EP4702629A1 - Abisolierzange mit zwei zangenbacken - Google Patents

Abisolierzange mit zwei zangenbacken

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EP4702629A1
EP4702629A1 EP24722494.2A EP24722494A EP4702629A1 EP 4702629 A1 EP4702629 A1 EP 4702629A1 EP 24722494 A EP24722494 A EP 24722494A EP 4702629 A1 EP4702629 A1 EP 4702629A1
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EP
European Patent Office
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cutting
jaws
stripping pliers
jaw
pliers according
Prior art date
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Pending
Application number
EP24722494.2A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Georg Holland-Moritz
Marcel BONSS
Marko ENDTER
Michael Brückner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rennsteig Werkzeuge GmbH
Original Assignee
Rennsteig Werkzeuge GmbH
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Filing date
Publication date
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Publication of EP4702629A1 publication Critical patent/EP4702629A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G1/00Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines
    • H02G1/12Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines for removing insulation or armouring from cables, e.g. from the end thereof
    • H02G1/1202Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines for removing insulation or armouring from cables, e.g. from the end thereof by cutting and withdrawing insulation
    • H02G1/1204Hand-held tools
    • H02G1/1207Hand-held tools the cutting element not rotating about the wire or cable
    • H02G1/1209Hand-held tools the cutting element not rotating about the wire or cable making a transverse cut
    • H02G1/1212Hand-held tools the cutting element not rotating about the wire or cable making a transverse cut using wire or cable clamping means

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  • Gripping Jigs, Holding Jigs, And Positioning Jigs (AREA)
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  • Removal Of Insulation Or Armoring From Wires Or Cables (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Abisolierzange (1) mit zwei Zangenbacken (2, 3), zwei äußeren Klemmbacken (19, 20), zwei inneren Schneidbacken (22, 23) und zwei Griffteilen (4, 5), wobei die Schneidbacken (22, 23) im Zuge eines Zusammendrückens der Griffteile (4, 5) aus einer Ausgangsstellung in eine Endstellung verlagerbar sind, wobei weiter die Schneidbacken (22, 23) jeweils eine Schneide (24, 25) mit einer Schneidkante (32, 33) aufweisen, wobei sich die Schneidkanten (32, 33) in einer definierten Stellung, in welcher die Schneidbacken (22, 23) aufeinander zugeführt sind, in einem bestimmten Abstand (a) zueinander befinden, wobei in einer als Grundstellung anzusehenden Stellung der Abstand (a) über eine Einstellschraube (38) einstellbar ist. Um eine Abiso- lierzange der Rede stehenden Art weiter verbessert auszugestalten, wird vorgeschlagen, dass die Einstellschraube (38) mit einem Einstellrad (45) verbindbar ist, das an einer an einer der Zangenbacken (2, 3) festen Markierung (46) für die Grundstellung ausrichtbar ist.

Description

Beschreibung
Abisolierzange mit zwei Zangenbacken
Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Abisolierzange mit zwei Zangenbacken, zwei äußeren Klemmbacken, zwei inneren Schneidbacken und zwei Griffteilen, wobei die Schneidbacken im Zuge eines Zusammendrückens der Griffteile aus einer Ausgangsstellung in eine Endstellung verlagerbar sind, wobei weiter die Schneidbacken jeweils eine Schneide mit einer Schneidkante aufweisen, wobei sich die Schneidkanten in einer definierten Stellung, in welcher die Schneidbacken aufeinander zugeführt sind, in einem bestimmten Abstand zueinander befinden, wobei in einer als Grundstellung anzusehenden Stellung der Abstand über eine Einstellschraube einstellbar ist.
Stand der Technik
[0002] Abisolierzangen der in Rede stehenden Art sind bekannt. Diese dienen zum Abisolieren von elektrischen Kabeln. In diesem Zusammenhang sind sogenannte Automatik- Abisolierzangen bekannt geworden, die in einem Arbeitsgang die Isolation einschneiden und nachfolgend im Zuge des weiteren Zusammendrückens der Griffteile von dem Leiter zumindest teilweise abziehen. Die Schneidtiefe der Schneidbacken ist hierbei üblicherweise an die Dicke der Isolationsschicht anzupassen, um den elektrischen Leiter beschädigungsfrei freizulegen.
[0003] Eine Abisolierzange der in Rede stehenden Art ist beispielsweise bekannt aus der DE 44 20 006 C2 bekannt. Diese Abisolierzange ist versehen mit einer Einstellschraube, über welche auf einen, eine der beiden Schneidbacken abstützender Hebel eingewirkt werden kann, zur Einstellung des Abstandes der Schneidkanten relativ zueinander.
[0004] Auch ist eine derartige Abisolierzange beispielsweise bekannt aus der US 3 596 541 A, welche Zange eine Einstellschraube aufweist, die zur Abstandseinstellung der Schneidkanten zueinander unmittelbar auf eine der Schneidbacken einwirken kann. Die Einstellschraube ist, in Drehrichtung der Einstellschraube betrachtet, in 90°-Schritten rastfestlegbar.
Zusammenfassung der Erfindung
[0005] Im Hinblick auf den vorbeschriebenen Stand der Technik wird eine Aufgabe der Erfindung darin gesehen, eine Abisolierzange der Rede stehenden Art weiter verbessert auszugestalten.
[0006] Eine mögliche Lösung der Aufgabe ist nach einem ersten Erfindungsgedanken bei einer Abisolierzange gegeben, bei welcher darauf abgestellt ist, dass die Einstellschraube mit einem Einstellrad verbindbar ist, das an einer an einer der Zangenbacken festen Markierung für die Grundstellung ausrichtbar ist.
[0007] Über das Einstellrad ist aus der über die Einstellschraube eingenommene Grundstellung heraus eine (weitere) Einstellung des Schneidkanten- Abstands durch den Nutzer ermöglicht. Hierzu ist die Einstellschraube, über welche bevorzugt allein zunächst, beispielsweise herstellerseitig, die Grundeinstellung vornehmbar ist, mit dem Einstellrad versehbar. Bevorzugt allein über dieses Einstellrad ist dem Nutzer die Möglichkeit gegeben, insbesondere werkzeuglos aus der Grundstellung heraus eine weitere (Fein-)Einstellung des Schneidkanten- Abstandes vorzunehmen. [0008] Hierzu kann das Einstellrad mit einem handhabungsfreundlichen Abschnitt versehen sein, beispielweise mit einer randseitig umlaufenden Rändelung.
