zur besseren Formstabilität mit Versteifungselementen 18, hier Versteifungsrippen 18, versehen.
Das Laufrad 3 dreht sich im Betrieb, der Ansicht nach Figur 1 gesehen, im Uhrzeigersinn. Es handelt sich entsprechend um ein rückwärts gekrümmtes Laufrad 3, also ein Laufrad 3 mit rückwärts gekrümmten Flügeln 8. Bei rückwärts gekrümmten Laufrädern 3 ist die Flügeldruckseite 36 (siehe Fig. 2) eines Flügels 8, die der Flügelsaugseite 35 desselben Flügels 8 in Rotationsrichtung des Laufrades 3 im Betrieb vorauseilt, konvex, während die Flügelsaugseite 35 konkav ist. Die Flügel 8 sind entgegen der Rotationsrichtung gekrümmt und/oder geneigt, insbesondere wenn man den Verlauf der Flügel 8 von radial innen (von der Vorderkante der Flügel 8 aus) nach radial außen (hin zur Hinterkante der Flügel 8) betrachtet.
In Fig. 2 ist in einer Ansicht von der Seite aus und in einem Schnitt an einer durch die Ventilatorachse 25 verlaufenden Ebene der Ventilator 1 mit Spiralgehäuse 2 gemäß Fig. 1 dargestellt. An der motorseitigen Hälfte 2b des Gehäuses 2 ist der Motor 10 mit seinem Stator 12 an entsprechenden Befestigungsvorrichtungen, die an der motorseitigen Hälfte 2b in einem Motortragbereich 30 integriert sind, befestigt. Das Laufrad 3, das vorteilhaft in Kunststoff-Spritzguss gefertigt ist, ist im Ausführungsbeispiel an seiner Bodenscheibe 7 am Rotor 11 des Antriebsmotors 10 befestigt. In der Praxis gibt es verschiedene Arten der Befestigung, bspw. durch Kleben oder durch Aufpressen mittels einer im Kunststofflaufrad eingegossenen Blechronde.
Im Ventilatorbetrieb tritt die geförderte Luft radial außen aus dem Laufrad 3 aus in den Hauptströmungskanal 21 des Spiralgehäuses 2, der bezüglich der Laufradachse 25 im Wesentlichen in Umfangsrichtung verläuft. Von einer engsten Stelle im Bereich einer Zunge verbreitert sich der Hauptströmungskanal 21 in seinem Verlauf in Umfangsrichtung, um den in Umfangsrichtung zunehmenden Luftstrom
aufzunehmen, hin zu einem Austritt 5 (Figur 1) aus dem Spiralgehäuse 2. Der Hauptströmungskanal 21 ist nach radial außen im Wesentlichen begrenzt durch eine von der äußeren Strömungskontur 37 definierte Innenkontur 4.
Nebengeordnet zum Hauptströmungskanal 21 ist ein Sekundärströmungskanal 22, der nicht strikt vom Hauptströmungskanal 21 zu trennen ist. Die Strömung im Sekundärströmungskanal 22 steuert eine Sekundärströmung, welche zwischen Einströmdüse 14 und Deckscheibe 9 des Laufrades 3 in das Laufrad 3 einströmt. Diese Sekundärströmung beeinflusst die Luftleistung, den Wirkungsgrad und die Schallemissionen des Ventilators wesentlich, weshalb die Gestaltung des Sekundärströmungsbereiches 22 sehr bedeutsam ist. Man erkennt in Fig. 2, dass der Sekundärströmungskanal 22 zu einem großen Teil von der Gestaltung des Zuströmbereichs 24 bzw. der erweiterten Einströmdüse 14, 24 definiert ist. So be- randet die Kontur der Wandung, welche außen die erweiterte Einströmdüse 14, 24 definiert, innen den Sekundärströmungsbereich 22. Es hat sich gezeigt, dass sowohl die zumindest im erweiterten Sinne rotationssymmetrische Gestaltung der erweiterten Einströmdüse 14, 24 als auch die relativ große radiale Erstreckung des Zuströmbereiches 24 und somit die resultierende, zumindest im erweiterten Sinne rotationssymmetrische und radial relativ große Erstreckung des Sekundärströmungsbereiches 22 auch vorteilhaft hinsichtlich der beschriebenen Sekundärströmung sind.
Zur Charakterisierung der radialen Erstreckung der Einströmdüse 14 bzw. des in Radialrichtung gesehen inneren Randes des Zuströmbereiches 24 sind in Fig. 2 als Maße noch die axiale Erstreckung LD 19 der erweiterten Einströmdüse 14,24 und die radiale Distanz DRD 20 zwischen der engsten, radial innersten Stelle der Kontur der Einströmdüse 14 und ihrem radial äußeren Ende bzw. dem radial inneren Rand des Zuströmbereichs 24 eingezeichnet. Die besagte radiale Distanz DRD 20 ist nicht größer als die axiale Erstreckung LD 19 der erweiterten Einströmdüse 14,24; spätestens an dieser radialen Stelle beginnt der Zuströmbereich 24.
Zur Charakterisierung der wichtigen radialen Erstreckung der erweiterten Einströmdüse 14, 24 bzw. der Zuströmfläche 24 sind in Fig. 2 zwei weitere Maße eingetragen, und zwar der Außendurchmesser DL 33 des Laufrades 3 an seiner
Deckscheibe 8 und ein äußerer Durchmesser Di der Zuströmfläche 24. Je nach Gestaltung der erweiterten Einströmdüse 14, 24 kann der Wert von Di über den Umfang variieren, in einem solchen Fall kann auch ein über den Umfang gemittelter Wert Di, mittei oder der minimale Wert Di ,min herangezogen werden. Vorteilhaft ist Di bzw. auch Di, mittei und auch Di.min größer als der Laufraddurchmesser DL an der Deckscheibe 9 des Laufrades 3. Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist Di, mittei > 1 ,05* DL.
