Traininσseinrichtung für Ballspiele
Es gibt im Golfsport sogenannte Driving Ranges, die dazu dienen, auf wirksame Weise den richtigen
Golfschwung zu erlernen. Der Golfball wird dabei auf eine Abschlagmatte aufgesetzt und von dieser mittels des GolfSchlägers abgeschlagen. Bei Anfängern wird da¬ bei der Ball häufig verschlagen und ist nur schwer auf- findbar.
Im Freien ist die Trainingsmöglichkeit sehr witterungs¬ abhängig. Es ist daher wünschenswert, eine Möglichkeit zu finden, den richtigen Abschlag auch in geschlossenen Räumlichkeiten zu üben.
Die Erfindung betrifft eine Trainingseinrichtung für Ballspiele, insbesondere Golf, bei welcher ein ruhender Ball abschlagbar ist, der an einem Halteelement, z.B. Schnur, Seil, Kabel oder dergleichen befestigt ist und das in einem an einer Tragplatte befestigten Gehäuse, vorzugsweise einem Rohr, angeordnet,* insbesondere ver¬ ankert ist und aus diesem ausziehbar ist. Bei solchen Trainingseinrichtungen, die beispielsweise aus der GB- PS 442 235 oder der US-PS 34 30 493 bekannt wurden, ist es möglich, den Golfball nach dem Abschlag automatisch wieder in die Ausgangslage zurückzuführen, sodaß der Ball permanent spielbar ist. Die Verwendung solcher Trainingseinrichtungen ist praktisch überall möglich, da der Raumbedarf äußerst gering ist. Die Trainingsmög¬ lichkeit ist witterungsunabhängig, ebenso unabhängig von der jeweiligen Jahreszeit.
Darüberhinaus ist es nicht erforderlich, sich zwecks richtigen Aufsetzens des Balles vor dem Abschlag je-
weils zu bücken. Bei den bekannten Trainingseinrichtun¬ gen bringt die Unterbringung einer ausreichenden Länge des Halteelementes Probleme. So sind etwa gemäß der GB- PS 442 235 mehrere Umlenkrollen im Gehäuse angeordnet, über welche das Halteelement geführt ist. Mehrere die¬ ser Umlenkrollen sind dabei auf eine gemeinsame Achse aufgesteckt, wobei im Gehäuse zwei solcher mit Um¬ lenkrollen bestückte Achsen vorgesehen sind. Eine davon ist ortsfest im Gehäuse gehalten, die andere in einem Joch gelagert, das entgegen der Kraft einer Zugfeder, die im Gehäuse mit einem ihrer Enden fixiert ist, im Gehäuse verschiebbar ist. Diese Ausführungsform ist kompliziert und bedarf auch eines großen Gehäuses zur Unterbringung. Die Trainingseinrichtung gemäß der US-PS 3 430 493 sieht ein flexibles Halteseil vor, an dem der Ball befestigt ist und das an einer Schiene befestigt ist, die in einer im Gehäuse untergebrachten Längsfüh- rung entgegen der Kraft einer im Gehäuse befindlichen Zugfeder verschiebbar ist, von der ein Ende mit der Schiene verhakt ist und deren zweites Ende ortsfest in¬ nerhalb des Gehäuses gehalten ist. Die Ausziehlänge des Halteseiles ist dabei auf die Länge der Längsführung beschränkt und damit gering, da auch die Länge der Tragplatte, an der das Gehäuse befestigt ist, das die Längsführung aufnimmt, beschränkt ist, um eine leichte Handhabung des Trainingsgerätes zu gewährleisten. Durch die US-PS 20 52 988 wurde eine Übungseinrichtung für den Abschlag beim Golfspiel bekannt, wobei auf der Tragplatte ein rohrförmiges Gehäuse einer Federwaage befestigt ist. Diese Federwaage besitzt einen im rohr- förmigen Gehäuse gleitbaren Kolben, dessen Kolbenstange eine Druckfeder durchsetzt, deren eines Ende am Kolben und deren anderes Ende am Verschlußdeckel des rohrför- migen Gehäuses abgestützt ist. Die Kolbenstange hält über eine Schnur den Golfball. Die Tragplatte ist durch
Ankerzapfen im Erdboden fixierbar. Nach einem Abschlag wird der Kolben im rohrförmigen Gehäuse entgegen der Kraft der Feder bewegt und nimmt bei dieser Bewegung einen im rohrförmigen Gehäuse geführten Schleppzeiger mit, der von einer Skala spielt, an der die Wucht des Abschlages aufgrund der Stellung des Schleppzeigers ab¬ gelesen werden kann. Auch diese Einrichtung besitzt einen komplizierten Aufbau, wobei die Bewegung prak¬ tisch auf die Größe des Hubes des Kolbens im rohrförmi- gen (zylindrischen) Gehäuse beschränkt ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Mängel der vorerwähn¬ ten Trainingseinrichtungen zu beseitigen. Erreicht wird dies erfindungsgemäß dadurch, daß das Gehäuse für das Halteelement rohrformig ausgebildet ist und wenigstens eine Krümmung aufweist und daß das rohrförmige Gehäuse in einer Aussparung der Tragplatte angeordnet ist, die vorzugsweise zumindest teilweise mit einer Matte aus Kunstrasen bedeckt ist, wobei die Matte mit einer Durchbrechung versehen ist, durch welche das Halteele¬ ment des Balles gefädelt ist.
