EP4705708A2 - Abzugs-system für feuerwaffen - Google Patents

Abzugs-system für feuerwaffen

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EP4705708A2
EP4705708A2 EP25719320.1A EP25719320A EP4705708A2 EP 4705708 A2 EP4705708 A2 EP 4705708A2 EP 25719320 A EP25719320 A EP 25719320A EP 4705708 A2 EP4705708 A2 EP 4705708A2
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EP
European Patent Office
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trigger
hammer
system element
spring
locking
Prior art date
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Pending
Application number
EP25719320.1A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Uwe Fleiner
Johannes Kopf
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Heckler und Koch GmbH
Original Assignee
Heckler und Koch GmbH
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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Abstract

Abzugs-System für Feuerwaffen mit zwei Systemelementen. Das erste Systemelement ist zwischen einer das erste Systemelement mit dem gespannten Hahn in einen lösbaren Eingriff bringenden Eingriffsstellung und einer das erste Systemelement und den Hahn trennenden Trennstellung hin- und herbewegbar. Das zweiten Systemelement ist zwischen einer das erste Systemelement gegen eine Bewegung in Richtung dessen Trennstellung blockierenden, Blockierstellung und einer diese Blockade aufhebenden Freigabestellung hin- und herbewegbar. Der Hahn wird gespannter Stellung arretiert, wenn sich das erste Systemelement in Eingriffsstellung und das zweite Systemelement in Blockierstellung befindet. Das zweite Systemelement kann durch Ziehen eines mit ihm gekoppelten Abzugszüngels in seine Freigabestellung verbracht werden, wonach der Hahn das erste Systemelement in die Trennstellung drängt und zur Schussabgabe abschlägt.

Description

Abzugs-System für Feuerwaffen
Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Abzugssystem für Feuerwaffen, Das Abzugssystem soll die Präzision, die Sicherheit und die Anpassungsfähigkeit der Schusswaffe im Betrieb verbessern.
Feuerwaffen umfassen in dieser Anmeldung insbesondere Kurz- und Langwaffen, insbesondere Pistolen und Gewehre, insbesondere Sturmgewehre und Präzisionsgewehre.
Lagebezeichnungen wie „oben“, „unten“, „links“, „rechts“, „vorne“, „hinten“ usw. beziehen sich in dieser Anmeldung auf eine in normaler Schusshaltung gehaltene Schusswaffe, bei der die Seelenachse horizontal verläuft und die Schussabgabe nach vorne vom Schützen weg erfolgt.
Stand der Technik
Für Feuerwaffen, insbesondere Sturmgewehre, ist ein zuverlässiges und effizientes Abzugssystem, das ein ordnungsgemäßes Abfeuern der Waffe gewährleistet, von wesentlicher Bedeutung. Insbesondere die zum Abfeuem benötigte Abzugskraft, die auch als Abzugswiderstand oder Abzugsgewicht bezeichnet wird, kann die Schussabgabe und das Schussergebnis erheblich beeinflussen. Ein zu hoher Abzugswiderstand kann zu einem unpräzisen Schuss führen, beispielsweise weil durch die erhöhte Kraftaufbringung beim Abziehen die Waffe verrissen wird. Aber auch ein zu geringer Abzugswiderstand kann die Präzision negativ beeinflussen, z.B. auf Grund zu geringer haptischer Rückmeldung an den Schützen/die Schützin, und auch ein Sicherheitsrisiko darstellen, z.B. auf Grund von unbeabsichtigtem oder zu frühem Brechen des Schusses.
Für unterschiedliche Einsatz- und Ausbildungsszenarien haben sich verschiedene Abzugscharakteristika bewährt. Es gibt Situationen bei denen das direkte Durchziehen des Abzuges ohne einen eindeutigen Druckpunkt zu besseren Resultaten führt.
Jedoch wünschen viele Schützen insbesondere in Situationen, die eine präzise Schussabgabe erfordern, dass der Punkt entlang des Abzugswegs, an dem der Schuss bricht möglichst exakt erkennbar und in seiner Ausprägung einstellbar ist, insbesondere haptisch. Zu diesem Zweck werden zweistufige Abzüge verwendet, die auch als Druckpunkt-, Zweipunkt- oder Matchabzüge bekannt sind. Bei einem solchen Druckpunktabzug, ist beim Ziehen am Abzugszüngel ein Druckpunkt spürbar, der dem Schützen das unmittelbar bevorstehende Brechen des Schusses signalisiert. Bis zu diesem Druckpunkt, entlang des sogenannten Vorzugswegs, arbeitet der Schütze/die Schützin beim Abziehen gegen die sogenannte Vorzugskraft an. Wird der Druckpunkt erreicht, muss zum weiteren Abziehen die höhere Auslösekraft überwunden werden. Ab diesem Punkt muss also die Zugkraft erhöht werden.
Der gesamte Abzugsweg, also der Weg entlang dem das Abzugszüngel zum Auslösen gezogen werden muss, setzt sich beim Druckpunktabzug also aus zwei, durch unterschiedliche Abzugskräfte gekennzeichnete Abschnitte zusammen; einem durch die Vorzugskraft gekennzeichneten ersten Abschnitt (auch als Vorzugsweg bezeichnet) und einem durch die Auslösekraft gekennzeichneten zweiten Abschnitt (auch als Auslöseweg bezeichnet).
Idealerweise ist ein Abzugssystem, sei es ein Direktabzug oder ein Druckpunktabzug, möglichst frei einstellbar. So kann je nach Schusssituation und Vorliebe die Abzugsdynamik verändert werden. Bei den bekannten Abzugssystemen wird die Abzugskraft maßgeblich von der Kraft der Hahnfeder beeinflusst. Diese Feder wird beim Spannen des Hahns gespannt und verleiht dem Hahn die erforderliche Energie, um einen Schuss auszulösen. In klassischen Abzugssystemen wird der Hahn im gespannten Zustand zunächst mittels eines lösbaren Rastmechanismus gehalten. Hahn und Abzugssystem verfugen dazu über entsprechende Rastmittel. Zur Schussabgabe muss diese Rastverbindung gelöst bzw. müssen die Rastmittel getrennt werden. Dazu muss z.B. eine direkt von der Kraft der Hahnfeder ab hängende resultierende Reibungskraft überwunden werden. Da der Hahn zum Zünden des Treibmittels der Patrone über eine relativ hohe Energie verfügen muss, um zuverlässig einen Schuss auszulösen, werden üblicherweise Federn mit vergleichsweise hohen Federkonstanten verwendet, so dass auch die zu überwindende Reibungskraft verhältnismäßig hoch sein kann. Dies kann zu einem hohen Abzugswiderstand führen und die Einsteilbarkeit des Abzugs einschränken.
Darüber hinaus ist es wichtig eine unbeabsichtigte Schussabgabe aufgrund unzureichender Sicherheitsmechanismen oder des unbeabsichtigten Auslösens des Abzugs zu verhindern. Entsprechend sollten Abzugssysteme die vorhandenen Sicherungsmechanismen möglichst wenig beeinträchtigen.
Bekannte Lösungen verwenden Stellschrauben zur Einstellung des Abzugswiderstands und eingebaute Sicherheitsmechanismen, die Bewegung beim Ziehen am Abzug blockieren. Diese Lösungen haben jedoch ihre Grenzen, wie z. B. das Risiko, dass sich die Stellschrauben lösen und die Sicherheitsmechanismen versagen können.
Die DE 3535012 Al und US 2014/0196341 Al beschreiben Abzugssysteme für Feuerwaffen mit einen Hahn, der zum Aufbau einer erforderlichen Abschlagenergie aus einer entspannten Stellung in eine gespannte Stellung bewegbar ist.
DE 19626077 C2 offenbart eine Abzugsvorrichtung für eine Selbstladewaffe mit Umstellung auf Dauerfeuer. Sie hat einen Hahn, einen Verschluss, eine Sperrklinke, einen schwenkbar angebrachten Abzug und einen Hebel, der nach jedem Schuss in den Hahn eingreift und ihn beim Umschalten auf Dauerfeuer gespannt hält. Diese Lösung bietet einen zweistufigen Abzug mit einer großen Abzugs- bzw. Klinkenauflagefläche und einem optimierten Klinkenbelastungswinkel, um einen leichten Abzugsvorgang zu ermöglichen. Außerdem verfügt sie über eine Sicherung, die die Bewegung des Abzugs blockiert.
US 20180149441 Al schlägt eine zweistufige Abzugsvorrichtung für automatische Waffen vor, die federbelastete Verbindungen, Hahn und Unterbrecher umfasst. Kalibrierte Federn ermöglichen eine einstellbare Einstellung des Abzugsgewichts in der zweiten Stufe, ohne dass Stellschrauben erforderlich sind, um ein versehentliches Abziehen der Waffe bei einer Handmontage zu vermeiden.
DE 202023002425 Ul stellt einen Abzug zum schnellen Ein- und Ausbau in Waffen des Typs AR 3 bereit. Er besteht aus einem Abzugsgehäuse mit zwei Hohlwellen, einem Hahn und einer Zunge sowie zwei Lagerstiften, die durch eine Gewindespindel verbunden sind.
US 7600338 B2 beschreibt einen Abzug mit stufenweise einstellbarem Gewicht für AR- W affen. Die Abzugseinheit besteht aus einem federbelasteten Schlaghebel, einem Abzug und einem Unterbrecher. Zur Erleichterung der Einstellung des Abzugsgewichts der zweiten Stufe sind kalibrierte Federn vorgesehen.
Trotz dieser Lösungen aus dem Stand der Technik besteht Bedarf an einem Abzugssystem, das eine verbesserte Einsteilbarkeit, insbesondere der Abzugsdynamik bietet.
Aufgabe und Lösung der Erfindung
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung alternative, einstellbare Abzugssysteme bereitzustellen. Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Gegenständen der unabhängigen Ansprüche. Diese und weitere beispielhafte Ausführungsformen sind aus den abhängigen Ansprüchen und der folgenden Beschreibung ersichtlich.
Ein Aspekt der Erfindung (Anspruch 1) betrifft ein Abzugs-System für Feuerwaffen, insbesondere Sturmgewehre. Dieses hat einen Hahn, der zum Aufbau einer erforderlichen Abschlagenergie aus einer entspannten Stellung in eine gespannte Stellung bewegbar ist. Das Abzugssystem beinhaltet ferner ein erstes Systemelement, das zwischen einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung hin- und herbewegbar ist. In der ersten Stellung, der Eingriffsstellung, gelangen das erste Systemelement und der Hahn in dessen gespannter Stellung in lösbaren Eingriff. In der zweiten Stellung, der Trennstellung, ist das erste Systemelement vom Hahn getrennt. Das Abzugssystem hat zudem ein zweites Systemelement, das zwischen einer dritten Stellung und einer vierten Stellung hin- und herbewegbar ist. In der dritten Stellung, der Blockierstellung, blockiert das zweite Systemelement das erste Systemelement gegen eine Bewegung von der Eingriffsstellung in Richtung der Trennstellung. In der vierten Stellung, der Freigabestellung, ist diese Blockade aufgehoben, so dass das erste Systemelement ungehindert von seiner Eingriffsstellung in seine Trennstellung verbracht werden kann und umgekehrt. Der Hahn wird in seiner gespannten Stellung arretiert, wenn das erste Systemelement sich in der Eingriffsstellung und das zweite Systemelement sich in der Blockierstellung befinden. Durch Ziehen eines Abzugszüngels, das mit dem zweiten Systemelement gekoppelt ist, wird das zweite Systemelement von seiner Blockierstellung, in der es das erste Systemelement blockiert, in seine Freigabestellung, in der es das erste Systemelement nicht blockiert bzw. diese Blockade aufgehoben wird, verbracht. Ist das zweite Systemelement in seine Freigabestellung verbracht worden, drängt der Hahn infolge der in ihm durch das Spannen aufgebauten Abschlagsenergie zunächst das erste Systemelement selbstständig in die Trennstellung, die den Hahn und das erste Systemelement trennt, und schlägt danach zur Abgabe eines Schusses vollständig in seine entspannte Stellung ab.
