Prüfanordnunσ
Die Erfindung betrifft eine Prüfanordnung und ein zugehö¬ riges Betriebsverfahren gemä3 dem Oberbegriff des Pa¬ tentanspruchs 1 und 11.
Die Erfindung der genannten Art wird zur Prüfung von Wert¬ papieren, Zahlungsmitteln, Kreditkarten, Dokumenten usw. eingesetzt und kommt daher z. B. im Dienstleistungsbereich bei der Prüfung von Banknoten auf Echtheit bzw. Originali¬ tät zur Anwendung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung bzw. ein zugehöriges Betriebsverfahren zu realisieren, mittels dem die Prüfung der Echtheit/Originalität von
z. B. Zahlungsmitteln und anderen Objekten durch Messung der äu3eren Geometrie, der Strukturierung des Querschnitts und der Oberfläche sowie der dielektrischen Eigenschaften und deren Vergleich der Meßergebnisse mit vorhandenen Kennwerten, die überwiegend durch die Vermessung von Kali¬ brierstücken ermittelt werden, ermöglicht ist.
Die erfindtmgsgemäße Lösung der Aufgabe ist in Anspruch 1 und ii beschrieben. In den Unteransprüchen sind vorteil¬ hafte Aus- und Weiterbildungen sowie bevorzugte Anwendun¬ gen der Erfindung ausgeführt.
Der erfindungsgemäße Lösungsgedanke besteht darin, daß bei der Herstellung von Objekten, die für Nachahmungen inter¬ essant sind, optische und dielektrische Strukturen ge¬ schaffen werden, die chrakteristische, meßbare Kennwerte besitzen, die zu einer späteren Identifizierung eingesetzt werden können und aufgrund deren eine Aussage über die Originalität möglich ist. Diese Kennwerte sind z.B. die Geometrie, die elektrischen Eigenschaften, die Struk¬ turierung der Querschnitte bzw. Oberflächen des zu prüfen¬ den Objektes, auch Prüfstück genannt.
Hierdurch besteht die Möglichkeit der automatisierten Se¬ lektion aufgrund der gemessenen Werte, ohne das äußere, in der Regel für Nachahmungen interessante Erscheinungsbild zu berücksichtigen sondern Werkstoffeigenschaften diffe¬ renziert und/oder integral zu messen, die sich aufgrund der chemischen Zusammensetzung und der in der Regel durch den Herstellungsprozeß bedingten physikalischen Struktu¬ rierung der zu prüfenden Objekte ergeben.
Die erfindungsgemäße Anordnung und die zugehörige Meßtech¬ nik haben den Vorteil, daß der Einsatz der Einrichtung und der Meßtechnik weitgehend unabhängig von den Herstellungs¬ bedingungen der zu prüfenden Objekte lediglich deren Fer¬ tigungsstand und die Herstellungstoleranzen messen und do¬ kumentieren und daraus die Rahmenbedingungen für die spä¬ tere Vergleichsmessung ableiten.
Deshalb ist das System, z.B. zur Prüfung von Zahlungsmit¬ teln, weitgehend unabhängig von den verschiedenen Wäh¬ rungen weil es lernfähig ist, da z. B. der Fertigungsstan¬ dard durch die Messung der Toleranzgrenzen automatisch dokumentiert und bei einer Steigerung der Herstellungsqua¬ lität fortgeschrieben wird.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung be¬ steht darin, daß sowohl die Montagetoleranzen, als auch Verschleißerscheinungen dadurch weitgehend kompensiert sind, daß in vorgebbaren Intervallen oder bei entsprechen¬ der Unschlüssigkeit einer Messung eine Nachkalibrierung durch das einführen und vermessen eines Kalibrierstückε erfolgt mit dem sowohl der Justage, als auch der Ver¬ schleißzustand geprüft wird und durch eine Korrekturpro¬ gramm über den Vergleich mit der, in der Auswerteschaltung vorliegenden Kennlinie der Grundkalibrierung im Aus¬ werterechner kompensiert wird.
