LU500452B1 - Schwenkvorrichtung für ein Anbaugerät eines Baggers - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Schwenkvorrichtung (1) für einen Bagger zum Schwenken eines Anbaugerätes. Die Schwenkvorrichtung (1) ist lösbar an einem Baggerstielende eines Baggerstiels des Baggers festlegbar. Die Schwenkvorrichtung (1) weist einen an dem Baggerstiel festlegbaren Schwenkvorrichtungskörper (3) und mindestens einen als Linearantrieb ausgestalteten Schwenkaktuator (7) auf. Der mindestens eine Schwenkaktuator (7) weist zwei entlang einer Längsachse (11) des Schwenkaktuators (7) relativ zueinander verlagerbare Komponenten (8,9) auf. Die Schwenkvorrichtung (1) weist eine um eine Schwenkachse (5) schwenkbar an dem Schwenkvorrichtungskörper (3) angeordnete Anbaugeräteaufnahme (4) auf. Die Schwenkvorrichtung (1) weist mindestens eine an dem Schwenkvorrichtungskörper (3) festgelegte Schwenkaktuatorhalterung (8) auf. Der Schwenkaktuator (7) ist mit einer ersten Komponente (10) an der mindestens einen Schwenkaktuatorhalterung (8) angelenkt und ist mit einer zweiten Komponente (9) an der Anbaugeräteaufnahme (4) angelenkt. Mittels des Schwenkaktuators (7) ist die Anbaugeräteaufnahme (4) um die Schwenkachse (5) herum schwenkbar. Die zweite Komponente (9) ist zumindest abschnittsweise innerhalb eines von der ersten Komponente (10) mindestens abschnittsweise umgebenen Volumens verlagerbar angeordnet.
Description
- 1 = JAN 2599 P LU LU500452
Thomas Jansen Schwenkvorrichtung für ein Anbaugerät eines Baggers
Die Erfindung betrifft eine Schwenkvorrichtung für einen Bagger zum Schwenken eines Anbaugerédtes, wobei die Schwenkvorrichtung an einem Baggerstielende eines
Baggerstiels des Baggers lösbar festlegbar ist, wobei die Schwenkvorrichtung einen an dem Baggerstiel festlegbaren Schwenkvorrichtungskôrper und mindestens einen als Linearantrieb ausgestalteten Schwenkaktuator aufweist, wobei der mindestens eine Schwenkaktuator zwei entlang einer
Längsachse des Schwenkaktuators relativ zueinander verlagerbare Komponenten aufweist, wobei die Schwenkvorrichtung eine um eine Schwenkachse schwenkbar an dem Schwenkvorrichtungskôärper angeordnete Anbaugeräteaufnahme aufweist, wobei die Schwenkvorrichtung mindestens eine an dem
Schwenkvorrichtungskorper festgelegte Schwenkaktuatorhalterung aufweist, wobei der Schwenkaktuator mit einer ersten Komponente an der mindestens einen Schwenkaktuatorhalterung angelenkt ist und mit einer zweiten Komponente an der Anbaugeräteaufnahme angelenkt ist, sodass mittels des Schwenkaktuators die Anbaugeräteaufnahme um die Schwenkachse herum schwenkbar ist.
Um Bagger möglichst flexibel und vielseitig an verschiedene Einsatzszenarien anpassen zu können, weisen Bagger üblicherweise Kupplungen, insbesondere sogenannte Schnellwechselvorrichtungen auf, die am Ende eines Baggerarms angeordnet sind.
Mittels dieser Kupplungen können
- 2 = JAN 2599 P LU LU500452 unterschiedliche Anbaugeräte, wie beispielsweise Lôffel, Haken, Greifer, AbbruchmeiBel oder ähnliche auf der Baustelle genutzte Werkzeuge an dem Baggerarm angeordnet werden.