[0009] Bevorzugt wird zur Einstellung der Grundstellung allein die Einstellschraube genutzt. Erst nach dieser Grundausrichtung der Schneidbacken wird in bevorzugter Ausgestaltung die Einstellschraube zur Ermöglichung einer weiteren, aus der Grundstellung heraus durchzuführenden Abstands-Einstellung mit dem Einstellrad versehen.
[0010] Über das Einstellrad ist auch nach einer weiteren Abstands-Einstellung die Grundeinstellung durch den Nutzer leicht wieder auffindbar. Hierzu dient eine, bevorzugt an einem Festteil der Abisolierzange, beispielsweise an einer die Einstellschraube tragenden Zangenbacke, ausgebildete Markierung, an welcher eine Gegen-Markierung an dem Einstellrad ausgerichtet werden kann.
[0011] Üblicherweise dienen derartige Abisolierzangen zum Abisolieren von Elektrokabeln mit unterschiedlichen Leiterquerschnitten, so beispielsweise von 0,75 mm2, 1 mm2, 1,5 mm2, 2,5 mm2, 4 mm2 oder 10 mm2. In Abhängigkeit von dem sich bei Ergreifen des abzuisolierenden Kabels einstellenden Abstands der äußeren Klemmbacken zueinander stellt sich selbsttätig eine Einschneidtiefe der Schneidkanten und somit der kleinstmögliche Abstand der Schneidkanten, angepasst an den Leiterquerschnitt, zueinander ein. Es ergibt sich entsprechend in bekannter Weise eine automatische Anpassung des Schneidkanten- Abstandes in Abhängigkeit zu dem Außenquerschnitt des Kabels insgesamt.
[0012] Insbesondere bei querschnitts kleineren Kabeln kann aber eine Nachjustierung der Einschneidtiefe beziehungsweise des Schneidkanten- Abstandes nötig werden. Insbesondere zufolge ungünstiger Temperatureinwirkung kann es ohne eine solche Nachjustierung gegebenenfalls zu einer Beschädigung des freizulegenden Leiters kommen.
[0013] Gemäß einer möglichen Ausgestaltung kann eine Festsetzung der Stellung des Einstellrades relativ zu der Einstellschraube unveränderbar gegeben sein. Sie kann unveränderbar, etwa herstellerseitig, vorgenommen sein. Dies kann durch eine kraft- und/ oder formschlüssige Verbindung von Einstellrad und Einstellschraube nach Durchführung der Grundausrichtung mittels der Einstellschraube erreicht sein.
[0014] Die Festsetzung kann beispielsweise durch eine das Einstellrad durchsetzende und in einem Gewinde der Einstellschraube aufgenommene Festsetzungsschraube erreicht sein. Die Festsetzungsschraube kann selbsthemmend ausgebildet sein, um hierdurch die Festsetzung von Einstellrad und Einstellschraube relativ zueinander sicherzustellen. Auch kann hierzu eine Klebung der Festsetzungsschraube in dem aufnehmenden Gewinde gegeben sein.
[0015] Alternativ oder kombinativ zu einer Festsetzung mittels einer Festsetzungsschraube kann die Festsetzung auch durch einen Formschlusseingriff des Einstellrades in die Einstellschraube erreicht sein. Die Einstellschraube kann hierzu beispielsweise eine Formschlussöffnung aufweisen, die weiter beispielsweise zur Einstellung der Grundstellung auch zur vorübergehenden Aufnahme eines entsprechend ausgestalteten Werkzeugs dienen kann. So kann weiter beispielsweise eine solche Aufnahme einen Mehrkant-Querschnitt aufweisen, zur Aufnahme eines Mehr kant- Werkzeugs beziehungsweise nach Einstellung der Grundstellung und Anordnung des Einstellrades zur Aufnahme eines Mehrkant-Fortsatzes des Einstellrades. [0016] Das Einstellrad kann mit einer an der Zangenbacke festen Rasteinrichtung Zusammenwirken. Eine solche Rasteinrichtung ist üblicherweise im Zuge einer Einwirkung auf das Einstellrad durch den Nutzer bei Einleitung einer Verdrehung des Einstellrades überlaufbar.
[0017] Die Rasteinrichtung kann beispielweise allein oder zumindest in der Grundstellung des Einstellrades wirken. Hierdurch ist auch ein haptisches Signal für den Nutzer gegeben, sobald die Grundstellung erreicht ist.
[0018] Die Rasteinrichtung kann in einer möglichen Ausbildung einen vorstehenden, federbaren Rastvorsprung aufweisen, der in eine Rastausnehmung des Einstellrades eingreift. Der Rastvorsprung kann hierzu an einem gesonderten Federteil ausgebildet sein, welches an der zugeordneten Zangenbacke zur Zusammenwirkung mit dem Einstellrad befestigbar ist. Weiter beispielsweise kann ein solches Federteil ein Kunststoffspritzteil sein, aufweisend einen elastisch rückstellfähigen Abschnitt zur Ausbildung des Rastvorsprungs.
[0019] In einer Verdrehrichtung des Einstellrades betrachtet können an dem Einstellrad mehrere Rastausnehmungen ausgebildet sein. Diese können, wie auch bevorzugt, in Verdrehrichtung betrachtet winkelmäßig gleichmäßig zueinander beabstandet vorgesehen sein. Weiter beispielsweise kann sich zwischen zwei in Verdrehrichtung aufeinander folgende Rastausnehmungen ein Winkel von mehr als 5° bis hin zu 45° ergeben, weiter beispielsweise etwa 10, 15 oder 30°.
[0020] Die Rastausnehmungen können bezüglich der Verdrehrichtung auf unterschiedlichen Höhenniveaus ausgebildet sein. So kann ausgehend von der Grundstellung in der einen Verdrehrichtung des Einstellrades ein kontinuierlicher Anstieg des in Richtung der Verdrehachse betrachteten Höhenniveaus der folgenden Rastausnehmungen und in der entgegengesetzten Verdrehrichtung eine kontinuierliche Verringerung des Höhenniveaus der in dieser Richtung folgenden Rastausnehmungen gegeben sein. Das Höhenniveau ist dabei definiert durch den in Richtung der Verdrehachse betrachteten Abstand zwischen dem Boden der Rastausnehmung und einer Querebene zu der Verdrehachse.
