LU509835B1 - Verfahren zum Fördern mindestens eines Kernfadens, Vorrichtung zur Datenverarbeitung, Fördersystem, Spinnmaschine und Computerprogramm - Google Patents

Verfahren zum Fördern mindestens eines Kernfadens, Vorrichtung zur Datenverarbeitung, Fördersystem, Spinnmaschine und Computerprogramm

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LU509835B1
LU509835B1 LU509835A LU509835A LU509835B1 LU 509835 B1 LU509835 B1 LU 509835B1 LU 509835 A LU509835 A LU 509835A LU 509835 A LU509835 A LU 509835A LU 509835 B1 LU509835 B1 LU 509835B1
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conveying device
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Küppers Simon Dr
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Saurer Spinning Solutions Gmbh & Co Kg
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Abstract

Verfahren zum Fördern mindestens eines Kernfadens, Vorrichtung zur Datenverarbeitung, Fördersystem, Spinnmaschine und Computerprogramm Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fördern mindestens eines Kernfadens, wobei mittels einer Geschwindigkeitsdifferenz eine Dehnung in dem Kernfaden erzeugt wird. Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Datenverarbeitung, ein Fördersystem, eine Spinnmaschine und ein Computerprogramm. Fig. 2 -

Description

AZ0011LU
IP/MNJ509835 03.02.2025
Verfahren zum Fördern mindestens eines Kernfadens, Vorrichtung zur
Datenverarbeitung, Fördersystem, Spinnmaschine und Computerprogramm
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fördern mindestens eines Kernfadens, eine
Vorrichtung zur Datenverarbeitung, ein Fördersystem, eine Spinnmaschine und ein
Computerprogramm.
Stand der Technik
Aus dem Stand der Technik sind Fördersysteme für Spinnmaschinen bekannt, die dazu dienen, einen Faden an eine Spinnstelle einer Spinnmaschine zu fördern.
Die Druckschrift EP 1 726 695 B1 offenbart ein Kerngarnproduktionsverfahren und eine
Kerngarnproduktionsvorrichtung.
Die Druckschrift EP 3 178 975 B1 betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von elastischem Kerngarn mit einer Ringspinnmaschine.
Offenbarung der Erfindung
Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine alternative oder bessere technische Lösung zum Fördern von Kernfäden zu einer Spinnstelle bereitzustellen, die sich vorzugsweise dadurch auszeichnet, dass mittels eines Fördersystems eine gewünschte Spannung im zu spinnenden Garn oder
Kernfaden erzielbar ist.
Die voranstehende Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum Fördern mindestens eines
Kernfadens, eine Vorrichtung zur Datenverarbeitung, ein Fördersystem, eine Spinnmaschine sowie ein Computerprogramm mit den Merkmalen der entsprechenden unabhängigen
Ansprüche. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den jeweiligen
Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Fördern eines Kernfadens beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Datenverarbeitung, dem —erfindungsgemäBen Fördersystem, der erfindungsgemäßen Spinnmaschine und dem erfindungsgemäßen Computerprogramm, und -1-
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IP/MNU509835 03.02.2025 jeweils umgekehrt, so dass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren dient insbesondere zur Förderung mindestens eines
Kernfadens mittels mindestens einer und vorzugsweise einer ersten und/oder zweiten und/oder dritten Fôrdervorrichtung, um den Kernfaden einer Spinneinrichtung einer Spinnstelle zum
Spinnen von Garn zuzuführen. Bei der Spinnstelle kann es sich beispielsweise um eine
Spinnstelle einer Rotorspinnmaschine handeln. Vorzugsweise wird der Kernfaden hierbei der
Spinneinrichtung, einem Spinnrotor, der Spinnstelle, an dem der Kernfaden mit einem
Spinnrotorfaden gebildet aus dem Spinnrotor zugeführten Fasern in dem Spinnrotor zu Garn gesponnen wird, zum Spinnen von Garn zugeführt. Im Allgemeinen kann es sich bei der
Spinnstelle um eine Spinnstelle einer Spinnmaschine, wie einer Luftspinnmaschine, einer
Ringspinnmaschine oder einer Friktionsspinnmaschine handeln, wobei die Aufzählung nicht abschließend ist. Die Rotorspinnmaschine zählt ebenfalls zur Kategorie der Spinnmaschinen. Bei der Spinnmaschine handelt es sich im Allgemeinen um eine Textilmaschine zum Herstellen eines
Spinnfadens, auch als Garn bezeichnet, aus zugeführten Fasern. Die Fasern können dabei einer
Spinneinrichtung der Spinnstelle der Spinnmaschine in Form eines Faserverbunds, auch als
Faserband bezeichnet, oder vereinzelt zugeführt werden. Der Kernfaden wird dabei vorzugsweise der das Garn herstellenden Spinneinrichtung der Spinnmaschine zugeführt, wobei das Garn aus dem Kernfaden und aus der Spinneinrichtung zugeführten Fasern gesponnen wird.
Es ist möglich, dass die — bevorzugt drei - Fôrdervorrichtungen entlang eines Fôrderwegs des
Kernfadens zur Spinnstelle angeordnet sind. Dabei kann die erste Férdervorrichtung beabstandet zur zweiten Fôrdervorrichtung entgegen der Fôrderrichtung des Kernfadens angeordnet sein.
Weiter kann die dritte Fôrdervorrichtung beabstandet zur zweiten Fôrdervorrichtung in
Fôrderrichtung des Kernfadens angeordnet sein.
Gemäß einem ersten Verfahrensschritt kann ein Initialisieren eines Betriebs der ersten
Fôrdervorrichtung mit einer ersten Fôrdergeschwindigkeit vorgesehen sein. Gemäß einem zweiten Verfahrensschritt kann ein Initialisieren eines Betriebs der zweiten Fôrdervorrichtung mit einer zweiten Fôrdergeschwindigkeit vorgesehen sein. Gemäß einem dritten Verfahrensschritt kann ein Initialisieren eines Betriebs der dritten Fôrdervorrichtung mit einer dritten
Fôrdergeschwindigkeit vorgesehen sein. Die Verfahrensschritte können ggf. zumindest teilweise zeitlich parallel und alternativ sequenziell ausgeführt werden. Die jeweilige Initialisierung kann z. -2-
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B. durch eine Ansteuerung und/oder Einstellung und/oder Regelung und/oder Steuerung vorgesehen sein. Weiter können die Verfahrensschritte und insbesondere die Initialisierungen jeweils automatisiert durchgeführt werden, bevorzugt durch eine (erfindungsgemäße) Vorrichtung zur Datenverarbeitung. Das Verfahren kann zudem optional computerimplementiert ausgeführt sein.
Ferner kann die zweite Fördergeschwindigkeit höher sein als die erste Fördergeschwindigkeit, insbesondere derart, dass der Kernfaden zwischen der ersten Fördervorrichtung und der zweiten
Fördervorrichtung aufgrund einer/der Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten
Fördergeschwindigkeit und der zweiten Fördergeschwindigkeit während seiner Förderung einer
Dehnung, vorzugsweise einer spezifischen Dehnung, in Förderrichtung ausgesetzt wird.
