Bes ehre i bung
Verfahren zum Bedrucken von Bogen
Die Erfindung betrifft Verfahren zum Bedrucken von Bogen gemäß den Merkmalen der Ansprüche 1 und 2.
Es ist allgemein bekannt, zunächst in einem ersten Maschi nendurch lauf die Bogenvorde rsei t e zu bedrucken. Anschließend bleiben die einseitig gedruckten Stapel mehrere Stunden zwecks Wegschlagen und Trocknen der Farbe stehen. Dann erfolgt für den Rückseitendruck ein zweiter Maschi nendurch lauf , wozu jeder Stapel außerhalb der Maschine von Hand oder mit einem Stapelwender vorher gewendet werden muß. Außerdem ist eine neue Druckform einzurichten, wenn für sämtliche Vorderseiten ungleiche Rückseiten zu drucken sind.
Bei größeren Schön- und Widerdruck-Auflagen werden häufig zwei Bogenrotat i onsdruc k aschi nen parallel eingesetzt - eine für Schöndruck, die andere für Widerdruck.
Beträgt die Anzahl der Vorderseiten die Hälfte oder weniger der maximalen Breite des maximalen Maschinenformates, kommt man mit einer einzigen Druckform pro Farbe aus, wobei auf einer Maschinenhälfte
die Schöndruckseiten und daneben die Wi de rdruc kse i ten für gleichzeitigen Druck angeordnet sind. In diesem Fall des "work and tu rn"-D ruc kens oder des sog. Umschlagens entstehen beim ersten Maschi nendu rch lauf einseitig bedruckte Bogen mit zur Laufrichtung mittig angeordneten Schön- und Wi de rdruc kse i ten. Beim zweiten Durchlauf mit vorher umgeschlagenen Bogen fallen mit der gleichen Druckform Schön- und Widerdruck derart versetzt aufeinander, daß zwei identische halbgroße Bogen zweiseitig bedruckt entstehen, sobald man den Gesamtbogen in Laufrichtung mittig geschnitten hat.
Oder es kommen Maschinen mit Bogenwendevor ri chtungen zum Einsatz. Diese haben z.B. nach vier Drucktürmen Schöndruck eine spezielle Bogenwendevor ri chtung, die jeden einzelnen Bogen umstülpt und dann mit der Hinterkante vorauslaufend durch vier weitere Drucktürme für den Widerdruck leitet, so daß 4/4-Druck über das volle Bogenformat entsteht.
Die DE 196 44 950 A1 beschreibt ein Verfahren zum Bedrucken von Bogen im Schön- und Widerdruck in einer Bogenrot at i onsdruc k as chi ne, bei dem ein Stapel um 180° geschwenkt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Verfahren zum Herstellen von bedruckten Bogen in einer Bogenrot at i onsdruc kmaschi ne zu schaffen.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 3 gelöst.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß besonders räum- und
kostensparende sowie sehr flexible Bogendruckmaschinen ermöglicht werden. Diese sind erfindungsgemäß bei maximalem Bogenformat und einem Maschi nendurc h lauf für reinen Schöndruck oder mit zwei automatischen Maschi nendurch lauf en für Schön- und Widerdruck in Doppelproduktion bei z. B. halbem Bogenformat mit einer einzigen Druckform pro Farbe, d.h. einer Bebilderung bei Comput e r-to-pres s, einsetzbar oder für Schön- und Widerdruck mit vollem Format in zwei automatischen Maschi nendurch lauf en mit einer zwischengeschalteten neuen Bebilderung für die unterschiedlichen Widerdruckformen pro Farbe.
Beispielsweise kann eine Vi e rf a rben-Bogenof f setmaschi ne nach dem erfindungsgemäßen Verfahren im Format DIN A2 (= 4 Seiten DIN A4) entweder Vierfarbendruck DIN A2 einseitig bedruckt oder in Doppelproduktion Vierfarbendruck DIN A3 (= 2 Seiten DIN A4) beidseitig bedruckt mit einer Druckform pro Farbe oder Vierfarbendruck DIN A2 (= 4 Seiten DIN A4) beidseitig bedruckt (mit einer neuen P lat t enbebi Ide rung vor dem zweiten Wi de rdruc k-Bogendurch lauf ) vollautomat sch produzi e ren.
