ELEKTRISCHER STECKVERBINDER
Die Erfindung bezieht sich auf einen Steckverbinder, insbesondere bestimmt zur Bordstromversorgung von Flugzeugen, umfassend ein Gehäuse mit mehreren in dessen Längsrichtung sich erstreckenden Aufnahmen mit in diesen angeordneten zylindrischen Kontakten, die in ihren freien äußeren Enden buchsen- oder hülsenfb'rmig zur Aufnahme von Kontaktstiften ausgebildet sind, wobei zumindest einem der Kontakte ein Überwachungssensor zugeordnet ist.
Ein entsprechender Steckverbinder ist der EP 0 966 068 AI zu entnehmen. Mit einem entsprechenden Steckverbinder ist eine Bordstromversorgung für Flugzeuge möglich, wobei der Steckverbinder in eine bordseitig angeordnete Steckeraufnahme einsetzbar ist, die Kontaktstifte enthält. Über den Steckverbinder bzw. die mit diesem verbundenen Kabel werden vorzugsweise 200 V bzw. 115 V/400 Hz-Versorgungsspannung sowie Gleichspannung (28 V) für Rückmeldungen übertragen. Bei dem bekannten Steckverbinder kann ein Pilotkontakt vorgesehen sein, der einen Mikroschalter umfasst, um überprüfen zu können, ob in den buchsen- oder hülsenformigen Enden der Kontakte des Steckverbinders im hinreichenden Umfang eine Steckeraufnahme eines Flugzeuges eingebracht ist, ob also die entsprechenden von der Steckeraufhahme ausgehenden Kontaktstifte von den Kontakten des Steckverbinders aufgenommen sind.
Zwar ermöglichen entsprechende Pilotkontakte eine weitgehende Überwachung, ob der Steckverbinder ordnungsgemäß eingesteckt ist, kann jedoch nicht vollständig ausschließen, dass eine unzulässige Erhitzung und gegebenenfalls ein Verschmoren des Steckverbinders dann erfolgt, wenn nicht der innige Kontakt zwischen Steckeraufnahme und Steckverbinder vorliegt. Mit anderen Worten kann auch dann, wenn der Pilotkontakt anzeigt, dass eine ordnungsgemäße Verbindung vorliegt, aufgrund eines von außen nicht erkennbaren Fehlers eine unzulässige Erhitzung des Steckverbinders bzw. der Steckeraufnahme erfolgen. Letzteres ist insbesondere zu vermeiden, da anderenfalls ein Austausch erforderlich ist mit der Folge, dass das entsprechende Flugzeug längere Zeit nicht einsatzbereit ist.
Aus der JP 3-291873 A oder der DE 34 39 906 C2 sind elektrische Steckverbinder bekannt, die einen über zum Beispiel ein Bi-Metall betätigbaren Thermoschalter aufweisen, um bei Überhitzung die elektrisch leitenden Verbindungselemente zu unterbrechen. Bei den entsprechenden Steckverbindern handelt es sich um 220- V- Versorgungsnetze, die für den Haushalt bestimmt sind.
Bei einer Mehrfach-Stromanschlussvorrichtung für Elektrohausgeräte nach der DE 195 17 153 AI ist im Inneren eine Thermo-Schutzeinrichtung vorgesehen, um bei Überlastung des Stromversorgungskreises Steckdosenbuchsen automatisch abzuschalten.
Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zu Grunde, einen Steckverbinder der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass sichergestellt ist, dass dieser nicht unzulässig erwärmt wird und gegebenenfalls dami der Steckverbinder stromlos geschaltet wird, wenn eine zu einer Gefährdung führende Erhitzung erfolgt.
Erfmdungsgemäß wird das Problem im Wesentlichen dadurch gelöst, dass der Überwachungssensor ein Temperaturfühler ist, der unmittelbar mit einem der Kontakte kontaktiert ist oder in einem mit einem der Kontakte in flächiger Berührung sich befindlichen Metallblock angeordnet ist.