Um mit den beschriebenen Anbaugeräten möglichst effektiv arbeiten zu können, ist es darüber hinaus üblich, dass zwischen der Kupplung und dem Anbaugerät eine Schwenk- Rotationsvorrichtung, ein sogenannter Tiltrotator, angeordnet ist. Ein Tiltrotator wird durch einen Schwenkvorrichtung und durch eine Rotationsvorrichtung gebildet. Damit kann das Anbaugerät gekippt („tilten“) und rotiert werden. Durch eine derartige Ausgestaltung des Baggerarms wird es ermöglicht, dass auch schwer zugängliche Arbeitsbereiche mit dem Anbaugerät erreicht werden können und eine besonders genaue Bearbeitung innerhalb des Arbeitsbereichs stattfinden kann. Als Antriebsarten für Tiltrotatoren werden üblicherweise Hydraulikantriebe, wie zum Beispiel Hydraulikzylinder verwendet. Dabei wird durch eine Betätigung und durch das Ausfahren des Hydraulikzylinders eine Verkippung des an dem Tiltrotator festgelegten Anbaugeräts hervorgerufen. Die Rotationsbewegung des Tiltrotators erfolgt in der Regel mittels hydraulisch angetriebenen Rotationsantrieben. Nachteilig bei den bekannten Systemen ist insbesondere, dass die Hydraulikantriebe beziehungsweise die Hydraulikzylinder so angeordnet sind, dass diese über den Tiltrotator hinausstehen. Somit hat der Tiltrotator einen großen Raumbedarf. Insbesondere bei Arbeiten in engen Arbeitsbereichen, beispielsweise in Altbauten, in Schächten, in Kanälen oder Ähnlichem, sind die bekannten Tiltrotatoren nur eingeschränkt einsetzbar. Außerdem besteht bei aus dem Tiltrotator hervorstehenden Hydraulikzylindern die Gefahr,
- 3 - JAN 2599 P LU LU500452 dass diese während der Arbeitsbewegung mit Gegenständen aus dem Arbeitsbereich kollidieren.
Als Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird es daher angesehen, eine Schwenkvorrichtung zum Betrieb an einem Baggerstiel eines Baggers zur Verfügung zu stellen, welche eine besonders geringe Aufbauhôhe aufweist.
Diese Erfindung wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die zweite Komponente zumindest abschnittsweise innerhalb eines von der ersten Komponente mindestens abschnittsweise umgebenen Volumens verlagerbar angeordnet ist.
Linearantriebe sind in unterschiedlichen Bauformen und Baugrößen verfügbar, sodass ein passender Linearantrieb in Abhängigkeit der Arbeitsaufgabe auswählbar ist.
Linearantriebe sind beispielsweise hydraulisch, elektrisch und/oder pneumatisch antreibbar.
Der Linearantrieb kann beispielsweise als ein elektrisch angetriebener Kugelgewindetrieb oder als ein elektrisch betriebener Zahnstangenantrieb ausgestaltet sein.
Dabei ist die zweite Komponente als angetriebene und bewegte Gewindespindel beziehungsweise als bewegte Zahnstange ausgebildet, welche an der Anbaugeräteaufnahme angelenkt ist.
Die erste Komponente wird durch ein Antriebsgehäuse des Linearantriebs ausgebildet, welches an dem Schwenkvorrichtungskörper angelenkt ist.
Mittels Kugelgewindeantriebe und Zahnstangentriebe können schnelle und besonders genaue Verlagerungsbewegungen durchgeführt werden.
Jedoch weisen Spindelgänge der Gewindespindeln und Zahnflanken der Zahnstangen eine geringe Stoßbelastungsgrenze auf und sind zudem empfindlich gegenüber Verschmutzung.
Ein Schutz solcher Linearantriebe gegenüber derartiger Umgebungseinflüsse ist nur mit großem Aufwand möglich.
Daher
- 4 - JAN 2599 P LU LU500452 ist der Einsatzbereich solcher Linearantriebe im Baustellenbereich eher begrenzt.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäBen Schwenkvorrichtung ist vorgesehen, dass der Linearantrieb einen Hydraulikzylinder aufweist.
Dabei ist die erste Komponente als Zylindergehäuse und die zweite Komponente als Kolbenstange ausgebildet.
Das Zylindergehäuse weist einen Zylinderkopf, durch den die Kolbenstange nach außen durchgeführt wird, ein Zylinderrohr und einen Zylinderboden auf.
Hydraulikzylinder werden im Bereich der auf Baustellen eingesetzten Arbeitsmaschinen häufig verwendet, da diese große Kräfte übertragen können, eine hohe Ausfallsicherheit aufweisen, leicht reparierbar, instandsetzbar und austauschbar sind.
