Titel : Abdeckschablone und Abdeckschabloneneinheit
Besehreibung
Die Erfindung betrifft eine Abdeckschablone zum Abdecken von Substraten, insbesondere Leiterplatten, mit Öffnungen, durch welche Materialien, insbesondere Lötpaste und/oder Kleber gezielt auf das Substrat aufbringbar ist und mit Halteabschnitten im Randbereich zum Aufspannen der Abdeckschablone in einem Spannhalterahmen.
Die Erfindung betrifft außerdem eine Abdeckschabloneneinheit, die eine Abdeckschablone und einen zugehörigen Spannhalterrahmen umfasst.
Derartige Abdeckschablonen werden benutzt, um Lötpasten und Kleber in beispielsweise SMD-Technologie (SMD = Surface Mounted Devices) auf Leiterplatten zu drucken.
BESTATIGUNGSKOPIE
Beim Bedrucken der Leiterplatte wird die Abdeckschablone entsprechend positioniert und auf die Leiterplatte aufgelegt. Mit Hilfe eines Rakels, insbesondere eines Gummi- oder Stahlrakels, wird die Paste und/oder der Kleber durch die Öffnungen auf die Leiterplatte unter Druck aufgebracht, wodurch die entsprechenden Pads mit der Paste beziehungsweise dem Kleber benetzt werden. Die Abdeckschablone wird danach abgehoben und von der Leiterplatte entfernt. Die Leiterplatte ist nun zum Bestücken mit SMD-Bauteilen vorbereitet und zum anschließenden Löten oder Klebeaushärten fertig. Pasten finden insbesondere beim Löten der Bauteile auf die Leiterplatte Verwendung. Kleber wird insbesondere beim Reflow-Löten verwendet .
Herkömmlich hergestellte Abdeckschablonen für den SMD- Pastendruck sind aus Metall, insbesondere aus Stahl, Kupfer oder Messing hergestellt. Da die Abdeckschablonen die Leiterplatten abdecken, sind zur genauen Positionierung der Abdeckschablonen Hilfsmittel, insbesondere sogenannte gravierte Referencepads erforderlich. Die Ausrichtung und Lage der Referencepads wird mit aufwändigen Kamerasystemen überwacht und mit entsprechender Software gesteuert.
Nachteile von Metallschablonen sind, dass das Material gegen Knicken und Biegen sehr empfindlich ist. Es können leicht bleibende, irreparable Verformungen entstehen. Dadurch ist der Einsatz derartiger Abdeckschablonen bei Anwendungen, bei denen zwischen zwei Öffnungen sehr schmale Stege zu realisieren sind, durch das Handling physikalisch begrenzt. Insbesondere sehr dünne Schablonen aus Metall sind sehr empfindlich.
Eine eingangs genannte Abdeckschablone ist aus der EP 0 643 902 Bl bekannt geworden. Die dort beschriebene Abdeckschablone sieht gegenüberliegende Randbereiche vor, die Halteabschnitte in Form von Aussparungen zum Aufspannen der Abdeckschablonen aufweist oder die eine reduzierte Dicke besitzen, so dass die Randbereiche flexibler als der die Öffnungen aufweisende
Hauptteil der Schablone sind. Dadurch können die gegenüberliegenden Seitenbereiche ohne Knicken oder andere Deformationen bei einer Einspannung entlang dieser Bereiche verbogen werden. Die dort beschriebenen Schablonen sind aus Blech, insbesondere aus rostfreiem Stahl oder aus Messing, und weisen eine entsprechende Dicke auf.