Durch die erfindungsgemäß vorgesehene gekrümmte, vor¬ zugsweise bogenförmige Ausbildung des rohrförmigen Ge- häuses des Haltelementes kann eine für Trainingszwecke ausreichende Länge des Halteelementes in einer Trag¬ platte handlicher Abmessung untergebracht werden, das heißt es ist möglich, eine größere Länge des Halteele¬ mentes bei gleichem Raumbedarf im Vergleich zu einem geraden Gehäuse unterzubringen. Wird das Gehäuse des Halteelementes in einer Aussparung der Tragplatte un¬ tergebracht, die aus Schaumstoff bestehen kann und da¬ mit leicht bearbeitbar ist, so ist das Gehäuse ge¬ schützt. Hiedurch können Beschädigungen des Gehäuses, die das Ausziehen des Halteelementes aus dem Gehäuse
erschweren können, vermieden werden. Ist die Tragplatte mit einer Matte aus Kunstrasen bedeckt, ist das Gehäuse noch besser geschützt. Darüberhinaus werden durch die Matte Verhältnisse simuliert, wie sie ein Golfspieler auf dem Spielplatz beim Abschlag vorfindet. Durch eine die Durchbrechung der Matte auskleidende Hülse oder sonstige gutgleitende Führungseinrichtungen für das Halteelement im Bereich der Matte können die Reibungs¬ kräfte, die auf das Halteelement einwirken, vermindert werden.
In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist das Halteelement in an sich bekannter Weise von einem Gummiseil gebildet, das mit seinem vom Ball abliegenden Ende im Gehäuse an einer Quer- oder Endwand des Gehäu¬ ses befestigt ist. Dies stellt eine besonders einfache Verwirklichungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen Grund¬ gedankens dar, bei der ein Gehäuseteil, nämlich eine End- oder Querwand des Gehäuses, zur Befestigung des Seiles dient. Durch die US-PS 1 439 339 wurde es be¬ kannt, den Ball eines Trainingsgerätes an einem Gummi¬ schlauch zu befestigen und den Gummischlauch in eine gerade Aussparung einer Tragplatte unmittelbar einzule¬ gen und mittels einer am Ende des Gummischlauches be- findlichen Schlaufe an einem in die Aussparung ragenden Fortsatz der Tragplatte zu verankern. Abhängig vom Ma¬ terial der Tragplatte werden auf den Gummischlauch beim Ausziehen aus der Aussparung der Tragplatte Reibungs¬ kräfte übertragen, die scheuernd auf die Schlauchober- fläche wirken.
Es ist jedoch auch möglich, das Halteelement in an sich bekannter Weise an einem Ende einer Zugfeder zu befe¬ stigen, deren zweites Ende im Gehäuse befestigt ist. Auch bei dieser Ausführung kann das Halteelement von
einem Zugelement, z.B. einem Gummiseil, gebildet sein. Das Halteelement kann jedoch auch von einem durch Zug nicht verlängerbaren Kabel gebildet sein. Durch die Fe¬ der kann bei dieser Anordnung die Gesamtelastizität der aus Feder und Halteelement bestehenden Baugruppe beein¬ flußt werden, sodaß es möglich ist, eine zu geringe Längselastizität des Halteelementes zu kompensieren.