Weitere Vorteile der beschriebenen Technik sind, daß mit¬ tels eines relativ einfachen Aufbaus eine Prüfung der Ob¬ jekte durch jedermann erfolgen kann, wobei weder das/die Verfahren noch die zu prüfenden Objekte einer besonderen Geheimhaltung bedürfen, weil die visuelle Information des
Prüfstücks bei der Messung nicht oder nur im Sinne einer Geometrieerfassung berücksichtigt wird, die eigentliche Entscheidung über die Echtheit durch die Messung von Daten gewonnen wird, die visuell nicht erfaßbar sind sondern sich aus der Summe der Eigenschaften des zu prüfenden Ob¬ jekts ergeben.
Eine Manipulation des Systems kann dadurch ausgeschlossen werden, daß die Kalibrierung und deren Ergebnis im Aus¬ werterechner zu definierten Ergebnissen führen muß, anson¬ sten bei Nichtschlüssigkeit des Ergebnisses eine Sperrung des Systems erfolgt.
Da Kreditkarten zu einem großen Teil über Banken direkt ausgegeben werden, besteht hier die Möglichkeit, die Cha¬ rakteristik der bei der Ausgabe geleisteten Unterschrift zu messen und als Merkmal in der Kartenkennzeichnung zu speichern. Spätere Veränderungen werden auf diese Weise erfaßt und führen zum Einzug der Karte.
Bei entsprechender Dimensionierung des Meßkopfes, etwa als Meßzange und durch den Ausbau der geräteinternen Lerntech¬ nik kann/können auch die Originalität von anderen Gegen¬ ständen aus dielektrischen Werkstoffen usw. geprüft wer¬ den, Kennlinien ermittelt werden und diese zu späteren Zeitpunkten bei Verdacht auf Nachahmung oder Verfälschung vergleichen werden.
Dadurch besteht auch die Möglichkeit, spezifische Merkmale von Nachahmungen durch eine Meßreihe zu "erlernen", wäh¬ rend des Lernvorgangs durch die Messung von Objekten mit unterschiedlichen Fertigungsstandards/-merkmalen den Tole-
ranzbereich bzw. die Akzeptanzgrenzen zu definieren und diese Merkmale in Form eines Datensatzes durch Datentrans¬ fer an weitere Meßgeräte zu übergeben bzw. am Markt be¬ findliche Keßgeräte durch einen entsprechenden Service (DFÜ u.a.) zu aktualisieren.
Hierbei können auch Banknoten und Wertpapiere die aus dem Verkehr gezogen werden/wurden oder deren Wertänderung in obigen Service einbezogen werden.
Aufgrund der Ermittlung nicht visueller Eigenschaften des Prüflinges kann die Echtheit bzw. Unechtheit des Prüflin- ges mit einer außerordentlich hoher Trefferquote ermittelt werden. Die erfindungsgemäße Anordnung, welche weiter un¬ ten detailiert beschrieben ist, fällt kompakt aus und ist materialsparend preiswert und leicht herstellbar.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von FIG. l bis 13 näher erläutert. Es zeigen:
FIG. 1 die Au3enansicht einer möglichen Ausführungsform der erfindungsgemä/3en Anordnung;
FIG. 2 einen Teil der Innenansicht in das Gerätemodul nach FIG. 1
FIG. 3 den Schnitt durch eine Transportwalze nach FIG. 2;
FIG. 4 die AuJenansicht einer weiteren vorteilhaften Aus¬ führungsform der erfindungsgemä3en Anordnung/
FIG. 5 die Innenansicht der Anordnung nach FIG. 4;
Fig. 6 ein Schnittbild durch die Sensorik nach Fig. 5 in Gleich- bzw. Wechselstromtechnik,
Fig. 7 eine Einzelteilzeichnung einer alternativen Sensorik in Millimeter- oder Mikrometerwellentechnik,
Fig. 8 die teilweise zusammengesetzte Sensorik nach Fig. 7
Fig. 9 die zusammengebaute Sensorik nach Fig. 8,
Fig. 10 eine alternative elektroakustische Sensorik,
Fig. 11 eine alternative elektrooptische Sensorik,
Fig. 12 eine weitere alternative Sensorik zur Prüfung der spektralen Reflexionscharakteristik von Hologrammen,
