LU505418B1 - Steckverbinder - Google Patents
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Abstract
Beschrieben und dargestellt ist ein Steckverbinder (1) zur Kontaktierung eines Gegensteckers, wobei der Steckverbinder (1) ein Gehäuse (2) aufweist, wobei in dem Gehäuse (2) Kontaktelemente (10) zur Kontaktierung von Gegenkontaktelementen des Gegensteckers angeordnet sind, wobei der Steckverbinder (1) wenigstens ein erstes Abschirmblech (4) aufweist, wobei das erste Abschirmblech (4) wenigstens eine Kontaktzunge (5) zur Kontaktierung des Gegensteckers aufweist. Die Aufgabe, einen Steckverbinder anzugeben, der eine besonders sichere Verbindung mit einem Gegenstecker bereitstellt, wird im Wesentlichen dadurch gelöst, dass die wenigstens eine Kontaktzunge (5) einen Kontaktbereich (6) aufweist und dass der Kontaktbereich (6) in Steckrichtung des Gegensteckers in Bezug auf die Kontaktelemente (10) des Steckverbinders (1) voreilend angeordnet ist.
Description
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Steckverbinder
Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder zur Kontaktierung eines Gegen- steckers, wobei der Steckverbinder ein, vorzugsweise isolierendes, Gehäuse aufweist, wobei in dem Gehäuse Kontaktelemente zur Kontaktierung von Gegenkon- taktelementen des Gegensteckers angeordnet sind, wobei der Steckverbinder wenigstens ein erstes Abschirmblech aufweist, wo- bei das erste Abschirmblech wenigstens eine Kontaktzunge zur Kontaktie- rung des Gegensteckers aufweist.
Beispielsweise ist der Steckverbinder ein Steckverbinder zur Kontaktierung eines Gegensteckers mit einer Leiterplatte. In diesem Fall weist das Ab- schirmblech weiterhin wenigstens einen Anschlussbereich zur Kontaktierung der Leiterplatte, insbesondere zur Kontaktierung von Erdungskontakten der
Leiterplatte, auf.
Steckverbinder mit Abschirmblechen zur Abschirmung der Signalkontakte vor elektromagnetischen Störfeldern und/oder zur Ableitung von Störströ- men sind aus dem Stand der Technik bekannt. Die bekannten Abschirmble- che weisen Kontaktzungen auf, über die der Gegenstecker gleichzeitig zu der
Kontaktierung mit den Kontaktelementen des Steckverbinders kontaktiert wird.
Beispielsweise sind die Kontaktzungen als aus dem Abschirmblech ausge- stanzte Federzungen ausgebildet.
Die Druckschrift DE 10 2018 127 814 A1 betrifft einen Steckverbinder mit einem Gehäuse und mit einem Schirmblech, das zur Abschirmung des von dem Steckverbinder aufzunehmenden Kontakts ausgebildet und angeordnet ist. Das Schirmblech wird mit einem Rasthaken an dem Gehäuse gehalten.
Die Druckschrift EP 3 637 556 A1 betrifft einen abgewinkelten Steckverbin- der mit einem Gehäuse und mit einer ersten Abschirmung und einer zweiten
Abschirmung, die einen abgeschirmten Kanal ausbilden.
Steckverbinder mit Abschirmblechen sind ebenfalls aus den Offenlegungs-
-2- LU505418 schriften DE 10 2005 059 990 A1 und EP 1 251 591 A1 bekannt.
Ausgehend von dem dargelegten Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfin- dung, einen Steckverbinder anzugeben, der eine besonders sichere Verbin- dung mit einem Gegenstecker bereitstellt.
Gemäß einer ersten Lehre der vorliegenden Erfindung wird die zuvor ge- nannte Aufgabe durch einen eingangs beschriebenen Steckverbinder dadurch gelöst, dass die wenigstens eine Kontaktzunge einen Kontaktbereich auf- weist und dass der Kontaktbereich in Steckrichtung des Gegensteckers in Be- zug auf die Kontaktelemente des Steckverbinders voreilend angeordnet ist.
Nachfolgend wird diese Kontaktzunge auch als voreilende Kontaktzunge be- zeichnet.