Jeder Kontakt besteht insbesondere aus einem gehäuserückseitig verlaufendem ersten Kontaktelement - Steckhülse - und einem gehäusefrontseitig verlaufendem lösbar in die Steckhülse einsetzbaren zweiten Kontaktelement, das als Wechselkontakt zu bezeichnen ist und die buchsen- bzw. hülsenförmige Aufnahme zum Einbringen von Kontaktstiften in zum Beispiel eine Steckeraufiiahme eines Flugzeuges aufweist. Der Temperaturfühler bzw. Sensor ist dabei vorzugsweise mit dem Wechselkontakt verbunden.
Ist der Temperaturfühler bzw. Sensor über ein clipsartiges Element wie einen geschlitzten Ring oder ein geschlitztes Hülselement mit dem Wechselkontakt verbunden, so sieht eine hervorzuhebende Ausbildung der erfindungsgemäßen Lehre vor, dass die von dem Temperaturfühler bzw. dem Sensor ausgehenden Leitungen wie Steuerkabel mit einer Länge um den Kontakt gewickelt sind, dass ein Lösen des Wechselkontaktes von der Steckhülse ermöglicht wird. Somit ist sichergestellt, dass beim Austauschen des den Temperaturfühler aufweisenden Wechselkontaktes ein Abreißen der Steuerkabel nicht erfolgen kann, die in das Gehäuserückteil fuhren. Alternativ kann es sich bei den Kabeln um Spiralkabel handeln, die entsprechend längenveränderbar sind, ohne dass die Steckhülse umwickelt werden muss.
Bei dem Temperatursensor handelt es sich insbesondere um einen Kaltleiterfühler wie PTC- oder NTC- iderstand oder Widerstandsthermometer.
Ein entsprechender Temperaturfühler weist eine Widerstandszunahme bei Erwärmung auf. Sofern ein Temperaturfühler mit linearer Kennlinie, d. h. stetiger Zunahme des Widerstands bei steigender Temperatur handelt, kann die Widerstandsänderung zu Steuer- und Regelzwecken verwendet werden. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass Schaltkontakte eines den Temperatursensor enthaltenden Schaltkreises potentialfrei sind. Über entsprechende potentialfreie Kontakte kann sodann am Temperaturregler des Schaltkreises je nach Wahl ein gewünschter Wert programmiert werden, der zum Beispiel einen Alarm auslöst bzw. die Stromversorgung über den Steckverbinder unterbricht.
Eine Alarmauslösung kann dadurch erkennbar werden, dass z. B. eine Rundumleuchte am Fahrwerk einer Fluggastbrücke in Betrieb gesetzt wird.
Bei einem entsprechenden Temperatursensor handelt es sich inbesondere um einen auf Platinbasis wie PT-100, PT-500 oder PT-1000-Fühler. Dieser kann als Dünnscheibensensor, Glassensor oder Keramiksensor ausgebildet sein, wobei Platin auf einen Träger aufgebracht wie aufgesputtert oder z. B. in Form eines Drahtes um diesen gewickelt sein kann.
Es besteht auch die Möglichkeit, einen Kaltleiter oder PTC- Widerstand, also einen Halbleiterfühler bestehend aus einem halbleitenden und ferroelektrischen Material wie z. B. Bariumnitrat zu verwenden. Ein entsprechender Kaltleiter weist einen exponentiel- len Anstieg des Widerstands in einem schmalen Temperaturbereich auf. Die plötzliche Widerstandsänderung kann zu Schaltzwecken bz. Generieren von Signalen verwendet werden. So kann ein Sensor derart gewählt werden, dass ein Signal bei einer Temperatur TI mit 130 °C < TI < 170 °C, insbesondere TI in etwa 150 °C des mit dem Temperatursensor in flächigem Kontakt stehenden Kontaktelementes erzeugt wird, um einen Alarm wie optischen und akustischen Alarm auszulösen. Mit einem anderen geeigneten Sensor kann ein Signal bei einer Temperatur T2 mit 170 °C < T2 ≤ 210 °C, insbesondere T2 in etwa 190 °C des mit dem Temperatursensor in flächigem Kontakt stehenden Kontaktelementes erzeugt werden, um z. B. den Steckverbinder stromlos zu schalten.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Sensor in einem mit dem Kontakt, insbesondere dem Wechselkontakt in flächiger Berührung sich befindlichen Metallblock aus gut wärmeleitenden Material wie Messing oder Aluminium angeordnet ist. Dabei besitzt der Metallblock im Schnitt insbesondere eine Trapezform mit einer an dem Kontakt flächig anliegenden konkav verlaufenden Fläche.