Fig. 13 eine weitere alternative Sensorik in Holo¬ grammtechnik nach Fig. 12 in einer anderen Perspektive
Der Prüfvorgang sei exemplarisch anhand der Ausfüh¬ rungsform von Fig. 1 bis 3 beschrieben. Die Vorrichtung hat am Anfang und am Ende der Prüfstrecke Transport¬ walzen 30, 31. Zur Prüfung wird das Prüfstück 70 durch eine oder zwei, mit einer Einrichtung zur Messung des Transportweges versehene Walzen 30 in die Vorrichtung 10, die im betrachteten Beispiel einen Kondensator 20 und Zeilenkameras 40 aufweist, eingezogen. Alternativ kann dies ohne Walzen manuell erfolgen. Durch den Anhebeweg der Walzen 30 beim Einzug wird die Dicke des Prüfstücks 70 gemessen. Dadurch, daß die Einzugwalze 30 nach Figur 3 mit ihrem auf der Welle 39 sitzenden Walzenkörper 38 in der Länge segmentiert ist
und die Segmente koaxial auf, z.B. piezoelektrischen Drucksensoren 37 montiert sind, besteht die Möglichkeit, sowohl Strukturierungen der Oberfläche zu messen, als auch Beschädigungen oder umgefaltete Prüfstücke in die Prüfung mit einzubeziehen.
Das Prüfstück 70 wird also durch eine und/oder zwei, einander gegenüberliegende Walzen 30 bzw. 31 eingezogen und/oder transportiert. Auf einer oder beiden Walzen 30 bzw. 31 sind ein oder mehrere ringförmige Sensor¬ bereiche montiert. Die Sensoren 37 nach Fig. 3 enthalten z.B. Piezosensoren, mit denen die Oberflächenstruktur des Prüfstückes 70 beim Durchlauf abgetastet wird. Die Breite und Anzahl der zu einem Ring angeordneten Sensoren 37, auch Sensorring genannt, ist von der geforderten Auflösung abhängig. Auf den gefedert gelagerten Sensorringen sind Tastringe 36 kon¬ zentrisch montiert und erfassen Dicken- und Struk¬ turänderungen, die sich durch den Aufbau des zu prüfenden Objekts ergeben.
Gemessen wird die, durch die Oberflachenstrukturierung der Banknoten (Papier, Wasserzeichen, Druckfarbe, Paginierung usw.) sich ergebende Welligkeit der Prüf¬ signale beim Durchlauf.
Alternativ besteht die Möglichkeit, bei einander gegen¬ überliegenden Walzen 30 und/oder 31 die Ringe auf einer Walze durch die integrierten Piezoringe oszillierend anzuregen und die Ringe der gegenüberliegenden Walze als Empfangssensoren zu betreiben.
Gemessen wird dabei das Übertragungsverhalten der Prüf¬ stücke 70, das durch deren Strukturierung eine charakteri¬ stische, wertabhängige Welligkeit für die Prüfstücke 70 ergibt, die mit Kennlinien, die im Rechner vorliegen, verglichen werden.
Bei abgegriffenen oder stark gebrauchten Banknoten ist das Übertragungsverhalten zwar in der Summe verändert, jedoch bleiben die charakteristischen Welligkeiten in gedämpfter Form erhalten da beim normalen Gebrauch eine Banknote auf der ganzen Flächen etwa gleichmäßig verschlissen wird.
Nach bzw. während des Einzugs passiert das Prüfstück 70 eine Anordnung von einer oder zwei, mit einer Hintergrundbeleuchtung versehenen Zeilenkameras 40 (Figur 2) , welche den Beginn und die Breite, den Verlauf der Breite und/oder die Länge des Prüfstücks sowie die Abmessungen und/oder Lage der auf dem Prüfstück befindlichen Aufdrucke auch in deren Position zur Außenkontur, also die äußere Geometrie und die Verteilung des Druckbildes, messen und an die Auswerteschaltung übergeben. Die Längenmessung erfolgt durch eine und/oder mehrere in Längsrichtung montierte Zeilenkameras mit einer Flächenbeleuchtung, z.B. Lumineszenzfolie, während des Durchlaufs, wobei die Lage und Verteilung eines Aufdrucks gemessen wird.