Die Geschwindigkeitsdifferenz kann mit anderen Worten die Wirkung haben, dass bereits eine
Grunddehnung bereitgestellt wird. Hierdurch wird eine alternative oder bessere technische
Lösung zur Förderung eines Kernfadens bereitgestellt, die sich insbesondere dadurch auszeichnet, dass mittels des Fördersystems eine gewünschte Spannung im zu spinnenden Garn oder Kernfaden erzielbar ist.
Vorzugsweise sind die (drei) Fördervorrichtungen getrennt voneinander mit spezifischen
Fördergeschwindigkeiten betreibbar. Hierdurch wird maximale Flexibilität gewährleistet.
Bei der Dehnung, insbesondere der spezifischen Dehnung, die sich aus der
Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten Fördergeschwindigkeit und der zweiten
Fördergeschwindigkeit ergibt, handelt es sich vorzugsweise um eine Grunddehnung. Die
Grunddehnung ist vorzugsweise eine Dehnung des Kernfadens, die, im Fall, dass keine weitere
Dehnung des Kernfadens bis zum Erreichen des Kernfadens der Spinnstelle erfolgt, der Dehnung des Kernfadens im aus dem Kernfaden gesponnenen Garn entspricht.
Bei der Dehnung handelt es sich vorzugsweise um eine Dehnung des Kernfadens in
Förderrichtung und/oder in eine geradlinige Erstreckungsrichtung des Kernfadens.
Darüber hinaus ist es bevorzugt, wenn die Dehnung und/oder die erste Fördergeschwindigkeit und/oder die zweite Fördergeschwindigkeit und/oder die Geschwindigkeitsdifferenz, vorzugsweise teilweise, konstant ist/sind. Hierdurch kann eine gleichmäßige Herstellung, -3-
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IP/MNU509835 03.02.2025 insbesondere Herstellungsqualität, sichergestellt werden.
Darüber hinaus ist es bevorzugt, wenn die dritte Férdergeschwindigkeit, insbesondere auf Basis der Phase des Spinnens des Garns und/oder einer Soll-Eigenschaft des zu spinnenden Garns, variabel ist. So kann die dritte Fôrdergeschwindigkeit beispielsweise der zweiten
Fôrdergeschwindigkeit entsprechen. Alternativ kann die dritte Fôrdergeschwindigkeit (vorzugsweise stets) höher oder niedriger sein als die zweite Férdergeschwindigkeit. Bei der Soll-
Eigenschaft kann es sich um die Spannung des zu spinnenden Garns, insbesondere dessen
Kernfaden, handeln.
Aufgrund der Grundspannung des Kernfadens, die sich aus der Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten und der zweiten Férdergeschwindigkeit ergibt, kann mittels der dritten
Fôrdervorrichtung, insbesondere der dritten Fôrdergeschwindigkeit, sehr spontan auf
Anderungswiinsche der Soll-Spannung im zu spinnenden Garn reagiert werden, wobei lediglich eine geringe Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der dritten Fôrdergeschwindigkeit und der zweiten Fôrdergeschwindigkeit notwendig ist, um die Grunddehnung weiter zu erhôhen oder grundsätzlich abzuändern.
Darüber hinaus ist es bevorzugt, wenn die dritte Fôrdergeschwindigkeit niedriger ist als die zweite
Fôrdergeschwindigkeit und/oder die dritte Fôrdergeschwindigkeit hôher ist als die erste
Fôrdergeschwindigkeit, insbesondere zu Beginn und/oder vor Beginn des Spinnens des Garns.
Dabei kann vorzugsweise am Beispiel einer Rotorspinnmaschine der Kernfaden an der
Spinnstelle mit einem Spinnrotorfaden, gebildet aus dem Spinnrotor zugeführten Fasern in dem
Spinnrotor verbunden und/oder insbesondere ein Anspinnen ermöglicht werden. Unter dem
Anspinnen wird insbesondere ein Verbindungsvorgang zwischen einem von der Spule kommenden Garnende mit dem Spinnfaden wie dem Spinnrotorfaden und dem Kernfaden in der
Spinneinrichtung, beispielsweise in dem Spinnrotor, verstanden.
Darüber hinaus ist es bevorzugt, wenn die dritte Fôrdergeschwindigkeit auf Basis einer
Spinngeschwindigkeit an der Spinnstelle, insbesondere der Rotorgeschwindigkeit des
Spinnrotors, gewählt wird, vorzugsweise mindestens bis sich der Kernfaden an der Spinnstelle mit einem Spinnfaden gebildet aus der Spinneinrichtung, insbesondere dem Spinnrotor, zugeführten Fasern in der Spinneinrichtung, insbesondere dem Spinnrotor, verbunden hat und/oder insbesondere bis ein Anspinnen oder das Anspinnen abgeschlossen ist. Mit anderen -4-
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Worten kann die dritte Fôrdergeschwindigkeit in Abhängigkeit einer Spinngeschwindigkeit an der
Spinnstelle, insbesondere der Rotorgeschwindigkeit des Spinnrotors, gewählt werden oder sich entsprechend einstellen. Vorzugsweise ist die dritte Férdergeschwindigkeit, bevor der Kernfaden sich an der Spinnstelle mit einem Spinnfaden gebildet aus der Spinneinrichtung wie beispielsweise dem Spinnrotor zugeführten Fasern verbunden hat und/oder insbesondere bis ein
Anspinnen oder das Anspinnen abgeschlossen ist, langsamer als nachdem der Kernfaden sich an der Spinnstelle mit einem Spinnfaden gebildet aus der Spinneinrichtung zugeführten Fasern verbunden hat und/oder insbesondere bis ein Anspinnen oder das Anspinnen abgeschlossen ist.
Hierdurch wird das Anspinnen vereinfacht und danach die Herstellungsgeschwindigkeit erhöht.
Darüber hinaus ist es bevorzugt, wenn die dritte Fördergeschwindigkeit auf Basis einer Soll-
Dehnung im zu spinnenden Garn, insbesondere in dessen Kernfaden, gewählt wird, nachdem sich der Kernfaden an der Spinnstelle mit einem Spinnfaden gebildet aus der Spinneinrichtung wie beispielsweise dem Spinnrotor zugeführten Fasern in der Spinneinrichtung, insbesondere in dem Spinnrotor, verbunden hat und/oder nachdem ein Anspinnen abgeschlossen ist. Mit anderen
Worten ist es bevorzugt, wenn die dritte Fördergeschwindigkeit in Abhängigkeit einer Soll-
Dehnung im zu spinnenden Garn, insbesondere in dessen Kernfaden, gewählt wird. Wenn die
Soll-Dehnung beispielsweise höher ist als die Grund-Dehnung, wird die dritte
Fördergeschwindigkeit erhöht, bis sich die Soll-Dehnung im zu spinnenden oder gesponnenen
Garn einstellt. Wenn die Soll-Dehnung beispielsweise der Grund-Dehnung entspricht, wird die dritte Fördergeschwindigkeit derart gewählt, dass sie der zweiten Fördergeschwindigkeit entspricht. Alternativ ist es in diesem Fall auch denkbar, dass die dritte Fördervorrichtung vom
Kernfaden entkoppelt wird, insbesondere derart, dass die dritte Fördervorrichtung nicht mehr zur
Förderung des Kernfadens beiträgt. Hierfür können Aktuatoren vorgesehen sein, die die dritte
Fördervorrichtung vom Kernfaden entfernen und/oder entkoppeln können. Wenn die Soll-
Dehnung unter der Grunddehnung liegt, wird als dritte Fördergeschwindigkeit ein Wert unter der zweiten Fördergeschwindigkeit gewählt, vorzugsweise derart, dass sich die Soll-Dehnung einstellt.
