-
Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit einem einen Spülraum bereitstellenden Spülbehälter, der zur Beschickung mit Spülgut eine Beschickungsöffnung aufweist, die mittels einer verschwenkbar gelagerten Spülraumtür, insbesondere fluiddicht, verschließbar ist, und mit einer Dosiereinrichtung, die eine Prozesschemikalie in einer für eine Mehrzahl von Reinigungsvorgängen ausreichenden Menge beherbergt, wobei die Dosiereinrichtung ein erstes Dosiergerät für eine schüttfähige Prozesschemikalie und ein zweites Dosiergerät für eine flüssige Prozesschemikalie aufweist.
-
Geschirrspülmaschinen der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik an sich gut bekannt, weshalb es eines gesonderten druckschriftlichen Nachweises an dieser Stelle nicht bedarf. Es sei deshalb auch nur beispielhaft auf die
DE 10 2014 115 512 A1 verwiesen.
-
Eine gattungsgemäße Geschirrspülmaschine verfügt über einen Spülbehälter, der einen Spülraum bereitstellt. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall dient der Spülbehälter der Aufnahme von zu reinigendem Spülgut, bei welchem es sich insbesondere um Geschirr und/oder Besteck handeln kann.
-
Zur Beschickung des Spülbehälters mit zu reinigendem Spülgut verfügt der Spülbehälter über eine Beschickungsöffnung. Diese ist mittels einer verschwenkbar gelagerten Spülraumtür fluiddicht verschließbar.
-
Zur Beaufschlagung von zu reinigendem Spülgut mit Spülflüssigkeit, der sogenannten Spülflotte, verfügt die Geschirrspülmaschine im Inneren des Spülbehälters über eine Sprüheinrichtung. Diese Sprüheinrichtung stellt typischerweise verdrehbar gelagerte Sprüharme zur Verfügung, wobei in der Regel zwei oder drei solcher Sprüharme vorgesehen sind. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall erfolgt eine Beaufschlagung des zu reinigenden Spülguts mit Spülflotte mittels sich drehender Sprüharme.
-
Zur Erzielung eines optimierten Spül- bzw. Reinigungsergebnisses finden in aller Regel Prozesschemikalien Verwendung, die dem Spülraum während eines Reinigungsvorgangs zugeführt werden. Bei solchen Prozesschemikalien handelt es sich insbesondere um Reinigungsmittel und/oder um Klarspüler, die dem Spülraum programmgesteuert zugeführt werden.
-
Zur Bevorratung einer schüttfähigen Prozesschemikalie in einer Menge, die für eine Mehrzahl von aufeinander nachfolgenden Reinigungsvorgängen ausreichend ist, offenbart die schon vorgenannte
DE 10 2014 115 512 A1 eine Dosiereinrichtung, die auswechselbar einen mit Reinigungsmittel bestückten Vorratsbehälter aufnimmt. Diese vorbekannte Dosiereinrichtung ist in die Spülraumtür integriert und gibt im Dosierfall die von ihr beherbergte Prozesschemikalie portionsweise durch eine von der Spülraumtür bereitgestellte Auslassöffnung hindurch ab.
-
Gemäß der
DE 20 2014 115 512 A1 verfügt die hier offenbarte Geschirrspülmaschine ferner über ein sogenanntes Kombinationsdosiergerät. Dieses ist gleichfalls in der Spülraumtür verbaut und dient unter anderem der Bevorratung einer flüssigen Prozesschemikalie, insbesondere eines Klarspülers. Dieser wird im Dosierfall über eine entsprechende vom Kombinationsgerät bereitgestellte Auslassöffnung abgegeben.
-
Obgleich sich die vorbekannten Konstruktionen im alltäglichen Praxiseinsatz bewährt hat, besteht Verbesserungsbedarf, insbesondere hinsichtlich einer vereinfachten Ausgestaltung und Bedienung der Geschirrspülmaschine. Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung, eine Geschirrspülmaschine der gattungsgemäßen Art konstruktiv dahingehend weiterzuentwickeln, dass bei einem gleichzeitig vereinfachten Aufbau eine vereinfachte Bedienung der Geschirrspülmaschine durch einen Verwender ermöglicht ist.
-
Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Geschirrspülmaschine der eingangs genannten Art vorgeschlagen, die sich dadurch auszeichnet, dass das erste Dosiergerät und das zweite Dosiergerät für ein portionsweises Einbringen einer jeweiligen Prozesschemikalie in den Spülraum an eine gemeinsame und in den Spülraum mündende Dosieröffnung strömungstechnisch angeschlossen sind.
-
Mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung wird eine Dosiereinrichtung vorgeschlagen, die ein erstes Dosiergerät für eine schüttfähige Prozesschemikalie einerseits und ein zweites Dosiergerät für eine flüssige Prozesschemikalie andererseits aufweist, wobei beide Dosiergeräte über ein und dieselbe Dosieröffnung in strömungstechnischer Verbindung mit dem vom Spülbehälter bereitgestellten Spülraum stehen. Im Dosierfall gelangt mithin entweder die schüttfähige Prozesschemikalie aus dem ersten Dosiergerät oder die flüssige Prozesschemikalie aus dem zweiten Dosiergerät über die gemeinsame Dosieröffnung portionsweise in den Spülraum. Es ist insofern in Abkehr zum Stand der Technik nicht zwischen einer Auslassöffnung für die schüttfähige Prozesschemikalie einerseits und einer Auslassöffnung für die flüssige Prozesschemikalie andererseits unterschieden. Damit ergibt sich im Ergebnis ein vereinfachter Aufbau der Geschirrspülmaschine. Dies auch deshalb, weil die beiden Dosiergeräte zu einer Dosiereinrichtung miteinander kombiniert und nicht mehr voneinander separiert sind. Dies erbringt in vorteilhafter Weise einen insgesamt kompakten und platzsparenden Gesamtaufbau.
-
Es ist mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung zudem eine vereinfachte Bedienung durch den Verwender ermöglicht. Denn dieser hat für eine ordnungsgemäße Bestückung der Geschirrspülmaschine mit Prozesschemikalien nur noch eine Dosiereinrichtung zu bedienen. Die Dosiergeräte sind im Unterschied zum Stand der Technik nicht mehr voneinander separiert, sondern in einer gemeinsamen Dosiereinrichtung untergebracht, was einerseits die verwenderseitige Übersicht fördert und andererseits den Zugriff auf die Dosiergeräte vereinfacht.
-
Gemäß einer ersten alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Spülraumtür die Dosiereinrichtung beherbergt, wobei die Dosieröffnung von der Spülraumtür bereitgestellt ist. Gemäß dieser Ausführungsform ist die Dosiereinrichtung von der Spülraumtür bereitgestellt. Die Spülraumtür beherbergt mithin sowohl das erste als auch das zweite Dosiergerät. Die mit diesen beiden Dosiergeräten erfindungsgemäß gleichermaßen zusammenwirkende Dosieröffnung ist in diesem Fall gleichfalls von der Spülraumtür bereitgestellt.
-
Dabei ist in diesem Zusammenhang gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die Dosieröffnung von einem vorzugsweise verschwenkbar an der Spülraumtür angeordneten Spritzschutz abgedeckt ist. Dieser Spritzschutz bewirkt, dass im bestimmungsgemäßen Reinigungsfall von einer Sprüheinrichtung der Geschirrspülmaschine abgegebene Spülflotte nicht ungehindert über die Dosieröffnung in die Dosiereinrichtung eindringen kann. Der Spritzschutz lässt vielmehr nur einen Dosierspalt übrig, durch den hindurch im Dosierfall eine Einschleusung von Prozesschemikalien in den Spülraum stattfindet. Dabei ist der Spritzschutz vorzugsweise verschwenkbar an der Spülraumtür angeordnet, so dass auch schüttfähige Prozesschemikalien in Form von Tabs oder Pouches in bestimmungsgemäßer Weise ausgeschleust werden können, auch wenn diese in ihren geometrischen Abmessungen größer als der Dosierspalt in unverschwenkter Stellung des Spritzschutzes sind.
-
Gemäß einer zweiten alternativen Ausführungsform der Erfindung ist eine in Maschinenhöhenrichtung oberhalb des Spülbehälters angeordnete Schubladeneinrichtung vorgesehen, die ein verfahrbar ausgebildetes Schubladenelement aufweist, das aus einer Gebrauchsstellung in eine Nichtgebrauchsstellung und umgekehrt überführbar ist, wobei das Schubladenelement die Dosiereinrichtung bereitstellt.
-
Gemäß dieser Ausführungsvariante verfügt die Geschirrspülmaschine über eine Schubladeneinrichtung. Diese Schubladeneinrichtung ist insbesondere außerhalb des Spülbehälters, nämlich in Höhenrichtung der Geschirrspülmaschine oberhalb des Spülbehälters angeordnet. Sofern also die Geschirrspülmaschine in eine Küchenzeile samt Arbeitsplatte integriert ist, befindet sich die geschirrspülmaschinenseitige Schubladeneinrichtung in einem Spaltraum zwischen Spülbehälter und Arbeitsplatte.
-
Die Schubladeneinrichtung weist ein Schubladenelement auf. Dieses Schubladenelement ist verfahrbar ausgebildet. Aufgrund dessen kann es aus einer Gebrauchsstellung in eine Nichtgebrauchsstellung und umgekehrt überführt werden. Dabei befindet sich das Schubladenelement in Gebrauchsstellung in seiner in die Schubladeneinrichtung eingefahrenen Position. In dieser Position steht das Schubladenelement frontseitig des Spülbehälters über den Spülbehälter hinaus nicht vor. In der Nichtgebrauchsstellung ist das Schubladenelement indes aus der Schubladeneinrichtung hinaus vorgezogen, womit es frontseitig des Spülbehälters über diesen hinaus vorsteht. Es kann, etwa um aus gestalterischen Gründen ein einheitliches Erscheinungsbild zu schaffen, vorgesehen sein, dass das Schubladenelement von der Spülraumtür oder einer frontseitig an der Spülraumtür angebrachten Frontplatte frontseitig abgedeckt ist, wenn sich das Schubladenelement in der Gebrauchsstellung befindet. Eine Überführung des Schubladenelements aus der Gebrauchsstellung in eine Nichtgebrauchsstellung ist mithin nur bei zumindest teilweise geöffneter Spülraumtür möglich. Alternativ kann aber auch vorgesehen sein, dass das Schubladenelement durch die Spülraumtür oder einer frontseitig an der Spülraumtür angebrachten Frontplatte auch bei geschlossener Spülraumtür frontseitig nicht abgedeckt ist und eine Betätigung des Schubladenelement somit auch bei geschlossener Spülraumtür möglich ist.
-
In Abkehr zum Stand der Technik ist die zur Bereitstellung einer Prozesschemikalie vorgesehene Dosiereinrichtung bei dieser Ausgestaltung der Erfindung nicht in die Spülraumtür integriert. Die Dosiereinrichtung ist vielmehr von dem Schubladenelement der in Maschinenhöhenrichtung oberhalb des Spülbehälters angeordneten Schubladeneinrichtung, und insbesondere außerhalb des Spülbehälters, bereitgestellt. Die Unterbringung der Dosiereinrichtung in einem Schubladenelement ist indes dadurch ermöglicht, dass die beiden von der Dosiereinrichtung bereitgestellten Dosiergeräte erfindungsgemäß ein und derselben Dosieröffnung zugeordnet sind, womit in schon vorbeschriebener Weise eine insgesamt kompakte und damit platzsparende Konstruktion gegeben ist.