[0021] Der Anstieg beziehungsweise der Abfall des Höhenniveaus kann mit einer Steigerung beziehungsweise mit einer Verringerung der zu überwindenden Federkraft der Rasteinrichtung einhergehen. So kann beispielsweise
- ausgehend von der Grundstellung - eine Plus-Verdrehrichtung eine Vergrößerung der Schneidkanten-Beabstandung bewirken, dies einhergehend mit einem abfallenden Höhenniveau der diesbezüglichen Ratsausnehmungen und entsprechender Verringerung der Federkraft der Rasteinrichtung. Eine entgegengesetzte Verdrehung in Minus-Verdrehrichtung führt beispielsweise zu einer Verringerung des Schneidkanten- Abstandes. Die dabei sich einstellende Verringerung des Höhenniveaus der Rastausnehmungen und die damit einhergehende Erhöhung der Federkraft der Rasteinrichtung gibt dem ausführenden Nutzer ein haptisches Signal, dass eine kritische Abstands-Verringerung vorgenommen wird, die gegebenenfalls eine Verletzung des freizulegenden elektrischen Leiters nach sich ziehen kann.
[0022] Die Verdrehbarkeit des Einstellrades kann auf einen bestimmten Drehwinkelbereich begrenzt sein. Bevorzugt liegt die weiter bevorzugt markierte Grundausrichtung mittig des möglichen Drehwinkelbereichs.
[0023] In bevorzugter Ausgestaltung ist der Drehwinkelbereich kleiner als 360°. So kann ein Drehwinkelbereich von beispielsweise 90° oder mehr, weiter beispielsweise bis hin zu 180° oder 270° gegeben sein. Weiter kann ein Drehwinkelbereich von beispielsweise etwa 210° oder 225° gegeben sein.
[0024] Über den begrenzten Drehwinkelbereich können, bevorzugt gleichmäßig beabstandet zueinander, 10 oder mehr, beispielsweise bis hin zu 20 oder mehr, weiter beispielweise 15 Rastausnehmungen vorgesehen sein.
[0025] Die Begrenzung der Verdrehbarkeit kann durch einen Formschlusseingriff zwischen dem Einstellrad und der zugeordneten Zangenbacke erreicht sein, weiter beispielsweise durch einen auf der Unterseite des Einstellrades ausgebildeten Vorsprung, der in eine längenmäßig begrenzte Nut in der Zangenbacke eingreift.
[0026] Alternativ können die Rastausnehmungen auch beispielsweise an der Zangenbacke ausgebildet sein und der damit zusammenwirkende federbare Rastvorsprung seitens des Einstellrades. Auch kann zur Begrenzung der Verdrehbarkeit seitens der Zangenbacke ein Vorsprung ausgebildet sein, der in eine längenmäßig begrenzte Nut des Einstellrades eingreift.
[0027] Die Einwirkung der Einstellschraube auf die zugeordnete Schneidbacke kann unmittelbar gegeben sein. Alternativ ist nur eine mittelbare Einwirkung gegeben, beispielsweise bei einer Ausgestaltung, bei welcher eine oder beide Schneidbacken in einer Verfahrrichtung der Schneidbacken zueinander, außenseitig der Schneidbacke, durch einen Gleitschuh beaufschlagbar sind beziehungsweise beaufschlagbar ist.
[0028] Im Falle einer solchen Ausgestaltung kann die Einstellschraube über den Gleitschuh auf die zugeordnete Schneidbacke mittelbar einwirken. [0029] Die vor- und nachstehend angegebenen Bereiche beziehungsweise Wertebereiche oder Mehrfachbereiche schließen hinsichtlich der Offenbarung auch sämtliche Zwischenwerte ein, insbesondere in 1/10-Schritten der jeweiligen Dimension, gegebenenfalls also auch dimensionslos. Beispielsweise beinhaltet die Angabe 90 bis 270° auch die Offenbarung von 90,1 bis 270°, 90 bis 269,9°, 90,1 bis 269,9°, etc. Diese Offenbarung kann einerseits zur Eingrenzung einer genannten Bereichs grenze von unten und/ oder oben, alternativ oder ergänzend aber zur Offenbarung eines oder mehrerer singulärer Werte aus einem jeweilig angegebenen Bereich dienen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0030] Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung erläutert, die aber lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellt. Die Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Abisolierzange in perspektivischer Darstellung, eine Zangenmaul-Schließstellung betreffend;
Fig. 2 den Längsschnitt entlang der Linie II - II in Figur 1, betreffend eine Zangenmaul-Offenstellung;
Fig. 3 eine perspektivische Unteransicht gegen die Abisolierzange, mit einer Einstelleinrichtung in Explosionsperspektive;
Fig. 4 eine perspektivische Schnittdarstellung durch die Schnittebene IV in Figur 3; Fig. 5 den Schnitt gemäß Figur 4, nach Einsetzen einer Einstellschrau- be und Einstellung einer Grundstellung der Einstellschraube;
Fig. 6 die Ansicht gemäß Pfeil VI in Figur 5;
Fig. 7 eine der Figur 5 entsprechende Schnittdarstellung nach Anord- nung eines Einstellrades;
Fig. 8 die Ansicht gemäß Pfeil VIII in Figur 7;
Fig. 9 eine Schnittdarstellung gemäß Figur 7 , bei einem zwischen
Klemmbacken gefasstem Kabel mit großem Querschnitt;
Fig. 10 eine der Figur 2 entsprechende Darstellung im Zuge des Abiso- liervorganges eines Kabels gemäß Figur 9;
Fig. 11 eine Folgedarstellung zu Figur 10 nach Abschluss des Abisoliervorganges;
Fig. 12 eine der Figur 9 entsprechende Darstellung bei einem gefass- tem Kabel mit geringem Querschnitt; Fig. 13 eine der Figur 2 entsprechende Darstellung im Zuge des Abiso- liervorganges eines Kabels gemäß Figur 12;
Fig. 14 eine Folgedarstellung zu Figur 13 nach Abschluss des Abiso- liervorganges; Fig. 15 das Einstellrad in einer perspektivischen Einzeldarstellung;
Fig. 16 die Ansicht gegen das Einstellrad gemäß Pfeil XVI in Figur 15;
Fig. 17 die Draufsicht auf das Einstellrad gemäß Pfeil XVII in Figur 16;
Fig. 18 die Unteransicht gegen das Einstellrad gemäß Pfeil XVIII in Fi- gur 16;
Fig. 19 den Schnitt entlang der Linie XIX - XIX in Figur 17;
Fig. 20 die Vergrößerung des Bereichs XX in Figur 19;
Fig. 21 den vergrößert dargestellten Schnitt entlang der Linie XXI - XXI in Figur 17;
Fig. 22 die Vergrößerung des Bereichs XXII in Figur 19;
Fig. 23 die Einstellschraube in einer perspektivischen Einzeldarstel- lung;
Fig. 24 die Einstellschraube in Seitenansicht;
Fig. 25 eine Rasteinrichtung mit einem Rastvorsprung in perspektivischer Einzeldarstellung;
Fig. 26 die Seitenansicht gemäß Pfeil XXVI in Figur 25 gegen die Rasteinrichtung; Fig. 27 die Ansicht gemäß Pfeil XXVII in Figur 26.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0031] Dargestellt und beschrieben ist, zunächst mit Bezug zu Figur 1, eine Abisolierzange 1 mit zwei Zangenbacken 2, 3 und zwei Griffteilen 4, 5. Die Zangenbacken 2 und 3 begrenzen ein Zangenmaul ZM.
