Dose
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Die Erfindung betrifft eine Dose gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Dosen kommen beispielsweise für Nahrungsmittel, Getränke o.dgl. zur Anwendung. Ein großes Problem derartiger Dosen besteht darin, daß die entleerten Dosen bislang im wesentlichen in unveränderter Form den Hausmüll oder einem Recycling zugeführt werden. Die entleerten Dosen bilden hierbei ein sperriges Gut, wes halb oftmals auch versucht wird, die entleerten Dosen wenigstens an ihrem Mantelteil zusammenzudrücken, um ihr Volumen zu reduzieren. Durch den mit dem Mantelteil verbundenen Boden ergibt sich jedoch beim Zusammenpressen des Mantelteils durch die Sτeifigkeit des Bodens kaum die Möglichkeit, die leere Dose sehr raumsparend bzw. mindestens näherungsweise platt zusammenzudrücken.
Eine Dose der eingangs genannten Art ist aus der US-A 2 783 GSM- bekannt. Bei dieser bekannten Dose ist das Mantelteil mit
Laschen ausgebildet, die sowohl vom oberen als auch vom unteren Rand des Mantelteils axial wegstehen. Der Boden und der Deckel weisen bei dieser Dose ein Grundflächenteil mit einer Umfangskontur auf, die an die Umfangskontur des Mantelteils angepaßt ist. Vom Umfangsrand des Bodens bzw. des Deckels stehen radial Laschen weg. Außerdem sind entlang des Umfangsrandes des Bodens bzw. des Deckels Längsschlitze ausgebildet, durch welche die vom Mantelteil wegstehenden Laschen durchgesteckt werden, wenn Boden und Deckel am Mantelteil festgelegt werden. Die durch die Längsschlitze durchgesteckten Laschen werden dann zum Mantel
teil umgebogen, wonach ein Band angeordnet wird, das zum Pestlegen der Laschen am Mantelteil vorgesehen ist. Das bedingt nicht nur eine aufwendige Herstellung aller Einzelteile dieser bekannten Dose, sondern auch einen erheblichen Aufwand beim Zusammenbau der besagten Einzelteile.
Die US-A 3 179 321 -beschreibt ein Behältnis mit einem Boden, einem Mantelteil und einem Deckel, wobei der Boden und der Deckel das Mantelteil unter- und oberseitig abschließen. Zieses Behältnis ist am oberseitigen Rand des Mantelteils mit Laschen ausgebildet, mit welchen es möglich ist, den Deckel am Mantel teil lösbar bzw. dicht anzuordnen. Der Boden ist bei diesem Behältnis jedoch nicht dazu vorgesehen, vom Mantelteil losgelöst zu werden, vielmehr ist der Boden dort bspw. mittels
Nieten und somit quasi unlösbar am unterseitigen Rand des
Mantelteils fixiert.
Die DE-A 4 006 193 zeigt ein Schraubglas, das nicht nur einen Schraubdeckel aufweist, sondern auch einen Schraubboden. Eine platzsparende Entsorgung ist mit einem solchen Schraubglas nicht möglich, weil es selbst nicht platzsparend zusammendrückbar ist. Das gilt insbesondere auch für die beiden Verschlüsse dieses bekannten Schraubglases. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dose der eingangs genannten Art zu schaffen, die einfach und preisgünstig herstellbar ist, und die im entleerten Zustand ohne weiteres Werkzeug kraftsparend in ein kleines Volumen umwandelbar ist, so daß sie umweltfreundlich entsorgt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1 oder durch die Merkmale des Kennzeichenteiles des Anspruchs 2 gelöst. Die Herstellung der Dose mit an sich bekannten Ring-Pull-
Verschlüssen bzw. mit an sich bekannten Abreißband-Öffnungseinrichtungen ist preisgünstig auf an sich bekannten, d.h.
handelsüblichen Maschinen möglich, wobei es in vorteilhafter Weise möglich ist, durch nur geringfügige Modifikationen der vorhandenen Maschinen diese für die erfindungsgemäße Dose zum Einsatz zu bringen.
Nachdem es mit den bekannten Ring-Pull-Öffnungseinrichtungen bzw. mit den bekannten Abreißband-Öffnungseinrichtungen einfach und kraftsparend möglich ist, Deckel und Boden ohne besondere Werkzeuge vom Mantelteil der Dose zu gegebener Zeit zu entfernen , ist es in vorteilhafter Weise möglich , das
Mantelteil kraftsparend zusammenzufalten und das so komprimierte Mantelteil, den Deckel und den Boden platzsparend zu entsorgen.
Bei der erfindungsgemäßen Dose ist es also möglich, nicht nur den Deckel vom Mantelteil zu entfernen, sondern auch den Boden, so daß das Mantelteil nach der Entfernung des Deckels und des Bodens kraftsparend und ohne weiteres Hilfsmittel problemlos plattgedrückt werden kann. Einesolche plattgedrückte Dose weist nur einen minimalen Raumbedarf auf, so daß sie problemlos dem Hausmüll oder einem Recycling zugeführt werden kann. Selbstverständlich ist es auch möglich, Boden und Deckel nur so weit zu öffnen, daß sie mit einem schmalen Abschnitt am
Mantelteil verbleiben, wobei es zweckmäßig ist, wenn Boden und Deckel im Bereich der gleichen Mantellinie vom Mantelteil wegstehen, um das Mantelteil plattdrücken zu können, wobei Boden und Deckel in der gleichen Ebene liegen wie das plattgedrückte Mantelteil.