Der Hahn ist beispielsweise ein in Lang- oder Kurzwaffen üblicher Hahn, der auch als Hammer oder Schlagstück bezeichnet wird. Er ist dazu ausgelegt in die gespannte Stellung verbracht zu werden, aus der er in die entspannte Stellung abschlägt. Bei Verbringen des Hahns in die gespannte Stellung wird z.B. eine Hahnfeder gespannt, so dass die beim Spannen erzeugte (potentielle) Abschlagsenergie in der Hahnfeder gespeichert wird. Beim Abschlagen, also dem selbstständigen Entspannen der Feder nach Betätigung eines Auslösemechanismus, wird die Abschlagsenergie vollständig umgewandelt - zunächst während der Abschlagsbewegung in kinetische Energie und dann in die zur Zündung der Patrone notwendige Wärme.
Das erste Systemelement dient als Vermittler bzw. Vermittlungselement/Übertragungselement zwischen dem Hahn und dem später noch detaillierter beschriebenen zweiten Systemelement. Insbesondere kann es eine blockierende Wirkung des zweiten Systemelements auf den Hahn übertragen, so dass z.B. der Hahn indirekt vom zweiten Systemelement gehalten oder arretiert wird. In anderen Worten, wirken erstes und zweites Systemelement so zusammen, dass sie den Hahn in seiner gespannten Stellung halten bzw. arretieren. Das erste Systemelement kann dazu beispielsweise als Bügel oder Hebel ausgestaltet sein, und insbesondere auf Grund seiner Sperrwirkung auf den Hahn als Sperrhebel oder -bügel bezeichnet werden.
Das erste Systemelement ist beweglich gelagert, so dass es zwischen seiner Eingriffs- und Trennstellung hin und her bewegbar ist.
In der Eingriffsstellung, gelangt das erste Systemelement mit dem Hahn in lösbaren Eingriff, sobald der Hahn gespannt wurde, also in seine gespannte Stellung gebracht wurde. In einigen, später noch beschriebenen Ausführungsformen besitzen das erste Systemelement und ggf. auch der Hahn entsprechend dazu ausgestaltete Rastmittel. Der lösbare Eingriff kann in diesen Ausführungsformen über diese/s Rastmittel erfolgen. Z.B. ist ein erstes Rastmittel am Hahn angeordnet und ein zweites Rastmittel am ersten Systemelement angeordnet. Unabhängig von der jeweiligen Ausführungsform, vermag das zweite Systemelement, das erste Sy stem element so zu blockieren, dass letzteres seine Eingriffsstellung nicht ohne weiteres verlassen kann. In diesem Fall wird der Hahn in seiner gespannten Stellung so lange arretiert bis die Blockade durch das zweite Systemelement aufgehoben wird. Die Eingriffsstellung des ersten Systemelements hält also bis zur Aufhebung der Blockade durch das zweite Systemelement den Hahn in seiner gespannten Stellung. Die Eingriffsstellung wird daher auch als hahnhaltende Stellung bezeichnet. Dies wird später noch ausführlich beschrieben.
In der Trennstellung des ersten Systemelements, sind Hahn und erstes Systemelement so getrennt, dass sie nicht in Eingriff gelangen können. In den Ausführungsformen, in denen spezielle Rastmittel für den Eingriff vorgesehen sind, können z.B. diese Restmittel in der Trennstellung nicht in Eingriff gelangen. Der Hahn kann also bei dieser Stellung des ersten Systemelements aus seiner gespannten Stellung ungehindert in die entspannte Stellung abschlagen. Die Trennstellung des ersten Systemelements wird daher auch als hahnfreigebende Stellung bezeichnet. Die Bewegung, die das erste Systemelement beim Verbringen von der einen in die andere Stellung ausführt, kann eine Translations- oder eine Rotationsbewegung sein.
In bestimmten Ausfuhrungsformen kann das erste Systemelement für eine Translationsbewegung auf einer im Wesentlichen linearen Bahn zwischen Eingriffs- und Trennstellung bewegt werden. Diese Bahn kann gänzlich oder abschnittsweise gerade sein. Zusätzlich oder alternativ kann die Bahn gekrümmte Abschnitte aufweisen.
Zur Translationsbewegung kann das erste Systemelement z.B. eine Nut oder Ausnehmung aufweisen, die ein oder mehrere Federn (im Sinne einer Nut-und-Feder- Verbindung), Zapfen oder Pins aufnimmt. Die Nut bzw. deren Verlauf definiert in diesem Fall die Bewegungsbahn des ersten Systemelements zwischen dessen Eingriffs- und Trennstellung. Jedoch ist auch der umgekehrte Fall möglich, in dem das erste Systemelement ein oder mehrere Federn, Zapfen oder Pins aufweist, die von einer die Bewegungsbahn definierenden Nut aufgenommen werden. Diese Nut kann z.B. auf einem zusätzlichen Sy stem element angeordneten sein.
In anderen, bevorzugten Ausfiührungsformen führt das erste Systemelement zwischen dessen Eingriffs- und Trennstellung eine Rotationsbewegung durch. Es bewegt sich also entlang einer Kreisbahn oder zumindest entlang eines Kreissegments, um zwischen Eingriffs- und Trennstellung zu wechseln. Dazu kann es drehbar gelagert sein, z.B. um einen Dreh- oder Schwenkpunkt, insbesondere eine Achse. Beispielsweise ist dieser Dreh- oder Schwenkpunkt dazu mittig oder in einem Bereich um das Zentrum des ersten Systemelements angeordnet.
Das zweite Systemelement kann ein beliebiges, zum Blockieren des ersten Systemelements geeignetes Bauelement sein. Je nach Ausführungsform wird die Fachperson bei der konkreten Auswahl auf die ihr dazu geläufigen Mittel zurückgreifen, z.B. auf einen Sperrbolzen, ein Widerlager, eine Rast oder eine Rastklinke.
Das zweite Systemelement kann mit dem ersten Systemelement derart in physikalischen Kontakt treten, z.B. es berühren, um es zu blockieren. Wie bereits beschrieben, wird das erste Systemelement bei der Blockade durch das zweite Systemelement in seiner Eingriffsstellung gehalten und kann diese Stellung nicht ohne Weiteres verlassen. Die Blockade des ersten Systemelements kann z.B. durch ein Hinterstellen des ersten Systemelements durch das zweite Systemelement geschehen. Beispielsweise verhindert dieses Blockieren eine Rotation oder Translation des ersten Systemelements, über die es in dessen Trennstellung gelangen kann. Das zweite Systemelement ist einerseits direkt oder indirekt, z.B. über weitere Elemente, mit einem Abzugszüngel gekoppelt. Das zweite Systemelement kann z.B. einteilig mit dem Abzugszüngel ausgefiührt sein oder zweites Systemelement und Abzugszüngel als zwei separate, aber gekoppelte Teile ausgeführt sein. Alternativ kann das zweite Systemelement über mehrere weitere Bauelemente mit dem Abzugszüngel gekoppelt sein. Die Kopplung des zweiten Systemelements mit dem Abzugszüngel ist derart ausgeführt, dass ein Ziehen des Abzugszüngels auch eine Bewegung des zweiten Systemelements von dessen Blockierstellung in Richtung von dessen Freigabestellung zur Folge hat, also von dessen das erste Systemelement blockierender Stellung in Richtung der diese Blockade aufhebenden Stellung. Dazu können Abzugszüngel und zweites Sy stem element z.B. starr miteinander gekoppelt bzw. verbunden sein, so dass eine Bewegung des Abzugszüngels auf das zweite Systemelement direkt übertragen wird. Aber auch eine Kopplung, die eine indirekte Übertragung der Bewegung des Abzugszüngels umsetzt, ist möglich. In jedem Fall wird das zweite Systemelement durch Ziehen am Abzugszüngel bzw. vollständiges Abziehen aus seiner Blockierstellung heraus in seine Freigabestellung verbracht. Die Blockade durch das zweite Systemelement kann daher durch Betätigen des Abzugs, z.B. mittels Ziehens am Abzugszüngel, aufgehoben werden. Z.B. befindet das zweite Systemelement in seiner Freigabestellung außerhalb der Bahn einer Rotations- oder Translationsbewegung des ersten Systemelements. Die Rotation oder Translation des ersten Systemelements wird dann nicht mehr durch das zweite Systemelement verhindert bzw. ist dann ohne weiteres möglich.
Ist das zweite Systemelement aus der blockierenden Stellung gebracht, bewegt sich das erste Systemelement selbstständig in seine hahnfreigebende Trennstellung. Dazu kann das erste Systemelement z.B. direkt oder indirekt federbelastet sein. Beispielsweise kann die Kraft der Hahnfeder zum Bewegen des ersten System elements genutzt werden. Z.B. können der Hahn bzw. ein erstes, am Hahn angeordnetes Rastmittel und das erste Systemelement bzw. eine zweites, am ersten Systemelement angeordnetes Rastmittel so zueinander angeordnet sein, dass eine von der gespannten Hahnfeder erzeugte und auf den Hahn wirkende Kraft vom Hahn auf das erste Systemelement übertragen wird. Das durch das zweite Systemelement nicht-blockierte erste Systemelement wird von dieser Federkraft dann in dessen Trennstellung verbracht, insbesondere gedrängt.
Zur Übertragung der Kraft vom Hahn auf das erste Systemelement kann das erste Systemelement eine Kontaktfläche aufweisen, über die es in seiner Eingriffsstellung mit dem Hahn in Eingriff gelangt. Zusätzlich kann auch der Hahn eine entsprechende Kontaktfläche aufweisen, so dass beim Eingriff beide Kontaktflächen in Kontakt treten, z.B. sich berühren. Z.B. kann die Fläche am Hahn (bzw. deren Normalvektor) nach oben weisen und durch die Hahnfeder von unten an die Fläche des ersten Systemelements gepresst werden, die mit ihrem Normalvektor nach unten weist. Die Flächen sind in diesem Fall also so zueinander angeordnet, dass ihre beiden Normal vektor en anti-parallel zueinanderstehen und die Flächen sich zumindest teilweise überschneiden.
Unabhängig davon, ob der Hahn eine (z.B. direkte oder indirekte) Kontaktfläche aufweist oder nicht, kann der Hahn die auf ihn wirkende Federkraft derart auf die Kontaktfläche des ersten Systemelements übertragen, das diese Kraft oder zumindest eine Komponente davon das erste Systemelement in dessen hahnlösende Trennstellung drängt.
Insgesamt hat dieser Aspekt der Erfindung unter anderem den Vorteil, dass mittels des als Vermittler agierenden ersten Systemelements die blockierende Wirkung des zweiten Systemelements in einen in Bezug auf die Schwenkachse des Hahns möglichst achsfernen Hahnbereich übertragen werden kann. Gemäße dem Hebelprinzip senkt dies die zum Lösen einer Arretierung des Hahns in seiner gespannten Stellung notwendige Kraft entsprechend des Abstands zur Schwenkachse bzw. zum Schwenkpunkt des Hahns (Hahnachse bzw. Hahnschwenkpunkt).