Die Zeilenkameras 40 erlauben in Verbindung mit einer entsprechenden Auswerteschaltung auch die Erfassung der Seriennummern von Banknoten während des Einzugs, hierbei kann bei Bedarf eine entsprechende Markierung vor Rückweisung erfolgen.
Gleichzeitig wird das Prüfstück 70 zur Kapazitäts¬ messung zwischen zwei ober- und unterhalb des Durch¬ laufes angeordneten Kondensatorplatten 20 hindurch¬ geführt, womit in erster Linie der Feuchtigkeitsgehalt des Prüfstücks 70 bestimmt und an den Auswerterechner übergeben wird. Der Wassergehalt hat bei den meisten Papieren eine Aenderung der äußeren Geometrie zur Folge.
Gemäss einer Varianten kann in der Vorrichtung 10 nach den Fig. 1 bis 3 anstelle der Kondensatorplatten 20 auch eine HF-Messeinrichtung vorgesehen sein, die vor¬ zugsweise im Mikrowellenbereich arbeitet und eine HF- Antenne (das ist z.B. der obere, mit 20 bezeichnete Teil nach Figur 2) und einen entsprechenden Empfänger (das ist z.B. der darunter liegende Teil nach Figur 2) aufweist (siehe auch Figuren 7 bis 9) .
Die Messung erfolgt in diesem Falle dadurch, daß das Prüfstück 70 an der als Schlitzantenne ausgeführten HF- Antenne vorbeigeführt wird, mit der die dielektrischen Werte des Prüfstücks 70 und deren Aenderung während des Durchlaufs gemessen werden. Die Meßwerte und deren Aenderungen werden an den Auswerterechner übergeben. Die Prüfung erfolgt hierbei durch Messung der Trans¬ mission und/oder Reflexion der abgestrahlten elektro¬ magnetischen Wellen.
Anstelle der Antennenanordnung kann auch eine zellen¬ förmige, ggf. aus mehreren versetzt angeordneten Zeilen bestehende Anordnung von Resonatoren vorgesehen sein.
Vorzugsweise ist die Vorrichtung sowohl mit Konden¬ satoren als auch mit einer HF-Messeinrichtung der vor¬ stehend beschriebenen Art ausgerüstet, so dass das Prüfstück 70 nacheinander den Kondensator und die HF- Messeinrichtung durchläuft.
Durch die Anordnung besteht die Möglichkeit, in die Prüf¬ stücke sowohl als z.B. wertspezifisches Merkmal, dielek¬ trische Strukturen einzubringen, als auch Unterschiede der dielektrischen Eigenschaften, die sich durch die Struktu¬ rierung des Materials (Wasserzeichen) oder Farbsättigung ergeben zu messen und zur Prüfung der Echtheit zu verwen¬ den.
Die Meßergebnisse der Zeilenkamera(s) 40 werden mit den Meßergebnissen der Kapazitätsänderungsmessung(en) im Aus¬ werterechner (nicht gezeigt) verrechnet und damit die Geo¬ metrieänderung des Papiers z.B. durch Feuchtigkeitseinwir¬ kung kompensiert.
Die beschriebene Meßtechnik erlaubt in Verbindung mit den entsprechenden Sensoranordnungen relative und/oder abso¬ lute Messungen, sowohl der geometrischen Strukturen als auch der werkstoffbedingten Eigenschaften der Prüfstücke 70.
Die Entscheidung über die Originalität beruht jedoch auf dem Ergebnis einer Reihe von relativen Messungen, die cha-
rakteristische Merkmale der Struktur des zu prüfenden Ob¬ jekts erfassen und deren Änderungsparameter, im Rahmen ei¬ nes bestimmungsgemäßen Gebrauchs soweit erfaßbar, in Kenn¬ linien erfaßt werden. Aus der Kombination der verschie¬ denen Kennlinien auf die Originaltät der zu messenden Ob¬ jekte wird geschlossen und/oder dieselben aus der Kombina¬ tion ihrer charakteristischen Kennwerte erkannt und daraus z.B. in einem Wechselautomaten der Wert einer beliebigen Banknote an den Auswerterechner übermittelt.
