Beschreibung
Titel
Kühler zum Kühlen einer Leistungselektronik
Stand der Technik
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kühler zum Kühlen einer Leistungselektronik. Des Weiteren zeigt die Erfindung eine Anordnung umfassend den Kühler samt der Leistungselektronik.
Leistungshalbleiter in einer Leistungselektronik führen hohe elektrische Ströme. Zusammen mit Schaltverlusten sind die daraus resultierenden Leitverluste ursächlich für eine hohe Verlustwärmeleistung, welche auf einer relativ kleinen Fläche abzuführen ist. Die maximal zulässige Halbleitertemperatur ist dabei versagenskritisch, weshalb eine Minimierung des thermischen Widerstands zwischen Halbleiter und Kühlmittel von zentraler Bedeutung ist. Zur effizienten Kühlung wird die hier betrachtete Leistungselektronik auf fluiddurchströmten Kühlern appliziert. In diesen Kühlern befinden sich üblicherweise Kühlrippenanordnungen, durch die das Fluid strömt.
Offenbarung der Erfindung
Der erfindungsgemäße Kühler ist insbesondere zum Kühlen einer Leistungselektronik ausgebildet. Diese Leistungselektronik weist einen oder mehrere Leistungshalbleiter auf, die üblicherweise in einem Substrat angeordnet sind. Der Kühler umfasst ein Gehäuse, das zum Aufsetzen der Leistungselektronik ausgebildet ist. Vorzugsweise ist das Gehäuse plattenförmig ausgestaltet, beispielsweise mit zwei Platten, welche zwischen sich einen Kühlkanal definieren, welcher von Kühlfluid durchströmt werden kann. Der Kühlkanal bildet einen Hohlraum. In diesem Hohlraum befindet sich eine Kühlrippenanordnung mit einer Vielzahl an Rippen. Der Kühlkanal sowie die Kühlrippenanordnung sind zum Durchleiten eines kühlenden Fluides ausgebildet.
Es wird insbesondere mit einem Fluid im flüssigen Aggregatszustand gekühlt. Die Kühlrippenanordnung ist so ausgebildet, dass sie entlang einer Längsachse mit dem Fluid durchströmbar ist. Senkrecht zu der Längsachse und somit auch senkrecht zur Strömungsrichtung ist eine Querachse definiert. Senkrecht zur Querachse und senkrecht zur Längsachse ist eine Hochachse definiert. Insbesondere erstreckt sich die Kühlrippenanordnung in Richtung der Längsachse und in Richtung der Querachse wesentlich weiter als in Richtung der Hochachse. Die Leistungselektronik ist entlang der Hochachse über oder unter der Kühlrippenanordnung positioniert. Entlang der Längsachse und zum Teil auch entlang der Querachse können mehrere Wärmequellen der Leistungselektronik, insbesondere mehrere der Leistungshalbleiter positioniert werden. Innerhalb des Kühlkanals des Gehäuses bzw. innerhalb der Kühlrippenanordnung ergibt sich entlang der Strömungsrichtung ein Druckabfall durch den Widerstand des durchströmenden Fluides an der Kühlrippenanordnung. Je höher der Wärmeübergangskoeffizient durch die Kühlrippenanordnung ist, desto höher ist im Regelfall auch der Druckabfall. Im Kühlsystem ist der maximal zulässige Druckabfall aufgrund der Pumpe für das Fluid begrenzt. Daher ist es notwendig, auch den Druckabfall im gesamten Kühler zu begrenzen, wodurch unter Umständen nicht der maximal mögliche Wärmeübergangskoeffizient ausgenutzt werden kann. Der erfindungsgemäße Kühler hat zum Vorteil, dass der Druckabfall im Kühler reduziert werden kann. Dies wird dadurch erreicht, dass die Kühlrippenanordnung zumindest einen Starkkühlungsbereich mit einem ersten Strömungswiderstand für das Fluid und zumindest einen Schwachkühlungsbereich mit einem zweiten Strömungswiderstand für das Fluid umfasst. Die Kühlrippenanordnung im Starkkühlungsbereich und im Schwachkühlungsbereich