2-Pyrazolyloxyphenylessigsäure-Derivate, sie enthaltende Mittel und ihre Verwendung zur Bekämpfung von Schadpilzen und tierischen Schädlingen
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft Verbindungen der allgemeinen Formel I
sowie deren Salze, in der die Variablen die folgenden Bedeutungen haben:
n 0, 1, 2, 3 oder 4, wobei die Reste R1 verschieden sein können, wenn n größer als 1 ist;
Q -C(=CHCH3)-COOCH3,
-C(=CHOCH3)-COOCH3,
-C{=NOCH3)-COOCH3 oder
-C(=NOCH3)CONH(CH3) ;
Het ein Pyrazolring, welcher den Rest R2 trägt und noch einen oder, unabhängig voneinander, zwei Substituenten tragen kann aus der Gruppe: Chlor, Brom, Methyl und Trifluormethyl;
R1 Nitro, Cyano, Halogen, Cι-C4-Alkyl, C1-C4-Halogenalkyl, Cι-C4-Alkoxy, Cι*-C4-Halogenalkoxy oder C-.-C4-Alkylthio;
Phenyl oder Phenoxy, welche jeweils ein bis fünf Halogen¬ atome und, gegebenenfalls zusammen mit den Halogenatomen, einen oder, unabhängig voneinander, zwei oder drei der fol- genden Substituenten tragen können: Cι-C4-Alkyl,
C-.-C4-Halogenalkyl, Cι*-C4-Alkoxy, C1-C4-Halogenalkoxy und C1-C4-Alkylthio;
sofern n größer als 1 ist, eine an zwei benachbarte Kohlen- stoffatome des Phenylrestes gebundene 1,3-Butadien-l,4-diyl- gruppe, welche ihrerseits ein bis vier Halogenatome und, ge¬ gebenenfalls zusammen mit den Halogenatomen, einen oder, un-
abhängig voneinander, zwei der folgenden Substituenten tra¬ gen kann: Nitro, Cyano, Cι-C4~Alkyl, Cι-C4-Halogenalkyl, C1-C4-Alkoxy, Cι-C4-Halogenalkoxy und Ci-C4-Alkylthio;
R2 Wasserstoff oder ein direkt oder über eine Gruppe (-CR3R4-) gebundener, gegebenenfalls substituierter ein- oder zweiker¬ niger aromatischer Ring, welcher neben Kohlenstoffatomen ein bis vier Stickstoffatome oder ein oder zwei Stickstoffatome und ein Sauerstoff- oder Schwefelatom oder ein Sauerstoff- oder Schwefelatom als Ringglieder enthalten kann, wobei
R3,R*- unabhängig voneinander: Wasserstoff oder
C1-C4-Alkyl oder, zusammen mit dem Kohlenstoff- atom, an das sie gebunden sind: eine Gruppe (-C(=0)-) oder ( -C(=NOR5) -) , wobei wiederum
R5 C1-C4-Alkyl oder C2-C4-Alkinyl.
Des weiteren betrifft die Erfindung Mittel zur Bekämpfung von Schadpilzen und tierischen Schädlingen, welche die Verbindungen I oder deren Salze enthalten und die Verwendung der Verbindungen I und ihrer Salze und der sie enthaltenden Mittel hierzu.
2-Heteroaryloxyphenylessigsäure-Derivate mit fungizider, teil- weise mit insektizider Wirkung, sind aus folgenden Druckschriften bekannt: EP-A 178 824, EP-A 256 667, EP-A 398 692, EP-A 477 631, EP-A 513 580, WO-A 94/10159 und EP-A 623 604.
Hinsichtlich der Wirkungsspektren und Aufwandmengen können die bekannten Verbindungen dieses Typs noch nicht befriedigen.
Dem abzuhelfen war die Aufgabe, welche es mit der vorliegenden Erfindung zu lösen galt.
Demgemäß wurden die eingangs definierten Verbindungen I und deren Salze gefunden.
Des weiteren wurden Mittel zur Bekämpfung von Schadpilzen und tierischen Schädlingen, welche die Verbindungen I oder deren Salze enthalten und die Verwendung der Verbindungen I und ihrer Salze und der sie enthaltenden Mittel hierzu gefunden.
Die Verbindungen I sind auf verschiedenen Wegen nach an sich bekannten Verfahren erhältlich. Grundsätzlich ist es bei ihrer Synthese unerheblich, ob zunächst die Gruppierung "O-Het-R2" oder die Gruppierung "Q" aufgebaut wird.
Die Verbindungen I sind über die Verbindungen Z erhältlich, welche ihrerseits durch Umsetzung von Verbindungen der Formel II mit Hydroxyheterocyclen der Formel III zugänglich sind.
Hierin bedeutet:
15 L eine für die nucleophile aromatische Substitution übliche Abgangsgruppe wie Fluor, Chlor, Brom oder die Nitrogruppe;
W eine Gruppe, welche den nucleophilen Austausch der Gruppe L ermöglicht oder erleichtert und sich zudem - wie unten 20 beschrieben - in die Gruppe Q der Verbindungen I umwandeln läßt, z.B.: Nitro, -CO-CO-OR' , -CO-CO-NHR' , -C0-OR' oder -CO-CH3 (R' = Cι-C4-Alkyl) .
Diese Umsetzung wird üblicherweise bei Temperaturen von 0 bis 25 120, vorzugsweise 20 bis 60°C durchgeführt.
Geeignete Lösungsmittel sind aromatische Kohlenwasserstoffe wie Toluol, o-, m- und p-Xylol, halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Methylenchlorid, Chloroform und Chlorbenzol, Ether wie Diethyl-
30 ether, Diisopropylether, tert.-Butylmethylether, Dioxan, Anisol und Tetrahydrofuran, Nitrile wie Acetonitrii und Propionitril, Ketone wie Aceton und Methylethylketon sowie Dimethylsulfoxid, Dimethylformamid, Dimethylacetamid, l,3-Dimethylimidazolidin-2-on und 1,3-Dimethyltetrahydro-
35 2(lH)-pyrimidinon; besonders bevorzugt sind Dimethylsulfoxid, Dimethylacetamid und Dimethylformamid.
Es können auch Gemische der genannten Lösungsmittel verwendet werden.
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Als Basen kommen allgemein in Betracht: basische, anorganische Verbindungen, z.B. Alkalimetall- und Erdalkalimetallhydride wie Lithiumhydrid, Natriumhydrid, Kaliumhydrid, Calciumhydrid, Alkalimetall- und Erdalkalimetallcarbonate wie Kaliumcarbonat und 5 Calciumcarbonat, ferner Silbercarbonat sowie Alkalimetallhydro- gencarbonate wie Natriumhydrogencarbonat, metallorganische Ver¬ bindungen, insbesondere Alkalimetallalkyle wie Methyllithium,
Butyllithium und Phenyllithium, Alkylmagnesiumhalogenide wie Methylmagnesiumchlorid sowie Alkalimetall- und Erdalkalimetall- alkoholate wie Kalium-tert.-butanolat und Dimethoxymagnesium. Außerdem eignen sich organische Basen, z.B. tertiäre Amine wie 5 Trimethylamin, Triethylamin, Di-isopropylethylamin und N-Methyl- piperidin, Pyridin, substituierte Pyridine wie Collidin, Lutidin und 4-Dimethylaminopyridin sowie bicyclische Amine. Besonders bevorzugt werden Natriumhydrid, Kaliumcarbonat und Kalium-tert.- butanolat.
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Die Basen werden im allgemeinen äquimolar, im Überschuß oder gegebenenfalls als Lösungsmittel verwendet.
Es kann für die Umsetzung vorteilhaft sein, zunächst die 15 Verbindungen III mit Base zu behandeln und das resultierende Salz mit der Verbindung II umzusetzen.
Es kann für die Umsetzung weiterhin vorteilhaft sein, eine kata¬ lytisehe Menge eines Kronenethers wie z.B. 18-Krone-6 oder 20 15-Krone-5 oder eines sonstigen üblichen Phasentransfer- katalysators zuzusetzen.
Als Phasentransferkatalysatoren können Ammoniumhalogenide und -tetrafluoroborate wie Benzyltriethylammoniumchlorid, Benzyl- 25 tributylammoniumbromid, Tetrabutylammoniumchlorid, Hexadecyltri- methylammoniumbromid oder Tetrabutylammoniumtetrafluoroborat so¬ wie Phosphoniumhalogenide wie Tetrabutylphosphoniumchlorid oder Tetraphenylphosphoniumbromid eingesetzt werden.
30 Die für die Herstellung der Verbindungen I benötigten Ausgangs- Stoffe II sind literaturbekannt. Die Ausgangsstoffe III sind ebenfalls aus der Literatur bekannt oder können nach den dort be¬ schriebenen Verfahren hergestellt werden f1-Hvdroxypyrazole: Liebigs. Ann. 1995, Seite 1563; 3-Hvdroxyoyrazole: J. Heterocycl.
35 Chem. 30, Seite 49 (1993); Chem. Ber. 107, Seite 1318 (1974); Chem. Pharm. Bull. 19, Seite 1389 (1971); Tetrahedron Lett. 11, Seite 875 (1970); Chem. Heterocycl. Comp. 5, Seite 527 (1969); Chem. Ber. 102, Seite 3260 (1969); Chem. Ber. 109, Seite 261 (1976); J. Org. Chem. 31, Seite 1538 (1966); Tetrahedron 43,
40 Seite 607 (1987); 4-Hvdroxvpvrazole: CA-A 1 177 081; ÜS-A 4,621,144; JP-A 60/155,1601.
Die Verbindungen Z, in denen W für Nitro, -CO-OR' oder -CO-CH
3 steht, lassen sich ihrerseits in an sich bekannter Weise zu den 45 Verbindungen IV weiter umsetzen.
OCH3 Die folgende Übersicht zeigt, welche an sich bekannten Reaktionen sich für diese Umwandlung eignen:
w = Nitro (vgl. EP-A 398 692)
1. Reduktion der Nitrogruppe zur Aminogruppe (vgl. Houben-Weyl, Methoden der Organischen Chemie, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 4. Auflage, Bd. 11/1, Seite 360 ff.);
2. Diazotierung der Aminogruppe und Substitution der so gebil¬ deten Diazoniumgruppe durch ein Halogenatom wie Chlor, Brom oder Iod (vgl. z.B. Houben-Weyl, 4. Auflage, Bd. 5/4, Seite 437 ff.);
3. Metallierung des Aromaten an der Position des Halogenatoms (vgl. EP-A 398 692) ;
4. Umsetzung des metallierten aromatischen Kohlenstoffatoms mit Oxalsäuredimethylester oder
5. anstelle von 4.: Umsetzung mit Oxalsäuredichlorid und anschließend mit Methanol (vgl. EP-A 398 692) .
W -= -CO-OR' (vgl. EP-A 493 711)
1. Verseifung der -CO-OR'-Gruppe zur Carboxylgruppe;
2. Umsetzung der bei 1. gebildeten Carboxylgruppe zum Benzoyl- cyanid -CO-CN;
3. Pinner-Reaktion an der Gruppe -CO-CN;
Oxidation der CH3~Gruppe (vgl.: mit Kaliumpermanganat: Houben- Weyl, Band 4/lb, Seite 594 ff.; mit S0C12: Tetrahedron Lett. 1976, Seite 2783 ff.) .
Die Verbindungen der Formel IV lassen sich weiter zu den Verbindungen der Formel I umsetzen.
Diese Umsetzung erfolgt (vgl. WO-A 94/11 334):
- im Falle der Verbindungen der Formel I, in der
Q = -C(=CHOCH3)-COOCH3 bedeutet, in an sich bekannter Weise, z.B. durch Umsetzung der Verbindungen der Formel IV mit einem Ylid, welches sich ableitet von [ (CβH5)3P(CH2OCH3) ]+C1" oder dem entsprechenden Bromid;
im Falle der Verbindungen der Formel I, in der Q = -C(=CHCH3) -COOCH3, in an sich bekannter Weise, z.B. durch Umsetzung der Verbindungen der Formel IV mit einem Ylid, welches sich ableitet von [ (CβHs)3P(CH2CH3) ]+Cl- oder dem ent- sprechenden Bromid;
im Falle der Verbindungen der Formel I, in der Q = -C(=NOCH3)-COOCH3, in an sich bekannter Weise, z.B. durch Um¬ setzung der Verbindungen der Formel IV mit Methylhydroxylamin (CH3ONH2) oder dessen Hydrochlorid (CH3ONH3 +Cl') .