Üblicherweise weisen Hydraulikzylinder Schnellkupplungen auf, mittels derer sie leicht an ein hydraulisches System einer Arbeitsmaschine anschließbar sind.
In einer vorteilhaften Umsetzung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass die erste Komponente des Schwenkaktuators so an der Schwenkaktuatorhalterung gelagert ist, dass der Schwenkaktuator um eine parallel zu der Schwenkachse orientierten und zu der Schwenkachse beabstandeten Ausgleichsache herum drehbar ist.
Dadurch, dass die Schwenkachse und die Ausgleichsache beabstandet zueinander angeordnet sind, ist das durch die Schwenkaktuatorhalterung, den Schwenkvorrichtungskörper und durch die Anbaugeräteaufnahme eingeschlossene Bauraumvolumen vorteilhafterweise groß ausgestaltbar.
Somit kann in dem Bauraumvolumen ein besonders großes Zylindergehäuse des Hydraulikzylinders angeordnet werden.
Dadurch kann in der erfindungsgemäßen Schwenkvorrichtung ein Hydraulikzylinder
- 5 - JAN 2599 P LU LU500452 einer besonders großen Baugröße eingesetzt werden, sodass die Schwenkvorrichtung mit besonders großen durch den Schwenkaktuator erzeugten Schwenkkräften betrieben werden kann.
Somit können besonders große Lasten mit der
Schwenkvorrichtung bewegt werden.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schwenkvorrichtung ist vorgesehen, dass die erste Komponente an einer Außenseite der ersten Komponente an der
Schwenkaktuatorhalterung angelenkt ist und die zweite Komponente an einem der Anbaugeräteaufnahme zugewandten Ende an der Anbaugeräteaufnahme angelenkt ist.
Dabei ist die zweite Komponente an einer der Schwenkvorrichtung zugewandten Oberseite der Anbaugeräteaufnahme angelenkt.
Dadurch, dass bei der Ausgestaltung des Schwenkaktuators als Hydraulikzylinder die zweite Komponente als Kolbenstange ausgestaltet ist und innerhalb des von der ersten Komponente, hier dem Zylindergehäuse, eingeschlossenen Volumens verlagerbar ist, ist die zweite Komponente besonders klein ausgestaltbar.
Insbesondere ist ein Außendurchmesser der Kolbenstange kleiner als ein Außendurchmesser des Zylindergehäuses wählbar.
Somit ist das Ende der zweiten Komponente und damit auch der Anlenkpunkt in einem besonders geringen Abstand zu der Oberseite der Anbaugeräteaufnahme anlenkbar, sodass die Schwenkvorrichtung mit einer besonders geringen Aufbauhöhe ausgestaltbar ist.
Vorteilhafterweise ist die erste Komponente in der Längsachse des Schwenkaktuators gesehen mittig an der
Schwenkaktuatorhalterung schwenkbar angelenkt.
Dazu kann die Schwenkaktuatorhalterung gabelförmig ausgestaltet sein, sodass die erste Komponente des Schwenkaktuators,
- 6 = JAN 2599 P LU LU500452 beispielsweise als Hydraulikgehäuse ausgestaltet, innerhalb des durch die gabelfôrmige Schwenkaktuatorhalterung eingeschlossenen Volumens anordnenbar. Somit kann der Schwenkaktuator besonders platzsparend an der Schwenkaktuatorhalterung angeordnet werden, sodass eine Schwenkvorrichtung mit einer geringen Aufbauhôhe ausgestaltbar ist. Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Schwenkaktuator vollständig zwischen dem Schwenkvorrichtungskôrper und der Anbaugeräteaufnahme angeordnet ist, sodass der Schwenkaktuator innerhalb eines von dem Schwenkvorrichtungskdrper und der Anbaugeräteaufnahme eingeschlossenen Volumens angeordnet ist. Somit ist der Schwenkaktuator besonders gut gegenüber möglichen Kollisionen mit in dem Arbeitsbereich befindlichen Gegenständen geschützt. Für die schwenkbare Verbindung der Anbaugeräteaufnahme an dem Schwenkvorrichtungskörper ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Schwenkvorrichtungskörper eine entlang der Schwenkachse angeordnete Verbindungwelle aufweist, wobei die Anbaugeräteaufnahme schwenkbar an der Verbindungswelle festgelegt ist und die Verbindungswelle drehfest mit dem Schwenkvorrichtungskörper verbunden ist. Durch die Verwendung der Verbindungswelle ist die gemeinsame Schwenkachse des Schwenkvorrichtungskörpers und der Anbaugeräteaufnahme vorgegeben, sodass eine besonders gute Kraftübertragung der Schwenkvorrichtung durchführbar ist.