[0032] Die Zangenbacke 2, die nachstehend als feststehend bezeichnet ist, ist über einen Wangenbereich 6 unmittelbar und fest mit dem Griffteil 4 verbunden.
[0033] Im Wangenbereich 6 bietet die Abisolierzange 1 eine Lagerung für eine Drehachse 7 mit einer geometrischen Achse x an, um welche die weiter nachstehend als beweglich bezeichnete Zangenbacke 3 drehbar gehaltert ist.
[0034] Die Lagerung der beweglichen Zangenbacke 3 an der Drehachse 7 ergibt sich im Bereich eines in Erstreckungsrichtung der Achse x in Projektion zu dem Wangenbereich 6 der feststehenden Zangenbacke 2 sich erstreckenden Schulterbereich 8 der beweglichen Zangenbacke 3.
[0035] Die Zangenmaul-Offenstellung, beispielsweise gemäß der Darstellung in Figur 2, ist anschlagbegrenzt, zufolge Abstützung eines Vorsprungbereichs 9 der beweglichen Zangenbacke 3 an einer zugeordneten Abstützfläche 10 der feststehenden Zangenbacke 2.
[0036] Das weitere Griffteil 5 ist um eine weitere, parallel zur Drehachse 7 beziehungsweise deren geometrische Achse x ausgerichtete geometrische Achse y schwenkgelagert. Die diesbezügliche körperliche Achse ist gleichfalls in dem Wangenbereich 6 der feststehenden Zangenbacke 2 beziehungsweise des feststehenden Griffteils 4 gehaltert.
[0037] Das bewegliche Griffteil 5 ist um die Achse y in Richtung auf das feststehende Griffteil 4 schwenkbar, wobei eine Schwenkverlagerung des beweglichen Griffteils 5 in Richtung auf das feststehende Griffteil 4 eine gekoppelte Drehbewegung der beweglichen Zangenbacke 3 um die Achse x bewirkt.
[0038] Hierzu ist an dem beweglichen Griffteil 5 ein Steuerhebel 11 befestigt, der mit seinem freien Ende mittelbar auf einen Ausleger 13 des Schulterbereichs 8 der beweglichen Zangenbacke 3 einwirkt.
[0039] Der Steuerhebel 11 ist an dem beweglichen Griffteil 5 schwenkbeweglich gehaltert. Die diesbezügliche Schwenkachse verläuft bevorzugt parallel zu der geometrischen Drehachse x.
[0040] Zwischen dem Steuerhebel 11 und dem beweglichen Griffteil 5 wirkt eine Rückstellfeder 14, bevorzugt in Form einer Schenkelfeder. Diese belastet das bewegliche Griffteil 5 in Richtung auf die in Figur 2 dargestellte Grundstellung der Abisolierzange.
[0041] Darüber hinaus wirkt das bewegliche Griffteil 5 über einen Eenker 16 auf eine in dem Wangenbereich 6 der feststehenden Zangenbacke 2 schwenkgelagerte Schneide 17 ein. Die Lagerung der Schneide 17 erfolgt im Wangenbereich 6. Wobei die diesbezügliche geometrische Achse z ebenfalls parallel verläuft zu der geometrischen Drehachse x der beweglichen Zangenbacke 3.
[0042] Die Schneide 17 liegt in einem freigeschnittenen Bereich 18 der feststehenden Zangenbacke 3 beziehungsweise des Wangenbereichs 6 frei und dient bevorzugt zum Ablängen eines Kabels, beispielsweise eines in einem weiteren Schritt abzuisolierenden Kabels.
[0043] Die Schneide 17 kann mit einer feststehenden, an der Zangenbacke 3 festgelegten Gegenschneide 15 Zusammenwirken.
[0044] Durch die Schwenkbewegung der Schneide 17 im Zuge der Schwenkverlagerung des beweglichen Griffteils 5 in Richtung auf das feststehende Griffteil 4 wird ein gegebenenfalls in dem Bereich 18 einliegendes Kabel unter Abstützung des Kabels an den Flanken des Wangenbereichs 6, welche den Bereich 18 begrenzen, und/ oder unter Anlage an der Gegenschneide 15 durch die ver- schwenkte Schneide 17 durchtrennt.
[0045] Die beiden Zangenbacken 2 und 3 weisen jeweils eine äußere Klemmbacke 19 und 20 auf, zur klemmenden Erfassung eines freien Endes eines zur Abisolierung in das Zangenmaul ZM eingelegten Kabels 21, vergleiche Figuren 9 bis 14.
[0046] Darüber hinaus sind zwei, mit Bezug auf die Anordnung der Klemmbacken 19 und 20 relativ zu der geometrischen Drehachse x, innere Schneidbacken 22 und 23 vorgesehen, mit jeweils in den Klemmbacken 19 und 20 zugewandten Endbereich festgelegten Schneiden 24 und 25. Die Schneiden 24 und 25 sind mit ihren Schneidkanten 32 und 33 aufeinander zuweisend angeordnet.
[0047] Die Schneidbacken 22 und 23 sind zu einem Schneidbacken-Paar 26 zusammengefasst und im Bereich der den Schneiden 24 und 25 abgewandten Enden über eine Schwenkachse 27 miteinander verbunden, welche Schwenkachse 27 eine Relativverschwenkbarkeit der Schneidbacken 22 und 23 zueinander erlaubt. [0048] Die geometrische Achse der Schwenkachse 27 erstreckt sich in betriebsbereiter Anordnung des Schneidbacken-Paares 26 bevorzugt in Parallelausrichtung zu der Drehachse x der beweglichen Zangenbacke 3.
