LU506789B1 - Elektronische Sicherung zum Vermeiden eines unerwünschten dauerhaften Abschaltens von elektrischen Verbrauchern bei Überlastverhalten - Google Patents
Elektronische Sicherung zum Vermeiden eines unerwünschten dauerhaften Abschaltens von elektrischen Verbrauchern bei ÜberlastverhaltenInfo
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Abstract
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine elektronische Sicherung (1) umfassend eine ansteuerbare Schalteinrichtung (5), eine Messeinrichtung (6) zum Erfassen eines Messsignals sowie eine Steuer- und Auswerteeinrichtung (8) mit darin gespeicherter, einen Schaltschwellwert der Schalteinrichtung definierender Auslöseinformation (A). Die Steuer- und Auswerteeinrichtung ist dazu eingerichtet, das Messsignal mit der Auslöseinformation zu vergleichen, und zumindest zweimalig die Schalteinrichtung im Falle eines sich im Rahmen des Vergleichens ergebenden Vergleichsergebnisses, bei dem das Messsignal größer als der Schaltschwellwert ist, jeweils in einen nichtleitenden Zustand zu schalten und diese nach Ablauf einer jeweils vorbestimmten ersten Zeitdauer wieder leitend zu schalten. Die Sicherung umfasst einen Ereignis-Zähler (9) zum Zählen jedes Vergleichsereignisses, bei dem das Messsignal größer als der Schaltschwellwert ist, als ein Ereignis. Die Steuer-und Auswerteeinrichtung ist dazu eingerichtet, die Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand zu schalten, ohne diese daraufhin erneut leitend zu schalten, wenn eine vorbestimmte Mehrzahl (X) von Ereignissen gezählt worden ist.
Description
' LU506789
Elektronische Sicherung zum Vermeiden eines unerwünschten dauerhaften
Abschaltens von elektrischen Verbrauchern bei Überlastverhalten
Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektronische Sicherung zum Vermeiden eines unerwünschten dauerhaften Abschaltens von elektrischen Verbrauchern bei
Überlastverhalten und ein Verfahren zum Betreiben einer entsprechenden elektronischen Sicherung in einem Stromkreis, wobei die elektronische Sicherung eingangsseitig an eine Energieversorgung und ausgangsseitig an zumindest einen elektrischen Verbraucher elektrisch angeschlossen ist und eine ansteuerbare
Schalteinrichtung zum Abschalten des zumindest einen elektrischen Verbrauchers umfasst.
An eine elektrische Versorgungseinheit werden oft Verbraucherzweige mit daran jeweils angeschlossenen verschiedenen elektrischen Verbrauchern angeschlossen. Die elektrischen Verbraucher können einen jeweils unterschiedlichen Strombedarf haben.
Bekanntermaßen kommen dabei meist Überstrom-Schutzeinrichtungen wie z. B.
Leistungsschutzschalter oder elektronische Sicherungen mit einer jeweils vorbestimmten Auslösecharakteristik zum Einsatz, die im Falle einer Störung, insbesondere eines erkannten Kurzschlusses oder eines erkannten Überstroms mit damit einhergehender Überlastung, das Abschalten eines jeweiligen, von der Störung betroffenen elektrischen Verbrauchers von dem Stromkreis sicherstellen, um eine
Gefährdung von Mensch, Umwelt und/oder einer Maschine zu verhindern.
Üblicherweise erfolgt ein Auslösen der elektronischen Sicherung, d. h. ein
Unterbrechen bzw. Trennen des Versorgungspfads, in der Regel des Stromflusses, zu einem mit der elektronischen Sicherung elektrisch verbunden Verbraucher, wenn zumindest eine messtechnisch zu überwachende physikalische Größe innerhalb des
Stromkreises einen vorbestimmten Referenzwert oder Grenzwert überschreitet.
Üblicherweise ist diese physikalische Größe beispielsweise der durch die elektronische
Sicherung fließende Strom oder die an der elektronischen Sicherung anliegende
Spannung. Als zu überwachende physikalische Größe kann aber auch eine mit dem
Strom oder der Spannung zusammenhängende physikalische Größe, wie z. B. die
’ LU506789 bereitgestellte Leistung, verwendet werden. Der Referenzwert bzw. Grenzwert kann beispielsweise als einstellbarer, konstanter Wert vorgegeben werden oder beispielsweise anhand einer vorbestimmten, einstellbaren Auslôsekennlinie, auch bekannt unter dem
Begriff Auslôsekurve bzw. Abschaltkurve, bestimmt werden. Die Einstellung der jeweiligen Auslôsecharakteristik kann beispielsweise mittels einer mit der elektronischen Sicherung elektrisch verbundenen Steuereinrichtung, z. B. einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS), oder auch manuell an der elektronischen
Sicherung selbst vorgenommen werden oder in der elektronischen Sicherung in Form einer internen Steuerlogik hinterlegt sein.
Infolge eines Auslôsens einer elektronischen Sicherung wird die elektronische
Sicherung üblicherweise durch Quittieren einer Stôrung bzw. durch Zurücksetzen eines fehlerhaften Zustands wieder in den normalen Betriebszustand, d.h. in den leitenden
Zustand, zurückgesetzt. In der Regel wird das Zurücksetzen durch Betätigen eines an der elektronischen Sicherung befindlichen Schalters oder Tasters, mittels eines entsprechenden, über einen separaten Reset-Fingang der elektronischen Sicherung empfangenen Signals oder über ein Software-Kommando bewirkt. Sobald im abgesicherten Stromkreis einmal z. B. mehrere Geräte eingeschaltet werden und die
Summe der Belastung die jeweilige Auslôsekurve der elektronischen Sicherung überschreitet, löst die elektronische Sicherung aus und schaltet den betreffenden
Verbraucherzweig bzw. Lastzweig ab. Es kann in manchen Fällen auch dazu kommen, dass die elektronische Sicherung erst im Rahmen eines Serviceeinsatzes zurückgesetzt werden kann, auch wenn möglicherweise nur ein zeitlich begrenztes Problem vorliegt, wie beispielsweise beim Anlaufen eines Motors und einer damit einhergehenden kurzzeitigen Überlast. Dies führt zu Ausfallzeiten eines jeweiligen, an die betroffene elektronische Sicherung angeschlossenen elektrischen Verbrauchers und zudem zu einem Arbeitsaufwand und entsprechenden Kosten.
Insbesondere bei elektrischen Anlagen, die eine Vielzahl von an einer elektrischen
Versorgungseinheit angeschlossenen elektrischen Verbrauchern und eine Vielzahl von elektronischen Sicherungen umfassen, kann ein Abschalten einzelner
Verbraucherzweige infolge von jeweils kurzzeitig auftretenden Überströmen
’ LU506789 problematisch sein. Wird der Betriebsablauf einer solchen elektrischen Anlage durch das Abschalten einzelner Verbraucherzweige so gestôrt, dass der Arbeitsbetrieb der gesamten elektrischen Anlage nicht mehr in sinnvoller Weise fortgesetzt werden kann, muss die elektrische Anlage letztendlich abgeschaltet werden, obwohl die jeweils kurzzeitig auftretenden Uberstrome möglicherweise unproblematisch sind.
Die Druckschrift EP 2 320 535 A1 beschreibt u. a. einen strombegrenzenden
Leistungsschalter, der dazu dient, in einem Stromkreis zwischen einer Einspeisung eines Eingangsleistungsschalters und mindestens einem mit einem
Abgangsleistungsschalter und/oder -schütz bestückten Abgang zum Begrenzen eines über den Stromkreis fließenden Stroms installiert zu werden. Der Leistungsschalter umfasst in Reihe zu dem Stromkreis geschaltete Schaltmittel, die an eine Steuereinheit angeschlossen sind, um den Stromkreis nach einer ersten Erkennung eines
Kurzschlussstroms zu öffnen und den Stromkreis nach einer voreingestellten Zeitdauer automatisch zu schließen. Ferner umfasst der Leistungsschalter ein parallel zu den
Schaltmitteln geschaltetes spannungsabhängiges Widerstandselement, insbesondere einen Varistor, um die in dem Stromkreis gespeicherte Energie abzuleiten, wenn die
Schaltmittel sich im geöffneten Zustand befinden. Zudem umfasst der Leistungsschalter
Trennmittel, die zwischen einer Eingangsleitung und den Schaltmitteln angeordnet und mit der Steuereinheit verbunden sind. Die Steuereinheit ist dazu ausgebildet, den
Stromkreis nach einer zweiten Erkennung des Kurzschlusses zu trennen. Somit sieht die
EP 2 320 535 A1 nach einem erstmaligen Erkennen eines Kurzschlussstroms und einem daraufhin erfolgenden Öffnen des Stromkreises ein automatisches Einschalten bzw.
Schließen des Stromkreises nach einer vorbestimmten Zeitdauer vor. Die vorbestimmte
Zeitdauer richtet sich im Allgemeinen nach der Zeit, die erforderlich ist, um den
Kurzschluss bzw. einen von dem Kurzschluss betroffenen Ausgang mittels eines Teil-
Leistungsschalters zu isolieren. Kann der Kurzschluss erfolgreich isoliert werden, so kann der Betrieb ohne größere Einschränkung fortgesetzt werden. Kann der aufgetretene Kurzschluss hingegen nicht isoliert werden und wird demgemäß der
Kurzschlussstrom ein zweites Mal erkannt, so erfolgt ein erneutes Abschalten bzw.