-
Die Positionierung der Dosiereinrichtung in Maschinenhöhenrichtung oberhalb des Spülbehälters erbringt in vorteilhafter Weise für einen Verwender eine vereinfachte Bedienung der Geschirrspülmaschine. Insbesondere ist es verwenderseitig nicht erforderlich, sich für ein Erreichen der Dosiereinrichtung bücken zu müssen, was bei einer Bereitstellung der Dosiereinrichtung durch die Spülraumtür erforderlich ist, weil eine bestimmungsgemäße Zugänglichkeit der von einer Spülraumtür bereitgestellten Dosiereinrichtung nur bei geöffneter Spülraumtür möglich ist. Es ist indes eine Zugänglichkeit der Dosiereinrichtung in einfacher Weise dadurch gestattet, dass das die Dosiereinrichtung beherbergende Schubladenelement aus der Schubladeneinrichtung herausverfahren und in eine Nichtgebrauchsstellung überführt wird. Da die Schubladeneinrichtung in Maschinenhöhenrichtung oberhalb des Spülbehälters angeordnet ist, ist in einfacher Weise verwenderseitig ein Zugriff auf die Dosiereinrichtung von oben möglich, und dies, ohne sich dafür bücken zu müssen. Darüber hinaus ist auch in vereinfachter Weise eine Bestückung der Dosiereinrichtung mit einer Prozesschemikalie ermöglicht, da eine unter Umständen notwendige Vorbereitung der Prozesschemikalie durch den Verwender, wie z. B. eine Entpackung der Prozesschemikalie aus der Lieferverpackung auf der Arbeitsplatte direkt oberhalb des sich in Nichtgebrauchsstellung befindlichen Schubladenelements stattfinden kann. Eine Überführung der verwenderseitig für eine bestimmungsgemäße Bestückung der Dosiereinrichtung vorbereiteten Prozesschemikalie in die Dosiereinrichtung kann so in einfacher Weise vorgenommen werden, und zwar für einen Verwender aufrechtstehend, mithin ohne sich für ein Erreichen der Dosiereinrichtung bücken zu müssen.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der zweiten alternativen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Spülbehälter die mit der Dosiereinrichtung zusammenwirkende Dosieröffnung aufweist. Durch diese vom Spülbehälter, insbesondere der Deckenseite des Spülbehälters, bereitgestellte, bereitgestellte Dosieröffnung findet im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall ein Eindosieren der von der der Dosiereinrichtung bereitgestellten Prozesschemikalien in den vom Spülbehälter bereitgestellten Spülraum statt. Die im Dosierfall von der Dosiereinrichtung abgegebenen Prozesschemikalien können mithin durch die Dosieröffnung hindurch direkt in den vom Spülbehälter bereitgestellten Spülraum überführt werden. Eine solche Überführung findet unter Ausnutzung der Schwerkraft statt, was in vorteilhafter Weise deshalb gestattet ist, weil das die Dosiereinrichtung beherbergende Schubladenelement in Maschinenhöhenrichtung oberhalb des Spülbehälters angeordnet ist.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass das erste Dosiergerät für eine schüttfähige Prozesschemikalie ein ringförmiges Vorratsmagazin aufweist, das verdrehbar ausgebildet ist. Dieses Vorratsmagazin dient der Bevorratung der schüttfähigen Prozesschemikalie. Dabei wird im Dosierfall dem Vorratsmagazin die Prozesschemikalie entnommen, und zwar vorzugsweise portionsweise. Um dies zu ermöglichen, ist das Vorratsmagazin verdrehbar ausgebildet, so dass es aus einer Nichtdosierstellung in eine Dosierstellung überführt werden kann und umgekehrt. Es ist so ein automatischer Betrieb in einfacher Weise möglich.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass das Vorratsmagazin eine Mehrzahl vom Kompartments zur jeweils portionsweisen Bereitstellung einer schüttfähigen Prozesschemikalie aufweist. Dabei kann ein Kompartment sowohl herstellerseitig bereits vorportioniertes Reinigungsmittel in Form von beispielsweise Tabs oder Pouches beinhalten, als auch pulver- oder granulatförmiges Reinigungsmittel, das verwenderseitig portioniert und auf die einzelnen Kompartments des Vorratsmagazins aufgeteilt ist. Auch ist es natürlich möglich, dass das Vorratsmagazin bzw. dessen Kompartments bereits herstellerseitig vorbestückt sind, so dass durch einen einfachen Austausch ein entleertes Vorratsmagazin durch ein befülltes Vorratsmagazin ausgewechselt werden kann.
-
Bei einer Unterbringung der Dosiereinrichtung in der Spülraumtür entsprechend der ersten Ausgestaltung der Erfindung ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die Kompartments nach radial außen offen ausgebildet sind. Im bestimmungsgemäßen Dosierfall verlässt eine von einem Kompartment portionsweise bereitgestellte Prozesschemikalie das Kompartment über diese radial ausgebildete Öffnung. Denn im Dosierfall ist die die Dosiereinrichtung beherbergende Spülraumtür in ihre Verschlussstellung überführt, ist mithin in Maschinenhöhenrichtung ausgerichtet. In dieser Stellung der Spülraumtür wirkt die Schwerkraft in radialer Richtung des ringförmig ausgebildeten Vorratsmagazins, weshalb die einzelnen Kompartments nach radial außen offen ausgebildet sind, so dass eine bestimmungsgemäße Ausschleusung der davon beherbergten Prozesschemikalie ermöglicht bzw. vereinfacht ist.
-
Im Falle der Unterbringung der Dosiereinrichtung in einem oberhalb des Spülbehälters der Geschirrspülmaschine angeordneten Schubladenelements entsprechend der zweiten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kompartments bodenfrei ausgebildet sind. Die bodenfreie Ausgestaltung eines Kompartments gestattet es in einfacher Weise, eine von einem Kompartment beherbergte Prozesschemikalie in bestimmungsgemäßer Weise in den vom Spülbehälter bereitgestellten Spülraum zu entlassen. Das Vorratsmagazin ist zu diesem Zweck lediglich in seine entsprechende Dosierstellung zu überführen, in der das betroffene Kompartment oberhalb der Dosieröffnung positioniert ist. Da das Kompartment selbst bodenfrei ausgebildet ist, kann die davon beherbergte Prozesschemikalie der Schwerkraft folgend das Kompartment nach unten durch die bodenfreie Ausgestaltung hindurch verlassen, so dass es alsdann durch die geöffnete Dosieröffnung hindurch in den Spülraum gelangt. Es ist so eine denkbar einfache Ausgestaltung gegeben, die eine bestimmungsgemäße Eindosierung einer Prozesschemikalie in den Spülbehälter gestattet, wobei eine robuste und somit in vorteilhafter Weise langlebige Konstruktion gegeben ist.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass in Umfangsrichtung benachbarte Kompartments mittels einer radial verlaufenden Trennwand voneinander separiert sind. Die einzelnen von dem Vorratsmagazin bereitgestellten Kompartments sind mithin durch entsprechende Trennwände voneinander separiert, wobei diese Trennwände in radialer Richtung verlaufen
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass das erste Dosiergerät für eine schüttfähige Prozesschemikalie eine mit dem Vorratsmagazin zusammenwirkende Motor-Getriebe-Anordnung aufweist. Mittels dieser Motor-Getriebe-Anordnung kann ein automatisches Verdrehen des Vorratsmagazins stattfinden, und zwar aus einer Dosierstellung in eine Nichtdosierstellung und umgekehrt.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass das Vorratsmagazin mit einer Positionierhilfe ausgerüstet ist. Diese Positionierhilfe gestattet es im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall, dass das Vorratsmagazin positionsrichtig ausgerichtet ist, und zwar sowohl im Dosierfall als auch im Nichtdosierfall. In vorteilhafter Weise ist so insbesondere im Dosierfall sichergestellt, dass das die einzudosierende Prozesschemikalie bereitstellende Kompartment des Vorratsmagazins positionsrichtig ausgerichtet ist. Eine bestimmungsgemäße Eindosierung der Prozesschemikalie in den Spülbehälter ist so sicher gewährleistet.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist in diesem Zusammenhang vorgesehen, dass die Positionierhilfe eine mit einem in Relation zur Dosieröffnung des Spülbehälters ortsfesten Taster zusammenwirkende Positionierkulisse aufweist. Es sind mithin ein ortsfester Taster einerseits sowie eine damit zusammenwirkende Positionierkulisse andererseits vorgesehen. Dabei ist der Taster in Relation zur Dosieröffnung ortsfest ausgebildet. Die mit dem Taster zusammenwirkende Positionierkulisse wird vom Vorratsmagazin bereitgestellt. Im Verdrehfall des Vorratsmagazins wirkt der Taster mit der vom Vorratsmagazin bereitgestellten Positionierkulisse zusammen, womit ein positionsrichtiges Ausrichten des Vorratsmagazins insbesondere im Dosierfall ermöglicht ist. Damit ist eine fluchtende Übereinanderordnung eines vom Vorratsmagazin bereitgestellten Kompartments mit der Dosieröffnung oder einem in die Dosieröffnung mündenden Ausschleusungskanal in sicherer Weise ermöglicht.
-
Die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine weist in an sich bekannter Weise vorzugsweise mehrere im Spülbehälter angeordnete Spülgutträger, insbesondere Spülkörbe, z.B. Unterkorb, Oberkorb und Besteckschublade, auf, die im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall der Aufnahme von zu reinigendem Spülgut dienen. Diese sind im Spülbehälter in Maschinenhöhenrichtung übereinander angeordnet und können jeweils aus dem Spülbehälter herausgefahren und in ihn hineinverfahren werden. Bei dem in Maschinenhöhenrichtung obersten der Spülgutträger kann es sich insbesondere um eine Besteckschublade handeln, die insbesondere der liegenden Aufnahme und Halterung von Besteck dient. Der vorzugsweise als Besteckschublade ausgebildete, in Höhenrichtung des Spülbehälters oberste Spülgutträger ist gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem Auffang ausgerüstet. Dieser ist innerhalb der Spülgutträgerebene so positioniert, dass er in Schwerkraftrichtung unmittelbar unter der an der Decke des Spülbehälters angeordneten Dosieröffnung angeordnet ist, insbesondere fluchtend zu der darüber liegenden Dosieröffnung. Die portionsweise durch die Dosieröffnung in den Spülbehälter abgegebene Prozesschemikalie, etwa ein Tab, gelangt somit der Schwerkraft folgend in den Auffang des Spülgutträgers und wird dort positionssicher gehalten. Vorzugsweise weist der Auffang Seitenwände und eine vorzugsweise trichterartig ausgebildete Bodenwanne auf, welche bis auf eine Öffnung im Bodenbereich geschlossen ausgebildet sind. Der Auffang stellt mit seinen Seitenwänden und der Bodenwanne somit ein Auflösebehältnis bereit. Da die Öffnung in der Bodenwanne klein gegenüber der Bodenwannenfläche ist, kann sich von den Sprüheinrichtungen abgegebene Spülflotte im Auffangbehältnis sammeln und ein Tab sich darin auflösen. Die Spülflotte kann aus der Öffnung in der Bodenwanne abfließen.
-
Gemäß einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Vorratsmagazin keine Kompartments wie zuvor beschrieben bereitstellt, sondern einen einen Volumenraum bereitstellenden Behälter aufweist. Dieser Behälter ist gleichfalls ringförmig ausgebildet, womit ein kompartmentfreier, ringförmiger Volumenraum gegeben ist. Dieser Volumenraum dient insbesondere der Aufnahme einer pulverförmigen oder granulatförmigen Prozesschemikalie. Zum Verschluss des Behälters ist eine Schutzfolie oder ein vorzugsweise verschwenkbar am Behälter angeordneter Deckel vorgesehen.
-
Die Ausführungsform der Schutzfolie ist insbesondere dann bevorzugt, wenn eine Einmalverwendung des so ausgebildeten Vorratsmagazins vorgesehen ist. Eine solche Einmalverwendung ist insbesondere bei einem herstellerseitig mit einer Prozesschemikalie vorbestückten Volumenraum vorgesehen. Alternativ kann eine Wiederauffüllung des Vorratsmagazins durch einen Verwender ermöglicht sein, in welchem Fall zum Abschluss des Behälters keine Schutzfolie, sondern etwa ein, beispielsweise verschwenkbar, am Behälter angeordneter Deckel vorgesehen sein kann..
-
Alle vorbeschriebenen Ausführungsformen haben indes gemein, dass die zur Aufbewahrung und Bevorratung einer schüttfähigen Prozesschemikalie vorgesehene Vorratseinrichtung ringförmig ausgebildet ist.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass das zweite Dosiergerät für die zweite, insbesondere flüssige, Prozesschemikalie einen Vorratstank aufweise. Vorzugsweise weist das zweite Dosiergerät darüber hinaus eine mit dem Vorratstank in strömungstechnischer Verbindung stehende Dosierkammer auf.
-
Das Dosiergerät für die flüssige Prozesschemikalie verfügt über einen Vorratstank. Dieser Vorratstank beherbergt die flüssige Prozesschemikalie, und zwar vorzugsweise in einer Menge, die für eine Mehrzahl von aufeinander nachfolgenden Reinigungsprogrammen ausreichend ist. Bei der Prozesschemikalie kann es sich beispielsweise um einen Klarspüler handeln.