Darüber hinaus ist es bevorzugt, wenn die dritte Fördergeschwindigkeit höher ist als die zweite
Fördergeschwindigkeit, wenn die Soll-Dehnung im zu spinnenden Garn höher ist als eine
Grunddehnung des Kernfadens, die sich aus der Geschwindigkeitsdifferenz der ersten beiden
Fördergeschwindigkeiten ergibt. -5-
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Ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Datenverarbeitung, die Mittel zur
Ausführung des erfindungsgemäBen Verfahrens umfasst. Damit bringt die erfindungsgemäße
Vorrichtung die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich mit Bezug auf das erfindungsgemäße Verfahren beschrieben worden ist.
Bei den Mitteln kann es sich um Programmcodes und/oder um konstruktive Elemente und
Baugruppen, wie beispielsweise Aktuatoren und/oder Sensoren und/oder Antriebe handeln.
Als die Vorrichtung zur Datenverarbeitung kann ein Computer oder eine
Datenverarbeitungsvorrichtung angesehen werden. Ferner kann es sich bei der Vorrichtung zur
Datenverarbeitung um ein Steuergerät handeln.
Ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist ein Fördersystem für eine Spinnmaschine, vorzugsweise umfassend die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Datenverarbeitung. Hierbei kann vorgesehen sein, dass das Fördersystem eine erste, zweite und/oder dritte Fördervorrichtung umfasst, um einen Kernfaden einer Spinnstelle, insbesondere einer Spinneinrichtung wie beispielsweise einem Spinnrotor der Spinnstelle, an dem der Kernfaden mit einem Spinnrotorfaden gebildet aus dem Spinnrotor zugeführten Fasern in dem Spinnrotor zu Garn gesponnen wird, zum Spinnen von Garn zuzuführen.
Es ist denkbar, dass die drei Fördervorrichtungen entlang einer Förderwegs für den Kernfaden angeordnet sind, und dass die erste Fôrdervorrichtung beabstandet zur zweiten
Fördervorrichtung entgegen der Förderrichtung des Kernfadens angeordnet ist.
Weiter ist es möglich, dass die dritte Fördervorrichtung beabstandet zur zweiten
Fördervorrichtung in Förderrichtung des Kernfadens angeordnet ist.
Gemäß einer weiteren Möglichkeit kann die zweite Fördervorrichtung dazu ausgebildet sein, den
Kernfaden mit einer höheren Fördergeschwindigkeit zu fördern als die erste Fördervorrichtung, insbesondere derart, dass der Kernfaden zwischen der ersten Fördervorrichtung und der zweiten
Fördervorrichtung aufgrund einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten
Fördergeschwindigkeit und der zweiten Fördergeschwindigkeit während seiner Förderung einer
Dehnung, vorzugsweise einer spezifischen Dehnung, in Förderrichtung ausgesetzt wird oder ausgesetzt ist. -6-
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Damit bringt das erfindungsgemäße Fôrdersystem die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich mit Bezug auf das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße
Vorrichtung zur Datenverarbeitung beschrieben worden sind.
Das Fôrdersystem kann vorzugsweise Geschwindigkeitssensoren zur Ermittlung und/oder
Messung der Férdergeschwindigkeiten umfassen. Denkbar sind Hallsensoren oder
Induktionssensoren oder Inkrementalgebersensoren. Auch optische Sensoren sind denkbar. Mit
Hilfe der Ermittlung und/oder Messung der Fôrdergeschwindigkeiten können sich die
Fôrdergeschwindigkeiten regeln und/oder steuern lassen.
Darüber hinaus ist es bevorzugt, wenn mindestens eine der drei Fördervorrichtungen, insbesondere alle drei Fördervorrichtungen jeweils mindestens zwei Walzen oder Rollen umfassen, die dazu ausgebildet sind, den Kernfaden kraftschlüssig, insbesondere geklemmt, vorzugsweise zwischen den Walzen oder Rollen geklemmt, zu fördern. Vorzugsweise sind die
Walzen oder Rollen der jeweiligen Fördervorrichtung jeweils gegeneinander vorgespannt, um den
Kernfaden zwischen den Walzen oder Rollen zu klemmen.
Vorzugsweise sind die Fördervorrichtungen, insbesondere die Walzen oder Rollen, jeweils durch einen Elektromotor antreibbar. Bei dem Elektromotor handelt es sich vorzugsweise um eine permanenterregte Synchronmaschine, was zur hohen Lebensdauer und einem genauen Betrieb insbesondere der Regelung und/oder Steuerung der Fördervorrichtungen beiträgt. Vorzugsweise sind die Geschwindigkeitssensoren der Fördervorrichtungen in die Elektromotoren und/oder in die Leistungselektronik der Elektromotoren integriert. Beispielsweise lässt sich aus der Drehzahl der Elektromotoren die Fördergeschwindigkeit der Fördervorrichtungen ermitteln und/oder berechnen. Hierdurch wird eine einfache und kostengünstige Ermittlung der
Fördergeschwindigkeit bereitgestellt.
Darüber hinaus ist es bevorzugt, wenn das Fördersystem einen Dehnungssensor umfasst, der dazu ausgebildet ist, eine Dehnung des Kernfadens, insbesondere direkt oder indirekt, zwischen der ersten Fördervorrichtung und der zweiten Fördervorrichtung zu erfassen, und dass das
Fördersystem dazu ausgebildet ist, auf Basis eines Vergleichs zwischen einer Soll-Dehnung und einer Ist-Dehnung des Kernfadens zwischen der ersten Fördervorrichtung und der zweiten
Fördervorrichtung die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten Fördervorrichtung und der -7-
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IP/MNU509835 03.02.2025 zweiten Fôrdervorrichtung anzupassen. Bei dem Dehnungssensor kann es sich beispielsweise um einen optischen Sensor handeln, der eine Dehnung des Kernfadens mittels der Einschnürung oder Verjüngung oder Reduzierung des Durchmessers des Kernfadens ermittelt, die sich aus der
Dehnung des Kernfadens ergibt. Anstatt mittels eines Sensors kann die Ist-Dehnung auch anhand zuvor experimentell ermittelter Dehnungswerte für verschiedene
Geschwindigkeitsdifferenzen angenommen oder anhand der Geschwindigkeitsdifferenz berechnet werden.