Trennen des Stromkreises, und zwar durch Öffnen der Trennmittel. Ein weiteres automatisches Einschalten bzw. Schließen des Stromkreises ist in der EP 2 320 535 Al
‘ LU506789 hingegen nicht vorgesehen. Vielmehr ist vorgesehen, den Kurzschluss zu beheben und daraufhin den Leistungsschalter durch entsprechende Schritte zu aktivieren.
Die Druckschrift EP 2 785 626 B1 betrifft ein Verfahren zum Zurückstellen einer zum
Bremsen freigegebenen Sicherheitsbremse eines Fahrkörpers einer Aufzugsanlage und eine Sicherheitseinrichtung in einer Aufzugsanlage. Die Sicherheitseinrichtung wird über Steuereinrichtungen angesteuert, welche die Sicherheitseinrichtung aufgrund von kritischen oder unkritischen Ereignissen auslösen können. Die Steuereinrichtungen besitzen eine Funktion für ein automatisches Rückstellen der Sicherheitsbremse, wenn ein als unkritisch bewertetes Ereignis als Grund für die Auslösung der
Sicherheitsbremse angegeben wird. Das Rückstellen der Sicherheitsbremse erfolgt durch Ausführen von vordefinierten Rückstellschritten des Fahrkörpers. Ein zweimaliges automatisches Einschalten eines Stromkreises nach Auftreten eines kritischen Ereignisses ist nicht erwähnt.
Zumindest eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine gegenüber dem
Stand der Technik, insbesondere der EP 2 320 535 A1, verbesserte elektronische
Sicherung bereitzustellen, mit welcher ein verfrühtes ungewolltes und insbesondere dauerhaftes Abschalten eines von einem Überstrom betroffenen elektrischen
Verbrauchers oder Verbraucherzweigs vermieden werden kann, ohne jedoch die
Sicherheit zu gefährden. Eine weitere Aufgabe der Erfindung kann darin gesehen werden, eine verbesserte elektronische Sicherung bereitzustellen, die nach einem kurzzeitigen Überstrom bzw. einer kurzzeitigen Lastspitze ohne einen Eingriff von außen automatisch wieder einschaltbar ist, und zwar insbesondere auch mehrmals nacheinander. Ferner ist es insbesondere eine Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte elektronische Sicherung bereitzustellen, mittels welcher das Laden von großen
Kapazitäten möglich ist. Ob eine große Kapazität vorliegt, hängt von mehreren
Parametern ab, insbesondere von dem jeweiligen maximalen Strom eines an der elektronischen Sicherung angeschlossenen Netzteils und von einem jeweiligen
Vorwiderstand, und kann daher nicht allgemein, sondern nur für eine jeweilige
Schaltung einzeln definiert werden.
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Zumindest eine der genannten Aufgaben wird gelöst durch einen Gegenstand mit den
Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen und
Weiterentwicklungen sind Gegenstand der weiteren Merkmale der Unteransprüche.
Dementsprechend betrifft zumindest eine Lösung gemäß der Erfindung eine elektronische Sicherung umfassend einen Eingangsanschluss, der zum elektrischen
Anschließen an eine Energieversorgung ausgebildet ist, einen Ausgangsanschluss, der zum elektrischen Anschließen eines elektrischen Verbrauchers ausgebildet ist, eine zwischen dem Eingangsanschluss und dem Ausgangsanschluss verlaufende elektrische
Leitung sowie eine ansteuerbare Schalteinrichtung, die in der elektrischen Leitung angeordnet ist. Ferner umfasst die elektronische Sicherung eine Messeinrichtung, die zum Erfassen eines Messsignals ausgebildet ist, welches einen durch die elektronische
Sicherung fließenden Strom und/oder eine an der elektronischen Sicherung eingangsseitig anliegende Spannung repräsentiert, sowie eine mit der Messeinrichtung und der Schalteinrichtung elektrisch verbundene Steuer- und Auswerteeinrichtung, in welcher eine, einen Schaltschwellwert der Schalteinrichtung definierende
Auslöseinformation gespeichert ist. Die Steuer- und Auswerteeinrichtung ist dazu eingerichtet, das von der Messeinrichtung erfasste Messsignal mit der
Auslöseinformation zu vergleichen. Zudem ist die Steuer- und Auswerteeinrichtung dazu eingerichtet, zumindest zweimalig die Schalteinrichtung im Falle eines sich im
Rahmen des Vergleichens ergebenden Vergleichsergebnisses, bei dem das Messsignal größer als der Schaltschwellwert ist, jeweils in einen nichtleitenden Zustand zu schalten und die Schalteinrichtung nach Ablauf einer jeweils vorbestimmten ersten Zeitdauer anschließend wieder in einen leitenden Zustand zu schalten. Die elektronische
Sicherung umfasst ferner einen mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung elektrisch verbundenen Ereignis-Zähler, der dazu ausgebildet ist, jedes Vergleichsergebnis, bei dem das Messsignal größer als der Schaltschwellwert ist, als jeweils ein Ereignis zu zählen. Die Steuer-und Auswerteeinrichtung ist ferner dazu eingerichtet, die
Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand zu schalten, ohne daraufhin die
Schalteinrichtung erneut in den leitenden Zustand zu schalten, wenn eine vorbestimmte
Mehrzahl von Ereignissen mittels des Ereignis-Zählers gezählt worden ist.
° LU506789
Die zuvor beschriebene elektronische Sicherung ermôglicht ein mehrmaliges automatisches Einschalten in Form eines Leitendschaltens der Schalteinrichtung bzw. eines SchlieBens des Stromkreises, nachdem der Stromkreis aufgrund eines zuvor jeweils erfassten Messsignals, das größer als der Schaltschwellwert ist und somit einen für den Betrieb der elektronischen Sicherung unzulässigen Bereich eingenommen hat, getrennt worden ist, und zwar durch ein Schalten der Schalteinrichtung in einen nichtleitenden Zustand. Ein solches Messsignal, das größer, und zwar betragsmäBig größer, als der Schaltschwellwert ist, wird innerhalb der elektronischen Sicherung insbesondere als Störung bzw. Überlastung interpretiert und kann beispielsweise einen
Überstrom, eine Überspannung oder auch eine aus einem Stromsignal und/oder einem
Spannungssignal ableitbare physikalische Größe wie z. B. eine Leistung darstellen, die einen als Schaltschwellwert ausgebildeten Leistungsgrenzwert übersteigt. Gemäß der zuvor beschriebenen elektronischen Sicherung kann somit vorteilhafterweise ein zu frühes und ungewolltes dauerhaftes Trennen des Stromkreises vermieden werden, indem die elektronische Sicherung eine begrenzte Mehrzahl an Einschaltversuchen durchführt. Dies ist insbesondere im Fall von kurzzeitig andauernden Überströmen bzw.
Lastspitzen, wie sie z. B. bei dem Anlaufen eines Motors oder dem Einschalten bzw.
Hochfahren einer Maschine auftreten können, vorteilhaft, die sich nach kurzer Zeit wieder auf einen Stromwert herabsenken, der unterhalb des entsprechenden
Schaltschwellwerts, d.h. im für den Betrieb der elektronischen Sicherung zulässigen
Bereich, liegt. Statt bereits nach dem ersten Erkennen eins Überstroms abzuschalten, stellt die elektronische Sicherung im Rahmen von einem ihrer Einschaltversuche entsprechend fest, dass kein Überstrom mehr vorliegt und der Stromwert innerhalb des zulässigen Bereichs liegt. Entsprechend bleibt die elektronische Sicherung daraufhin eingeschaltet und die Schalteinrichtung verbleibt nach dem Einschaltversuch in einem leitenden Zustand. Ein dauerhaftes Trennen des Stromkreises erfolgt hingegen erst, wenn eine vorbestimmte Mehrzahl von Einschaltversuchen von der elektronischen
Sicherung durchgeführt worden ist, die allesamt erfolglos waren, d. h., dass das bei jedem der Einschaltversuche jeweils erfasste Messsignal größer, und zwar betragsmäßig größer, als der entsprechende Schaltschwellwert war und somit außerhalb des zulässigen Bereichs lag. Die vorbestimmte Mehrzahl ist vorzugsweise einstellbar, sodass diese auf die jeweiligen Gegebenheiten, insbesondere auf den jeweils an die
' LU506789 elektronische Sicherung angeschlossenen elektrischen Verbraucher angepasst werden kann.
Unter einem dauerhaften Trennen des Stromkreises ist im Rahmen der Erfindung zu verstehen, dass die elektronische Sicherung nach einem zuvor erfolgenden
Unterbrechen des Stromflusses durch Schalten der Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand von sich aus kein Einschalten mehr ermöglichen kann, sondern dass zunächst ein Zurücksetzen der elektronischen Sicherung veranlasst werden muss.
Ein solches Zurücksetzen der elektronischen Sicherung kann nur durch einen äußeren
Eingriff bewirkt werden, beispielsweise durch Betätigen eines an der elektronischen
Sicherung befindlichen Schalters oder Tasters, mittels eines entsprechenden, über einen separaten Reset-Eingang der elektronischen Sicherung empfangenen Signals oder auch über ein Software-Kommando.