-
Das Dosiergerät für die flüssige Prozesschemikalie verfügt zudem über eine Dosierkammer. Diese Dosierkammer steht in strömungstechnischer Verbindung mit dem Vorratstank. Im bestimmungsgemäßen Dosierfall wird aus dem Vorratstank die flüssige Prozesschemikalie in Richtung der Dosierkammer abgegeben. Dabei dient die Dosierkammer dazu, die Menge an gewünschter Prozesschemikalie zu dosieren. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall wird mithin die Dosierkammer aus dem Vorratstank befüllt. Alsdann kann die mittels der Dosierkammer portionierte Prozesschemikalie in den Spülraum überführt werden. Je nach Menge an gewünschter Prozesschemikalie kann die Dosierkammer auch mehrfach aus dem Vorratstank befüllt werden. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Dosierkammer ein Fassungsvermögen von 1 ml aufweist. Sofern nun programmgesteuert 3 ml an flüssiger Prozesschemikalie benötigt werden, erfolgt ein dreimaliges Befüllen der Dosierkammer aus dem Vorratstank. Im Ergebnis werden so die gewünschten 3 ml an flüssiger Prozesschemikalie in den Spülbehälter eingeschleust.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Dosierkammer eine mit der Dosieröffnung in Wirkverbindung stehende Auslassöffnung bereitstellt. Über diese Auslassöffnung wird im Dosierfall aus der Dosierkammer die flüssige Prozesschemikalie abgegeben und über die Dosieröffnung des Spülbehälters in den Spülraum eingeleitet. Die Prozesschemikalie passiert mithin im Dosierfall sowohl die Auslassöffnung der Dosierkammer als auch die Dosieröffnung des Spülbehälters.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ein Dosierventil vorgesehen, das aus einer ersten Dosierstellung in eine zweite Dosierstellung und umgekehrt überführbar ist, wobei in der ersten Dosierstellung die strömungstechnische Verbindung zwischen dem Vorratstank und der Dosierkammer geöffnet und die Auslassöffnung geschlossen ist und wobei in der zweiten Dosierstellung die strömungstechnische Verbindung zwischen dem Vorratstank und der Dosierkammer geschlossen und die Auslassöffnung geöffnet ist.
-
Gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verfügt das zweite Dosiergerät für die flüssige Prozesschemikalie über ein Dosierventil. Mittels dieses Dosierventils erfolgt im bestimmungsgemäßen Dosierfall ein portioniertes Einbringen der flüssigen Prozesschemikalie in den Spülraum. Das Dosierventil ist zu diesem Zweck aus einer ersten Dosierstellung in eine zweite Dosierstellung und umgekehrt überführbar.
-
In der ersten Dosierstellung des Dosierventils ist die strömungstechnische Verbindung zwischen dem Vorratstank und der Dosierkammer geöffnet. Es kann mithin die flüssige Prozesschemikalie aus dem Vorratstank in die Dosierkammer überführt werden. In dieser Dosierstellung ist die Auslassöffnung geschlossen. Ein Überführen der in die Dosierkammer eingebrachten flüssigen Prozesschemikalie in den Spülraum ist in der ersten Dosierstellung des Dosierventils also nicht möglich. In dieser Stellung des Dosierventils findet lediglich eine Portionierung der flüssigen Prozesschemikalie statt, indem dem Vorratstank die flüssige Prozesschemikalie bis zu einer vollständigen Befüllung der Dosierkammer entnommen wird.
-
Sobald das Dosierventil in seine zweite Dosierstellung überführt ist, ist die strömungstechnische Verbindung zwischen dem Vorratstank und der Dosierkammer geschlossen. Ein Nachströmen der flüssigen Prozesschemikalie aus dem Vorratstank in die Dosierkammer ist damit unterbunden. In der zweiten Dosierstellung des Dosierventils ist die Auslassöffnung der Dosierkammer geöffnet. Folglich kann die in der Dosierkammer zwischengespeicherte flüssige Prozesschemikalie über die Auslassöffnung der Dosierkammer abströmen und in den Vorratsbehälter überführt werden.
-
In schon vorbeschriebener Weise stellt die Dosierkammer einen vorgegebenen Volumenraum von z. B. 1 ml zur Verfügung. Durch wiederholtes Überführen des Dosierventils aus der Dosierstellung in die Nichtdosierstellung und umgekehrt können so mehrfach Portionen in der Größe von 1 ml an flüssiger Prozesschemikalie in den Spülraum überführt werden. Bei einer dreimaligen Betätigung des Dosierventils werden mithin 3 ml an flüssiger Prozesschemikalie in den Spülraum überführt.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass das zweite Dosiergerät innerhalb des ringförmigen Vorratsmagazins des ersten Dosiergeräts angeordnet ist, also im Kreisinneren des vom ringförmigen Vorratsmagazins gebildeten Ringes.. Gemäß dieser besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird eine besonders platzsparende Anordnung der Dosiereinrichtung - beispielsweise wie nachfolgend beschrieben innerhalb der Spülraumtür oder einer oberhalb des Spülbehälters angeordneten Schubladeneinrichtung - erreicht. Das ringförmig ausgebildete Vorratsmagazin des ersten Dosiergeräts umschließt dabei das zweite Dosiergerät oder zumindest den Vorratstank des zweiten Dosiergeräts. Das ringförmig ausgebildete Vorratsmagazin ist verdrehbar um das feststehende zweite Dosiergerät bzw. den feststehenden Vorratstank des zweiten Dosiergeräts angeordnet. Auf engstem Raum können damit beide Dosiergeräte der Dosiereinrichtung untergebracht und beispielsweise von der Spülraumtür oder vom Schubladenelement beherbergt werden. In vorteilhafter Weise können so sowohl die schüttfähige Prozesschemikalie als auch die flüssige Prozesschemikalie jeweils in einer Menge von der Dosiereinrichtung beherbergt werden, die für eine Mehrzahl von aufeinander nachfolgenden Spül- oder Reinigungsprogrammen der Geschirrspülmaschine ausreichend sind.
-
Zur Unterbringung des ringförmig ausgebildeten Vorratsmagazins ist ein entsprechend ausgebildeter Ringraum vorgesehen. Dieser nimmt das Vorratsmagazin gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung verdrehbar auf, wobei der Ringraum das zweite Dosiergerät oder zumindest den Vorratstank des zweiten Dosiergeräts umschließt. Bei einem Dosiervorgang des ersten Dosiergeräts verdreht das ringförmige Vorratsmagazin um das innenliegende, nämlich im Bereich Drehachse des Vorratsmagazins des ersten Dosiergeräts positionierte, feststehende zweite Dosiergerät bzw. den Vorratstank des zweiten Dosiergeräts. Damit dient das zweite Dosiergerät in vorteilhafter Weise auch dazu, das Vorratsmagazin des ersten Dosiergeräts lagezusichern.
-
Mit Bezug auf die zweite erfindungsgemäße Ausgestaltung,, das heißt mit Bezug auf die Unterbringung der Dosiereinrichtung im Schubladenelement ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung eine Verschlusseinrichtung vorgesehen, die dazu eingerichtet ist, die Dosieröffnung des Spülbehälters im Nichtdosierfall fluiddicht zu verschließen.
-
Es ist mithin eine Verschlusseinrichtung vorgesehen. Mittels dieser Verschlusseinrichtung ist ein fluiddichtes Verschließen der Dosieröffnung des Spülbehälters ermöglicht. Dabei ist die Dosieröffnung mittels der Verschlusseinrichtung im Nichtdosierfall verschlossen. Im Dosierfall ist die Dosieröffnung des Spülbehälters hingegen geöffnet, so dass in schon vorbeschriebener Weise eine von der Dosiereinrichtung abgegebene Prozesschemikalie durch die Dosieröffnung hindurch in den Spülbehälter gelangen kann.
-
Das fluiddichte Verschließen der Dosieröffnung des Spülbehälters im Nichtdosierfall erbringt insbesondere den Vorteil, dass ein ungewollter Feuchtigkeitsaustritt aus dem Spülbehälter durch die Dosieröffnung hindurch vermieden ist. Insbesondere ein ungewollter Feuchtigkeitseintrag in die von der Dosiereinrichtung beherbergte Prozesschemikalie ist damit in vorteilhafter Weise vermieden.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verschlusseinrichtung eine verdrehbar am Spülbehälter angeordnete Scheibe aufweist, die aus einer die Dosieröffnung des Spülbehälters verschließenden Stellung in eine die Dosieröffnung des Spülbehälters freigebenden Stellung und umgekehrt überführbar ist, wobei die Scheibe auf ihrer dem Spülbehälter zugewandten Unterseite ein in Richtung des Spülbehälters kraftbeaufschlagtes Verschlusselement trägt.
-
Gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verfügt die Verschlusseinrichtung über eine verdrehbar ausgebildete Scheibe. Diese Scheibe ist um eine sich in Maschinenhöhenrichtung erstreckende Drehachse verdrehbar. Sie kann aus einer die Dosieröffnung des Spülbehälters verschließenden Stellung in eine die Dosieröffnung des Spülbehälters freigebenden Stellung und umgekehrt überführt werden. Dabei befindet sich die Scheibe im Nichtdosierfall in ihrer die Dosieröffnung des Spülbehälters verschießenden Stellung. Sofern im Weiteren ein Eindosieren einer Prozesschemikalie in den Spülbehälter stattfinden soll, verdreht zunächst die Scheibe, und zwar aus ihrer die Dosieröffnung verschließenden Stellung in eine die Dosieröffnung freigebende Stellung. Sobald die Scheibe diese Stellung erreicht hat, ist die Dosieröffnung des Spülbehälters geöffnet, so dass in bestimmungsgemäßer Weise ein Eindosieren einer Prozesschemikalie durch die Dosiereinrichtung stattfinden kann, und zwar durch die geöffnete Dosieröffnung hindurch in den vom Spülbehälter bereitgestellten Spülraum. Sobald die Prozesschemikalie in den Spülraum überführt ist, verdreht die Scheibe der Verschlusseinrichtung zurück in ihre die Dosieröffnung des Spülbehälters verschließende Stellung. In dieser Stellung ist die Dosieröffnung fluiddicht verschlossen, so dass ein ungewollter Feuchtigkeitsaustrag aus dem Spülbehälter sicher unterbunden ist.
-
Für ein fluiddichtes Verschließen der Dosieröffnung verfügt die Verschlusseinrichtung über ein Verschlusselement. Dieses Verschlusselement ist an der Scheibe der Verschlusseinrichtung angeordnet. Das Verschlusselement verdreht mithin zusammen mit der Scheibe. Sobald sich die Scheibe in ihrer die Dosieröffnung des Spülbehälters verschließenden Stellung befindet, fluchtet das von der Scheibe getragene Verschlusselement mit der Dosieröffnung und wirkt mit dieser insofern zusammen, als dass ein fluiddichter Verschluss der Dosieröffnung gegeben ist. Zu diesem Zweck ist das Verschlusselement auf der dem Spülbehälter zugewandten Unterseite der Scheibe angeordnet. Ferner ist vorgesehen, dass das Verschlusselement in Richtung des Spülbehälters kraftbeaufschlagt ist. Zu diesem Zweck können beispielsweise Druckfedern vorgesehen sein, die zwischen Scheibe und Verschlusselement angeordnet sind. Infolge der Kraftbeaufschlagung des Verschlusselements wird jedenfalls ein dichtes Anliegen des Verschlusselements an der Dosieröffnung des Spülbehälters erreicht. Dabei ist entweder die Dosieröffnung oder das Verschlusselement mit einer Dichtung ausgerüstet.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Scheibe eine in Freigabestellung mit der Dosieröffnung des Spülbehälters zusammenwirkende Durchlassöffnung aufweist. Durch diese Durchlassöffnung hindurch erfolgt im Dosierfall ein Einschleusen einer Prozesschemikalie in den vom Spülbehälter bereitgestellten Spülraum. Sofern sich also die von der Verschlusseinrichtung bereitgestellte Scheibe in ihrer die Dosieröffnung des Spülbehälters freigebenden Stellung befindet, fluchten die spülbehälterseitige Dosieröffnung einerseits und die scheibenseitige Durchlassöffnung andererseits. Die von der Dosiereinrichtung im Dosierfall abgegebene Prozesschemikalie kann mithin sowohl die Durchlassöffnung der Scheibe als auch die Dosieröffnung des Spülbehälters passieren, womit ein Einschleusen der Prozesschemikalie in den Spülbehälter gestattet ist. Sobald die Eindosierung der Prozesschemikalie abgeschlossen ist, verdreht die Scheibe in schon vorbeschriebener Weise, so dass dann in der die Dosieröffnung verschließenden Stellung der Scheibe das von der Scheibe bereitgestellte Verschlusselement kraftbeaufschlagt gegen die Dosieröffnung drückt und diese abdichtet.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verschlusseinrichtung eine mit der Scheibe zusammenwirkende Motor-Getriebe-Anordnung aufweist. Es ist so ein automatischer Betrieb der Verschlusseinrichtung ermöglicht, und zwar in Abhängigkeit des von einer Geschirrspülmaschine durchgeführten Spülprogramms. Es kann mithin eine programmgesteuerte Bedienung der Verschlusseinrichtung stattfinden, so dass im gewünschten Dosierfall ein automatisches Öffnen der Dosieröffnung durch die Verschlusseinrichtung stattfindet. Sobald die Prozesschemikalie in den Spülbehälter überführt ist, erfolgt mittels der Motor-Getriebe-Anordnung eine automatische Rücküberführung der Verschlusseinrichtung in die die Dosieröffnung des Spülbehälters verschließende Stellung.