Die Sollbruchlinie der entsprechenden Ring-Pull-Öffnungseinrichtung verläuft zweckmäßigerweise in nächster Nähe des Umfangsrandes bzw. der Umfangskontur des Bodens bzw. Deckels, damit der nach dem Öffnen des Bodens und des Deckels jeweils
verbleibende Boden- bzw. Deckelrand möglichst schmal ist und demzufolge keine unerwünschte Knicksteifigkeit für das Mantelteil bewirkt. Dem selben Zweck, d.h. einer möglichst geringen Knicksteifigkeit, ist es dienlich, wenn bei der erfindungsgemäßen Dose die Abreißband-Öffnungseinrichtung am Mantelteil in der Nachbarschafτ des Bodens und des Deckels vorgesehen sind. Mit der erfindungsgemäßen Dose ergibt sich der weitere Vorteil, daß durch Entfernen nicht nur des Deckels sondern auch des Bodens der in der Dose befindliche Inhalt einfach und
ohne zurückbleibende Reste aus der Dose entleert werden kann.
Das Manrelteil kann nach dem Öffnen des Bodens und des Deckels bzw. nach dem Entfernen des Bodens und des Deckels z.B. kraftsparend mit der flachen Hand oder mit einem Fuß zusammen- bzw. plattgedrückt werden. In diesem Zustand besitzt die entleerte Dose das kleinstmögliche Volumen, was beispielsweise auch für die Müllabfuhr, für den Transport zu einer Mülldeponie, oder beim Recycling von Vorteil ist. Außerdem ist es möglich, die flachgedrückten Dosen inclusive oder exclusive Boden und Deckel z.B. wie Zeiτschriften gebündelt zu sammeln und dem Recycling zuzuführen. Weiterhin ist durch die Möglichkeit, die Dosen einfach und krafτsparend flachdrücken zu können, auch die Modivation zur A.bfalldosen-Sammlung hoch.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Dose sind in der
Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Es zeigen:
Fig.1 eine teilweise aufgeschnittene Seitenansicht einer ersten Ausführungsform der Dose,
Fig.2 eine Ansicht der Dose gemäß Fig.1 in Blickrichtung von
oben oder von unten, und
Fig.3 eine Seitenansicht einer zweiten Ausbildung der erfindungsgemäßen Dose.
Fig.1 zeigt eine Dose 10 teilweise auf eschnitten in einer
Seitenansicht, wobei die Dose 10 eine beliebige Grundflächengestalt besitzen kann. Üblicherweise weist eine solche Dose 10 eine kreisrunde, ovale, eine abgerundet vieleckige oder eine beliebige andere Grundflächengestalt auf. Die Dose 10 besitzt ein Mantelteil 12, das oberseitig durch einen Deckel 14 und unterseitig durch einen Boden 16 abgeschlossen ist, sobald die Dose 10 mit Inhalt gefüllt ist. Die abdichtende
Anordnung von Boden 16 und Deckel 14 am Mantelteil 12 ist bekannt und nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung, so daß hierauf nicht detailliert eingegangen zu werden braucht.
Sowohl der Deckel 14 als auch der Boden 16 sind bei der Dose 10 mit einer Öffnungseinrichtung 18 versehen, die - wie aus Fig.2 ersichtlich ist - als Ring-Pull-Öffnungseinrichtung ausgebildet sind. Sie weisen in an sich bekannter Weise einen Ring 20 und eine Aufreißklaue 22 auf und sind bspw. mittels eines Nietes 24 am Deckel 14 bzw. am Boden 16 fixiert. Wird der entsprechende Ring 20 hochgezogen, so wird gleichzeitig die Aufreißklaue 22 in den Deckel 14 bzw. in den Boden 16 eingedrückt. Eine in der unmittelbaren Nachbarschaft des Randes des Bodens 16 bzw.
Deckels 14 umlaufende Sollbruchlinie 25 dient dazu, den Deckel 14 bzw. den Boden 16 entlang der entsprechenden Sollbruchlinie 24 kraftsparend von der Dose 10 abreißen zu können. Die Sollbruchlinie 25 ist hierbei in bezug auf die zugehörige Öffnungseinrichtung 18 derartig vorgesehen, daß die entsprechende Aufreißklaue 22 beim Hochziehen des Ringes 20 in die Sollbruchlinie 25 eingesteckt wird. Eine andere Ausbildung der erfindungsgemäßen Dose 10 zeigt die Fig.3 in einer Seitenansicht. Die hier gezeigte Dose 10 weist am Mantelteil 12 in der Nachbarschaft des Bodens 16 und des Deckels 14 Öffnungseinrichtungen 18 auf, die als an sich bekannten Abreißband-Öffnungseinrichtungen mit einem um das
Mantelteil 12 umlaufenden Abreißband 26 ausgebildet sind. J
es Abreißband 26 weist einen frei zugänglichen Endabschnitt 28 auf,
der gegriffen wird, um das entsprechende Abreißband vom Mantelteil 12 der Dose 10 abreißen zu können. Um den Abreißvorgang zu erleichtern, kann das Mantelteil 12 in unmittelbarer Nähe des entsprechenden Abreißbandes 26 mit umlaufenden Sollbruchlinien 30 ausgebildet sein.
Die Öffnungseinrichtungen 18 am Boden 16 und am Deckel 14 der Dose 10 weisen auch den Vorteil auf, daß beide Öffnungseinrichtungen 18 problemlos betätigt werden können, ohne daß sich die reduzierte Steifheit der Dose 10 nach der Betätigung einer Öffnungseinrichtung 18 auf die Betätigbarkeit der verbleibenden zweiten Öffnungseinrichtung 18 nachteilig auswirkt. Bei bekannten Dosen mit nur einer Öffnungseinrichtung ist nämlich immer wieder festzustellen, daß es infolge der nach dem Entfernen des Deckels reduzierten Steifheit der Dose kaum noch oder nicht mehr möglich ist, mit einem Dosenöffner auch noch den Boden vom Mantelteil zu entfernen.