Alternativ können die Verbindungen der Formel I, in der Q für die Gruppe -C(=CHOCH3)-COOCH3 oder die Gruppe -C(=NOCH3)-COOCH3 steht, ausgehend von Verbindungen der Formel Z hergestellt werden, in der W für die Gruppe -CO-CH3 steht, wenn man diese durch an sich bekannte Umlagerung und Oxidation zunächst in die Verbindungen V überführt (vgl. J. Amer. Chem. Soc. 93, Seite 4919 (1971); J. Chem. Soc. Perkin Trans. 1, Seite 332 (1977); Synthesis 1981,
Seite 126)
Die Verbindungen der Formel V lassen sich in an sich bekannter Weise weiter zu den Verbindungen der Formel I umsetzen:
OCH3
Die Verbindungen der Formel I, in der Q für eine Gruppe -C(=NOCH3)-NH(CH3) steht, sind erhältlich, indem man die ent- sprechenden Verbindungen der Formel I, in der
Q = -C (=NOCH3)-COOCH3 bedeutet, mit Methylamin umsetzt (vgl. Houben-Weyl, 4. Auflage, Band E5, Seite 983 ff.):
I (Q = -C(=NOCH
3)-COOCH
3) I (Q = -C(=NOCH
3) -CONHCH
3
Diese Umsetzung wird üblicherweise bei Temperaturen von 0 bis 60, vorzugsweise 10 bis 30°C durchgeführt.
Methylamin kann durch gasförmiges Einleiten oder als wäßrige Lösung zu einer Lösung von I (Q = -C(=NOCH3) -COOCH3) zudosiert werden.
Geeignete Lösungsmittel sind aromatische Kohlenwasserstoffe wie Toluol, o-, m- und p-Xylol, halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Methylenchlorid, Chloroform und Chlorbenzol, Ether wie Diethyl¬ ether, Diisopropylether, tert.-Butylmethylether, Dioxan, Anisol und Tetrahydrofuran, Alkohole wie Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol und tert.-Butanol, besonders bevorzugt Methanol, Toluol und Tetrahydrofuran.
Es können auch Gemische der genannten Lösungsmittel verwendet werden.
Die Verbindungen I können bei der Herstellung aufgrund ihrer C=C- und C=N-Doppelbindungen in der Gruppe Q als E/Z-Isomerengemisehe anfallen, die z.B. durch Kristallisation oder Chromatographie in üblicher Weise in die Einzelverbindungen getrennt werden können.
Sofern bei der Synthese Isomerengemische anfallen, ist im all¬ gemeinen jedoch eine Trennung der Isomeren nicht unbedingt erfor¬ derlich, da sich die einzelnen Isomere teilweise während der Auf¬ bereitung für die Anwendung oder bei der Anwendung (z.B. unter Licht-, Säure- oder Baseneinwirkung) ineinander umwandeln können. Entsprechende Umwandlungen können auch nach der Anwendung, bei¬ spielsweise bei der Behandlung von Pflanzen, in der behandelten Pflanze oder im zu bekämpfenden Schadpilz oder tierischen Schäd¬ ling erfolgen.
In Bezug auf die C=N- bzw. C=C-Doppelbindung in der Gruppe Q wer¬ den hinsichtlich ihrer Wirksamkeit die E-Isomere der Verbindungen I bevorzugt (Konfiguration bezogen auf die (OCH3) - bzw. die (CH3) - Gruppe im Verhältnis zur COOCH3- bzw. CONHCH3-Gruppe) .
Teil der Erfindung sind auch die Salze der säurebeständigen Verbindungen I, welche basische Zentren, vor allem basische Stickstoffatome enthalten, insbesondere mit Mineralsäuren wie Schwefelsäure und Phosphorsäure oder Lewis-Säuren wie Zink- chlorid. Üblicherweise kommt es hierbei auf die Art des Salzes nicht an. Im Sinne der Erfindung sind solche Salze bevorzugt, die die von Schadpilzen oder tierischen Schädlingen freizuhaltenden Pflanzen, Flächen, Materialien oder Räume nicht schädigen und die Wirkung der Verbindungen I nicht beeinträchtigen. Besonders be- deutsam sind derartige, für landwirtschaftliche Zwecke geeignete Salze.
Die Salze der Verbindungen I sind in an sich bekannter Weise zu¬ gänglich, vor allem durch Umsetzen der entsprechenden Verbindungen I mit den genannten Säuren in Wasser oder einem in¬ erten organischen Lösungsmittel bei Temperaturen von -80 bis 120, vorzugsweise 0 bis 60°C.
Bei den eingangs angegebenen Definitionen der Verbindungen I wurden Sammelbegriffe verwendet, die allgemein repräsentativ für die folgenden Gruppen stehen:
Halogen: Fluor, Chlor, Brom und Jod;
Alkyl: geradkettige oder verzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4, 6 oder 10 Kohlenstoffatomen, z.B. Ci-Cβ-Alkyl wie Methyl, Ethyl, Propyl, 1-Methylethyl, Butyl, 1-Methyl-propyl, 2-Methylpropyl, 1,1-Dirnethylethyl, Pentyl, 1-Methylbutyl, 2-Methylbutyl, 3-Methylbutyl, 2,2-Di-methylpropyl, 1-Ethylpropyl, Hexyl, 1, 1-Dimethylpropyl, 1, 2-Dimethylpropyl, 1-Methylpentyl, 2-Methyl- pentyl, 3-Methylpentyl, 4-Methylpentyl, 1,1-Dirnethylbutyl, 1,2-Dimethylbutyl, 1,3-Dimethylbutyl, 2,2-Dimethylbutyl,
2,3-Dimethylbutyl, 3,3-Dimethylbutyl, 1-Ethylbutyl, 2-Ethylbutyl, 1,1, 2-Trimethylpropyl, 1,2,2-Trimethylpropyl, 1-Ethyl-l-methyl- propyl und 1- Ethyl-2-methylpropyl;
Halogenalkyl: geradkettige oder verzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, wobei in diesen Gruppen teilweise oder voll¬ ständig die Wasserstoffatome durch Halogenatome wie vorstehend genannt ersetzt sein können, z.B. Cι-C2-Halogenalkyl wie Chlor- methyl, Dichlormethyl, Trichlormethyl, Fluormethyl, Difluor- methyl, Trifluormethyl, Chlorfluormethyl, Dichlorfluormethyl,
Chlordifluormethyl, 1-Fluorethyl, 2-Fluorethyl, 2,2-Difluorethyl, 2,2,2-Trifluorethyl, 2-Chlor-2-fluorethyl, 2-Chlor-2,2-difluor- ethyl, 2,2-Dichlor-2-fluorethyl, 2,2,2-Trichlorethyl und Penta- fluorethyl;
Alkoxy: geradkettige oder verzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4 oder 6 Kohlenstoffatomen wie vorstehend genannt, welche über ein Sauerstoffatom (-0-) an das Gerüst gebunden sind, z.B. Ci-Cβ-Alkoxy wie Methyloxy, Ethyloxy, Propyloxy, 1-Methylethyloxy, Butyloxy, 1-Methyl-propyloxy, 2-Methylpropyloxy, 1,1-Dimethyl- ethyloxy, Pentyloxy, l-Methylbutyloxy, 2-Methylbutyloxy, 3-Methylbutyloxy, 2,2-Di-methylpropyloxy, 1-Ethylpropyloxy, Hexyloxy, 1, 1-Dimethylpropyloxy, 1,2-Dimethylpropyloxy, 1-Methyl- pentyloxy, 2-Methylpentyloxy, 3-Methylpentyloxy, 4-Methylpentyl- oxy, 1,1-Dimethylbutyloxy, 1,2-Dimethylbutyloxy, 1,3-Dimethyl- butyloxy, 2,2-Dimethylbutyloxy, 2,3-Dirnethylbutyloxy, 3,3-Dirnethylbutyloxy, 1-Ethyl-butyloxy, 2-Ethylbutyloxy,
1,1, 2-Trimethylpropyloxy, 1,2,2-Trimethylpropyloxy, 1-Ethyl-l-methylpropyloxy und l-Ethyl-2-methylpropyloxy;
Halogenalkoxy: geradkettige oder verzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, wobei in diesen Gruppen teilweise oder vollständig die Wasserstoffatome durch Halogenatome wie vorstehend genannt ersetzt sein können, und wobei diese Gruppen über ein Sauerstoffatom an das Gerüst gebunden sind;
Alkylthio: geradkettige oder verzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4 oder 6 Kohlenstoffatomen wie vorstehend genannt, welche über ein Schwefelatom (-S-) an das Gerüst gebunden sind, z.B. Ci-Cβ-Alkylthio wie Methylthio, Ethylthio, Propylthio, 1-Methyl- ethylthio, Butylthio, 1-Methylpropylthio, 2-Methylpropylthio, 1,1-Dimethylethylthio, Pentylthio, 1-Methylbutylthio, 2-Methyl- butylthio, 3-Methylbutylthio, 2,2-Di-methylpropylthio, 1-Ethyl- propylthio, Hexylthio, 1, 1-Dimethylpropylthio, 1, 2-Dimethyl- propylthio, 1-Methylpentylthio, 2-Methylpentylthio, 3-Methyl- pentylthio, 4-Methylpentylthio, 1,1-Dirnethylbutylthio, 1,2-Dimethylbutylthio, 1,3-Dimethylbutylthio, 2,2-Dimethylbutyl- thio, 2,3-Dimethylbutylthio, 3,3-Dimethylbutylthio, 1-Ethylbutyl- thio, 2-Ethylbutylthio, 1,1,2-Trimethylpropylthio, 1,2,2-Tri- methylpropylthio, 1-Ethyl-l-methylpropylthio und 1-Ethyl-2-methylpropy1thio;
Die Angabe "partiell oder vollständig halogeniert" soll zum Aus¬ druck bringen, daß in den derart charakterisierten Gruppen die Wasserstoffatome zum Teil oder vollständig durch gleiche oder verschiedene Halogenatome, wie vorstehend genannt, ersetzt sein können.
Die bei den Resten genannten ein- oder zweikernigen aromatischen oder heteroaromatischen Systeme können ihrerseits partiell oder vollständig halogeniert sein, d.h. die Wasserstoffatome dieser Gruppen können partiell oder vollständig durch Halogenatome wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, vorzugsweise Fluor und Chlor ersetzt sein.