Zum Zwecke der Rückstellung des Halteelementes kann auch eine Anordnung vorgesehen werden, bei der das Hal¬ teelement in an sich bekannter Weise eine im Gehäuse angeordnete Feder, z.B. eine Schraubendruckfeder r durchsetzt, die an einem gehäusefesten Anschlag oder an einer Querwand des Gehäuses abgestützt ist. Als Feder kann dabei eine Schraubendruckfeder, jedoch auch eine Tellerfeder eingesetzt werden. Solche Tellerfedern sind platzgünstig unterzubringen.
Schließlich kann als Rückstellelement für den Ball auch eine Spiralfeder Verwendung finden. Hiebei ist das Hal¬ teelement in an sich bekannter Weise an einem Ende der im Gehäuse angeordneten Spiralfeder mit senkrecht zur Tragplatte angeordneter Federachse befestigt. Das zweite Federende ist im Gehäuse befestigt. Beim Ab- schlag wird die Spiralfeder gestreckt und nach der Be¬ schleunigung des Balles stellt die Spiralfeder den Ball wieder in die Ausgangslage zurück. Die Verwendung; von Spiralfedern zur Rückholung des Balles nach einem Ab¬ schlag ist' in Übungseinrichtungen für den Abschlag beim Golfspiel bekannt. Eine solche Einrichtung zeigt etwa die GB-PS 179 478. Die Spiralfeder wirkt hiebei auf eine Wickelspule für die Schnur, an der der Ball befe¬ stigt ist. Nach dem Abschlag wird die Spiralfeder über die sich drehende Wickelspule, an der ein Federende be- festigt ist, gespannt. Das zweite Federende ist an der
Trommelachse befestigt. Die Federachse der bekannten Einrichtung ist horizontal und parallel zur Tragplatte, welche die Lagerböcke der Wickelspule trägt, angeord¬ net. Die bekannte Einrichtung baut in die Höhe und be- ansprucht viel Raum. Bei vertikaler Anordnung der Fe¬ derachse hingegen ist der Platzbedarf in der Höhe ge¬ ring.
Der Widerstand beim Abschlag des Balles kann auch da- durch erzeugt werden, daß das Halteelement am Kolben einer an sich bekannten hydraulischen bzw. pneumati¬ schen Dämpfungs-Kolben-Zylindereinheit befestigt ist, deren Zylinder vom Gehäuse des Halteelementes gebildet ist. Die Rückstellung kann dabei durch eine den Dä p- fungskolben in Richtung seiner Ausgangslage beeinflus¬ senden Feder erfolgen. Diese Feder kann in einem Ge¬ häuse, das heißt im Zylinder des Dämpfungskolbens, an¬ geordnet sein und sich mit einem Ende am Kolben, mit dem anderen Ende am Gehäuse abstützen.
Um die Dämpfung zu beeinflussen, kann in besonderer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, daß an den Zylinder der Dämpfungs-Kolben-Zylinder-Einheit eine By- paßleitung für das Dämpfungsmedium angeschlossen ist, welche die durch den Kolben voneinander getrennten Zy¬ linderräume verbindet und daß der Querschnitt der By- paßleitung zur Änderung des Dämpfungswiderstandes ver¬ änderbar ist. Statt einer Bypaßleitung kann jedoch der Kolben mit Durchtrittsbohrungen für das Dämpfungsmedium von einer Kolbenseite auf die andere versehen sein. Je nach dem Gesamtquerschnitt dieser Bohrungen kann der Dämpfungswiderstand beeinflußt werden.