Um die durch den Schwenkaktuator erzeugte Druckkraft auf den Schwenkvorrichtungskörper übertragen zu können, ist in einer
- 7 = JAN 2599 P LU LU500452 vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Schwenkaktuatorhalterung drehfest mit der Verbindungswelle festgelegt ist. Die drehfeste Festlegung der Schwenkaktuatorhalterung an dem Schwenkvorrichtungskorper kann beispielsweise durch ein Aufpressen der Schwenkaktuatorhalterung auf die Verbindungswelle erfolgen. Alternativ ist die Festlegung durch eine Fügeverbindung, wie beispielsweise eine SchweiBverbindung, einfach umsetzbar.
Um die Schwenkvorrichtung besonders raumsparend ausgestalten zu kônnen, ist in einer vorteilhaften Umsetzung der erfindungsgemäsen Schwenkvorrichtung vorgesehen, dass das Baggerstielende gabelfôrmig ausgestaltet ist, sodass die Schwenkvorrichtung von zwei einander gegeniiberliegenden Seitenelementen des Baggerstielendes zumindest abschnittsweise umgriffen ist. Außerdem kann der Schwenkaktuator so ausgerichtet sein, dass dieser vollständig innerhalb eines durch die Seitenelemente aufgespannten Volumens angeordnet ist. Somit ist eine Kollision des Schwenkaktuators mit Gegenständen oder Anbauteilen während des Betriebs des Baggerstiels vermeidbar.
Um die mit dem Baggerstiel verbundenen Anbaugeräte besonders flexibel einsetzen zu kônnen, ist in einer vorteilhaften Umsetzung des Erfindungsgedankens vorgesehen, dass die Schwenkvorrichtung eine Rotationsvorrichtung aufweist, wobei die Rotationsvorrichtung auf einer dem Baggerstiel abgewandten Unterseite der Schwenkvorrichtung festgelegt ist, sodass durch die Schwenkvorrichtung und die Rotationsvorrichtung eine Schwenk-Rotationsvorrichtung gebildet ist, die mittels der Schwenkvorrichtung um die Kippachse herum verkippbar ist, wobei die Schwenk-
- 8 = JAN 2599 P LU LU500452 Rotationsvorrichtung die Anbaugeräteaufnahme aufweist, mittels der das Anbaugerät an dem Baggerstiel festlegbar ist, wobei das an der Anbaugeräteaufnahme festgelegte Anbaugerät mittels eines Rotationsaktuators um eine Rotationsachse herum rotierbar ist, die senkrecht zu der Kippachse angeordnet ist.
Dabei kann die Schwenkvorrichtung so ausgestaltet sein, dass diese mittels einer Kupplung einer Schnellwechselvorrichtung an den Baggerstiel festgelegt ist.
Die Anbaugeräteaufnahme ist auf einer der Schwenkvorrichtung abgewandten Unterseite der Rotationsvorrichtung angeordnet.
Somit ist die Schwenk- Rotationsvorrichtung mit einer geringen Aufbauhôhe herstellbar.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäBen Schwenkvorrichtung ist vorgesehen, dass der Rotationsaktuator als hydraulisch angetriebener Schneckenantrieb ausgestaltet ist.
Dieser weist einen Hydraulikmotor und ein Schneckengetriebe auf.
Das Schneckengetriebe weist eine Schneckenwelle mit einem schraubenfôrmigen Gewinde und einem als Zahnrad ausgestaltetes Schneckenrad auf.
Durch ein Schneckengetriebe kann eine Endlosrotation des Schneckenrads beziehungsweise der an dem Schneckenrad festgelegten Komponente, wie beispielsweise der Anbaugeräteaufnahme erfolgen.