Diese ein- oder zweikernigen aromatischen oder heteroaromatischen Systeme können neben den bezeichneten Halogenatomen zusätzlich einen bis drei der folgenden Substituenten tragen:
Nitro;
Cyano, Thiocyanato;
Alkyl, besonders Ci-Cβ-Alkyl wie vorstehend genannt, vorzugsweise Methyl, Ethyl, 1-Methylethyl, 1,1-Dimethylethyl, Butyl, Hexyl, insbesondere Methyl und 1-Methylethyl;
Alkenyl: geradkettige oder verzweigte Alkenylgruppen mit 2 bis 6 oder 10 Kohlenstoffatomen und einer Doppelbindung in einer beliebigen Position, z.B. C2-Cδ-Alkenyl wie Ethenyl, 1-Propenyl, 2-Propenyl, 1-Methylethenyl, 1-Butenyl, 2-Butenyl, 3-Butenyl, 1-Methyl-l-propenyl, 2-Methyl-l-propenyl, l-Methyl-2-propenyl, 2-Methyl-2-propenyl oder 1-Pentenyl;
Alkinyl: geradkettige oder verzweigte Alkinylgruppen mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen und einer Dreifachbindung in einer be¬ liebigen Position, z.B. C2-C4-Alkinyl wie Ethinyl, 2-Propinyl, 2-Butinyl, 3-Butinyl oder l-Methyl-2-propinyl;
Alkylsulfonyl: geradkettige oder verzweigte Alkylgruppen, wie vorstehend genannt, mit 1 bis 6 oder 10 Kohlenstoffatomen, welche über eine Sulfonylgruppe (-S02-) an das Gerüst gebunden sind;
Cι~C4-Halogenalkyl, wie vorstehend genannt, vorzugsweise Trichlor¬ methyl, Difluormethyl, Trifluormethyl, 2,2-Difluorethyl, 2,2,2-Trifluorethyl und Pentafluorethyl;
Cι-C4-Halogenalkylsulfonyl, Halogenalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoff¬ atomen, wie vorstehend genannt, welches über eine Sulfonylgruppe (-S02-) an das Gerüst gebunden ist;
Cι-C4-Alkoxy, vorzugsweise Methoxy, Ethoxy, 1-Methylethoxy und 1, 1-Dirnethylethoxy, insbesondere Methoxy;
Cι-C4-Halogenalkoxy, besonders Cι-C2-Halogenalkoxy, vorzugsweise Difluormethyloxy, Trifluormethyloxy und 2,2, 2-Trifluorethyloxy, insbesondere Difluormethyloxy;
Cι-C4-Alkylthio, vorzugsweise Methylthio und 1-Methylethylthio, insbesondere Methylthio;
Cι-C4-Alkylamino wie Methylamine Ethylamino, Propylamino, 1-Methylethylamino, Butylamino, 1-Methylpropylamino, 2-Methyl- propylamino und 1,1-Dimethylethylamino, vorzugsweise Methylamino und 1, 1-Dimethylethylamino, insbesondere Methylamino,
Di-Cι-C4-alkylamino wie N,N-Dimethylamino, N,N-Diethylamino, N,N-Dipropylamino, N,N-Di- (1-methylethyl)amino, N,N-Dibutylamino, N,N-Di-(l-methylpropyl)amino, N,N-Di-(2-methylpropyl)amino, N,N-Di-(1,l-dimethylethyl)amino, N-Ethyl-N-methylamino, N-Methyl-
N-propylamino, N-Methyl-N- (1-methylethyl)amino, N-Butyl-N-methyl- amino, N-Methyl-N- (1-methylpropyl)amino, N-Methyl-N- (2-methyl- propyl)amino, N- (1, 1-Dirnethylethyl)-N-methylamino, N-Ethyl-N-pro- pylamino, N-Ethyl-N-(1-methylethyl)amino, N-Butyl-N-ethylamino, N-Ethyl-N- (1-methylpropyl)amino, N-Ethyl-N- (2-methylpropyl) amino, N-Ethyl-N- (1,1-dimethylethyl)amino, N- (1-Methylethyl)-N-propyl- amino, N-Butyl-N-propylamino, N- (1-Methylpropyl)-N-propylamino, N- (2-Methylpropyl)-N-propylamino, N- (1,1-Dimethylethyl)-N-propyl- amino, N-Butyl-N-(1-methylethyl)amino, N- (1-Methylethyl)- N- (1-methylpropyl)amino, N-(1-Methylethyl) -N- (2-methylpropyl)- amino, N- (1,1-Dimethylethyl)-N- (1-methylethyl)amino, N-Bu¬ tyl-N- (1-methylpropyl)amino, N-Butyl-N- (2-methylpropyl)amino, N-Butyl-N- (1,1-dimethylethyl)amino, N-(1-Methylpropyl)- N- (2-methylpropyl)amino, N-(1,1-Dimethylethyl)-N-(1-methyl- propyDamino und N- (1,1-Dimethylethyl)-N- (2-methylpropyl)amino, vorzugsweise N,N-Dimethylamino und N,N-Diethylamino, insbesondere N,N-Dimethylamino;
Ci-Ce-Alkylcarbonyl wie Methylcarbonyl, Ethylcarbonyl, Propyl- carbonyl, 1-Methylethyl-carbonyl, Butylcarbonyl, 1-Methylpropyl- carbonyl, 2-Methylpropylcarbonyl, 1,1-Dimethylethylcarbonyl, Pentylcarbonyl, 1-Methylbutylcarbonyl, 2-Methylbutylcarbonyl, 3-Methylbutylcarbonyl, 1,1-Dimethylpropylcarbonyl, 1,2-Dimethyl- propylcarbonyl, 2,2-Dimethylpropylcarbonyl, 1-Ethylpropyl- carbonyl, Hexylcarbonyl, 1-Methylpentylcarbonyl, 2-Methylpentyl- carbonyl, 3-Methylpentylcarbonyl, 4-Methylpentylcarbonyl, 1, 1-Dimethylbutylcarbonyl, 1,2-Dimethylbutylcarbonyl, 1,3-Dirnethylbutylcarbonyl, 2,2-Dimethylbutylcarbonyl, 2,3-Dimethylbutylcarbonyl, 3,3-Dirnethylbutylcarbonyl, 1-Ethyl- butylcarbonyl, 2-Ethylbutylcarbonyl, 1, 1,2-Trimethylpropyl- carbonyl, 1,2,2-Trimethylpropylcarbonyl, 1-Ethyl-l-methylpropyl- carbonyl und l-Ethyl-2-methylpropylcarbonyl, vorzugsweise Methyl¬ carbonyl, Ethylcarbonyl und 1,1-Dimethylcarbonyl, insbesondere Ethylcarbonyl;
Cj-Cβ-Alkoxycarbonyl wie Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, Propyl- oxycarbonyl, 1-Methyl-ethoxycarbonyl, Butyloxycarbonyl, 1-Methyl- propyloxycarbonyl, 2-Methylpropyloxycarbonyl, 1, 1-Dimethylethoxy- carbonyl, Pentyloxycarbonyl, 1-Methylbutyloxycarbonyl, 2-Methyl- butyloxycarbonyl, 3-Methylbutyloxycarbonyl, 2,2-Dimethylpropyl- oxycarbonyl, 1-Ethylpropyloxycarbonyl, Hexyloxycarbonyl, 1,1-Di- methylpropoxycarbonyl, 1,2-Dimethylpropyloxycarbonyl, 1-Methyl- pentyloxycarbonyl, 2-Methylpentyloxycarbonyl, 3-Methylpentyloxy- carbonyl, 4-Methylpentyloxycarbonyl, 1, 1-Dimethylbutyloxycarbo- nyl, 1,2-Dimethylbutyloxycarbonyl, 1,3-Dirnethylbutyloxycarbonyl, 2,2-Dimethylbutyloxycarbonyl, 2,3-Dirnethylbutyloxycarbonyl, 3,3-Dimethylbutyloxycarbonyl, l-Ethylbutyloxycarbonyl, 2-Ethyl-
butyloxycarbonyl, 1, 1,2-Trimethylpropyloxycarbonyl, 1,2,2-Tri- methylpropyloxycarbonyl, 1-Ethyl-l-methylpropyloxycarbonyl und l-Ethyl-2-methylpropyloxycarbonyl, vorzugsweise Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl und 1,1-Dimethylethoxycarbonyl, insbesondere Ethoxycarbonyl;
Ci-Cβ-Alkylaminocarbonyl wie Methylaminocarbonyl, Ethylamino- carbonyl, Propylaminocarbonyl, 1-Methylethylaminocarbonyl, Butyl- aminocarbonyl, 1-Methylpropylaminocarbonyl, 2-Methylpropylamino- carbonyl, 1, 1-Dimethylethylaminocarbonyl, Pentylaminocarbonyl, 1-Methylbutylaminocarbonyl, 2-Methylbutylaminocarbonyl, 3-Methyl- butylaminocarbonyl, 2,2-Dimethylpropylaminocarbonyl, 1-Ethylpro- pylaminocarbonyl, Hexylaminocarbonyl, 1, 1-Dimethylpropylaminocar- bonyl, 1,2-Dimethylpropylaminocarbonyl, 1-Methylpentylaminocarbo- nyl, 2-Methylpentylaminocarbonyl, 3-Methylpentylaminocarbonyl, 4-Methylpentylaminocarbonyl, 1, 1-Dimethylbutylaminocarbonyl, 1,2-Dimethylbutylaminocarbonyl, 1,3-Dimethylbutylaminocarbonyl, 2,2-Dimethylbutylaminocarbonyl, 2,3-Dimethylbutylaminocarbonyl, 3, 3-Dimethylbutylaminocarbonyl, 1-Ethylbutylaminocarbonyl, 2-Ethylbutylaminocarbonyl, 1,1,2-Trimethylpropylaminocarbonyl, 1,2,2-Trimethylpropylaminocarbonyl, 1-Ethyl-l-methylpropylamino- carbonyl und l-Ethyl-2-methylpropylaminocarbonyl, vorzugsweise Methylamincarbonyl und Ethylamincarbonyl, insbesondere Methyl- aminocarbonyl;
Di-Ci-Cβ-alkylaminocarbonyl, besonders Di-Cι-C4-alkylaminocarbonyl wie N,N-Dimethylaminocarbonyl, N,N-Diethylaminocarbonyl, N,N-Di- propylaminocarbonyl, N,N-Di- (1-methylethyl)aminocarbonyl, N,N-Di- butylaminocarbonyl, N,N-Di- (1-methylpropyl)aminocarbonyl, N,N-Di- (2-methylpropyl)aminocarbonyl, N,N-Di- (1,1-dimethylethyl)-amino¬ carbonyl, N-Ethyl-N-methylaminocarbonyl, N-Methyl-N-propylamino¬ carbonyl, N-Methyl-N-(1-methylethyl)aminocarbonyl, N-Butyl-N- methylaminocarbonyl, N-Methyl-N- (1-methylpropyl)aminocarbonyl, N-Methyl-N-(2-methylpropyl)aminocarbonyl, N-(1,1-Dimethylethyl)- N-methylaminocarbonyl, N-Ethyl-N-propylaminocarbonyl, N-Ethyl- N-(1-methylethyl)aminocarbonyl, N-Butyl-N-ethylaminocarbonyl, N- Ethyl-N-(1-methylpropyl)aminocarbonyl, N-Ethyl-N- (2-methyl- propyl)aminocarbonyl, N-Ethyl-N-(1,1-dimethylethyl)aminocarbonyl, N-(1-Methylethyl)-N-propylaminocarbonyl, N-Butyl-N-propylamino- carbonyl, N- (1-Methylpropyl)-N-propylaminocarbonyl, N-(2-Methyl- propyl)-N-propylaminocarbonyl, N-(1, 1-Dimethylethyl)-N-propyl- aminocarbonyl, N-Butyl-N- (1-methylethyl)aminocarbonyl, N-(1-Methylethyl)-N-(1-methylpropyl)aminocarbonyl, N- (1-Methyl- ethyl)-N- (2-methylpropyl)aminocarbonyl, N- (1,1-Di-methylethyl)- N- (1-methylethyl)aminocarbonyl, N-Butyl-N- (1-methylpropyl)amino¬ carbonyl, N-Butyl-N-(2-methylpropyl)aminocarbonyl, N-Buty1- N-(1,1-dimethylethyl)aminocarbonyl, N-(1-Methylpropyl)-