Wenn es heißt, dass der Kontaktbereich in Steckrichtung des Gegensteckers in Bezug auf die Kontaktelemente des Steckverbinders voreilend angeordnet ist, so ist damit gemeint, dass der Kontaktbereich zeitlich vor den Kontakt- elementen den Gegenstecker kontaktiert.
Optional kann der Kontaktbereich auch örtlich voreilend zu den Kontaktele- menten angeordnet sein oder auf einer Höhe mit den Kontaktelementen ange- ordnet sein oder auch in Steckrichtung hinter den Kontaktelementen angeord- net sein. Dies ist insbesondere abhängig von der Ausgestaltung des Gegen- steckers.
Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass eine besonders sichere elektrische
Verbindung dadurch bereitgestellt werden kann, dass der abschirmende Kon- takt bereits während des Einschiebens des Gegensteckers in den Steckverbin- der hergestellt wird, sodass der abschirmende Kontakt bereits hergestellt ist, wenn die Gegenkontaktelemente die Kontaktelemente des Steckverbinders berühren. Damit ist die Abschirmung bereits sichergestellt und Fehlerströme beim oder durch das Kontaktieren werden bereits abgeleitet.
Ein solches Abschirmblech kann in einfacher Weise aus einem Blech ge- stanzt, geschnitten und anschließend gebogen werden.
Gemäß einer Ausgestaltung des Steckverbinders weist das Gehäuse eine
Ausnehmung zur zumindest teilweisen Aufnahme der voreilenden Kontakt- zunge auf.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Steckverbinders ist die wenigs- tens eine voreilende Kontaktzunge zumindest bereichsweise in der Aus- nehmung des Gehäuses angeordnet. Besonders bevorzugt ist der Kontaktbe- reich zumindest teilweise in der Ausnehmung angeordnet.
Diese Ausgestaltung weist den Vorteil auf, dass die voreilende Kontaktzun- ge, insbesondere im Kontaktbereich, trotz der exponierten Position dieser
Kontaktzunge vor mechanischer Beschädigung beispielsweise durch ein
Werkzeug oder den Gegenstecker geschützt ist.
Beispielsweise beträgt die Materialdicke des Abschirmblechs zwischen 0,1 mm und 0,5 mm, insbesondere ungefähr 0,2 mm. Eine derart geringe Ma- terialdicke hat zur Folge, dass das Abschirmblech und insbesondere die ge- formte Kontaktzunge sehr fragil und damit anfällig für eine mechanische Be- schädigung ist.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der Kontaktbereich ge- krümmt oder gebogen ausgebildet. Durch die gekrümmte oder gebogene
Ausgestaltung wird die Stabilität der Kontaktzunge im Kontaktbereich weiter erhöht. Im Detail ist der Kontaktbereich derart gekrümmt oder gebogen aus- gebildet, dass ein Einstecken eines Werkzeugs zwischen die Kontaktzunge und das Gehäuse verhindert oder zumindest erschwert wird. Hierzu erstreckt sich vorzugsweise der gekrümmte oder gebogene Bereich in die Aus- nehmung des Gehäuses.
Besonders vorteilhaft ist die Krümmung oder Biegung kreisförmig oder kreisbogenförmig ausgebildet, wobei der Mittelpunktswinkel der kreisbogen- förmigen Ausbildung wenigstens 90 ° beträgt.
Vorzugsweise beträgt der Mittelpunktswinkel zwischen 95° und 270°, weiter vorzugsweise zwischen 145° und 225°, besonders bevorzugt beträgt der Mit- telpunktswinkel ca. 180°.