ist derart ausgebildet, dass der erste Strömungswiderstand höher ist als der zweite Strömungswiderstand. Besonders bevorzugt ist der erste Strömungswiderstand um zumindest 10% höher als der zweite Strömungswiderstand. Der zumindest eine Schwachkühlungsbereich mit dem zweiten Strömungswiderstand kann innerhalb des Kühlers bewusst an Stellen positioniert werden, an denen keine oder nur wenig Kühlung vonnöten ist. Insbesondere werden die Starkkühlungsbereiche möglichst nahe an den Leistungshalbleitern positioniert, wohingegen die Schwachkühlungsbereiche eher an den Rändern der Kühlrippenanordnung und/oder zwischen zwei Leistungshalbleitern positioniert werden. Dadurch wird erreicht, dass dem durchströmenden Fluid nur in bewusst ausgewählten, zur Kühlung notwendigen Starkkühlungsbereichen ein
entsprechend hoher Strömungswiderstand entgegengesetzt wird, der auch zu einem entsprechend hohen Wärmeübergangskoeffizienten führt. In Bereichen, in denen eine geringere oder keine Kühlung notwendig ist, also in den Schwachkühlungsbereichen, wird der Strömungswiderstand weitestgehend reduziert, so dass sich bei Gesamtbetrachtung der Kühlrippenanordnung ein möglichst geringer Strömungswiderstand bzw. ein an die thermischen Anforderungen angepasster Strömungswiderstand ergibt.
Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
Wie beschrieben, ist das Gehäuse vorzugsweise aus zwei Platten gebildet, welche zwischen sich den Kühlkanal definieren Die beiden Platten sind miteinander, insbesondere über eine Hartlotschicht, verbunden und bilden dabei den Kühlkanal zur Aufnahme der Kühlrippenanordnung. In diesen Kühlkanal führt vorzugsweise ein Zulauf und ein Ablauf für das Fluid.
Die Kühlrippenanordnung weist vorzugsweise zumindest zwei, weiter vorzugsweise zumindest drei, besonders vorzugsweise zumindest vier, der beschriebenen Schwachkühlungsbereiche auf. Diese Schwachkühlungsbereiche können gleich oder unterschiedlich ausgestaltet sein. Die Schwachkühlungsbereiche sind entlang der Längsachse verteilt und beabstandet, so dass zwischen den Schwachkühlungsbereichen sich vorzugsweise ein Starkkühlungsbereich befindet. Zusätzlich zu diesen, entlang der Längsachse hintereinander angeordneten Schwachkühlungsbereichen können auch entlang der Querachse ein oder mehrere Schwachkühlungsbereiche nebeneinander angeordnet werden.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Schwachkühlungsbereiche in Summe eine erste Fläche einnehmen und die Starkkühlungsbereiche in Summe eine zweite Fläche der Kühlrippenanordnung einnehmen, wobei die Flächen jeweils in der durch die Längsachse und Querachse aufgespannten Ebene definiert sind. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die erste Fläche zumindest 10%, insbesondere zumindest 20%, der Gesamtfläche der Kühlrippenanordnung einnimmt und gleichzeitig die zweite Fläche zumindest 10%, insbesondere zumindest 20%, der Gesamtfläche der Kühlrippenanordnung einnimmt.
In zumindest einem Starkkühlungsbereich stehen vorzugsweise die Rippen der Kühlrippenanordnung, gemessen quer zur Längsachse, enger als die Rippen in zumindest einem benachbarten Schwachkühlungsbereich. Der parallel zur Querachse gemessene Abstand zwischen zwei Rippen ist also im Starkkühlungsbereich kleiner als im Schwachkühlungsbereich, wodurch sich im Starkkühlungsbereich ein größerer Strömungswiderstand ergibt als im Schwachkühlungsbereich. Zusätzlich oder alternativ ist es möglich, dass in zumindest einem Schwachkühlungsbereich überhaupt keine Rippen ausgebildet sind.
