Flammschutzmittelzusammensetzungen für Polyolefin-Halbzeuge und -Formstoffe
Die Erfindung betrifft Flammschutzmittelzusammensetzungen für Polyolefin- Halbzeuge und -Formstoffe hoher Flammfestigkeit mit herabgesetzter Korrosionswirkung bei der Schmelzeverarbeitung der Polyolefin- Flammschutzmittel-Mischungen.
Der Zusatz von anorganischen oder organischen Flammschutzmitteln zur Verbesserung der Flammfestigkeit von Polyolefinen ist bekannt (EP 0 251 161 A2).
Polyolefinzusammensetzungen mit Halogen enthaltenden Flammschutzmitteln wie Tris(tri-bromneopentyl)phosphat (JP 11 255 970 A1), Tetrabrombisphenol-bis(2,3- dibrom-propyl)ether (JP 11 255 969 A1) oder Hexabromcyclododecan (JP 2000 143 885 A1) besitzen eine hohe Flammfestigkeit, von Nachteil ist jedoch die Wechselwirkung geringer Anteile an Bromwasserstoff, der bei höheren Verarbeitungstemperaturen durch partielle Zersetzung der Flammschutzmittel gebildet wird, mit eingesetzten HALS-Stabilisatoren, was zu einer Herabsetzung der UV-Stabilität der Erzeugnisse führt.
Kristallwasser abgebende Flammschutzmittel wie Magnesiumhydroxid (EP 1 106 648 A1 ; JP 2001 122 982 A1) haben keinen negativen Einfluss auf die Stabilisierung von Polyolefinen, von Nachteil sind jedoch die erforderlichen Zusatzmengen in Polyolefinkompounds über 35 Masse%, was zu einer Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften der Erzeugnisse gegenüber Flammschutzmittel-freien Rezepturen führt.
Bekannt sind weiterhin Flammschutzmittelzusammensetzungen für Polyolefine, die 42 Masse% Ammoniumpolyphosphat, 16 Masse% Polyamid-6 und 5 Masse% Melamincyanurat (JP 2000 327 854) oder 30 Masse% Ammoniumpolyphosphat, 3 Masse% Melamincyanurat und 1 Masse% Zinkborat (JP 2000 160 031 A1), jeweils bezogen auf die eingesetzten Polyolefine, enthalten, um beim UL 94- Flammtest einer Einstufung V-0 zu entsprechen. Von Nachteil ist jedoch die
Korrosionswirkung der Flammschutzmittelzusammensetzungen bei der Schmelzeverarbeitung der Polyoiefin-Flammschutzmittel-Mischungen auf Grund des hohen Anteils der Mischungen an Ammoniumpolyphosphat.
Ziel der Erfindung bilden Flammschutzmittelzusammensetzungen für Polyolefin- Halbzeuge und -Formstoffe hoher Flammfestigkeit mit herabgesetzter Korrosionswirkung bei der Schmelzeverarbeitung der Polyolefin- Flammschutzmittel-Mischungen.
Die erfinderische Aufgabe wurde durch Flammschutzmittelzusammensetzungen aus a) 45 bis 68 Masse% Charring-Katalysatoren vom Typ Ammoniumpolyphosphat und/oder Zinkborat, b) 15 bis 30 Masse% Treibmittel vom Typ Aminotriazine, c) 15 bis 30 Masse% Krustenbildner vom Typ Aminoplaste, modifizierte Aminoplaste und/oder C -Cι6-Polyalkohole, , und d) gegebenenfalls 7 bis 20 Masse% Schichtsilikaten gelöst, wobei die Treibmittel b) und/oder die Krustenbildner c) vollständig oder partiell intercaliert in den Zwischenschichten der Schichtsilikate vorliegen können, und wobei die Flammschutzmittelzusammensetzungen in Anteilen von 22 bis 35 Masse% in den Polyolefin-Halbzeugen und -Formstoffen hoher Flammfestigkeit enthalten sind.
Beispiele für Polyolefin-Halbzeuge, die die erfindungsgemäßen Flammschutzmittelrezepturen enthalten können, sind Folien, Schaumfolien, Platten, Profile, Rohre, Fasern, Vliese, Beschichtungen und Laminate.
Beispiele für Polyolefin-Formstoffe, die die erfindungsgemäßen Flammschutzmittelrezepturen enthalten können, sind durch Spritzgießen, Blasformen oder durch Rotationsformen hergestellte Erzeugnisse.
Die Flammschutzmittelzusammensetzungen enthaltenden Polyolefine in den Polyolefin-Halbzeugen oder -Formstoffen sind bevorzugt Poly-C2-C5- -Olefine bzw. Copolymere aus C2-C5-α-Olefinen und α-Olefinen mit 2 bis 18 C-Atomen vom Typ lineare und/ oder verzweigte Polyethylen - Homo- und/oder - Copolymere, Cycloolefin-Ethylen-Copolymere, Polypropylen-Homopolymere, statistische Propylen-Copolymere, Propylen-Blockcopolymere, statistische Propylen-Blockcopolymere, isotaktisches Polybuten-1 und/oder 4-Methylpenten- 1- Homo- und/oder -Copolymere.