Eine weitere besondere Ausgestaltung der erfindungsge- mäßen Trainingseinrichtung sieht vor, daß das Halteele-
ment mäanderförmig über Rollen geführt ist, deren Ach¬ sen entgegen der Kraft einer auf sie einwirkenden Feder im Gehäuse quer zu dessen Längsachse bewegbar gelagert sind. Diese Anordnung erlaubt die Unterbringung eines langen Stückes des Halteelementes im Gehäuse.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nachstehend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 das Grundprinzip eines in einem rohrförmigen Gehäuse untergebrachten und verankerten Haltelementes in einem Längsschnitt, die Fig. 2 bis 7 verschiedene Varianten zur Realisierung eines ausziehbaren Halteelementes für den Ball, die Fig. 8 in einer Schnittansicht das in einer Tragplatte (Abschlagmatte) angeordnete Gehäuse samt Halteelement und Ball, die Fig. 9 ein Ausführungs¬ beispiel der erfindungsgemäßen Trainingseinrichtung mit einer zweiteiligen Tragplatte in zusammengeklapptem Transportzustand, die Fig. 10 diese Trainingseinrich- tung während des Aufklappens, die Fig. 11 die aufge¬ klappte, spielbereite Trainingseinrichtung, die Fig. 12 eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel, die Fig. 13 einen Schnitt gemäß der Linie A-A der Fig. 12, die Fig. 14 eine Seitenansicht auf das in Fig. 12 gezeigte Ausführungsbeispiel im zusammengeklapptem Zu¬ stand und die Fig. 15 eine Seitenansicht auf die aufge¬ klappte, spielbereite Trainingseinrichtung der Fig. 12 bis 14, die Fig. 16 eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel einer spielbereiten Trainingsein- richtung, die Fig. 17 einen Schnitt im Bereich der Aus¬ trittsstelle des Halteelementes aus dem rohrförmigen Gehäuse mit abschlagbereitem Ball und die Fig. 18 die¬ selbe Schnittansicht Ballgerade abgeschlagenem Ball.
In der Zeichnung ist mit 1 ein Ball bezeichnet, der beispielsweise ein Golfball sein kann. Dieser Ball ist an einem Halteelement 2 befestigt, das ein als Rohr ausgebildetes. Gehäuse 3 durchsetzt und aus diesem Ge- häuse ausziehbar ist. Das Halteelement kann als längselastisches Seil, Kabel oder dergleichen ausgebil¬ det werden. Ist das Halteelement 2 als Gummiseil ausge¬ bildet, so wie dies die Fig. 1 und 2 veranschaulichen, so wird das Halteelement mit seinem vom Ball abliegen- den Ende an einer Endwand 4 des Gehäuses fixiert. Gemäß Fig. 1 wird diese Endwand praktisch vom Flansch einer in das Gehäuse 3 eingesetzten Büchse 4 gebildet, wobei zur Fixierung des Halteelementes 2 eine Verdickung 22 dienen kann, deren Außenweite größer ist als die Durch- gangsbohrung durch die Büchse 4.
Das Halteelement kann auch, wie dies Fig. 3 veranschau¬ licht, an einem Ende einer Zugfeder 5 befestigt sein, die sich im Rohr befindet. Das zweite Ende 6 der Zugfe- der ist dann im Gehäuse 3 fixiert. Die Fixierung kann dabei in ähnlicher Weise erfolgen wie in den Fig. 1 oder 2 gezeigt.
Gemäß Fig. 4 ist das Halteelement 2 so angeordnet, daß es eine im Gehäuse 3 befindliche Schraubendruckfeder 7 durchsetzt, die an einem gehäusefesten Anschlag oder an einer Querwand 8 des Gehäuses 3 abgestützt ist. An dem von der Querwand 8 entfernten Ende der Schraubendruck¬ feder 7 ist das Ende des Halteelementes 2 festgelegt.
Das Halteelement 2 kann auch, wie dies Fig. 6 veran¬ schaulicht, an einem Ende einer im Gehäuse 3 angeordne¬ ten Spiralfeder 9 mit senkrecht zur Tragplatte 18 ange¬ ordneter Achse 27 befestigt sein.
In einer weiteren, in Fig. 7 dargestellten Ausführungs¬ form ist das Halteelement 2 mäanderförmig über im Ge¬ häuse angeordnete Rollen 15 geführt, deren Achsen 16 entgegen der Kraft von auf sie einwirkenden Federn 23 in Schlitzen 26 des Gehäuses 3 quer zu dessen Längsachse verschiebbar sind.