Für eine genauere Aufbringung von Lötpaste und/oder Kleber wäre es wünschenswert, die Dicke der Schablone zu reduzieren. Dies ist bei dem bekannten Stand der Technik deshalb nicht möglich, weil dann beim Aufspannen der Abdeckschablone ein Ausreißen der Öffnungen an den seitlichen Halteabschnitten auftreten würde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Abdeckschablone der eingangs genannten Art die Nachteile des Stand der Technik zu vermeiden und eine Abdeckschablone zur Verfügung zu stellen, welche einfach herstellbar ist und ein sehr genaues Aufbringen von Lötpaste und/oder Kleber ermöglicht. Die Abdeckschablone soll außerdem für eine sichere und dauerhafte Aufspannung mit einem Spannhalterahmen geeignet sein.
Diese Aufgabe wird mit einer Abdeckschablone der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Abdeckschablone wenigstens im mittleren, die Öffnungen aufweisenden Bereich aus einem dünnen Folienmaterial gebildet ist und dass der die Halteabschnitte aufweisende Randbereich gegenüber dem mittleren Bereich eine die Aufspannung ermöglichende Verstärkung aufweist. Mit einer derartigen Abdeckschablone kann folglich aufgrund des verwendbaren sehr dünnen Folienmaterials Lötpaste und/oder Kleber entsprechend präzise aufgebracht werden. Dennoch ist ein dauerhaftes Aufspannen der Abdeckschablone möglich, da der die Halteabschnitte aufweisende Randbereich verstärkt ausgebildet ist. Durch eine verstärkte Ausbildung des Haltebereichs wird außerdem das Handling der Abdeckschablone vereinfacht.
Insbesondere kann durch die Verstärkung ein unerwünschtes Knicken oder plastisches Verformen des dünnen Folienmaterials unterbunden werden.
Durch die Reduzierung der Dicke des Folienmaterials können geringere Fein-Patch-Abstände (Abstand von Mitte Pad zu Mitte Pad) realisiert werden, ohne dass das Handling und der Dauereinsatz der Abdeckschablone verschlechtert wird. Die zunehmend geringere Dicke des Folienmaterials ist aufgrund der Verstärkung der Randbereiche handlebar; irreversible Beschädigungen, die 'den Gebrauch der Abdeckschablone einschränken oder unmöglich machen, werden durch die Verstärkung unterbunden oder gar ausgeschlossen.
Der Gegenstand des Anspruchs 1 geht folglich in eine andere Richtung als der Gegenstand der EP 0 643 902 Bl . Beim bekannten Stand der Technik ist es Ziel, die Flexibilität des die Halteabschnitte aufweisenden Randbereichs zu erhöhen beziehungsweise den Randbereich mit einer reduzierten Dicke auszubilden. Bei der vorliegenden Erfindung soll gerade der die Halteabschnitte aufweisende Randbereich gegenüber dem mittleren Folienbereich aus dem dünnen Folienmaterial verstärkt ausgebildet sein. Der Randbereich weist folglich eine geringere Flexibilität als der die Öffnungen aufweisende Folienbereich auf. Bei der vorliegenden Erfindung kann deshalb sehr dünnes Folienmaterial für den die Öffnungen aufweisenden Folienbereich verwendet werden.
Da der die Halteabschnitte aufweisende Randbereich sich in der Regel über die gesamte Länge von zwei gegenüber liegenden Seiten erstreckt, erstreckt sich vorteilhafterweise die Verstärkung auch über wenigstens die beiden gegenüber liegenden, die Halteabschnitte aufweisenden Randbereiche. Allerdings ist erfindungsgemäß auch denkbar, dass sich die Verstärkung über den gesamten Randbereich der Abdeckschablone erstreckt; die Verstärkung bildet dann eine Art Verstärkungsrahmen für den die Öffnungen aufweisenden dünnen
Folienbereich. Auch hierdurch wird das Handling der Abdeckschablone erleichtert; ein Knicken oder sonstiges plastisches Verformen des dünnen Folienmaterials wird dadurch entgegengewirkt .