Bei einer anderen beschriebenen Ausf ührungs f orm der Druckmaschine kann das Verfahren beispielsweise vollautomatisch mit einer P lat tenbebi Ide rung pro Farbe Sechsfarbendruck DIN A3 (= 2 Seiten DIN A4) einseitig oder Sechsfarbendruck-Doppelproduktion DIN A4 zweiseitig
oder Sechsfarbendruck DIN A3 (= 2 Seiten DIN A4) zweiseitig mit zweiter P lattenbebi Ide rung erzeugen.
Dazu sind am Druckvorgang nur fünf Zylinder - ohne Greiferwechsel für den Sechsfarbendruck pro Bogenseite - erforderlich. Zum Vergleich benötigt eine übliche 6+6-Fa rbenrei henmaschi ne 12 Druck-, 12 Gummi- und 12 Plattenzylinder und je nach Bauform 11 oder 33 Bogenübe rgabet romme In zwischen den Druckzylindern, was mindestens 23 oder sogar 45 kritische Bogenübe rgaben sowie einen enormen Platzbedarf erfordert. Das erfindungsgemäße Schön- und Widerdruck- sowie Schöndruckverfahren schafft den Sechs fa rbendruc k pro Seite in einem Grei fe r seh luß ohne Bogenübe rgaben. Darauf beruhende neuartige Maschinen sind in vorteilhafter Weise auch für leinauflagen und "print on de and" e i nsetzbar .
Die erfindungsgemäßen Maschinen ermöglichen einen Meh r f a rben-Schön- und Widerdruck, ohne eine Bogenwendevor ri chtung vor den Widerdruck-Druckwerken innerhalb der Anordnung der Druckwerke.
Aus f ührungsbei sp e le zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden anhand von Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vi e rf arben-Bogenrot a i onsdruc kmas chi ne für Schön- und Widerdruck oder nur Schöndruck in schemat i sehe r Darstellung,
Fig. 2 eine Sechsfa rben-Bogenrot at i onsdruc kmas chi ne für Schön- und Widerdruck oder nur Schöndruck in schemat i s ehe r Darstellung,
Fig. 3 eine Bogen-Sequenz der Maschine nach Fig. 2.
Die erfindungsgemäße Kombination besteht aus:
o einer Bogendruckmaschine mit mindestens einem Druckzylinder und einem Druckwerk, wobei Bogenausgang und Bogenzuf ührung auf der gleichen Seite des Druckzylinders angeordnet sind, wo die Bogen mit der zu bedruckenden Seite nach unten im Anlegerstapel und auf dem Anlegertisch liegen und in der Druckmaschine beim Druckvorgang derart gewendet werden, daß sie mit der bedruckten Seite nach oben auf den Ausgangs st ape l oberhalb der Bogenzuf ührung gelangen,
o einer effektiven Trockenvorrichtung am oder nach dem Druckzylinder im Bogenausgang, vorzugsweise durch UV-Troc knung,
o einer Kühlvorrichtung für Trockner, Maschine und
Druckbogen je nach Bedarf,
o einer Stapelhub- und Senkvorrichtung für den Bogenan leger,
o einer Stapelhub- und Senkvorrichtung für den Bogenaus leger,
o einer Transportvorrichtung für Stapelbewegungen von außerhalb der Maschine in den oder aus dem Bogenanleger, aus dem Bogenaus lege r in den Bogenanleger und aus dem Bogenaus lege r nach außerhalb der Maschine,
o einer Drehscheibe für 180° Drehung des
Aus lege rstape l s um seine senkrechte Achse vor Erreichen seiner Arbei ts ste l lung im Bogenanleger für den zweiten Druckgang zwecks Widerdruck,
o einer Bogen längsschnei dee i nri chtung für Mittelschnitt bei Bedarf,