Gemäß einer Ausführungsform (Anspruch 2) wird die erforderliche Abschlagenergie durch eine am Hahn angreifende Hahnfeder, insbesondere eine Schenkelfeder, aufgebaut. Derartige Hahnfedem sind der Fachperson geläufig und haben den Vorteil, dass sie als bewährte Mittel keine Konstruktionsänderungen erfordern.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform (Anspruch 3) blockiert das zweite Systemelement in seiner Blockierstellung das erste Systemelement durch ein Hinterstellen. Hinterstellen ist eine bewährte und zuverlässige Methode zum Blockieren eines beweglichen Elements. Vorteilhafter Weise kann die Fachperson hier auf bewährte Mittel wie Sperrbolzen, Widerlager, Rast oder Rastklinke zurückgegriffen werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform (Anspruch 4) kann der Hahn ein erstes Rastmittel aufweisen und das erste Systemelement eine zweites Rastmittel aufweisen, das mit dem ersten Rastmittel in den lösbaren Eingriff bringbar ist. Der bereits beschriebene lösbare Eingriff des gespannten Hahns mit dem ersten Systemelement in dessen Eingriffsstellung kann in diesem Fall über das erste und das zweite Rastmittel erfolgen. Gemäß einer weiteren Ausführungsform (Anspruch 5) ist das erste Systemelement um einen Schwenkpunkt oder eine Schwenkachse schwenkbar gelagert, und zwar so, dass es zwischen seiner Eingriffsstellung und seiner Trennstellung verschwenkt werden kann. Beispielsweise kann die schwenkbare Lagerung in einem Bereich nahe der Mitte des ersten Systemelements erfolgen. Bevorzugt erfolgt sie in der Mitte des ersten Systemelements. Z.B. kann die schwenkbare Lagerung durch eine Schwenkachse umgesetzt sein, so dass sich das erste Systemelement um diese Achse drehen kann. Das erste Systemelement kann z.B. ein Loch aufweisen, das die Schwenkachse aufnimmt/führt. Die Schwenkachse kann aber auch starr mit dem ersten Systemelement verbunden sein und in einem oder zwei nicht zum ersten Systemelement gehörigen Achslagern gelagert sein, so dass das erste Systemelement samt Schwenkachse in den Lagern drehbar oder schwenkbar gelagert ist.
Alternativ, oder zusätzlich, kann das erste Systemelement verschiebbar gelagert sein, und zwar so, dass es zwischen seiner Eingriffsstellung und seiner Trennstellung verschoben werden kann.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform (Anspruch 6) weist z.B. das zweite Rastmittel des ersten Systemelements eine erste Kontaktfläche auf, die das erste Rastmittel des Hahns berührt, wenn sich das erste Systemelement in der Eingriffsstellung und der Hahn sich in der gespannten Stellung befinden. Die erste Kontaktfläche ist derart gestaltet, dass ihr Normalvektor mit einer gedachten Verbindungslinie von der ersten Kontaktfläche zum Schwenkpunkt des ersten Systemelements einen Winkel oc, insbesondere kleiner oder gleich 90° und größer 0°, einschließt, so dass aus einer vom Hahn übertragenen und entlang des Normalvektors wirkenden Kraft eine Kraftkomponente resultiert, die senkrecht zur Verbindungslinie wirkt, also in zur Kreisbewegung tangentialer Richtung. Diese tangentiale Kraftkomponente drückt das erste Systemelement in Richtung seiner Trennstellung. Die erste Kontaktfläche am ersten Systemelement kann am zweiten Rastmittel des ersten Systemelements angeordnet sein. Eine weitere optionale hahnseitige Kontaktfläche kann am ersten Rastmittel des Hahns angeordnet sein.
Mittels des ersten Rastmittels wird zumindest ein Teil der auf den Hahn wirkenden Kraft auf das zweite Rastmittel übertragen. Kontaktieren sich das erste und das zweite Rastmittel an der ersten Kontaktfläche wirkt die vom Hahn auf das zweite Rastmittel übertragene Kraft entlang des Normalvektors der ersten Kontaktfläche. Diese Kraft kann z.B. dazu verwendet werden, um das erste Systemelement um einen Dreh- oder Schwenkpunkt zu verschwenken; z.B. von dessen Eingriffs- in dessen Trennstellung. Dazu muss die entlang des Normalvektors der ersten Kontaktfläche wirkende Kraft eine nicht-verschwindende Kraftkomponente besitzen, die das erste Systemelement von seiner Eingriffs- in seine Trennstellung drängen kann bzw. ein entsprechendes, nicht-verschwindendes Drehmoment am ersten Systemelement erzeugt. Der Normalvektor der ersten Kontaktfläche darf also nicht entlang der genannten Verbindungslinie von der ersten Kontaktfläche zum Schwenkpunkt des ersten Systemelements (radiale Richtung) weisen, da daraus kein Drehmoment resultieren würde. Vielmehr muss die erste Kontaktfläche gegenüber der gedachten Verbindungslinie zwischen Kontaktfläche und Drehpunkt eine geeignete Neigung aufweisen. Diese Neigung muss derart sein, dass die entlang des Normalvektors wirkende Kraft eine nichtverschwindende Tangentialkomponente zur Folge hat. In anderen Worten muss aus der entlang der normalen wirkenden Kraft eine orthogonal zur oben genannten, gedachten Verbindungslinie wirkende Kraftkomponente resultieren. Diese Kraftkomponente bewirkt, dass das erste Systemelement von der Eingriffs- in die Trennstellung bewegt wird.
Die schwenkbare Lagerung des ersten Systemelements hat den Vorteil, dass nur die Tangentialkomponente der entlang den Normalvektors wirkenden Kraft zum spürbaren Abzugswiderstand beiträgt. Nur diese wird durch die schwenkbare Lagerung auf die sich kontaktierenden Bereiche des ersten und des zweiten Systemelements übertragen und trägt zur beim Abziehen zu überwindenden Reibungskraft bei. Da die Tangentialkomponente ein Bruchteil der Normalkraft ist, kann der Abzugswiderstand also weiter gesenkt werden. Die Reibungskraft muss beim Abziehen mindestens überwunden werden und bestimmt daher die untere Grenze der Abzugskraft. Durch die erfmdungsgemäßen Mittel kann die untere Grenze der Abzugskraft daher gesenkt werden. Insbesondere kann die Abzugskraft unter den von Schützen bevorzugten Kraftbereich abgesenkt werden und daher mittels zusätzlicher Mittel, z.B. Federn, auf die gewünschte Höhe eingestellt werden. Die Einsteilbarkeit nach unten hin wird also verbessert.
Schließt die erste Kontaktfläche mit der gedachten Verbindungslinie einen Winkel ein, der zwischen einschließlich 90° (Normalvektor orthogonal zur Verbindungslinie) und ausschließlich 0° (Normalvektor parallel zur Verbindungslinie) liegt, führt dies vorteilshafterweise zu einer Kraftkomponente die in die tangentiale Richtung weist und so das erste Systemelement zur Trennstellung drängt. Dadurch kann sichergestellt werden, dass das erste Systemelement durch den Hahn selbstständig in die hahnfreigebende Stellung gedrängt wird. Der Winkel ist vorzugsweise größer 0° und kleiner 90°, insbesondere zwischen 10° und 80°, insbesondere zwischen 20° und 60°, insbesondere zwischen 20° und 45°, und besonders bevorzugt zwischen 25° und 30°. Gemäße einer Ausführungsform (Anspruch 7) ist das zweite Rastmittel eine Rastklinke. Die Rastklinke ist derart schwenkbar gelagert, dass die Rastklinke das erste Rastmittel ungehindert passieren lässt, wenn sich das erste Systemelement in seiner Eingriffsstellung befindet und der Hahn in die gespannte Stellung verbracht wird. Das zweite Systemelement ist z.B. ein Widerlager.
Die Rastklinke kann z.B. um einen Schwenkpunkt, insbesondere eine Achse, schwenkbar gelagert sein. Die Rastklinke kann so beispielsweise zwischen einer ersten und einer zweiten Rastklinkenstellung verschwenkt werden.
In der ersten Rastklinkenstellung gelangen das erste und das zweite Rastmittel in Eingriff, sobald der Hahn gespannt ist und sich das erste Systemelement in seiner Eingriffsstellung befindet. Ist das erste Systemelement in seiner Eingriffsstellung und die Rastklinke in ihrer ersten Rastklinkenstellung, geraten das erste Rastmittel und die Rastklinke bei einer Bewegung des Hahns in Richtung seiner entspannten Stellung in Eingriff. Blockiert dann zudem das zweite Systemelement das erste, wird so der Hahn in gespannter Stellung gehalten bzw. arretiert.
In der zweiten Rastklinkenstellung kann der Hahn bzw. das erste Rastmittel des Hahns die Rastklinke während des Spannens des Hahns im Wesentlichen ungehindert passieren, auch wenn sich das erste Systemelement in seiner Eingriffsstellung befindet. Z.B. wird die Rastklinke während des Spannens des Hahns, also während der Spannbewegung von der entspannten Hahnposition in die gespannte Hahnposition, durch das erste Rastmittel von ihrer ersten Rastklinkenstellung in ihre zweite Rastklinkenstellung gedrängt. Das erste Rastmittel schiebt also die Rastklinke beiseite, so dass es ungehindert passieren kann, selbst wenn sich das erste Systemelement in seiner Eingriffsstellung befindet. Dabei sind das erste Rastmittel und die Rastklinke zwar in Kontakt, die Rastklinke lässt das erste Rastmittel aber passieren. Hat das erste Rastmittel die Rastklinke passiert, bewegt letztere sich anschließend selbstständig von ihrer zweiten Rastklinkenstellung wieder in ihre erste Rastklinkenstellung. Beispielsweise ist sie dazu entsprechend federbelastet, so dass eine Feder die Rastklinke von ihrer ersten Rastklinkenstellung in ihre zweite Rastklinkenstellung drängt.
Gemäße einer Ausführungsform (Anspruch 8) ist der Hahn um einen Hahnschwenkpunkt schwenkbar gelagert und wird zur Bewegung aus der entspannten Stellung in die gespannte Stellung um den Hahnschwenkpunkt verschwenkt. Ferner ist das dem ersten Systemelement zugewandte Ende des Hahns länglich oder bügelförmig ausgestaltet. Zudem sind die beiden Rastmittel derart angeordnet, dass der lösbare Eingriff in einem zum Hahnschwenkpunkt distalen Endbereich des Hahns erfolgt. Schließlich ist das zweite Systemelement so angeordnet, dass die Blockade des ersten Systemelements in einem abzugszüngelseitigen Bereich des ersten Systemelements erfolgt, also in einem Bereich der aus Sicht des ersten Systemelements auf der Seite des Abzugszüngels liegt.
Beispielsweise, kann das erste Systemelement zwei Arme aufweisen, die sich von dessen Schwenkpunkt aus erstrecken. Dabei erstreckt sich der eine Arm in Richtung eines hahnnahen Bereichs, so dass der Hahn und das erste Systemelement in Eingriff gelangen können, sobald das erste Systemelement in seiner Eingriffsstellung ist. Ist insbesondere das zweite Rastmittel am hahnseitigen Ende des ersten Systemelements angeordnet, kann es mit dem am Hahn angeordneten ersten Rastmittel in Eingriff gelangen. Der andere Arm hingegen kann sich in einen Bereich nahe dem Abzugszüngel erstrecken. Das zweite Systemelement ist in diesem Fall ebenfalls in diesem Bereich nahe dem Abzugszüngel angeordnet, so dass das zweite Systemelement das erste über dessen abzugszüngelseitiges Ende blockieren kann.
Der Eingriff der beiden Rastmittel erfolgt in einem zum Hahnschwenkpunkt distalen Endbereich des Hahns, also in einem Bereich des Hahns, der um das vom Hahnschwenkpunkt abgewandte Ende des Hahns liegt. Dadurch ist zum Halten des Hahns in seiner gespannten Stellung weniger Kraft notwendig als bei in einem Eingriff, der in einem zum Hahnschwenkpunkt proximalen Endbereich erfolgt (Hebelprinzip).
Gemäß einer Ausführungsform (Anspruch 9) weist das Abzugs-System ferner eine Rückstellfeder auf, die das erste Systemelement von seiner Trennstellung in seine Eingriffsstellung drängt.