Das Abschirmblech weist gemäß einer nächsten Ausgestaltung wenigstens eine Kontaktzunge auf, deren Kontaktbereich in Steckrichtung des Gegenste- ckers in Bezug auf die Kontaktelemente voreilend angeordnet ist und weiter- hin weist das Abschirmblech wenigstens eine Kontaktzunge auf, deren Kon- taktbereich in Steckrichtung des Gegensteckers hinter dem Kontaktbereich der voreilenden Kontaktzunge angeordnet ist, vorzugsweise sodass die weite-
-4- LU505418 re Kontaktzunge den Gegenstecker im Wesentlichen zeitgleich mit den Kon- taktelementen kontaktiert. Im eingesteckten Zustand kontaktieren sowohl die wenigstens eine voreilende Kontaktzunge als auch die wenigstens eine weite- re Kontaktzunge den Gegenstecker. Diese Ausgestaltung weist den Vorteil auf, dass einerseits der abschirmende Kontakt môglichst früh hergestellt wird und andererseits die wenigstens eine weiter zurückliegende Kontaktzunge besonders gut vor mechanischer Beschädigung geschützt ist, sodass insge- samt ein besonders sicherer abschirmender Kontakt gewährleistet ist.
Gemäß einer Ausgestaltung ist der Kontaktbereich der voreilenden Kontakt- zunge derart ausgebildet, dass der Kontaktbereich der voreilenden Kontakt- zunge und der Kontaktbereich der wenigstens einen weiteren Kontaktzunge in einer Ebene parallel zur Steckrichtung des Gegensteckers angeordnet sind.
Gemäß dieser Ausgestaltung ragen die Kontaktbereiche gleich weit in das
Gehäuse hinein. Im Detail weist die voreilende Kontaktzunge bei der Kon- taktierung des Gegensteckers den gleichen Federweg auf, wie die wenigstens eine weitere Kontaktzunge, ist also hinsichtlich der Federwirkung im We- sentlichen gleich ausgebildet wie die wenigstens eine weitere Kontaktzunge.
Gemäß einer alternativen Ausgestaltung ist der Kontaktbereich der voreilen- den Kontaktzunge derart ausgebildet, dass der Kontaktbereich der voreilen- den Kontaktzunge und der Kontaktbereich der wenigstens einen weiteren
Kontaktzunge in einer Ebene liegen, die nicht parallel zur Steckrichtung des
Gegensteckers angeordnet ist. Gemäß dieser Ausgestaltung ragen die Kon- taktbereiche unterschiedlich weit in das Gehäuse hinein. Zudem unterschei- den sich vorzugsweise die wenigstens zwei Kontaktzungen in Ihrer Federwir- kung.
Vorteilhaft ist ebenfalls eine Ausgestaltung, nach der die Kontaktbereiche al- ler Kontaktzungen des Abschirmblechs in Steckrichtung voreilend in Bezug auf die Kontaktelemente angeordnet sind. Gemäß dieser Ausgestaltung ist es besonders vorteilhaft, wenn die Kontaktbereiche der voreilenden Kontakt- zungen bereichsweise in korrespondierenden Ausnehmungen des Gehäuses des Steckverbinders angeordnet sind, sodass sie vor mechanischer Beschädi- gung geschützt sind.
Zur Befestigung des Abschirmblechs am Gehäuse weist das Abschirmblech gemäß einer Ausgestaltung wenigstens eine Befestigungszunge auf, wobei das Gehäuse wenigstens eine Befestigungsausnehmung aufweist, und wobei
-5- LU505418 die Befestigungszunge in die Befestigungsausnehmung eingeschoben ist. Be- sonders bevorzugt kann die Befestigungsausnehmung etwas kleiner sein als die Befestigungszunge, sodass die Befestigungszunge in die Befestigungs- ausnehmung gepresst wird und im verbundenen Zustand ein Reibschluss vor- liegt.
Beispielsweise ist die Befestigungszunge gekröpft, sodass sie besonders ein- fach in die Befestigungsausnehmung eingeschoben werden kann.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Befestigungszunge des Abschirmblechs und die Befestigungsausnehmung derart ausgerichtet sind, dass das Ab- schirmblech zur Montage von der dem Gegenstecker abgewandten Seite, al- so genau entgegen der Steckrichtung des Gegensteckers, in das Gehäuse ge- schoben wird.