Zur Kompatibilisierung der in den Flammschutzmittelzusammensetzungen enthaltenen Komponenten können die für die Herstellung der Polyolefin- Halbzeuge oder -Formstoffe eingesetzten Polyolefine 0,05 bis 2 Masse%, bezogen auf die eingesetzten Polyolefine, Säure-, Säureanhydrid- und/oder Epoxid-Gruppen enthaltende Olefincopolymere und/oder Olefinpfropfcopolymere, bevorzugt Ethylen-Butylacrylat-Acrylsäure-Terpolymere mit einem
Acrylsäuregehalt von 0,1 bis 2 Masse% oder Maleinsäureanhydrid-gepfropftes Polypropylen mit einem Maleinsäureanhydridgehalt von 0,05 bis 0,5 Masse% enthalten.
Die in den Flammschutzmittelzusammensetzungen enthaltenen Charring- Katalysatoren vom Typ Ammoniumpolyphosphat und/oder Zinkborat bewirken eine Verkokung der in den Rezepturen enthaltenen Aminoplaste, modifizierten Aminoplaste und/oder C4-Cι6-Polyalkohole unter Krustenbildung, die ein Abtropfen der Polyolefine im Brandfall verhindert.
Die in den Flammschutzmittelzusammensetzungen enthaltenden Treibmittel vom Typ Aminotriazine sind bevorzugt Melamin, Ammeiin, Ammelid, Melem, Melon, Melam, Benzoguanamin, Acetoguanamin, Tetramethoxymethylbenzoguanamin, Caprinoguanamin und/oder Butyroguanamin, besonders bevorzugt Melamin, sowie deren Salze mit anorganischen und/oder organischen Anionen, besonders bevorzugt Fluoride, Chloride, Bromide, Jodide, Sulfate, Phosphate, Borate,
Silikate, Cyanurate, Tosylate, Formiate, Acetate, Propionate, Butyrate und/oder Maleinate.
Die Treibmittel in den Flammschutzmittelzusammensetzungen bewirken eine Verschäumung der Flammschutzmittel enthaltenden Polyolefinerzeugnisse an der Oberfläche bei Hitzeeinwirkung, wobei die thermische Leitfähigkeit der Polyolefinerzeugnisse stark herabgesetzt und dadurch die Flammfestigkeit erhöht wird.
Die in den Flammschutzmittelzusammensetzungen enthaltenden Krustenbildner vom Typ Aminoplaste sind bevorzugt Melaminharze, Harnstoffharze, Ethylenhamstoffharze, Cyanamidharze, Dicyandiamidharze, Guanaminharze, Sulfonamidharze, Polycarbonylpiperazin harze und/oder Anilinharze. Besonders bevorzugt werden Melaminharze.
Beispiele für die in den Flammschutzmittelzusammensetzungen als Krustenbildner enthaltenden Melaminharze sind Polykondensate aus Melamin bzw. Melaminderivaten und CrCι0-Aldehyden mit einem Molverhältnis Melamin bzw. Melaminderivat / Cι-Cι0-Aldehyden 1 : 1 bis 1 : 6, wobei die Melaminderivate durch Hydroxy-Ci-C-io-alkylgruppen , Hydroxy-Cι-C -alkyl(oxa-C2-C4-alkyl)ι-5-gruppen und/oder durch Amino-CrCi2-alkylgruppen substituierte Melamine, Diaminomethyltriazine und/ oder Diaminophenyltriazine wie 2-(2- HydroxyethylaminoJ^.δ-diamino-I .S.δ-triazin, 2-(5-Hydroxy-3-oxa-pentylamino)- 4,6-di-amino-1 ,3,5-triazin und/oder 2,4,6-Ths-(6-aminohexylamino)-1 ,3,5-triazin sein können, weiterhin Ammeiin, Ammelid, Meiern, Melon, Melam, Benzoguanamin, Acetoguanamin, Tetramethoxymethylbenzoguanamin,
Caprinoguanamin und oder Butyroguanamin sein können, und wobei die C1-C10- Aldehyde Formaldehyd, Acetaldehyd, Trimethylolacetaldehyd, Acrolein, Furfural, Glyoxal und/oder Glutaraldehyd, bevorzugt Formaldehyd, sind.
Beispiele für die den Flammschutzmittelzusammensetzungen als Aminoplaste enthaltenen Harnstoff harze sind neben Harnstoff-Formaldehyd-Harzen ebenfalls Mischkondensate mit Phenolen, Säureamiden oder Sulfonsäureamiden.
Beispiele für die den Flammschutzmittelzusammensetzungen als Aminoplaste enthaltenen Guanaminharze sind Harze, die als Guanaminkomponente Benzoguanamin, Acetoguanamin, Tetramethoxymethylbenzoguanamin,
Caprinoguanamin und/oder Butyroguanamin enthalten.