einer elektronischen Steuerung für den vollautomatischen oder halbautomatischen Ablauf aller erforderlichen Prozeßschritte für einen zweimaligen Bogenlauf einschließlich Bogenwendung und Stapeldrehung für Schön- und Widerdruck mit einer einzigen kombinierten Schön- und Widerdruckform pro Farbe für zweimal die halbe
Bogenbre i t e,
einer elektronischen Steuerung für den vollautomatischen oder halbautomatischen Ablauf aller erforderlichen Prozeßschritte für einen einmaligen Bogendurch lauf ohne Stapeldrehung für Schöndruck, mit je einer einzigen Schöndruckform pro Farbe für einmal die ganze Bogenbreite,
einer elektronischen Steuerung für den vollautomatischen oder halbautomatischen Ablauf aller erforderlichen Prozeßschritte für einen zweimaligen Bogendurch lauf mit Stapeldrehung für Schön- und Widerdruck, wobei nach Beendigung des Schöndrucks mit voller Bogenbreite einsc lie lich Bogenwendung und Stapeldrehung vor Beginn des Wi de rdruc durch lauf es pro Farbe eine neue, bebilderte Widerdruckform pro Farbe aufgespannt oder in der Maschine automatisch bebildert wird.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße
Vi e rf arben-Bogenrota i onsdruc kmas chi ne für Schön- und Widerdruck oder nur Schöndruck in besonderer Bauart, weil der Bogenanleger nicht rechts außen, die Druckwerke nicht in der Mitte und der Aus lege rstape l nicht links angeordnet sind. Vielmehr ist der an sich bekannte Anleger 1 mit seiner Heb- und Senkvorrichtung 1.5 für den Anlegerstapel 1.1, Anlegetisch 1.2 und ein Bogenzuf ühre r 3 - in Form eines Schwinggreifers - neben
den Druckwerken - z. B. links - auf der Seite eines Auslegers 9 und unterhalb von dessen Auslegerkette 9.1. Mit 2.1 sind die Vordermarken und mit 2.2 die Se i t enzi ehma rken bezeichnet.
Ein Druck(- und Bogenf üh rungs ) zy l i nde r 4 dreht sich gegen den Uhrzeiger und trägt drei gesteuerte Greifersysteme 4.1 bis 4.3. Ihm sind eine Mehrzahl, z. B. vier Gummi zy l i nde r 5, Plattenzylinder 6 und Farbwerke 7 für Meh rf a rben-Naß-i n-Naßd ruc k zugeordnet. Jedes Greifersystem 4.1 bis 4.3 des Druckzylinders 4 gibt einen einseitig vierfarbigen Bogen mit der Druckseite nach oben liegend an ein Gre i f e r system 9.2 einer Mehrzahl von Greifersystemen 9.2 einer Ausgangs kette 9.1 ab. Die Greifersysteme 9.1, 9.2 öffnen sich taktweise, um einseitig im Schöndruck bedruckte Bogen auf einem Zwischenstapel 1.1 einer an sich bekannten Ausgangsstapeleinrichtung 9.3 mit einer Heb- und Senkvorrichtung abzulegen. Sind aber die Bogen auf beiden Seiten bedruckt - also im Schön- und Widerdruck - werden sie auf die gleiche Einrichtung abgelegt, jedoch wird jetzt der "Endstapel 11" gebildet. Er wird schließlich aus der Maschine bewegt.
Innerhalb der Transportbahn der bedruckten Bogen im Ausleger 9 befindet sich ein Trockner, z. B. ein UV-Trockner 20, so daß nur trockene Bogen mit durchgehärteten, oder zumindest ausreichend angetrockneten Farben auf eine Bogen- und
Zwischenspeichereinrichtung in Form eines Zwischenstapels 1.1 gelangen.