In dem Metallblock wird der Sensor elektrisch isoliert, jedoch gut wärmeleitend z. B. mittels eines Klebers fixiert, wobei die Anschlüsse des Sensors mit Kabeln verbunden
sind, die zugentlastet mit dem Metallblock verbunden sind. Der Sensor selbst sollte eine Prüfspannungsfestigkeit bis 4 kV aufweisen.
Bevorzugterweise gehen die Kontaktelemente selbst von einem Einsatz des schalenför- mig ausgebildeten Gehäuses lösbar aus, wobei der Einsatz über insbesondere Stege untereinander verbundene hohlzylmdrische Absclmitte zur Aufnahme der zylindrischen Kontakt umfasst. Der Sensor bzw. der Metallblock erstreckt sich sodann in einem Ausschnitt eines eines der Kontakt umgebenden hohlzylindrischen Abschnittes und geht insbesondere von dessen stirnseitigem Rand aus. Dabei kann der Sensor bzw. der Metallblock klemmend von dem hohlzylindrischen Abschnitt des Einsatzes aufgenommen werden und in Richtung des Kontakts -insbesondere des Wechselkontakts -zum flächigen Anliegen an diesem kraftbeaufschlagt sein. Dies wird durch die Trapezform unterstützt.
Losgelöst hiervon sollte der Sensor bzw. Metallkörper austauschbar bzw. wiederverwendbar in dem Einsatz anordbar sein.
Um sicherzustellen, dass die aus dem Metallblock herausgeführten Leitungen wie Steuerkabel beim Lösen des Gehäusevorderteils bzw. Abziehen des von dem Gehäusevorderteil aufgenommenen Einsatzes, in dem der Metallblock fixiert ist, ein Reißen ersterer unterbleibt, sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, dass die Leitungen in einer Länge innerhalb des vorderen Gehäuseteils bzw. dessen Einsatz verlegt sind, das ein ungehindertes Abziehen des Gehäusevorderteils bzw. Einsatzes von den Kontakten ermöglicht wird. Alternativ können auch Spiralkabel verwendet werden, die einen entsprechenden Längenausgleich ermöglichen.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination -, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines der Zeichnung zu entnehmenden bevorzugten Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Ausführungsform eines Steckverbinders,
Fig. 2 einen Querschnitt durch ein Gehäusevorderteil einer bevorzugten Ausführungsform eines Steckverbinders,
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie AA in Fig. 2,
Fig. 4 einen Querschnitt durch einen Temperaturfühler und
Fig. 5 eine hervorzuhebende Ausführungsform eines Steckverbinders mit Temperaturfühler.
In Fig. 1 ist rein prinzipiell und im Schnitt ein Steckverbinder 10 dargestellt, wie dieser z. B. in der EP 0 966 068 AI beschrieben ist. Insoweit wird auf die diesbezügliche Offenbarung ausdrücklich Bezug genommen.
Der Steckverbinder 10 ist insbesondere bestimmt für Flugzeug-Stromversorgungseinrichtungen, die für 28 V =/200V bzw. 112V/400 Hz-Bordstromversorgung von Flugzeugen bestimmt sind. Der Steckverbinder 10 oder auch Stecker genannt weist ein Gehäuse 12 auf, das sich aus einem Gehäusevorderteil 14 und einem Gehäuserückteil 16 zusammensetzt, die lösbar über z. B. Schrauben miteinander verbunden sind. Das Gehäusevorderteil 14 ist schal enförmig ausgebildet und weist eine Außenschale 15 hohlqua- derformiger Geometrie und einen Einsatz 18 auf, der aus über Stege 20, 22 verbundenen hohlzylinderförmigen ersten und zweiten Aufnahmen 24, 26, 28, 30, 32 besteht.
Die innenliegenden hohlzylindrischen Aufnahmen 30, 32 werden von nicht dargestellten Schrauben durchsetzt, durch die das Gehäusevorderteil 14 mit dem Gehäuserückteil 16 verbunden ist. Innerhalb der außenliegenden und im Ausführungsbeispiel sechs weiteren hohlzylindrischen Aufnahmen 24, 26, 28, in denen sich bei zusammengesetztem
Gehäuse 12 zylindrische Kontake 34, 36, 38 erstrecken.