[0049] Zwischen den Schneidbacken 22 und 23 ist eine Feder 28, beispielsweise in Form einer Zylinder-Druckfeder, angeordnet, welche Feder 28 die Schneidbacken 22 und 23 in eine zueinander distanzierte Offenstellung gemäß Figur 2 belastet.
[0050] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist an der unteren Schneidbacke 22 ein in Erstreckungsrichtung der Schneidbacke 22 rastfestlegbarer Anschlagschlitten 29 vorgesehen, zum Anbieten eines Anschlags für das freie, in das Zangenmaul ZM eingeführte Ende des Kabels 21, um hierüber reproduzierbar die Länge des abzuisolierenden Bereichs zu definieren.
[0051] Die Schneidbacken 22 und 23 sind in der jeweiligen Zangenbacke 2, 3 seitlich geführt, zur Ermöglichung einer ordnungsgemäßen Schiebeverlagerung der Schneidbacken 22 und 23 in Richtung ihrer Längserstreckung, d.h. ausgehend von einer zu den Klemmbacken 19 und 20 beabstandeten Stellung in eine in Richtung auf die Drehachse x verlagerte Endstellung und aus dieser Endstellung wieder zurück in die Ausgangsstellung.
[0052] Für diese Verlagerung der Schneidbacken 22 und 23, bevorzugt des Schneidbacken-Paares 26 insgesamt, ist ein Zugstange 30 vorgesehen.
[0053] Der Steuerhebel 11 ist mit seinem freien Ende in einem Endbereich der Zugstange 30 an dieser angelenkt, so dass über eine Schwenkbetätigung des beweglichen Griffteils 5 auf die Zugstange 30 und hierüber auf das Schneidbacken-Paar 26 eingewirkt werden kann. [0054] Die Zugstange 30 stützt sich (zunächst und im Wesentlichen in der Grundstellung der Abisolierzange 1) an einem Brückenabschnitt 31 des beweglichen Zangenbacken- Auslegers 13 ab, so dass die Schneidbacken 22 und 23 im Zuge eines Zusammendrückens der Griffteile 4 und 5 gegen die Kraft der Rückstellfeder 14 aus einer Ausgangsstellung in eine Endstellung verlagert werden können.
[0055] Die in den Darstellungen obere Schneidbacke 23 liegt an einer zugewandten Gleitfläche 33 der beweglichen Zangenbacke 3 an, entlang welcher Gleitfläche 33 die Schneidbacke 23 im Zuge der Verlagerung über die Zugstange 30 abgestützt abgleiten kann.
[0056] Auch die untere Schneidbacke 22 findet eine solche zugewandte Gleitfläche 34, jedoch nicht unmittelbar an der zugewandten feststehenden Zangenbacke 2, sondern an einem hierzu vorgesehenen Gleitschuh 35. Der Gleitschuh 35 ist an der feststehenden Zangenbacke 2 um eine Achse 37 parallel zu der Schwenkachse x verschwenkbar gelagert.
[0057] Die Abstützung des Gleitschuhs 35 an der feststehenden Zangenbacke 2 ist gegeben über eine Einstellschraube 38, die mittels eines in einer Gewindeöffnung 40 der feststehenden Zangenbacke 2 formschlüssig eingreifenden Außengewindes 39 an der feststehenden Zangenbacke 2 gehaltert ist.
[0058] Die Einstellschraube 38 weist einen in Richtung auf den Gleitschuh 36 weisenden, kalottenartigen Stützabschnitt 41 auf. In Richtung der Drehachse t der Einstellschraube 38 betrachtet gegenüberliegend zu dem Stützabschnitt 41 ist die Einstellschraube 38 mit einer Formschlussöffnung 42 versehen, beispielsweise mit einer Mehrkantöffnung. [0059] Die Formschlussöffnung 42 ist geeignet zur Aufnahme eines entsprechend ausgebildeten Werkzeugs 52, mittels welchem eine Justierung beziehungsweise Ersteinstellung des Schneidbacken-Paares 26 vorgenommen werden kann, indem die Einstellschraube 38 entlang ihrer Drehachse t verlagert wird.
[0060] So ist, beispielsweise herstellerseitig, aber auch gegebenenfalls im Rahmen der üblichen Nutzung durch den Nutzer selbst, eine Grundstellung bezüglich des Abstandes a zwischen den Schneidkanten 32 und 33 der Schneiden 24 und 25 einstellbar. Diese Grundstellung kann, wie beispielsweise in Figur 5 angedeutet, die Stellung der Abisolierzange 1 sein, in welcher die Klemmbacken 19 und 20 aneinander liegen.
[0061] Aus dieser eingestellten Grundstellung heraus ist zuverlässig eine ordnungsgemäße Abisolierung von Kabeln 21 mit unterschiedlichen Durchmessern, gemäß dem vorgegebenen Arbeitsbereich der Abisolierzange 1, erreichbar, ohne dass mit Ein- oder Durchschneiden des Isolierungsmantels 43 die freizulegenden Litzen 44 beschädigt werden.
[0062] Die Einstellschraube 38 ist mit einem Einstellrad 45 verbindbar, über welches aus der Grundstellung der Einstellschraube 38 heraus bei Bedarf eine Nachjustierung, beispielsweise aufgrund ungünstiger Bedingungen, beispielsweise ungünstiger klimatischer Bedingungen, und/ oder bei kleinen Kabeldurchmessern, vorgenommen werden kann.
[0063] Das Einstellrad 45 ist in eine in der feststehenden Zangenbacke 2 ausgebildete, randoffene Mulde 48 einsetzbar, wobei bevorzugt im Zuge des Einsetzens eine Ausrichtung des Einstellrades 45 relativ zu einer, die Grundstellung anzeigenden Markierung 46 an der feststehenden Zangenbacke 2 vorgenommen wird. Hierzu weist das Einstellrad 45 auf einer der Einstellschraube 38 abgewandten Oberseite eine Gegenmarkierung 47 auf.
[0064] Im Bereich der zu den Zangenbacken-Seitenflächen offenen Mulde 48 ist das Einstellrad 45 zur Drehung desselben erfassbar. Der diesbezügliche Randbereich des Einstellrades 45 kann zur verbesserten Handhabung beispielsweise mit einer Rändelung 49 versehen sein.
[0065] Das Einstellrad 45 ist relativ zu der Einstellschraube 38 unveränderbar festsetzbar. Hierzu kann zunächst ein Formschlusseingriff gegeben sein, wozu das Einstellrad 45 an der der Einstellschraube 38 zugewandten Unterseite 50 einen, die Drehachse t zentral aufnehmenden Formschlussvorsprung 51 aufweist, zum formschlüssigen Eingriff in die Formschlussöffnung 42 der Einstellschraube 38.