Eine besonders sichere Befestigung des Abschirmblechs im Gehäuse kann dadurch gewährleistet werden, dass das Abschirmblech wenigstens zwei Be- festigungszungen aufweist, wobei vorzugsweise eine Befestigungszunge links neben der voreilenden Kontaktzunge angeordnet ist und wobei eine Be- festigungszunge rechts neben der voreilenden Kontaktzunge angeordnet ist.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Wandstärke des Gehäuses im Bereich der voreilenden Kontaktzunge vergrößert. So kann einerseits eine
Ausnehmung für die voreilende Kontaktzunge realisiert werden, die insbe- sondere den Kontaktbereich ausreichend schützt. Andererseits können in dem Bereich mit vergrößerter Wandstärke die Befestigungsausnehmung bzw. die Befestigungsausnehmungen zur Befestigung des Abschirmblechs ange- ordnet werden. Diese Ausgestaltung gewährleistet eine besonders sichere
Anordnung des Abschirmblechs in dem Gehäuse des Steckverbinders. Zu- dem ist in vorteilhafter Weise die Anbindung des Abschirmblechs an das Ge- häuse im Bereich der voreilenden Kontaktzunge angeordnet.
Gemäß einer nächsten vorteilhaften Ausgestaltung ist wenigstens ein zweites
Abschirmblech vorhanden, wobei das zweite Abschirmblech auf der dem ersten Abschirmblech gegenüberliegenden Seite des Gehäuses angeordnet ist, und wobei auch das zweite Abschirmblech wenigstens eine Kontaktzun- ge aufweist, deren Kontaktbereich in Steckrichtung des Gegensteckers vorei- lend in Bezug auf die Kontaktelemente angeordnet ist. Diese Ausgestaltung gewährleistet eine besonders gute Abschirmung der durch die Steckverbin-
-6- LU505418 dung realisierte elektrische Verbindung, da die Abschirmung von zwei Seiten erfolgt.
Beispielsweise ist das erste Abschirmblech und/oder das zweite Abschirm- blech als abgewinkeltes Abschirmblech ausgebildet ist. Gemäß dieser Ausge- staltung ist auch der Steckverbinder ein abgewinkelter Steckverbinder, d.h. die Kontaktelemente sind als abgewinkelte Kontaktelemente ausgebildet.
Die zweiteilige Abschirmung bildet vorzugsweise einen abschirmenden Ka- nal aus.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Montage eines Steckverbin- ders, wobei der Steckverbinder gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausge- staltungen ausgebildet ist.
Zur Montage wird das wenigstens eine Abschirmblech von der dem Gegen- stecker abgewandten Seite, also genau entgegen der Steckrichtung des
Gegensteckers, in das Gehäuse eingeschoben. Ist wenigstens eine Befesti- gungszunge und wenigstens eine Befestigungsausnehmung vorhanden, so wird das Abschirmblech so weit in das Gehäuse geschoben, bis die Befesti- gungszunge in der Befestigungsausnehmung angeordnet ist.
Sind mehrere Abschirmbleche vorhanden, so werden vorzugsweise auch die weiteren Abschirmbleche wie zuvor beschrieben in das Gehäuse eingescho- ben.
Es gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, den erfindungsgemäße Steck- verbinder auszugestalten und weiterzubilden. Verwiesen wird hierzu auf die dem unabhängigen Patentanspruch nachgeordneten abhängigen Patentan- sprüche sowie auf die nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele in
Verbindung mit der Zeichnung.
In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines Steckverbinders,
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel eines Abschirmblechs,
Fig. 3 das in Fig. 2 gezeigte Ausführungsbeispiel von hinten,
Fig. 4 das in den Fig. 2 und 3 gezeigte Ausführungsbeispiel in 3D-An- sicht,
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Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Steckverbinders in
Draufsicht auf das Steckgesicht und
Fig. 6 das in Fig. 5 dargestellte Ausführungsbeispiel im Querschnitt entlang der Linie CC.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines Steckverbinders 1. Der
Steckverbinder 1 umfasst ein isolierendes Gehäuse 2 aus Kunststoff, in dem die Kontaktelemente 10 zur Kontaktierung von Gegenkontaktelementen eines Gegensteckers angeordnet sind. Dazu ist ein Block 3 vorhanden, in dem die Kontaktelemente 10 angeordnet sind und der die Kontaktelemente trennt bzw. isoliert.
