Vorrichtung zur thermischen VorbehandLung von Flüssigkeiten für Babynahrung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur thermischen VorbehandLung von Flüssigkei en für Babynahrung, z.B. Wasser oder Mi lch, mit einem Heizbehälter zum Aufkochen der Flüssigkeit sowie einer Küh lei nri chtung mit mindestens einem Geb läse .
Bei herkömmlichen Vorrichtungen der eingangs genannten Art, wie sie z.B. in der DE 88 13 913 U beschrieben sind, sind der Heizkörper und die Küh le i n r i c htung innerhalb einer die Flüssigkeit leitenden Leitung angeordnet, die einen Wasse rvor rat sbehä Ite r mit einer Babyflasche verbindet. Dies hat zur Folge, daß die Heizeinrichtung als Hochleistungs-Durchlauferhitzer ausgebi ldet sein muß. Daher müssen zusätzliche Maßnahmen getroffen werden, um die hierbei entstehende Wärme abzuführen. Die aufgekochte Flüssigkeit wird dann durch ein Kühlsystem geführt, das mit Kühlluft beaufschlagt wird. Um die in der aufgekochten Flüssigkeit vorhandene Wärme abführen zu können, muß das Kühlsystem äußerst wirkungsvoll und daher auch aufwendig aufgebaut sein. Dies führt dazu, daß die Vorrichtung innerhalb eines Gehäuses nicht am engsten Raum angebracht sein kann. Ferner ist in der DE 35 11 159 A1 eine Vorrichtung und ein Verfahren zur automatischen Bereitstellung von Kleinkindernahrung beschrieben, bei der der Kühler innerhalb der Leitung angeordnet ist, der den Wasserbehälter mit der Babyflasche
verbindet. Auch in diesem Fall besteht das Problem einer schnellen Kühlung, da die in der Babyflasche zugeführte Flüssigkeit schon auf die vorgesehene Temperatur (in etwa 35°C) abgekühlt sein muß. Schließlich ist in der CH 456 858 eine Vorrichtung zur Aufbereitung von Flüssigkeit offenbart, bei der die aufgekochte Flüssigkeit in einen Behälter überführt wird, wo die Temperatur herabgesetzt wird, und sodann der Babyflasche zugeführt wird. Auch diese Vorrichtung nimmt einen erheblichen Raum ein und gestattet es nicht, zugeführtes Wasser aufzukochen und in kürzester Zei t zu küh len.
Ausgehend von dem obigen Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Vorrichtung ohne ungemessenen konstruktiven Aufwand so weiterzubilden, daß die Flüssigkeit binnen kürzester Zeit aufgekocht und sodann auf die gewünschte Temperatur abgekühlt werden kann.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Küh Lei nri chtung ein wärmeabgebende Mittel aufweisender und mit Gebläseluft beaufschlagbarer Kühlbehälter aus wärmeleitendem Werkstoff ist, in dessen Aufnahmeraum die Auslaßöffnung des Hei zbehä Lters gerichtet ist.
Man erkennt, daß die Erfindung edenfalls dann verwirklicht ist, wenn die aufgekochte Flüssigkeit direkt und ohne zusätzliche Zufuh r Lei tung in den Kühlbehälter geleitet und dabei gleichzeitig mit Kühlluft beaufschlagt wird. Dabei wird sowohl der Kühlbehälter als auch die in ihn fließende FLüssigkeit mit Kühlluft beaufschlagt und somit ihre Wärme abgeführt.
Weitere zweckmäßige und vortei lhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung sieht vor, daß der Heizbehälter oberhalb des Kühlbehälters angeordnet ist, wobei zwischen dem Heizbehälter und dem Kühlbehälter ein durchgehender Luftspalt vorhanden ist. Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß auch die f re i f l i eßende und aus dem Heizbehälter entweichende Flüssigkeit mit Kühlluft beaufschlagt wird.
Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung sieht vor, daß die Mittel als in Strömungsrichtung sich erstreckende Kühlrippen ausgebi ldet sind. Im Rahmen dieses Erfindungsgedankens ist es besonders zwec mäßig, wenn die Kühleinrichtung in einem Gehäuse mit Lufteinlaß- und Luftauslaßöffnungen angeordnet ist. Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß die Luft besonders schnell durch den Innenraum des Gehäuses strömen und somit die Wärme abführen kann.
Ferner ist vorgesehen, daß der Kühlbehälter Führungsmittel aufweist, die mit Gegenführungsmitteln des Gehäuses zusammenarbeiten, und ■ in das Gehäuse einschiebbar bzw. aus diesen herausnehmbar ist. Dabei ist es vortei lhaft, wenn der Kühlbehälter in seinem wirksamen Zustand im Gehäuse so untergebrach ist, daß die Luft gezielt nur durch die Lufteinlaß- und Luftaus Laßöffnungen ausströmen kann. Schließlich ist vorgesehen, daß der Heizbehälter elektrisch beheizbare Heizkörper und eine Aus Laßöffnung aufweist, die im Bodenbereich des Heizbehälters angeordnet sind, was zum einen eine schnelle Behandlung der Flüssigkeit gestattet und zum anderen problemloses Entweichen der Flüssigkeit aus dem Heizbehälter ermöglicht.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Vorrichtung zur thermischen Vorbehandlung von Flüssigkeiten,
Fig. 2 eine Variante der Vorrichtung nach Fig. 1 in perspekti ischer Darstellung,
Fig. 3 den in Fig. 2 dargestellten Aufsatz im • Querschnitt,
Fig. 4 die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung ohne Deckel und
Fig. 5 den in Fig. 3 dargestellten Aufsatz ohne Deckel.