Das Sensorsystem besitzt Eigenschaften die es erlauben, das Gerät im Lernbetrieb in Verbindung mit einem Rechner auch zur Erfassung der. Daten und der Eigenschaften von Prüfstücken 70 zu verwenden. Es besteht gleichzeitig die Möglichkeit das Gerät zur Qualitätsüberwachung der Prüf¬ stücke 70 einzusetzen.
Die Gehäusegeometrie 10 ist den Einsatzbedingungen der An¬ ordnung angepaßt. Das heißt z.B., daß zusätzliche Halte¬ rungen ausgebildet sein müssen zur Montage etwa in Bankau¬ tomaten. Hierbei ist u.a. darauf zu achten, daß das Prüf¬ stück 70 ungehindert transportiert werden kann.
Auch Kreditkarten können mittels der Anordnung geprüft werden.
Die Messung der dielektrischen Werte der Karten erlaubt eine sehr differenzierte von den einzelnen Kartenorganisa¬ tionen vorgebbare verwendungszweckorientierte Markierung durch die feste oder variable dielektrische Strukturierung der Oberfläche, des Volumens und ggf. in das Kartenmate¬ rial eingebrachte Texturen sowie die Möglichkeit, gleich¬ zeitig metallische Strukturen in der Form von Schaltungen, Antennen usw. auf und/oder in der Oberfläche unterzubrin¬ gen die auch Speicherschaltungen die in die Karte inte¬ griert sind mit Strom versorgen und/oder ein-/auslesen können.
Da Kredit- oder Scheckkarten in der Regel aus Kunststoffen bestehen, bietet sich die Möglichkeit an, bei der Ausstel¬ lung der Karte eine variable, mit den Kennwerten der Karte in Verbindung stehenden thermische Paginierung durch Quer¬ schnittsänderung und/oder Verformung oder ausstanzen ein¬ zubringen, die durch das Prüfgerät detektiert und zur Echtheitsprüfung mit den Kennwerten der Karte verglichen wird.
Da das Maß der Kartendeformation bei der Erstellung der Kennwerte etwa durch einen ^ufallsgenerator festgelegt wird und z.B. als Zahlenfolge auf der Magnetspur der Karte oder in deren Speicherbaustein abgespeichert wird, stehen die beiden Informationen unabhängig voneinander.
Bei der Messung wird die Magnetspurinformation in den Aus¬ werterechner eingelesen und im Gerät durch die Hochfre¬ quenz-Messung mit dem physikalischen (dielektrischen) Zu¬ stand der Karte verglichen.
Eine Verschlüsselung der Kenndaten ist in diesem Fall nicht erforderlich, da eine Nachahmung, die mit den Ma¬ gnetspurkennwerten der Karte in Verbindung zu bringen ist aufgrund der fehlenden Reproduzierbarkeit und damit eines weitgehenden Ausschlusses der Nachahmbarkeit der Ur- sprungspaginierung weitestgehend auszuschließen ist.
Fig. 4 bis 6 zeigen ein Gerät 11 in transportabler Aus¬ führung, das als Monitorgerät zum Anschluß an einen Rechner oder in Verbindung mit einem angekoppelten Rechner zur Prüfung der Originalität verwendet werden kann. Bei eigenständigem Betrieb ist an der Oberseite ein Display und eine Bedientastatur angebracht.
Das in Fig. 4 und 5 dargestellte Gerät 11 ist aufklappbar, etwa in der Größe eines Taschenrechners ausgeführt und weist ein Bodenteil 13 und einen Deckel 12 auf. Das Gerät enthält im Bodenteil 13 und im Deckel 12 gegenüberliegende Arrays 41, 42 aus Plattenkonden¬ satoren, zwischen welche die Prüfstücke z.B. durch auf- und zuklappen eingebracht werden. Die Messung wird durch das Schließen des Geräts bei eingelegtem Prüf¬ stück eingeleitet und umfaßt die zuvor auf der Tastatur eingegebenen Parameter.
Die Prüfung erfolgt dadurch, daß an dem Prüfstück durch die einzelnen Kondensatoren 41, 42, auf die Fläche des Prüfstückes verteilt, Kapazitätsmessungen bei unter¬ schiedlichen Frequenzen durchgeführt werden.