Weiterhin sind in dem Gehäuse 2 zwei Abschirmbleche 4 angeordnet, die eine Abschirmung der durch den Steckverbinder 1 realisierten elektrischen
Verbindung gegenüber elektromagnetischen Stôrfeldern bewirken sowie
Störströme ableiten. Hierzu weisen die Abschirmbleche 4 Kontaktzungen 5 auf, die mit ihrem Kontaktbereich 6 den Gegenstecker kontaktieren. Weiter- hin weisen die Abschirmbleche 4 Anschlussbereiche zur Anbindung an den
Erdungskontakt einer Leiterplatte auf. Der dargestellte Steckverbinder 1 ist also ein Steckverbinder zur Verbindung eines Gegensteckers mit einer Leiter- platte.
Das untere Abschirmblech 4 weist drei Kontaktzungen 5 zur Kontaktierung des Gegensteckers auf. Der Kontaktbereich 6 der beiden äußeren Kontakt- zungen 5 ist derart angeordnet, dass diese Kontaktzungen den Gegenstecker ungefähr gleichzeitig mit den Kontaktelementen 10 kontaktieren. Die mittle- re Kontaktzunge 5 kontaktiert den Gegenstecker beim Einstecken früher. Der
Kontaktbereich 6 ist damit in Bezug auf die Kontaktelemente 10 des Steck- verbinders 1 voreilend angeordnet. Insbesondere ist der Kontaktbereich 6 der voreilenden Kontaktzunge in Bezug auf die Kontaktbereiche 6 der beiden an- deren Kontaktzungen 5 in Steckrichtung auch örtlich voreilend angeordnet.
Das Gehäuse 2 weist eine Ausnehmung 7 auf, in der der Kontaktbereich 6 der voreilenden Kontaktzunge 5 teilweise aufgenommen ist. Der Kontaktbe- reich 6 ist in Richtung des Gehäuses 2 derart gekrümmt oder gebogen bzw. gerollt, dass ein Hinterstecken beispielsweise eines Werkzeugs zwischen den
Kontaktbereich 6 und das Gehäuse 2 nur schwer möglich ist. Durch die ge- krümmte oder gebogene Ausgestaltung sowie durch die Anordnung des Kon-
-8- LU505418 taktbereichs 6 in der Ausnehmung 7 ist die voreilende Kontaktzunge 5 be- sonders gut geschützt.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Abschirmblechs 4. Das Abschirm- blech 4 weist insgesamt drei Kontaktzungen 5 auf. Die beiden äußeren Kon- taktzungen 5 sind derart angeordnet, dass sie im in das Steckverbindergehäu- se 2 eingebauten Zustand den Gegenstecker ungefähr zeitgleich mit den Kon- taktelementen 10 kontaktieren. Die mittlere Kontaktzunge 5 ist derart ange- ordnet, dass sie im eingebauten Zustand in Bezug auf die Kontaktelemente in Steckrichtung des Gegensteckers voreilend angeordnet ist, sodass die 10 mittlere Kontaktzunge 5 mit ihrem Kontaktbereich 6 den Gegenstecker be- reits beim Einstecken kontaktiert und der abschirmende Kontakt bereits be- steht, wenn die Gegenkontaktelemente die Kontaktelemente 10 berühren.
Neben der voreilenden Kontaktzunge 5 sind Befestigungszungen 8 angeord- net, die zur Befestigung des Abschirmblechs 4 in eine korrespondierende Be- festigungsausnehmung des Gehäuses 2 geschoben werden.
Zudem ist im dargestellten Ausführungsbeispiel die voreilende Kontaktzunge 5 kürzer ausgebildet als die beiden in Steckrichtung weiter zurückliegenden
Kontaktzungen 5.
Fig. 3 zeigt die rückseitige Ansicht des in Fig. 2 gezeigten Abschirmblechs 4. Die mittlere, voreilende Kontaktzunge 5 ist kürzer ausgebildet als die bei- den randseitigen Kontaktzungen 5. Weiterhin weist der Kontaktbereich 6 der voreilenden Kontaktzunge 5 eine Biegung, die größer als 180° ist auf. Insge- samt ist die Stabilität der voreilenden Kontaktzunge 5, insbesondere im Kon- taktbereich 6, dadurch erhöht.