Beispiele für die den Flammschutzmittelzusammensetzungen als Aminoplaste enthaltenen Sulfonamidharze sind Sulfonamidharze aus p-Toluolsulfonamid und Formaldehyd.
Beispiele für die den Flammschutzmittelzusammensetzungen als Aminoplaste enthaltenen Anilinharze sind Anilinharze, die als aromatische Diamine neben Anilin ebenfalls Toluidin und/oder Xylidine enthalten können.
Die in den Flammschutzmittelzusammensetzungen enthaltenden Krustenbildner vom Typ modifizierte Aminoplaste sind bevorzugt Melamin-Phenol-Formaldehyd- Mischkon-densate, Melamin-Hamstoff-Formaldehyd-Mischkondensate, mit d-C8- Alkoholen und/oder C2-C16-mehrwertigen Alkoholen veretherte Melaminharze, besonders bevorzugt mit Bis(hydroxyethyl)terephthalat veretherte Melaminharze, und/oder mit Copolymeren aus C4-C2o-ethylenisch ungesättigten Dicarbonsäureanhydriden und ethylenisch ungesättigten Monomeren modifizierte Melaminharze, wobei die Copolymere aus C4-C2o-ethylenisch ungesättigten Dicarbonsäureanhydriden und ethylenisch ungesättigten Monomeren bevorzugt durch Umsetzung mit Ammoniak, CrC18-Monoalkylaminen, C6-Cι8-aromatischen Monoaminen, C2-C18-Monoamino-alkoholen und/oder monoaminierten Poly(C2-C4- alkylen)oxiden partiell amidiert oder durch Umsetzung mit C C8-Alkoholen, C2- Ci6-mehrwertigen Alkoholen und/ oder PoIy(C2-C4-alkylen)oxiden partiell verestert sind.
Beispiele für die in den Flammschutzmittelzusammensetzungen als Krustenbildner enthaltenen mit C2-Ci6-mehrwertigen Alkoholen veretherten Melaminharze sind Melaminharze, die mit Ethylenglycol, Butylenglycol, Octandiol, Erythrit, Pentiten, Hexiten, Heptiten Monosacchariden und/oder Estern aromatischer C8-Cι0-Dicarbon-säuren mit C2-C4-Diolen verethert sind.
Beispiele für die in den Flammschutzmittelzusammensetzungen als Krustenbildner enthaltenen mit Copolymeren aus C4-C2o-ethylenisch ungesättigten Dicarbonsäureanhydriden und ethylenisch ungesättigten Monomeren modifizierte Melaminharze sind Copolymere aus C4-C2o-ethylenisch ungesättigten Säureanhydriden wie Maleinsäureanhydrid, Itakonsäureanhydrid oder Methylbicycloheptendicarbonsäureanhydrid und ethylenisch ungesättigten Monomeren wie Styren, α-Methylstyren, Ethylen, Propylen, Isobuten oder Diisobuten mit einem Molverhältnis von 1 : 1 bis 1 : 9 und Molmassen- Gewichtsmitteln von 5000 bis 500000 , die mit Ammoniak, C Cι8- Monoalkylaminen wie Methylamin oder Octylamin, Cβ-Ciβ-aromatischen Monoaminen wie Anilin oder Naphthylamin, Aminotriazinen wie Melamin oder Guanamin, C2-Cι8-Monoaminoalkoholen wie Ethanolamin oder 1-Amino-12- hydroxydodecan, monoaminierten Poly(C2-C4-alkylen)oxiden einer Molmasse von 400 bis 3000, und/oder monoveretherten Poly(C2-C4-alkylen)oxiden einer Molmasse von 100 bis 10000 umgesetzt worden sind, und wobei das Molverhältnis Anhydridgruppen Copolymer / Ammoniak, Aminogruppen CrCι8-Monoalkylamine, Cβ-Ciβ-aromatische Monoamine, Aminotriazine, C2-Cι8-Monoaminoalkohole bzw. monoaminiertes Poly-(C2-C -alkylen)oxid und/oder Hydroxygruppen Poly(C2-C - alkylen)oxid 1 : 1 bis 20 : 1 beträgt.
Die in den Flammschutzmittelzusammensetzungen enthaltenden Krustenbildner vom Typ C -Cι6-Polyalkohole sind bevorzugt Erythrit, Pentite, Hexite, Heptite Monosaccharide und/oder Ester aromatischer C8-Cι0-Dicarbonsäuren mit C2-C4- Diolen. Besonders bevorzugt werden Pentaerythrit und/oder Bis(hydroxyethyl)terephthalat.