Während gemäß den Fig. 1 bis 4 sowie 6 und 7 Federn vorgesehen waren, die dem Ausziehen des Halteelementes 2 des Balles 1 einen Widerstand entgegengesetzt haben, kann auch - wie dies Fig. 5 zeigt - eine hydraulische bzw. pneumatische Dämpfungs-Kolben-Zylindereinheit 10 vorgesehen sein, um einen dem Ausziehen des Halteele¬ mentes entgegenwirkenden Widerstand zu erzeugen. Das Halteelement 2 für den Ball 1 ist hiebei am Kolben 11 der Dämpfungs-Kolben-Zylindereinheit 10 befestigt. Der Zylinder der Dämpfungs-Kolben-Zylindereinheit wird hie¬ bei zweckmäßig vom Gehäuse 3 des Halteelementes 2 ge¬ bildet. Im Innern des Zylinders befindet sich ein Dämp- fungsmedium, das beispielsweise eine hydraulische Flüs¬ sigkeit, jedoch auch Fett, sein kann.
Um auch bei Anwendung der Dämpfungs-Kolben-Zylinderein¬ heit 10 eine Rückstellung des Balles 1 zu erzielen, können Federn vorgesehen sein, welche auf den Kolben 11 der Dämpfungs-Kolben-Zylindereinheit 10 im Sinne eines Einziehens des Balles 1 wirken. Der Raum 13 vor dem Kolben 11 und der Raum 14 hinter dem Kolben 11 können über eine Bypaßleitung 12 verbunden sein, deren engster Querschnitt die Drosselwirkung bestimmt. Der Quer¬ schnitt der Bypaßleitung kann justiert werden, bei¬ spielsweise mittels einer Schraube 24, die mehr oder weniger in den Bypaß quer zur Längsachse der Bypaßlei¬ tung 12 eingeschraubt wird. Statt einer Bypaßleitung 12, gegebenenfalls auch zusätzlich zu dieser, kann der
Kolben 11 der Dämpfungs-Kolben-zylindereinheit 10 mit ihn durchsetzenden Dämpfungsbohrungen versehen sein, durch welche das Dämpfungsmedium aus dem Raum 13 vor dem Kolben 11. in den Raum 14 hinter dem Kolben 11 hin- durchtreten kann, wenn sich der Kolben in Ausziehrich¬ tung des Balles 1 bewegt.
In Fig. 8 ist eine Anordnung gezeigt, die es ermög¬ licht, unter Verwendung der in den Fig. 1 bis 7 gezeig- ten Einrichtung Abschläge auch in geschlossenen Räumen, z.B. in einer Wohnung oder auch auf einer Terrasse, zu vollführen. Das Gehäuse 3 des Halteelementes 2 ist da¬ bei in einer Aussparung 17 einer Tragplatte 18 unterge¬ bracht, die beispielsweise aus Schaumstoff bestehen kann. Das Gehäuse 3 kann dabei z.B. mittels eines Rin¬ ges 25, der fest mit dem Gehäuse verbunden ist, oder mittels einer Rippe im Material der Tragplatte 18, ver¬ ankert sein. Die Tragplatte 18 ist an einer Seite mit einer Matte 19 aus Kunstrasen versehen, die eine Durch- brechung 20 aufweist, durch welche das Halteelement 2 des Balles gefädelt ist, derart, daß der Ball 1 außen auf der Matte aufruht. Die Durchbrechung 20 der Matte 19 kann mit einer Hülse 21 ausgekleidet sein.
Das bevorzugt von einem Rohr gebildete Gehäuse 3 für das Halteelement 2 ist bogenförmig, insbesondere als Rohrbogen mit unter beispielsweise 90" zueinander ge¬ neigten Schenkeln ausgebildet. Ein solcher Rohrbogen kann mit seinen Schenkeln in eine entsprechend bogen- förmig gestaltete Aussparung 17 der Tragplatte 18 ein¬ gelegt werden, die mit quadratischem Querschnitt ausge¬ bildet sein kann.