Diese Rückstellfeder kann z.B. am hahnseitigen Bereich des ersten Systemelements vorgesehen sein und der Kraftkomponente entgegenwirken, die das erste Systemelement in seine Trennstellung drängt, wenn das zweite Systemelement in dessen Freigabestellung ist. Z.B. kann die Federkonstante der Feder so gewählt sein, dass die resultierende Federkraft kleiner ist, als die genannte Kraftkomponente, jedoch groß genug um ohne die ihr entgegenwirkende Kraftkomponente das erste Systemelement in seine Eingriffsstellung zu verbringen. Vorteilhafterweise wird so das erste Systemelement nach Schussabgabe zuverlässig in die hahnsichernde Eingriffsstellung verbracht.
Gemäß einer Ausführungsform (Anspruch 10) ist das dem ersten Systemelement zugewandte Ende des Hahns, also das vom Hahnschwenkpunkt distale Ende, keilartig geformt. Der Hahn ist dabei derart dimensioniert, dass das distale Ende bei einem Verbringen des Hahns in die gespannte Stellung das erste Systemelement in dessen Eingriffsstellung drängt. Dies führt vorteilshafterweise also zu einer Zwangsrückstellung des ersten Systemelements.
Beispielsweise ist das genannte Hahnende schaufelförmig ausgestaltet. Die Stellung des Hahns und/oder dessen Länge kann in Bezug auf das erste Systemelement in seiner Trennstellung derart gewählt sein, dass die Spitze des keil-/schaufelförmigen Hahnendes beim Spannen des Hahns hinter das hahnseitige Ende ersten Systemelements gelangt und letzteres auf Grund der Keil- oder Schaufelform in Richtung seiner Eingriffsstellung gedrängt wird. Dies hat den Vorteil, dass beim Spannen des Hahns, das erste Systemelement zuverlässig in die Eingriffsstellung gebracht wird und so nach dem Spannen die Arretierung des Hahns sichergestellt ist. Dadurch wird z.B. eine ungewollte Schussabgabe verhindert. Dies stellt eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme dar, die auch bei Ausfall der bereits beschriebenen Rückstellfeder nach Schussabgabe ein sicheres Verbringen des ersten Systemelements in seine Eingriffsstellung sicherstellt. Dies ist insbesondere bei automatischen Waffen von Vorteil, wo der Hahn automatisch nach Schussabgabe in seine gespannte Stellung verbracht wird.
Die Position des Hahns kann verstellbar sein. Dazu kann z.B. eine Hahnachse in einem sich horizontal erstreckenden Langloch angeordnet sein. In dem Langloch kann die Hahnachse horizontal verschoben werden und in gewünschter Position arretiert werden. So kann unter anderem sichergestellt werden, dass das keilförmige distale Ende des Hahns beim Spannen des Hahns hinter das erste Systemelement bewegt wird. Zudem können so bei sonst gleichbleibender Abzugsmechanik unterschiedliche Hähne verwendet werden. So können beispielsweise unterschiedliche Gewehre verschieden ausgestaltete Hähne verwenden, aber dieselbe restliche Abzugsmechanik gemein haben. Durch Verwendung eines Langlochs, kann dann je nach verwendetem Hahn, die Position der Hahnachse an den jeweiligen Hahn angepasst werden. Wird z.B. ein Drop-In Gehäuse verwendet, kann erst das Drop-In Gehäuse montiert werden und dann der Hahn abgesteckt und mittels des Langlochs entsprechend positioniert werden, z.B. in dem die Hahnachse entlang des Langlochs passend positioniert wird.
Gemäß einer Ausführungsform (Anspruch 11) umfasst das Abzugssystem eine erste Abzugsfeder. Die erste Abzugsfeder ist dauerhaft, also entlang des gesamten Abzugswegs, mit dem Abzugszüngel gekoppelt, so dass sie dem Ziehen am Abzugszüngel entlang des gesamten Abzugswegs mit ihrer Federkraft zusätzlich entgegenwirkt. Vorteilshafterweise können so leicht unterschiedliche Abzugsprofile eingestellt werden. Die erste Abzugsfeder sorgt dabei für einen dauerhaften, konstanten Abzugswiederstand.
Gemäß einer Ausführungsform (Anspruch 12) umfasst das Abzugs-System eine zweite Abzugsfeder und ein Einstellelement. Die zweite Abzugsfeder ist dabei einstellbar mit dem Abzugszüngel koppelbar, wobei bei bestehender Kopplung die zweite Abzugsfeder dem Ziehen am Abzugszüngel mit ihrer Federkraft zusätzlich entgegenwirkt. Zudem ist die Anordnung oder Länge der zweiten Abzugsfeder mittels des Einstellelements derart verstellbar, dass die zweite Abzugsfeder am Anfang des Abzugswegs, zwischen Anfang und Ende des Abzugswegs, oder an keiner Stelle entlang des Abzugswegs mit dem Abzugszüngel koppelt.
Beispielsweise kann die zweite Abzugsfeder eine Druckfeder sein und der Abstand zwischen ihrem abzugszüngelnahen Ende und einem Kopplungspunkt mit dem Abzugszüngel einstellbar sein. Beispielsweise kann der Abstand so gewählt werden, dass die zweite Abzugsfeder vom Beginn des Abzugswegs an mit dem Abzugszüngel koppelt (Abstand gleich null) oder erst an einer gewählten Position entlang des Abzugswegs (Abstand größer null, aber kleiner als der Abzugsweg) oder gar nicht (Abstand größer als der Abzugsweg).
Auf diese Weise ist z.B. einstellbar, ob die Federkraft der zweiten Abzugsfeder dem Ziehen am Abzugszüngel entweder entlang des gesamten Abzugswegs, entlang eines Teils (zwischen Anfang und Ende) des Abzugswegs oder gar nicht zusätzlich entgegenwirkt.
Die zweite Abzugsfeder kann daher einstellbar hinzugeschaltet werden. Dadurch kann zwischen zwei unterschiedlichen Direktabzügen (zweite Abzugsfeder entlang des gesamten Abzugswegs oder an keiner Stelle mit dem Abzugszüngel gekoppelt) und wenigstens einem Druckpunktabzug (zweite Abzugsfeder koppelt ab wenigstens einer einstellbaren Position entlang des Abzugswegs mit dem Abzugszüngel) gewechselt werden. Nach einigen Ausführungsformen sind auch mehrere Positionen zwischen Anfang und Ende des Abzugswegs einstellbar, an denen die Kopplung zwischen zweiter Abzugsfeder und Abzugszüngel erfolgt. So sind vorteilshaft mehrere unterschiedliche Druckpunktabzüge einstellbar, die sich in der Lage des spürbaren Druckpunkts entlang des Abzugswegs unterscheiden. Über eine geeignete Wahl der Abzugsfedem bzw. ihrer jeweiligen Federkonstanten können die aufzubringenden Kräfte (Auslösekraft, Vorzugskraft) festgelegt werden.
Der Abzugsweg kann z.B. über einen oder mehrere Anschläge eingestellt werden bzw. vorbestimmt sein. Z.B. kann eine optional einstellbare Fangkante ebenfalls mit dem Abzugszüngel und/oder dem zweiten Systemelement gekoppelt sein und sich beim Abziehen mitbewegen. Der Abzugsweg wird dann dadurch begrenzt, dass die Fangkante an einer vorbestimmten Position gegen ein festes (nicht mit dem Abzugszüngel gekoppeltes) Bauteil anschlägt. Durch einen Tausch der Fangkante können der Abzugsweg und auch die Abzugscharakteristik zusätzlich modifiziert werden.
Gemäß einer Ausführungsform (Anspruch 13) sind wenigstens das erste und das zweite Systemelement in einem, als Drop-In-Teil in eine Feuerwaffe ein- und ausbaubares Abzugsgehäuse gelagert. Drop-in Gehäuse sind der Fachperson geläufige und einfache Mittel um Abzugsgruppen oder -Systeme schnell und einfach auszutauschen. In einigen Ausführungsformen sind auch weitere Teile des Abzugssystems im Drop-in Gehäuse gelagert.
Gemäß einer Ausführungsform (Anspruch 14) ist das zweite Systemelement oder eine am zweiten Systemelement vorgesehene Kontaktfläche oder ein die am zweiten Systemelement vorgesehene Kontaktfläche umfassender Teil des zweiten Systemelements austauschbar gestaltet.
Beispielsweise kann das zweite Systemelement aus dem Abzugs-System entfernt und wieder eingebaut werden, um es durch eine neues zweites Systemelement zu ersetzten, es zu warten oder reparieren oder es zu reinigen. In einigen dieser Ausführungsformen kann nur ein Teilelement des zweiten Systemelements, das die Kontaktfläche umfasst zu den genannten Zwecken entfernt und wieder eingesetzt werden. In einigen dieser Ausführungsformen kann nur die Kontaktfläche selbst zu den genannten Zwecken entfernt und wieder eingesetzt werden. In jedem Fall handelt es sich bei den genannten entfern- und wieder einsetzbaren Elementen um leicht aus-und einbaubare Elemente, z.B. werkzeuglos. Vorteilshafterweise ist so eine Wartung, Reinigung und/oder ein Austausch leicht möglich.
Gemäß einer Ausführungsform (Anspruch 15) umfasst das Abzugs-System ferner einen ersten, am Hahn angeordneten Hahnanschlag, sowie zweiten Hahnanschlag, der an einem durch ein Bewegen des Abzugszüngels nicht bewegbaren ersten Elements der Feuerwaffe angeordnet ist. Der erste und der zweite Hahnanschlag sind dabei so zueinander angeordnet, dass der erste Hahnanschlag bei einer Bewegung des Hahns in seine gespannte Stellung gegen den zweiten Hahnanschlag anschlägt, so dass ein direkter Impulsübertrag auf das Abzugszüngel verringert wird. Dem liegt die Beobachtung zu Grunde, dass bei einem nach Schussabgabe zurückschnellenden und z.B. gegen einen Unterbrecher anschlagenden Hahn, ein Impuls auf das Abzugszüngel übertragen wird. Dies kann von einer Schützin oder einem Schützen als unangenehm oder störend empfunden werden. Zudem kann dies den Verschleiß des Hahns und der Teile, gegen die der Hahn anschlägt, beschleunigen. Durch die Verwendung von leicht austauschbaren Hahnanschlägen, kann daher zudem der Verschleiß verringert werden.
In einigen dieser Ausführungsformen können der erste und der zweite Hahnanschlag aus einem härteren Material als der Rest des Abzugssystems gefertigt sein, z.B. um den Verschleiß zu verringern. In einigen anderen dieser Ausführungsformen können der erste und der zweite Hahnanschlag aus einem weicheren Material als der Rest des Abzugssystems gefertigt sein, z.B. um den Impulsübertrag abzupuffern bzw. um ein Prellen zu verhindern bzw. die Wirkung eines Prellens zu reduzieren. In einigen anderen dieser Ausführungsformen können der erste Hahnanschlag aus einem härteren Material und der zweite Hahnanschlag aus einem weicheren Material als der Rest des Abzugssystems gefertigt sein oder umgekehrt, z.B. um die beiden genannten Wirkungen vorteilhaft zu kombinieren.
In einigen dieser Ausführungsformen sind auf beiden Seiten des Hahns ein erster und ein zweiter Hahnanschlag angeordnet.
Das durch ein Bewegen des Abzugszüngels nicht bewegbare erste Element kann z.B. ein Waffengehäuse (Gehäuse eines Gewehrs oder Griffstück einer Pistole) sein. Bei Verwendung eines Abzugsgehäuses, z.B. als Drop-In Teil, kann das erste Element auch das Abzugsgehäuse sein. Grundsätzlich kann das erste Element aber jedes geeignete, bei Schussabgabe nicht bewegte Waffenteil sein.
Gemäß einer Ausführungsform (Anspruch 16) ist das Einstellelement verdreh- und/oder verlustgesichert.