N- (2-methyl-propyl)aminocarbonyl, N- (1, 1-Dimethylethyl)- N- (1-methylpropyl) aminocarbonyl und N- (1, 1-Dimethylethyl)- N- (2-methylpropyl) aminocarbonyl, vorzugsweise N,N-Dimethylamino- carbonyl und N,N-Diethylamincarbonyl, insbesondere N,N-Dimethyl- aminocarbonyl;
Ci-Cβ-Alkylcarboxyl wie Methylcarboxyl, Ethylcarboxyl, Propylcar- boxyl, 1-Methylethyl-carboxyl, Butylcarboxyl, l-Methylpropy1car¬ boxyl, 2-Methylpropylcarboxyl, 1,1-Dimethylethylcarboxyl, Pentyl- carboxyl, 1-Methylbutylcarboxyl, 2-Methylbutylcarboxyl, 3-Methyl- butylcarboxyl, 1, 1-Dimethylpropylcarboxyl, 1,2-Dimethylpropylcar- boxyl, 2,2-Dimethylpropylcarboxyl, 1-Ethylpropylcarboxyl, Hexyl- carboxyl, 1-Methylpentylcarboxyl, 2-Methylpentylcarboxyl, 3-Me- thylpentylcarboxyl, 4-Methylpentylcarboxyl, 1,1-Dimethylbutylcar- boxyl, 1,2-Dimethylbutylcarboxyl, 1, 3-Dimethylbutylcarboxyl,
2, 2-Dimethylbutylcarboxyl, 2,3-Dimethylbutylcarboxyl, 3,3-Dime- thylbutylcarboxyl, 1-Ethylbutylcarboxyl, 2-Ethylbutylcarboxyl, 1, 1,2-Trimethylpropylcarboxyl, 1,2,2-Trimethylpropy1carboxyl, 1-Ethyl-l-methylpropylcarboxyl und l-Ethyl-2-methylpropylcarbo- xyl, vorzugsweise Methylcarboxyl, Ethylcarboxyl und 1, 1-Dimethyl- ethylcarbonyl, insbesondere Methylcarboxyl und 1,1-Dimethylethyl- carboxyl;
Ci-Cβ-Alkylcarbonylamino wie Methylcarbonylamino, Ethylcarbonyl- amino, Propylcarbonylamino, 1-Methylethylcarbonylamino, Butylcar- bonylamino, 1-Methylpropylcarbonylamino, 2-Methylpropylcarbonyl- amino, 1,1-Dimethylethylcarbonylamino, Pentylcarbonylamino, 1-Me- thylbutylcarbonylamino, 2-Methylbutylcarbonylamino, 3-Methylbu- tylcarbonylamino, 2, 2-Dimethylpropylcarbonylamino, 1-Ethylpropy1- carbonylamino, Hexylcarbonylamino, 1,1-Dimethylpropylcarbonyl- amino, 1,2-Dimethylpropylcarbonylamino, 1-Methylpentylcarbonyl- amino, 2-Methylpentylcarbonylamino,3-Methylpentylcarbonylamino, 4-Methylpentylcarbonylamino, 1,1-Dimethylbutylcarbonylamino, 1, 2-Dirnethylbutylcarbonylamino, 1,3-Dimethylbutylcarbonylamino, 2,2-Dimethylbutylcarbonylamino, 2,3-Dimethylbutylcarbonylamino,
3, 3-Dirnethylbutylcarbonylamino, 1-Ethylbutylcarbonylamino, 2-Ethylbutylcarbonylamino, 1,1,2-Trimethylpropylcarbonylamino, 1,2,2-Trimethylpropylcarbonylamino, 1-Ethyl-1-methylpropylcarbo- nylamino und l-Ethyl-2-methylpropylcarbonylamino, vorzugsweise Methylcarbonylamino und Ethylcarbonylamino, insbesondere Ethyl¬ carbonylamino;
C3-C7-Cycloalkyl wie Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclo¬ hexyl und Cycloheptyl, vorzugsweise Cyclopropyl, Cyclopentyl und Cyclohexyl, insbesondere Cyclopropyl;
C3-C7-Cycloalkoxy wie Cyclopropyloxy, Cyclobutyloxy, Cyclopentyl¬ oxy, Cyclohexyloxy und Cycloheptyloxy, vorzugsweise Cyclopentyl¬ oxy und Cyclohexyloxy, insbesondere Cyclohexyloxy;
C3-C7-Cycloalkylthio wie Cyclopropylthio, Cyclobutylthio, Cyclo- pentylthio, Cyclohexylthio und Cycloheptylthio, vorzugsweise Cyclohexylthio;
C3-C7-Cycloalkylamino wie Cyclopropylamino, Cyclobutylamino, Cyclopentylamino, Cyclohexylamino und Cycloheptylamino, vorzugs¬ weise Cyclopropylamino und Cyclohexylamino, insbesondere Cyclo¬ propylamino;
Heterocyclyl bzw. Heterocyclyloxy, Heterocyclylthio und Hetero- cyclylamino: drei- bis sechsgliedrige, gesättigte oder partiell ungesättigte mono- oder polycyclische Heterocyclen, die ein bis drei Hereroatome ausgewählt aus einer Gruppe bestehend aus Sauer¬ stoff, Stickstoff und Schwefel enthalten, und welche direkt bzw. (Heterocyclyloxy) über ein Sauerstoffatom oder (Heterocyclylthio) über ein Schwefelatom oder (Heterocyclylamino) über ein Stick- stoffatom an das Gerüst gebunden sind, wie z.B. 2-Tetrahydro- furanyl, Oxiranyl, 3-Tetrahydrofuranyl, 2-Tetrahydrothienyl, 3-Tetrahydrothienyl, 2-Pyrrolidinyl, 3-Pyrrolidinyl, 3-Isoxazol- dinyl, 4-Isoxazolidinyl, 5-Isoxazolidinyl, 3-Isothiazolidinyl, 4-Isothiazolidinyl, 5-Isothiazolidinyl, 3-Pyrazolidinyl,
4-Pyrazolidinyl, 5-Pyrazolidinyl, 2-Oxazolidinyl, 4-Oxazolidinyl, 5-Oxazolidinyl, 2-Thiazolidinyl, 4-Thiazolidinyl, 5-Thia- zolidinyl, 2-Imidazolidinyl, 4-Imidazolidinyl, 1,2, 4-Oxa- diazolidin-3-yl, 1,2,4-Oxadiazolidin-5-yl, 1,2,4-Thiadiazolidin- 3-yl, l,2,4-Thiadiazolidin-5-yl, 1,2,4-Triazolidin-3-yl, l,3,4-Oxadiazolidin-2-yl, 1,3,4-Thiadiazolidin-2-yl, 1,3,4-Tri- azolidin-2-yl, 2,3-Dihydrofur-2-yl, 2,3-Dihydrofur-3-yl, 2,3-Dihydro-fur-4-yl, 2,3-Dihydro-fur-5-yl, 2,5-Dihydro-fur-2-yl, 2,5-Dihydro-fur-3-yl, 2,3-Dihydrothien-2-yl, 2,3-Dihydro- thien-3-yl, 2,3-Dihydrothien-4-yl, 2,3-Dihydrothien-5-yl, 2,5-Dihydrothien-2-yl, 2, 5-Dihydrothien-3-yl, 2,3-Dihydro- pyrrol-2-yl, 2,3-Dihydropyrrol-3-yl, 2, 3-Dihydropyrrol-4-yl, 2,3-Dihydropyrrol-5-yl, 2, 5-Dihydropyrrol-2-yl, 2,5-Dihydro- pyrrol-3-yl, 2,3-Dihydroisoxazol-3-yl, 2,3-Dihydroisoxazol-4-yl, 2, 3-Dihydroisoxazol-5-yl, 4, 5-Dihydroisoxazol-3-yl, 4,5-Dihydro- isoxazol-4-yl, 4,5-Dihydroisoxazol-5-yl, 2,5-Dihydroisothia¬ zol-3-yl, 2,5-Dihydroisothiazol-4-yl, 2,5-Dihydroisothiazol-5-yl, 2,3-Dihydroisopyrazol-3-yl, 2,3-Dihydroisopyrazol-4-yl, 2,3-Dihy- droisopyrazol-5-yl, 4, 5-Dihydroisopyrazol-3-yl, 4,5-Dihydroiso- pyrazol-4-yl, 4, 5-Dihydroisopyrazol-5-yl, 2, 5-Dihydroisopyra¬ zol-3-yl, 2,5-Dihydroisopyrazol-4-yl, 2,5-Dihydroisopyrazol-5-y1, 2,3-Dihydrooxazol-3-yl, 2,3-Dihydrooxazol-4-yl, 2,3-Dihydro-
oxazol-5-yl, 4,5-Dihydrooxazol-3-yl, 4, 5-Dihydrooxazol-4-yl, 4,5-Dihydrooxazol-5-yl, 2, 5-Dihydrooxazol-3-yl, 2,5-Dihydro- oxazol-4-yl, 2,5-Dihydrooxazol-5-yl, 2,3-Dihydrothiazol-2-yl, 2,3-Dihydrothiazol-4-yl, 2,3-Dihydrothiazol-5-yl, 4,5-Dihydro- thiazol-2-yl, 4, 5-Dihydrothiazol-4-yl, 4, 5-Dihydrothiazol-5-yl, 2,5-Dihydrothiazol-2-yl, 2,5-Dihydrothiazol-4-yl, 2,5-Dihydro- thiazol-5-yl, 2,3-Dihydroimidazol-2-yl, 2,3-Dihydroimidazol-4-y1, 2,3-Dihydroimidazol-5-yl, 4, 5-Dihydroimidazol-2-yl, 4,5-Dihydro- imidazol-4-yl, 4, 5-Dihydroimidazol-5-yl, 2, 5-Dihydroimidazol- 2-yl, 2,5-Dihydroimidazol-4-yl, 2,5-Dihydroimidazol-5-yl, 2-Morpholinyl, 3-Morpholinyl, 2-Piperidinyl, 3-Piperidinyl, 4-Piperidinyl, 3-Tetrahydropyridazinyl, 4-Tetrahydropyridazinyl, 2-Tetrahydropyrimidinyl, 4-Tetrahydropyrimidinyl, 5-Tetrahydro- pyrimidinyl, 2-Tetrahydropyrazinyl, 1,3,5-Tetrahydrotriazin-2-yl, l,2,4-Tetrahydrotriazin-3-yl, 1,3-Dihydrooxazin-2-yl, l,3-Dithian-2-yl, 2-Tetrahydropyranyl, 1, 3-Dioxolan-2-yl, 3,4,5,6-Tetrahydropyridin-2-yl, 4H-1,3-Thiazin-2-yl, 4H-3, 1-Benzothiazin-2-yl, 1,1-Dioxo-2,3,4,5-tetrahydrothien-2-yl, 2H-l,4-Benzothiazin-3-yl, 2H-1.4-Benzoxazin-3-yl, 1,3-Dihydro- oxazin-2-yl, l,3-Dithian-2-yl,
Zwei benachbarte Reste an R2 können die Bedeutung einer, gegebe¬ nenfalls mit Fluor und/oder Chlor substituierte Oxy-Cι-C2-alkyli- denoxy-Kette, wie z.B. -O-CH2-0, -0-CF2-0-, -O-CCI2-O-, -0-CH2CH2-0-, -0-CCl2CCl2-0- oder -0-CF2CF2-0-, oder einer
C3-C4-Alkylidenkette, wie z.B. Propyliden oder Butyliden, haben.
In Hinblick auf ihre Wirkung bei der Bekämpfung von Schadpilzen und tierischen Schädlingen sind Verbindungen I sowie ihre Salze bevorzugt, in denen die Variablen die folgenden Bedeutungen haben:
n 0 oder 1;
Het ein Pyrazolring, welcher den Rest R2 trägt und noch einen oder zwei Substituenten tragen kann aus der Gruppe: Chlor, Brom, Methyl und Trifluormethyl;
R1 Halogen, Cι-C4-Alkyl, Cι-C2-Halogenalkyl, Cι-C2-Alkoxy, Cχ-C2-Halogenalkoxy oder Cι-C2-Alkylthio;
R2 ein gegebenenfalls substituierter ein- oder zweikerniger car- bocyclischer aromatischer Ring, wobei die Gruppe (-CR3R4-) vorzugsweise für (-CH(CH3)-) oder (-C(=NOCH3) -) , vor allem für (-CH2-) und insbesondere für eine direkte Bindung steht.
Insbesondere bevorzugt sind Verbindungen I sowie ihre Salze, in denen die Variablen die folgenden Bedeutungen haben:
n 0 oder 1;
Q -C(=CHOCH3) -COOCH3;
Het ein Pyrazolring, welcher den Rest R2 trägt und noch einen oder zwei Substituenten tragen kann aus der Gruppe: Chlor, Brom, Methyl und Trifluormethyl;
R1 Halogen, Cι-C4~Alkyl, Cι~C2-Halogenalkyl, Cι-C2-Alkoxy, Cι-C2-Halogenalkoxy oder Cι-C2-Alkylthio;
R2 ein gegebenenfalls substituierter ein- oder zweikerniger, carbocyclischer aromatischer Ring, wobei die Gruppe (-CR3R4-) vorzugsweise für (-CH(CH3)-) oder (-C (=NOCH3) -) , vor allem für (-CH2-) und insbesondere für eine direkte Bindung steht.