[0066] Im Zuge der Anordnung des Einstellrades 45 an der Einstellschraube 38 und damit einhergehender Herstellung des Formschlusseingriffes ist bevorzugt die Gegenmarkierung 47 des Einstellrades 45 an die Markierung 46 ausgerichtet.
[0067] Der Formschlusseingriff ist abschließend durch eine Festsetzungsschraube 53, die eine zentrale Bohrung 55 des Einstellrades 45 durchsetzt und in ein Gewinde 54 der Einstellschraube 38 greift, gesichert (vergleiche Figur 7). Es kann sich dabei um eine Schraube mit einem selbsthemmenden Gewinde handeln. Alternativ kann aber auch zur weiteren Sicherung ein auf das Gewinde auf getragener Klebstoff Verwendung finden.
[0068] Die Verdrehbarkeit des Einstellrades 45 und über dieses der mit dieser formschlüssig verbundenen Einstellschraube 38 ist in der üblichen Nutzungs- Stellung der Abisolierzange 1 auf einen vorgegebenen Drehwinkelbereich a von beispielsweise etwa 190 bis 200° begrenzt. Hierzu kann das Einstellrad 45 an dessen Unterseite 50 einen Vorsprung 56 aufweisen, welcher in eine längenmäßig begrenzte Nut 57 in der zugewandten Fläche der feststehenden Zangenbacke 2 eingreift (vergleiche Figuren 7 und 8).
[0069] Ausgehend von der beispielsweise in Figur 8 gezeigten Grundstellung kann die aus dem Einstellrad 45 und der Einstellschraube 38 gebildete Einstelleinrichtung E in beide Drehrichtungen, bis zum jeweiligen Drehanschlag und somit beispielsweise jeweils um etwa 100°, verdreht werden. Wie weiter ersichtlich können an der Oberseite neben der Gegenmarkierung 47 weitere Markierungen 58 und 59 vorgesehen sein, die eine Plus-Drehrichtung P und eine Minus-Drehrichtung M anzeigen. Diese Markierungen sollen dem Benutzer beispielsweise anzeigen, dass eine Verdrehung der Einstelleinrichtung E aus der Grundstellung heraus in Richtung „Minus" eine (weitere) Verringerung des Abstandes a zwischen den Schneidkanten 32 und 33 bewirkt, eine Verdrehung der Einstelleinrichtung E aus der Grundstellung heraus in Richtung „Plus" eine (weitere) Vergrößerung dieses Abstandes a.
[0070] Durch die Verdrehung der Einstelleinrichtung E aus der Grundstellung heraus ist bevorzugt eine Veränderung des Schneidkanten- Abstandes a durch eine lineare Verlagerung der Einstellschraube 38 entlang ihrer Drehachse t im Bereich von 1/100-Millimetern bis hin zu wenigen 1/10-Millimetern erreichbar. Mit einer solchen linearen Verlagerung der Einstellschraube 38 geht eine entsprechende Schwenkausrichtung des Gleitschuhs 36, bedingt durch die Abstützung an der Einstellschraube 38, einher und somit eine entsprechende Ausrichtung der Gleitfläche 35 für die untere Schneidbacke 22. [0071] Das Einstellrad 45 und somit die gesamte Einstelleinrichtung E ist in mehreren Umfangsstellungen rastbar, so insbesondere in der Grundstellung, in welcher die zangenbackenseitige Markierung 46 und die Gegenmarkierung 47 des Einstellrades 45 übereinstimmen.
[0072] Es kann eine Rasteinrichtung 60 vorgesehen sein, welche mit dem Einstellrad 45 in unterschiedlichen Drehwinkelstellungen zusammenwirkt. Die Rasteinrichtung 60 kann dabei ein Kunststoffelement sein, aufweisend eine Basis 61 und einen an der Basis 61 befestigten Rastvorsprung 62, welcher im Wesentlichen in Ausrichtung der Drehachse t der Einstelleinrichtung E feder bar ausweichbar eingestellt ist.
[0073] Bei der Rasteinrichtung 60, welche in einer im Bereich der Mulde 48 bodenseitig vorgesehen Einsenkung 63 der feststehenden Zangenbacke 2 aufgenommen und gehaltert ist, kann es sich insgesamt um ein Spritzteil aus einem elastisch rückstellfähigen Kunststoff handeln.
[0074] Der Rastvorsprung 62 der Rasteinrichtung 60 wirkt mit an der Unterseite 50 des Einstellrades 45 ausgeformten Rastausnehmungen 64 zusammen. Wie aus den Figuren 15 und 17 ersichtlich kann das Einstellrad 45 fünfzehn in Umfangsrichtung gleichmäßig zueinander beabstandete Rastausnehmungen 64 aufweisen, wobei eine im Umfangsrichtung betrachtete mittlere Rastausnehmung 64' der Ausrichtung des Einstellrades 64 in der Grundstellung zugeordnet ist.
[0075] Die Rastausnehmungen 64 sind zunächst und im Wesentlichen gleichgestaltet, dies insbesondere hinsichtlich ihrer Grundrisse, in welchem Grundriss die Drehachse t als Punkt erscheint, als auch hinsichtlich ihrer jeweiligen senkrecht zu der Grundrisserstreckung betrachteten Tiefe b zwischen einem Ausnehmungstal 66 und einem umgebenden Ausnehmungsrand 65.
[0076] Weiter sind die Rastausnehmungen 64 hinsichtlich der Positionierung ihrer Ausnehmungsränder 65 und mit Bezug auf die insgesamt umgebende Fläche der Unterseite 50 auf unterschiedlichen Höhenniveaus ausgebildet. Es ergeben sich mit Bezug auf die vorbeschriebene Fläche unterschiedliche, in Richtung der Drehachse t betrachtete Abstände c zu dem jeweiligen Ausnehmungsrand 65, wobei ausgehend von einer in Umfangsrichtung betrachteten letzten Rastausnehmung 64 sich dieser Abstand c kontinuierlich von Rastausnehmung 64 zu der in Umfangsrichtung nächsten Rastausnehmung 64 verringert beziehungsweise in umgekehrter Umfangsrichtung vergrößert. So kann sich ausgehend von einem Ende der Rastausnehmungsanordnung der Abstand c der Rastausnehmungen 64 zu dem anderen Ende hin etwa verdoppeln beziehungsweise halbieren, so weiter beispielsweise ausgehend von etwa 0,5 bis 2 mm hin zu etwa 1 bis 4 mm.