Darüber hinaus ist es bevorzugt, wenn die dritte Fördervorrichtung dazu ausgelegt ist, mit einer variablen Fördergeschwindigkeit und/oder mit einer Fördergeschwindigkeit in Abhängigkeit der
Dehnung des zu spinnenden Garns betrieben zu werden und/oder dass die dritte
Fördervorrichtung von der Förderung des Kernfadens entkoppelbar ist. Vorzugsweise ist die dritte
Fördervorrichtung mittels eines Aktuators oder mittels Aktuatoren vom Kernfaden entfernbar und/oder entkoppelbar, insbesondere derart, dass die dritte Fördervorrichtung nicht zur
Förderung des Kernfadens beiträgt oder beitragen kann. Hierdurch wird der Einfluss der dritten
Fördervorrichtung auf die Spannung im Kernfaden eliminiert und Energie zum Betrieb der dritten
Fördervorrichtung eingespart. Das Entfernen und/oder Entkoppeln wird vorzugsweise initialisiert, wenn die Grundspannung der Soll-Spannung im gesponnenen oder zu spinnenden Garn entspricht.
Ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist eine Spinnmaschine, die ein erfindungsgemäßes
Fördersystem umfasst, insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass die Spinnmaschine eine
Aufnahme oder Halterung für eine Kernfadenspule und eine Spinnstelle umfasst, und dass das
Fördersystem vorzugsweise dazu ausgelegt ist, einen Kernfaden einer in der Aufnahme angeordneten Kernfadenspule zur Spinnstelle zu fördern, um Garn zu spinnen. Die Aufnahme ist vorzugsweise als Halterung ausgebildet. Bei dem mittels der Spinnmaschine zu erzeugenden
Garn handelt es sich vorzugsweise um Elastogarn. Die Spinnmaschine ist vorzugsweise dazu ausgebildet, Garn mittels eines Open End Spinnprozesses, mittels Friktionsspinnens, mittels
Luftspinnens oder mittels weiterer Spinnverfahren wie beispielsweise dem Ringspinnen herzustellen.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung betrifft eine Spinnmaschine, insbesondere eine
Rotorspinnmaschine, umfassend ein Fördersystem für eine Spinnmaschine, wobei das
Fördersystem eine erste, zweite und/oder dritte Fördervorrichtung umfasst, um einen Kernfaden -8-
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IP/MNU509835 03.02.2025 einer Spinneinrichtung, wie einem Spinnrotor einer Spinnstelle, an dem der Kernfaden mit einem
Spinnfaden wie dem Spinnrotorfaden gebildet aus der Spinneinrichtung bzw. dem Spinnrotor zugeführten Fasern in der Spinneinrichtung bzw. dem Spinnrotor zu Garn gesponnen wird, zum
Spinnen von Garn zuzuführen.
Weiter können die (drei) Fördervorrichtungen entlang eines Förderwegs für den Kernfaden angeordnet sein. Dabei kann die erste Fördervorrichtung beabstandet zur zweiten
Fördervorrichtung entgegen der Förderrichtung des Kernfadens angeordnet sein. Weiter kann die dritte Fördervorrichtung beabstandet zur zweiten Fördervorrichtung in Fôrderrichtung des
Kernfadens angeordnet sein.
Es ist weiter möglich, dass die zweite Fördervorrichtung dazu ausgebildet ist, den Kernfaden mit einer höheren Fördergeschwindigkeit zu fördern als die erste Fördervorrichtung, vorzugsweise derart, dass der Kernfaden zwischen der ersten Fördervorrichtung und der zweiten
Fördervorrichtung aufgrund einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten
Fördergeschwindigkeit und der zweiten Fördergeschwindigkeit während seiner Förderung einer spezifischen Dehnung in Förderrichtung ausgesetzt wird. Dabei kann die Spinnmaschine eine
Aufnahme für eine Kernfadenspule und eine Spinnstelle umfassen. Weiter kann das
Fördersystem dazu ausgelegt sein, einen Kernfaden einer in der Aufnahme angeordneten
Kernfadenspule zur Spinnstelle zu fördern, um Garn zu spinnen.
Vorzugsweise können alle (drei) Fördervorrichtungen jeweils mindestens zwei Walzen oder
Rollen umfassen, die dazu ausgebildet sind, den Kernfaden kraftschlüssig geklemmt zwischen den Walzen oder Rollen zu fördern. Dabei kann das Fördersystem einen Dehnungssensor umfassen, der dazu ausgebildet ist, eine Dehnung des Kernfadens direkt oder indirekt zwischen der ersten Fördervorrichtung und der zweiten Fördervorrichtung zu erfassen. Weiter kann das
Fördersystem dazu ausgebildet sein, auf Basis eines Vergleichs zwischen einer Soll-Dehnung und Ist-Dehnung des Kernfadens zwischen der ersten Fördervorrichtung und der zweiten
Fördervorrichtung die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten Fördervorrichtung und der zweiten Fördervorrichtung anzupassen. Es kann die dritte Fördervorrichtung dazu ausgelegt sein, mit einer Fördergeschwindigkeit in Abhängigkeit der Dehnung des zu spinnenden Garns betrieben zu werden.
Ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist ein Computerprogramm, insbesondere -9-
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Computerprogrammprodukt, umfassend Befehle, die bei der Ausführung des
Computerprogramms durch wenigstens einen Computer diesen veranlassen, das erfindungsgemäße Verfahren auszuführen. Damit bringt das erfindungsgemäße
Computerprogramm, insbesondere Computerprogrammprodukt, die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich mit Bezug auf ein erfindungsgemäßes Verfahren beschrieben worden sind.
Als der Computer kann die Vorrichtung zur Datenverarbeitung, eine
Datenverarbeitungsvorrichtung, bspw. eine der erfindungsgemäßen Vorrichtungen, vorgesehen sein, welche das Computerprogramm ausführt. Der Computer kann wenigstens einen Prozessor zur Ausführung des Computerprogramms aufweisen. Auch kann ein nicht-flüchtiger
Datenspeicher vorgesehen sein, in welchem das Computerprogramm hinterlegt und von welchem das Computerprogramm durch den Prozessor zur Ausführung ausgelesen werden kann.
Ebenfalls ist es denkbar, dass der Computer zumindest einen integrierten Schaltkreis wie einen
Mikroprozessor oder eine Anwendungsspezifische integrierte Schaltung (ASIC) oder ein
Anwendungsspezifisches Standardprodukt (ASSP) oder einen digitalen Signalprozessor (DSP) oder einen Field Programmable Gate Array (FPGA) oder dergleichen umfasst. Der Computer kann ferner wenigstens eine Schnittstelle zum Datenaustausch, z. B. eine Ethernet-Schnittstelle oder eine Schnittstelle für LAN (Local Area Network) oder WLAN (Wireless Local Area Network) oder System-on-a-Chip (SoC) oder eine andere Funkschnittstelle wie Bluetooth oder
Nahfeldkommunikation (NFC) aufweisen. Ferner kann der Computer als ein oder mehrere
Steuergeräte, d. h. auch als ein System aus Steuergeraten, ausgeführt sein. Der Computer kann bspw. auch in einer Cloud und/oder als ein Server vorgesehen sein, um über die Schnittstelle die
Datenverarbeitung für eine lokale Anwendung zur Verfügung zu stellen. Auch ist es möglich, dass der Computer als ein mobiles Gerät, wie ein Smartphone, ausgeführt ist.