Schneckenantriebe sind klein ausgestaltbar, sodass die Schwenk-Rotationsvorrichtung besonders raumsparend und mit einer geringen Aufbauhôhe ausgestaltbar ist.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Rotationsvorrichtung als ein Anbaugerät ausgebildet und lösbar an der Anbaugeräteaufnahme der Schwenkvorrichtung festgelegt ist, wobei die an der Schwenkvorrichtung festgelegte Rotationsvorrichtung eine
- 9 = JAN 2599 P LU LU500452 weitere Anbaugeräteaufnahme aufweist. Insbesondere ist erfindungsgemäß optional vorgesehen, dass die Anbaugeräteaufnahme und die weitere Anbaugeräteaufnahme identisch ausgebildet sind. Somit kann das Anbaugerät wahlweise und je nach Anwendungsfall an der Anbaugeräteaufnahme der Schwenkvorrichtung oder an der weiteren Anbaugeräteaufnahme der Rotationsvorrichtung angeordnet sein.
Um eine besonders raumsparende Schwenk-Rotationsvorrichtung bereitstellen zu kônnen, ist in einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens vorgesehen, dass die Anbaugeräteaufnahme zwei flächige Aufnahmeabschnitte aufweist, die auf einander gegenüberliegenden Seiten der Schwenkvorrichtung oder der Schwenk-Rotationsvorrichtung ausgebildet sind, wobei an der Anbaugeräteaufnahme ein Anbaugerät mit einem U-fôrmig ausgebildeten Kupplungsabschnitt so festlegbar ist, dass einander gegeniiberliegende Kupplungsflächen des Kupplungsabschnitts mit den flächigen Aufnahmeabschnitten in Anlage bringbar sind. Bei einer solchen Ausgestaltung der erfindungsgemäfBen Schwenkvorrichtung ist es vorteilhafterweise vorgesehen, dass die Schwenkvorrichtung oder die Rotationsvorrichtung zumindest abschnittsweise von dem Anbaugerät umgriffen sind.
Die beschriebene Schwenk-Rotationsvorrichtung weist eine besonders geringe Aufbauhôhe auf, da diese nur teilweise und zum größten Teil mit der Rotationsvorrichtung über ein Ende des Baggerstiels hinausragt. Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Schwenk- Rotationsvorrichtung sowohl modular als auch integral ausgebildet sein kann. Modular meint vorliegend, dass die
- 10 - JAN 2599 P LU LU500452 Rotationsvorrichtung lösbar an der Schwenkvorrichtung festgelegt ist. Integral meint, dass die Rotationsvorrichtung und die Schwenkvorrichtung als eine zusammenhängende Baugruppe ausgebildet sind, wobei es vorteilhafterweise vorgesehen sein kann, dass die Rotationsvorrichtung und die Schwenkvorrichtung in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind. Um die Schwenkvorrichtung und/oder die Rotationsvorrichtung besonders einfach mit hydraulischer, elektrischer oder pneumatischer Energie versorgen zu können ist in einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäBen Schwenkvorrichtung vorgesehen, dass die Schwenkvorrichtung und/oder die Rotationsvorrichtung an ein Baggerenergiesystem anschlieBbar sind. Dazu können die Versorgungsleitungen besonders einfach entlang des Baggerstiels verlegt werden. Außerdem sind für die Leitung von hydraulischen Flüssigkeiten flexible Schläuche einsetzbar, um Abstandsänderungen zwischen zwei bewegten Komponenten aufgrund von Relativbewegungen auszugleichen. Außerdem sind bei einer Drehbewegung sogenannte Drehdurchführungen verfügbar, mittels denen hydraulische Flüssigkeiten oder elektrische Energie übertragbar sind.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen: Figur 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Schwenkvorrichtung in einer perspektivischen Ansicht,
- 11 - JAN 2599 P LU LU500452 Figur 2 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäfBen Schwenkvorrichtung in einer Schnittansicht entlang der in Figur 1 dargestellten Schnittlinie A-A und Figur 3 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäfBen Schwenkvorrichtung mit einer daran festgelegten Rotationsvorrichtung.
In Figur 1 ist eine schematische Darstellung der erfindungsgemäBen Schwenkvorrichtung 1 für einen Bagger zum Schwenken eines Anbaugerätes gezeigt.
Die Schwenkvorrichtung 1 ist an einem Baggerstielende eines in Figur 1 nicht dargestellten Baggerstiels des Baggers mittels einer Schnellwechselvorrichtung 2 lösbar festlegbar.