-
Ebenfalls mit Bezug auf die zweite Ausgestaltung der Erfindung, das heißt mit Bezug auf die Unterbringung der Dosiereinrichtung im Schubladenelement ist ferner vorgesehen, dass die Dosiereinrichtung in Nichtgebrauchsstellung des Schubladenelements für eine Befüllung mit einer Prozesschemikalie verwenderseitig zugänglich ist.
-
In schon vorbeschriebener Weise kann eine bestimmungsgemäße Eindosierung einer Prozesschemikalie in den Spülraum des Spülbehälters durch die Dosiereinrichtung stattfinden, wenn sich das die Dosiereinrichtung beherbergende Schubladenelement in seiner Gebrauchsstellung befindet, mithin in einer Position, in der das Schubladenelement in die Schubladeneinrichtung hineinverfahren ist. Ein verwenderseitiger Zugriff auf die Dosiereinrichtung ist in dieser Stellung des Schubladenelements nicht ermöglicht.
-
Um die Dosiereinrichtung mit einer Prozesschemikalie zu befüllen, die dann im Weiteren in schon vorbeschriebener Weise in den Spülbehälter eindosiert werden kann, ist das Schubladenelement aus seiner Gebrauchsstellung in eine Nichtgebrauchsstellung zu überführen. In dieser Nichtgebrauchsstellung ist das Schubladenelement aus der Schubladeneinrichtung hinausverfahren und steht frontseitig des Spülbehälters über diesen hinaus vor. In dieser Nichtgebrauchsstellung des Schubladenelements ist ein verwenderseitiger Zugriff auf die Dosiereinrichtung verwenderseitig von oben möglich. In dieser Stellung des Schubladenelements kann mithin verwenderseitig in einfacher Weise eine Beschickung der Dosiereinrichtung mit einer Prozesschemikalie stattfinden, und dies vorzugsweise in einer Menge, die für eine Mehrzahl von aufeinander nachfolgenden Reinigungsprogrammen ausreichend ist.
-
Mit Bezug auf die erste Ausgestaltung der Erfindung, das heißt mit Bezug auf die Unterbringung der Dosiereinrichtung in der Spülraumtür, ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die Dosiereinrichtung ein beide Dosiergeräte beherbergendes Gehäuse aufweist. Das Gehäuse ist vorzugsweise an der Türinnenseite des Spülraumtür angeordnet und für den Benutzer bei geöffneter Türstellung zugänglich. Das Gehäuse stellt eine mit einem Deckel, insbesondere fluiddicht, verschließbare Gehäuseöffnung bereit. Für einen verwenderseitigen Zugriff auf die beiden Dosiergeräte der Dosiereinrichtung ist der Gehäusedeckel aus einer geschlossenen Stellung in eine geöffnete Stellung zu überführen, beispielsweise durch Verschwenken des Deckels. In der geöffneten Deckelstellung ist die Gehäuseöffnung zugänglich, was dann einen verwenderseitigen Zugriff auf die Dosiereinrichtung und damit auch auf die beiden Dosiergeräte der Dosiereinrichtung ermöglicht. Bei geöffnetem Deckel ist insbesondere eine Bestückung der beiden Dosiergeräte mit Prozesschemikalien gestattet.
-
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist in diesem Zusammenhang vorgesehen, dass der Deckel zumindest bereichsweise aus einem transparenten oder semitransparenten Material gebildet ist. Dies ermöglicht es einem Verwender, die Dosiergeräte visuell in Augenschein nehmen zu können, ohne hierfür den Deckel öffnen zu müssen. Dies erbringt in vorteilhafter Weise eine vereinfachte Handhabung, da verwenderseitig von außen ohne Deckelöffnung überprüft werden kann, welchen Füllstand die Reinigungsmittel in den Dosiergeräten aufweisen.
-
Gemäß dieser Ausführungsform der Erfindung wird in diesem Zusammenhang vorgeschlagen, dass das Gehäuse die Dosiereinrichtung sowie eine Kamera beherbergt, die in Verschlussstellung der Spülraumtür auf den Spülraum ausgerichtet ist. Es kann mithin eine Kameraüberwachung des Spülraums stattfinden, insbesondere zur Beladungserkennung, etwa nach Art, Menge und/oder Verschmutzungs- oder Trocknungszustand, und/oder zur Rotationsüberwachung der Sprüheinrichtung und/oder Feststellung etwaiger Fehlstellung der Sprüheinrichtung. Dabei hat die Unterbringung der Kamera im Gehäuse der Dosiereinrichtung den Vorteil, dass eine separate Gehäuseausgestaltung zur Unterbringung einer Kamera nicht erforderlich ist. Dabei findet eine kameraseitige Betrachtung des Spülraums durch den transparent oder semitransparent ausgebildeten Abschnitt des Deckels statt.
-
Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass die Kamera innerhalb des ringförmigen Vorratsmagazins des ersten Dosiergeräts angeordnet ist, also im Kreisinneren des vom ringförmigen Vorratsmagazins gebildeten Ringes. Auf diese Weise wird eine besonders platzsparende Anordnung der Dosiereinrichtung und der Kamera erreicht, insbesondere innerhalb der Spülraumtür. Das ringförmig ausgebildete Vorratsmagazin des ersten Dosiergeräts umschließt dabei die Kamera. Das ringförmig ausgebildete Vorratsmagazin ist verdrehbar um die Kamera angeordnet. Auf engstem Raum können das erste Dosiergerät und die Kamera untergebracht und etwa von der Spülraumtür beherbergt werden.
-
Insbesondere können das zweite Dosiergerät und die Kamera in einer gemeinsamen Baueinheit integriert sein, welches von dem ringförmig ausgebildete Vorratsmagazin des ersten Dosiergeräts umschlossen ist. Damit ergibt sich im Ergebnis ein weiter vereinfachter Aufbau der Geschirrspülmaschine. Dies erbringt in vorteilhafter Weise einen insgesamt kompakten und platzsparenden Gesamtaufbau.
-
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- in rein schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine;
- Fig. 2
- in einer schematischen Perspektivansicht die Innenseite der Spülraumtür der Geschirrspülmaschine nach Fig. 1 mit einer erfindungsgemäßen Dosiereinrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 3
- in einer schematischen Perspektivansicht die Dosiereinrichtung nach Fig. 2 in einer zweiten Stellung;
- Fig.4
- in einer schematischen Perspektivansicht die erfindungsgemäße Dosiereinrichtung gemäß der ersten Ausführungsform;
- Fig. 5
- in einer schematischen Perspektivansicht die Dosiereinrichtung nach Fig. 4 in einer zweiten Stellung;
- Fig. 6
- in schematischer Perspektivansicht ein Vorratsmagazin gemäß der ersten Ausführungsform;
- Fig. 7
- in einer schematischen Perspektivansicht das Vorratsmagazin nach Fig. 6 ohne Schutzfolie;
- Fig. 8
- in einer schemtischen Perspektivansicht ein Vorratsmagazin gemäß einer zweiten Ausführungsform;
- Fig. 9
- in einer schematischen Draufsicht das erfindungsgemäße Dosiergerät gemäß einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 10
- in schematischer Perspektivansicht das erfindungsgemäße Dosiergerät gemäß einer ersten Ausführungsform in einer ersten Alternativausgestaltung;
- Fig. 11
- in einer schematischen Perspektivdarstellung das Dosiergerät nach Fig. 10 in einer zweiten Alternativausgestaltung;
- Fig. 12
- in einer schematischen Perspektivansicht die erfindungsgemäße Dosiereinrichtung in einer ersten Ausführungsform in einer weiteren Variante;
- Fig. 13
- in einer schematischen Perspektivansicht die erfindungsgemäße Dosiereinrichtung in einer ersten Ausführungsform in einer weiteren Variante;
- Fig. 14
- in schematischer Draufsicht von hinten die Dosiereinrichtung nach Fig. 9;
- Fig. 15
- in einer schematischen Ansicht ausschnittsweise ein Dosierventil in einer ersten Dosierstellung;
- Fig. 16
- das Dosierventil nach Fig. 15 in einer zweiten Dosierstellung;
- Fig. 17
- in schematischer Perspektivansicht explosionsartig eine erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine gemäß einer zweiten Ausführungsform;
- Fig. 18
- in einer schematischen Perspektivansicht die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine nach Fig. 17 in endmontierter Stellung;
- Fig. 19
- in einer schematischen Seitenansicht die Geschirrspülmaschine nach Fig. 18 mit geschlossener Spülraumtür;
- Fig. 20
- in einer schematischen Perspektivansicht explosionsartig eine erfindungsgemäße Schubladeneinrichtung;
- Fig. 21
- in einer schematischen Perspektivansicht explosionsartig ein mit Tabs als schüttfähiges Reinigungsmittel zu bestückendes Vorratsmagazin;
- Fig. 22
- in einer schematischen Perspektivansicht eine Küchenzeile, in die eine erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine integriert ist;
- Fig. 23
- in einer schematischen Perspektivansicht ausschnittsweise ein erstes Dosiergerät für eine schüttfähige Prozesschemikalie;
- Fig. 24
- in einer Detailansicht die Positionierhilfe des Dosiergeräts nach Fig. 23;
- Fig. 25
- in einer schematischen Perspektivansicht ausschnittsweise eine Verschlusseinrichtung in Dosierstellung;
- Fig. 26
- in schematischer Perspektivansicht die Verschlusseinrichtung nach Fig. 25 in Nichtdosierstellung;
- Fig. 27
- in einer schematischen Perspektivansicht die Scheibe einer Verschlusseinrichtung nach Fig. 25;
- Fig. 28
- in einer schematischen Perspektivansicht das zur Aufnahme einer Scheibe nach Fig. 27 vorgesehene Gehäuse der Verschlusseinrichtung nach Fig. 25;
- Fig. 29
- in einer schematischen Perspektivansicht die Verschlusseinrichtung nach Fig. 25 samt Motor-Getriebe-Anordnung;
- Fig. 30
- in einer schematischen Perspektivansicht einen aus dem Spülraum der Geschirrspülmaschine zumindest teilweise herausverfahrenen Spülgutträger;
- Fig. 31
- in einer Detailansicht ausschnittsweise den Spülgutträger nach Fig. 30;
- Fig. 32
- in einer schematischen Schnittdarstellung die erfindungsgemäße Dosiereinrichtung in Dosierstellung;
- Fig. 33
- in einer schematischen Ansicht die Dosiereinrichtung nach Fig. 32 in einer Nichtdosierstellung gemäß einer zweiten Ausführungsform;
- Fig. 34
- in einer schematischen Schnittdarstellung die erfindungsgemäße Dosiereinrichtung in Nichtdosierstellung;
- Fig. 35
- die erfindungsgemäße Dosiereinrichtung nach Fig. 34 in Dosierstellung;
- Fig. 36
- in einer schematischen Schnittdarstellung das Dosierventil des Dosiergeräts für eine flüssige Prozesschemikalie in einer ersten Dosierstellung;
- Fig. 37
- in einer schematischen Darstellung das Dosierventil nach Fig. 36 in einer zweiten Dosierstellung;
- Fig. 38
- in einer schematischen Perspektivansicht einen Einfülltrichter in Nichtgebrauchsstellung und
- Fig. 39
- in einer schematischen Perspektivansicht den Einfülltrichter nach Fig. 38 in Gebrauchsstellung.
-
Fig. 1 lässt in rein schematischer Seitenansicht eine Geschirrspülmaschine 1 nach der Erfindung erkennen.