Allgemein können alle Einstellelemente der Waffe und insbesondere das oben bereits genannte Einstellelement optional über Kraftschlüsse gesichert sein, z.B. durch eine Überschneidung eines Spannstifts mit dem Einstellelement. Insbesondere können sie gegen ein versehentliches Verdrehen, ein zu starkes Verdrehen und/oder einen Verlust gesichert sein, also verdreh- und/oder verlustgesichert sein. So kann z.B. der Verstellbereich limitiert sein (also z.B. wie weit das Einstellelement zum Verstellen maximal verdreht werden kann) und optional auch ein definiertes Reibmoment (z.B. zur Sicherung gegen ein unbeabsichtigtes Verdrehen, z.B. durch Vibration) erzeugt werden. Dazu kann in einigen dieser Ausführungsformen zum Beispiel im Gehäuse ein Spannstift und am Einstellelement ein Gewindebolzen mit einer Nut vorgesehen sein. Der Gewindebolzen verläuft in diesem Beispiel durch den Spannstift bzw. die Nut nimmt den Spannstift auf. Das Verstellen erfolgt dann z.B. durch Drehen am Gewindestift, der auf diese Weise hinein- oder hinausgedreht werden kann, z.B. um eine Feder einstellbar vorzuspannen. Der Spannstift und die beiden Enden der Nut begrenzen jedoch, wie weit der hinein- oder hinausgedrehtZ-geschraubt werden kann. Der Spannstift kann zudem so angeordnet sein, dass er Druck auf den Gewindebolzen ausübt, so dass zum Verdrehen eine erhöhte Reibkraft überwunden werden muss. Der Gewindebolzen wird so bewusst schwergängiger gelagert. Dies soll z.B. ein versehentliches Verdrehen oder ein Verdrehen durch Vibration oder Erschütterungen verhindern.
Gemäß einer Ausführungsform (Anspruch 17) umfasst das Abzugs-System zudem ein Pufferelement, das an einem durch ein Bewegen des Abzugszüngels nicht bewegbaren zweiten Element der Feuerwaffe angeordnet ist. Bei nicht gezogenem Abzugszüngel berührt es das Abzugszüngel oder ein mit ihm bewegbar gekoppeltes Element. Dabei ist das Pufferelement so gestaltet und am zweiten Element angeordnet, dass es einen auf das Abzugszüngel oder das mit ihm bewegbar gekoppelte Element übertragenen Impuls der in die Richtung weist, in die das Abzugszüngel zur Schussabgabe gezogen wird, abpuffert.
Dies kann die Fallsicherheit verbessern bzw. einen durch einen Fall der Waffe ausgelösten Schuss vermeiden. Dem liegt die Beobachtung zu Grunde, dass bei einer herunterfallenden Waffe die Wahrscheinlichkeit einer Schussabgabe höher ist, wenn die Waffe auf die Vorderseite, z.B. die Mündung, fällt als wenn sie auf die hintere Seite, z.B den Schaft oder Knauf, fällt.
Das zweite Element, an dem das Pufferelement angeordnet ist, kann z.B. das Waffengehäuse (Gehäuse eines Gewehrs oder Griffstück einer Pistole) sein. Bei Verwendung eines Abzugsgehäuses, z.B. als Drop-In Teil, kann das zweite Element auch das Abzugsgehäuse sein. Grundsätzlich kann das zweite Element aber jedes geeignete, bei Schussabgabe nicht bewegte Waffenteil sein. Das Pufferelement ist vorzugweise so angeordnet, dass ein Element des Abzugs-Systems, das mit dem Abzugszüngel gekoppelt ist und sich mit diesem mitbewegen kann (z.B. ein entsprechender mit dem Abzugszüngel gekoppelter Anschlag) das Pufferelement bei nicht gezogenem Abzugszüngel berührt. Ein (beispielsweise durch einen Stoß erzeugter) Impuls, der in die Richtung weist, in die das Abzugszüngel beim Abziehen bewegt wird, kann so vom Pufferelement abgepuffert werden. So reduziert das Pufferelement ein Prellverhalten (die Impulsantwort) des Abzugs im Falle einer Anregung durch ein stoßähnliches Ereignis. Das Risiko einer ungewollten Schussabgabe z.B. bei einem Fall der Waffe auf den Boden, wird so reduziert.
Vorzugsweise weist das Pufferelement ein geeignetes stoßabsorbierendes Material auf, so dass der genannte Impuls so weit absorbiert werden kann, dass keine oder nur eine ausreichend geringe Impulsantwort erzeugt wird, so dass dadurch kein Schuss ausgelöst wird.
Nachfolgend werden Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten schematischen Zeichnungen erläutert.
In den Zeichnungen zeigt:
Fig. la zeigt eine Ausführungsform des Abzugs-Systems mit nicht gezogenem Abzugszüngel;
Fig. 1b zeigt die Ausführungsform aus Fig. la mit noch nicht vollständig gezogenem Abzugszüngel;
Fig. 1c zeigt die Ausführungsform aus Fig. la mit vollständig gezogenem Abzugszüngel aber noch nicht abgeschlagenem Hahn;
Fig. Id zeigt die Ausführungsform aus Fig. la mit vollständig gezogenem Abzugszüngel und abgeschlagenem Hahn;
Fig. 2 zeigt die Ausführungsform aus Fig. la mit Rastklinke in einer zweiten Rastklinkenstellung und die Rastklinke passierendem Hahn;
Fig. 3 zeigt die Ausführungsform aus Fig. la und die wirkenden Kräfte;
Fig. 4a zeigt eine Weiterentwicklung der Ausführungsform aus Fig. la mit einer ersten Abzugsfeder zur Einstellung der Abzugskraft;
Fig. 4b zeigt die Ausführungsform aus Fig 4a mit einer zusätzlichen, zweiten Abzugsfeder, die auf der der ersten Abzugsfeder gegenüberliegenden Seite angeordnet ist;
Fig. 4c zeigt eine weitere Weiterentwicklung der Ausführungsform aus Fig. la mit auf derselben Seite angeordneter erster und zweiter Abzugsfeder zur Einstellung der Abzugskraft;
Fig. 5 zeigt ein Abzugsprofil das mittels der Abzugsfedern eingestellt werden kann; Fig. 6a zeigt ein weiteres einstellbares Abzugsprofil für einen Druckpunktabzug;
Fig. 6b zeigt ein weiteres einstellbares Abzugsprofil für einen Druckpunktabzug;
Fig. 6c zeigt ein weiteres einstellbares Abzugsprofil für einen Direktabzug;
Fig. 6d zeigt ein weiteres einstellbares Abzugsprofil für einen Direktabzug;
Fig. 7a zeigt eine weitere Ausführungsform des Abzugs-Systems mit nicht gezogenem Abzugszüngel;
Fig. 7b zeigt die Ausführungsform aus Fig. 7a mit vollständig gezogenem Abzugszüngel und erstem Systemelement in seiner Eingriffsstellung;
Fig. 7c zeigt die Ausführungsform aus Fig. 7a mit vollständig gezogenem Abzugszüngel und erstem Systemelement in seiner Trennstellung;
Fig. 7d zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 7a;
Fig. 7e zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 7c;
Fig. 8a zeigt eine weitere Ausführungsform des Abzugs-Systems mit nicht gezogenem Abzugszüngel;
Fig. 8b zeigt die Ausführungsform aus Fig. 8a mit vollständig gezogenem Abzugszüngel und erstem Systemelement in seiner Eingriffsstellung;
Fig. 8c zeigt die Ausführungsform aus Fig. 8a mit vollständig gezogenem Abzugszüngel und erstem Systemelement auf dem Weg zu seiner Trennstellung;
Fig. 9 zeigt die Ausführungsform aus den Figen. la - Id wobei sie zudem weitere optionale Elemente zeigt.
Die in den Zeichnungen verwendeten Bezugszeichen und ihre Bedeutung sind in der Liste der Bezugszeichen in zusammengefasster Form aufgeführt. Gleiche Teile sind in den Abbildungen grundsätzlich mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Detaillierte Beschreibung der Figuren
Figuren la - Id zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Seitenansicht. Fig. la zeigt ein erfindungsgemäßes Abzugs-System 100 mit einem Hahn 102, der um eine Hahnachse 104 verschwenkbar ist. Durch Verschwenken kann der Hahn 102 zwischen einer gespannten Stellung 106 (s. z.B. Fig. 1b) und einer, in Fig. Id gezeigten, entspannten Stellung 108 bewegt werden. Der Hahn 102 ist dabei federbelastet und eine als Schenkelfeder vorgesehen Feder 110 (Hahnfeder) drängt den Hahn 102 von seiner gespannten Stellung 106 in seine entspannte Stellung 108. Der Hahn 102 besitzt ferner ein Hahnrastmittel 112. Das Hahnrastmittel 112 ist in einem von der Hahnachse 104 distalen Endbereich 114 und damit nahe des von der Hahnachse 104 distalen Hahnendes 116 angeordnet. Das distale Hahnende 116 ist keil- oder schaufelförmig geformt.
Das Abzugs-System 100 weist außerdem ein als Sperrhebel gestaltetes erstes Systemelement 122 auf, dass um einen als Achse ausgestalteten Schwenkpunkt 124 verschwenkbar gelagert ist. Der Sperrhebel 122 kann durch Verschwenken zwischen einer Eingriffsstellung 126 (s. z.B. Fig. 1b) und einer, in Fig. Id gezeigten, Trennstellung 128 verschwenkt werden. Der Sperrhebel 122 weist ein als Rastklinke ausgestaltetes zweites Rastmittel 130 auf, welches um einen Rastklinkenschwenkpunkt 132 (s. z.B. Fig. 1b) verschwenkbar gelagert ist. Die Rastklinke 130 kann zwischen einer ersten Rastklinkenstellung 134 (s. z.B. Fig. 1b) und einer zweiten, in Fig. 2 gezeigten, Rastklinkenstellung 136 verschwenkt werden. Die Rastklinke 130 weist am hahnseitigen Ende 138 des Sperrhebels 122 eine erste Kontaktfläche 142 auf. Ferner weist der Sperrhebel 122 an seinem dem Hahn 102 zugewandten Ende 138 eine Rückstellfeder 146 auf. Am gegenüberliegenden, abzugszüngelseitigen Ende 140 weist der Sperrhebel 122 eine zweite, abzugszüngelseitige Kontaktfläche 144 (s. Vergrößerung) auf.
Das Abzugs-System 100 weist ferner ein Abzugszüngel 160 auf, das um eine Abzugsachse 162 (s. z.B. Fig. 1b) verschwenkbar ist. Das Abzugszüngel 160 ist mit einem als Sperrbolzen gestalteten zweiten Systemelement 164 derart gekoppelt, dass eine Bewegung des Abzugszüngels 160 auf den Sperrbolzen 164 übertragen wird. Der Sperrbolzen 164 kann zwischen einer Blockierstellung 166 (s. z.B. Fig. la) und einer, in Fig. Id gezeigten Freigabestellung 168 hin- und herbewegt werden. Zudem weist der Sperrbolzen 164 eine Sperrbolzenkontaktfläche 170 (s. Vergrößerung) auf, die die zweite Kontaktfläche 144 der Sperrhebels 122 zum Blockieren berührt.
Schließlich besitzt das Abzugs-System 100 einen dem Fachmann geläufigen Unterbrecher 190, der über eine Unterbrecherfeder 192 federbelastet ist.
Bei nicht-gezogenem Abzugszüngel 160 nimmt der Sperrbolzen 164 die Blockierstellung 166 ein. Befinden sich der Sperrhebel 122 in der Eingriffsstellung 126 und der Sperrbolzen 164 in der Blockierstellung 166 so wirkt der Sperrbolzen 164 als Widerlager für den Sperrhebel 122 und verhindert, dass der Sperrhebel 122 in die Trennstellung 128 bewegt werden kann. Der Sperrbolzen 164 blockiert also der Sperrhebel 122 durch eine Hinterstellung.