Weiterhin insbesondere bevorzugt sind Verbindungen I sowie ihre Salze, in denen die Variablen die folgenden Bedeutungen haben:
n 0 oder 1;
Q -C(=NOCH3)-NH(CH3) ;
Het ein Pyrazolring, welcher den Rest R2 trägt und noch einen oder zwei Substituenten tragen kann aus der Gruppe: Chlor, Brom, Methyl und Trifluormethyl;
R1 Halogen, Cι-C4~Alkyl, C*.-C2-Halogenalkyl, Cχ-C2-Alkoxy, Cι-C2-Halogenalkoxy oder Cι-C2-Alkylthio;
R2 ein gegebenenfalls substituierter ein- oder zweikerniger, carbocyclischer aromatischer Ring, wobei die Gruppe (-CR3R4-) vorzugsweise für (-CH(CH3)-) oder (-C(=NOCH3) -) , vor allem für (-CH2-) und insbesondere für eine direkte Bindung steht.
Bevorzugt sind auch die Verbindungen der allgemeinen Formel I sowie ihre Salze, in der Het eine der folgenden Bedeutungen hat, wobei jeweils die freie Bindung auf der linken Ringseite den Rest R
2 trägt:
CH3
Weiterhin sind Verbindungen I bevorzugt, in denen n für 0 oder 1 steht.
Gleichermaßen bevorzugt sind Verbindungen I, in denen R1 für Halo- gen, Cι-C4-Alkyl, Cι-C2-Halogenalkyl und Cι-C2-Alkoxy steht.
Außerdem werden Verbindungen I bevorzugt, in denen R2 für einen ggf. subst. ein- oder zweikernigen, aromatischen Rest steht, wel¬ cher neben Kohlenstoffatomen ein bis vier Stickstoffatome oder ein oder zwei Stickstoffatome und ein Sauerstoff- oder Schwefel- atom oder ein Sauerstoff- oder Schwefelatom als Ringglieder ent¬ halten kann.
Insbesondere bevorzugt sind Verbindungen I, in denen R1 für Was- serstoff (n=0) , Chlor, Methyl oder Trifluormethyl steht.
Insbesondere werden daneben Verbindungen I bevorzugt, in denen R2 für ggf. subst. Phenyl steht, welches über eine (-CH2-) -Gruppe und vor allem direkt an den Rest Het gebunden ist.
Insbesondere werden auch Verbindungen I bevorzugt, in denen R2 für ggf. subst. Pyridyl oder Pyrimidyl steht, welche über eine
(-CH2-)-Gruppe und vor allem direkt an den Rest Het gebunden sind.
Insbesondere sind auch solche Verbindungen I bevorzugt, in denen R2 für ggf. substituiertes Phenyl oder Benzyl steht. Als Substi¬ tuenten des Phenylrestes und des Phenylrings im Benzylrest kommen in diesen Fällen bevorzugt Halogen, Cyano, Cι-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, Cι-C2-Halogenalkyl, Cχ-C2-Halogenalkoxy, C1-C4-Alkoxycarbonyl, Phenyl und Oxy-Cι~C2-alkylidenoxy in Be¬ tracht.
Ebenfalls bevorzugt sind Verbindungen I, in denen R2 für einen ggf. substituierten Sechsring-Heteroaromaten wie Pyridyl und Pyrimidyl steht. Als Substituenten des Sechsring-Heteroaromaten
kommen bevorzugt Cyano, Halogen, Cι-C4~Alkyl, Cι-C2-Halogenalkyl, Cι-C4-Alkoxy, Cι-C2-Halogenalkoxy und Phenyl in Betracht.
Ganz besonders bevorzugt sind im Hinblick auf ihre biologische 5 Wirkung die in den folgenden Tabellen zusammengestellten
Verbindungen, wobei die dem die Gruppe R1 tragenden Phenylring benachbarten Doppelbindungen in den unterschiedlichen Gruppen Q stets in der E-Konfiguration vorliegen.
10 Tabelle 1
Verbindungen der Formel
20
OCH3
in der die Reste R^ und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils " einer Zeile der Tabelle A entsprechen.
Tabelle 2
Verbindungen der Formel
30
35 C= CH CH3
OCH3 0 in der die Reste Rx n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle A entsprechen.
5
Tabelle 3
Verbindungen der Formel
C= CH CH3
I c=o
OCH3
in der die Reste R--n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle A entsprechen.
Tabelle 4
Verbindungen der Formel
C= N OCH3
OCH3 in der die Reste R--n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle A entsprechen.
Tabelle 5
Verbindungen der Formel
C= N OCH3
OCH3
in der die Reste R1 !! und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle A entsprechen.
Tabelle 6
Verbindungen der Formel
N OCH3
OCH3 in der die Reste R--n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle A entsprechen.
Tabelle 7
Verbindungen der Formel
NHCH3
in der die Reste R1 !! und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle A entsprechen.
Tabelle 8
Verbindungen der Formel
C== N OCH3
NHCH3
in der die Reste tV- und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle A entsprechen.
Tabelle 9
Verbindungen der Formel
N OCH3
NHCH3 in der die Reste Rx n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle A entsprechen.
Tabelle 10
Verbindungen der Formel
C=CH OCH3
OCH3
in der die Reste R*-n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle A entsprechen.
Tabelle 11
Verbindungen der Formel
OCH
3 in der die Reste R"-
n und R
2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle A entsprechen.
Tabelle 12
Verbindungen der Formel
C= CH OCH3
I
C= 0 |
OCH3
in der die Reste R1!! und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle A entsprechen.
Tabelle A
27
Verbindungen der Formel
C== CH CH3
OCH3
in der die Reste Rx n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 14
Verbindungen der Formel
ψ
OCH3
in der die Reste Rl n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 15
Verbindungen der Formel
CH CH3
OCH3
in der die Reste R-^ und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 16
Verbindungen der Formel
CH' CH3
OCH3
in der die Reste Rx n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 17
Verbindungen der Formel
C== CH CH3
OCH3
in der die Reste R3^ und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 18
Verbindungen der Formel
OCH3
in der die Reste Rx n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 19
Verbindungen der Formel
CH3 CH' OCH3 I
C=0
OCH3
in der die Reste R1 n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 20
Verbindungen der Formel
C=CH OCH3
OCH3
in der die Reste R-"n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 21
Verbindungen der Formel
CH OCH3
0
OCH3
in der die Reste Rx n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 22
Verbindungen der Formel
C= CH OCH3
C-=0
OCH3
in der die Reste R--n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 23
Verbindungen der Formel
N OCH3
OCH3
in der die Reste R--n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 24
Verbindungen der Formel
in der die Reste R--n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 25
Verbindungen der Formel
C= N OCH3
0CH3
in der die Reste R1 n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 26
Verbindungen der Formel
C— N OCH3
I c==o
OCH3
in der die Reste R--n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 27
Verbindungen der Formel
OCH3
in der die Reste R3^ und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 28
Verbindungen der Formel
C= N OCH3
NHCH3
in der die Reste R-^n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 29
Verbindungen der Formel
NHCH3
in der die Reste R--n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 30
Verbindungen der Formel
C= N OCH3
C=0
NHCH3
in der die Reste R-^ und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 31
Verbindungen der Formel
NHCH3
in der die Reste R1 n und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle 32
Verbindungen der Formel
C= N OCH3
NHCH3
in der die Reste R3^ und R2 die Bedeutungen haben, welche jeweils einer Zeile der Tabelle B entsprechen.
Tabelle B
Die Verbindungen I eignen sich zur Bekämpfung von Schadpilzen und tierischen Schädlingen.
Sie können in Abhängigkeit von ihren chemischen und physikali- sehen Eigenschaften mit üblichen, also dem Fachmann geläufigen, Formulierungshilfsmitteln formuliert werden. Die Produkte dieses Vorgangs werden als "Mittel" bezeichnet.
Geeignete Formulierungshilfsmittel sind z.B. feste oder flüssige Trägerstoffe, oberflächenaktive Mittel und Haftmittel.
Unter flüssigen Trägerstoffen werden flüssige Lösungsmittel wie Wasser und organische Lösungsmittel verstanden, wobei letztere vor allem bei Verwendung von Wasser als Lösungsmittel die Funk- tion eines Hilfslösungsmittels haben. Als organische Lösungs¬ mittel können verwendet werden: Aromaten wie Xylol, Toluol und Alkylnaphthaline, chlorierte Aromaten oder chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Chlorbenzole, Chlorethylene und Methylenchlorid, aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Cyclo- hexan und Paraffine, z.B. Mineralölfraktionen, Alkohole wie
Butanol, iso-Butanol, Cyclohexanol und Glykol sowie die zugehöri¬ gen Ether und Ester, Ketone wie Aceton, Methylethylketon, Methyl- iso-butylketon und Cyclohexanon, aprotisch dipolare Lösungsmittel wie Dimethylformamid, N-Methyl-2-pyrrolidon und Dimethylsulfoxid.
Als feste Trägerstoffe kommen beispielsweise in Betracht: Natür¬ liche Gesteinsmehle und Mineralerden wie Kieselsäuren, Silicate, Kaoline, Tonerden, Bolus, Löß, Talkum, Kreide, Kalkstein, Kalk, Dolomit, Magnesiumoxid, Quarz, Attapulgit, Montmorillonit und Diatomeenerde; synthetische Gesteinsmehle wie hochdisperse Kie¬ selsäure oder Mehle von synthetischem Aluminiumoxid und von syn¬ thetischen Silikaten. Insbesondere für Granulate geeignete feste Trägerstoffe sind beispielsweise: Gebrochene und fraktionierte natürliche Gesteine wie Calcit, Marmor, Bims, Sepiolith; synthe- tische Granulate aus anorganischen und organischen Mehlen; Granu¬ late aus organischem Material wie Sägemehl, Kokosnußschalen, Maiskolben oder Tabakstengel.
Geeignete oberflächenaktive Mittel sind nichtionogene und anioni- sehe Emulgiermittel/schaumerzeugende Mittel und Dispergiermittel:
Fettsäure-Polyoxyethylenester wie Laurylalkohol-Polyoxyethy- lenetheracetat,
Alkyl-Polyoxyethylen- oder -Polyoxypropylenether etwa von iso-Tridecylalkohol und Fettalkohol-Polyoxyethylenether,
Alkylarylalkohol-Polyoxyethylenether wie Octylphenol-Poly- oxyethylenether,
Tributylphenol-Polyoxyethylenether, ethoxyliertes iso-Octyl-, Octyl- oder Nonylphenol oder Rizi¬ nusöl,
Sorbitester, - Arylsulfonsäuren, Alkylsulfonsäuren, Alkylschwefelsäuren,
Alkali-, Erdalkali- und Ammoniumsalze von Arylsulfonsäuren, z.B. Lignin-, Phenol-, Naphthalin- und Dibutylnaphthalin- sulfonsäure, Alkylsulfonsäuren, Alkylarylsulfonsäuren, Alkyl-, Laurylether- und Fettalkoholschwefelsäuren, Fettsäu- ren, sulfatierten Hexa-, Hepta- und Octadecanolen und Fett- alkoholglykolethern,
Kondensationsprodukte von sulfoniertem Naphthalin und seiner Derivate mit Formaldehyd, Kondensationsprodukte von Naphthalinsulfonsäuren mit Phenol und Formaldehyd,
Eiweißhydrolysate und insbesondere als Dispergiermittel: Lignin-Sulfitablaugen und
Methylcellulose.
Als Haftmittel eignen sich beispielsweise: Carboxymethyl- cellulose; natürliche und synthetische pulverige, körnige oder latexförmige Polymere wie Gummiarabicum, Polyvinylalkohol, Poly- vinylacetat, natürliche Phospholipide wie Kephaline und Leci- thine, synthetische Phospholipide.
Weiterhin können die Mittel einen oder mehrere Vertreter der fol¬ genden Stoffgruppen enthalten: Farbstoffe, andere bekannte Wirk¬ stoffe, Spurennährstoffe und weitere Additive.