-
Die Geschirrspülmaschine 1 verfügt über ein Gehäuse 2, das einen Spülbehälter 3 aufnimmt. Der Spülbehälter 3 stellt seinerseits einen Spülraum 4 für die Aufnahme von zu reinigendem Spülgut bereit. Zur Beaufschlagung von zu reinigendem Spülgut mit Spülflotte dient eine Sprüheinrichtung 68, die im gezeigten Ausführungsbeispiel über drei im Spülraum 4 verdrehbar angeordnete Sprüharme 69 verfügt.
-
Zur Beschickung des Spülraums 4 mit zu reinigendem Spülgut ist eine vom Spülbehälter 3 bereitgestellte Beschickungsöffnung 5 vorgesehen. Diese Beschickungsöffnung 5 ist mittels einer Spülraumtür 6 fluiddicht verschließbar, wobei die Spülraumtür 6 um eine horizontal verlaufende Schwenkachse verdrehbar gelagert ist. Die Spülraumtür 6 verfügt über eine Innenseite 76, die der Beschickungsöffnung 5 zugewandt ist, wie aus Fig. 1 ersichtlich.
-
Zur Unterbringung von zu reinigenden Spülgütern innerhalb des Spülbehälters 3 sind vom Spülbehälter 3 beherbergte Spülgutträger 7 vorgesehen, die aus dem vom Spülbehälter 3 bereitgestellten Spülraum 4 herausverfahrbar ausgebildet sind. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind drei Spülgutträger 7 vorgesehen, die in Maschinenhöhenrichtung 8 übereinander angeordnet sind.
-
Die Geschirrspülmaschine 1 ist mit einer Dosiereinrichtung 11 ausgerüstet, die eine Prozesschemikalie in einer für eine Mehrzahl von Reinigungsvorgängen ausreichenden Menge beherbergt. Diese Dosiereinrichtung 11 weist ein erstes Dosiergerät 15 für eine schüttfähige Prozesschemikalie und ein zweites Dosiergerät 16 für eine flüssige Prozesschemikalie auf, wie dies im Weiteren noch näher erläutert werden wird.
-
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das erste Dosiergerät 15 und das zweite Dosiergerät 16 für ein portionsweises Einbringen einer jeweiligen Prozesschemikalie in den Spülraum 4 an eine gemeinsame und in den Spülraum 4 mündende Dosieröffnung 37 strömungstechnisch angeschlossen sind.
-
Hinsichtlich der erfindungsgemäßen Ausgestaltung zeigen die Figuren 2 bis 16 eine erste Ausführungsalternative und die Figuren 17 bis 39 ziegen eine zweite Ausführungsalternative. Dabei betrifft die erste Ausführungsalternative gemäß der Figuren 2 bis 16 eine Ausführung, dergemäß die erfindungsgemäß ausgebildete Dosiereinrichtung 11 von der Spülraumtür 6 beherbergt ist. Die zweite Ausführungsalternative gemäß der
-
Figuren 17 bis 39 zeigt eine Ausführungsform, dergemäß die erfindungsgemäße Dosiereinrichtung 11 in einem Schubladenelement 10 oberhalb des Spülbehälters 3 angeordnet ist.
-
Fig. 2 lässt in einer schematischen Perspektivdarstellung gemäß der ersten Ausführungsform die Beherbergung der erfindungsgemäßen Dosiereinrichtung 11 von der Spülraumtür 6 erkennen. Es ist eine Ansicht von innen gezeigt, das heißt mit Blick auf die Innenseite 67 der Spülraumtür 6.
-
Wie sich aus der Darstellung nach Fig. 2 ergibt, sind das erste Dosiergerät 15 und das zweite Dosiergerät 16 der Dosiereinrichtung 11 in einem gemeinsamen Gehäuse 72 untergebracht. Über eine Gehäuseöffnung ist ein verwenderseitiger Zugriff auf die beiden Dosiergeräte 15, 16 möglich, wobei die Gehäuseöffnung mittels eines verschwenkbar am Gehäuse 72 angeordneten Deckels 73 fluiddicht verschließbar ist. Fig. 2 zeigt den Deckel 73 in Verschlussstellung, wohingegen Fig. 3 den Deckel 73 in geöffneter Stellung zeigt. Wie sich insbesondere aus Fig. 3 ergibt, ist bei geöffnetem Deckel 73 ein verwenderseitiger Zugriff auf die Dosiereinrichtung 11 und damit auch auf die beiden Dosiergeräte 15 und 16 gestattet.
-
Die weiteren Figuren 4 und 5 zeigen die Dosiereinrichtung 11 in einem noch nicht in die Spülraumtür 6 verbauten Zustand. Wie sich insbesondere aus diesen Darstellungen ergibt, sind die beiden Dosiergeräte 15 und 16 an einem gemeinsamen Ausschleusungskanal 76 strömungstechnisch angeschlossen, der in die gemeinsame Dosieröffnung 37 mündet. Im endmontierten Zustand, wie er sich insbesondere aus den Figuren 1 und 2 ergibt, ist die Dosieröffnung 37 durch einen verschwenkbar an der Spülraumtür 6 angeordneten Spritzschutz 70 abgedeckt. Dabei ist der Spritzschutz 70 nach Art einer Haube ausgebildet.
-
Der Spritzschutz 70 belässt zur Innenseite 67 der Spülraumtür 6 einen Dosierspalt 71. Eine im Dosierfall von der Dosiereinrichtung 11 abgegebene Prozesschemikalie wird durch den Ausschleusungskanal 76 ausgeschleust und passiert alsdann die Dosieröffnung 37. Von dort aus gelangt sie über den Dosierspalt 71 in den vom Spülbehälter 4 bereitgestellten Spülraum 3. Da der Spritzschutz 70 verschwenkbar an der Innenseite 67 der Spülraumtür 6 angeordnet ist, können auch Prozesschemikalien in einer Größe in den Spülraum 3 eingeschleust werden, die die geometrischen Abmessungen des Dosierspaltes 71 bei einem unverschwenkten Spritzschutz übersteigen. Denn in einem solchen Fall verschwenkt der Spritzschutz 70 soweit, dass ein Dosierspalt 71 entsteht, den in der geometrischen Ausgestaltung auch größere Prozesschemikalien passieren können. Insbesondere dient die Verschwenkbarkeit des Spritzschutzes 70 dazu, schüttfähige Prozesschemikalien in der Ausgestaltung von Tabs oder Pouches bestimmungsgemäß in den Spülraum 4 einschleusen zu können.
-
Wie sich ferner aus einer Zusammenschau der Figuren 2 bis 5 ergibt, ist der Deckel 73 zumindest teilweise aus einem transparenten bzw. semitransparenten Material gebildet.
-
Zu diesem Zweck verfügt der Deckel 73 über einen Ringabschnitt 74 und einen davon aufgenommenen Flächenabschnitt 75, wobei der Flächenabschnitt 75 aus einem transparenten bzw. semitransparenten Kunststoffmaterial gebildet ist. Diese Ausgestaltung erbringt den Vorteil, dass auch bei verschlossenem Deckel 73 eine visuelle Inaugenscheinnahme der Dosiergeräte 15 und 16 durch einen Verwender vorgenommen werden kann, wie sich dies insbesondere aus den Darstellungen nach den Figuren 2 und 4 ergibt. Es ist so einem Verwender insbesondere ermöglicht, die Bestückung der Dosiergeräte 15 und 16 mit Prozesschemikalien überprüfen zu können.
-
Wie insbesondere in den Figuren 2, 3, 5, 12 und 13 dargestellt, kann das Gehäuse 72 zusätzlich zu einer Dosiereinrichtung 11 eine Kamera 89 beherbergen, die in Verschlussstellung der Spülraumtür 6 auf den Spülraum 4 ausgerichtet ist. Es kann mithin eine Kameraüberwachung des Spülraums 4 stattfinden, insbesondere zur Beladungserkennung, etwa nach Art, Menge und/oder Verschmutzungs- oder Trocknungszustand, und/oder zur Rotationsüberwachung der Sprüheinrichtung 69 und/oder Feststellung etwaiger Fehlstellung der Sprüheinrichtung 69 bzw. Sprüharm 7. Dabei hat die Unterbringung der Kamera 89 im Gehäuse 72 der Dosiereinrichtung 11 den Vorteil, dass eine separate Gehäuseausgestaltung zur Unterbringung einer Kamera nicht erforderlich ist. Dabei findet eine kameraseitige Betrachtung des Spülraums 4 durch den transparent oder semitransparent ausgebildeten Abschnitt 75 des Deckels 73 statt.
-
Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass die Kamera 89 innerhalb des ringförmigen Vorratsmagazins 22 des ersten Dosiergeräts 15 angeordnet ist, also im Kreisinneren des vom ringförmigen Vorratsmagazins 22 gebildeten Ringes. Auf diese Weise wird eine besonders platzsparende Anordnung der Dosiereinrichtung 11 und der Kamera 89 erreicht, insbesondere innerhalb der Spülraumtür 6. Das ringförmig ausgebildete Vorratsmagazin 22 des ersten Dosiergeräts 15 umschließt dabei die Kamera 89. Das ringförmig ausgebildete Vorratsmagazin 22 ist verdrehbar um die Kamera 89 angeordnet. Auf engstem Raum können das erste Dosiergerät 15 und die Kamera 89 untergebracht und etwa von der Spülraumtür 6beherbergt werden.
-
Wie sich ferner aus einer Zusammenschau der Figuren 2 bis 4 ergibt, sind sowohl das erste Dosiergerät 15 als auch das zweite Dosiergerät 16 für ein portionsweises Einbringen einer jeweiligen Prozesschemikalie in den Spülraum 4 an eine gemeinsame Öffnung strömungstechnisch angeschlossen, nämlich an die Dosieröffnung 37. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall findet mithin eine Eindosierung einer Prozesschemikalie durch die Dosieröffnung 37 statt, und zwar unabhängig davon, ob eine flüssige Prozesschemikalie aus dem Dosiergerät 16 oder eine schüttfähige Prozesschemikalie aus dem Dosiergerät 15 zum Einsatz kommt.
-
Wie insbesondere die Figuren 3 und 5 erkennen lassen, verfügt das Dosiergerät 15 zur Bevorratung einer schüttfähigen Prozesschemikalie über ein ringförmig ausgebildetes Vorratsmagazin 22. Dieses ist dem Gehäuse 72 entnehmbar ausgebildet, wobei das Gehäuse 72 zur Aufnahme des Vorratsmagazins 22 einen Ringraum 17 bereitstellt, wie sich dieser insbesondere aus der Darstellung nach Fig. 5 ergibt.
-
Das Vorratsmagazin 22 kann je nach zum Einsatzkommender Prozesschemikalie unterschiedlich ausgebildet sein, wie dies im Nachfolgenden noch näher beschrieben werden wird. In jedem Fall ist das Vorratsmagazin 22 ringförmig ausgebildet und umgibt im endmontierten Zustand das Dosiergerät 16, wie sich dies insbesondere aus einer Zusammenschau der Figuren 2 und 3 ergibt. In vorteilhafter Weise ist so eine sehr kompakte und platzsparende Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Dosiereinrichtung 11 realisiert.
-
Für die Eindosierung einer schüttfähigen Prozesschemikalie in den Spülraum 4 ist das Vorratsmagazin 22 zu verdrehen, und zwar mit Bezug auf die Zeichnungsebene beispielsweise nach Fig. 3 entweder nach links oder nach rechts, je nach Ausgestaltung.
-
Dabei verdreht das Vorratsmagazin 22 aufgrund seiner ringförmigen Ausgestaltung um das zweite Dosiergerät 16 herum. Insofern ist das Vorratsmagazin 22 in Relation zum Dosiergerät 16 verdrehbar ausgebildet, wohingegen das Dosiergerät 16 selbst ortsfest in Relation zum Gehäuse 72 ausgebildet ist.
-
Das Vorratsmagazin 22 kann je nach einzudosierender Prozesschemikalie unterschiedlich ausgebildet sein. Die Figuren 2, 3 und 12 zeigen eine erste Ausführungsform. Danach verfügt das Vorratsmagazin 22 über durch radial verlaufende Trennwände 24 voneinander separierte Kompartments 26. Diese Kompartments 26 dienen der Aufnahme insbesondere von Tabs 27 oder Pouches, wobei jedes Kompartment 26 dazu dient, ein Tab 27 oder ein Pouch zu beherbergen. Die Kompartments 26 sind jeweils nach radial außen offen ausgebildet, wobei im Dosierfall über diese offene Seite eine Abgabe eines Tabs 27 oder eines Pouches stattfinden kann.