Die in den Flammschutzmittelzusammensetzungen gegebenenfalls enthaltenen Schichtsilikate sind bevorzugt Montmorillonit, Bentonit, Kaolinit, Muskovit, Hectorit, Fluorhectorit, Kanemit, Revdit, Grumantit, llerit, Saponit, Beidelit, Nontronit, Stevensit, Laponit, Taneolit, Vermiculit, Volkonskoit, Magadit, Rectorit, Halloysit, Kenyait, Sauconit, Borfluorphlogopite und/oder synthetische Smectite, wobei die Schichtsilikate besonders bevorzugt Schichtsilikate mit austauschbaren Kationen vom Typ Alkali-, Erdalkali-, Aluminium-, Eisen- und/oder Mangan-Kationen sind.
Günstige mittlere Partikeldurchmesser der in den
Flammschutzmittelzusammensetzungen gegebenenfalls enthaltenen
Schichtsilikate sind Partikeldurchmesser von 5 nm bis 2000 nm.
Die lntercalierung der Treibmittel vom Typ Triazine und/oder der Krustenbildner vom Typ Aminoplaste, modifizierte Aminoplaste und/oder C4-Cιβ-Polyalkohole in die Zwischenschichten der Schichtsilikate kann dadurch erfolgen, indem in einem Rührreaktor Suspensionen von Schichtsilikaten in Wasser bzw. Mischungen aus Wasser und d-C8-Alkoholen mit einem Feststoff gehalt von 2 bis 35 Masse% bei 20 bis 100°C und einer Verweilzeit von 10 bis 180 min mit Lösungen oder Suspensionen der Treibmittel vom Typ Aminotriazine und/oder Krustenbildner in Form von Aminoplast-Vorkondensaten, modifizierten Aminoplast-Vorkondensaten und/oder C-4-Cι6-Polyalkoholen in Wasser bzw. Mischungen aus Wasser und C-r C8-Alkoholen mit einem Feststoffgehalt von 5 bis 90 Masse% homogenisiert werden, wobei der Masseanteil der Treibmittel und/oder Krustenbildner, bezogen auf die wasserfreien Schichtsilikate, 20 bis 5000 Masse% beträgt, und nachfolgend die Dispersion der mit Treibmittel und/oder Krustenbildner beladenen Schichtsilikate unter Abtrennung der flüssigen Phase bei 50 bis 180°C und einer Verweilzeit von 0,1 bis 8 Std. getrocknet werden.
Eine bevorzugte Variante der lntercalierung der Krustenbildner vom Typ Aminoplaste bzw. modifizierte Aminoplaste in die Zwischenschichten der Schichtsilikate kann dadurch erfolgen, indem in einem Rührreaktor Suspensionen von Schichtsilikaten in Wasser bzw. Mischungen aus Wasser und C C8-Alkoholen
mit einem Feststoffgehalt von 2 bis 35 Masse% bei 20 bis 100°C und einer Verweilzeit von 10 bis 180 min mit Lösungen oder Suspensionen von Aminotriazinen in Wasser bzw. Mischungen aus Wasser und C C8-Alkoholen mit einem Feststoffgehalt von 5 bis 90 Masse% homogenisiert werden, wobei der Masseanteil der Aminotriazine, bezogen auf die wasserfreien Schichtsilikate, 20 bis 5000 Masse% beträgt, nachfolgend zu der Dispersion der mit Aminotriazinen beladenen Schichtsilikate, gegebenenfalls nach partieller Abtrennung der flüssigen Phase, 0,1 bis 10 Masse%, bezogen auf die wasserfreien Schichtsilikate, C Cio- Aldehyde als 5 bis 50% Lösungen in Wasser bzw. Mischungen aus Wasser und d-Cs-Alkoholen, die gegebenenfalls 0,05 bis 1 ,0 Masse%, bezogen auf die d- Cio-Aldehyde, saure Katalysatoren enthalten, innerhalb 10 bis 90 min bei 50 bis 90°C zugesetzt werden, und nachfolgend die mit Aminoplasten bzw. modifizierten Aminoplasten intercalierten Schichtsilikate unter Abtrennung der flüssigen Phase bei 20 bis 180°C und einer Verweilzeit von 0,1 bis 8 Std. getrocknet werden.
Eine bevorzugte Variante der erfindungsgemässen
Flammschutzmitteizusammensetzungen sind Mischungen, die aus a) 55-68 Masse% Ammoniumpolyphosphat, b) 15-20 Masse% von in Montmorillonit intercaliertem Melamin, das gegebenenfalls nach der lntercalierung mit Formaldehyd bei einem Molverhältnis Formaldehyd/Melamin von 0,3:1 bis 0,9:1 umgesetzt worden ist, wobei das Masseverhältnis Melamin/Montmohllonit 1:1 bis 1:3 beträgt, und c) 15-20 Masse% Pentaerythrit bestehen, wobei die Flammschutzmittelzusammensetzung in Anteilen von 24 bis 35 Masse% in den Polyolefin-Halbzeugen und -Formstoffen hoher Flammfestigkeit enthalten ist.