Als Farbstoffe kommen z.B. anorganische Pigmente wie Eisenoxid, Titanoxid, Ferrocyanblau, ferner organische Pigmente wie Aliza¬ rin-, Azo- und Metallphthalocyaninfarbstoffe in Betracht. Unter anderen bekannten Wirkstoffen sind etwa andere Fungizide sowie Insektizide, Akarizide, Herbizide und Wachstumsregulatoren zu verstehen. Spurennährstoffe sind beispielsweise Salze von Eisen, Mangan, Bor, Kupfer, Kobalt, Molybdän und Zink. Als weitere Addi¬ tive sind etwa mineralische und vegetabile Öle geeignet.
Die Mittel können darüberhinaus mit sonstigen, praktisch bedeut- samen Mischungspartnern wie Düngemittel oder sonstige fertige wirkstoffhaltige Mittel vermischt sein.
Die Herstellung der Mittel erfolgt in an sich bekannter Weise, nämlich in Abhängigkeit von den chemischen und physikalischen Ei- genschaften der eingesetzten Stoffe z.B. durch Mischen, gemeinsa¬ mes Vermählen, Aufsprühen, Extrudieren, Granulieren oder Auflösen in Wasser, letzteres ggf. unter Zuhilfenahme eines organischen
Lösungsmittels. Pulver, Streu- und Stäubemittel sind z.B. durch Mischen oder gemeinsames Vermählen der Verbindungen I mit einem festen Trägerstoff erhältlich.
Bei den Mitteln handelt es sich in Abhängigkeit von den einge¬ setzten Stoffen z.B. um Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulver, Schäume, Pasten, Granulate, Aerosole oder Feinstverkapse- lungen in polymeren Stoffen oder in Saatgut-Hüllmassen.
Zur Anwendung werden die für den Handel in der Regel als Konzen¬ trate vorliegenden Mittel gegebenenfalls wie üblich aufgelöst, verdünnt usw. , bei Spritzpulvern, wasserdispergierbaren Granula¬ ten, emulgierbaren Konzentraten, Dispersionen und teilweise auch bei Mikrogranulaten normalerweise unter Verwendung von Wasser. Staubförmige und granulierte Zubereitungen sowie versprühbare Lö¬ sungen werden vor der Anwendung meist nicht mehr mit weiteren in¬ erten Stoffen verdünnt.
Die Ausbringung der Mittel erfolgt in an sich bekannter Weise, etwa durch Versprühen, Vernebeln, Verstäuben, Verstreuen oder
Gießen. Die Pflanzen werden in der Regel mit den Mitteln besprüht oder bestäubt. Alternativ oder zusätzlich behandelt man die Samen der Pflanzen in an sich bekannter Weise.
Beispiele für solche Zubereitungen sind:
I. eine Lösung aus 90 Gew.-Teilen einer erfindungsgemäßen Ver¬ bindung I und 10 Gew.-Teilen N-Methyl-2-pyrrolidon, die zur Anwendung in Form kleinster Tropfen geeignet ist;
II. eine Mischung aus 20 Gew.-Teilen einer erfindungsgemäßen Verbindung I, 80 Gew.-Teilen Xylol, 10 Gew.-Teilen des An¬ lagerungsproduktes von 8 bis 10 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Ölsäure-N-monoethanolamid, 5 Gew.-Teilen des Calciumsalzes der Dodecylbenzolsulfonsäure, 5 Gew.-Teilen des Anlagerung¬ sproduktes von 40 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Ricinusöl: durch feines Verteilen der Lösung in Wasser erhält man eine Dis¬ persion;
III. eine wäßrige Dispersion aus 20 Gew.-Teilen einer erfindungsgemäßen Verbindung I, 40 Gew.-Teilen Cyclo¬ hexanon, 30 Gew.-Teilen Isobutanol, 20 Gew.-Teilen des An¬ lagerungsproduktes von 40 mol Ethylenoxid an 1 mol Ricinusöl;
IV. eine wäßrige Dispersion aus 20 Gew.-Teilen einer erfindungsgemäßen Verbindung I, 25 Gew.-Teilen Cyclo- hexanol, 65 Gew.-Teilen einer Mineralölfraktion vom Siede¬ punkt 210 bis 280°C und 10 Gew.-Teilen des Anlagerungspro- duktes von 40 mol Ethylenoxid an 1 mol Ricinusöl;
V. eine in einer Hammermühle vermahlene Mischung aus 80 Gew.- Teilen einer erfindungsgemäßen Verbindung I, 3 Gew.-Teilen des Natriumsalzes der Diisobutylnaphtalin-1-sulfonsäure, 10 Gew.-Teilen des Natriumsalzes einer Ligninsulfonsäure aus einer Sulfitablauge und 7 Gew.-Teilen pulverförmigem Kieselsäuregel: durch feines Verteilen der Mischung in Was¬ ser erhält man eine Spritzbrühe;
VI. eine innige Mischung aus 3 Gew.-Teilen einer erfindungs¬ gemaßen Verbindung I und 97 Gew.-Teilen feinteiligem Kao¬ lin; dieses Stäubemittel enthält 3 Gew.-% Wirkstoff;
VII. eine innige Mischung aus 30 Gew.-Teilen einer erfindungs- gemäßen Verbindung I, 92 Gew.-Teilen pulverförmigem Kiesel- säuregel und 8 Gew.-Teilen Paraffinöl, das auf die Ober¬ fläche dieses Kieselsäuregels gesprüht wurde; diese Aufbe¬ reitung gibt dem Wirkstoff eine gute Haftfähigkeit;
VIII. eine stabile wäßrige Dispersion aus 40 Gew.-Teilen einer erfindungsgemäßen Verbindung I, 10 Gew.-Teilen des Natrium¬ salzes eines Phenolsulfonsäure-Harnstoff-Formaldehyd-Kon- densates, 2 Gew.-Teilen Kieselgel und 48 Gew.-Teilen Was¬ ser, die weiter verdünnt werden kann;
IX. eine stabile ölige Dispersion aus 20 Gew.-Teilen einer erfindungsgemäßen Verbindung I, 2 Gew.-Teilen des Calcium- salzes der Dodecylbenzolsulfonsäure, 8 Gew.-Teilen Fett¬ alkoholpolyglykolether, 20 Gew.-Teilen des Natriumsalzes eines Phenolsulfonsäure-Harnstoff-Formaldehyd-Kondensates und 68 Gew.-Teilen eines paraffinischen Mineralöls.
Werden die Verbindungen I als solche appliziert, so kommt es vor allem auf deren feine Verteilung an.
Die Verbindungen I, ihre Salze und die erfindungsgemäßen Mittel zeichnen sich durch eine hervorragende Wirksamkeit gegen ein breites Spektrum von Schadpilzen (pflanzenpathogene Pilze) , ins¬ besondere aus der Klasse der
- Ascomyceten,
- Basidiomyceten,
- Deuteromyceten und
- Phycomyceten
aus. Sie sind zum Teil systemisch wirksam und können als Blatt- und Bodenfungizide eingesetzt werden.
Besondere Bedeutung haben sie für die Bekämpfung einer Vielzahl von Pilzen an verschiedenen Kulturpflanzen wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Reis, Mais, Gras, Baumwolle, Soja, Kaffee, Zucker- röhr, Wein, Obst- und Zierpflanzen und Gemüsepflanzen wie Gurken, Bohnen und Kürbisgewächsen sowie an den Samen dieser Pflanzen.
Die Verbindungen I, ihre Salze und die erfindungsgemäßen Mittel werden angewendet, indem man die Schadpilze, deren Lebensraum oder die vor Pilzbefall zu schützenden Saatgüter, Pflanzen, Flä¬ chen, Materialien oder Räume mit einer fungizid wirksamen Menge der Mittel oder der Verbindungen I bzw. ihre Salze behandelt. Die Anwendung kann vor oder nach dem Befall durch die Pilze erfolgen.
Speziell eignen sich die erfindungsgemäßen Mittel und die Verbindungen I zur Bekämpfung folgender Pflanzenkrankheiten:
Erysiphe graminis (echter Mehltau) in Getreide, Erysiphe cichoracearum und Sphaerotheca fuliginea an Kürbisgewächsen, Podosphaera leucotricha an Äpfeln, Uncinula necator an Reben, Puccinia-Arten an Getreide, Rhizoctonia-Arten an Baumwolle, Reis und Rasen, Ustilago-Arten an Getreide und Zuckerrohr, Venturia inaequalis (Schorf) an Äpfeln, Helminthosporium-Arten an Ge¬ treide, Septoria nodorum an Weizen, Botrytis cinerea (Grauschim- mel) an Erdbeeren, Reben, Zierpflanzen und Gemüse, Cercospora arachidicola an Erdnüssen, Pseudocercosporella herpotrichoides an Weizen, Gerste, Pyricularia oryzae an Reis, Phytophthora infestans an Kartoffeln und Tomaten, Fusarium- und Verticillium- Arten an verschiedenen Pflanzen, Plasmopara viticola an Reben, Pseudoperonospora-Arten in Hopfen und Gurken, Alternaria-Arten an Gemüse und Obst.
Die fungiziden Mittel enthalten im allgemeinen zwischen 0,1 und 95, vorzugsweise zwischen 0,5 und 90 Gew.% Wirkstoff.
Die Aufwandmengen liegen je nach Art des gewünschten Effektes zwischen 0,01 und 2,0 kg Wirkstoff pro ha.
Bei der Saatgutbehandlung werden im allgemeinen Wirkstoffmengen von 0,001 bis 0,1 g, vorzugsweise 0,01 bis 0,05 g je Kilogramm Saatgut benötigt.
Die erfindungsgemäßen Mittel können in der Anwendungsform als Fungizide auch zusammen mit anderen Wirkstoffen vorliegen, der z.B. mit Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsregulatoren, Fungiziden oder auch mit Düngemitteln.
Beim Vermischen mit Fungiziden erhält man dabei in vielen Fällen eine Vergrößerung des fungiziden Wirkungsspektrums.