Das Computerprogramm kann auch bereitgestellt werden, indem es auf einem nicht-flüchtigen
Speicher oder einem computerlesbaren Medium abgespeichert ist.
Außerdem ist ein computerlesbares Medium denkbar, auf dem das erfindungsgemäße
Computerprogramm abgespeichert ist.
Damit bringt das computerlesbare Medium die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich mit
Bezug auf ein erfindungsgemäfBes Computerprogramm beschrieben worden sind. -10 -
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Ebenfalls Gegenstand der Erfindung kann ein computerlesbares Speichermedium sein, welches das erfindungsgemäße Computerprogramm umfasst. Das Speichermedium ist bspw. als ein
Datenspeicher wie eine Festplatte und/oder ein nicht-flüchtiger Speicher und/oder eine
Speicherkarte ausgebildet. Das Speichermedium kann z. B. in den Computer integriert sein.
Darüber hinaus kann eines der erfindungsgemäßen Verfahren, insbesondere vollständig oder teilweise, als ein computerimplementiertes Verfahren und/oder als ein automatisiertes Verfahren ausgeführt sein.
Figurenbeschreibung
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in der
Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Ablaufdiagramm einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Spinnmaschine,
Fig. 3a eine schematische Darstellung eines Spannungsverlaufs in einem Kernfaden, und
Fig. 3b eine weitere schematische Darstellung eines Spannungsverlaufs in einem Kernfaden.
In den nachfolgenden Figuren werden für die gleichen technischen Merkmale auch von unterschiedlichen Ausführungsbeispielen die identischen Bezugszeichen verwendet.
Es ist bekannt, dass bei einer Kerngarn-Verspinnung dem typischen Spinnprozess ein Kernfaden 203a zugeführt wird. Vorzugsweise werden die Kernfäden 203a auf Spulen 203b gewunden und -11 -
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IP/MNU509835 03.02.2025 diese Spulen 203b auf zwei oder mehrere angetriebene Rollenpaare positioniert. Die in Drehung gesetzten Antriebsrollen treiben die Kernfadenspulen 203b am Umfang an und der Faden wird dem Spinnprozess zugeführt. Die Fadengeschwindigkeit steht im Zusammenhang mit dem
Spinnprozess und der Abzugsgeschwindigkeit des produzierten Garnes 203c. Hierbei liegen die
Produktionsgeschwindigkeiten in einem niedrigen zweistelligen Bereich.
Durch einen Geschwindigkeitsgradient zwischen Abzugsgeschwindigkeit des Garnes 203c und des Kernfadens 203a kann ein dehnbarer Faden erzeugt werden. Schneller als sonst üblich produzierende Spinnverfahren im dreistelligen Bereich (z. B. 100-200 m/min), bedürfen jedoch einer gezielteren Geschwindigkeitssteuerung des Kernfadens 203a und seiner Zuführung in den
Spinnprozess.
In Figur 1 ist ein Ablaufdiagramm einer Ausführungsform eines erfindungsgemäBen Verfahrens 100 zum Fördern eines Kernfadens 203a für die Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Spinnmaschine 201 aus Figur 2 gezeigt.
Das Verfahren 100 bedient sich dabei einer ersten 202a, zweiten 202b und dritten
Fôrdervorrichtung 202c, um den Kernfaden 203a einer Spinneinrichtung einer Spinnstelle 205, insbesondere einem Spinnrotor der Spinnstelle 205, an dem der Kernfaden 203a mit einem
Spinnfaden gebildet aus der Spinneinrichtung, insbesondere dem Spinnrotor, zugeführten Fasern in der Spinneinrichtung, insbesondere in dem Spinnrotor, zu Garn 203c gesponnen wird, zum
Spinnen von Garn 203c zuzuführen, wobei die drei Férdervorrichtungen 202a, 202b, 202c entlang des Förderwegs des Kernfadens 203a angeordnet sind, wobei die erste Fördervorrichtung 202a beabstandet zur zweiten Fördervorrichtung 202b entgegen der Förderrichtung des Kernfadens 203a angeordnet ist, wobei die dritte Fördervorrichtung 202c beabstandet zur zweiten
Fördervorrichtung 202b in Förderrichtung des Kernfadens 203a angeordnet ist.
Ein erster Verfahrensschritt 101 des Verfahrens 100 umfasst ein Initialisieren des Verfahrens 100. Ein zweiter Verfahrensschritt 102 umfasst ein Initialisieren eines Betriebs der ersten
Fördervorrichtung 202a mit einer ersten Fördergeschwindigkeit, ein Initialisieren eines Betriebs der zweiten Fördervorrichtung 202b mit einer zweiten Fördergeschwindigkeit und ein Initialisieren eines Betriebs der dritten Fördervorrichtung 202c mit einer dritten Fördergeschwindigkeit. Dabei ist die zweite Fördergeschwindigkeit höher als die erste Fördergeschwindigkeit, insbesondere derart, dass der Kernfaden 203a zwischen der ersten Fördervorrichtung 202a und der zweiten „12 -
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Fôrdervorrichtung 202b aufgrund einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten
Fôrdergeschwindigkeit und der zweiten Fôrdergeschwindigkeit während seiner Fôrderung einer
Dehnung, vorzugsweise einer spezifischen Dehnung, in Fôrderrichtung ausgesetzt wird. Die dritte
Fördergeschwindigkeit der dritten Fördervorrichtung 202c wird geringer gewählt als die zweite
Fördergeschwindigkeit, um ein sogenanntes Anspinnen, also eine Verbindung zwischen dem geförderten Kernfaden 203a und einem Spinnfaden gebildet aus der Spinneinrichtung, insbesondere dem Spinnrotor, zugeführten Fasern in der Spinneinrichtung, insbesondere in dem
Spinnrotor, an der Spinnstelle 205 herzustellen, zu ermöglichen. Danach erfolgt ein dritter
Verfahrensschritt 103, der ein Feststellen einer Beendigung des Anspinnens umfasst. Daraufhin erfolgt ein vierter Verfahrensschritt 104, der eine Veränderung der dritten Fördergeschwindigkeit entsprechend einer gewünschten Spannung im zu spinnenden Garn 203c entspricht. Da bereits im Kernfaden 203a eine Grundspannung aufgrund der Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten Fördergeschwindigkeit und der zweiten Fördergeschwindigkeit besteht, kann mithilfe einer geringen Veränderung der dritten Fördergeschwindigkeit auf einen Wert über oder unter die zweite Fördergeschwindigkeit spontan eine gewünschte Spannung im zu spinnenden Garn 203c erzeugt werden. Nach dem Beenden des Spinnens des Garns 203c erfolgt der fünfte
Verfahrensschritt 105, der das Beenden des Verfahrens 100 umfasst.
Die Figur 2 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Spinnmaschine 201, die dazu ausgebildet ist, die Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens 100 aus Figur 1 auszuführen. Die Spinnmaschine 201 umfasst ein Fördersystem, welches eine erste, zweite und dritte Fördervorrichtung 202a, 202b, 202c umfasst, um einen Kernfaden 203a einer Spinnstelle 205, insbesondere einem Spinnrotor der Spinnstelle 205, an dem der Kernfaden 203a mit einem
Spinnfaden gebildet aus der Spinneinrichtung, insbesondere dem Spinnrotor, zugeführten Fasern in der Spinneinrichtung, insbesondere in dem Spinnrotor, zu Garn 203c gesponnen wird, zum
Spinnen von Garn 203c zuzuführen.