Weiterhin werden Flammschutzmittelzusammensetzungen bevorzugt, die aus
a) 40 bis 52 Masse% Ammoniumpolyphosphat, b) 25 bis 30 Masse% Melamin, und c) 16 bis 25 Masse% Melamin-Formaldehyd-Harze, die mit Bis(hydroxyethyl)- terephthalat verethert sind, wobei das Molverhältnis Melamin/Bis(hydroxy- ethyl)terephthalat 1 : 1 ,0 bis 1 : 5 beträgt, bestehen, wobei die Flammschutzmittelzusammensetzung in Anteilen von 22 bis 35 Masse% in den Polyolefin-Halbzeugen und -Formstoffen hoher Flammfestigkeit enthalten ist.
Eine weitere bevorzugte Variante sind Flammschutzmittelzusammensetzungen, die aus a) 45 bis 55 Masse% Ammoniumpolyphosphat, b) 22 bis 30 Masse% Melamin und c) 22 bis 30 Masse% Melaminharzmethylethem mit Molmassen von 400 bis 3000 bestehen, wobei die Flammschutzmittelzusammensetzung in Anteilen von 22 bis 35 Masse% in den Polyolefin-Halbzeugen und -Formstoffen hoher Flammfestigkeit enthalten ist.
Bei der Herstellung der die erfindungsgemäßen
Flammschutzmittelzusammensetzungen enthaltenden Polyolefin-Halbzeuge oder - Formstoffe durch übliche Schmelzeverarbeitungsverfahren wie Extrusion, Spritzguss, Blasformen oder Rotationsformen können Polyolefin- Flammschutzmittel-Mischungen eingesetzt werden, bei denen die Komponenten der Flammschutzmittelzusammensetzung auf das Polyolefin-Granulat bzw. -Pulver auf getrommelt sind.
Eine zweite Variante besteht in der Dosierung der Flammschutzmittelzusammensetzungen in die Polyolefinschmelze vor der Ausformung zum Halbzeug bzw. Formstoff.
Weiterhin können bei der Herstellung der die erfindungsgemäßen Flammschutzmittelrezepturen enthaltenden Polyolefin-Halbzeuge oder -Formstoffe durch übliche Schmelzeverarbeitungsverfahren die Flammschutzmittelzusammensetzungen als Polyolefin-Masterbatch mit einem Flammschutzmittelgehalt von 40 bis 70 Masse% zugesetzt werden.
Ausführungsbeispiele
Die Flammfestigkeit der Polyolefin-Flammschutzmittel-Mischungen wurde anhand gepresster und ausgefräster 3mm-Prüfkörper durch den UL 94-Flammtest nach CEI IEC 60695-11-10 und den LOI-lndex nach ASTM D 2863-77 ermittelt.
Die Korrosionswirkung der Polyolefin-Flammschutzmittel-Mischungen wurde durch Schmelzekneten der Mischungen bei 190°C / 3 min im Laborextruder, Verglühen von 1 g der Probe im Platintiegel, Aufschmelzen des Glührückstands mit NaOH, Lösen in Wasser, Ansäuern mit HCI und Ermittlung der während des Knetvorganges im Extruder in die Polyolefin-Flammschutzmittel-Mischung übergegangen Anteile an Chrom und Nickel durch Atomabsorptionsspektroskopie charakterisiert.
Die im Vergleichsversuch ermittelte Korrosionswirkung von 30 Gew.% einer Flammschutzmittelzusammensetzung aus Ammoniumpolyphosphat und Melamin (Exolit AP 752, Fa. Clariant) in einem Polypropylenblend ergibt nach Extruderdurchlauf einen Gehalt an Chrom von 16 ppm und einen Gehalt an Nickel von 7 ppm.
Die Ausprüfung der Werkstoffeigenschaften wurden nach folgenden Normen durchgeführt:
Zugversuch nach EN ISO 527-1
Kerbschlagzähigkeit nach Charpy EN ISO 179
Beispiel 1
1.1 Herstellung der Flammschutzmittelzusammensetzung
In einem 20 I - Rührreaktor mit Bodenablassventil wird eine Mischung aus 600 g Melamin, 600 g Calciummontmorillonit (Südchemie AG, Moosburg, BRD) und 12 I Wasser auf 80°C erwärmt und 2 Std. gerührt, wobei der Calciummontmorillonit quillt. Das modifizierte Schichtsilikat wird in einem Zellenfilter abgetrennt und bei 75°C/8 Std. im Vacuum getrocknet. Die Primärteilchen des modifizierten Calciummontmorillonits besitzen einen durch Transmissionselektronenmikroskopie ermittelten mittleren Teilchendurchmesser von 550 nm.
Die Flammschutzmittelzusammensetzung wird durch 30 min Mischen von 4 kg Ammoniumpolyphosphat (FRCros484, Budenheim Iberica), 1 kg Pentaerythrit und 1 kg des Melamin-modifizierten Calciummontmorillonits im Taumelmischer hergestellt.