Man erkennt in Fig. 2 weiter, dass die Innenkontur 4 des Spiralgehäuses an der motorseitigen Hälfte 2b radial innen von einer druckseitigen Übergangskontur 31 begrenzt ist, welche in den integrierten Motortragbereich 30 übergeht. An diesem Übergangsbereich 31 stellt die Innenkontur 4 etwa eine gedachte Fortsetzung der Bodenscheibe 7 des Laufrades 3 nach radial weiter außen dar, und zwischen dem radial äußeren Rand der Bodenscheibe 7 und dem inneren Rand der Spiralkontur 4 ist nur ein relativ kleiner Abstand. Die Innenkontur 4 des Spiralgehäuses an der düsenseitigen Hälfte 2b ist radial innen von der saugseitigen Übergangskontur 23 begrenzt ist, welche nach radial innen an den Übergangsbereich 6 grenzt, welche im weiteren Verlauf nach radial innen wiederum an die erweiterte Einströmdüse 14, 24 angrenzt.
Auch erkennt man, dass der Querschnitt des Hauptströmungskanals 21 im in der Ansicht unteren Bereich deutlich kleiner ist als im in der Ansicht oberen Bereich. Der Querschnitt des Hauptströmungskanals 21 erweitert sich in Umfangsrichtung, in Strömungsrichtung bzw. in Drehrichtung des Laufrads 3, von einem engsten Querschnitt im Bereich einer Zunge hin zum Auslass 5 (siehe Figur 1). Dahingegen ändert sich der Strömungsquerschnitt des Sekundärströmungskanals 22 über den Umfang gesehen eher weniger oder periodisch mit einem Periodizitätswinkel, in Umfangsrichtung um die Achse 25 gesehen, von <= 180°. Dies hängt direkt mit der zur Achse 25 symmetrischen Gestaltung der erweiterten Einströmdüse 14, 24 zusammen. Ein in Umfangsrichtung nur geringfügig, allenfalls periodisch sich ändernder Querschnitt eines Sekundärströmungskanals 22 wirkt sich vorteilhaft auf die Sekundärströmung, die zwischen Einströmdüse 14 und Deckscheibe 9 ins Laufrad 3 einströmt und somit auf Luftleistung, Wirkungsgrad und Akustik des Ventilators aus.
In Fig. 2 ist die axial kompakte Bauweise des Spiralgehäuses 2 und somit des Ventilators 1 gut zu erkennen. So steht die erweiterte Einströmdüse 14, 24 bzw. der Zuströmbereich 24 nicht axial über die äußere Kontur 37 des Spiralgehäuses 2 zur Führung der Hauptströmung über, d.h. die erweiterte Einströmdüse 14, 24 verursacht nicht die Notwendigkeit eines größeren axialen Bauraums als aufgrund der äußeren Kontur 37 des Spiralgehäuses 2 ohnehin nötig. Insbesondere beim Einsatz eines solchen Ventilators in Lüftungsgeräten bei der kontrollierten Wohnraumbelüftung ist eine solche kompakte Bauweise sehr vorteilhaft, auch um ggf. den Zuströmraum zwischen der erweiterten Einströmdüse 14, 24 und einer dazu beabstandeten Wand des Lüftungsgerätes zu maximieren und für gute Zuströmverhältnisse zu sorgen. Um dies zu erreichen, ist die axiale Höhe LD 19 der erweiterten Einströmdüse 14, 24 relativ niedrig, insbesondere im Betrag kleiner als 15% des äußeren Durchmessers DL 33 des Laufrades 3 an seiner Deckscheibe 9.
Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Lehre wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf den allgemeinen Teil der Beschreibung sowie auf die beigefügten Ansprüche verwiesen.
Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das voranstehend beschriebene Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Lehre lediglich zur Erörterung der beanspruchten Lehre dient, diese jedoch nicht auf das Ausführungsbeispiele einschränkt.
B e z u g s z e i c h e n l i s t e
Ventilator
Spiralgehäuse, Gehäuse a düsenseitige Hälfte des Spiralgehäuses/Gehäusesb Motorseitige Hälfte des Spiralgehäuses/Gehäuses Laufrad
Innenkontur/Spiralkontur
Auslass
Übergangsbereich Bodenscheibe des Laufrades Flügel des Laufrades Deckscheibe des Laufrads Motor
Rotor des Motors
Stator des Motors
Befestigung Laufrad-Motor Einströmdüse
Befestigungsflansch Verbindungsbereich a Bohrungen b Bohrungen
Versteifungselement, Versteifungsrippe
Axiale Höhe LD der erweiterten Einströmdüse Radiale Distanz zwischen engstem Querschnitt der Einlaufdüse und radial äußerem Ende der Einströmdüse bzw. radial innerem Ende der Zuströmfläche Hauptströmungskanal im Spiralgehäuse Sekundärströmungskanal im Spiralgehäuse Saugseitige Übergangskontur
Zuströmfläche
Ventilatorachse Integrierter Motortragbereich Druckseitige Übergangskontur Außendurchmessermaß Di der Zuströmfläche 24 Außendurchmesser des Laufrades 3 an der Deckscheibe 9 Flügelsaugseite Flügeldruckseite Äußere Kontur des Spiralgehäuses zur Führung der
Hauptströmung