-
Gemäß einer zweiten Ausführungsform, wie sie in den Figuren 6 und 7 dargestellt ist, verfügt das Vorratsmagazin 22 über einen Behälter 77, der einen Volumenraum 79 bereitstellt. Dieser Volumenraum 79 dient der Aufnahme eines schüttfähigen Reinigungsmittels, das pulver- und/oder granulatförmig ausgebildet ist. Für einen oberseitigen Verschluss des Vorratsmagazins 22 ist eine Schutzfolie 78 vorgesehen, die den Behälter 77 oberseitig verschließt. Für ein portionsweises Ausschleusen der schüttfähigen Prozesschemikalie aus dem Vorratsmagazin 22 verfügt dieses über einen Auslass 80.
-
Die in den Figuren 6 und 7 dargestellte Ausführungsvariante ist eine solche, die bestimmungsgemäß nur einmal verwendbar ist. Die Vorratskammer 22 ist herstellerseitig mit einer entsprechenden Prozesschemikalie bestückt und wird einem Verwender als solche zur Verfügung gestellt. Dieser kann ein neues, bestimmungsgemäß befülltes Vorratsmagazin 22 gegen ein verbrauchtes, das heißt entleertes Vorratsmagazin 22 austauschen. Eine hierzu alternative Ausgestaltung zeigt Fig. 8. Gemäß dieser Variante ist das Vorratsmagazin 22 verwenderseitig wiederbefüllbar. Dabei verfügt das Vorratsmagazin 22 über einen Behälter 77 und einen daran verschwenkbar angeordneten Deckel 81. Bei geöffnetem Deckel 81, wie dies in Fig. 8 dargestellt ist, ist der vom Behälter 77 des Vorratsmagazins 22 bereitgestellte Volumenraum 79 zugänglich, was es einem Verwender gestattet, das Vorratsmagazin 22 dem Gehäuse 72 zu entnehmen, eine Wiederauffüllung desselben mit einer schüttfähigen Prozesschemikalie durchzuführen und alsdann das wiederbefüllte Vorratsmagazin 22 in das Gehäuse 72 einzusetzen.
-
Im Dosierfall verdreht das Vorratsmagazin 22, und zwar um das Dosiergerät 16 herum. Zu diesem Zweck ist eine Motor-Getriebe-Anordnung 31 vorgesehen, wie sich dies insbesondere aus Fig. 9 ergibt. Diese Motor-Getriebe-Anordnung 31 wirkt über ein Zahnrad 32 mit einem Zahnkranz 83 einer Trageinheit 82 zusammen. Diese Trageinheit 82 nimmt verdrehfest das Vorratsmagazin 22 auf. Im Antriebsfall verdreht mithin die Trageinheit 82, angetrieben durch das Zahnrad 32, wobei die Trageinheit 82 das davon verdrehfest aufgenommene Vorratsmagazin 22 mitverdreht.
-
Gemäß einer alternativen Ausführungsform verfügt das Vorratsmagazin 22 selbst über einen Zahnkranz 25, wie dies anhand des zweiten Ausführungsbeispiels noch näher erläutert werden wird.
-
Im bestimmungsgemäßen Dosierfall erfolgt mittels der Motor-Getriebe-Anordnung 31 ein Verdrehen des Vorratsmagazins 22. Dabei verdreht das Vorratsmagazin 22 - auch Vorratskammer genannt - soweit, dass im Falle einer Vorratskammer 22 zur Aufnahme von Tabs oder Pouches das jeweilige Kompartment 26 in Überdeckung mit dem Ausschleusungskanal 76 kommt. Sobald diese Position erreicht ist, verlässt die von dem jeweiligen Kompartment 26 beherbergte Prozesschemikalie das Kompartment 26 der Schwerkraft folgend und wird in den Ausschleusungskanal 76 überführt und gelangt alsdann durch die Dosieröffnung 37 hindurch in den Spülraum 3.
-
Im Falle einer Ausgestaltung der Vorratskammer 22 in Entsprechung der Figuren 6 und 7 bzw. 8 findet im Dosierfall eine Verdrehbewegung des Vorratsmagazins 22 statt, bis der vom Vorratsmagazin 22 bereitgestellte Auslass 80 dem Ausschleusungskanal 76 gegenübersteht. Es findet dann eine portionsweise Übergabe der vom Vorratsmagazin 22 beherbergten Prozesschemikalie in den Ausschleusungskanal 76 statt, so dass im Weiteren über die Dosieröffnung 37 ein Einschleusen in den Spülraum 4 stattfinden kann.
-
Wie sich aus den Figuren 10 und 11 ergibt, verfügt der Ausschleusungskanal 76 gehäuseseitig über eine Öffnung 84. Durch diese Öffnung 84 wird im Dosierfall Prozesschemikalie in Richtung des Ausschleusungskanals 76 abgegeben. Fig. 10 zeigt in diesem Zusammenhang eine Ausgestaltung, wie sie bei einer Verwendung eines in Entsprechung der Figuren 6 bis 8 ausgebildeten Vorratsmagazins 22 zum Einsatz kommt, wenn also ein Vorratsmagazin 22 in das Gehäuse 72 eingesetzt ist, das eine pulver- oder granulatförmig ausgebildete Prozesschemikalie beherbergt. Kommt indes ein Vorratsmagazin 22 zum Einsatz, das in Kompartments 26 unterteilt ist, so ist die Öffnung 84 durch ein Verschlussteil 85 zumindest teilweise verschlossen. Die so ausgebildete Restöffnung ist ausreichend groß, um von den Kompartments 26 des Vorratsmagazins 22 beherbergte Tabs 27 oder Pouches bestimmungsgemäß in den Ausschleusungskanal 76 überführen zu können.
-
Der besondere Vorteil dieser Ausgestaltung liegt darin, dass ein Verwender wahlweise die unterschiedlich ausgebildeten Vorratsmagazine 22 nutzen kann. Es ist dem Verwender mithin auch ermöglicht, unterschiedlich ausgebildete schüttfähige Prozesschemikalien einsetzen zu können. Bei einem Wechsel der Vorratsmagazine 22 ist im Bedarfsfall lediglich die in den Ausschleusungskanal 76 mündende Öffnung 84 anzupassen, wozu in vorbeschriebener Weise das Verschlussteil 85 dient.
-
Eine Bestückung des Gehäuses 72 mit unterschiedlich ausgebildeten Vorratsmagazinen 22 zeigen beispielsweise die Figuren 12 und 13. Dabei zeigt Fig. 12 eine Ausführungsform, dergemäß ein in Kompartments 26 unterteiltes Vorratsmagazin 22 in das Gehäuse 72 eingesetzt ist. Fig. 13 zeigt indes ein Vorratsmagazin 22, das herstellerseitig mit einer pulver- oder granulatförmig ausgebildeten Prozesschemikalie befüllt ist.
-
Fig. 14 lässt die erfindungsgemäße Dosiereinrichtung 11 in einer Ansicht von hinten erkennen. Wie sich insbesondere aus dieser Darstellung ergibt, schließt sich an das Gehäuse 72 der Ausschleusungskanal 76 direkt an, der dann in schon vorbeschriebener Weise in die Dosieröffnung 37 mündet.
-
Das zweite Dosiergerät 16 verfügt über einen Vorratstank 51, der der Bevorratung der flüssigen Prozesschemikalie dient. Für ein portionsweises Eindosieren dieser Prozesschemikalie in den Spülraum 4 dient ein Dosierventil 56, das in zwei Dosierstellungen überführt werden kann, wie sich dies aus einer Zusammenschau der Figuren 15 und 16 ergibt.
-
Für die Eindosierung der vom Vorratstank 51 bevorrateten flüssigen Prozesschemikalie in den Spülraum 4 ist eine Dosierkammer 57 vorgesehen. Diese Dosierkammer 57 dient der Portionierung der flüssigen Prozesschemikalie, womit eine den Volumenraum der Dosierkammer 57 entsprechende Portion an flüssiger Prozesschemikalie im Dosierfall in den Spülraum 4 überführt wird. Die Dosierkammer 57 stellt zu diesem Zweck eine Auslassöffnung 58 bereit, die endseitig eines Ablasskanals 63 vorgesehen ist. Dieser Ablasskanal 63 wirkt strömungstechnisch mit der Dosieröffnung 37 zusammen, so dass im Dosierfall über den Ablasskanal 63 abgegebene Prozesschemikalie zur Dosieröffnung 37 und alsdann zum Spülraum 4 gelangt.
-
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Dosierkammer 57 als Teil des Dosierventils 56 ausgebildet. Dabei verfügt das Dosierventil 56 ferner über einen Ventilstößel 59, der eine erste, in Fig. 16 gezeigte Dosierstellung und eine zweite, in Fig. 15 gezeigte Dosierstellung einnehmen kann.
-
In der ersten Dosierstellung des Dosierventils 56 gemäß Fig. 16 dichtet der Ventilstößel 59 mit seinem Kopf 62 den in die Auslassöffnung 58 einmündenden Auslasskanal 63 ab. In dieser Stellung des Ventilstößels 59 ist eine strömungstechnische Verbindung zwischen dem Vorratstank 51 und der Dosierkammer 57 geöffnet, und zwar aufgrund des geöffneten Überströmungskanals 86. In dieser Stellung des Ventilstößels 59 kann mithin die flüssige Prozesschemikalie aus dem Vorratstank 51 in die Dosierkammer 57 überführt werden. Dabei erfolgt eine vollständige Befüllung der Dosierkammer 57 mit der flüssigen Prozesschemikalie. Die Dosierkammer 57 kann beispielsweise ein Volumen von 1 ml zur Verfügung stellen.
-
Sobald die Dosierkammer 57 mit der flüssigen Prozesschemikalie geflutet ist, verfährt der Ventilstößel 59 mit Bezug auf die Zeichnungsebene beispielsweise nach Fig. 15 nach links, bis er seine zweite in Fig. 16 dargestellte Dosierstellung erreicht hat. In dieser Stellung liegt der Ventilstößel 59 mit seinem Dichtring 60 am Ventilsitz 61 an. Ferner ist der Überströmungskanal 86 geschlossen, da ein vom Ventilstößel 59 getragenes Dichtmittel 87 mit einem Dichtfortsatz 88 dosierkammerseitig in den Überströmungskanal 86 eingreift. In dieser Stellung ist mithin die strömungstechnische Verbindung zwischen dem Vorratstank 51 und der Dosierkammer 57 geschlossen. Stattdessen ist aber der Auslasskanal 63 geöffnet, so dass die von der Dosierkammer 57 zwischengespeicherte Prozesschemikalie über den Ablasskanal 63 und die Auslassöffnung 58 in den Spülraum 4 überführt werden kann.
-
Eine zweite Ausführungsform der Erfindung ergibt sich aus den weiteren Figuren 17 bis 39.
-
Die Figuren 17, 18 und 19 lassen in einer Zusammenschau die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine 1 gemäß der zweiten Ausführungsform in unterschiedlichen Ansichten erkennen.
-
Die Geschirrspülmaschine 1 verfügt in an sich bekannter Weise über ein Gehäuse 2, das einen Spülbehälter 3 aufnimmt. Der Spülbehälter 3 stellt seinerseits einen Spülraum 4 bereit, der im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall der Aufnahme von zu reinigenden Spülgütern dient.
-
Der Spülraum 4 ist verwenderseitig über eine Beschickungsöffnung 5 zugänglich. Diese ist mittels einer Spülraumtür 6 fluiddicht verschließbar, wobei die Spülraumtür 6 um eine quer zur Maschinenhöhenrichtung 8 verlaufende Verdrehachse verschwenkbar gelagert ist. Dabei kann die Spülraumtür 6 aus einer die Beschickungsöffnung fluiddicht verschließenden Verschlussstellung in eine die Beschickungsöffnung freigebende Offenstellung überführt werden und umgekehrt. Die Figuren 17 und 18 zeigen die Spülraumtür 6 in einer die Beschickungsöffnung freigebenden Stellung.
-
Der Spülbehälter 3 nimmt verfahrbar angeordnete Spülgutträger 7 auf, die im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall der Aufnahme von zu reinigendem Spülgut dienen. Gemäß der gezeigten Ausführungsform nach den Figuren 17 und 18 kommen Spülgutträger in der Ausgestaltung sogenannter Spülkörbe zum Einsatz, wobei in Maschinenhöhenrichtung 8 zu unterst ein Unterkorb, gefolgt von einem Oberkorb und einer Besteckschublade vorgesehen sind.
-
Erfindungsgemäß ist die Geschirrspülmaschine 1 mit einer Schubladeneinrichtung 9 ausgerüstet. Diese Schubladeneinrichtung 9 ist in Maschinenhöhenrichtung 8 oberhalb des Spülbehälters 3 angeordnet, wie dies insbesondere die Darstellungen nach den Figuren 18 und 19 erkennen lassen.