Durch die Unterschiede in der Dichte der Bedruckung und des Trägermaterials ergeben sich innerhalb der Verteilung unterschiedliche Meßwerte, die für die einzelnen Nominal¬ werte bestimmte charakteristische Kennlinien ergeben.
Die gemessenen Kennlinien werden im Auswerterechner mit vorliegenden Kennlinien verglichen und aus diesem Ver¬ gleich innerhalb vorgegebener Toleranzen.eine Entscheidung über die Originalität getroffen.
Ein weitere Anordnung enthält Arrays aus, durch die Kon¬ densatorflächen metallisch begrenzten dielektrisch gefüll¬ ten Resonatoren, deren Resonanzfrequenz durch die einge¬ legten Prüfstücke verstimmt wird.
Der Grad der Verstimmung der Resonanzfrequenz der einzel¬ nen Resonatoren innerhalb definierbarer Toleranzbereiche ist Maß für die Originalität des Prüflings.
Der in FIG. 5 gezeigte Aufbau kann auch zur akustischen Transmissionsmessung verwendet werden, wenn eine der Tast¬ spitzen durch einen Erreger, (ggf. mit einer entsprechen¬ den Modulation) , zu Längsschwinungen angeregt wird und der gegenüberliegende Sensor die Übertragung dieser Schwingun¬ gen durch das Prüfstück nach dem charakteristischen Ver¬ lauf des ÜbertragungsVerhaltens mißt und das Ergebnis an die Auswerteschaltung übermittelt (siehe Figur 10) .
Sind in FIG. 6 die Kondensatorplatten 40, 41 durch Leucht¬ dioden und fotoempfindliche Substanzen ersetzt, so wird in diesem Fall das stoffspezifische Reflektionsverhalten des Objekts gemessen. Der Reflektionsgrad am Meßort ist Maß für die Originalität des gemessenen Objekts und wird wäh¬ rend des Einzugs in die Prüfvorrichtung oder durch eine Abtast-Bewegung des Prüfgeräts über das zu prüfende Objekt erfaßt, mit einer bekannten Kennlinie verglichen und dar¬ aus die Entscheidung über die Originalität des zu prüfen¬ den Objekts abgeleitet.
Figuren 7 bis 9 zeigen einen Mikrometerweilen-Sensor. In einem Hohlleiter 57 mit Mittelsteg 58 ist ein durchgehender Schlitz orthogonal zum Mittelsteg ausgebildet. Der Mittelsteg 58 ist
umgeben von einem Dielektrikum 59. Dieses kann einen keil¬ förmigen Übergang zur Anpassung an den Hohlleiter 57 auf¬ weisen. Zur Vereinfachung der Herstellbarkeit dieser An¬ ordnung kann der Hohlleiter 57 einen Wandungsaussparung aufweisen an der ein der Wandungsaussparung entsprechend großes Metallstück als Decke 50 ausgebildet ist. Je nach Abstand des Schlitzes vom Deckel 50 ist zusätzlich ein Di¬ elektrikum 53 auszubilden, dessen Geometrie dem des Di¬ elektrikums 59 entspricht.
Fig. 10 zeigt eine elektroakustische Transmissionsmeß- strecke. Senkrecht zu zwei gegeneinander spitz zu¬ laufenden Kegelstümpfen 60 (Sensoren), die in einem Gehäuse 17 angebracht sind, ist das Prüfstück mit vor¬ zugsweise einer Andruckpia-te 70' als Träger ausge¬ bildet. Einer dieser Sensoren dient als Emitter, der andere als Empfänger. Beide Sensoren 60 können auch passiv nur als Empfänger ausgebildet sein. In dieser elektroakus- tischen Abtastvorrichtung kann das Prüfstück zwischen den beiden Sensoren 60 hindurchgeführt werden. Dabei ergibt sich eine, von der Struktur des Ob¬ jekts abhängige, ortsabhängige charakteristische Signal¬ folge, die als objektspezifische Kennlinie mit den, im Auswerterechner vorliegenden Kennlinien verglichen wird.