Ein dauerhaftes Trennen des Stromkreises, und somit ein Auslösen der
Schalteinrichtung bzw. ein Schalten der Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand ohne daraufhin die Schalteinrichtung erneut in den leitenden Zustand zu schalten, wird durch die elektronische Sicherung bewirkt, wenn eine vorbestimmte Mehrzahl von
Vergleichsergebnissen, bei denen das erfasste Messsignal jeweils größer als der
Schaltschwellwert ist, ermittelt worden sind. Entsprechend kann eine maximale
Mehrzahl von Einschaltversuchen vorgegeben werden, die durchgeführt werden sollen, bevor es zu einem dauerhaften Trennen des Stromkreises kommt. Diese maximale
Mehrzahl von durchzuführenden Einschaltversuchen leitet sich stets unmittelbar aus der vorbestimmten Mehrzahl von maximal durch den Ereignis-Zähler zu zählenden
Ereignissen jeweiliger Vergleichsergebnisse, bei denen jeweils das Messsignal größer als der Schaltschwellwert ist, ab. Durch die Vorgabe dieser vorbestimmten Mehrzahl von Ereignissen bzw. von durchzuführenden Einschaltversuchen der elektronischen
Sicherung wird verhindert, dass sich die elektronische Sicherung im Falle einer tatsächlichen Störung und damit einhergehenden Messsignalen, die dauerhaft größer als der Schaltschwellwert sind und somit außerhalb eines zulässigen Bereichs zum
Betreiben der elektronischen Sicherung liegen, in einer Art Dauerschleife befindet. Eine
Dauerschleife, in welcher die Schritte des Schaltens der Schalteinrichtung in den
; LU506789 nichtleitenden Zustand bei einem erfassten Messsignal, das größer als der
Schaltschwellwert ist, und des nach Ablauf der ersten Zeitdauer erfolgenden
Leitendschaltens der Schalteinrichtung immer wieder wiederholt werden, hat nämlich den Nachteil, dass diese Schritte nicht durch die elektronische Sicherung selbst, sondern nur noch durch einen Eingriff von außen abgebrochen bzw. beendet werden können.
Dies kann je nachdem, wann dieser Eingriff von außen erfolgt, zu längeren
Ausfallzeiten der elektronischen Sicherung und der daran angeschlossenen elektrischen
Verbraucher und zu damit verbundenen technischen Problemen im Zusammenhang mit den an die elektronische Sicherung angeschlossenen elektrischen Verbrauchern führen.
Das Verhindern, insbesondere Unterbrechen, einer derartigen Dauerschleife wird erfindungsgemäß dadurch realisiert, dass die elektronische Sicherung einen Ereignis-
Zäher umfasst. Dieser Ereignis-Zähler ist dazu eingerichtet, jedes einzelne
Vergleichsergebnis, bei dem das erfasste Messsignal größer als der Schaltschwellwert ist und sich somit in einem für den Betrieb der elektronischen Sicherung unzulässigen
Bereich befindet, als ein Ereignis zu zählen. Die Steuer- und Auswerteeinrichtung kann beispielsweise dazu eingerichtet sein, infolge eines erstmaligen Schaltens der
Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand aufgrund eines erstmaligen
Vergleichsergebnisses, bei dem das erfasste Messsignal größer als der
Schaltschwellwert ist, den Ereignis-Zähler zu aktivieren. In diesem Fall zählt der
Ereignis-Zähler das absolut betrachtet zweite Vergleichsergebnis, bei dem das erfasste
Messsignal größer als der Schaltschwellwert ist, als sein erstes gezähltes Ereignis.
Alternativ kann der Ereignis-Zähler jedoch beispielsweise auch gleich beim
Einschaltvorgang der elektronischen Sicherung aktiviert werden, sodass er bereits das absolut betrachtet erste Vergleichsergebnis, bei dem das erfasste Messsignal größer als der Schaltschwellwert ist, als sein erstes Ereignis zählt.
Beispielsweise kann der Ereignis-Zähler auf die vorbestimmte Mehrzahl von
Ereignissen gesetzt werden. In diesem Fall kann der Ereignis-Zähler z. B. dazu ausgebildet sein, diese vorbestimmte Mehrzahl nach jedem einzelnen festgestellten
Ereignis um den Wert 1 herabzusetzen bzw. zu reduzieren, bis der Ereignis-Zähler abgelaufen ist, d. h. bis der Ereignis-Zähler bis auf den Wert Null heruntergezählt hat.
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Alternativ kann der Ereignis-Zähler z. B. dazu ausgebildet sein, die einzelnen Freignisse beginnend von der Zahl Null an jeweils um den Wert 1 hochzuzählen, bis eine Anzahl von Ereignissen entsprechend der vorbestimmten Mehrzahl erreicht ist. In beiden Fällen kann der Freignis-Zähler ferner insbesondere dazu ausgebildet sein, ein Signal an die
Steuer- und Auswerteeinrichtung zu senden, sobald er eine Anzahl von Ereignissen entsprechend der vorbestimmten Mehrzahl gezählt hat. D. h. der Ereignis-Zähler kann der Steuer- und Auswerteeinrichtung ein entsprechendes Signal senden, wenn der
Ereignis-Zähler abgelaufen ist, indem der Ereignis-Zähler bis auf den Wert Null heruntergezählt oder indem der Ereignis-Zähler bis zu der vorbestimmten Mehrzahl von
Ereignissen hochgezählt hat. Die Steuer- und Auswerteeinrichtung, die zum Empfangen von Signalen des Freignis-Zählers ausgebildet ist, bewirkt nach dem Empfang eines solchen vorbeschriebenen Signals dann die dauerhafte Abschaltung der elektronischen
Sicherung. Dazu schaltet sie, wie bereits zuvor beschrieben, die Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand, ohne daraufhin die Schalteinrichtung erneut in den leitenden Zustand zu schalten.
Die Schalteinrichtung der elektronischen Sicherung kann auf verschiedene Weise ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Schalteinrichtung zumindest einen ansteuerbaren Halbleiterschalter umfassen. Alternativ dazu kann die Schalteinrichtung zumindest einen elektromechanischen Schalter, z. B. ein Relais, umfassen. Um ein
Unterbrechen des Stromflusses bzw. ein Abschalten der elektronischen Sicherung auch bei einer großen Differenz des Schaltschwellwerts von dem Messsignal, z. B. bei großen Uberstromen oder Uberspannungen, zu ermöglichen, kann die Schalteinrichtung beispielsweise einen Feldeffekttransistor (FET) umfassen. Ein jeweiliger
Schaltschwellwert S ist insbesondere als ein Wert mit entsprechenden Toleranzgrenzen zu verstehen. Die Steuer- und Auswerteeinrichtung ist zum Ansteuern der
Schalteinrichtung ausgebildet. Beispielsweise kann sie Steuer- und Auswerteeinrichtung als Mikrocontroller ausgebildet sein oder einen Mikrocontroller umfassen. Die
Messeinrichtung kann beispielsweise einen Strommesspfad oder einen
Spannungsmesspfad umfassen.
In einer Weiterentwicklung der zuvor beschriebenen elektronischen Sicherung kann die
Steuer-und Auswerteeinrichtung ferner dazu eingerichtet sein, den Ereignis-Zähler auf den Wert Null zurückzusetzen, wenn eine Anzahl von Ereignissen, die kleiner als die vorbestimmte Mehrzahl ist, mittels des Ereignis-Zählers gezählt worden ist und nach
Ablauf einer vorab festgelegten zweiten Zeitdauer seit dem vorherigen Schalten der
Schalteinrichtung in den leitfähigen Zustand kein weiteres Ereignis mehr gezählt worden ist. Zusätzlich dazu kann insbesondere vorgesehen sein, dass die vorab festgelegte zweite Zeitdauer zumindest so groß ist wie die vorbestimmte erste Zeitdauer, die bis zu dem vorherigen Schalten der Schalteinrichtung in den leitfähigen Zustand abgelaufen ist. Das Zurücksetzen des Ereignis-Zählers auf den Wert Null kann somit immer dann erfolgen, wenn die Steuer- und Auswerteeinrichtung kein Ereignis bzw. kein weiteres Ereignis eines Vergleichsergebnisses, bei dem das erfasste Messsignal größer als der Schaltschwellwert ist, innerhalb der zweiten Zeitdauer feststellt, wobei die zweite Zeitdauer mit dem Einschalten der Schalteinrichtung, d. h. dem Schalten der
Schalteinrichtung in den leitfähigen Zustand, zu laufen beginnt. Die elektronische
Sicherung bleibt demnach in diesem Fall in einem eingeschalteten Zustand. Um den
Ereignis-Zähler zurückzusetzen, kann die Steuer- und Auswerteeinrichtung insbesondere ein entsprechendes Signal, z. B. ein Reset-Signal bzw. Rücksetz-Signal, an den Ereignis-Zähler senden. Die zweite Zeitdauer kann beispielsweise je nach
Anwendungsfall vorab festgelegt bzw. eingestellt werden.