[0077] Dabei kann, wie auch bevorzugt, die in Umfangsrichtung mittlere Rastausnehmung 64' hinsichtlich ihres Ausnehmungsrandes 65 im Wesentlichen auf dem Niveau der umgebenden Fläche der Unterseite 50 liegen, von welcher aus sich in Plus-Drehrichtung P der Abstand c derart vergrößert, dass sich ein zunehmender Abstand des Ausnehmungsrandes über die Unterseite 50 hinaus ergibt. Wieder ausgehend von der mittleren Rastausnehmung 64' verringert sich der Abstand in Minus-Drehrichtung M kontinuierlich, sodass sich ein zunehmendes Absenken des Ausnehmungsrandes unter die Unterseite 50 ergibt (vergleiche Figuren 19 bis 22).
[0078] Die Anordnung der Rastausnehmungen 64 auf unterschiedlichen (in Umfangsrichtung zunehmenden beziehungsweise abnehmenden) Höhenni- veaus gibt dem Nutzer bei der Bedienung der Einstelleinrichtung E ein haptisches Signal zunehmender oder abnehmender Federkraft, die zum Überlaufen einer Raststellung nötig ist.
[0079] In einer alternativen Ausgestaltung kann das Einstellrad 45 nicht zerstörungsfrei mit der Einstellschraube 38 verbunden sein, so dass nach einer, beispielhaft werkseitigen, Einstellung der Grundstellung durch den Nutzer kein Zugriff mehr allein auf die, die Grundeinstellung definierende Einstellschraube 38 erlaubt ist. Lediglich die Feinjustierung über das Einstellrad 45 ist hiernach möglich.
[0080] Anhand der Figuren 9 bis 14 ist nachstehend die Funktionsweise der Abisolierzange 1 im Wesentlichen beschrieben. Dabei zeigen die Figuren 9 bis 11 die Funktion im Zuge der Abisolierung eines Kabels 21 mit vergleichsweise großen Durchmesser d und die Figuren 12 bis 14 die Funktion bei einem Kabel 21 mit einem vergleichsweise kleinen Durchmesser d.
[0081] In Abhängigkeit von dem Gesamt-Durchmesser d des Kabels 21 ergibt sich auch, im Wesentlichen in einem festen Verhältnis, die in Durchmesserrichtung betrachtete Dicke des ein- beziehungsweise durchzuschneidenden Isolierungsmantels 43.
[0082] Mit Schwenkverlagerung des beweglichen Griffteils 5 um dessen Achse y in Richtung auf das feststehende Griffteil 4 (siehe Schwenkrichtung f beispielsweise in Figur 10) wird über den Steuerhebel 11 auf die Zugstange 30 eingewirkt. Die Zugstange 30 stützt sich dabei über ein Beaufschlagungsende 70 zunächst an dem Brückenabschnitt 31 des zangenbackenseitigen Auslegers 13 ab, so dass entsprechend das bewegliche Griffteil 5 mittelbar auf den Ausleger 13 und die mit diesem starr verbundene Zangenbacke 3 schwenkverlagernd einwirkt. Dies führt zu einer Schließung des Zangenmauls ZM bis in eine Klemmstellung, in welcher die Klemmbacken 19 und 20 das Kabel 21 erfassen.
[0083] Über die Gleitflächen 34 und 35 der Zangenbacke 3 beziehungsweise des Gleitschuhs 36 sind im Zuge der Zangenbacken-Schwenkverlagerung auch im gleichen Maße die Schneidbacken 22 und 23 um deren Schwenkachse 27 geschwenkt, so dass in der Klemmstellung gemäß Figur 9 oder auch gemäß Figur 12 die Scheiden 24 und 25 in den Isolierungsmantel 43 einschneiden, ohne die freizulegenden Litzen 44 zu beschädigen.
[0084] Das Einschneiden kann je nach Verlauf der Schneidkanten 32 und 33 in Umfangsrichtung des Kabels 21 betrachtet im Wesentlichen vollständig umlaufend erfolgen. Bei geradlinig ausgebildeten Schneidkanten 32 und 33, wie diese beispielhaft bei der beschriebenen Ausführungsform zur Anwendung kommen, kann auch durch jede Schneidkante 32 und 33 ein sekantenartiges Einschneiden gegeben sein, wobei zunächst im Wesentlichen diametral gegenüberliegend Abreißstege verbleiben können.
[0085] In der Kabel-Klemmstellung gemäß Figur 9 beziehungsweise 12 ist eine weitere Schwenkverlagerung der beweglichen Zangenbacke 3 und über diese auch dem Schneidbacken-Paar 26 in Richtung auf eine Zangenmaul-Schließstellung unterbunden. Dies führt dazu, dass im Zuge der weiteren Betätigung des beweglichen Griffteils 5 und der damit einhergehenden weiteren Verschwenkung desselben (Schwenkrichtung f) über diese Klemmstellung hinaus, die über den Steuerhebel 11 weiterhin beaufschlagte Zugstange 30 zunächst an dem Brückenabschnitt 31 in Richtung r auf ein freies Ende 67 des feststehenden Griffteils 4 entlang gleitet (vergleiche Figur 10 beziehungsweise Figur 13), bis in eine Endstellung, in welcher die Zugstange 30 die Abstützung an dem Brückenabschnitt 31 verliert und mit dem Beaufschlagungsende 70 in einen in Richtung r zwischen dem Brückenabschnitt 31 und einem anschließenden, ebenfalls an dem Ausleger 13 starr ausgebildeten Steuerabschnitt 68 verbleibenden Freiraum 69 einfällt (vergleiche Figur 11 beziehungsweise 14).
[0086] Zufolge der damit einhergehenden weiteren Zugverlagerung der Zugstange 30 in Richtung r wird auch das Schneidbacken-Paar 26 unter Beibehaltung der Einschneidstellung mit linear verlagert, so dass, gegebenenfalls unter Abreißen etwaig im Zuge des Einschneidens verbleibender Abreißstege, der endseitige Abschnitt 71 des Isolierungsmantels 43 von dem Leiter, beziehungsweise den Litzen 44 abgezogen und somit der Leiter freigelegt wird.