In der Fig. 1 ist eine Vorrichtung 10 zur thermischen VorbehandLung von Flüssigkeiten für Babynahrung, z.B. Wasser oder Milch, mit einem Heizbehälter 14 zum Aufkochen der Flüssigkeit sowie einer Kü leinrichtung 6 mit einem Gebläse 35 dargestellt. Die Küh Lei nri chtung 6 ist ein wärmeabgebende Mittel 46 aufweisender und mit Gebläseluft beaufsch Lagba rer Kühlbehälter 8 aus' wärme Lei teαdem Werkstoff, in . dessen Aufnahmeraum 42 die Aus Laßöffnung 4 des Hei zbehä Lters 14 gerichtet ist. Der Heizbehälter 14 ist oberhalb des Kühlbehälters 8 angeordnet, wobei zwischen dem Heizbehälter 14 und dem Kühlbehälter 8 ein durchgehender Luftspalt 2 ausgebildet ist.
Ferner läßt die Zeichnung erkennen, daß die Mittel 46 als in strömungs π" chtung sich erstreckende Kühlrippen ausget. i idet
sind und daß die Kühleinrichtung 6 in einem Gehäuse 30 mit Lufteinlaßöffnungen 34 und 36 sowie Luftaus La ßöffnungen 38 und 40 angeordnet ist. Die Drehachse 1 des Gebläses 42 ist in etwa horizontal angeordnet.
Der Kühlbehälter 8 besitzt nicht näher dargestellte Führungs ittel, die mit Gegenführungsmitteln des Gehäuses
30 zusammenwirken, so daß der Kühlbehälter 8 in das Gehäuse
-
30 einschiebbar bzw. herausziehbar ist.
Der Heizbehälter 14 besitzt elektrisch beheizbare Heizkörper 20 und die Auslaßöf nung 4. Sowohl die Heizkörper 20 aLs auch die Aus Laßöffnung 4 sind im Bodenbereich des Hei zbehä Lte rs 14 angeordnet. Die Heizkörper 20 sind in Form einer elektrischen Spirale ausgebi ldet, die eine Heizplatte 18 aufheizen, in der ein Kanal 24 mit einem Venti l 25 angeordnet ist. Das Venti l 25 ist mittels einer Betätigungseinrichtung 28 steuerbar. Der Innenraum 12 des He i zbehä Lte rs 14 ist durch einen Deckel 16 abschließbar und die Flüssigkeit kann nach Öffnung des Venti ls 25 in Richtung der beiden vertikal ausgerichteten Tei le fließen.
Unterhalb der Heizeinrichtung 20 befindet sich eine Abdeckung
26. Der Kühlebehälter 8, der vorzugsweise aus Aluminium besteht, ist innerhalb eines Schiebers 44 mit Öffnungen
48 und 38 und 40 angeordnet. Wi rd der Schieber 44 in Richtung des Doppelpfei les 50 herausgezogen, dann kann die im Innenraum 42 des Kühlbehälters 8 sich befindende Flüssigkeit z.B. in eine Babyflasche geschüttet werden.
Durch das Venti l 25 kann die Aus Laufges chwi nd i g ke i t der Flüssigkeit getestet werden, was den Vortei l mit sich bringt,
daß bei geringen Auslaufmengen der Flüssigkeit ihre Temperatur sehr schnell herabgesetzt werden kann. Der eigentliche Kühlvorgang ist eine Funktion von Störungsgeschwindigkeit der Luft, Größe und Kühlkapazität des Kühlbehälters sowie der Ausströmung der einweichenden Flüssigkeit.
In den Fig. 2 und 3 ist dargestelt, daß der HeizbehäLter 14 einen Aufsatz 3 aus vorzugsweise transparentem Werkstoff trägt. Der Aufsatz 3 besteht aus einem Bodenteil 15 mit einer Durchlaßöffnung 17, die als Düse mit Bohrungen 19 ausgebildet ist. Der Boden des Teils 15 ist konvex. Ferner lassen die Fig. 2 und 3 erkennen, daß das Bodenteil 15 mittels einer Haube 161 abdeckbar ist und zusammen mit dieser einen Hohlraum 51 definiert. In diesen Hohlraum 51 können z.B. Schnuller untergebracht werden, die im Rahmen der Wasserzubereitung sterilisiert werden können. Das im Heizbehälter 14 kochende Wasser bildet Dampf, der über die Durchlaßöffnung 17 in den Hohlraum 51 strömen kann. Der Dampf weist eine Temperatur auf, die oberhalb von 90°C Liegt. Auf diese Weise kann der Schnuller des i ni fi zi ert werden.
Wie die Fig. 4 und 5 erkennen lassen, kann der Aufsatz 3 auch zur Desinfizierung von Babyflaschen 7 genutzt werden, die während der Wasserzubereitung auf den Aufsatz 3 gestellt werden, so daß die Durchlaßöffnung 17 in den Innenraum der Babyflasche zeigt. Se Lstverständ Li ch wäre es auch möglich in die Haube 16' eine Öffnung auszubilden, die auf den äußeren Durchmesser der Babyflasche abzustimmen wäre, so daß gle chze tig sowohl Babyschnuller als auch Babyflaschen desinfiziert werden könnten. In diesem Fall wäre es zweckmäßig, auch im Boden 53 Öffnungen auszubi Lden, durch die Dampf in den Hohlraum 51 strömen kann.