Die drei Fördervorrichtungen 202a, 202b, 202c sind entlang eines Förderwegs für den Kernfaden 203a angeordnet, wobei die erste Fôrdervorrichtung 202a beabstandet zur zweiten
Fördervorrichtung 202b entgegen der Förderrichtung des Kernfadens 203a angeordnet ist, wobei die dritte Fördervorrichtung 202c beabstandet zur zweiten Fördervorrichtung 202b in
Förderrichtung des Kernfadens 203a angeordnet ist, und wobei die zweite Fördervorrichtung 202b dazu ausgebildet ist, den Kernfaden 203a mit einer höheren Fördergeschwindigkeit zu fördern als die erste Fördervorrichtung 202a, insbesondere derart, dass der Kernfaden 203a -13-
AZ0011LU
IP/MNU509835 03.02.2025 zwischen der ersten Férdervorrichtung 202a und der zweiten Férdervorrichtung 202b aufgrund einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten Fôrdergeschwindigkeit und der zweiten
Fôrdergeschwindigkeit während seiner Förderung einer Dehnung, vorzugsweise einer spezifischen Dehnung, in Fôrderrichtung ausgesetzt wird oder ausgesetzt ist. Die drei
Fôrdervorrichtungen 202a, 202b, 202c weisen jeweils mindestens zwei Walzen 202d oder Rollen 202d auf, die dazu ausgebildet sind, den Kernfaden 203a kraftschlüssig, insbesondere geklemmt, vorzugsweise zwischen den Walzen 202d oder Rollen 202d geklemmt, zu fördern. Das
Fôrdersystem umfasst einen Sensor 209, der als Dehnungssensor ausgebildet ist, um eine
Dehnung des Kernfadens 203a, insbesondere direkt oder indirekt, zwischen der ersten
Fôrdervorrichtung 202a und der zweiten Férdervorrichtung 202b zu erfassen. Das Fôrdersystem ist dazu ausgebildet, auf Basis eines Vergleichs zwischen einer Soll-Dehnung und einer Ist-
Dehnung des Kernfadens 203a zwischen der ersten Férdervorrichtung 202a und der zweiten
Fôrdervorrichtung 202b die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten Fôrdervorrichtung 202a und der zweiten Fôrdervorrichtung 202b anzupassen. Anstatt mittels eines Sensors 209 kann die Ist-Dehnung auch anhand zuvor experimentell ermittelter Dehnungswerte für verschiedene Geschwindigkeitsdifferenzen angenommen werden. Die Spinnmaschine 201 umfasst eine Aufnahme 204 für eine Kernfadenspule 203b, die als Halterung 204 ausgebildet ist und eine Spinnstelle 205 umfasst. Das Fôrdersystem ist vorzugsweise dazu ausgelegt, einen
Kernfaden 203a einer in der Aufnahme 204 angeordneten Kernfadenspule 203b zur Spinnstelle 205 zu fördern, um Garn 203c zu spinnen. Die Spinnmaschine 201 umfasst darüber hinaus eine erfindungsgemäße Vorrichtung 206 zur Datenverarbeitung, die als Steuergerät 206 oder
Computer 206 ausgebildet sein kann, und Mittel zur Ausführung des erfindungsgemäBen
Verfahrens 100 umfasst. Durch die Vorrichtung 206 zur Datenverarbeitung lasst sich die
Spinnmaschine 201 betreiben. Die Vorrichtung 206 zur Datenverarbeitung umfasst ferner ein computerlesbares Medium 207, das als nicht-flüchtiger Speicher ausgebildet ist und auf dem das erfindungsgemäße Computerprogramm 208 gespeichert ist.
Die Figur 3a zeigt eine schematische Darstellung eines Spannungsverlaufs A, B in einem
Kernfaden 203a entlang des Fôrderwegs des Kernfadens 203a. Die Spannungsordinate Y zeigt die Richtung ansteigender Spannungswerte an. Aufgrund einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den ersten beiden Fôrdervorrichtungen 202a, 202b bildet sich ein ansteigender
Spannungsverlauf A zwischen den ersten beiden Fôrdervorrichtungen 202a, 202b aus. Die
Fôrdergeschwindigkeit der zweiten Férdervorrichtung 202b ist höher als die
Fôrdergeschwindigkeit der ersten Foérdervorrichtung 202a, wodurch ein ansteigender -14 -
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Spannungsverlauf A ersichtlich ist. Die dritte Fôrdervorrichtung 202c weist eine niedrigere
Fôrdergeschwindigkeit auf als die zweite Férdervorrichtung 202b, wodurch sich ein abfallender
Spannungsverlauf B zwischen der zweiten und der dritten Fôrdervorrichtung 202b, 202c einstellt.
Ein derartiger Spannungsverlauf dient zum Anspinnen, also zum Verbinden des Kernfadens 203a mit einem Spinnfaden gebildet aus der Spinneinrichtung wie dem Spinnrotor zugeführten Fasern in dem Spinnrotor an der Spinnstelle 205.
Die Figur 3b zeigt eine schematische Darstellung eines Spannungsverlaufs A, B, B1, B2 in einem
Kernfaden 203a entlang des Fôrderwegs des Kernfadens 203a. Die Spannungsordinate Y zeigt die Richtung ansteigender Spannungswerte an. Aufgrund einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den ersten beiden Fôrdervorrichtungen 202a, 202b bildet sich ein ansteigender
Spannungsverlauf A zwischen den ersten beiden Fôrdervorrichtungen 202a, 202b aus. Die
Fôrdergeschwindigkeit der zweiten Férdervorrichtung 202b ist höher als die
Fôrdergeschwindigkeit der ersten Foérdervorrichtung 202a, wodurch ein ansteigender
Spannungsverlauf A ersichtlich ist. Mittels der dritten Fôrdergeschwindigkeit der dritten
Fôrdervorrichtung 202c kann ein abfallender Spannungsverlauf B, ein konstanter, also horizontaler, Spannungsverlauf B1 oder ein zwischen der zweiten und der dritten
Fôrdervorrichtung 202b, 202c weiterer ansteigender Spannungsverlauf B2 eingestellt werden.
Derartige Spannungsverläufe B, B1, B2 dienen dazu, eine gewünschte Spannung im zu spinnenden Garn 203c, insbesondere in dessen Kernfaden 203a, herzustellen.
Die Fôrdervorrichtungen 202a, 202b, 202c können jeweils als Fôrderwerk ausgeführt sein.