-
Die Schubladeneinrichtung 9 verfügt über ein verfahrbar ausgebildetes Schubladenelement 10. Dieses ist aus einer Gebrauchsstellung in eine Nichtgebrauchsstellung und umgekehrt überführbar.
-
In der Gebrauchsstellung des Schubladenelements 10 ist das Schubladenelement 10 in die Schubladeneinrichtung 9 vollständig eingefahren, wie dies Fig. 19 erkennen lässt. In dieser Stellung des Schubladenelements 10 ist ein Überführen der Spülraumtür 6 in die geschlossene Stellung ermöglicht, wie sich dies gleichfalls aus der Darstellung nach Fig. 19 ergibt.
-
In der Nichtgebrauchsstellung des Schubladenelements 10 ist das Schubladenelement 10 zumindest teilweise aus der Schubladeneinrichtung 9 herausverfahren, so dass es frontseitig des Spülbehälters 3 über diesen hinaus vorsteht. Eine solche Stellung des Schubladenelementes 10 ergibt sich beispielsweise aus der Darstellung nach Fig. 18.
-
Erfindungsgemäß ist ferner vorgesehen, dass das Schubladenelement 10 eine Dosiereinrichtung 11 bereitstellt. Diese Dosiereinrichtung 11 dient dazu, eine Prozesschemikalie zu beherbergen.
-
Fig. 20 lässt in einer explosionsartigen Darstellung die Schubladeneinrichtung 9 im Detail erkennen. Wie sich aus dieser Stellung ergibt, verfügt die Schubladeneinrichtung 9 über ein Gehäuse 12. Dieses Gehäuse 12 nimmt das Schubladenelement 10 translatorisch verfahrbar auf, zu welchem Zweck ein entsprechender Auszug 13 vorgesehen ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel verfügt der Auszug 13 über zwei teleskopierbare Schienen 14, die mit Bezug auf die Zeichnungsebene nach Fig. 20 links- und rechtsseitig des Gehäuses 12 am Gehäuse 12 angeordnet sind und zwischen sich das Schubladenelement 10 aufnehmen.
-
Das Schubladenelement 10 stellt im gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Staufächer 18 und 19 bereit. Diese Staufächer 18 und 19 dienen jeweils der Beherbergung von verwenderseitig für eine Bedienung der Geschirrspülmaschine 1 sinnvollerweise nutzbaren Mitteln und/oder Gegenstände. So ist beispielsweise ein Staufach 18 vorgesehen, das der Beherbergung einer Dokumentation 20, beispielsweise einer Gebrauchsanweisung dient. Das weitere Staufach 19 dient beispielsweise der Aufnahme von Zubehör 21, beispielsweise eines Einfülltrichters, wie er in den Figuren 38 und 39 näher dargestellt ist. Dabei kann der Einfülltrichter aus einer Nichtgebrauchsstellung, wie sie in Fig 38 gezeigt ist, in eine Gebrauchsstellung gemäß Fig. 39 überführt werden und umgekehrt. Dabei weist der Trichter in seiner Nichtgebrauchsstellung gemäß Fig. 38 eine Größe auf, die eine Beherbergung im Staufach 19 ermöglicht.
-
Das Schubladenelement 10 dient erfindungsgemäß ferner dazu, eine Dosiereinrichtung 11 für eine Prozesschemikalie bereitzustellen. Dabei ist es in Entsprechung des gezeigten Ausführungsbeispiels im Besonderen bevorzugt, dass die Dosiereinrichtung 11 zwei Dosiergeräte 15 und 16 aufweist, nämlich ein Dosiergerät 15 für eine schüttfähige Prozesschemikalie einerseits und ein Dosiergerät 16 für eine flüssige Prozesschemikalie andererseits. Die Dosiereinrichtung 11 kann mithin bedarfsgerecht sowohl eine schüttfähige Prozesschemikalie als auch eine flüssige Prozesschemikalie in den vom Spülbehälter 3 bereitgestellten Spülraum 4 einschleusen.
-
Für die portionsweise Bereitstellung einer schüttfähigen Prozesschemikalie verfügt das Dosiergerät 15 über ein Vorratsmagazin 22, wie dieses in Fig. 21 dargestellt ist. Wie sich aus dieser Darstellung ergibt, ist das Vorratsmagazin 22 ringförmig ausgebildet und verfügt über einen Ringkörper 23. Es ist ferner ein ringförmig ausgebildeter Zahnkranz 25 vorgesehen, der den Ringkörper 23 konzentrisch umgibt. In radialer Richtung erstrecken sich zwischen dem Ringkörper 23 und dem Zahnkranz 25 Trennwände 24, womit sich zwischen dem Ringkörper 23 und dem Zahnkranz 25 durch die Trennwände 24 voneinander separierte Kompartments 26 ergeben. Dabei dient ein jedes Kompartment 26 dazu, eine schüttfähige Prozesschemikalie portioniert aufzunehmen. Die portionierte Prozesschemikalie kann beispielsweise in Form sogenannter Tabs 27 vorliegen, wobei ein Kompartment 26 der jeweiligen Aufnahme eines Tabs 27 dient.
-
Die Kompartments 26 sind jeweils bodenfrei ausgebildet, so dass im Dosierfall, wie dieser im Weiteren noch näher beschrieben werden wird, ein von einem Kompartment 26 bereitgestelltes Tab 27 der Schwerkraft folgend nach unten aus dem Vorratsmagazin 22 herausfallen und durch eine Dosieröffnung 37 hindurch in den Spülbehälter 3 überführt werden kann.
-
Fig. 22 lässt in einer schematischen Perspektivansicht ausschnittsweise eine Küchenzeile 28 erkennen, in die eine erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine 1 integriert ist. In Höhenrichtung oberseitig schließt die Küchenzeile 28 mit einer Arbeitsplatte 29 ab.
-
Wie die Darstellung nach Fig. 22 erkennen lässt, ermöglicht die erfindungsgemäße Ausgestaltung eine einfache Handhabung der Geschirrspülmaschine 1 durch einen Verwender. Bei zumindest teilweise geöffneter Spülraumtür 6 ist das Schubladenelement 10 der Schubladeneinrichtung 9 in eine in Fig. 22 gezeigte Nichtgebrauchsstellung überführbar. Es ist so ein verwenderseitiger Zugriff von oben auf die Dosiereinrichtung 11 und damit auf beide Dosiergeräte 15 und 16 gestattet.
-
So ist es insbesondere möglich, wie dies Fig. 22 erkennen lässt, das Vorratsmagazin 22 dem Ringraum 17 des Dosiergerätes 15 zu entnehmen und auf der Arbeitsplatte 29 zwecks Reinigung desselben abzulegen. Ferner kann der Ringraum 17 im Bedarfsfall gereinigt werden, beispielsweise zur Entfernung von Resten an Prozesschemikalie ausgesaugt werden. Sobald im Bedarfsfalls sowohl das Vorratsmagazin 22 als auch der Ringraum 17 gereinigt sind, wird das Vorratsmagazin 22 verwenderseitig in den Ringraum 17 eingesetzt und es kann alsdann eine Bestückung der einzelnen vom Vorratsmagazin 22 bereitgestellten Kompartments 26 mit jeweils einem Tab 27 stattfinden. Dabei können auch die Tabs 27 vor einer Bestückung des Vorratsmagazins 22 auf der Arbeitsfläche 29 bereitgelegt werden, wie dies ebenfalls die Darstellung nach Fig. 22 erkennen lässt.
-
Wie sich aus Fig. 22 ferner ergibt, ist im Ringraum 17 bodenseitig eine Durchfallöffnung 30 ausgebildet. Durch diese hindurch fällt im Dosierfall ein vom Vorratsmagazin 22 bereitgestelltes Tab 27. Zu diesem Zweck ist das Vorratsmagazin 22 entsprechend zu verdrehen, bis das entsprechende Kompartment 26 fluchtend oberhalb der Durchfallöffnung 30 positioniert ist. Dieser Sachverhalt ergibt sich insbesondere aus einer Zusammenschau der Figuren 23 und 24.
-
Wie sich aus den Figuren 23 und 24 ergibt, wirkt das Vorratsmagazin 22 mit einer Motor-Getriebe-Anordnung 31 zusammen. Diese verfügt über ein Zahnrad 32, das im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall mit dem Zahnkranz 25 des Vorratsmagazins 22 zusammenwirkt. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall kann mithin durch die Motor-Getriebe-Anordnung 31 ein Verdrehen des Vorratsmagazins 22 bewirkt werden.
-
In der sogenannten Nullposition des Vorratsmagazins 22 befindet sich ein vom Vorratsmagazin 22 bereitgestellter Abschnitt 66 direkt oberhalb der vom Ringraum 17 bereitgestellten Durchfallöffnung 30. Im Dosierfall wird nun das Vorratsmagazin 22 verdreht, beispielsweise im Uhrzeigersinn. Dabei verdreht das Vorratsmagazin 22 so weit, bis ein noch mit einem Tab 27 befülltes Kompartment 26 in eine Stellung direkt oberhalb der Durchfallöffnung 30 kommt. Sobald diese Stellung erreicht ist, verlässt das vom Kompartment 26 bereitgestellte Tab 27 das bodenfrei ausgebildete Kompartment 26 der Schwerkraft folgend nach unten und fällt so durch die Durchfallöffnung 30 hindurch. Sobald der Dosiervorgang abgeschlossen ist, verdreht das Vorratsmagazin 22 zurück, beispielsweise entgegen des Uhrzeigersinns, und zwar so weit, bis der Abschnitt 66 wieder direkt oberhalb der Durchfallöffnung 30 zu liegen kommt.
-
Für eine positionsgenaue Anordnung eines Kompartments 26 direkt oberhalb der Durchfallöffnung 30 verfügt das Dosiergerät 15 über eine Positionierhilfe 33, wie sich diese insbesondere aus der Darstellung nach Fig. 24 ergibt.
-
Wie Fig. 24 erkennen lässt, verfügt die Positionierhilfe 33 über einen mit Bezug auf die Durchfallöffnung 30 positionsfest angeordneten Taster 34. Bei diesem Taster 34 kann es sich beispielsweise um einen federbelasteten Zapfen handeln. Dieser wirkt mit einer vom Vorratsmagazin 22 bereitgestellten Positionierkulisse 35 zusammen, wobei diese Positionierkulisse 35 je Kompartment 26 eine im Umfangsrichtung mittig zum jeweiligen Kompartment 26 ausgebildete Ausbuchtung 36 bereitstellt. Sobald der Taster 34 in einer solchen Ausbuchtung 36 zu liegen kommt, ist die exakte Positionierung des zugehörigen Kompartments 26 oberhalb der Durchfallöffnung 30 erreicht. Dies kann der Motor-Getriebe-Anordnung 31 signaltechnisch mitgeteilt werden, infolge dessen ein weiterer Verdrehantrieb des Vorratsmagazins 22 durch die Motor-Getriebe-Anordnung 31 unterbleibt.
-
Für ein Überführen einer Prozesschemikalie in den Spülbehälter 3 verfügt dieser über eine Dosieröffnung 37, wie sich diese insbesondere aus einer Zusammenschau der Figuren 25 bis 28 ergibt. Im Dosierfall wird mithin hinsichtlich des Dosiergerätes 15 für eine schüttfähige Prozesschemikalie ein Tab 27 aus dem Vorratsmagazin 22 durch die Durchfallöffnung 30 einerseits und die Dosieröffnung 37 andererseits hindurch in den vom Spülbehälter 3 bereitgestellten Spülraum 4 ausgeschleust.
-
Die Dosieröffnung 37 wirkt mit einer Verschlusseinrichtung 38 zusammen, die dazu eingerichtet ist, die Dosieröffnung 37 im Nichtdosierfall fluiddicht zu verschließen. Nur im Dosierfall wird die Dosieröffnung 37 mittels der Verschlusseinrichtung 38 freigegeben.
-
Die Verschlusseinrichtung 38 verfügt über eine Scheibe 39. Diese ist verdrehbar von einer Scheibenaufnahme 40 beherbergt. Für einen Verdrehantrieb der Scheibe 39 ist eine Getriebe-Motor-Anordnung 42 vorgesehen, die über ein Zahnrad 43 verfügt, das im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall mit einem von der Scheibe 39 bereitgestellten Zahnkranz 41 in Wirkverbindung steht. Durch die Getriebe-Motor-Anordnung 42 angetrieben kann die Scheibe 39 mithin verdreht werden, vorzugsweise sowohl mit dem Uhrzeigersinn als auch in entgegengesetzter Richtung.