Befinden sich der Hahn 102 in seiner gespannten Stellung 106 und der Sperrhebel in seiner Eingriffsstellung 126, geraten Hahn 102 und Sperrhebel 122 in lösbaren Eingriff 180. Genauer gesagt geraten das erste, hahnseitige Rastmittel 112 und das zweite, sperrhebelseitige Rastmittel 130 in Eingriff 180. Wird der Sperrhebel 122 in der Eingriffsstellung 126 gehalten, wird durch den Eingriff 180 verhindert, dass der Hahn 102 durch die Federkraft der Schenkelfeder 110 angetrieben in die entspannte Stellung 108 abschlagen kann. Der Hahn 102 wird also in gespannter Stellung 106 gehalten bzw. arretiert. Befinden sich nun der Hahn 102 in der gespannten Stellung 106, der Sperrhebel 122 in der Eingriffsstellung 126 und der Sperrbolzen 164 in der Blockierstellung 166, kann der Hahn 102 nicht mehr ohne Weiteres abschlagen. Vielmehr wird die haltende Wirkung des Sperrbolzens 164 über den Sperrhebel 122 auf den Hahn 102 übertragen bzw. vermittelt. In anderen Worten sichern Sperrhebel 122 und Sperrbolzen 164 den Hahn 102, wobei die Rastklinke 130 den Hahn 102 hält.
Wird nun das Abzugszüngel 160 gezogen, schwenkt es, wie in Fig. 1b gezeigt (siehe Pfeil PI), um die Abzugszüngelachse 162 und der mit ihm gekoppelte Sperrbolzen 164 wird aus der Blockierstellung 166 in Richtung der Freigabestellung 168 verfahren (siehe Pfeil P2). Dabei werden die Sperrbolzenkontaktfläche 170 und die zweite Kontaktfläche 144 des Sperrbügels 122 gegeneinander verschoben. Dazu muss eine entsprechende, später noch beschriebene Reibungskraft überwunden werden.
Fig. 1b zeigt einen Moment beim Ziehen am Abzugszüngel 160, an dem die Blockade des Sperrhebels 122 durch den Sperrbolzen 164 gerade noch besteht. In Fig. 1b befindet sich der Sperrhebel 122 daher noch in seiner Eingriffsstellung 126, so dass der Hahn 102 noch nicht in seine entspannte Stellung 108 abschlagen kann.
In Fig. 1c wurde das Abzugszüngel 160 soweit bewegt (siehe Pfeil PI), dass der Sperrbolzen 164 in die Freigabestellung 168 verbracht ist und keine Hinterstellung des Sperrhebels 122 durch den Sperrbolzen 164 mehr gegeben ist. Wie später noch beschrieben wird, drängt nun der Hahn 102 den Sperrhebel 122 gegen die Federkraft der Rückstellfeder 146 in seine Trennstellung 128 und verschwenkt den Sperrhebel 122 dazu um die Sperrhebelachse 124 (siehe Pfeil P3). Infolgedessen passiert die zweite Kontaktfläche 144 des Sperrhebels 122 den Sperrbolzen 164 an seiner Unterseite. Dies ist in der vergrößerten Ansicht des Kontaktbereichs von Sperrhebel 122 und Spreebolzen 164 in Fig. 1c gezeigt. Zudem sind das Hahnrastmittel 112 und die Rastklinke 130 getrennt und nicht mehr im Eingriff 180. Nun mehr ungehindert, beginnt der Hahn 102 in Richtung seiner entspannten Stellung 108 abzuschlagen (siehe Pfeil P4). Fig. 1c zeigt zur Illustration stellvertretend für die Fig. la, b und d weitere optionale Elemente des Abzugssystems 100, wie einen am Hahn 102 angeordneten ersten Hahnanschlag 118a, einen mit dem Abzugszüngel 160 gekoppelten Anschlag 174 und ein Abzugselement 178, das unter anderem den Kontaktbereich von Sperrhebel 122 und Sperrbolzen 164 verdeckt und so, z.B. seitlich stabilisiert und auch gegen Verschmutzung schützt.
In Fig. Id ist der Hahn 102 voll abgeschlagen und folglich in der entspannten Stellung 108. Der Sperrbolzen 164 ist in seiner Freigabestellung 168 und der Sperrhebel 122 in seiner Trennstellung 128.
Fig. 2 zeigt die Funktionsweise der Rastklinke 130. Wird der Hahn 102 gespannt, also in seine gespannte Stellung 106 verbracht, während der Sperrhebel 122 in der Eingriffsstellung 126 ist, kann das Hahnrastmittel 112 die Rastklinke 130 von der ersten Rastklinkenstellung 134 (s. Fig. la) in die zweite Rastklinkenstellung 136 drängen und die Rastklinke 130 so passieren. Danach bewegt sich die entsprechend federbelastete Rastklinke 130 wieder in die erste Rastklinkenstellung 134, die den Hahn 102 nicht wieder in Richtung der entspannten Stellung 108 passieren lässt, sondern diesen mittels des Eingriffs 180 hält.
Fig. 3 zeigt die vom Hahn 102 auf den Sperrhebel 122 und vom Sperrhebel 122 auf den Sperrbolzen 164 (oder, allgemein, irgendein am Abzug direkt integriertes Sperrelement, z.B. eine Sperrfläche) übertragenen Kräfte. Über das Hahnrastmittel 112 wird eine aus der Federkraft der Schenkelfeder 110 resultierende Kraft N auf den Sperrhebel 122 bzw. dessen erste Kontaktfläche 142 übertragen. Diese Kraft N wirkt entlang des Normalvektors n (im Folgenden auch als Flächennormale n bezeichnet) der ersten Kontaktfläche 142 des Sperrhebels 122.
Die erste Kontaktfläche 142, bzw. ihr Normalvektor n schließt mit einer gedachten Verbindungslinie R zwischen der Sperrhebelachse 124 und der Kontaktfläche 142 einen Winkel a zwischen 0° und 90° ein.
Auf Grund des Winkels a kann die Kraft N in eine Kraftkomponente, die entlang der Verbindunglinie R (ohne Bezugszeichen) weist, und in eine Kraftkomponente T, die senkrecht zur Verbindungslinie R steht, zerlegt werden (siehe Kräfteparallelogramm in Fig. 3). Die Kraftkomponente T wird auch als Tangentialkomponente bezeichnet, da sie entlang der Tangente eines gedachten Kreises um die Sperrhebelachse 124 zeigt. Die Tangentialkomponente T bewirkt ein Drehmoment, das den Sperrhebel 122 in seine Trennstellung 128 drängt. Entsprechend wird der Sperrhebel 122, wenn keine Blockade durch den Sperrbolzen 164 besteht, automatisch vom gespannten Hahn 102 aus der Eingriffsstellung 126 in die Trennstellung 128 gedrängt. Die Tangentialkomponente T ist betragsmäßig kleiner als die Kraft N. Auf Grund einer Hebelwirkung des Sperrhebels 122 wird am abzugszüngelseitigen Ende 140 des Sperrhebels 122 daher auch nur eine kleinere Kraft als die Kraft N über die zweite Kontaktfläche 144 auf die dritte Kontaktfläche 170 übertragen. Der Sperrhebel 122 wirkt hier wie eine Wippe, bei der die am hahnseitigen Ende 138 wirkende Tangentialkomponente T als betragsmäßig gleichgroße (bei gleich langen Sperrhebelarmen), aber in die entgegengesetzte Richtung weisende Kraft T' auf das abzugszüngelseitige Ende 140 übertragen wird.
Über die zweite Kontaktfläche 144 wird auf die dritte Kontaktfläche 170 wieder nur eine betragsmäßig kleinere Komponente T" der Kraft V übertragen.
Durch den Sperrhebel 122 kann also die blockierende Wirkung des Sperrbolzens 164 in einen zur Hahnachse 104 distalen Bereich 114 des Hahns 102 übertragen werden. Daher ist die zum Halten des Hahns 102 notwendige Kraft kleiner als in einem Fall in dem der Eingriff 180 in einem zur Hahnachse 104 proximalen Bereich (ohne Bezugszeichen) erfolgt. Entsprechend ist auch die Kraft N kleiner als in genanntem Fall.
Insgesamt wird die von der zweiten Kontaktfläche 144 auf die dritte Kontaktfläche 170 wirkende Kraft T"verringert gegenüber dem eingangs schon beschriebenen und oben genannten Fall, in dem die Blockade eines gespannten Hahns ohne den Sperrhebel 122 in einem zur Hahnachse 104 proximalen Bereich erfolgt. Entsprechend ist beim erfindungsgemäßen System 100 auch die zwischen der Sperrbolzenkontaktfläche 180 und der Sperrhebelkontaktfläche 144 wirkende Reibungskraft Fmin geringer als im oben genannten Fall. Die Reibungskraft ist die Kraft Fmin, die beim Abziehen mindestens überwunden werden muss. Sie bestimmt daher die untere Grenze der Abzugskraft. Durch die erfindungsgemäßen Mittel kann die untere Grenze der Abzugskraft daher gesenkt werden. Insbesondere kann die Abzugskraft unter den von Schützen bevorzugten Kraftbereich abgesenkt werden und daher mittels zusätzlicher Mittel, z.B. Federn, auf die gewünschte Höhe eingestellt werden. Die Einsteilbarkeit nach unten hin wird also verbessert.
Wie insbesondere aus Fig. 2 entnehmbar, ist das distale Ende 116 des Hahns 102 keil- oder schaufelförmig ausgestaltet. Ferner ist der Hahn 102 so dimensioniert. Dass sein distales Ende 116 beim Spannen des Hahns 102 mit der Spitze hinter den Sperrhebel 122 in seiner Trennstellung 128 bewegt wird und diesen auf Grund der Keilform in Richtung seiner Eingriffsstellung 126 drängt. Fig. 4a - 4c zeigen Ausführungsformen des Abzugs-System 100, bei denen die Abzugskraft über zusätzliche Abzugsfedern einstellbar ist. Figuren 4a - 4c zeigen eine Ausführungsform mit zwei Abzugsfedern 402 und 404. Die erste Abzugsfeder 402 ist mit dem Abzugszüngel 160 über einen ersten Anschlag 406 derart gekoppelt, dass die Federkraft Fl der ersten Abzugsfeder 402 entlang des gesamten Abzugswegs A dem Ziehen am Abzugszüngel 160 zusätzlich zur Kraft Fmin entgegenwirkt. Figuren 4b und 4c zeigen die zweite Abzugsfeder 404, die, wie in Fig. 4b gezeigt, auf der der ersten Abzugsfeder 402 gegenüberliegenden Seite des Abzugs- Systems 100, oder, wie in Fig. 4c gezeigt, auf derselben Seite des Abzugs-Systems 100 angeordnet sein kann. Die zweite Abzugsfeder 404 besitzt an ihrem unteren Ende einen Druckbolzen 410 der mit einem zweiten Anschlag 408 in physikalischen Kontakt treten kann, sodass die zweite Abzugsfeder 404 über den Druckbolzen 410 und dem zweiten Anschlag 408 mit dem Abzugszüngel 160 koppelbar ist. Der Abstand D zwischen dem zweiten Anschlag 408 und dem Druckbolzen 410 kann über ein Einstellelement 412 eingestellt werden und bestimmt den Vorzugsweg V, also den Wegabschnitt entlang des Abzugswegs bis zum Druckpunkt. Über das Einstellelement 412 kann insbesondere eingestellt werden, ob der Druckbolzen 410 mit dem zweiten Anschlag 408 am Anfang des Abzugswegs A (D = 0), zwischen Anfang und Ende des Abzugswegs A (0 < D < A) oder gar nicht entlang des Abzugswegs A (D > A) in Kontakt tritt. In anderen Worten kann mit dem Einstellelement 412 eingestellt werden, ob die Federkraft F2 der zweiten Abzugsfeder 404 dem Ziehen am Abzugszüngel 160 entlang des gesamten Abzugswegs A, entlang nur eines Teils des Abzugswegs A oder gar nicht zusätzlich zur Kraft Fmin entgegenwirkt. Das Einstellelement 412 kann zum Einstellen der Höhe dem Fachmann geläufige Mittel zur Höhenverstellung besitzen, beispielsweise Gewinde oder Rastelemente.