Bei vorprogrammierter Druckbogenanzahl oder vollem Aus legerstape l 11 (voller Endspeichereinrichtung) schaltet sich jeweils der Druck automatisch ab, die Farbe ab und die Maschine aus. Endstapel 11 bzw. Zwischenstapel 1.1 senken sich automatisch ab. Ein voller Endstapel 11 wird mittels Linearfördereinr chtung 8 nach links vom vollen oder leeren Zwischenstapel 1.1 weg aus der Maschine bewegt.
Zuerst muß natürlich ein Zwischenstapel 1.1 erzeugt worden sein. Um ihn zu erzeugen, muß zuerst anstatt des Stapels 1.1 mit seinen schon einseitig in der Maschine bedruckten Bogen ein "Ur-Stapel" mit Bogen automatisch oder manuell zum Anleger 1 gebracht werden. Dessen Bogen werden dann der Maschine zugeführt und einseitig bedruckt. Anschließend werden sie vom Ausleger 9 auf einem Stapel, dem An lege rstape l 1.1 als Zwischenspeicher, abgelegt (Dieses gilt auch für das nachfolgende zweite Aus f ührungsbe i spi e l ) .
Danach senkt sich der Zwischenstapel 1.1, bis er auf einer Drehscheibe 13 ruht. Dann dreht sich automatisch der Zwischenstapel 1.1 um 180°, d. h. in einer durch jeweils seine Bogen au gespannten Ebene, so daß jeweils der Bogenanfang der Bogen in Papi e r lauf r i chtung zum Druc zylinder 4 weist. Anschließend bewegt sich der Zwischenstapel 1.1, dessen Bogen die bedruckten Flächen
nach oben zeigen, mittels Li nea rfö rde re nri chtung 8 nach rechts in den Bogenanleger 1 hinein und wird automatisch mittels einer bekannten Anlegerhubvorrichtung in Arbeitshöhe zum Anlegetisch 1.2 und Bogenzuf ühre r 3 gebracht. Die Maschine schaltet sich selbsttätig mit allen Druckfunktionen ein und der Rückseitendruck (Widerdruck) beginnt bis zum Ende einer vorgewählten Druckbogen-Anzahl. Die Bogen 1.3 vom Zwischenstapel 1.1 werden geschuppt dem Bogenzuf üh re r 3 zugeführt. Dabei ist der exakte Passer von Vorder- und Rückseitendruck sowie zu Bogenvorder- und Seitenkanten beispielsweise durch übliche Vordermarken- 2.1 und
Se tenzi ehmarken- .2-Aus ri chtung jeweils vor Beginn der Bogenzuf ührung für jeden Maschi nendurch lauf erreicht.
Fig. 2 zeigt ein anderes erfindungsgemäßes Aus f ü rungsbei spi e l an einer Sechs fa rbenmas chi ne . Wie bei der in Fig. 1 dargestellten Maschine liegen die Endstapel 11 (= Endspeichereinrichtung 11) und der Zwischenstapel 1.1 (Zwischenspeichereinrichtung 1.1) und Bogenzuf ühre r 3 links unten vom Druckzylinder 4, so daß die Bogen gut von dem Bogenzuf üh re r 3, - z. B. einem Schwinggreifer -, vom Anlegetisch 1.2 in die - z. B. mindestens vier - gesteuerten Greifersysteme 4.1 bis 4.4 des Druck- (und Bogenzuf üh rungs ) zy l i nde rs 4 übergeben werden können. Der Endstapel 11 liegt über dem oberen Niveau des Zwischenstapels 1.1 und kann aus der Maschine entfernt werden, z. B. kann er nach Entfernen des Anlegerstapels 1.1 bzw. Zwischenstapels 1.1 bis auf eine