[0087] Mit Erreichen der Überlaufstellung, in welcher die Zugstange 30 die Abstützung an dem auslegerseitigen Brückenabschnitt 31 verliert, erfolgt zufolge der Rückstellkraft der zuvor im Zuge des Schließvorganges gespannten Feder 28 zwischen den Schneidbacken 22 und 23 eine Schwenkrückstellung der Schneidbacken 22 und 23 und über diese eine Schwenkrückstellung insbesondere der beweglichen Zangenbacke 3 in Richtung auf die Ausgangsstellung. Das Zangenmaul ZM wird geöffnet, das Kabel 21 mit dem abisolierten Ende freigelegt und der abgetrennte und abgezogene Abschnitt 71 des Isolierungsmantels 43 abgeworfen.
[0088] Mit Fortfall der Beaufschlagung des beweglichen Griffteils 5 stellt sich dieses aufgrund der Rückstellkraft der Rückstellfeder 14 zurück in Richtung auf die Grundstellung, dies unter Mitschleppen der Zugstange 30 über den Steuerhebel 11, wobei zufolge Abgleiten des zugstangenseitigen Beaufschlagungsendes 70 an dem Steuerabschnitt 68 die Zugstange 30 einen Impuls zur linearen Rückverlagerung entgegen der Pfeilrichtung r erhält. Das Schneidbacken-Paar 26 wird entsprechend dadurch in die Ausgangsposition beispielsweise gemäß Figur 2 zurückverlagert. Liste der Bezugszeichen
1 Abisolierzange 30 Zugstange
2 feststehende Zangenbacke 31 Brückenabschnitt
3 bewegliche Zangenbacke 32 Schneidkante
4 feststehendes Griffteil 33 Schneidkante
5 bewegliches Griffteil 34 Gleitfläche
6 Wangenbereich 35 Gleitfläche
7 Drehachse 36 Gleitschuh
8 Schulterbereich 37 Achse
9 Vorsprungbereich 38 Einstellschraube
10 Abstützfläche 39 Außengewinde
11 Steuerhebel 40 Gewindeöffnung
13 Ausleger 41 Stützabschnitt
14 Rückstellfeder 42 Formschlussöffnung
15 Gegenschneide 43 Isolierungsmantel
16 Lenker 44 Litze
17 Schneide 45 Einstellrad
18 Bereich 46 Markierung
19 Klemmbacke 47 Gegenmarkierung
20 Klemmbacke 48 Mulde
21 Kabel 49 Rändelung
22 Schneidbacke 50 Unterseite
23 Schneidbacke 51 Formschlussvorsprung
24 Schneide 52 Werkzeug
25 Schneide 53 Festsetzungsschraube
26 Schneidbacken-Paar 54 Gewinde
27 Schwenkachse 55 Bohrung
28 Feder 56 Vorsprung
29 Anschlagschlitten 57 Nut 8 Markierung y Achse 9 Markierung z Achse 0 Rasteinrichtung
61 Basis
62 Rastvorsprung
63 Einsenkung E Einstelleinrichtung
64 Rastausnehmung M Minus-Drehrichtung
64' Rastausnehmung P Plus-Drehrichtung
65 Ausnehmungsrand ZM Zangenmaul
66 Ausnehmungstal
67 freies Ende
68 Steuerabschnitt
69 Freiraum a Winkel
70 Beaufschlagungsende
71 Abschnitt a Abstand b Tiefe c Abstand d Durchmesser f Schwenkrichtung r Richtung t Drehachse x Achse

Claims

Ansprüche
1. Abisolierzange (1) mit zwei Zangenbacken (2, 3), zwei äußeren Klemmbacken (19, 20), zwei inneren Schneidbacken (22, 23) und zwei Griffteilen (4, 5), wobei die Schneidbacken (22, 23) im Zuge eines Zusammendrückens der Griffteile (4, 5) aus einer Ausgangsstellung in eine Endstellung verlagerbar sind, wobei weiter die Schneidbacken (22, 23) jeweils eine Schneide (24, 25) mit einer Schneidkante (32, 33) aufweisen, wobei sich die Schneidkanten (32, 33) in einer definierten Stellung, in welcher die Schneidbacken (22, 23) aufeinander zugeführt sind, in einem bestimmten Abstand (a) zueinander befinden, wobei in einer als Grundstellung anzusehenden Stellung der Abstand (a) über eine Einstellschraube (38) einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellschraube (38) mit einem Einstellrad (45) verbindbar ist, das an einer an einer der Zangenbacken (2, 3) festen Markierung (46) für die Grundstellung ausrichtbar ist.
2. Abisolierzange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Festsetzung der Stellung des Einstellrades (45) relativ zu der Einstellschraube (38) unveränderbar vorgenommen ist.
3. Abisolierzange nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Festsetzung durch eine das Einstellrad (45) durchsetzende und in einem Gewinde (54) der Einstellschraube (38) aufgenommene Festsetzungsschraube (53) erreicht ist.
4. Abisolierzange nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Festsetzung durch einen Formschlusseingriff des Einstellrades (45) in die Einstellschraube (38) erreichbar ist.
5. Abisolierzange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellrad (45) mit einer an der Zangenbacke (2, 3) festen Rasteinrichtung (60) zusammenwirkt.
6. Abisolierzange nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasteinrichtung (60) einen vorstehenden, federbaren Rastvorsprung (62) aufweist, der in eine Rastausnehmung (64, 64') des Einstellrades (45) eingreift.
7. Abisolierzange nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Verdrehrichtung (PM) des Einstellrades (45) betrachtet mehrere Rastausnehmungen (64, 64') ausgebildet sind und die Rastausnehmungen (64, 64') bezüglich der Verdrehrichtung (PM) auf unterschiedlichen Höhenniveaus ausgebildet sind.
8. Abisolierzange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass hinsichtlich einer Begrenzung einer Verdrehbarkeit des Einstellrades (45) eine Begrenzung auf einen bestimmten Drehwinkelbereich (a) gegeben ist.
9. Abisolierzange nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehwinkelbereich (a) kleiner als 360° ist.
10. Abisolierzange nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzung der Verdrehbarkeit des Einstellrades (45) durch einen auf der Unterseite (50) des Einstellrades (45) ausgebildeten Vorsprung (56) erreicht ist, der in eine längenmäßig begrenzte Nut (57) in der Zangenbacke (2, 3) eingreift.
11. Abisolierzange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder beide Schneidbacken (22, 23) in einer Verfahrrichtung der Schneidbacken (22, 23) zueinander, außenseitig der Schneidbacke (22, 23), durch einen Gleitschuh (36) beaufschlagt sind.
12. Abisolierzange nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellschraube (38) auf den Gleitschuh (36) einwirkt.
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