Die zylindrischen Kontakte 34, 36, 38 setzen sich aus von dem Gehäuserückteil 16 ausgehenden rückseitigen Kontaktelementen oder Steckhülsen 39, 58, 60, 62, 64 (Fig. 5) und in diese einsetzbaren vorderen Kontaktelementen 41 bzw. 66, 68, 70, 72 (Fig. 5) zusammen.
Die Wechselkontakte 39, 66, 68, 70, 72 weisen in ihren freien von der Stirnseite 40 des Gehäusevorderteils 14 zugänglichen Enden buchsen- bzw. hülsenartige Aufnahmen 42, 44, 46 bzw. 74, 76, 78, 80 (Fig. 5) auf, um Steckerstifte einer von einem Flugzeug ausgehenden Steckeraufiiahme einbringen zu können.
Zu den gehäuserückseitig verlaufenden Kontaktelementen oder Steckhülsen 39, 58, 60, 62, 64 ist noch anzumerken, dass diese mit in dem Gehäuserückteil 16 vergossenem Kabel bzw. Adern verbunden sind. Insoweit wird erwähntermaßen jedoch auf den Offenbarungsgehalt der EP 0 966 068 AI oder der EP 0 235 923 A2 verwiesen.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 weist der Kontakt 38 einen Pilotkontakt 48 auf, über den überprüfbar ist, ob in seine stirnseitige Aufnahme 46 in hinreichendem Umfang ein Kontaktstift einer Steckeraufiiahme hineinragt, ob also eine elektrisch leitende Verbindung gegeben ist, damit Strom fließen bzw. Signale übertragen werden können. Um zusätzlich sicherzustellen, dass die Kontakte 34, 36, 38 und insbesondere die Wechselkontakte 41, 66, 68, 70, 72 nicht in unzulässigem Umfang erwärmt werden, ist ein Temperaturfühler 50 bzw. 82, 84 vorgesehen, der sich im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 im vorderen Endbereich des Kontaktes 36 bzw. dessen vorderen Bereichs (Wechselkontakt) erstreckt und an dessen Außenfläche flächig anliegt.
Der Temperaturfühler 50 umfasst einen Temperatursensor 52, bei dem es sich um einen Halbleiterfühler (PTC- oder NTC-Fühler) oder einen solchen handeln kann, dessen Widerstandskennlinie der eines Widerstandsthermometers wie PT-Fühler wie PT-100-, PT-500- oder PT-1000 entspricht.
Bei dem Halbleiterfühler handelt es sich vorzugsweise um einen Kaltleiter, der aus einem halbleitenden und ferroelektrischem Material wie z. B. Bariumtitanat besteht. Im kalten Zustand ist der Widerstand relativ niedrig und zeigt den negativen Temperaturkoeffizienten der Heizleiter. Oberhalb einer von der Stoffzusammensetzung abhängenden Temperatur, der Curietemperatur, löst sich die vorher einheitliche Ausrichtung der einzelnen Kristallite auf. Dies führt in einem schmalen Temperaturbereich zu einem exponentiellen Anstieg des Widerstandes, zu einem hohen positivenTemperaturkoeffi- zienten. Diese plötzliche Widerstandsänderung kann zur Auslösung von Schaltsignalen genutzt werden.
Ein Widerstandsthermometer-Fühler weist dagegen eine lineare Kennlinie zwischen Temperatur und Widerstandsänderung auf. Diese Kennlinie kann dazu benutzt werden, um Schaltsignale zu generieren, die z. B. an eine Überwachungsstation weitergeleitet werden. In Abhängigkeit von dem Erreichen bestimmter Temperaturwerte können Signale wie akustische oder optische Signale ausgelöst werden bzw. beim Erreichen einer unzulässig hohen Temperatur den Steckverbinder stormlos zu schalten.
Bei dem Widerstandsthermometer-Fühler handelt es sich insbesondere um einen solchen auf Platinbasis. Zum Einsatz können Dünnschichtsensoren, Glassensoren oder keramische Sensoren gelangen. Auf den entsprechenden Trägern wird sodann Platin aufgebracht wie aufgesputtert bzw. der Träger wird mit einem Plantindraht umwickelt. Die Anschlüsse werden mit Kabeln verbunden, die zu einem Schalt- bzw. Steuergerät führen.