Eine Anbaugerateaufnahme 4 ist um eine Schwenkachse 5 schwenkbar an dem Schwenkvorrichtungskôrper 3 angeordnet.
Die Schwenkvorrichtung 1 weist zwei als Hydraulikzylinder 6 ausgestaltete Schwenkaktuatoren 7 auf, wobei eine zweite Komponente 9 des Schwenkaktuators 7 zumindest abschnittsweise innerhalb eines von einer ersten Komponente 10 des Schwenkaktuators 7 mindestens abschnittsweise umgebenen Volumens in einer Längsrichtung 11 des Schwenkaktuators 7 verlagerbar angeordnet ist.
Die Schwenkvorrichtung 1 weist mehrere Schwenkaktuatorhalterungen 8 auf, wobei die Schwenkaktuatoren 7 mit der ersten Komponente 10 an der Schwenkaktuatorhalterung 8 angelenkt sind und mit der zweiten Komponente 9 an der Anbaugeräteaufnahme 4 angelenkt sind, sodass mittels des Schwenkaktuators 7 die Anbaugeräteaufnahme 4 um die Schwenkachse 5 herum schwenkbar ist.
Der Schwenkvorrichtungskôrper 3 weist eine entlang der Schwenkachse 5 angeordnete Verbindungwelle 12 auf, auf der die Anbaugeräteaufnahme 4 schwenkbar festgelegt ist.
Die
- 12 = JAN 2599 P LU LU500452 Schwenkaktuatorhalterung 8 ist drehfest an der Verbindungswelle 12 festgelegt. Die erste Komponente 10 ist als Zylindergehäuse 14 und die zweite Komponente 9 ist als Kolbenstange 13 ausgestaltet. Die Kolbenstange 13 ist an der Anbaugeräteaufnahme 4 angelenkt. Dazu ist im Bereich der Stirnseite der Kolbenstange 13 an dem von dem Zylindergehäuse 14 abgewandten Ende der Kolbenstange 13 eine Aufnahmebohrung in die Kolbenstange 13 eingebracht, durch die hindurch ein Aufnahmebolzen 15 einschiebbar ist, mittels dem eine lôsbare Verbindung zwischen der Kolbenstange 13 und der Anbaugeräteaufnahme 4 hergestellt ist. Die als Zylindergehäuse 14 ausgestaltete erste Komponente 10, ist an der Schwenkaktuatorhalterung 8 angelenkt, wobei die Schwenkaktuatorhalterung 8 drehfest auf der Verbindungswelle 12 festgelegt ist. Durch Aktivierung und Ausfahren der Kolbenstange 13 des Hydraulikzylinders 6 ist die Anbaugeräteaufnahme 4 um die Schwenkachse 5 herum schwenkbar.
In Figur 2 ist eine schematische Darstellung der erfindungsgemalen Schwenkvorrichtung 1 in einer Schnittansicht entlang der in Figur 1 dargestellten Schnittlinie A-A gezeigt. Der Schwenkaktuator 7 ist mit der als Kolbenstange 13 ausgestalteten ersten Komponente 10 an der Schwenkaktuatorhalterung 8 angelenkt und mit der als Zylindergehäuse 14 ausgestalteten zweiten Komponente 9 an der Anbaugeräteaufnahme 4 angelenkt. Die Anbaugeräteaufnahme 4 ist auf der Verbindungswelle 12 schwenkbar festgelegt. Die Schwenkaktuatorhalterung 8 ist drehfest an der Verbindungswelle 12 festgelegt. Der Hydraulikzylinder 6 ist vollstandig innerhalb des durch den
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Schwenkvorrichtungskôrper 3 und durch die Anbaugeräteaufnahme 4 eingeschlossenen Volumens angeordnet.
In Figur 3 ist eine schematische Darstellung der erfindungsgemäBben Schwenkvorrichtung 1 mit einer daran festgelegten Rotationsvorrichtung 16 gezeigt.
Die Rotationsvorrichtung 16 ist auf einer dem Baggerstiel abgewandten Unterseite der Schwenkvorrichtung 1 festgelegt und um die Schwenkachse 5 herum rotierbar.
Die
Anbaugerateaufnahme 4 ist auf einer der Schwenkvorrichtung 1 abgewandten Unterseite der Rotationsvorrichtung 16 angeordnet.