Drehscheibe 13 abgesenkt werden. Letzteres ist bei Bogenvo rde rkantent rennung (Fig. 2) des Bogenanlegers 1 ohne weiteres möglich, während bei Hinterkantentrennung (siehe Fig. 1) der Bogentrenner (Saugkopf) 1.4 z. B. seitlich wegbewegt wird. Der Druckzylinder 4 trägt z. B. vier Greifersysteme 4.1 bis 4.4 und hat vier Druckfelder 4.1 bis 4.4, die mit je drei Druckfeldern A, B, C bzw. D, E, F von zwei Gummi zy li nde rn 5.1, 5.2 und zwei Plattenzylindern 6.1, 6.2 zusammenarbeiten. Jedem Plattenzylinder 6.1, 6.2 sind drei getaktete Auftragwalzen 7.1, 7.2, 7.3; 7.4, 7.5, 7.6 der jeweils drei Farbwerke 7 zugeordnet, die jeweils nur eines der drei Fa rbplattenseg ente A, B, C bzw. D, E, F der Plattenzylinder 6.1; 6.2 einfärben. Laserkanonen 21 übernehmen die Fa rbplat t enbebi Ide rung in der Maschine. Jeder Bogen läuft, bevor er von einem Greifersystem 9.2 einer Aus lege r kette 9.1 abgenommen wird, dreimal an den beiden Gummi zy l i nde rn 5.1, 5.2 vorbei. Wegen des Zylinderverhältnisses 4:3 von Druckzylinder 4 zu Gummi zy l i nde r 5.1; 5.2 kommt er pro Umdrehung mit einem anderen Gummi zy l i nde rfe Id in Berührung. Es entsteht ein Doppe l samme lef f ekt mit je drei verschiedenen Farben A, B, C; D, E, F in den zwei Druckstellen, so daß pro P lattenzy l i nde rumdrehung ein Sechsfarbendruck produziert wird. Z. B. auf dem Druckzylinder liegend passieren die Bogen eine Trockenstrecke eines Trockners 20, z. B. eines UV-Trockners und bilden nach Bogenabgabe aus den Greifersystemen 9.2 der Aus lege r ketten 9 den Aus lege rstape l 11 (= Endspeichereinrichtung) mit wisch-
und kratzfest oder durchgehärteten Farben. Nach voreingestelltem Auflagenende oder bei vollem Aus lege rstape l 11 stoppt die Maschine automatisch. Der Aus lege rstape l 11 senkt sich und wird mit einer Linearfördereinrichtung 8 nach links über die Drehscheibe 13 hinweg aus der Maschine gefahren.
Auf die Drehscheibe 13 wird die
Zwischenspeichereinrichtung 1.1 (= Zwischenstapel 1.1) abgesenkt und ruht auf ihr. Schließlich wird der abgesenkte Zwischenstapel 1.1 automatisch um 180° verschwenkt, d. h. in der durch jeweils seine Bogen aufgespannten Ebene (und natürlich die Bogen mit), so daß nun die Hinterkanten der Bogen zu Bogenvorde r kanten werden und die Bogen in Richtung Druckz linder 4 zeigen. (Die Drehscheibe 13 kann auch in das Ausleger- oder das An lege rstape Ibrett eingebaut sein). Der Zwischenstapel 1.1 wird nun als "Anlegerstapel" in Arbeitsstellung des Bogenvorde rkantent renne rs 1.4 automatisch gehoben und der zweite Maschi nendurc h lauf für die Bogen des "ehemaligen" Zwischenstapels 1.1 für den Widerdruck beginnt. Im beidseitigen Sechsfarbendruckfall kann mit eng gestellten Stape l-Se i tenkant enf ü rungen auf Vorder- und Seitenmarke und damit auf einen eigentlichen Anlegertisch verzichtet werden. Für höhere Qualitätsansprüche kann beispielsweise die Anordnung von Fig. 1 mit Hi nte rkantent renne r 1.4 und Anlegertisch 1.2 samt Vorder- und Se i tenma rkenaus ri chtung 2.1; 2.2 Verwendung finden.