1.2 Herstellung eines Polyoiefin-Halbzeugs
In einen Leistritz-Extruder ZSK 27, IJD=44 mit Seitenstromdosierung für pulverförmige Medien, Dekompressionszone für Vacuumentgasung, Profilwerkzeug 12,7 x 3 mm und Abzugseinrichtung, Temperaturprofil 20/200/200/200/200/200/200/200/200/200°C, wird eine Mischung eines Propylen- Copolymers (Schmelzindex 16,0 g/10 min bei 230°C/2,16 kg, Ethylengehalt 4,8 Masse%) mit 0,10 Masse% Bis-2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl-sebazat und 0,3 Masse%, jeweils bezogen auf das Propylen-Copolymer, an Caiciumstearat mit 10,5 kg/h dosiert, aufgeschmolzen und homogenisiert. Nachfolgend wird in die Polyolefinschmelze über eine Dosiereinrichtung für pulverförmige Medien in die Zone 4 die Flammschutzmittelzusammensetzung mit 4,5 kg/h dosiert. Nach
intensiver Homogenisierung wird die Mischung in der Dekompressionszone entgast, als Profil ausgetragen und abgezogen.
Aus dem Profil hergestellte Prüfstäbe 127 x 12,7 x 3 mm zeigten beim UL 94- Flammtest nach CEI IEC 60695-11-10 ein Brandverhalten V-0
(selbstverlöschend, kein Abtropfen, kein Nachglimmen).
Die Ausprüfung der Werkstoff eigenschaften ergab folgende Kennwerte: E-Modul 2704 MPa;Streckspannung 22 MPa, Zugfestigkeit 22 MPa; Kerbschlagzähigkeit 2,7 MPa
Nach Extruderdurchiauf der Polypropylen-Flammschutzmittel-Mischungen beträgt der Anteil von Chrom im Blend 5 ppm und der Anteil von Nickel im Blend 6 ppm.
Wird anstelle der Flammschutzmittelzusammensetzung nach 1.1 bei der Herstellung des Polyolefinhalbzeugs nach 1.2 das kommerzielle
Flammschutzmittel Exolit 752 AP (Basis: Ammoniumpolyphosphat/Melamin, Fa. Clariant) mit einem Anteil von 35 Masse% in der Polyolefin-Flammschutzmittel- Mischung eingesetzt, so wird zwar ebenfalls ein Brandverhalten V-0 erzielt, nach Extruderdurchlauf der Polypropylen-Flammschutzmittel-Mischungen beträgt der Anteil von Chrom im Blend 19 ppm und der Anteil von Nickel im Blend 8 ppm.
Die Ausprüfung der Werkstoffeigenschaften des Polypropylen/Exolit - Blends 70/30 ergab folgende Kennwerte:
E-Modul 2038 MPa;Streckspannung 20 MPa, Zugfestigkeit 20 MPa; Kerbschlagzähigkeit 2,6 MPa
Beispiel 2
2.1 Herstellung des Flammschutzmittel masterbatches
In einem 25 l - Rührreaktor mit Bodenablassventil werden 5,5 kg 30% Formaldehyd, 4,8 I Wasser und 600 g Montmorillonit mittels NaOH auf einen pH- Wert von pH=9,0 eingestellt. Nach Erwärmung der Mischung auf 75°C werden 4,3 kg Melamin zudosiert. Die Reaktortemperatur wird auf 90°C erhöht und nach Auflösung des Melamins wird ein pH-Wert von pH=9,4 eingestellt. Wenn bei der Kondensation eine Wasserverträglichkeit Wasser/Melaminharz von 1 ,2 erreicht ist, wird abgekühlt und die Suspension sprühgetrocknet.
Die Primärteilchen des polymermodifizierten Montmorillonits besitzen einen durch Transmissionselektronenmikroskopie ermittelten mittleren Teilchendurchmesser von 230 nm. Der durch Elementaranalyse und Glühverlust ermittelte Gehalt der polymermodifizierten anorganischen Partikel an Melaminharz beträgt 5/I Masse%.
Die Flammschutzmittelzusammensetzung wird durch 30 min Mischen von 2 kg Ammoniumpolyphosphat (FRCros484, Budenheim Iberica), 0,5 kg Pentaerythrit und 0,5 kg des Melaminharz-modifizierten Montmorillonits im Taumelmischer hergestellt.
Zur Herstellung des Flammschutzmittelmasterbatches wird in einen Brabender- Extruder, IJD=42, mit Seitenstromdosierung für pulverförmige Medien, Dekompressionszone für Vacuumentgasung und Granuliereinrichtung, Temperaturprofil 20/180/ 220/220/220/220/220/220/200/190°C, eine Mischung eines Propylen-Copolymers (Schmelzindex 16,0 g/10 min bei 230°C/2,16 kg, Ethylengehalt 4,8 Masse%) mit 2 Masse% Maleinsäureanhydrid-gepfropftem Polypropylen (Schmelzindex 28 g/10 min bei 230°C/2,16 kg, Maleinsäureanhydridgehalt 0,18 Masse%) und 0,5 Masse%, jeweils bezogen auf das Propylen-Copolymer, an Polyethylenwachsoxidat mit 3,0 kg/h dosiert, aufgeschmolzen und homogenisiert. Nachfolgend wird in die Polyolefinschmelze
über eine Dosiereinrichtung für pulverförmige Medien in die Zone 4 die Flammschutzmittelrezeptur mit 3,0 kg/h dosiert. Nach intensiver Homogenisierung wird die Mischung in der Dekompressionszone entgast, ausgetragen und granuliert.