Mittels eines als Schneckenantrieb 17 ausgebildeten Rotationsaktuators 18 ist die Anbaugeräteaufnahme 4, die senkrecht zu der Schwenkachse S angeordnet ist, um eine Rotationsachse 19 herum rotierbar.
In den Darstellungen der Figuren 1 bis 3 sind lediglich jeweils einzelne mehrerer gleichartiger Elemente exemplarisch mit einem Bezugszeichen gekennzeichnet.
- 14 - JAN 2599 P LU LU500452 BEZUGSZEICHENTLTI® STE
1. Schwenkvorrichtung
2. Schnellwechselvorrichtung
3. Schwenkvorrichtungskôrper
4. Anbaugeräteaufnahme
5. Schwenkachse
6. Hydraulikzylinder
7. Schwenkaktuator
8. Schwenkaktuatorhalterung
9. Zweite Komponente
10. Erste Komponente
11. Längsachse
12. Verbindungswelle
13. Kolbenstange
14. Zylindergehäuse
15. Aufnahmebolzen
16. Rotationsvorrichtung
17. Schneckenantrieb
18. Rotationsaktuator
19. Rotationsachse
Claims (12)
1. Schwenkvorrichtung (1) für einen Bagger zum Schwenken eines Anbaugerätes, wobei die Schwenkvorrichtung (1) an einem Baggerstielende eines Baggerstiels des Baggers lösbar festlegbar ist, wobei die Schwenkvorrichtung (1) einen an dem Baggerstiel festlegbaren Schwenkvorrichtungskörper (3) und mindestens einen als Linearantrieb ausgestalteten Schwenkaktuator (7) aufweist, wobei der mindestens eine Schwenkaktuator (7) zwei entlang einer Längsachse (11) des Schwenkaktuators (7) relativ zueinander verlagerbare Komponenten (8,9) aufweist, wobei die Schwenkvorrichtung (1) eine um eine Schwenkachse (5) schwenkbar an dem Schwenkvorrichtungskörper (3) angeordnete Anbaugeräteaufnahme (4) aufweist, wobei die Schwenkvorrichtung (1) mindestens eine an dem Schwenkvorrichtungskörper (3) festgelegte Schwenkaktuatorhalterung (8) aufweist, wobei der Schwenkaktuator (7) mit einer ersten Komponente (10) an der mindestens einen Schwenkaktuatorhalterung (8) angelenkt ist und mit einer zweiten Komponente (9) an der Anbaugeräteaufnahme (4) angelenkt ist, sodass mittels des Schwenkaktuators (7) die Anbaugeräteaufnahme (4) um die Schwenkachse (5) herum schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Komponente (9) zumindest abschnittsweise innerhalb eines von der ersten Komponente (10) mindestens abschnittsweise umgebenen Volumens verlagerbar angeordnet ist.
- 16 - JAN 2599 P LU LU500452
2. Schwenkvorrichtung (1) gemäB Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Linearantrieb einen Hydraulikzylinder (6) aufweist.
3. Schwenkvorrichtung (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Komponente (10) des Schwenkaktuators (7) so an der Schwenkaktuatorhalterung (8) gelagert ist, dass der Schwenkaktuator (7) um eine parallel zu der Schwenkachse (5) orientierten und zu der Schwenkachse (5) beabstandeten Ausgleichsache herum drehbar ist.
4. Schwenkvorrichtung (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Komponente (10) an einer Außenseite der ersten Komponente (10) an der Schwenkaktuatorhalterung (8) angelenkt ist und die zweite Komponente (9) an einem der Anbaugeräteaufnahme (4) zugewandten Ende an der Anbaugeräteaufnahme (4) angelenkt ist.
5. Schwenkvorrichtung (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkvorrichtungskörper (3) eine entlang der Schwenkachse (5) angeordnete Verbindungwelle aufweist, wobei die Anbaugeräteaufnahme (4) schwenkbar an der Verbindungswelle (12) festgelegt ist.
6. Schwenkvorrichtung (1) gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkaktuatorhalterung (8) drehfest an der Verbindungswelle (12) festgelegt ist.
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7. Schwenkvorrichtung (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Baggerstielende gabelfôrmig ausgestaltet ist, sodass die Schwenkvorrichtung (1) von zwei einander gegenüberliegenden Seitenelementen des Baggerstielendes zumindest abschnittsweise umgriffen ist.