Die folgende Liste von Fungiziden, mit denen die erfindungs- gemäßen Verbindungen gemeinsam angewendet werden können, soll die Kombinationsmöglichkeiten erläutern, nicht aber einschränken:
Schwefel, Dithiocarbamate und deren Derivate, wie Ferridimethyl- dithiocarbamat, Zinkdimethyldithiocarbamat, Zinkethylenbisdithio- carbamat, Manganethylenbisdithiocarbamat, Mangan-Zink-ethylen- diamin-bis-dithiocarbamat, Tetramethylthiuramdisulfide, Ammoniak- Komplex von Zink-(N,N-ethylen-bis-dithiocarbamat) , Ammoniak- Komplex von Zink-(N,N' -propylen-bis-dithiocarbamat) , Zink- (N,N'-propylenbis-dithiocarbamat) , N,N'-Polypropylen- bis-(thiocarbamoyl)disulfid;
Nitroderivate, wie Dinitro- (1-methylheptyl)-phenylcrotonat, 2-sec-Butyl-4,6-dinitrophenyl-3,3-dimethylacrylat, 2-sec- Butyl-4,6-dinitrophenyl-isopropylcarbonat, 5-Nitro-isophthal- säure-di-isopropylester;
heterocyclische Substanzen, wie 2-Heptadecyl-2-imidazolin-acetat, 2,4-Dichlor-6- (o-chloranilino)-s-triazin, 0,O-Diethyl-phthal- imidophosphonothioat, 5-Amino-l- [bis- (dimethylamino)-phosphi- nyl] -3-phenyl-1,2, 4- triazol, 2,3-Dicyano-l,4-dithioanthrachinon, 2-Thio-l,3-dithiolo[4, 5-b] chinoxalin, 1- (Butylcarbamoyl)-2-benz- imidazol-carbaminsäuremethylester, 2-Methoxycarbonylamino-benz- imidazol, 2-(Furyl- (2) )-benzimidazol, 2- (Thiazolyl-(4) )-benz¬ imidazol, N-(1,1,2,2-Tetrachlorethylthio)-tetrahydrophthalimid, N-Trichlormethylthio-tetrahydrophthalimid, N-Trichlormethylthio- phthalimid,
N-Dichlorfluormethylthio-N' ,N'-dimethyl-N-phenyl-schwefelsäure- diamid, 5-Ethoxy-3-trichlormethyl-1, 2,3-thiadiazol, 2-Rhodan- methylthiobenzthiazol, 1,4-Dichlor-2,5-dimethoxybenzol, 4- (2-Chlorphenylhydrazono)-3-methyl-5-isoxazolon, Pyridin-2-thio-l-oxid, 8-Hydroxychinolin bzw. dessen Kupfersalz, 2,3-Dihydro-5-carboxanilido-6-methyl-l,4-oxathiin, 2,3-Dihydro- 5-carboxanilido-6-methyl-l,4-oxathiin-4,4-dioxid, 2-Methyl-5,6- dihydro-4H-pyran-3-carbonsäure-anilid, 2-Methyl-furan-3-carbon- säureanilid, 2,5-Dimethyl-furan-3-carbonsäureanilid, 2,4,5-Tri- methyl-furan-3-carbonsäureanilid, 2, 5-Dimethyl-furan-3-carbon-
säurecyclohexylamid, N-Cyclohexyl-N-methoxy-2, 5-dimethyl-furan- 3-carbonsäureamid, 2-Methyl-benzoesäure-anilid, 2-Iod-benzoe- säure-anilid, N-Formyl-N-morpholin-2,2,2-trichlorethylacetal, Piperazin-1, 4-diylbis- (1- (2,2, 2-trichlor-ethyl)-formamid, 1- (3,4-Dichloranilino)-l-formylamino-2,2,2-trichlorethan, 2, 6-Dimethyl-N-tridecyl-morpholin bzw. dessen Salze, 2, 6-Dimethyl-N-cyclododecyl-morpholin bzw. dessen Salze, N- [3- (p-tert.-Butylphenyl) -2-methylpropyl] -cis-2,6-dimethyl- morpholin, N- [3- (p-tert.-Butylphenyl)-2-methylpropyl]-piperidin, 1- [2-(2, 4-Dichlorphenyl) -4-ethyl-l,3-dioxolan-2-yl-ethyl]-1H- 1,2, 4-triazol, 1- [2- (2,4-Dichlorphenyl)-4-n-propyl-l,3-dioxolan- 2-yl-ethyl]-1H-1,2,4-triazol, N- (n-Propyl)-N-(2,4,6-trichlor- phenoxyethyl)-N'-imidazol-yl-harnstoff, 1- (4-Chlorphenoxy)-3,3- dimethyl-l-(lH-l,2,4-triazol-l-yl)-2-butanon, 1- (4-Chlorphenoxy)- 3,3-dimethyl-l-(lH-l,2,4-triazol-l-yl)-2-butanol, α-(2-Chlor- phenyl)-α- (4-chlorphenyl)-5-pyrimidin-methanol, 5-Butyl-2- dimethylamino-4-hydroxy-6-methyl-pyrimidin, Bis- (p-chlorphenyl)- 3-pyridinmethanol, 1,2-Bis-(3-ethoxycarbonyl-2-thioureido)- benzol, 1,2-Bis-(3-methoxycarbonyl-2-thioureido)-benzol,
sowie verschiedene Fungizide, wie Dodecylguanidinacetat, 3- [3-(3,5-Dimethyl-2-oxycyclohexyl)-2-hydroxyethyl] -glutarimid, Hexachlorbenzol, DL-Methyl-N-(2,6-dimethyl-phenyl)-N-furoyl(2) - alaninat, DL-N-(2,6-Dimethyl-phenyl)-N-(2*-methoxyacetyl)-alanin- methyl- ester, N-(2,6-Dimethylphenyl)-N-chloracetyl-D,L-2-amino- butyrolacton, DL-N-(2,6-Dimethylphenyl)-N- (phenylacetyl)-alanin- methylester, 5-Methyl-5-vinyl-3- (3,5-dichlorphenyl)-2, 4-dioxo- 1,3-oxazolidin, 3- [3,5-Dichlorphenyl (-5-methyl-5-methoxymethyl]- 1, 3-oxazolidin- 2, 4-dion, 3- (3,5-Dichlorphenyl)-1-isopropylcarba- moylhydantoin, N-(3,5-Dichlorphenyl)-1,2-dimethylcyclopropan- 1,2-dicarbonsäureimid, 2-Cyano-[N-(ethylaminocarbonyl) -2-methox- imino] -acetamid, l-[2- (2,4-Dichlorphenyl)-pentyl] -lH-l,2,4-tri- azol, 2,4-Difluor-α- (1H-1,2,4-triazolyl-l-methyl)-benzhydry¬ lalkohol, N- (3-Chlor-2,6-dinitro-4-trifluormethyl-phenyl)-5- trifluormethyl-3-chlor-2-aminopyridin, l-( (bis-(4-Fluorphenyl)- methylsilyl)-methyl)-1H-1,2,4-triazol.
Strobilurine wie Methyl-E-methoximino- [α-(o-tolyloxy)-o- tolyl] -acetat, Methyl-E-2- {2-[6- (2-cyanophenoxy) - pyrimidin-4-yloxy] -phenyl}-3-methoxyacrylat,
Methyl-E-methoximino-[α- (2-phenoxyphenyl) ] -acetamid, Methyl-E-methoximino-[α- (2,5-dimethylphenoxy)- o-tolyl]-acetamid.
Anilinopyrimidine wie N- (4,6-Dimethylpyrimidin-2-yl)-anilin, N- [4-Methyl-6- (1-propinyl)-pyrimidin-2-yl] -anilin, N- (4-Methyl- 6-cyclopropyl-pyrimidin-2-yl)-anilin.
Phenylpyrrole wie 4- (2,2-difluor-1,3-benzodioxol-4-yl)-pyrrol- 3-carbonitril, Zimtsäureamide wie 3-(4-Chlorphenyl)-3- (3,4-dimethoxyphenyl)-acrylsäuremorpholid,
(2RS,3SR) -1- [3- (2-Chlorphenyl) -2- [4-fluorphenyl]oxiran-2-yl- methyl] -1H-1,2,4-triazol.
Die Verbindungen der Formel I sind außerdem geeignet, tierische Schädlinge, vor allem aus der Klasse der Insekten, Spinnentiere und Nematoden wirksam zu bekämpfen. Sie können im Pflanzenschutz sowie auf dem Hygiene-, Vorratsschutz- und Veterinärsektor als Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden.
Zu den schädlichen Insekten gehören aus der Ordnung der Schmet¬ terlinge (Lepidoptera) beispielsweise Agrotis ypsilon, Agrotis segetum, Alabama argillacea, Anticarsia gemmatalis, Argyresthia conjugella, Autographa gamma, Bupalus piniarius, Cacoecia murinana, Capua reticulana, Cheimatobia brumata, Choristoneura fumiferana, Choristoneura occidentalis, Cirphis unipuncta, Cydia pomonella, Dendrolimus pini, Diaphania nitidalis, Diatraea grandiosella, Earias insulana, Elasmopalpus lignosellus,
Eupoecilia ambiguella, Evetria bouliana, Feltia subterranea, Galleria mellonella, Grapholitha funebrana, Grapholitha molesta, Heliothis armigera, Heliothis virescens, Heliothis zea, Hellula undalis, Hibernia defoliaria, Hyphantria cunea, Hyponomeuta malinellus, Keiferia lycopersicella, Lambdina fiscellaria, Laphygma exigua, Leucoptera coffeella, Leucoptera scitella, Lithocolletis blancardella, Lobesia botrana, Loxostege sticticalis, Lymantria dispar, Lymantria monacha, Lyonetia clerkella, Malacosoma neustria, Mamestra brassicae, Orgyia pseudotsugata, Ostrinia nubilalis, Panolis flammea, Pectinophora gossypiella, Peridroma saucia, Phalera bucephala, Phthorimaea operculella, Phyllocnistis citrella, Pieris brassicae, Plathypena scabra, Plutella xylostella, Pseudoplusia includens, Rhyacionia frustrana, Scrobipalpula absoluta, Sitotroga cerealella, Sparga- nothis pilleriana, Spodoptera frugiperda, Spodoptera littoralis, Spodoptera litura, Thaumatopoea pityocampa, Tortrix viridana, Trichoplusia ni, Zeiraphera canadensis.
Aus der Ordnung der Käfer (Coleoptera) beispielsweise Agrilus sinuatus, Agriotes lineatus, Agriotes obscurus, Amphimallus solstitialis, Anisandrus dispar, Anthonomus grandis, Anthonomus pomorum, Atomaria linearis, Blastophagus piniperda, Blitophaga
undata, Bruchus rufimanus, Bruchus pisorum, Bruchus lentis, Byctiscus betulae, Cassida nebulosa, Cerotoma trifurcata, Ceuthorrhynchus assimilis, Ceuthorrhynchus napi, Chaetocnema tibialis, Conoderus vespertinus, Crioceris asparagi, Diabrotica longicornis, Diabrotica 12-punctata, Diabrotica virgifera, Epilachna varivestis, Epitrix hirtipennis, Eutinobothrus brasiliensis, Hylobius abietis, Hypera brunneipennis, Hypera postica, Ips typographus, Lema bilineata, Lema melanopus, Leptinotarsa decemlineata, Limonius californicus, Lissorhoptrus oryzophilus, Melanotus communis, Meligethes aeneus, Melolontha hippocastani, Melolontha melolontha, Oulema oryzae, Ortiorrhynchus sulcatus, Otiorrhynchus ovatus, Phaedon cochleariae, Phyllotreta chrysocephala, Phyllophaga sp. , Phyllopertha horticola, Phyllotreta nemorum, Phyllotreta striolata, Popillia japonica, Sitona lineatus, Sitophilus granaria.
Aus der Ordnung der Zweiflügler (Diptera) beispielsweise Aedes aegypti, Aedes vexans, Anastrepha ludens, Anopheles maculipennis, Ceratitis capitata, Chrysomya bezziana, Chrysomya hominivorax, Chrysomya macellaria, Contarinia sorghicola, Cordylobia anthro- pophaga, Culex pipiens, Dacus cucurbitae, Dacus oleae, Dasineura brassicae, Fannia canicularis, Gasterophilus intestinalis, Glossina morsitans, Haematobia irritans, Haplodiplosis equestris, Hylemyia platura, Hypoderma lineata, Liriomyza sativae, Liriomyza trifolii, Lucilia caprina, Lucilia cuprina, Lucilia sericata, Lycoria pectoralis, Mayetiola destructor, Musca domestica, Muscina stabulans, Oestrus ovis, Oscinella frit, Pegomya hysocyami, Phorbia antiqua, Phorbia brassicae, Phorbia coarctata, Rhagoletis cerasi, Rhagoletis pomonella, Tabanus bovinus, Tipula oleracea, Tipula paludosa.
Aus der Ordnung der Thripse (Thysanoptera) beispielsweise Frankliniella fusca, Frankliniella occidentalis, Frankliniella tritici, Scirtothrips citri, Thrips oryzae, Thrips palmi, Thrips tabaci.
Aus der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) beispielsweise Athalia rosae, Atta cephalotes, Atta sexdens, Atta texana, Hoplocampa minuta, Hoplocampa testudinea, Monomorium pharaonis, Solenopsis geminata, Solenopsis invicta.
Aus der Ordnung der Wanzen (Heteroptera) beispielsweise Acroster- num hilare, Blissus leucoptems, Cyrtopeltis notatus, Dysdercus cingulatus, Dysdercus intermedius, Eurygaster integriceps, Euschistus impictiventris, Leptoglossus phyllopus, Lygus
lineolaris, Lygus pratensis, Nezara viridula, Piesma quadrata, Solubea insularis, Thyanta perditor.
Aus der Ordnung der Pflanzensauger (Homoptera) beispielsweise Acyrthosiphon onobrychis, Adelges laricis, Aphidula nasturtii, Aphis fabae, Aphis pomi, Aphis sambuci, Brachycaudus cardui, Brevicoryne brassicae, Cerosipha gossypii, Dreyfusia nord- mannianae, Dreyfusia piceae, Dysaphis radicola, Dysaulacorthum pseudosolani, Empoasca fabae, Macrosiphum avenae, Macrosiphum euphorbiae, Macrosiphon rosae, Megoura viciae, Metopolophium dirhodum, Myzodes persicae, Myzus cerasi, Nilaparvata lugens, Pemphigus bursarius, Perkinsiella saccharicida, Phorodon humuli, Psylla mali, Psylla piri, Rhopalomyzus ascalonicus, Rhopalosiphum maidis, Sappaphis mala, Sappaphis mali, Schizaphis graminum, Schizoneura lanuginosa, Trialeurodes vaporariorum, Viteus vitifolii.