Die Federkraft Fl der ersten Abzugsfeder 402 kann z.B. über ein zweites Einstellelement 414 einstellbar sein. Z.B. kann die erste Abzugsfeder 402 so stärker vorgespannt oder entspannt werden.
Mittels der beiden Abzugsfedern 402, 404 können unterschiedliche Abzugsprofile eingestellt werden. Figur 5 zeigt ein Beispiel eines solchen Abzugsprofils 500. Entlang des gesamten Abzugswegs A wirkt die Federkraft Fl der ersten Abzugsfeder 402. Nach dem Vorzugsweg V kommt die Federkraft F2 der zweiten Abzugsfeder 404 hinzu. Die Kräfte Fl und F2 addieren sich daher und bestimmen die Auslösekraft Fmin + Fl + F2), die überwunden werden muss um das Abschlagen des Hahns 102 herbeizuführen und einen Schuss abzugeben. Figuren 6a - 6d zeigen weitere Beispiele für erfindungsgemäß einstellbare Abzugsprofile. Diese Abzugsprofile entsprechen im Falle der in den Figuren 4a - 4c gezeigten Ausführungsformen jeweils einem bestimmten, mittels des Einstellelements 412 eingestellten Abstand D zwischen dem Druckbolzen 410 und dem zweiten Anschlag 408. Neben den in den Figuren 6a - 6d gezeigten Abzugsprofilen bzw. den jeweiligen eingestellten Ab ständen D sind weitere Einstellungen möglich und auch die Anzahl der Einstellungen nicht auf eine bestimmte Zahl begrenzt. Beispielsweise können ein, zwei, drei, vier, fünf, sechs oder mehr unterschiedliche Abstände D eingestellt werden.
Die Figuren 6a und 6b zeigen Abzugsprofile für Druckpunktabzüge, wie sie z.B. mit den in den Figuren 4a - 4c gezeigten Ausführungsformen eingestellt werden können. Diese Abzugsprofile resultieren daraus, dass die zweite Abzugsfeder 404 an einem Punkt zwischen Anfang und Ende des Abzugswegs A mit dem Abzugszüngel 160 koppelt. Im in Fig. 6a gezeigten Abzugsprofil koppeln die zweite Abzugsfeder 404 und das Abzugszüngel 160 an einem früheren Punkt entlang des Abzugswegs A als in Fig. 6b, mit der Folge, dass der spürbare Druckpunkt bzw. die höhere Auslösekraft früher zu spüren ist als im Fall der Fig. 6b. In anderen Worten ist in Fig. 6a der Vorzugsweg V kürzer als im Fall der Fig. 6b. Bei den in den Figuren 6a und 6b gezeigten Abzugsprofilen sind für einen Schützen beim Abziehen erst die Vorzugskraft Fmin + Fl und dann zur haptischen Erkennung des bevorstehenden Brechens eines Schusses die Auslösekraft Fmin + Fl + F2 spürbar. Vorzugskraft und Auslösekraft sind über die Federkräfte Fl und F2 der beiden Abzugsfedern 402, 404 bzw. deren jeweilige Federkonstanten einstellbar. Über die Wahl der Abzugsfedern 402, 404 können die Vorzugskraft und die Auslösekraft daher bestimmt werden.
Die Figuren 6c und 6d zeigen Abzugsprofile für Direktabzüge, wie sie z.B. mit den in den Figuren 4a - 4c gezeigten Ausführungsformen eingestellt werden können. Im in Fig. 6c gezeigten Abzugsprofil koppelt die zweite Abzugsfeder 404 bereits am Beginn des Abzugswegs A mit dem Abzugszüngel 160, sodass entlang des gesamten Abzugswegs A die Summe der beiden Federkräfte Fl und F2 dem Ziehen am Abzugszüngel 160 zusätzlich zur Kraft Fmin entgegenwirkt. Im in Figur 6d gezeigten Abzugsprofil koppelt die zweite Abzugsfeder 404 entlang des Abzugswegs A an keiner Stelle entlang des Abzugswegs A bzw. gar nicht mit dem Abzugszüngel 160, sodass nur die Federkraft Fl der ersten Abzugsfeder 402 dem Ziehen am Abzugszüngel 160 zusätzlich zur Kraft Fmin entgegenwirkt. Entsprechend ist in beiden Fällen beim Abziehen nur eine Kraft und kein Druckpunkt spürbar. Figuren 7a - 7e zeigen eine weitere Ausführungsform des Abzugs-Systems 700, bei dem der das erste Systemelement wieder als um eine Sperrhebelachse 124 verschwenkbarer Sperrhebel 122 ausgestaltet ist. Wie in Fig. 7a gezeigt, ist das zweite Systemelement hier jedoch als Sperrkolben 764 ausgestaltet, der zwischen einer Blockierstellung 166, in der der Sperrhebel 122 blockiert wird, und einer, in Fig. 7b gezeigten Freigabestellung 168, in der diese Blockade aufgehoben ist, im Wesentlichen linear verschiebbar ist. Der Sperrhebel 122 weist eine zweite Kontaktfläche 144 auf die mit einer am Sperrkolben 764 angeordneten dritten Kontaktfläche 170 in physikalischen Kontakt treten kann, so dass in der Blockierstellung 166 der Sperrhebel 122 hinterstellt ist, so dass dessen Bewegung zu seiner Trennstellung 128 hin blockiert ist. Ferner weist das Abzugs-System 700 eine Rückstellfeder 146 auf. Fig. 7d zeigt einen vergrößerten Ausschnitt der Fig. 7a, in dem der Sperrhebel 122 in seiner Eingriffsstellung 126 und der Sperrkolben 764 in seiner Blockierstellung 166 ist. Die erste und dritte Kontaktfläche 144, 170 berühren sich.
Der Sperrhebel 122 vollführt also auch hier eine Rotationsbewegung zwischen seiner den Hahn 102 haltenden Eingriffsstellung 126 und seiner in Fig. 7c gezeigten, den Hahn 102 freigebenden Trennstellung 128 ausführen. Der Sperrkolben 764 hingegen kann eine im Wesentlichen translatorische Bewegung ausführen (siehe Pfeil P6), wenn am Abzugszüngel 160 gezogen wird. Insbesondere ist der Sperrkolben 764 mit dem Abzugszüngel 160 über einen Bügel 774 und eine Schubstange 772 gekoppelt. Wie in Fig. 7b gezeigt, bewirkt das Ziehen am Abzug (siehe Pfeil PI) eine translatorische Schubbewegung der Schubstange 772 nach vorne-oben (siehe Pfeil P5). Diese Schubbewegung bewirkt eine Rotationsbewegung des Bügels 774 (siehe Pfeil P3), die wiederum eine im Wesentlichen translatorische Bewegung des Sperrkolbens 764 nach unten bewirkt (siehe Pfeil P6). Die im Wesentlichen translatorische Bewegung des Sperrkolbens 764 bewirkt, dass die dritte Kontaktfläche 170 des Sperrbolzens 764 gegen die zweite Kontaktfläche 144 des Sperrhebels 122 nach unten verschoben wird, bis der Sperrkolben 764 seiner Freigabestellung 168 erreicht und den Sperrhebel 122 nicht mehr hinterstellt. Dies zeigt Fig. 7e, die einen vergrößerten Ausschnitt der Fig. 7c zeigt, in der der Sperrhebel 122 in seiner Trennstellung 128 und der Sperrkolben in seiner Freigabestellung 168 ist. Die übrigen Ausführungen zu dem in den Figuren la - 4c gezeigten Ausführungsbeispielen gelten hier analog. Insbesondere drängt der Hahn 102 in analoger Weise den Sperrhebel 122 von seiner Eingriffsstellung 126 in seine Trennstellung 128 und schlägt dann frei ab (siehe Pfeil P4).
Die Figuren 8a - 8c zeigen eine weitere Ausführungsform des Abzugs-Systems 800. Wie in Fig. 8a zu sehen ist das erste Systemelement ist hier als Sperrschlitten 822 ausgestaltet, der entlang einer linearen Bahn mittels einer Translationsbewegung zwischen einer den Hahn 102 haltenden Eingriffsstellung 126 und einer, in Fig. 8b gezeigten und den Hahn 102 freigebenden, Trennstellung 128 hin- und herbewegbar ist. Anders als in den in den vorherigen Figuren gezeigten Ausführungsbeispielen führt der Sperrschlitten 822 also eine Translationsbewegung aus. Der Sperrschlitten 822 umfasst dazu eine Nut 850 zur Aufnahme wenigstens eines, vorzugsweise wenigstens zweier, Pins 852, die nicht Teil des Sperrschlittens 822 sind und gegen die der Sperrschlitten 822 in der Nut 850 geführt frei verschiebbar ist. Der Sperrschlitten weist zudem eine Rückstellfeder 146 auf, die ihn in seine Eingriffsstellung 126 drängt.
Ferner umfasst der Sperrschlitten eine erste Rastklinke 130 und eine zweite Rastklinke 848. Die Funktion der ersten Rastklinke 130 ist identisch mit der Funktion der in den vorherigen Figuren gezeigten der Rastklinke 130. Die zweite Rastklinke 848 dient dem Eingriff mit dem als Sperrriegel ausgeführten zweiten Systemelement 864, das den Sperrschlitten 822 hinterstellt, um eine Bewegung in seine Trennstellung 828 zu blockieren.
Der Sperrriegel 864 ist in einer Führung 876 geführt und koppelt mit dem Abzugszüngel 160 über eine Schubstange 872. Wird, wie in Fig. 8b gezeigt, das Abzugszüngel 160 gezogen (siehe Pfeil PI), bewirkt dies eine translatorische Schubbewegung der Schubstange 872 nach oben- vorne (siehe Pfeil P5), wodurch der Sperrriegel 864 von seiner Blockierstellung 166 nach vorne in Richtung seiner in Fig. 8c gezeigte Freigabestellung 168 gezogen wird (siehe Pfeil P7). Dabei werden die auf der zweiten Rastklinke 848 angeordnete, zweite Kontaktfläche 144 und die am Sperrriegel 864 angeordnete dritte Kontaktfläche 170 gegeneinander verschoben, bis die Hinterstellung des Sperrschlittens 822 aufgehoben ist. Daraufhin drängt der federbelastete Hahn 102 den Sperrschlitten 822 gegen die Federkraft der Rückstellfeder 146 in seine Trennstellung 128 und schlägt dann ab. Daraufhin drängt die Rückstellfeder 146 den Sperrschlitten 822 wieder in seine Eingriffsstellung 126. Die Nut 852 gibt dabei die Bewegungsbahn des Sperrschlittens 822 vor.
Die federbelastete zweite Rastklinke 848 erlaubt ein Zurückführen des Sperrschlittens 822 in die Eingriffsstellung 126 selbst wenn sich der Sperrriegel 864 in der Blockierstellung 166 befindet. Dazu kann die Rastklinke 848 bei einer Bewegung des Sperrschlittens 822 in Richtung der Eingriffsstellung 126 nach oben verschwenkt werden, so dass der Sperrschlitten 122 passieren kann.