8. Schwenkvorrichtung (1) gemäB einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkvorrichtung (1) eine Rotationsvorrichtung (16) aufweist, wobei die Rotationsvorrichtung (16) auf einer dem Baggerstiel abgewandten Unterseite der Schwenkvorrichtung (1) festgelegt ist, sodass durch die Schwenkvorrichtung (1) und die Rotationsvorrichtung (16) eine Schwenk- Rotationsvorrichtung gebildet ist, die mittels der Schwenkvorrichtung (1) um die Schwenkachse (5) herum verkippbar ist, wobei die Schwenk-Rotationsvorrichtung die Anbaugeräteaufnahme (4) aufweist, mittels der das Anbaugerät an dem Baggerstiel festlegbar ist, wobei das an der Anbaugeräteaufnahme (4) festgelegte Anbaugerät mittels eines Rotationsaktuators um eine Rotationsachse (19) herum rotierbar ist, die senkrecht zu der Kippachse angeordnet ist.
9. Schwenkvorrichtung (1) gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotationsaktuator (18) als hydraulisch angetriebener Schneckenantrieb (17) ausgestaltet ist.
10. Schwenkvorrichtung (1) gemäß Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationsvorrichtung (16) als ein Anbaugerät ausgebildet und lösbar an der Anbaugeräteaufnahme (4) der Schwenkvorrichtung (1) festgelegt
- 18 - JAN 2599 P LU LU500452 ist, wobei die an der Anbaugeräteaufnahme (4) festgelegte Rotationsvorrichtung (16) eine weitere Anbaugeräteaufnahme (4) aufweist.
11. Schwenkvorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbaugeräteaufnahme (4) zwei flächige Aufnahmeabschnitte aufweist, die auf einander gegenliberliegenden Seiten der Schwenkvorrichtung (1) oder der Schwenk-Rotationsvorrichtung ausgebildet sind, wobei an der Anbaugerateaufnahme (4) ein Anbaugerät mit einem U-fôrmig ausgebildeten Kupplungsabschnitt so festlegbar ist, sodass einander gegeniberliegende Kupplungsflächen des Kupplungsabschnitts mit den flächigen Aufnahmeabschnitten in Anlage bringbar sind.
12. Schwenkvorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkvorrichtung (1) und/oder die Rotationsvorrichtung (16) an ein Baggerenergiesystem anschliefkbbar sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| LU500452A LU500452B1 (de) | 2021-07-20 | 2021-07-20 | Schwenkvorrichtung für ein Anbaugerät eines Baggers |
| PCT/EP2022/070362 WO2023001892A1 (de) | 2021-07-20 | 2022-07-20 | Schwenkvorrichtung für ein anbaugerät eines baggers |
| EP22754066.3A EP4374014A1 (de) | 2021-07-20 | 2022-07-20 | Schwenkvorrichtung für ein anbaugerät eines baggers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| LU500452A LU500452B1 (de) | 2021-07-20 | 2021-07-20 | Schwenkvorrichtung für ein Anbaugerät eines Baggers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| LU500452B1 true LU500452B1 (de) | 2023-01-20 |
Family
ID=78087433
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| LU500452A LU500452B1 (de) | 2021-07-20 | 2021-07-20 | Schwenkvorrichtung für ein Anbaugerät eines Baggers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| LU (1) | LU500452B1 (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2723385A1 (fr) * | 1994-08-02 | 1996-02-09 | Soc D Fait Lamy Associes Lamy | Dispositif de support et de tele-orientation pour un organe de travail |
| US20050178030A1 (en) * | 2004-01-30 | 2005-08-18 | Rene Doucette | Ditch digging bucket |
| CN101424086A (zh) * | 2008-12-12 | 2009-05-06 | 湖南山河智能机械股份有限公司 | 挖掘机用摆转装置 |
| US20130101341A1 (en) * | 2011-06-22 | 2013-04-25 | Jason Wayne McDonald | Excavating Apparatus with Swivel Mount Employing Swivel Adapter with Gear Bearings Having Gears with Divergent Thickness |
-
2021
- 2021-07-20 LU LU500452A patent/LU500452B1/de active IP Right Grant
Patent Citations (4)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| FG | Patent granted |
Effective date: 20230120 |