Gemäß einer Weiterentwicklung kann vorgesehen sein, dass die jeweils vorbestimmte erste Zeitdauer von dem jeweils unmittelbar zuvor aufgetretenen Vergleichsergebnis, bei dem das Messsignal größer als der Schaltschwellwert ist, insbesondere der betragsmäßigen Größe der sich aus dem Vergleichsergebnis ergebenden Differenz zwischen dem Messsignal und dem Schaltschwellwert, abhängig ist. Ein jeweiliges
Schalten der Schalteinrichtung in den leitfähigen Zustand nach einem davor erfolgten
Schalten der Schalteinrichtung in den nichtleitfähigen Zustand bzw. einem Auslösen der
Schalteinrichtung kann somit an die jeweils vorliegenden Gegebenheiten angepasst werden. Die jeweils vorbestimmte erste Zeitdauer kann optional in einem funktionalen
Verhältnis zu der der betragsmäßigen Größe der Überschreitung der Schaltschwelle stehen. Ferner kann die jeweils vorbestimmte erste Zeitdauer insbesondere in der
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Steuer- und Auswerteeinrichtung gespeichert sein. Beispielsweise kann die jeweils vorbestimmte erste Zeitdauer als Funktion, die von der betragsmäBigen Größe der
Differenz des erfassten Messsignals und des Schaltschwellwerts abhängig ist, oder z. B. in Form einer Tabelle, in der zu einer jeweiligen vorbestimmten ersten Zeitdauer jeweils ein Bereich einer betragsmäBigen Größe der Differenz des erfassten Messsignals und des Schaltschwellwerts zugeordnet wird, in der Steuer- und Auswerteeinrichtung gespeichert sein. Alternativ kann die jeweils vorbestimmte erste Zeitdauer auch beispielsweise von außerhalb der elektronischen Sicherung vorgebbar sein, z. B. manuell an der elektronischen Sicherung einstellbar sein oder durch eine mit der elektronischen Sicherung verbundenen Steuerungseinrichtung wie einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS), vorgebbar oder vorgegeben sein.
Alternativ zu der zuvor genannten Weiterentwicklung der Erfindung kann die jeweils vorbestimmte erste Zeitdauer auch auf einen festen Wert einstellbar sein, d.h. einen
Wert, der von der betragsmäBigen Größe der Differenz des erfassten Messsignals und des Schaltschwellwerts unabhängig ist. Dieser feste Wert der ersten Zeitdauer kann beispielsweise in der Steuer- und Auswerteeinrichtung gespeichert sein oder alternativ auch von außerhalb der elektronischen Sicherung vorgebbar sein, z. B. manuell an der elektronischen Sicherung einstellbar sein oder durch eine mit der elektronischen
Sicherung verbundenen Steuerungseinrichtung, z. B. einer SPS, vorgebbar oder vorgegeben sein.
In Kombination oder auch alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass die
Auslöseinformation zumindest eine Auslösekennlinie, insbesondere eine
Stromkennlinie, oder zumindest einen Grenzwert, insbesondere einen
Spannungsgrenzwert und/oder einen Stromgrenzwert, umfasst, und/oder die Auslöseinformation vorgebbar, insbesondere einstellbar, ist. Insbesondere kann die
Auslöseinformation von dem jeweils an die elektronische Sicherung anzuschließenden oder angeschlossenen elektrischen Verbraucher abhängig sein.
Zumindest eine der zuvor beschriebenen Aufgaben der vorliegenden Erfindung wird ferner gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben einer elektronischen Sicherung in einem Stromkreis in einem vorbestimmten Betriebsmodus, wobei die elektronische
Sicherung eingangsseitig an eine Energieversorgung und ausgangsseitig an zumindest einen elektrischen Verbraucher elektrisch angeschlossen ist und eine in Reihe zu dem
Stromkreis angeordnete Schalteinrichtung umfasst. Das Verfahren umfasst die Schritte: - Erfassen eines Messsignals, welches einen durch die elektronische Sicherung fließenden Strom und/oder eine an der elektronischen Sicherung anliegende Spannung repräsentiert, mittels einer von der elektronischen Sicherung umfassten
Messeinrichtung, - Vergleichen des erfassten Messsignals mit einer in der elektronischen Sicherung gespeicherten Auslöseinformation, die einen Schaltschwellwert der Schalteinrichtung definiert, - zumindest zweimaliges Ausführen der Schritte eines Schaltens der Schalteinrichtung in einen nichtleitenden Zustand im Falle eines sich im Rahmen des Vergleichens ergebenden Vergleichsergebnisses, bei dem das Messsignal größer als der
Schaltschwellwert ist, und eines anschließenden Schaltens der Schalteinrichtung in einen leitfähigen Zustand nach Ablauf einer jeweils vorbestimmten ersten Zeitdauer, - Zählen eines jeden Vergleichsergebnisses, bei dem das Messsignal größer als der
Schaltschwellwert ist, als jeweils ein Ereignis mittels eines von der elektronischen
Sicherung umfassten Ereignis-Zählers, und - Schalten der Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand ohne anschließendes erneutes Schalten der Schalteinrichtung in den leitfähigen Zustand, wenn der Ereignis-
Zähler eine vorbestimmte Mehrzahl von Ereignissen gezählt hat.
Das Verfahren betrifft insbesondere ein Verfahren zum Betreiben einer elektronischen
Sicherung gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele. Das Betreiben der elektronischen Sicherung in einem vorbestimmten Betriebsmodus ergibt sich aus den vorgenannten Schritten des zumindest zweimaligen Ausführens eines Schaltens der
Schalteinrichtung in einen nichtleitenden Zustand im Falle eines Vergleichsergebnisses, bei dem das Messsignal größer als der Schaltschwellwert ist, eines Zählens von solchen
Vergleichsergebnissen, bei denen das Messsignal jeweils größer als der
Schaltschwellwert ist, als ein jeweiliges Ereignis und ein sozusagen endgültiges bzw. letztes Schalten der Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand ohne anschließendes erneutes Leitendschalten der Schalteinrichtung. Diese den vorbestimmten Betriebsmodus definierenden Schritte können insbesondere einen abgeänderten sog. Hiccup Modus (Hiccup = Schluckauf) beschreiben, der hinsichtlich
Figur 1 noch genauer erläutert wird.
Gemäß einer Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann dieses ferner ein Zurücksetzen des Ereignis-Zählers auf den Wert Null umfassen, wenn der Ereignis-
Zähler eine Anzahl von Ereignissen, die kleiner als die vorbestimmte Mehrzahl ist, gezählt hat und der Ereignis-Zähler nach Ablauf einer vorab festgelegten zweiten
Zeitdauer seit dem vorherigen Schalten der Schalteinrichtung in den leitfähigen Zustand kein weiteres Ereignis mehr gezählt hat.
Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens kann zudem insbesondere vorgesehen sein, dass der Ereignis-Zähler durch ein erstmaliges Schalten der Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand infolge eines erstmaligen Vergleichsergebnisses, bei dem das Messsignal größer als der Schaltschwellwert ist, aktiviert wird und dem Ereignis-
Zähler die vorbestimmte Mehrzahl von zu zählenden Ereignissen vorgegeben wird.
Darüber hinaus kann ferner in Kombination oder alternativ zu den zuvor genannten
Ausführungsbeispielen des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen sein, dass die elektronische Sicherung infolge des Schaltens der Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand nach einer Anzahl von gezählten Ereignissen entsprechend der vorbestimmten Mehrzahl zurückgesetzt wird, insbesondere mittels eines an der elektronischen Sicherung angeordneten manuell betätigbaren Schalters, mittels eines über einen Reset-Eingang der elektronischen Sicherung empfangenen Signals oder mittels einer Software-Anweisung innerhalb der elektronisch Sicherung. Dadurch wird ermöglicht, dass die elektronische Sicherung nach einer dauerhaften Abschaltung infolge von einer der vorbestimmten Mehrzahl entsprechenden Anzahl von gezählten
Ereignissen wieder in einen betriebsbereiten Zustand zurückgesetzt werden kann.
Vorteilhafterweise erfolgt dies erst, nachdem die Ursache für das immer wiederkehrende Vergleichsergebnis, dass das Messsignal größer als der Schwellwert ist und somit außerhalb des zulässigen Bereichs liegt, behoben worden ist.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden
Erfindung werden anhand der folgenden Beschreibung von Ausführungsformen davon sowie der dazugehörigen Figuren deutlich. Es zeigen:
Figur 1: eine skizzenhafte Darstellung einer in einem Stromkreis angeordneten elektronischen Sicherung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
Figur2: ein zeitlicher Verlauf einer vollständigen Abschaltsequenz der
Schalteinrichtung einer elektronischen Sicherung gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung. und
Figur 3: eine Prinzipskizze einer alternativen Ausführungsform gegenüber dem inneren Aufbau der elektronischen Sicherung gemäß Fig. 1.
Die Figur 1 zeigt eine skizzenhafte Darstellung einer in einem Stromkreis angeordneten elektronischen Sicherung 1 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Die gezeigte elektronische Sicherung 1 hat einen Eingangsanschluss IN, der zum elektrischen
Anschließen an eine Energieversorgung 2 ausgebildet ist, und einen Ausgangsanschluss
OUT, der zum elektrischen Anschließen eines elektrischen Verbrauchers 3 bzw. einer elektrischen Last ausgebildet ist. Die Energieversorgung 2 ist insbesondere eine
Stromversorgung oder eine Spannungsversorgung. Der elektrische Verbraucher 3 wird somit durch die elektronische Sicherung 1 abgesichert und kann beispielsweise eine technische Anlage oder ein Bestandteil, z. B. eine Maschine, einer technischen Anlage sein. Die elektronische Sicherung 1 umfasst eine ansteuerbare Schalteinrichtung 5, die gemäß Figur 1 in einer elektrischen Leitung 4, die zwischen dem Eingangsanschluss IN und dem Ausgangsanschluss OUT verläuft, angeordnet ist. Zudem umfasst die in Figur 1 skizzierte elektronische Sicherung 1 eine ebenfalls in der elektrischen Leitung 4 angeordnete Messeinrichtung 6, die zum Erfassen eines Messsignals, welches einen durch die elektronische Sicherung 1 fließenden Strom und/oder eine an der elektronischen Sicherung 1 eingangsseitig anliegende Spannung repräsentiert,
ausgebildet ist. Beispielsweise kann das Messsignal ein Stromsignal, ein
Spannungssignal oder ein Leistungssignal sein.