Die Fig. 9 bis 11 zeigen ein Ausführungsbeispiel mit einer zweiteiligen Tragplatte, wobei die Tragplatten-
teile 18a und 18b über eine scharnierartige Verbindung 13 miteinander verbunden sind. Im zusammengeklappten Zustand (Fig. 9) läßt sich die Tragplatte am Transport¬ griff 32 leicht tragen. Durch einen nicht dargestellten Verriegelungsmechanismus kann ein ungewünschtes Auf¬ klappen der Tragplatte verhindert werden. Um die Trag¬ platte in den spielbereiten Zustand zu bringen, wird diese aufgeklappt (Fig. 10) , bis die beiden Tragplat¬ tenteile flach am Boden aufliegen (spiel- bzw. trai- ningsbereite Stellung der Fig. 11) . Der Tragplattenteil 18b kann als Aufstandsfläche für den Spieler dienen und verhindert beim Abschlagen des Balles zuverlässig jeg¬ liches Verrutschen der Tragplatte 18a am Boden. Im zu¬ sammengeklappten Zustand sind die Kunstrasenfläche 19, der Ball 1 und die aus einem Kunststoffstreifen beste¬ hende weiße Ziellinie 33 geschützt im Inneren der Trag¬ platte untergebracht. Für den über die Oberfläche der Platte 18a vorstehenden Golfball 1 ist in der gegen¬ überliegenden Platte 18b eine entsprechende Ausnehmung l1 vorgesehen.
Bei dem ebenfalls mit einer zweiteiligen Tragplatte 18a, 18b versehenen Ausführungsbeispiel der Fig. 12 bis 15 weist das rohrförmige Gehäuse 3 für das Halteelement 2 einen halbkreisförmigen Kreisbogen (Krümmung 3c) auf, an die im wesentlichen geradige Gehäuseabschnitte 3a und 3b anschließen. Das beispielsweise aus einem Gum¬ miteil bestehende Halteelement 2 ist an der Stelle 22• mit der Tragplatte 18a verbunden bzw. an dieser veran- kert. Am anderen Ende ist das im Inneren der Tragplatte 18a im rohrförmigen Gehäuse 3 geführte Gummiseil am Golfball 1 befestigt. Die insgesamt im wesentlichen U- förmig gekrümmte Ausbildung des rohrförmigen Gehäuses 3 erlaubt die Unterbringung einer großen GummiseiHänge
in der Tragplatte 18a. Ein dermaßen U-förmig gekrümmtes Rohr 3 läßt sich außerdem leicht herstellen.
Der Querschnitt der Fig. 13 zeigt den Sandwich-Aufbau der Tragplatte 18a, wobei drei Lagen 18c,d,e vorhanden sind. In der mittleren, beispielsweise aus Schaumstoff bestehenden Lage 18d ist eine Aussparung 18d* vorgese¬ hen, in die das rohrförmige Gehäuse 3 für das Gummiseil 2 eingelegt ist.
Die Fig.14 und 15 zeigen die in den Fig. 12 und 13 dar¬ gestellte Trainingseinrichtung im zusammengeklappten bzw. aufgeklappten, trainingsbereitem Zustand.
Bei dem in Fig. 16 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das rohrförmige Gehäuse 3 im Inneren der Tragplatte 18a spiralförmig angeordnet, wobei das Ende des Halte¬ elementes an der Stelle 22' im Inneren der Tragplatte 18a verankert ist. Eine solche spiralförmige Anordnung des rohrförmigen Gehäuses erlaubt unter Vermeidung zu großer Krümmungen eine große Länge des beispielsweise als Gummiseil ausgebildeten Halteelementes 2 innerhalb einer Halteplatte mit handlichen Außenabmessungen.
In den Fig. 17 und 18 ist der Austrittsbereich des Hal¬ teelementes 2 aus dem rohrförmigen Gehäuse 3 vergrößert dargestellt. Für den Ball 1 ist eine Auflage 30 vorge¬ sehen, die ein Einsinken des Balles in den Kunstrasen 19 verhindert. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel umfaßt die Auflage ein vorzugsweise aus Kunststoff be¬ stehendes Federblatt 35, welches einerseits an der Tragplatte 18 befestigt ist und andererseits mit seinem freien Ende durch den Kunstrasen 19 hindurch schräg nach oben absteht, wobei das Halteelement 2 im Bereich des freien Endes des Federblattes 35 durch dieses hin-
ERSATZBLATT
durchgeführt ist. Die Durchtrittsöffnung kann an ihrem Rand mit einer das Gleiten erleichternden Auflage 36 (vorzugsweise in Form einer Öse) versehen sein. Die ge¬ gen die Rasenoberfläche hin federnd ausgebildete Auf- läge 30 erlaubt ein Ausweichen derselben beim Abschla¬ gen des Balles und stellt damit keine Behinderung dar.
Als Ball kann insbesondere ein handelsüblicher Golfball 1 vorgesehen sein, in dessen Inneren das Halteelement 2 befestigt ist.