-
Die Scheibe 39 stellt eine Durchlassöffnung 44 bereit. In der Dosierstellung nimmt die Scheibe 39 die in Fig. 25 gezeigte Position ein, in der die Durchlassöffnung 44 der Scheibe 39 und die Dosieröffnung 37 des Spülbehälters 3 fluchten. In dieser Stellung kann eine von der Dosiereinrichtung 11 abgegebene Prozesschemikalie in den Spülraum 4 überführt werden.
-
Fig. 26 lässt die Nichtdosierstellung der Verschlusseinrichtung 38 erkennen. In dieser Stellung der Verschlusseinrichtung 38 ist die Scheibe 39 im Vergleich zur Position nach Fig. 25 um 180° verdreht. In dieser Stellung der Scheibe 39 ist die Dosieröffnung 37 fluiddicht verschlossen.
-
Für einen fluiddichten Verschluss der Dosieröffnung 37 ist ein Verschlusselement 47 in der Ausgestaltung einer Verschlussplatte vorgesehen. Diese ist auf der dem Spülbehälter 3 zugewandten Unterseite der Scheibe 39 angeordnet, wie sich aus der Darstellung nach Fig. 27 ergibt. Dabei stellt die Scheibe 39 eine Widerlagerplatte 54 bereit, an der sich das Verschlusselement 47 unter Zwischenordnung von Druckfedern 48 abstützt. Sobald also die Verschlusseinrichtung 38 ihre Verschluss- bzw. Nichtdosierstellung gemäß Fig. 26 einnimmt, drückt das verschlusseinrichtungsseitige Verschlusselement 47 auf die Dosieröffnung 37 bzw. den die Dosieröffnung 37 umgebenden Rand, womit die Dosieröffnung 37 abgedichtet ist. Für einen wirkungsvollen fluiddichten Abschluss der Dosieröffnung 37 ist vorzugsweise eine Dichtung vorgesehen, die verschlusselementseitig ausgebildet ist.
-
Wie sich ferner aus der Darstellung nach Fig. 27 ergibt, ist zur verdrehbaren Anordnung der Scheibe 39 ein Lagerpin 45 vorgesehen, der im endmontierten Zustand der Verschlusseinrichtung 38 in eine entsprechende Pinaufnahme 46 eingreift, wie sich diese insbesondere aus der Darstellung nach Fig. 28 ergibt.
-
Fig. 29 lässt die Verschlusseinrichtung 38 in ihrer Dosierstellung erkennen, wobei sich aus dieser Darstellung insbesondere die Anordnung der Verschlusseinrichtung 38 einschließlich der Getriebe-Motor-Anordnung 42 erkennen lässt.
-
Im bestimmungsgemäßen Dosierfall kann in Entsprechung der vorstehenden Ausführungen ein dem Vorratsmagazin 22 entstammendes Tab 27 durch die Durchfallöffnung 30, die Durchlassöffnung 44 und die Dosieröffnung 37 hindurch in den vom Spülbehälter 3 bereitgestellten Spülraum 4 gelangen. Dort trifft es der Schwerkraft folgend auf den in Maschinenhöhenrichtung 8 zuoberst angeordneten Spülgutträger 7 auf, bei dem es sich im dargestellten Ausführungsbeispiel um eine Besteckschublade handelt. Um zu verhindern, dass die als Tab 27 ausgeformte Prozesschemikalie von einem in Höhenrichtung oberen Spülgutträger 7 abgefangen und deshalb unter Umständen nicht bestimmungsgemäß vollends aufgelöst wird, ist im gezeigten Ausführungsbeispiel der in Höhenrichtung obere Spülgutträger 7 mit einem Auffang 49 ausgerüstet, wie dies in einer Zusammenschau die Figuren 30 und 31 erkennen lassen. Wie sich aus diesen Figuren ergibt, ist der Auffang 49 mit einer Öffnung 50 ausgerüstet. Im bestimmungsgemäßen Dosierfall wird das in den Spülraum eingeführte Tab 27 vom Auffang 49 des Spülgutträgers 7 aufgefangen und hier positionssicher gehalten. Von einer Sprüheinrichtung umgewälzte Spülflotte führt zu einem Auflösen des Tabs 27, wobei die den Tab 27 auflösende Spülflotte den Auffang 49 über die Öffnung 50 verlässt. Es ist so eine Gleichbeschickung der vom Spülraum 4 aufgenommenen Spülgüter mit der zuvor eindosierten Prozesschemikalie sichergestellt.
-
Die Figuren 32 und 33 lassen in einer Zusammenschau das Vorerläuterte in einer geschnittenen Darstellung erkennen. Dabei zeigt Fig. 32 die Dosierstellung und Fig. 33 die Nichtdosierstellung.
-
Die Dosiereinrichtung 11 verfügt erfindungsgemäß über ein weiteres Dosiergerät 16, nämlich ein Dosiergerät 16 zur Bereitstellung einer flüssigen Prozesschemikalie, beispielsweise eines Klarspülers.
-
Das Dosiergerät 16 verfügt zu diesem Zweck über einen Vorratstank 51. Dieser beherbergt in befülltem Zustand eine Menge an einer flüssigen Prozesschemikalie, die ausreicht, um mehrere aufeinander nachfolgende Spülvorgänge bestimmungsgemäß durchzuführen. Für eine verwenderseitige Befüllung des Vorratstanks 51 ist eine Befüllöffnung 52 vorgesehen, die mittels eines Deckels 53 fluiddicht verschließbar ist. Wie sich dies beispielsweise aus der Darstellung nach Fig. 22 ergibt, ist eine Befüllung des Vorratstanks 51 verwenderseitig von oben möglich, wenn sich das Schubladenelement 10 in seiner Nichtgebrauchsstellung befindet. Dabei hat sich ein Verwender weder für eine Befüllung des Vorratstanks 51 noch für eine Befüllung des Vorratsmagazins 22 zu bücken, da die Dosiereinrichtung 11 in Abkehr zum Stand der Technik nicht von der Spülraumtür 6 beherbergt ist, sondern von dem Schubladenelement 10 der erfindungsgemäß vorgesehenen Schubladeneinrichtung 9.
-
Für die Eindosierung der vom Vorratstank 51 bevorrateten flüssigen Prozesschemikalie in den Spülraum 4 ist eine Dosierkammer 57 vorgesehen. Diese Dosierkammer 57 dient der Portionierung der flüssigen Prozesschemikalie, womit eine dem Volumenraum der Dosierkammer 57 entsprechende Portion an flüssiger Prozesschemikalie im Dosierfall in den Spülraum 4 überführt wird. Die Dosierkammer 57 stellt zu diesem Zweck eine Auslassöffnung 58 bereit, die in einen Schlauch 55 mündet. Dieser Schlauch 55 wirkt in Dosierstellung der Verschlusseinrichtung 38 mit der Dosieröffnung 37 zusammen, wie dies insbesondere die Darstellung nach Fig. 35 erkennen lässt.
-
Das Dosiergerät 16 verfügt über ein Dosierventil 56, das die schon vorbeschriebene Dosierkammer 57 bereitstellt, wie sich dies insbesondere aus einer Zusammenschau der Figuren 36 und 37 ergibt.
-
Wie die Figuren 36 und 37 ferner erkennen lassen, verfügt das Dosierventil 56 über einen Ventilstößel 59, der eine erste, in Fig. 36 gezeigte Dosierstellung und eine zweite, in Fig. 37 gezeigte Dosierstellung einnehmen kann.
-
In der ersten Dosierstellung des Dosierventils 56 gemäß Fig. 36 dichtet der Ventilstößel 59 mit seinem Kopf 62 einen in die Auslassöffnung 58 einmündenden Auslasskanal 63 ab. In dieser Stellung des Ventilstößels 59 ist eine strömungstechnische Verbindung zwischen dem Vorratstank 51 und der Dosierkammer 57 geöffnet, so dass in Entsprechung des Pfeils 64 die flüssige Prozesschemikalie aus dem Vorratstank 51 in die Dosierkammer 57 überführt werden kann. Dabei erfolgt eine vollständige Befüllung der Dosierkammer 57 mit der flüssigen Prozesschemikalie. Die Dosierkammer 57 kann beispielsweise ein Volumen von 1 ml zur Verfügung stellen.
-
Sobald die Dosierkammer 57 mit der flüssigen Prozesschemikalie geflutet ist, verfährt der Ventilstößel 59 mit Bezug auf die Zeichnungsebene nach Fig. 36 nach oben, bis er seine zweite, in Fig. 37 dargestellte Dosierstellung erreicht hat. In dieser Stellung liegt der Ventilstößel 59 mit einem Dichtring 60 am Dichtsitz 61 an. In dieser Stellung ist mithin die strömungstechnische Verbindung zwischen dem Vorratstank 51 und der Dosierkammer 57 geschlossen. Stattdessen ist aber der Auslasskanal 63 geöffnet, so dass die von der Dosierkammer 57 zwischengespeicherte Prozesschemikalie in Entsprechung des Pfeils 65 über den Ablasskanal 63 und die Auslassöffnung 58 in den Spülraum 4 überführt werden kann.
-
Die Erfindung ist vorstehend anhand von zwei bevorzugten Ausführungsbeispielen erläutert. Es versteht sich dabei für den Fachmann von selbst, dass die jeweils individuellen Merkmale der beiden Ausführungsbeispiele sowohl unabhängig voneinander als auch in beliebiger Kombination verwendet werden können. Merkmale, die in Verbindung mit einer Ausführungsform beschrieben worden sind, sind auch für andere Ausführungsformen anwendbar, sofern die Merkmale nicht unvereinbar sind.
Bezugszeichen
-
- 1
- Geschirrspülmaschine
- 2
- Gehäuse
- 3
- Spülbehälter
- 4
- Spülraum
- 5
- Beschickungsöffnung
- 6
- Spülraumtür
- 7
- Spülgutträger
- 8
- Maschinenhöhenrichtung
- 9
- Schubladeneinrichtung
- 10
- Schubladenelement
- 11
- Dosiereinrichtung
- 12
- Gehäuse
- 13
- Auszug
- 14
- Schiene
- 15
- Dosiergerät
- 16
- Dosiergerät
- 17
- Ringraum
- 18
- Staufach
- 19
- Staufach
- 20
- Dokumentation
- 21
- Zubehör
- 22
- Vorratsmagazin
- 23
- Ringkörper
- 24
- Trennwand
- 25
- Zahnkranz
- 26
- Kompartment
- 27
- Tab
- 28
- Küchenzeile
- 29
- Arbeitsplatte
- 30
- Durchfallöffnung
- 31
- Motor-Getriebe-Anordnung
- 32
- Zahnrad
- 33
- Positionierhilfe
- 34
- Taster
- 35
- Positionierkulisse
- 36
- Ausbuchtung
- 37
- Dosieröffnung
- 38
- Verschlusseinrichtung
- 39
- Scheibe
- 40
- Scheibenaufnahme
- 41
- Zahnkranz
- 42
- Getriebe-Motor-Anordnung
- 43
- Zahnrad
- 44
- Durchlassöffnung
- 45
- Lagerpin
- 46
- Pinaufnahme
- 47
- Verschlusselement
- 48
- Druckfeder
- 49
- Auffang
- 50
- Öffnung
- 51
- Vorratstank
- 52
- Befüllöffnung
- 53
- Deckel
- 54
- Wiederlagerplatte
- 55
- Schlauch
- 56
- Dosierventil
- 57
- Dosierkammer
- 58
- Auslassöffnung
- 59
- Ventilstößel
- 60
- Dichtring
- 61
- Ventilsitz
- 62
- Kopf
- 63
- Ablasskanal
- 64
- Pfeil
- 65
- Pfeil
- 66
- Abschnitt
- 67
- Innenseite
- 68
- Sprüheinrichtung
- 69
- Sprüharm
- 70
- Spritzschuss
- 71
- Dosierspalt
- 72
- Gehäuse
- 73
- Deckel
- 74
- Ringabschnitt
- 75
- Flächenabschnitt
- 76
- Ausschleusungskanal
- 77
- Behälter
- 78
- Schutzfolie
- 79
- Volumenraum
- 80
- Auslass
- 81
- Deckel
- 82
- Trageinheit
- 83
- Zahnkranz
- 84
- Öffnung
- 85
- Verschlussteil
- 86
- Überströmungskanal
- 87
- Dichtmittel
- 88
- Dichtfortsatz
- 89
- Kamera