Weiterhin umfasst die elektronische Sicherung 1 eine mit der Messeinrichtung 6 und der Schalteinrichtung 5 elektrisch verbundene Steuer- und Auswerteeinrichtung 8, die im Ausführungsbespiel der Figur 1 als Mikrocontroller ausgebildet ist. In der Steuer- und Auswerteeinrichtung 8, insbesondere in einer von der Steuer- und
Auswerteeinrichtung 8 umfassten Speichereinrichtung 10 gemäß Figur 1, ist eine, einen
Schaltschwellwert der Schalteinrichtung 5 definierende Auslöseinformation A gespeichert. Die in der elektronischen Sicherung 1 hinterlegte Auslöseinformation A kann beispielsweise zumindest eine Auslösekennlinie, insbesondere eine
Stromkennlinie, oder zumindest einen Grenzwert, insbesondere einen
Spannungsgrenzwert und/oder einen Stromgrenzwert, umfassen. Ergänzend oder alternativ dazu kann die Auslöseinformation A vorgebbar, insbesondere einstellbar sein.
Ferner kann die Auslöseinformation A Auslösezeiten umfassen, die von einem jeweiligen erfassten Messsignal abhängig sind.
Die Steuer- und Auswerteeinrichtung 8 der elektronischen Sicherung 1 ist dazu eingerichtet, ein von der Messeinrichtung 6 erfasstes Messsignal mit der gespeicherten
Auslöseinformation A, insbesondere mit dem durch die Auslöseinformation A definierten Schaltschwellwert, zu vergleichen. Ferner ist die Steuer- und
Auswerteeinrichtung 8 dazu eingerichtet, zumindest zweimalig die Schalteinrichtung 5 im Falle eines sich im Rahmen des Vergleichens ergebenden Vergleichsergebnisses, bei dem das Messsignal größer als der Schaltschwellwert ist, und zwar betragsmäßig größer ist, jeweils in einen nichtleitenden Zustand zu schalten, und somit zum Auslösen anzusteuern, und die Schalteinrichtung 5 nach Ablauf einer jeweils vorbestimmten ersten Zeitdauer anschließend wieder in einen leitenden Zustand zu schalten. Zur
Ansteuerung der Schalteinrichtung 5 kann die elektronische Sicherung 1 optional eine
Ansteuerungsschaltung aufweisen, die mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung 8 und der Schalteinrichtung 5 elektrisch verbunden und insbesondere zwischen der Steuer- und Auswerteeinrichtung 8 und der Schalteinrichtung 5 geschaltet ist. Der
Übersichtlichkeit halber ist die Ansteuerungsschaltung in Figur 1 nicht gezeigt. Eine solche Ansteuerung 11 ist beispielsweise bei der gegenüber dem inneren Aufbau der elektronischen Sicherung gemäß Fig. 1 alternativen Ausführungsform gemäß Figur 3 gezeigt.
Die Schalteinrichtung 5 gemäß Figur 1 ist beispielhaft als Metall-Oxid-Halbleiter-
Feldeffekttransistor (MOSFET) ausgebildet, wobei beispielhaft eine Strommessung in einem Chip des MOSFET integriert ist. In einer alternativen Ausführungsform kann die
Schalteinrichtung beispielsweise einen elektromechanischen Schalter, z. B. ein Relais, als Trennschalter aufweisen oder beispielsweise als eine berührungslose thermische
Schalteinrichtung, eine sog. BTS, ausgebildet sein.
Die bei Fig. 1 skizzierte Messeinrichtung 6, die bevorzugt sowohl Ströme als auch
Spannungen messen kann, ist bei der Ausführung gemäß Fig. 3 in zwei
Messeinrichtungen 6a und 6b aufgeteilt. Die Spannungsmessung 6a geschieht beispielsweise über einen Spannungsteiler. Die Strommessung geschieht beispielsweise bei einer als MOSFET ausgebildeten Schalteinrichtung 5 mittels einer Zusatzschaltung 6b oder kann diskret aufgebaut werden.
Beispielsweise kann die Messeinrichtung 6a zur Spannungsmessung der elektronischen
Sicherung 1 einen Spannungsteiler und zwei aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellte Spannungsmesspfade aufweisen, mit denen erfasst wird, welche Spannung an der elektronischen Sicherung 1 anliegt, d. h. welche Spannung insbesondere eingangsseitig, je nach weiterer alternativer Ausgestaltung gegebenenfalls auch ausgangsseitig an der elektronischen Sicherung 1 anliegt. Anhand dieser erfassten
Spannungswerte kann die elektronische Sicherung 1 dementsprechend insbesondere auch wichtige Information über die Art der Last erhalten. Basierend auf der
Auslöseinformation A, insbesondere z. B. einer Auslösekennlinie, kann dann die elektronische Sicherung 1 den Pfad abschalten, d. h. die Schalteinrichtung 5 in den nichtleitenden Zustand schalten. Wie zuvor beschrieben ist die Auslösekennlinie insbesondere jedoch eine Stromkennlinie, sodass das Auslöseverhalten maßgeblich vom
Stromwert abhängig ist, der gemäß Ausführung nach Fig. 3 über die Zusatzschaltung 6b erfasst wird.
Wie aus Figur 1 hervorgeht, umfasst die elektronische Sicherung 1 ferner einen mit der
Steuer- und Auswerteeinrichtung 8 elektrisch verbundenen Ereignis-Zähler 9. Gemäß dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Steuer- und
Auswerteeinrichtung 8 den Ereignis-Zähler 9 zudem auf, wobei der Ereignis-Zähler 9 in einer weiteren Ausführungsform jedoch auch beispielsweise als mit der Steuer- und
Auswerteeinrichtung 8 elektrisch verbundenes separates Bauteil der elektronischen
Sicherung 1 ausgebildet sein kann. Dieser ist dazu ausgebildet, jedes im Rahmen des
Vergleichens festgestellte Vergleichsergebnis, bei dem das Messsignal größer, und zwar betragsmäßig größer, als der Schaltschwellwert ist, als jeweils ein Ereignis zu zählen.
Dies bedeutet, dass der Ereignis-Zähler 9 jedes Ereignis zählt, bei dem das erfasste
Messsignal in einem unzulässigen Bereich liegt. Der unzulässige Bereich ist dadurch definiert, dass das erfasste Messsignal außerhalb des durch die Auslöseinformation A vorgegebenen zulässigen Wertebereichs liegt. Insbesondere kann der Ereignis-Zähler 9 somit jede Überschreitung des Schaltschwellwerts als ein Ereignis zählen. Ein von dem
Ereignis-Zähler gezähltes Ereignis wird unabhängig davon, wie lange ein jeweiliges
Vergleichsergebnis, bei dem das Messsignal betragsmäßig größer als der
Schaltschwellwert ist, bis zum Schalten der Schalteinrichtung in den nichtleitenden
Zustand besteht, und somit unabhängig von einer jeweiligen Auslösezeit, als ein
Ereignis gezählt.
Die Steuer- und Auswerteeinrichtung 8 der elektronischen Sicherung 1 ist ferner dazu eingerichtet, die Schalteinrichtung 5 in einen nichtleitenden Zustand zu schalten, d. h. die Schalteinrichtung 5 zum Auslösen anzusteuern, ohne diese daraufhin erneut in den leitenden Zustand zu schalten, wenn eine vorbestimmte Mehrzahl X von Ereignissen mittels des Ereignis-Zählers 9 gezählt worden ist und somit seit Aktivierung des
Ereignis-Zählers 9 X-mal ein Vergleichsergebnis festgestellt worden ist, bei dem das erfasstes Messsignal betragsmäßig größer als der Schaltschwellwert ist. Entsprechend wird ein dauerhaftes Trennen des Stromkreises, und somit ein Abschalten der elektronischen Sicherung 1, durchgeführt. Ein weiteres Einschalten infolge des dauerhaften Trennens kann nur durch ein Zurücksetzen der elektronischen Sicherung 1 mittels eines Eingriffs von außen erfolgen. Beispielsweise kann ein solches
Zurücksetzen mittels eines an der elektronischen Sicherung 1 angeordneten manuell betätigbaren Schalters, mittels eines über einen Reset-Eingang der elektronischen
Sicherung empfangenen Signals oder mittels einer Software-Anweisung innerhalb der elektronisch Sicherung bewirkt werden.