Der Sensor 52 selbst erstreckt sich in einem Metallblock 54 aus gut wärmeleitendem Material. Bevorzugterweise ist Messing oder Aluminium zu nennen.
Der aus dem Sensor 52 und dem Metallblock 54 bestehende Fühler 50 weist eine Quaderform mit einer konkav ausgebildeten Begrenzungsfläche 56 auf, über die der Fühler 50 flächig an der Außenfläche des Kontaktes 36 bzw. des Wechselkontaktes anliegt, um einen gewünschten Wärmeübergang sicherzustellen. Von dem Sensor 52
ausgehende Anschlüsse fuhren sodann (nicht dargestellt) zu einer Steuerung, um in Abhängigkeit von der Art des Sensors (PTC, NTC, PT-Fühler) entweder eine stufenweise oder eine kontinuierliche Temperaturüberwachung zu ermöglichen.
Mit einem Widerstandsthermometer-Fühler wie PT-100-, PT-500-, PT-1000-Fühler kann insbesondere eine kontinuierliche Temperaturüberwachung bzw. a potentialfreien Kontakten der Steuerung bzw. an einer Temperaturregelung können gewünschte Werte programmiert werden, um eine Überwachung vorzunehmen. Dabei können bei Erreichen bestimmter Temperaturen z. B. ein akustisches Signal wie Hörn oder ein optisches Signal wie Rundumleuchte aktiviert werden. Bei einer Temperatur, bei der die Gefahr besteht, dass die Kontaktelemente und damit die sich in diesen erstreckenden und von den Stecker aufnehmenden Kontaktstiften beschädigt werden, kann der Steckverbinder 10 stromlos geschaltet werden.
Auch besteht ohne Weiteres die Möglichkeit durch die Materialwahl eines PTC-Fühlers einen Temperaturwert vorzugeben, um über potentialfreie Kontakte z. B. bei einer Temperatur, die zwischen 130 und 170 °C, insbesondere bei 150 °C liegen kann, einen Alarm auszulösen. Mit einem Fühler anderer Materialzusammensetzung kann z. B. bei einer weiteren Temperatur, die zwischen 170 und 210 °C, insbesondere bei 190 °C liegt, der Steckverbinder 10 stromlos geschaltet werden. Auch kann die den Sensor 52 bzw. den Temperaturfühler 50 umfassende elektrische Schaltung mit einer Leitzentrale verbunden sein, um eine zentrale Überwachung vorzunehmen.
Wie aus der Schnittdarstellung nach Fig. 2 ersichtlich wird, durchsetzt der Temperaturfühler 50 bzw. der Metallkörper 54 die hohlzylmdrische Aufnahme 24 für den Kontakt 34 bzw. des auswechselbaren vorderen Abschnitts (Wechselkontakt), also deren stegartige Wandung 58 und wird von dieser klemmend aufgenommen. Dabei erfährt der Metallkörper 54 eine Kraftbeaufschlagung in Richtung des Kontaktes 36, um den gewünschten flächigen Kontakt und damit Wärmeübergang sicherzustellen. Hierzu weist der Metallkörper im Schnitt eine Trapezform auf, wie aus Fig. 4 ersichtlich wird.
Der Temperaturfühler 50 ist austauschbar in dem Steckverbinder 10, also in dem Einsatz 18 angeordnet, um wiederverwendet zu werden. Auch wird aus der Darstellung der Fig. 1 deutlich, dass sich der Temperaturfühler 50 in dem Bereich des Kontaktes 36 erstreckt, in dem ein nicht dargestellter Kontaktstift einbringbar ist, also im Bereich des buchsen- oder hülsenförmigen freien Endes 44 des zylindrischen Kontaktelementes 36.
Der Sensor 52 selbst ist in gut wärmeleitendem Kontakt in dem Metallkörper 54 angeordnet. Hierzu wird eine gut wärmeleitende Paste verwendet, die zwischen dem Sensor 52 und der Innenwand der Bohrung des Metallkörpers 54 vorgesehen ist. Die Anschlüsse des Sensors 52 sind sodann mit Kabeln verbunden, die zu einem Schaltgerät bzw. zu einer Steuerung führen. Dabei sind die Kabel selbst zugentlastet in dem Metallkörper 54 befestigt.