Gemäß Ausführungsvarianten der Erfindung kann das Fôrderwerk 202a den Kernfaden 203a von einer Spule 203b abziehen, das Fôrderwerk 202b den Faden mit einer höheren Geschwindigkeit übernehmen und das Fôrderwerk 202c den Faden mit einer geringeren Geschwindigkeit übernehmen. Der Kernfaden 203a kann, bspw. in einem Spinnrotor, dem Spinnprozess zugeführt werden. Es stellt sich dabei insbesondere die notwendige Kernfaden-Geschwindigkeit zu der
Spinnrotor-Drehzahl ein, bis der Kernfaden 203a mit dem Spinnrotorfaden in dem Spinnrotor verbunden ist. Startet nun der Produktionsprozess, kann über das Fôrderwerk 202c die
Geschwindigkeit der Kernfaden-Zuführung der Abzugsgeschwindigkeit des Kerngarns angepasst werden. Dies kann davon abhängig sein, welche Dehnung im Produkt (erzeugt vom Kernfaden 203a) erforderlich ist. Ein Vorteil besteht darin, dass bereits eine Grunddehnung vorhanden ist, und über die Steuerdrehzahl des Férderwerks 202c eine sehr schnelle Änderung bei hohen
Produktionsgeschwindigkeiten oder Systemgeschwindigkeiten môglich ist. -15-
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Bezugszeichenliste 100 Verfahren 101 erster Verfahrensschritt 102 zweiter Verfahrensschritt 103 dritter Verfahrensschritt 104 vierter Verfahrensschritt 105 funfter Verfahrensschritt 201 Spinnmaschine 202a erste Fôrdervorrichtung 202b zweite Fôrdervorrichtung 202c dritte Fôrdervorrichtung 202d Walze / Rolle 203a Kernfaden 203b Kernfadenspule 203c Garn 204 Aufnahme / Halterung 205 Spinnstelle 206 Vorrichtung, Computer, Steuergerät 207 computerlesbares Medium 208 Computerprogramm 209 Sensor
Y Spannungsordinate
A ansteigender Spannungsverlauf
B abfallender Spannungsverlauf
B1 horizontaler Spannungsverlauf
B2 weiterer ansteigender Spannungsverlauf - 16 -

Claims (15)

AZ0011LU IP/MNU509835 03.02.2025 Patentanspriiche
1. Verfahren (100) zum Férdern mindestens eines Kernfadens (203a) mittels einer ersten, zweiten und dritten Fôrdervorrichtung (202a, 202b, 202c), um den Kernfaden (203a) einer Spinneinrichtung einer Spinnstelle (205), insbesondere einem Spinnrotor der Spinnstelle (205), an dem der Kernfaden (203a) mit einem Spinnfaden gebildet aus der Spinneinrichtung, insbesondere dem Spinnrotor, zugeführten Fasern in der Spinneinrichtung, insbesondere dem Spinnrotor, zu Garn (203c) gesponnen wird, zum Spinnen von Garn (203c) zuzuführen, wobei die drei Fôrdervorrichtungen (202a, 202b, 202c) entlang eines Fôrderwegs des Kernfadens (203a) zur Spinnstelle (205) angeordnet sind, wobei die erste Fôrdervorrichtung (202a) beabstandet zur zweiten Fôrdervorrichtung (202b) entgegen der Férderrichtung des Kernfadens (203a) angeordnet ist, wobei die dritte Fôrdervorrichtung (202c) beabstandet zur zweiten Férdervorrichtung (202b) in Fôrderrichtung des Kernfadens (203a) angeordnet ist, umfassend folgende Verfahrensschritte: - Initialisieren eines Betriebs der ersten Fôrdervorrichtung (202a) mit einer ersten Fôrdergeschwindigkeit, - Initialisieren eines Betriebs der zweiten Fôrdervorrichtung (202b) mit einer zweiten Fôrdergeschwindigkeit, - Initialisieren eines Betriebs der dritten Fôrdervorrichtung (202c) mit einer dritten Fôrdergeschwindigkeit, wobei die zweite Fôrdergeschwindigkeit höher ist als die erste Fôrdergeschwindigkeit, insbesondere derart, dass der Kernfaden (203a) zwischen der ersten Fôrdervorrichtung (202a) und der zweiten Fôrdervorrichtung (202b) aufgrund einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten Fôrdergeschwindigkeit und der zweiten Fôrdergeschwindigkeit während seiner Fôrderung einer Dehnung, vorzugsweise einer spezifischen Dehnung, in Fôrderrichtung ausgesetzt wird.
2. Verfahren (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnung und/oder die erste Fôrdergeschwindigkeit und/oder die zweite Fôrdergeschwindigkeit und/oder die Geschwindigkeitsdifferenz, vorzugsweise teilweise, konstant ist/sind.
3. Verfahren (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte - 17 -
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03.02.2025 Fôrdergeschwindigkeit, insbesondere auf Basis der Phase des Spinnens des Garns (203c) und/oder einer Soll-Eigenschaft des zu spinnenden Garns (203c), variabel ist.
4. Verfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Fördergeschwindigkeit niedriger ist als die zweite Fördergeschwindigkeit und/oder die dritte Fördergeschwindigkeit höher ist als die erste Fördergeschwindigkeit, insbesondere zu Beginn und/oder vor Beginn des Spinnens des Garns (203c), vorzugsweise um den Kernfaden (203a) an der Spinnstelle (205) mit dem Spinnfaden in der Spinneinrichtung, insbesondere in dem Spinnrotor, zu verbinden und insbesondere ein Anspinnen zu ermöglichen.
5. Verfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Fördergeschwindigkeit auf Basis einer Spinngeschwindigkeit an der Spinnstelle (205), insbesondere Rotorgeschwindigkeit des Spinnrotors, gewählt wird, vorzugsweise mindestens bis der Kernfaden (203a) an der Spinnstelle (205) mit dem Spinnfaden in dem Spinneinrichtung, insbesondere in dem Spinnrotor, verbunden hat und insbesondere bis ein Anspinnen abgeschlossen ist.
6. Verfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Fördergeschwindigkeit auf Basis einer Soll-Dehnung im zu spinnenden Garn (203c) gewählt wird, nachdem sich der Kernfaden (203a) an der Spinnstelle (205) mit dem Spinnfaden in der Spinneinrichtung, insbesondere in dem Spinnrotor, verbunden hat und/oder nachdem ein Anspinnen abgeschlossen ist.
7. Verfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Fördergeschwindigkeit höher ist als die zweite Fördergeschwindigkeit, wenn die Soll-Dehnung im zu spinnenden Garn (203c) höher ist als eine Grunddehnung des Kernfadens (203a), die sich aus der Geschwindigkeitsdifferenz der ersten beiden Fördergeschwindigkeiten ergibt.
8. Vorrichtung (206) zur Datenverarbeitung, die Mittel zur Ausführung des Verfahrens (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 umfasst.