Das Betreiben der in Figur 1 gezeigten elektronischen Sicherung 1 erfolgt in einem vorbestimmten Betriebsmodus, und zwar insbesondere basierend auf einer Art abgeändertem sog. Hiccup Modus (Hiccup = Schluckauf). Ein Hiccup Modus ist bekannt als eine besondere Form des Überlastschutzes bei Netzgeräten. Im Hiccup
Modus wird die Stromversorgung eines Netzgeräts kurzzeitig abgeschaltet, um das
Netzgerät zyklisch immer wieder neu zu starten bzw. den Strom zyklisch immer wieder neu einzuschalten und eine Behebung der Überlastung zu überprüfen. Die zyklischen
Startversuche werden dabei jedoch so lange wiederholt, bis der Fehler beseitigt ist bzw. die Überlastung behoben ist. Im Gegensatz zu einer solchen Dauerschleife erfolgt beim
Betrieb der erfindungsgemäßen elektronischen Sicherung eine Beendigung dieser
Dauerschleife, wenn eine vorbestimmte Mehrzahl von immer wiederkehrenden einzelnen Überlastungen festgestellt worden ist. Mit anderen Worten, die erfindungsgemäße elektronische Sicherung führt nur eine begrenzte Mehrzahl an
Startversuchen bzw. Einschaltversuchen durch, wobei diese Mehrzahl vorbestimmt und einstellbar ist. Ist diese begrenzte Mehrzahl von Einschaltversuchen nicht erfolgreich, d. h. die Störung bzw. Überlastung besteht weiterhin, so schaltet sich die elektronische
Sicherung selbst automatisch ab. Für ein erneutes Einschalten der elektronischen
Sicherung muss dann zunächst ein Zurücksetzen der elektronischen Sicherung von außerhalb der elektronischen Sicherung erfolgen.
Der im Betrieb der elektronischen Sicherung angewendete abgeänderte Hiccup Modus als vorbestimmter Betriebsmodus lässt sich gemäß einer beispielhaften
Ausführungsform stichpunktartig wie folgt zusammenfassen: - Aktivieren eines Ereignis-Zählers mit einer vorbestimmten Mehrzahl X von maximal zu zählenden Ereignissen, und zwar insbesondere nach dem erstmaligen Schalten der
Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand, d. h. nach Auslösen der elektronischen
Sicherung, infolge eines Erkennens einer Überlastung, - nach einer vorbestimmten ersten Zeitdauer, während der die elektronische Sicherung abgeschaltet ist, Durchführen eines Einschaltversuchs und Leitendschalten der
Schalteinrichtung, - bei Erkennen einer erneuten Überlastung, Schalten der Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand, d. h. Auslösen der elektronischen Sicherung, und Zählen eines ersten Ereignisses durch den Ereignis-Zähler, insbesondere Hochsetzen des Ereignis-
Zählers, - Wiederholen der zwei letztgenannten Schritte, bis: 1) der Ereignis-Zähler die vorbestimmte Mehrzahl X von Ereignissen gezählt hat, beispielsweise wenn der Ereignis-Zähler abgelaufen ist, -> woraufhin ein dauerhaftes Abschalten der elektronischen Sicherung erfolgt; oder 2) der Ereignis-Zähler eine Anzahl von Ereignissen gezählt hat, die kleiner als die vorbestimmte Mehrzahl X ist, und der Ereignis-Zähler kein weiteres Ereignis mehr gezählt hat, -> woraufhin die elektronische Sicherung eingeschaltet bleibt und der der
Ereignis-Zähler nach einer vorbestimmten zweiten Zeitdauer wieder auf den Wert Null zurückgesetzt wird.
Das Erkennen einer Überlastung entspricht dabei dem Erfassen eines Messsignals, das betragsmäßig größer als der jeweilige durch die Auslöseinformation definierte
Schaltschwellwert ist. Alternativ zu dem zuvor genannten beispielhaften Ablauf kann das Aktivieren des Ereignis-Zählers auch bereits mit dem Einschalten der elektronischen Sicherung einhergehen. In diesem Fall zählt der Ereignis-Zähler bereits das erstmalige Erkennen einer Überlastung als ein Ereignis. Die vorbestimmte Mehrzahl von durch den Ereignis-Zähler maximal zu zählenden Ereignissen, bis eine dauerhafte
Abschaltung der elektronischen Sicherung erfolgt, sollte daher in Abhängigkeit von dem Zeitpunkt der Aktivierung des Ereignis-Zählers eingestellt bzw. festgelegt werden.
Figur 2 zeigt einen beispielhaften zeitlichen Verlauf einer vollständigen
Abschaltsequenz der Schalteinrichtung einer elektronischen Sicherung gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung, wobei ein erstes erfasstes Messsignal MS1 und ein zweites erfasstes Messsignal MS2 in Abhängigkeit von der Zeit skizziert sind. Die
Messsignale MS1, MS2 können grundsätzlich beispielsweise in Form eines
Stromsignals, eines Spannungssignals oder auch eines Leistungssignals vorliegen. Im dargestellten Beispiel der Figur 2 handelt es sich bei den Messsignalen MS1, MS2 beispielhaft um Stromsignale. Die Messsignale MS1, MS2 werden von der
Messeinrichtung der elektronischen Sicherung erfasst und mit der Auslöseinformation, die einen vorgegebenen entsprechenden Schaltschwellwert S definiert, verglichen. Der
Schaltschwellwert S ist dabei insbesondere als ein Wert mit entsprechenden
Toleranzgrenzen zu verstehen. In Figur 2 ist der Schaltschwellwert S beispielhaft ein
Stromgrenzwert, der basierend auf einer als Auslöseinformation ausgebildeten
Auslösekennlinie vorgegeben ist.
Wird im Rahmen des Vergleichens festgestellt, dass das jeweils erfasste Messsignal
MS1, MS2 größer als der Schaltschwellwert S ist, wie in Figur 2 der Fall ist, so wird die
Schalteinrichtung zum Schalten in den nichtleitenden Zustand angesteuert, und zwar derart, dass die elektronische Sicherung nach Ablauf einer jeweiligen, durch die
Auslöseinformation vorgegebenen Auslösezeit ta, ta‘ abgeschaltet ist. Entsprechend sinkt das jeweilige Messsignal MS1, MS2 auf den Wert Null. Nach Ablauf einer jeweils vorbestimmten Zeitdauer T1, T1‘, die mit Abschaltung der elektronischen Sicherung zu laufen beginnt, wird die Schalteinrichtung mittels entsprechender Ansteuerung wieder in den leitenden Zustand geschaltet. Im dargestellten Beispiel sind die Messsignale
MSI, MS2 weiterhin größer als der Schaltschwellwert S, sodass es zu einem erneuten
Schalten der Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand, d. h. zu einem Auslösen der elektronischen Sicherung, und zwar nach Ablauf der jeweiligen Auslösezeit ta, ta, kommt. Die Messsignale MS1, MS2 sinken somit wieder auf den Wert Null. Abermals wird die Schalteinrichtung nach Ablauf der jeweils vorbestimmten Zeitdauer T1, T1¢ wieder in den leitenden Zustand geschaltet. Da der Fehler bzw. die Störung, die den erhohten Messsignalen MS1, MS2 zugrunde liegt, im Beispiel der Figur 2 nicht behoben wurde, sondern im Beispiel der Figur 2 dauerhaft vorliegt, wiederholen sich diese Schritte, bis eine vorbestimmte Mehrzahl X von Ereignissen betreffend ein
Vergleichsergebnis, bei dem das jeweils erfasste Messsignal MS1, MS2 größer als der
Schaltschwellwert S ist, mittels des Ereignis-Zählers gezählt worden ist.
Im vorliegenden Beispiel der Figur 2 wird der Ereignis-Zähler nach dem erstmaligen
Feststellen eines Vergleichsergebnisses, bei dem das jeweilige erfasste Messsignal
MS1, MS2 größer als der Schaltschwellwert S ist, aktiviert. Mit der Aktivierung des
Ereignis-Zählers beginnt der zuvor beschriebene abgeänderte Hiccup Modus, in dem versucht wird, die elektronische Sicherung X-mal neu einzuschalten, bevor die elektronische Sicherung in den dauerhaften ausgeschalteten Zustand wechselt.
Entsprechend zählt der Ereignis-Zähler das zweite Feststellen eines
Vergleichsergebnisses, bei dem das jeweilige erfasste Messsignal MS1, MS2 größer als der Schaltschwellwert S ist, als sein erstes Ereignis. Wie der beispielhaften Figur 2 zu entnehmen ist, entspricht die vorbestimmte Mehrzahl X von Ereignissen in Figur 2 beispielhaft der Zahl fünf, kann aber auch auf einer beliebigen anderen ganzen Zahl, insbesondere einer Zahl größer oder zumindest gleich zwei, entsprechen. Nachdem der
Ereignis-Zähler im Beispiel der Figur 2 das fünfe Ereignis gezählt hat und somit zum sechsten Mal ein Vergleichsergebnis vorliegt, bei dem das jeweilige Messsignal MS1,
MS2 größer als der Schaltschwellwert S ist, schaltet die elektronische Sicherung dauerhaft ab, indem sie die Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand überführt, ohne die Schalteinrichtung nochmals leitend zu schalten. Ein daraufhin erneutes
Einschalten der elektronischen Sicherung durch Leitendschalten der Schalteinrichtung kann dann nur noch mittels eines Eingriffs von außen durch ein Zurücksetzen der elektronischen Sicherung erfolgen, wie bereits erwähnt. Der Ereignis-Zähler kann insbesondere dazu eingerichtet sein, ein Signal an die Steuer- und Auswerteeinrichtung der elektronischen Sicherung zu senden, sobald er eine Anzahl von Ereignissen entsprechend der vorbestimmten Mehrzahl gezählt hat. Übertragen auf das vorgenannte
Beispiel kann der Ereignis-Zähler demnach die Steuer- und Auswerteeinrichtung mittels
Signalübertragung darüber informieren, dass er fünf Ereignisse entsprechend der vorbestimmten Mehrzahl gezählt hat, sodass die Steuer- und Auswerteeinrichtung daraufhin das dauerhafte Abschalten bewirkt.