Des Weiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass die Kühlrippenanordnung durch Umformen eines Blechs zu einem Turbulenzblech gefertigt ist. Dieses Turbulenzblech weist insbesondere eine Vielzahl an Rippenreihen auf. Die einzelne Rippenreihe erstreckt sich senkrecht zur Längsachse entlang der Querachse. Die einzelne Rippenreihe weist eine Vielzahl an Rippen auf. Insbesondere weist die Rippenreihe eine Wellenform auf. Durch diese Wellenform sind jeweils zwei benachbarte Rippen über einen Berg- oder Talabschnitt der Wellenform miteinander verbunden. Der Berg- oder Talabschnitt der Wellenform bzw. der Rippenreihe erstreckt sich insbesondere im Wesentlichen in einer durch die Längsachse und Querachse aufgespannten Ebene.
In dem Turbulenzblech ist vorzugsweise zumindest einer der Schwachkühlungsbereiche durch einen ausgeschnittenen Freiraum gebildet. Dieser Freiraum ist insbesondere ausgestanzt oder anderweitig ausgeschnitten. Insbesondere ist das Turbulenzblech zunächst ohne Freiraum gefertigt und nach der Fertigung des Turbolenzblechs werden die Freiräume an den gewünschten Stellen ausgeschnitten. Dadurch ergeben sich an den Freiräumen Bereiche ohne Rippen, die einen möglichst geringen Strömungswiderstand im Schwachkühlungsbereich bilden.
Der zumindest eine Schwachkühlungsbereich kann zum Lenken der Strömung verwendet werden, beispielsweise um die Strömung mit einer Richtungskomponente parallel zur Querachse zu lenken und/oder um die Strömung des Fluids auf einen stärker zu kühlenden Bereich zu fokussieren. Um solche eine Strömungslenkung zu erreichen, ist insbesondere vorgesehen, dass der oben beschriebene Freiraum im Turbulenzblech verjüngt ausgebildet ist.
Insbesondere verjüngt sich der Freiraum in Richtung der Strömungsrichtung, so dass das Fluid bewusst gelenkt und kanalisiert werden kann.
Die einzelnen Rippen der Kühlrippenanordnung sind, vorzugsweise zumindest im Starkkühlungsbereich, mit einem ersten Anstellwinkel zur Längsachse angestellt. Insbesondere sind die Rippen derart angestellt, um, gegenüber einem nicht angestellten Zustand, den Strömungswiderstand zu erhöhen und infolgedessen auch den Wärmeübergangskoeffizienten zu erhöhen.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Rippen im Starkkühlungsbereich mit einem Anstellwinkel zur Längsachse angestellt sind und die Rippen in zumindest einem benachbarten Schwachkühlungsbereich geringer angestellt sind oder gar nicht angestellt sind, also parallel zur Längsachse stehen.
Der einzelne Starkkühlungsbereich weist vorzugsweise mehrere hintereinander angeordnete Rippenreihen auf. Die Rippenreihen erstrecken sich, wie im Rahmen des Turbulenzblechs beschrieben, entlang der Querachse und liegen entlang der Längsachse unmittelbar aneinander an. Vorzugsweise sind die Rippen in benachbarten Rippenreihen mit unterschiedlichen Anstellungsrichtungen gegen die Längsachse angestellt, so dass beispielsweise die Rippen der einen Reihe mit 10° und die Rippen der nächsten Reihe mit -10° gegenüber der Längsachse angestellt sind. Durch dieses wechselseitige Anstellen der Rippen wird der Strömungswiderstand bewusst erhöht, um im Starkkühlungsbereich einen möglichst hohen Wärmeübergangskoeffizienten zu erreichen.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass in zumindest einem Starkkühlungsbereich die Rippen eine erste Länge aufweisen und die Rippen in zumindest einem benachbarten Schwachkühlungsbereich eine zweite Länge aufweisen. Die Länge der einzelnen Rippe wird dabei parallel zur Längsachse gemessen. Die zweite Länge ist vorzugsweise größer als die erste Länge. Die Rippen im Schwachkühlungsbereich sind dadurch länger ausgebildet als die Rippen im Starkkühlungsbereich und vorzugsweise ohne Anstellwinkel ausgebildet. Dies ist insbesondere in Kombination mit der oben beschriebenen wechselnden Anstellungsrichtung der einzelnen Rippenreihe von Interesse, da die relativ langen Rippen im Schwachkühlungsbereich einen relativ langen Abschnitt ohne
Wechsel des Anstellwinkels bilden und somit einen reduzierten Strömungswiderstand bereitstellen.