Dargestellt ist neben den beschriebenen Kontaktzungen 5 auch der An- schlussbereich 9 des Abschirmblechs 4 an eine Leiterplatte. Der Anschluss- bereich 9 ist an der den Kontaktzungen 5 gegenüberliegenden Seite des Ab- schirmblechs 4 angeordnet.
Fig. 4 zeigt das in den Fig. 2 und 3 gezeigte Abschirmblech 4 in 3D-Ansicht.
Gut zu erkennen ist hier der gebogene Kontaktbereich 6 der voreilenden
Kontaktzunge 5. Neben der voreilenden Kontaktzunge 5 sind die gekröpft ausgebildeten Befestigungszungen 8 angeordnet. Am hinteren Ende ist der
Anschlussbereich 9 an die Leiterplatte angeordnet.
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Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Steckverbinders 1 in
Draufsicht auf das Steckgesicht. Dargestellt sind insbesondere zwei Ab- schirmbleche 4 mit jeweils einer voreilenden Kontaktzunge 5, wobei jeweils der Kontaktbereich 6 der voreilenden Kontaktzunge 5 bereichsweise in einer korrespondierenden Ausnehmung 7 angeordnet ist.
Weiterhin ist erkennbar, dass die Kontaktbereiche 6 der randseitig angeord- neten Kontaktzungen 5 weiter in den Innenraum des Gehäuses 2 hineinragen als der Kontaktbereich 6 der voreilenden Kontaktzunge 5.
Fig. 6 zeigt das in Fig. 5 dargestellte Ausführungsbeispiel in Schnittansicht entlang der Linie CC sowie die Steckrichtung 11 des Gegensteckers. Zu er- kennen ist der gerollte Kontaktbereich 6 der voreilenden Kontaktzunge 5, der teilweise in der Ausnehmung 7 angeordnet ist. Dadurch, dass sich der geroll- te Kontaktbereich 6 in die Ausnehmung 7 erstreckt, kann ein versehentliches
Hinterstecken oder ein Umbiegen der voreilenden Kontaktzunge 5 durch ein
Werkzeug im Wesentlichen vermieden werden. Der Mittelpunktswinkel der kreisbogenfôrmigen Ausbildung des Kontaktbereichs der voreilenden Kon- taktzunge 5 beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel ungefähr 270°.
Trotz seiner exponierten Position ist eine derart empfindliche Kontaktzunge 5 durch die beschriebene Anordnung bestmöglich geschützt.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Kontaktbereich 6 der voreilen- den Kontaktzunge 5 in Steckrichtung ungefähr auf derselben Höhe wie die
Kontaktelemente 10 angeordnet. In Bezug auf die übrigen Kontaktzungen 5 ist die voreilende Kontaktzunge jedoch in Steckrichtung örtlich vor den an- deren Kontaktzungen 5 angeordnet, sodass die voreilende Kontaktzunge 5 den Gegenstecker zeitlich vor den Kontaktelementen 10 kontaktiert.
Durch die Position des voreilenden Kontaktbereichs wird eine besonders si- chere Abschirmung der elektrischen Verbindung zwischen den Kontaktele- menten und Gegenkontaktelementen eines Gegensteckers gewährleistet.
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Bezugszeichen 1 Steckverbinder 2 Gehäuse 3 Block 4 Abschirmblech 5 Kontaktzunge 6 Kontaktbereich 7 Ausnehmung des Gehäuses 8 Befestigungszunge 9 Anschlussbereich 10 Kontaktelement 11 Steckrichtung des Gegensteckers
Claims (13)
1. Steckverbinder (1) zur Kontaktierung eines Gegensteckers, wobei der Steckverbinder (1) ein Gehäuse (2) aufweist, wobei in dem Gehäu- se (2) Kontaktelemente (10) zur Kontaktierung von Gegenkontaktelementen des Gegensteckers angeordnet sind, wobei der Steckverbinder (1) wenigstens ein erstes Abschirmblech (4) auf- weist, wobei das erste Abschirmblech (4) wenigstens eine Kontaktzunge (5) zur Kontaktierung des Gegensteckers aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Kontaktzunge (5) einen Kontaktbereich (6) aufweist und dass der Kontaktbereich (6) in Steckrichtung (11) des Gegensteckers in Bezug auf die Kontaktelemente (10) des Steckverbinders (1) voreilend ange- ordnet ist.