Aus der Ordnung der Termiten (Isoptera) beispielsweise Calotermes flavicollis, Leucotermes flavipes, Reticulitermes lucifugus, Termes natalensis.
Aus der Ordnung der Geradflügler (Orthoptera) beispielsweise Acheta domestica, Blatta orientalis, Blattella germanica, Forficula auricularia, Gryllotalpa gryllotalpa, Locusta migrato- ria, Melanoplus bivittatus, Melanoplus femur-rubrum, Melanoplus mexicanus, Melanoplus sanguinipes, Melanoplus spretus, Nomadacris septemfasciata, Periplaneta americana, Schistocerca americana, Schistocerca peregrina, Stauronotus maroccanus, Tachycines asynamorus.
Aus der Klasse der Arachnoidea beispielsweise Spinnentiere (Acarina) wie Amblyomma americanum, Amblyomma variegatum, Argas persicus, Boophilus annulatus, Boophilus decoloratus, Boophilus microplus, Brevipalpus phoenicis, Bryobia praetiosa, Dermacentor silvarum, Eotetranychus carpini, Eriophyes sheldoni, Hyalomma truncatum, Ixodes ricinus, Ixodes rubicundus, Omithodorus moubata, Otobius megnini, Paratetranychus pilosus, Dermanyssus gallinae, Phyllocoptruta oleivora, Polyphagotarsonemus latus, Psoroptes ovis, Rhipicephalus appendiculatus, Rhipicephalus evertsi, Sarcoptes scabiei, Tetranychus cinnabarinus, Tetranychus kanzawai, Tetranychus pacificus, Tetranychus telarius, Tetra¬ nychus urticae.
Aus der Klasse der Nematoden beispielsweise Wurzelgallen- nematoden, z.B. Meloidogyne hapla, Meloidogyne incognita,
Meloidogyne javanica, Zysten bildende Nematoden, z.B. Globodera rostochiensis, Heterodera avenae, Heterodera glycines, Heterodera
schachtii, Heterodera trifolii, Stock- und Blattälchen, z.B. Belonolaimus longicaudatus, Ditylenchus destructor, Ditylenchus dipsaci, Heliocotylenchus multicinctus, Longidorus elongatus, Radopholus similis, Rotylenchus robustus, Trichodorus primitivus, Tylenchorhynchus claytoni, Tylenchorhynchus dubius, Pratylenchus neglectus, Pratylenchus penetrans, Pratylenchus curvitatus, Pratylenchus goodeyi.
Die Wirkstoffkonzentrationen in den anwendungsfertigen Zubereitungen können in größeren Bereichen variiert werden.
Im allgemeinen liegen sie zwischen 0,0001 und 10 %, vorzugsweise zwischen 0,01 und 1 %.
Die Wirkstoffe können auch mit gutem Erfolg im Ultra-Low-Volume- Verfahren (ULV) verwendet werden, wobei es möglich ist, Formulie¬ rungen mit mehr als 95 Gew.% Wirkstoff oder sogar den Wirkstoff ohne Zusätze auszubringen.
Die Aufwandmenge an Wirkstoff zur Bekämpfung von Schädlingen beträgt unter Freilandbedingungen 0,1 bis 2,0, vorzugsweise 0,2 bis 1, 0 kg/ha.
Synthesebeispiele
Die in den nachstehenden Synthesebeispielen wiedergegebenen Vor¬ schriften können unter Abwandlung der Ausgangsverbindungen zur Gewinnung weiterer Vertreter der Verbindungen I und IV benutzt werden. Die physikalischen Daten der demgemäß hergestellten Pro- dukte sind in den anschließenden Tabellen wiedergegeben.
Die chemischen Verschiebungen (in ppm) der 1H-NMR-Spektren wurde gemessen gegen Tetramethylsilan (br = breites Signal, s - Singu- lett, d = Dublett, m = Multiplett) .
Beispiel 1
2- [1- (4-Chlorphenyl) -3-pyrazolyloxy]phenylglyoxalsäuremethylester
Zu einer Lösung von 5,0 g des Kalium-Salzes von l-(4-Chlor- phenyl) -3-hydroxypyrazol in 30 ml wasserfreiem Dimethylsulfoxid wurde eine Lösung von 4,2 g 2-Fluorphenylglyoxalsäuremethylester in 30 ml wasserfreiem Dimethylsulfoxid getropft. Der Ansatz wurde noch ca. 3,5 h auf 60°C erwärmt, abgekühlt und halbiert. Die eine Hälfte wurde zur Aufarbeitung in Eiswasser/Methyl-tert. -butyl- ether gegossen. Nach Separieren der organischen Phase wurde die wäßrige Phase noch dreimal mit Methyl-tert. -butylether extra-
hiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden über Natriumsul¬ fat getrocknet und eingeengt. Das Rohprodukt wurde chromato¬ graphisch über Kieselgel (Laufmittel Heptan/Ethylacetat 80/20 -> 70/30) aufgereinigt. Man erhielt 1,0 g der Titel- Verbindung als helles Öl.
->H-NMR (CDC13): 3,85 <S,3H); 6,1 (d,lH); 7,25 (d,lH); 7,3-7,6 (m,6H); 7,8 (d,lH); 7,95 (d, IH) .
Tabelle C
C = 0 IV (w = -CO-CO-Y-CH3)
C=0
CH3
ui
n
:
Os Ul U)
E-2-Methoxyimino-2- (2- [1- (4-chlorphenyl) -3-pyrazolyl- oxy]phenyl)essigsäuremethylester
Zu der zweiten Hälfte der Dimethylsulfoxid-Lösung aus Beispiel 1 wurden ca. 30 ml Methanol und 2,88 g O-Methylhydroxylamin-Hydro¬ chlorid gegeben. Man rührte weitere 12 Stunden bei Raumtemperatur und arbeitete den Ansatz wie für Beispiel 1 beschrieben auf . Die getrocknete Methyl-tert. -butylether-Phase wurde über Kieselgel filtriert. Nach Einengen am Rotationsverdampfer verblieben 3,2 g Rohprodukt. Zur Anreicherung des gewünschten E-Isomeren nahm man in 50 ml gesättigter methanolischer Salzsäure auf und rührte 3 h bei Raumtemperatur. Zur Aufarbeitung wurde mit Methyl-tert. - butylether versetzt. Die organische Phase wurde mit Natrium¬ chlorid-Lösung neutral gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingeengt. Das verbleibende Öl kristallisierte teilweise aus. Nach Verreiben mit Diisopropylether erhielt man 1,05 g der Titel- Verbindung als farbloser Feststoff.
Fp [°C] : 109-110°C
!H-NMR (CDC13): 3,8 (s,3H); 4,05 (s,3H); 5,95 (d,lH); 7,1-7,7 (m,8H); 7,8 (d,lH) .
Beispiel 3
E-2-Methoxyimino-2-(2- [1-(4-chlorphenyl) -3-pyrazolyloxymethyl] - phenyl)essigsäuremethylamid
0,6 g des Methylesters aus Beispiel 2 wurden in 40 ml Tetrahydro¬ furan gelöst und mit 1 ml 40 %-iger wäßriger Methylaminlösung versetzt. Man rührte über Nacht bei Raumtemperatur, engte den An- satz ein und nahm den Rückstand in 50 ml Methyl-tert. -butylether auf. Die organische Phase wurde mit Wasser extrahiert, über Natriumsulfat getrocknet und abschließend bis zur Trockne einge¬ dampft. Es verblieben 0,3 g der Titelverbindung als farbloser Feststoff.
Fp [°C] : 186 - 187°C
iH-NMR (CDC13 ) : 2 , 85 (d, 3H) ; 3 , 9 (s , 3H) ; 6 , 0 (d, lH) ; 6 , 8 (br, NH) ; 7 , 2 - 7 , 6 (m, 8H) ; 7 , 8 (d, lH) .
Beispiel 4
E-α-{2- (1- [4-Chlorphenyl] -3-pyrazolyloxy)phenyl} -ß-methoxyacryl- säuremethylester
Zu einer Suspension von 1,4 g Methoxymethyltriphenylphosphonium- bromid ("Wittigreagenz") in 15 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran tropfte man bei max. 5°C eine Lösung von 0,38 g Kalium-tert. -buta- nolat in 3 ml Tetrahydrofuran. Zu der dunkelroten Suspension gab man 1,0 g 2- [1- (4-Chlorphenyl) -3-pyrazolyloxy]phenylglyoxalsäure¬ methylester (vgl. Bsp. 1) in 5 ml Tetrahydrofuran und ließ den Ansatz auf Raumtemperatur erwärmen. Bis zum vollständigen Umsatz des Ketoesters wurde noch zweimal Wittigreagenz nachdosiert. Zur Aufarbeitung wurde der Ansatz in 20 gew. -%ige wäßrige Zitronen- säure eingerührt und dreimal mit Methyl-tert. -butylether extra¬ hiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden neutral gewa¬ schen, über Natriumsulfat getrocknet und abschließend eingeengt. Das Rohprodukt (3,2 g) wurde über Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: Toluol/Ethylacetat, 95/5) . Die Auftrennung des erhaltenen E/Z-Gemisches erfolgte durch Mitteldruckchromato¬ graphie an Kieselgel (Laufmittel Heptan/Ethylacetat, 9/1 -> 7/3) . Man erhielt 0,5 der Titelverbindung und 0,15 g des Z-Isomers.
E-Verbindung: Fp. 109-110°C
1H-NMR (CDC13): 3,65 (s,3H); 3,8 (s,3H); 5,95 (d,lH); 7,1-7,4 (m,6H); 7,5 (S,1H); 7,55 (d,2H); 7,75 (d,lH).
Z-Verbindung: --H-NMR (CDC13) : 3,6 (s,3H); 3,85 (s,3H); 5,9 (d,lH); 6,7 (S,1H); 7,1-7,3 (m,4H); 7,35 (d,2H); 7,55 (d,2H); 7,75 (d,lH) .
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Tabelle D Ul Ul
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Anwendungsbeispiele
1. Beispiel zur Wirkung gegen Schadpilze 5
Die fungizide Wirkung der Verbindungen der Formel I ließ sich durch folgende Versuche zeigen:
Die Wirkstoffe wurden als 20 %-ige Emulsion in einem Gemisch aus 10 70 Gew.-% Cyclohexanon, 20 Gew.-% Nekanil® LN (Lutensol® AP6, Netzmittel mit Emulgier- und Dispergierwirkung auf der Basis ethoxylierter Alkylphenole) und 10 Gew.-% Emulphor® EL (Emulan® EL, Emulgator auf der Basis ethoxylierter Fettalkohole) aufberei¬ tet und entsprechend der gewünschten Konzentration mit Wasser 15 verdünnt. Die Auswertung erfolgte visuell.
2. Beispiele zur Wirkung gegen tierische Schädlinge
Die Wirkung der Verbindungen der allgemeinen Formel I gegen 20 tierische Schädlinge ließ sich durch folgende Versuche zeigen:
Die Wirkstoffe wurden
a) als 0,1 %-ige Lösung in Aceton oder 25 b) als 10 %-ige Emulsion in einem Gemisch aus 70 Gew.-% Cyclo¬ hexanon, 20 Gew.-% Nekanil® LN (Lutensol® AP6, Netzmittel mit Emulgier- und Dispergierwirkung auf der Basis ethoxy¬ lierter Alkylphenole) und 10 Gew.-% Emulphor® EL (Emulan® EL, Emulgator auf der Basis ethoxylierter Fettalkohole) 30 aufbereitet und entsprechend der gewünschten Konzentration mit Aceton im Fall von a) bzw. mit Wasser im Fall von b) verdünnt.
Nach Abschluß der Versuche wurde die jeweils niedrigste Konzen- 35 tration ermittelt, bei der die Verbindungen im Vergleich zu unbe¬ handelten Kontrollversuchen noch eine 80 - 100 %-ige Hemmung bzw. Mortalität hervorriefen (Wirkschwelle bzw. Minimalkonzentration) .
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