Die hier beschriebenen unterschiedlichen Ausgestaltungen zur bewussten Veränderung des Strömungswiderstandes im Schwachkühlungsbereich und im Starkkühlungsbereich können auch innerhalb einer Kühlrippenanordnung miteinander kombiniert werden. So kann beispielsweise ein Schwachkühlungsbereich in der Kühlrippenanordnung durch einen ausgeschnittenen Freiraum gebildet sein und ein anderer Schwachkühlungsbereich in derselben Kühlrippenanordnung durch Veränderung der Länge der Rippen oder durch Veränderung des Anstellwinkels erreicht werden.
Die Erfindung umfasst ferner eine Anordnung. Die Anordnung wiederum vereint den beschriebenen Kühler und die zugehörige Leistungselektronik mit zumindest einem Leistungshalbleiter. Wie beschrieben, ist die Leistungselektronik dabei auf dem Kühler angeordnet. Bei einer gedanklichen Projektion der Leistungshalbleiter entlang der Hochachse auf die Ebene der Kühlrippenanordnung lässt sich die Positionierung von Schwachkühlungsbereichen und Starkkühlungsbereichen relativ zu den Leistungshalbleitern betrachten. Es ist insbesondere vorgesehen, dass unmittelbar unter den Leistungshalbleitern ausschließlich Starkkühlungsbereiche gebildet sind und sich die Schwachkühlungsbereiche zwischen den Leistungshalbleitern befinden.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitende Zeichnung im Detail beschrieben. In der Zeichnung ist:
Figur 1 eine schematische Schnittansicht einer erfindungsgemäßen
Anordnung mit erfindungsgemäßem Kühler gemäß einem Ausführungsbeispiel,
Figur 2 eine schematische Draufsicht des erfindungsgemäßen Kühlers gemäß dem Ausführungsbeispiel,
Figur 3 eine Draufsicht auf eine Kühlrippenanordnung des erfindungsgemäßen Kühlers gemäß dem Ausführungsbeispiel,
Figur 4 eine erste Detailansicht der Kühlrippenanordnung aus Figur 3, und
Figur 5 eine zweite Detailansicht der Kühlrippenanordnung aus Figur 3.
Ausführungsform der Erfindung
Im Folgenden wird eine Anordnung 100 mit einem Kühler 1 anhand der Figuren 1 bis 5 im Detail beschrieben. Die Anordnung 100 umfasst gemäß der schematischen Schnittansicht in Figur 1 eine Leistungselektronik 101 , die auf dem Kühler 1 sitzt. Die Leistungselektronik 101 umfasst einen oder mehrere Leistungshalbleiter 102, die hier als primäre Wärmequellen betrachtet werden.
Ferner zeigt Figur 1 , dass der Kühler 1 plattenförmig ausgebildet ist, mit zwei miteinander verbundenen und parallel angeordneten Kühlplatten 3, 4 (die ein Gehäuse 2 bilden), zwischen welchen sich ein Kühlkanal 6 befindet. Die beiden Kühlplatten 3, 4 sind über eine Lotschicht 5 miteinander verbunden.
In dem Kühlkanal 6 befindet sich eine Kühlrippenanordnung 7, die ebenfalls über die Lotschicht 5 mit dem Gehäuse 2 verbunden sein kann.
Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf den Kühler 1. Die obere Kühlplatte 3 ist der Übersichtlichkeit halber ausgeblendet, so dass die untere Kühlplatte 4 mit darin aufgenommener Kühlrippenanordnung 7 zu sehen ist.
Gemäß den Figuren 1 bis 5 sind am Kühler 1 eine Längsachse 30, eine Querachse 31 und eine Hochachse 32 definiert. Die drei Achsen 30, 31 und 32 stehen jeweils senkrecht zueinander.