Die Meßspitze der Abtastvorrichtung wird zur Prüfung von Banknoten einer bestimmten charakteristischen Herstel¬ lungsart zweckmäßig so dimensioniert, daß die Fläche der Meßspitze mit dem Druckraster des zu prüfenden Objekts ab¬ gestimmt wird.
Dadurch ergibt sich schon durch diese Dimensionierung eine Schlüsselfunktion hinsichtlich der Abtastmöglichkeiten. Objekte mit einem kleineren Raster werden durch die Me߬ spitze nicht erfaßt. Objekte mit einem größeren Raster er¬ geben bei der Messung signifikante Signale die auf eine fehlende Originaltiät oder Nachahmung schließen lassen.
Auch bei dieser Anordnung besteht die Möglichkeit eine Grund- und Nachkalibrierung durch ein entsprechend präpa¬ riertes Kalibrierstück durchzuführen, dessen Kennlinie im Speicher des Auswerterechners gespeichert ist.
Die Messung, während der Prüfung, erfaßt sowohl die Struk¬ tur der Unebenheiten die durch das Druckbild entstehen als auch die Dichteunterschiede im Bereich der Wasserzeichen¬ zone, die in der Regel durch einen Ausbleichvorgang be¬ wirkt wird.
FIG. 11 zeigt einen elektrooptischen Sensor. Orthogonal zur Transportrichtung des Prüfstückes 70 ist in geringen Abstand hintereinander ein Linsensystem 83, ein zu einem Würfel ausgebildetes Prismensystem 82 aus mindestens zwei
Prismen, eine Linse 81 und ein Photo empfindlicher Emitter 80 bzw. ein Detektor ausgebildet. Das Prismensystem 82 weist einen zusätzlichen Strahlengang vorzugsweise ortho¬ gonal zum oben angedeuteten Strahlengang auf. In ihm ist eine Linse und ein photoempfindlicher Detektor 92 ausge¬ bildet. Die Detekoren sind vorzugsweise an den Wandungen des Gerätegehäuses 18 ausgebildet, welches die oben be¬ schriebene Anordnung fast lichtdicht umschließt. Das heißt, daß Licht nur über das Linsensystem 83 in die An¬ ordnung einfallen kann.
In das System, z.B. in die Prüfstrecke nach den Figuren 1 bis 3 oder in das Gerät nach den Figuren 4 und 5 kann auch ein Detektor zur Messung des Reflexionsverhaltens von z.B. Prägehologramm integriert werden. Ein solcher Sensor ist in Fig. 12 und 13 dargestellt. Er besteht aus einer oder mehreren Lichtquellen 92, z.B. aus einer Anordnung von verschiedenfarbigen Leuchtdioden, die die Oberfläche des Hologramms während des Einzugs in das Gerät in einem definierten Winkel, mit entsprechend auf das Hologramm abgestimmten Wellenlängen, beleuchten, aus Linsen 90, 91 in Form von Stablinsen und aus einem oder mehreren Farbsensoren bzw. einer Halbleiterkamera 99, die, im Reflexionswinkel montiert, den von der Oberfläche des Prägehologramms reflektierten Lichtan¬ teil nach seiner charakteristischen spektralen Farb¬ verteilung detektiert und das Ergebnis an den Aus¬ werterechner übermittelt. Die Halbleiterkamera 99 und die vor ihr Okular montierte Linse ist im Reflexions¬ gang zur Lichtquelle 92 und einer vor dieser montierten Linse 91 angeordnet. Der zugehörige Lotmittelpunkt bildet vorzugsweise den Mittelpunkt des anordnungsmäßig ausbildbaren Prismas bzw. des ZylinderSegmentes, dessen Mittelpunktlinie mit der Lotlinie zusammenfällt. Diese Technik hat den Vorteil, daß bei Hologrammen, auch bei einer teilweisen Beschädigung der Oberfläche, die charakteristische Verteilung des Ref1e ionsSpektrums erhalten bleibt.
Jeder der oben beschriebenen Sensoren kann einzeln oder in Kombination mit einem oder mehreren anderen Sensoren in einer Prüfanordnung installiert sein. Somit ist eine flexible Detektion ermöglicht.
Verschiedene Sensoren können miteinander kombiniert sein.