Im gezeigten Beispiel der Figur 2 entspricht das zweite Messsignal MS2 einem 1,5- fachen Schaltschwellwert S, während das erste Messsignal MS1 einem 1,1-fachen
Schaltschwellwert S entspricht. Demnach ist die betragsmäßige Differenz zwischen dem zweiten Messsignal MS2 und dem Schaltschwellwert S größer als die betragsmäßige
Differenz zwischen dem ersten Messsignal MS1 und dem Schaltschwellwert S. Wie in
Figur 2 beispielhaft skizziert, ist die jeweils vorbestimmte erste Zeitdauer T1, T1 von dem jeweils unmittelbar zuvor aufgetretenen Vergleichsergebnis, bei dem das jeweilige
Messsignal MS1, MS2 größer als der Schaltschwellwert S ist, und zwar von der betragsmäßigen Größe der sich aus dem Vergleichsergebnis ergebenden Differenz zwischen dem jeweiligen Messsignal MS1, MS2 und dem Schaltschwellwert S, abhängig. Die vorbestimmte Zeitdauer T1, T1* ist insbesondere zum Erholen und/oder
Abkühlen der elektronischen Sicherung und des jeweiligen daran angeschlossenen elektrischen Verbrauchers von der Überlastung vorgesehen. Gemäß Figur 2 ist die vorbestimmte erste Zeitdauer T1 bei dem zuvor erfassten Messsignal MS1 beispielhaft auf 5 Sekunden gesetzt. Die vorbestimmte erste Zeitdauer T1° bei dem zuvor erfassten
Messsignal MS2 ist hingegen beispielhaft auf 3 Sekunden gesetzt. Zudem unterscheiden sich ferner auch die jeweiligen Auslösezeiten ta, t’a der elektronischen Sicherung, welche in der jeweiligen, in der elektronischen Sicherung gespeicherten
Auslöseinformation umfasst sind. Während dem zweiten Messsignal MS2 eine
Auslösezeit von beispielhaften 2 Sekunden zugeordnet ist, ist dem ersten Messsignal
MSI eine Auslösezeit von beispielhaften 4 Sekunden zugeordnet. Bei einer vorbestimmten Mehrzahl von beispielhaft fünf mittels des Ereignis-Zählers gezählten
Ereignissen und entsprechend fünf durchgeführten Einschaltversuchen der elektronischen Sicherung infolge eines erstmaligen Auslösens und Aktivierens des
Ereignis-Zählers ergibt sich somit gemäß vorgenanntem Beispiel eine gesamte
Zeitdauer zum Abschalten der elektronischen Sicherung, die sich zusammensetzt aus jeweils sechsmal der jeweiligen Auslôsezeit ta, t’a der elektronischen Sicherung und fünfmal der jeweiligen vorbestimmten ersten Zeitdauer T1, T1‘. Diese gesamte
Zeitdauer zum Abschalten der elektronischen Sicherung beläuft sich bei dem Vorliegen des ersten Messsignals MS1 auf Tges = 6 : 4s +5 - 5s = 49 Sekunden und bei dem
Vorliegen des zweiten Messsignals MS2 auf Tges = 6 2s + 5 - 3s = 27 Sekunden.
Allgemein betrachtet lässt sich die gesamte Zeitdauer zum Abschalten der elektronischen Sicherung, d. h. die gesamte maximale Abschaltzeit Tges der elektronischen Sicherung im abgeänderten Hiccup Modus, bestimmen durch: Tees = (X +1) ta + X - T1, wobei ta die jeweilige Auslôsezeit gemäß hinterlegter
Auslôseinformation und T1 die jeweils vorbestimmte erste Zeitdauer bezeichnen. Diese
Formel gilt jedoch nur dann, wenn der Ereignis-Zähler nach dem erstmaligen Auslôsen der elektronischen Sicherung aktiviert wird. Wird der Ereignis-Zähler alternativ dazu bereits mit dem Einschalten der elektronischen Sicherung aktiviert, sodass er das erstmalige Vergleichsergebnis, bei dem das jeweilige Messsignal MS1, MS2 größer als der Schaltschwellwert ist, bereits als ein Ereignis zählt, lautet diese Formel: Tges = X - ta +(X-1) TI
Alternativ zu dem in Figur 2 dargestellten zeitlichen Verlauf kann es auch dazu kommen, dass eine zwischenzeitlich aufgetretene Störung oder ein kurzzeitig erhöhtes
Messsignal, beispielsweise ein kurzzeitig aufgetretener Uberstrom beim Einschalten des an die elektronische Sicherung angeschlossenen Verbrauchers, behoben wurde. Somit erfolgt kein dauerhaftes Abschalten der elektronischen Sicherung, da die elektronische
Sicherung mittels des Ereignis-Zahlers eine Anzahl von Ereignissen gezählt hat, die kleiner als die vorbestimmte Mehrzahl X ist. Die Steuer-und Auswerteeinrichtung der elektronischen Sicherung ist dann insbesondere dazu eingerichtet, den Ereignis-Zahler auf den Wert Null zurückzusetzen, wenn zusätzlich zu dem Erfordernis, dass mittels des
Ereignis-Zählers eine Anzahl von Ereignissen gezählt worden ist, die kleiner als die vorbestimmte Mehrzahl X ist, nach Ablauf einer vorab festgelegten zweiten Zeitdauer seit dem vorherigen Schalten der Schalteinrichtung in den leitfähigen Zustand kein weiteres Ereignis mehr gezählt worden ist. Das bedeutet, dass die Steuer- und
Auswerteeinrichtung eine vorab festgelegte zweite Zeitdauer abwartet, nachdem sie die
Schalteinrichtung leitend geschaltet hat, und nach Ablauf dieser zweiten Zeitdauer das
Zurücksetzen des Ereignis-Zahlers auf den Wert Null bewirkt, wenn der Ereignis-Zähler kein weiteres Ereignis innerhalb der zweiten Zeitdauer gezählt hat. Die vorab festgelegte zweite Zeitdauer kann optional zumindest so groß sein wie die vorbestimmte erste Zeitdauer, die bis zu dem vorherigen Schalten der Schalteinrichtung in den leitfähigen Zustand abgelaufen ist.
Entsprechend kann ein Verfahren zum Betreiben der elektronischen Sicherung in einem vorbestimmten Betriebsmodus, insbesondere in dem zuvor beschriebenen abgeänderten sog. Hiccup Modus, ein Zurücksetzen des Ereignis-Zählers auf den Wert Null umfassen, wenn der Ereignis-Zähler eine Anzahl von Ereignissen, die kleiner als die vorbestimmte Mehrzahl X ist, gezählt hat und der Ereignis-Zähler nach Ablauf der vorab festgelegten zweiten Zeitdauer seit dem vorherigen Schalten der
Schalteinrichtung in den leitfähigen Zustand kein weiteres Ereignis der Überschreitung der Schaltschwelle mehr gezählt hat.
Die vorliegende Erfindung betrifft zusammenfassend somit eine elektronische
Sicherung sowie ein Verfahren zum Betreiben einer elektronischen Sicherung in einem vorbestimmten Betriebsmodus, insbesondere in dem zuvor beschriebenen abgeänderten
Hiccup Modus, wobei die elektronische Sicherung ein mehrfaches, zumindest aber zweimaliges Wiedereinschalten nach einer zuvor jeweils aufgetretenen Störung ermöglicht. Liegt die Störung nur für eine derart begrenzte Zeit vor, dass die jeweiligen erfassten Messsignale spätestens nach (X-1) durchgeführten Einschaltversuchen nicht mehr betragsmäßig größer als ein jeweiliger durch eine Auslöseinformation definierter
Schaltschwellwert sind, und somit nur maximal (X-1) Ereignisse gezählt worden sind, bleibt die elektronische Sicherung eingeschaltet. Der Ereignis-Zähler kann dann optional auf den Wert Null zurückgesetzt werden, wie zuvor ausgeführt. Hingegen bewirkt die elektronische Sicherung ein dauerhaftes Abschalten und somit ein Schalten der Schalteinrichtung in den nichtleitenden Zustand, ohne daraufhin die
Schalteinrichtung erneut leitend zu schalten, wenn die aufgetretene Störung auch noch nach (X-1) durchgeführten Einschaltversuchen vorliegt, d. h. wenn das jeweils erfasste
Messsignal auch weiterhin noch betragsmäßig größer als der jeweilige
Schaltschwellwert ist. In diesem Fall werden eine Mehrzahl von X Ereignissen von dem
Ereignis-Zähler gezählt, woraufhin die Schalteinrichtung ein letztes Mal in den nichtleitenden Zustand überführt wird und ein dauerhaftes Abschalten der elektronischen Sicherung erfolgt, bis diese durch einen Eingriff von außen zurückgesetzt werden kann. Ein ungewünschtes dauerhaftes Abschalten der elektronischen Sicherung und der daran angeschlossenen elektrischen Verbraucher, beispielsweise bei auftretenden kurzzeitigen Überlastspitzen, kann somit vermieden werden.
Im Gegensatz zu dem von Netzteilen bekannten Hiccup Modus führt die elektronische Sicherung jedoch nur eine begrenzte Mehrzahl von Einschaltversuchen durch, bis sie in die dauerhafte Abschaltung übergeht.