Das Gehäuse 2 ist zum Durchleiten eines kühlenden Fluides entlang einer Strömungsrichtung 34 ausgebildet. Bei der Strömungsrichtung 34, die sich parallel zur Längsachse 30 erstreckt, handelt es sich um die Hauptströmungsrichtung vom gehäuseseitigen Einlass zum gehäuseseitigen
Auslass des Fluides. Innerhalb der Kühlrippenanordnung 7 kann das Fluid auch mit einer zur Querachse 31 parallelen Richtungskomponente fließen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Kühlrippenanordnung 7 durch ein umgeformtes Blech gebildet und kann auch als Turbulenzblech bezeichnet werden. Die Kühlrippenanordnung 7 setzt sich aus einer Vielzahl an Rippenreihen 8 zusammen. Jede Rippenreihe 8 erstreckt sich entlang der Querachse 31. Entlang der Längsachse 30 hintereinander sind die Vielzahl an Rippenreihen 8 unmittelbar aneinander angrenzend angeordnet. Figur 4 zeigt in einer Detailansicht 3 diese Rippenreihen 8. Die einzelne Rippenreihe 8 ist dabei wellenförmig, wobei jeweils zwei benachbarte Rippen 9 durch einen Berg- oder Talabschnitt 10 der Wellenform miteinander verbunden sind. Parallel zur Querachse 31 ergibt sich dabei ein Abstand 11 zwischen zwei benachbarten Rippen 9. Die einzelne Rippe 9 erstreckt sich parallel zur Längsachse 30 über eine erste Länge 12.
Die Detailansicht in Figur 5 zeigt, dass die Rippen 9 mit einem Anstellwinkel 14 gegenüber der Längsachse 30 geneigt sein können.
Figur 2 verdeutlicht rein schematisch die Positionierung und Ausgestaltung von Schwachkühlungsbereichen 21. Diese Schwachkühlungsbereiche 21 der Kühlrippenanordnung 7 sind von Starkkühlungsbereichen 20 der Kühlrippenanordnung 7 umgeben. Entlang der Längsachse 3, also entlang der Strömungsrichtung 34, sind mehrere dieser Schwachkühlungsbereiche 31 in verschiedenen Formen und Größen in die Kühlrippenanordnung 7 integriert. In den Schwachkühlungsbereichen 31 wird dem durchströmenden Fluid ein geringerer Strömungswiderstand entgegengesetzt als in den Starkkühlungsbereichen 20. Dadurch ergibt sich, dass in den Starkkühlungsbereichen 20 ein höherer Wärmeübergangskoeffizient möglich ist. Dementsprechend befinden sich unterhalb der Leistungshalbleiter 102 vorzugsweise Starkkühlungsbereiche 20, wohingegen die Schwachkühlungsbereiche 21 zwischen den Leistungshalbleitern 102 angeordnet sind.
Figur 2 verdeutlicht schematisch zwei dreieckige Schwachkühlungsbereiche 21, die entlang der Strömungsrichtung 35 verjüngt ausgebildet sind, um das Fluid entsprechend zu lenken oder zu kanalisieren.
Wie im allgemeinen Teil bereits beschrieben, kann zur Bildung der Schwachkühlungsbereiche 21 ein Freiraum in der Kühlrippenanordnung 7 ausgeschnitten werden. Zusätzlich oder alternativ ist es auch möglich, im Schwachkühlungsbereich 21 die Länge der Rippen 9 länger auszubilden, als in den Starkkühlungsbereichen 20. Beispielhaft zeigt Figur 3 zwei Schwachkühlungsbereiche 21 , die sich über die gesamte Breite (entlang der Querachse 31) der Kühlrippenanordnung 7 erstrecken. In diesen beiden Schwachkühlungsbereichen 21 gemäß Figur 3 sind die Rippen 9 mit einer zweiten Länge 13 ausgebildet, die länger ist als eine erste Länge 12 der Rippen 9 in den drei Starkkühlungsbereichen 20.
Anhand der Figuren 4 und 5 wurde bereits der Anstellwinkel 14 erläutert. Dieser Anstellwinkel 14 kann vorzugsweise in den Schwachkühlungsbereichen 21 geringer ausfallen oder gleich Null sein, um in den Schwachkühlungsbereichen 21 einen geringeren Strömungswiderstand zu erzeugen, als in den umliegenden Starkkühlungsbereichen 20.