2. Steckverbinder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine voreilende Kontaktzunge (5), insbesondere der Kontakt- bereich (6) der Kontaktzunge (5), zumindest bereichsweise in einer Aus- nehmung (7) des Gehäuses angeordnet ist.
3. Steckverbinder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Kontaktbereich (6) gekrümmt oder gebogen ausgebil- det ist.
4. Steckverbinder (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung oder Biegung kreisfôrmig oder kreisbogenfôrmig ausgebildet ist, wobei der Mittelpunktswinkel der kreisbogenférmigen Ausbildung we- nigstens 90 ° beträgt.
5. Steckverbinder (1) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Mittelpunktswinkel der kreisbogenformigen Ausge- staltung zwischen 95° und 270°, vorzugsweise zwischen 145° und 225°, be- sonders bevorzugt ca. 180°, beträgt.
6. Steckverbinder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Abschirmblech (4) wenigstens eine Kontaktzunge (5)
-12- LU505418 aufweist, deren Kontaktbereich in Steckrichtung des Gegensteckers in Bezug auf die Kontaktelemente voreilend angeordnet ist und dass das Abschirm- blech (4) wenigstens eine Kontaktzunge (5) aufweist, deren Kontaktbereich (6) in Steckrichtung (11) des Gegensteckers hinter dem Kontaktbereich (6) der voreilenden Kontaktzunge (5) angeordnet ist, vorzugsweise sodass die weitere Kontaktzunge (5) den Gegenstecker im Wesentlichen zeitgleich mit den Kontaktelementen (10) kontaktiert.
7. Steckverbinder (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktbereich (6) der voreilenden Kontaktzunge (5) derart ausgebildet ist, dass der Kontaktbereich (6) der voreilenden Kontaktzunge (5) und der Kontaktbereich (6) der wenigstens einen weiteren Kontaktzunge (5) in einer Ebene parallel zur Steckrichtung (11) des Gegensteckers angeordnet sind.
8. Steckverbinder (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktbereich (6) der voreilenden Kontaktzunge (5) derart ausgebildet ist, dass der Kontaktbereich (6) der voreilenden Kontaktzunge (5) und der Kontaktbereich (6) der wenigstens einen weiteren Kontaktzunge (5) in einer Ebene liegen, die nicht parallel zur Steckrichtung des Gegensteckers ange- ordnet ist.
9. Steckverbinder (1) nach einem der Anspriiche 1 bis 5, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Kontaktbereiche (6) aller Kontaktzungen (5) eines Abschirmblechs (4) in Steckrichtung (11) des Gegensteckers voreilend in Be- zug auf die Kontaktelemente angeordnet sind.
10. Steckverbinder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Abschirmblech (4) wenigstens eine Befestigungszun- ge (8) aufweist, die in eine Befestigungsausnehmung des Gehäuses (2) zur Befestigung des Abschirmblechs (4) am Gehäuse (2) eingeschoben ist.
11. Steckverbinder (1) nach einem Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungszunge (8) des Abschirmblechs (4) und die Aus- nehmung im Gehäuse (2) derart ausgerichtet sind, dass das Abschirmblech (4) zur Montage von der dem Gegenstecker abgewandten Seite in das Gehäu- se (2) geschoben wird.
12. Steckverbinder (1) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeich- net, dass das Abschirmblech (4) wenigstens zwei Befestigungszungen (8)
-13- LU505418 aufweist, die links und rechts neben der voreilenden Kontaktzunge (5) ange- ordnet sind.
13. Steckverbinder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch ge- kennzeichnet, dass wenigstens ein zweites Abschirmblech (4) vorhanden ist, wobei das zweite Abschirmblech (4) auf dem ersten Abschirmblech (4) gegenüberliegenden Seite des Gehäuses (2) angeordnet ist, und wobei auch das zweite Abschirmblech (4) wenigstens eine Kontaktzunge (5) aufweist, deren Kontaktbereich (6) in Steckrichtung (11) des Gegensteckers voreilend in Bezug auf die Kontaktelemente (10) angeordnet ist.
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