Fig. 9 zeigt das Abzugs-System 100 gemäß den Fig. la-ld, das ist einem als Drop-In Teil ausgestaltetem Abzugsgehäuse 176 angeordnet ist. Die Ausführung als Drop-In Gehäuse erlaubt den schnellen Austausch des kompletten Abzugs-Systems 100. Zudem zeigt Fig. 9 weitere optionale Elemente. Am Hahn 102 ist ein erster Hahnanschlag 118a angeordnet und am Abzugsgehäuse 176 ein zweiter Hahnanschlag 118b. Bewegt sich der Hahn 102 in seine gespannte Stellung 106, schlägt der erste Hahnanschlag 118a and den zweiten Hahnanschlag 118b an und verhindert so, dass der Hahn 102, z.B. an den Unterbrecher 190 anschlägt, was zu einem störenden Impulsübertrag auf das Abzugszüngel 160 und letztlich die Hand des Schützens/der Schützin führt. Ferner zeigt Fig. 9 ein optionales Pufferelement 172, das ebenfalls am Abzugsgehäuse 176 angeordnet ist, sowie einen mit dem Abzugszüngel 160 bewegbar gekoppelten weiteren Anschlag 174. Das Pufferelement 172 ist zwischen Abzugsgehäuse 176 und dem weiteren Anschlag 174 angeordnet. Fällt die Feuerwaffe und landet mit ihrem vorderen Bereich, z. B. der Mündung, auf den Boden wird ein Impuls erzeugt, der in die Richtung weist, in die das Abzugszügel 160 beim Abziehen bewegt wird (in Fig. 9 durch den Pfeil P5 symbolisiert). Dieser Impuls kann auf bewegliche Teile des Abzugssystems 100 übertragen werden, z.B. auf das Abzugszüngel 160 oder damit gekoppelte Elemente, und so zu einem Auslösen eines Schusses führen. Das Pufferelement 172 puffert diesen Impuls jedoch soweit ab, dass das Risiko des Auslösens ist eines Schusses gegenüber dem Fall ohne Pufferelement 172 deutlich reduziert werden kann.
Bezugszeichenliste
100, 700 Abzugs-System
102 Hahn
104 Hahnschwenkpunkt (Hahnachse)
106 gespannte Stellung
108 entspannte Stellung
110 Hahnfeder (Schenkelfeder)
112 erstes Rastmittel
114 distaler Endbereich des Hahns
116 distales Ende des Hahns
118a erster Hahnanschlag
118b zweiter Hahnanschlag
122, 822 erstes Systemelement (Sperrbügel, Sperrschlitten)
124 Schwenkpunkt
180 Eingriff
126 Eingriffsstellung des ersten Systemelements
128 Trennstellung des ersten Systemelements
130 zweites Rastmittel (Rastklinke)
132 Rastklinkenschwenkpunkt
134 erste Rastklinkenstellung
136 zweite Rastklinkenstellung
138 hahnseitiger Bereich des ersten Systemelements
140 abzugszüngel sei tiger Bereich des ersten Systemelements
142 erste Kontaktfläche
144 zweite Kontaktfläche
146 Rückstellfeder
848 zweite Rastklinke
850 Nut
852 Pin
160 Abzugszüngel
162 Abzugszüngelachse
164, 764, 864 zweites Systemelement (Widerlager, Sperrbolzen, Sperrkolben, Sperrriegel) 166 Blockierstellung des zweiten Systemelements
168 Freigabestellung des zweiten Systemelements
170 dritte Kontaktfläche
172 Pufferelement
174 gekoppelter Anschlag
176 Abzugsgehäuse
178 Abzugselement
772, 872 Schubstange
774 Bügel
876 Führung
402 erste Abzugsfeder
404 zweite Abzugsfeder
406 erster Anschlag
408 zweiter Anschlag
410 Druckbolzen
412 erstes Einstellelement
414 zweites Einstellelement
500 Abzugsprofil n Normale (Normalvektor, Flächennormale)
N Kraft
T Kraftkomponente
Fl erste Federkraft
F2 zweite Federkraft
A Abzugsweg
D Ab stand
V Vorzugsweg
I Anfang des Abzugswegs
E Ende des Abzugswegs
R Verbindungslinie a Winkel

Claims

Ansprüche
1. Abzugs-System (100) für Feuerwaffen, insbesondere Sturmgewehre, mit a) einem Hahn (102), der zum Aufbau einer erforderlichen Abschlagenergie aus einer entspannten Stellung (108) in eine gespannte Stellung (106) bewegbar ist; b) einem ersten Systemelement (122), das zwischen zwei Stellungen (17, 19) hin- und herbewegbar ist, einer das erste Systemelement (122) mit dem Hahn (102) in dessen gespannter Stellung (106) in einen lösbaren Eingriff (180) bringenden Eingriffsstellung (126) und einer das erste Systemelement (122) und den Hahn (102) trennenden Trennstellung (128); und c) einem zweiten Systemelement (164), das zwischen zwei Stellungen (17a, 19a) hin- und herbewegbar ist, einer das erste Systemelement (122) gegen eine Bewegung von dessen Eingriffsstellung (126) in Richtung dessen Trennstellung (128) blockierenden Blockierstellung (166) und einer diese Blockade aufhebenden Freigabestellung (168) wobei d) der Hahn (102) in seiner gespannten Stellung (106) arretiert wird, wenn sich das erste Systemelement (122) in dessen Eingriffsstellung (126) und das zweite Systemelement (164) in dessen Blockierstellung (166) befinden; und e) das zweite System element (164) durch ein Ziehen eines mit ihm gekoppelten Abzugszüngels (160) von seiner Blockierstellung (166) in seine die Blockade aufhebende Freigabestellung (168) verbracht wird; und sodann f) der Hahn (102) infolge der in ihm aufgebauten Abschlagsenergie selbstständig das erste Systemelement (122) in dessen Trennstellung (128) drängt g) und weiter zur Abgabe eines Schusses vollständig in seine entspannte Stellung (108) abschlägt.
2. Abzugs-System (100) nach Anspmch 1, gekennzeichnet durch eine zum Aufbau der erforderlichen Abschlagenergie am Hahn (102) angreifende Hahnfeder (110), insbesondere Schenkelfeder.
3. Abzugs-System (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite System element (164) das erste Systemelement (122) durch ein Hinterstellen blockiert.
4. Abzugs-System (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hahn (102) ein erstes Rastmittel (112) aufweist; und das erste Systemelement (122) ein zweites Rastmittel (130) aufweist, das mit dem ersten Rastmittel (112) in den lösbaren Eingriff (180) bringbar ist.
5. Abzugs-System (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Systemelement (122) um einen Schwenkpunkt (124) schwenkbar gelagert ist, so dass es zwischen seiner Eingriffsstellung (126) und seiner Trennstellung (128) verschwenkbar ist.
6. Abzugs-System (100) nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Rastmittel (130) eine erste Kontaktfläche (142) aufweist, die das erste Rastmittel (112) berührt, wenn sich das erste Systemelement (122) in der Eingriffsstellung (126) und der Hahn (102) sich in der gespannten Stellung (106) befinden; und die erste Kontaktfläche (142) derart gestaltet ist, dass ihr Normalvektor (n) mit einer gedachten Verbindungslinie (R) von der ersten Kontaktfläche (142) zum Schwenkpunkt (124) einen Winkel (a) kleiner oder gleich 90° und größer 0° einschließt, so dass aus einer vom Hahn (102) übertragenen und entlang des Normalvektors (n) wirkenden Kraft (IV) eine Kraftkomponente (T) resultiert, die senkrecht zur Verbindungslinie (R) wirkt und das erste Systemelement (122) in Richtung seiner Trennstellung (128) drückt.
7. Abzugs-System (100) nach einem der Ansprüche 4-6 dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Rastmittel (130) eine Rastklinke ist, wobei die Rastklinke derart schwenkbar gelagert ist, dass beim Verbringen des Hahns (102) in die gespannte Stellung (106) die Rastklinke das erste Rastmittel (112) ungehindert passieren lässt, wenn sich das erste Systemelement (122) in dessen Eingriffsstellung (126) befindet; und das zweite Systemelement (164) ein Widerlager (39) ist.
8. Abzugs-System (100) nach einem der Ansprüche 4-7 dadurch gekennzeichnet, dass der Hahn (102) um einen Hahnschwenkpunkt (104) schwenkbar gelagert ist und zur Bewegung aus der entspannten Stellung (108) in die gespannte Stellung (106) um den Hahnschwenkpunkt (104) verschwenkt wird; das erste Systemelement (122) länglich oder bügelförmig ausgestaltet ist; die beiden Rastmittel (112, 130) derart angeordnet sind, dass ihr lösbarer Eingriff in einem zum Hahnschwenkpunkt (104) distalen Endbereich (114) des Hahns (102) erfolgt; und das zweite Systemelement (164) so angeordnet ist, dass die Blockade des ersten Systemelements (122) in einem abzugszüngelseitigen Bereich (140) des ersten Systemelements (122) erfolgt ist.
9. Abzugs-System (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, das ferner eine Rückstellfeder (146) aufweist, die das erste Systemelement (122) von seiner Trennstellung (128) in dessen Eingriffsstellung (126) drängt.
10. Abzugs-System (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ein zum Hahnschwenkunkt (104) distales Ende (116) des Hahns (102) keilartig geformt ist und der Hahn (102) so dimensioniert ist, dass sein distales Ende (116) bei einem Verbringen des Hahns (102) in die gespannte Stellung (106) das erste Systemelement (122) in dessen Eingriffsstellung (126) drängt.
11. Abzugs-System (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einer ersten Abzugsfeder (402), wobei die erste Abzugsfeder (402) dauerhaft mit dem Abzugszüngel (160) koppelt, so dass sie dem Ziehen am Abzugszüngel (160) entlang eines gesamten Abzugswegs (A) mit ihrer ersten Federkraft (Fl) entgegenwirkt.
12. Abzugs-System (100) nach Anspruch 11 mit einer zweiten Abzugsfeder (404) und einem Einstellelement (412), wobei die zweite Abzugsfeder (404) mit dem Abzugszüngel (160) koppelbar ist, wobei bei bestehender Kopplung die zweite Abzugsfeder (404) dem Ziehen am Abzugszüngel (160) mit ihrer zweiten Federkraft (F2) entgegenwirkt; und die Anordnung oder Länge der zweiten Abzugsfeder (404) mittels des Einstellelements (412) derart verstellbar ist, dass die zweite Abzugsfeder (404) am Anfang (I) des Abzugswegs (A), zwischen Anfang (I) und Ende (E) des Abzugswegs (A), oder an keiner Stelle entlang des Abzugswegs (A) mit dem Abzugszüngel (160) koppelt.
13. Abzugs-System (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche gekennzeichnet durch ein wenigstens die Systemelemente (122, 164) lagerndes, als Drop-In-Teil in eine Feuerwaffe ein- und ausbaubares Abzugsgehäuse.
14. Abzugs-System (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Systemelement (164) oder eine am zweiten Systemelement vorgesehene Kontaktfläche (170) oder ein die am zweiten Systemelement vorgesehene Kontaktfläche (170) umfassender Teil des zweiten Systemelements (164) austauschbar gestaltet ist.
15. Abzugs-System (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche ferner umfassend einen ersten, am Hahn (102) angeordneten Hahnanschlag (118a); einen zweiten Hahnanschlag (118b), der an einem durch ein Bewegen des Abzugszüngels (160) nicht bewegbaren ersten Elements (176) der Feuerwaffe angeordnet ist; wobei der erste und der zweite Hahnanschlag (118a, 118b) so zueinander angeordnet sind, dass der erste Hahnanschlag (118a) bei einer Bewegung des Hahns (102) in seine gespannte Stellung (106) gegen den zweiten Hahnanschlag (118b) anschlägt, so dass ein direkter Impulsübertrag auf das Abzugszüngel (160) verringert wird.
16. Abzugs-System (100) nach Anspruch 12, wobei das Einstellelement (412) verdreh- und/oder verlustgesichert ist.
17. Abzugs-System (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche ferner umfassend ein Pufferelement (172), das an einem durch ein Bewegen des Abzugszüngels (160) nicht bewegbaren zweiten Element (176) der Feuerwaffe angeordnet ist und bei nicht gezogenem Abzugszüngel (160) das Abzugszüngel (160) oder ein mit ihm bewegbar gekoppeltes Element (174) berührt, wobei das Pufferelement (172) so gestaltet und am zweiten Element (176) angeordnet ist, dass es einen auf das Abzugszüngel (160) oder das mit ihm bewegbar gekoppelte Element (174) übertragener Impuls (P5) der in die Richtung weist, in die das Abzugszüngel (160) zur Schussabgabe gezogen wird, abgepuffert wird.
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