Bezugszeichenliste 1 elektronische Sicherung 2 Energieversorgung 3 elektrischer Verbraucher 4 elektrische Leitung 5 Schalteinrichtung 6 Messeinrichtung 8 Steuer- und Auswerteeinrichtung 9 Ereignis-Zähler 10 Speichereinrichtung 11 Ansteuerung
IN Eingangsanschluss
OUT Ausgangsanschluss
A Auslöseinformation
X vorbestimmte Mehrzahl von Ereignissen
T1, T1‘ vorbestimmte erste Zeitdauer ta, l’a Auslôsezeit
Tees gesamte maximale Abschaltzeit
Claims (10)
1. Elektronische Sicherung (1), umfassend: - einen Eingangsanschluss, der zum elektrischen Anschließen an eine Energieversorgung (2) ausgebildet ist, - einen Ausgangsanschluss, der zum elektrischen Anschließen eines elektrischen Verbrauchers (3) ausgebildet ist, - eine zwischen dem Eingangsanschluss und dem Ausgangsanschluss verlaufende elektrische Leitung (4), - eine ansteuerbare Schalteinrichtung (5), die in der elektrischen Leitung (4) angeordnet ist, - eine Messeinrichtung (6), die zum Erfassen eines Messsignals (MS1, MS2) ausgebildet ist, welches einen durch die elektronische Sicherung (1) fließenden Strom und/oder eine an der elektronischen Sicherung eingangsseitig anliegende Spannung repräsentiert, - eine mit der Messeinrichtung (6) und der Schalteinrichtung (5) elektrisch verbundene Steuer- und Auswerteeinrichtung (8), in welcher eine, einen Schaltschwellwert (S) der Schalteinrichtung (5) definierende Auslöseinformation (A) gespeichert ist, wobei die Steuer- und Auswerteeinrichtung (8) dazu eingerichtet ist, - das von der Messeinrichtung (6) erfasste Messsignal (MS1, MS2) mit der Auslöseinformation (A)zu vergleichen, und - zumindest zweimalig die Schalteinrichtung (5) im Falle eines sich im Rahmen des Vergleichens ergebenden Vergleichsergebnisses, bei dem das Messsignal (MS1, MS2) größer als der Schaltschwellwert (S) ist, jeweils in einen nichtleitenden Zustand zu schalten und die Schalteinrichtung (5) nach Ablauf einer jeweils vorbestimmten ersten Zeitdauer (T1, T1°) anschließend wieder in einen leitenden Zustand zu schalten, wobei die elektronische Sicherung (1) ferner einen mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung (8) elektrisch verbundenen Ereignis-Zähler (9) umfasst, der dazu ausgebildet ist, jedes Vergleichsergebnis, bei dem das Messsignal (MS1, MS2) größer als der Schaltschwellwert (S) ist, als jeweils ein Ereignis zu zählen,
und die Steuer-und Auswerteeinrichtung (8) ferner dazu eingerichtet ist, die Schalteinrichtung (5) in den nichtleitenden Zustand zu schalten, ohne daraufhin die Schalteinrichtung (5) erneut in den leitenden Zustand zu schalten, wenn eine vorbestimmte Mehrzahl (X) von Ereignissen mittels des Ereignis-Zählers (9) gezählt worden ist.
2. Elektronische Sicherung (1) gemäß Anspruch 1, wobei die Steuer-und Auswerteeinrichtung (8) ferner dazu eingerichtet ist, den Ereignis-Zähler (9) auf den Wert Null zurückzusetzen, wenn eine Anzahl von Ereignissen, die kleiner als die vorbestimmte Mehrzahl (X) ist, mittels des Ereignis-Zählers (9) gezählt worden ist und nach Ablauf einer vorab festgelegten zweiten Zeitdauer seit dem vorherigen Schalten der Schalteinrichtung (5) in den leitfähigen Zustand kein weiteres Ereignis mehr gezählt worden ist.
3. Elektronische Sicherung (1) gemäß Anspruch 2, wobei die vorab festgelegte zweite Zeitdauer zumindest so groß ist wie die vorbestimmte erste Zeitdauer (T1, T1*), die bis zu dem vorherigen Schalten der Schalteinrichtung (5) in den leitfähigen Zustand abgelaufen ist.
4. Elektronische Sicherung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die jeweils vorbestimmte erste Zeitdauer (T1, T1‘) von dem jeweils unmittelbar zuvor aufgetretenen Vergleichsergebnis, bei dem das Messsignal (MS1, MS2) größer als der Schaltschwellwert (S) ist, insbesondere der betragsmäßigen Größe der sich aus dem Vergleichsergebnis ergebenden Differenz zwischen dem Messsignal (MS1, MS2) und dem Schaltschwellwert (S), abhängig ist.
5. Elektronische Sicherung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Auslöseinformation (A) zumindest eine Auslösekennlinie, insbesondere eine Stromkennlinie, oder zumindest einen Grenzwert, insbesondere einen Spannungsgrenzwert und/oder einen Stromgrenzwert, umfasst, und/oder die Auslöseinformation (A) vorgebbar, insbesondere einstellbar, ist.
6. Elektronische Sicherung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Ereignis- Zähler (9) ferner dazu ausgebildet ist, ein Signal an die Steuer- und Auswerteeinrichtung (8) zu senden, sobald er eine Anzahl von Ereignissen entsprechend der vorbestimmten Mehrzahl (X) gezählt hat.
7. Verfahren zum Betreiben einer elektronischen Sicherung (1) in einem Stromkreis in einem vorbestimmten Betriebsmodus, wobei die elektronische Sicherung (1) eingangsseitig an eine Energieversorgung (2) und ausgangsseitig an zumindest einen elektrischen Verbraucher (3) elektrisch angeschlossen ist und eine in Reihe zu dem Stromkreis angeordnete Schalteinrichtung (5) umfasst, umfassend die Schritte: - Erfassen eines Messsignals (MS1, MS2), das einen durch die elektronische Sicherung (1) fließenden Strom und/oder eine an der elektronischen Sicherung (1) anliegende Spannung repräsentiert, mittels einer von der elektronischen Sicherung (1) umfassten Messeinrichtung (6), - Vergleichen des Messsignals (MS1, MS2) mit einer in der elektronischen Sicherung (1) gespeicherten Auslöseinformation (A), die einen Schaltschwellwert (S) der Schalteinrichtung (5) definiert, - zumindest zweimaliges Ausführen der Schritte eines jeweiligen Schaltens der Schalteinrichtung (5) in den nichtleitenden Zustand im Falle eines sich im Rahmen des Vergleichens ergebenden Vergleichsergebnisses, bei dem das Messsignal (MS1, MS2) größer als der Schaltschwellwert (S) ist, und eines anschließenden Schaltens der Schalteinrichtung (5) in einen leitfähigen Zustand nach Ablauf einer jeweils vorbestimmten ersten Zeitdauer (T1, T1“), - Zählen eines jeden Vergleichsergebnisses, bei dem das Messsignal (MS1, MS2) größer als der Schaltschwellwert (S) ist, als jeweils ein Ereignis mittels eines von der elektronischen Sicherung (1) umfassten Ereignis-Zählers (9), und - Schalten der Schalteinrichtung (5) in den nichtleitenden Zustand ohne anschließendes erneutes Schalten der Schalteinrichtung (5) in den leitfähigen Zustand, wenn der Ereignis-Zähler (9) eine vorbestimmte Mehrzahl (X) von Ereignissen gezählt hat.
8. Verfahren gemäß Anspruch 7, ferner umfassend ein Zurücksetzen des Ereignis- Zählers (9) auf den Wert Null, wenn der Ereignis-Zähler (9) eine Anzahl von
Ereignissen, die kleiner als die vorbestimmte Mehrzahl (X) ist, gezählt hat und der Ereignis-Zähler (9) nach Ablauf einer vorab festgelegten zweiten Zeitdauer seit dem vorherigen Schalten der Schalteinrichtung (5) in den leitfähigen Zustand kein weiteres Ereignis mehr gezählt hat.
9. Verfahren gemäß Anspruch 7 oder 8, wobei der Ereignis-Zähler (9) durch ein erstmaliges Schalten der Schalteinrichtung (5) in den nichtleitenden Zustand infolge eines erstmaligen Vergleichsergebnisses, bei dem das Messsignal (MS1, MS2) größer als der Schaltschwellwert (S) ist, aktiviert wird und dem Ereignis-Zähler (9) die vorbestimmte Mehrzahl (X) von zu zählenden Ereignissen vorgegeben wird.
10. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die elektronische Sicherung (1) infolge des Schaltens der Schalteinrichtung (5) in den nichtleitenden Zustand nach einer Anzahl von gezählten Ereignissen entsprechend der vorbestimmten Mehrzahl (X) zurückgesetzt wird, insbesondere mittels eines an der elektronischen Sicherung (1) angeordneten manuell betätigbaren Schalters, mittels eines über einen Reset-Eingang der elektronischen Sicherung (1) empfangenen Signals oder mittels einer Software- Anweisung innerhalb der elektronisch Sicherung (1).
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| WO (1) | WO2025210019A1 (de) |
Citations (6)
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- 2024-04-03 LU LU506789A patent/LU506789B1/de active IP Right Grant
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2025
- 2025-04-01 WO PCT/EP2025/058829 patent/WO2025210019A1/de active Pending
Patent Citations (6)
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| EP2785626A1 (de) | 2011-11-29 | 2014-10-08 | Inventio AG | Sicherheitsbremse mit zurückstellung |
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|---|---|---|---|
| FG | Patent granted |
Effective date: 20251003 |