Fig. 3 zeigt für den Sechs fa rbend ruc k einer Maschine nach Fig. 2 das Zusammenspiel von Bogenzuf ührung auf vier Druckfelder 4.1 bis 4.4 und Gre i f e r Systeme 4.1 bis 4.4 von Druckzylinder 4 mit je drei Farbflächen A, B, C und D, E, F auf Gummi zy l i nde rn 5.1 und 5.2.
Die Gummi zy l i nde r 5.1, 5.2 und Plattenzylinder 6.1 bestimmen den Rhythmus. Pro Umdrehung wird bei Feld A mit D je ein Bogen zugeführt und bei Feld C mit F ein Bogen vom Druckz linder 4 von den Greife systemen 9.2 der Aus lege r kette 9.1 abgenommen. Wegen des Verhältnisses 3:4 (Durchmesser Gummi zy l nde r 5.1, 5.2 zu Druckzylinder 4) ändert sich zwar die Bogenfolge zu den Greifern 4.1 bis 4.4, aber die Farbreihenfolge bleibt stets erhalten und ändert sich nicht. Außerdem wird jeder Bogen in seinem Anfangsg rei fe r System 4.1 bis 4.4 ohne Greiferwechsel so lange - fast drei Umdrehungen lang - festgehalten, bis alle sechs Farben A, B, C; D, E, F aufgedruckt sind. Bei Druckanfang und Druckende entstehen je zwei Bogen Makulatur, auf denen zwei bzw. vier Farben fehlen, die automatisch in einem nicht gezeigten Makulaturausgang abgelegt werden können.
Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsbeispiele beschränkt. So können um Druckzylinder, Gummi- und Plattenzylinder mit sog. Doppelumfang für zwei Farben hintereinander angeordnet sein, mit Ei nf ac h-Fa rbsa me lef f ekt . Es können auch vier oder mehr
Farbfelder hintereinander liegen für Vi e l fa rbendrucke . Statt der Kurzfarbwerke können normale Heber- oder Filmfarbwerke benutzt werden. Für Naßoffset sind Feuchtwerke bekannter Bauart einsetzbar oder Farb-Wasse r-Emulsi onsf arben verwendbar. Die Gummizylinder (5) können entfallen und die Plattenzylinder direkt von F lexodruc kp lat ten gegen den Druckzylinder 4 drucken - dann erhält man beispielsweise mit nur drei Zylindern analog Fig. 2 in einem Arbeitsgang Sechsf a rbenf lexodruc k einseitig und in zwei automatischen Arbeitsgängen Se chs f a rben-Flexo-Schön-und- ide rdruc k.
Die Druckplatten können mittels Laserkanonen 21 oder dgl. in der Maschine paßgenau bebildert werden oder außerhalb mit üblichen Methoden samt paßgenauer Plattenaufspannung.
Bezugszeichenliste
1 Anleger
1.1 Anlegerstape l
1.2 Anlegetisch
1.3 Bogen
1.4 Bogent renne r
1.5 Heb- und Senkvorrichtung für An lege rstape l
2.1 Vorde rma r ken
2.2 Se i tenzi ehma r ken
3 Bogenzuf ühre r
4 Druck- und Bogenf ührungszy l i nde r
4.1 Gre i fe r System, erstes
4.2 Grei fe r system, zweites
4.3 Greifersystem, drittes
4.4 Greifersystem, viertes
5 Gummi zy l i nde r 5.1 Gummi zy l i nde r 5.2 Gummi zy l i nde r
6 P lattenzy l i nde r
7 Fa rbwe r k
8 Linearfördereinrichtung
9 Ausleger
9.1 Auslegerkette
9.2 Greifersystem
9.3 Ausgangsstapeleinrichtung
0 1 Aus lege rstape l 2 3 Drehscheibe 4 5 6
17
18
19
20 T roc kne r
21 Bebi Iderungsei nri chtung
A, B, C, D, E, F Gumm zy l i nderfe Ider,
Farbplattensegment