2.2 Herstellung von Prüfstäben durch Spritzguss
Eine Granulatmischung aus 1 ,2 kg Flammschutzmittelmasterbatch und 0,8 kg eines Propylen-Homopolymers (Schmelzindex 25,0 g/10 min bei 230°C/2,16 kg) wird in einer Ferromatic-Millacron-Spritzgussmaschine FM 60, die eine Dreizonenschnecke mit einer Schneckenlänge von 22 D besitzt, bei einer Massetemperatur von 225°C und bei einer Werkzeugtemperatur von 50°C gemäß DIN 16 774 zu 3 mm Normprüfstäben verarbeitet.
Die Normprüfstäbe zeigten beim UL 94-Flammtest nach CEI IEC 60695-11-10 ein Brandverhalten V-0 (selbstverlöschend, kein Abtropfen, kein Nachglimmen).
Die Ausprüfung der Werkstoffeigenschaften ergab folgende Kennwerte: E-Modul 2400 MPa;Streckspannung 20 MPa, Zugfestigkeit 20 MPa; Kerbschlagzähigkeit 2,7 MPa
Nach Extruderdurchlauf der Polypropylen-Flammschutzmittel-Mischungen beträgt der Anteil von Chrom im Blend 4 ppm und der Anteil von Nickel im Blend 5 ppm.
Beispiel 3
3.1 Herstellung der Flammschutzmittelzusammensetzung
Ein mit Bis(hydroxyethyl)terephthalat verethertes Melaminharz (Molverhältnis Melamin/ Bis(hydroxyethyl)terephthalat 1 :4) wurde durch Schmelzekneten eines Methanol-veretherten Melamin-Formaldehyd-Festharzes (Molmasse 1450) mit Bis(hydroxyethyl)-terephthalat im Kneter bei 130°C/10 min hergestellt.
Die Flammschutzmittelzusammensetzung wird durch 30 min Mischen von 4 kg Ammoniumpolyphosphat (FRCros484, Budenheim Iberica), 1 ,5 kg Melamin, 0,5 kg Acetoguanamin und 2 kg des feinvermahlenen mit Bis(hydroxyethyl)terephthalat
veretherten Melaminharzes (Molverhältnis Melamin/ Bis(hydroxyethyl)terephthalat 1 :4) im Taumelmischer hergestellt.
3.2 Herstellung eines Polyolefin-Halbzeugs
Ein Propylen-Copolymer (Schmelzindex 16,0 g/10 min bei 230°C/2,16 kg, Ethylengehalt 4,8 Masse%) wird im Innenmischer mit 33 Masse% der Flammschutzmittelzusammensetzung nach 3.1 , 0,15 Masse% Bis-2, 2,6,6- tetramethyl-4-piperidyl-sebazat und 0,3 Masse%, jeweils bezogen auf das Propylen-Copolymer, an Caiciumstearat gemischt.
Die Polypropylen-Flammschutzmittel-Mischung wird in einen Wemer&Pfleiderer- Extruder ZSK 30, LJD=42 mit Dekompressionszone für Vacuumentgasung, Profilwerkzeug 20 x 3 mm und Abzugseinrichtung, Temperaturprofil 20/190/205/205/205/205/205/205/205/ 200°C, dosiert, aufgeschmolzen, homogenisiert, in der Dekompressionszone entgast, als Profil ausgetragen und abgezogen.
Aus dem Profil hergestellte 3 mm Prüfstäbe zeigten beim UL 94-Flammtest nach CEI IEC 60695-11-10 ein Brandverhalten V-0 (selbstverlöschend, kein Abtropfen, kein Nachglimmen). Der LOI-lndex nach ASTM D 2863-77 beträgt 28%.
Nach Extruderdurchlauf der Polypropylen-Flammschutzmittel-Mischungen beträgt der Anteil von Chrom im Blend 2 ppm und der Anteil von Nickel im Blend 3 ppm.
Beispiel 4
4.1 Herstellung des Flammschutzmittelmasterbatches
Die Flammschutzmittelzusammensetzung wird durch 30 min Mischen von 5 kg Ammoniumpolyphosphat (FRCros484, Budenheim Iberica), 2,5 kg Melamin, 2,0 kg
Bis(hydroxyethyl)terephthalat und 0,5 kg Methanol-verethertes Melamin- Formaldehyd-Festharz (Molmasse 1450) im Taumelmischer hergestellt.