Des Weiteren sollte der Sensor 52 eine Prüfspannungsfestigkeit von bis zu 4 kV gegenüber Masse aufweisen.
Der Sensor 52 selbst kann in Schaltungen bzw. Steuerungen integriert werden, wie diese aus dem Stand der Technik zu entnehmen sind. So können z. B. die Widerstandswerte eines als Widerstandsthermometer ausgebildeten Sensors 52 1:1 an eine Leitstelle zur Weiterverarbeitung geleitet und in einem Rechner direkt verarbeitet werden. Auch besteht die Möglichkeit, Widerstandswerte einem Messumformer zuzuführen, so dass die Ausgangsströme (z. B. 4 bis 20 mA) problemlos über längere Strecken übertragen werden können. Eine Auswertung kann sodann in einer Leitstelle erfolgen. Auch kann der Temperaturregler eine Schnittstelle wie RS 485 Schnittstelle aufweisen, über die die Verbindung mit einer Leitstelle erfolgt. Entsprechende steuerungstechnische Lösungen sind jedoch hinlänglich dem Stand der Technik zu entnehmen.
In der Fig. 5 ist eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lehre dargestellt, bei der die Temperaturfühler 82, 84 unmittelbar mit einem Kontakt, d.h. im Ausführungsbeispiel mit den Wechselkontakte 66, 68 verbunden sind. Um den Innenkontakt zwischen dem Temperaturfühler 82, 84 bzw. dessen Sensor und der Außen-
fläche des Wechselkontaktes 66, 68 sicherzustellen, wird der Temperaturfühler 82, 84 im Bereich seines Sensors, dessen Eigenschaften denen des Sensors 52 nach den Fig. 1 - 4 entsprechen kann, über eine clipsartige Aufnahme 86, 88 klemmend fixiert. Bei der clipsartigen Aufnahme 86, 88 kann es sich um einen längsgeschlitzten Ring oder um eine Hülse handeln. Die Aufnahme 86, 88 ist dabei derart vorgespannt, dass der Sensor bzw. der Temperaturfühler 82, 84 mit hinreichendem Kontakt an der Außenfläche des Wechselkontaktes 66, 68 anliegt. Somit ist eine sichere Temperaturüberwachung möglich. Die von dem Sensor ausgehenden Steuerleitungen 90, 92, die zum Gehäuserückteil 16 führen und dort verschaltet sind, sind um die Kontakte bzw. die Steckliülsen 58, 60 mit einer Länge gewickelt, die sicherstellt, dass die Wechselkontakte 66, 68 aus den Steckhülsen 58, 60 herausgezogen werden können, ohne dass die Steuerkabel 90, 92 abreißen. Hierzu ist es zunächst nur erforderlich, dass die Wechselkontakte 66, 68 um ihre jeweilige Längsachse in einem Umfang gedreht wird, dass das auf der Steckhülse 58, 60 aufgewickelte Kabel 96, 92 abgewickelt wird. Umgekehrt wird nach Aufsetzen des Wechselkontaktes 66, 68 auf die Steckhülse 58, 60 ersterer so lange um seine Achse gedreht, dass das Steuerkabel 90, 92 im hinreichenden Umfang aufgewickelt ist, um problemlos den den Fig. 2 und 3 zu entnehmenden Einsatz 18 auf die Kontakte zu schieben, ohne dass die Steuerkabel 90, 92 beschädigt bzw. mitgenommen werden.
Eine entsprechende Lehre ist auch für die Anordnung nach den Fig. 1 - 3 realisierbar, nach der der Sensor 42 in dem Metallblock 54 festgelegt ist. Die aus dem Metallblock 54 herausgeführten Kabel werden sodann in einer Länge innerhalb des vorderen Gehäuseteils 15 bzw. des Einsatzes 18 verlegt, dass dieser von den Kontakten 34, 36, 38 abgezogen werden kann, ohne dass die Kabel abreißen; denn beim Abziehen des Einsatzes 18 wird der von dem Einsatz 18 klemmend aufgenommene Metallblock 15 mitgenommen.
Alternativ können Spiralkabel benutzt werden, die entsprechend längenveränderbar sind, ohne dass ein "Aufwickeln" und "Verlegen" erforderlich ist.