9. Fördersystem für eine Spinnmaschine (201), vorzugsweise umfassend die Vorrichtung -18 -
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03.02.2025 (206) nach Anspruch 8, wobei das Fôrdersystem eine erste, zweite und dritte Fôrdervorrichtung (202a, 202b, 202c) umfasst, um einen Kernfaden (203a) einer Spinneinrichtung einer Spinnstelle (205), insbesondere einem Spinnrotor der Spinnstelle (205), an dem der Kernfaden (203a) mit dem Spinnfaden in der Spinneinrichtung, insbesondere in dem Spinnrotor, zu Garn (203c) gesponnen wird, zum Spinnen von Garn (203c) zuzuführen, wobei die drei Fôrdervorrichtungen (202a, 202b, 202c) entlang eines Fôrderwegs für den Kernfaden (203a) angeordnet sind, und wobei die erste Fôrdervorrichtung (202a) beabstandet zur zweiten Fôrdervorrichtung (202b) entgegen der Fôrderrichtung des Kernfadens (203a) angeordnet ist, und wobei die dritte Fôrdervorrichtung (202c) beabstandet zur zweiten Fôrdervorrichtung in Fôrderrichtung des Kernfadens (203a) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Fôrdervorrichtung (202b) dazu ausgebildet ist, den Kernfaden (203a) mit einer hôheren Fôrdergeschwindigkeit zu fördern als die erste Fôrdervorrichtung (202a), insbesondere derart, dass der Kernfaden (203a) zwischen der ersten Fôrdervorrichtung (202a) und der zweiten Fôrdervorrichtung (202b) aufgrund einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten Fôrdergeschwindigkeit und der zweiten Fôrdergeschwindigkeit während seiner Förderung einer Dehnung, vorzugsweise einer spezifischen Dehnung, in Férderrichtung ausgesetzt wird.
10. Fördersystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der drei Fördervorrichtungen (202a, 202b, 202c), insbesondere alle drei Fördervorrichtungen (202a, 202b, 202c) jeweils mindestens zwei Walzen oder Rollen (202d) umfassen, die dazu ausgebildet sind, den Kernfaden (203a) kraftschlüssig, insbesondere geklemmt, vorzugsweise zwischen den Walzen (202d) oder Rollen (202d) geklemmt, zu fördern.
11. Fördersystem nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördersystem einen Dehnungssensor (209) umfasst, der dazu ausgebildet ist, eine Dehnung des Kernfadens (203a), insbesondere direkt oder indirekt, zwischen der ersten Fördervorrichtung (202a) und der zweiten Fördervorrichtung (202b) zu erfassen, und dass das Fördersystem dazu ausgebildet ist, auf Basis eines Vergleichs zwischen einer Soll- Dehnung und Ist-Dehnung des Kernfadens (203a) zwischen der ersten Fördervorrichtung (202a) und der zweiten Fördervorrichtung (202b) die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten Fördervorrichtung (202a) und der zweiten Fördervorrichtung (202b) anzupassen. -19-
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03.02.2025
12. Fôrdersystem nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Fordervorrichtung (202c) dazu ausgelegt ist, mit einer variablen Fördergeschwindigkeit und/oder mit einer Fördergeschwindigkeit in Abhängigkeit der Dehnung des zu spinnenden Garns (203c) betrieben zu werden und/oder dass die dritte Fördervorrichtung (202c) von der Förderung des Kernfadens (203a) entkoppelbar ist.
13. Spinnmaschine (201), umfassend ein Fördersystem nach Anspruch 9 bis 12, insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass die Spinnmaschine (201) eine Aufnahme (204) für eine Kernfadenspule (203b) und eine Spinnstelle (205) umfasst, und dass das Fördersystem vorzugsweise dazu ausgelegt ist, einen Kernfaden (203a) einer in der Aufnahme (204) angeordneten Kernfadenspule (203b) zur Spinnstelle (205) zu fördern, um Garn (203c) zu spinnen.
14. Spinnmaschine (201), insbesondere nach Anspruch 13, umfassend ein Fördersystem für eine Spinnmaschine (201), wobei das Fördersystem eine erste, zweite und dritte Fördervorrichtung (202a, 202b, 202c) umfasst, um einen Kernfaden (203a) einer Spinneinrichtung, insbesondere einem Spinnrotor einer Spinnstelle (205), an dem der Kernfaden (203a) mit einem Spinnfaden gebildet aus der Spinneinrichtung, insbesondere dem Spinnrotor, zugeführten Fasern in der Spinneinrichtung, insbesondere in dem Spinnrotor, zu Garn (203c) gesponnen wird, zum Spinnen von Garn (203c) zuzuführen, wobei die drei Fördervorrichtungen (202a, 202b, 202c) entlang eines Förderwegs für den Kernfaden (203a) angeordnet sind, wobei die erste Fördervorrichtung (202a) beabstandet zur zweiten Fördervorrichtung (202b) entgegen der Förderrichtung des Kernfadens (203a) angeordnet ist, wobei die dritte Fördervorrichtung (202c) beabstandet zur zweiten Fördervorrichtung (202b) in Förderrichtung des Kernfadens (203a) angeordnet ist, wobei die zweite Fördervorrichtung (202b) dazu ausgebildet ist, den Kernfaden (203a) mit einer höheren Fördergeschwindigkeit zu fördern als die erste Fördervorrichtung (202a), derart, dass der Kernfaden (203a) zwischen der ersten Fördervorrichtung (202a) und der zweiten Fördervorrichtung (202b) aufgrund einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten Fördergeschwindigkeit und der zweiten Fördergeschwindigkeit während seiner Förderung einer spezifischen Dehnung in Förderrichtung ausgesetzt wird, wobei die Spinnmaschine (201) eine Aufnahme (204) für eine Kernfadenspule (203b) und eine Spinnstelle (205) umfasst, wobei das Fördersystem dazu ausgelegt ist, einen Kernfaden (203a) einer in der -20-
AZ0011LU IP/MNU509835
03.02.2025 Aufnahme (204) angeordneten Kernfadenspule (203b) zur Spinnstelle (205) zu férdern, um Garn (203c) zu spinnen, wobei alle drei Fôrdervorrichtungen (202a, 202b, 202c) jeweils mindestens zwei Walzen oder Rollen (202d) umfassen, die dazu ausgebildet sind, den Kernfaden (203a) kraftschlüssig geklemmt zwischen den Walzen (202d) oder Rollen (202d) zu fördern, wobei das Fôrdersystem einen Dehnungssensor (209) umfasst, der dazu ausgebildet ist, eine Dehnung des Kernfadens (203a) direkt oder indirekt zwischen der ersten Fôrdervorrichtung (202a) und der zweiten Fôrdervorrichtung (202b) zu erfassen, wobei das Fôrdersystem dazu ausgebildet ist, auf Basis eines Vergleichs zwischen einer Soll-Dehnung und Ist-Dehnung des Kernfadens (203a) zwischen der ersten Fôrdervorrichtung (202a) und der zweiten Férdervorrichtung (202b) die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der ersten Fôrdervorrichtung (202a) und der zweiten Fôrdervorrichtung (202b) anzupassen, wobei die dritte Férdervorrichtung (202c) dazu ausgelegt ist, mit einer Fôrdergeschwindigkeit in Abhängigkeit der Dehnung des zu spinnenden Garns (203c) betrieben zu werden.
15. Computerprogramm (208), umfassend Befehle, die bei der Ausführung des Computerprogramms (208) durch einen Computer (206) diesen veranlassen, das Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 auszuführen. - 21 -
LU509835A 2025-02-03 2025-02-03 Verfahren zum Fördern mindestens eines Kernfadens, Vorrichtung zur Datenverarbeitung, Fördersystem, Spinnmaschine und Computerprogramm LU509835B1 (de)

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