Zur Herstellung des Flammschutzmittelmasterbatches wird in einen Brabender- Extruder, IJD=42, mit Seitenstromdosierung für pulverförmige Medien, Dekompressionszone für Vacuumentgasung und Granuliereinrichtung, Temperaturprofil 20/180/ 220/220/220/220/220/220/200/190°C, eine Mischung eines Propylen-Copolymers (Schmelzindex 16,0 g/10 min bei 230°C/2,16 kg, Ethylengehalt 4,8 Masse%) mit 2 Masse% Maleinsäureanhydrid-gepfropftem Polypropylen (Schmelzindex 28 g/10 min bei 230°C/2,16 kg, Maleinsäureanhydridgehalt 0,18 Masse%) und 0,5 Masse%, jeweils bezogen auf das Propylen-Copolymer, an Polyethylenwachsoxidat mit 3,0 kg/h dosiert, aufgeschmolzen und homogenisiert. Nachfolgend wird in die Polyolefinschmelze über eine Dosiereinrichtung für pulverförmige Medien in die Zone 4 die Flammschutzmittelrezeptur mit 3,0 kg/h dosiert. Nach intensiver Homogenisierung wird die Mischung in der Dekompressionszone entgast, ausgetragen und granuliert.
4.2 Herstellung von Prüfstäben durch Spritzguss
Eine Granulatmischung aus 1 ,2 kg Flammschutzmittelmasterbatch nach 4.1 und 1 ,2 kg eines Propylen-Homopolymers (Schmelzindex 25,0 g/10 min bei 230°C/2,16 kg) wird in einer Ferromatic-Millacron-Spritzgussmaschine FM 60, die eine Dreizonenschnecke mit einer Schneckenlänge von 22 D besitzt, bei einer Massetemperatur von 225°C und bei einer Werkzeugtemperatur von 50°C gemäss DIN 16 774 zu 3 mm Norm-prüfstäben verarbeitet.
Die Normprüfstäbe zeigten beim UL 94-Flammtest nach CEI IEC 60695-11-10 ein Brandverhalten V-0 (selbstverlöschend, kein Abtropfen, kein Nachglimmen).
Nach Extruderdurchlauf der Polypropylen-Flammschutzmittel-Mischungen beträgt der Anteil von Chrom im Blend 2 ppm und der Anteil von Nickel im Blend 3 ppm.
Beispiel 5
5.1 Herstellung der Flammschutzmittelzusammensetzung
Die Flammschutzmittelzusammensetzung wird durch 30 min Mischen von 0,50 kg Amoniumpolyphosphat (FRCros484, Budenheim Iberica), 0,25 kg Melamin und 0,25 kg des mit Bis(hydroxyethyl)terephthalat veretherten Melaminharzes nach 3.1 (Molverhältnis Melamin/ Bis(hydroxyethyl)terephthalat 1 :4) im Taumelmischer hergestellt.
Zur Herstellung des Polyolefin-Flammschutzmittel-Blends wird in einen Wemer& Pfleiderer-Extruder, LJD=42, mit Seitenstromdosierung für pulverförmige Medien, Dekompressionszone für Vacuumentgasung und Granuliereinrichtung, Temperaturprofil 20/190/ 220/230/230/220/220/220/200/190°C, eine Mischung eines Polyethylen-HD (Schmelzindex 15,2 g/10 min bei 190°C/5 kg ) mit 3 Masse% eines Ethylen-Butylacrylat-Acrylsäure-Copolymers (Schmelzindex 2,5 g 10 min bei 190°C/2,16 kg, 5,5 Masse% Butylacrylat, 2,1 Masse% Acrylsäure) und 0,2 Masse%, jeweils bezogen auf Polyethylen, an Polyethylenwachsoxidat mit 6,0 kg/h dosiert, aufgeschmolzen und homogenisiert. Nachfolgend wird in die Polyolefinschmelze über eine Dosiereinrichtung für pulverförmige Medien in die Zone 4 die Flammschutzmittelzusammensetzung mit 2,3 kg/h dosiert. Nach intensiver Homogenisierung wird die Mischung in der Dekompressionszone entgast, ausgetragen und granuliert.
5.2 Herstellung von Prüfstäben durch Spritzguss
Das Flammschutzmittel enthaltende Polyolefingranulat nach 5.1 wird in einer Ferromatic-Millacron-Spritzgussmaschine FM 60, die eine Dreizonenschnecke mit einer Schneckenlänge von 22 D besitzt, bei einer Massetemperatur von 215°C und bei einer Werkzeugtemperatur von 50°C zu 3 mm Normprüfstäben verarbeitet.
Die Normprüfstäbe zeigten beim UL 94-Flammtest nach CEI IEC 60695-11-10 ein Brandverhalten V-0 (selbstverlöschend, kein Abtropfen, kein Nachglimmen).
Nach Extruderdurchlauf der Polyethylen-Flammschutzmittel-Mischungen beträgt der Anteil von Chrom im Blend 2 ppm und der Anteil von Nickel im Blend 3 ppm.