Die erfindungsgemäße Abdeckschablone kann dabei ein Folienmaterial mit einer Dicke von weniger als 350 μ , und insbesondere zwischen 40 bis 250 μm aufweisen. Eine sehr gut geeignete Schablone weist eine Dicke von ca. 75 - 200 μm auf.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Randbereich entlang einer Biegelinie aus der Ebene des mittleren Bereichs gebogen werden kann, wobei der mittlere Folienbereich parallel zur Biegelinie flexibler ausgebildet ist als der entlang der Biegelinie gebogene Randbereich. Bei einer derartigen Ausgestaltung kann die Abdeckschablone zum einen sicher in einem Spannhalterahmen gehaltert werden und zum anderen kann der die Öffnungen aufweisende Folienbereich beliebig nahe an das Substrat herangeführt werden. Da die Randbereiche, die die Halteabschnitte aufweisen, eine Verstärkung aufweisen, sind sie weniger flexibel als der mittlere Folienbereich der Abdeckschablone.
Die Verstärkung der jeweiligen Randbereich kann wenigstens teilweise durch Faserstoffe und/oder Faserverbundstoffe und/oder aus Kunststoff und/oder aus Metall gebildet sein. Je nach Art des Folienmaterials und je nach Spannanforderungen kann ein entsprechendes Material für die Verstärkung gewählt werden.
Vorteilhafterweise können die Halteabschnitte als sich durch das Folienmaterial und die Verstärkung erstreckende Aussparungen gebildet sein. Derartige Aussparungen können beispielsweise eine schlitzartige, runde, ovale, rechteckige, ösenförmige Grundfläche vorsehen. Insbesondere können die Aussparungen derart ausgebildet sein, dass die erfindungsgemäße Abdeckschablone in bekannte Spannhalterahmen,
wie sie beispielsweise in der EP 0 643 902 Bl beschrieben sind, gespannt werden können.
Eine weitere, besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass sich das Folienmaterial bis in den Randbereich der Abdeckschablone erstreckt und dass die Verstärkung durch eine oder mehrere im Randbereich auf das Folienmaterial aufgebrachte Zusatzfolien gebildet ist. Im jeweiligen Randbereich kann dabei lediglich eine Zusatzfolie auf dem Folienmaterial aufgebracht sein. Um eine zusätzliche Verstärkung zu erreichen, ist erfindungsgemäß ebenfalls denkbar, dass mehrere Zusatzfolien auf dem Folienmaterial vorhanden sind; insbesondere kann auf der Oberseite und auf der Unterseite des jeweiligen Randbereichs eine Zusatzfolie vorhanden sein. Allerdings können im Rahmen der Erfindung auch mehrere Schichten von Zusatzfolien übereinander als Verstärkung Verwendung finden.
Besonders vorteilhaft ist, wenn die Zusatzfolie aus dem gleichen Material wie das Folienmaterial ist. Die Zusatzfolie kann dabei eine gleiche Dicke oder eine andere Dicke als das Folienmaterial vorsehen. Die Verwendung des gleichen Materials für die Zusatzfolie und für das Folienelement hat den Vorteil, dass beide Materialien eine gleiche Zugfestigkeit bis zur Streckgrenze und eine gleiche Druckfestigkeit bis zur Fließgrenze aufweisen. Beim Aufspannen der Abdeckschablone ergibt sich folglich eine gleichmäßige Kraftverteilung in dem Folienmaterial und in der Zusatzfolie.
Die Zusatzfolie kann insbesondere durch thermische Verfahren, Klebeverfahren, Lackierverfahren und/oder durch Sinterverfahren mit dem Folienmaterial verbunden sein. Besonders vorteilhaft hat sich ein flächiges Fügen von Folienmaterial und Zusatzfolie herausgestellt; hierdurch werden entsprechende Spannungen auf die Fügefläche gleichmäßig verteilt.
Erfindungsgemäß ist ferner denkbar, dass eine Zusatzfolie auf der Unter- und auf der Oberseite des Folienmaterials aufgebracht ist. Eine derartige Zusatzfolie kann um die freie Kante des Folienmaterials herumgebogen sein, so dass sie sich von der Oberseite bis auf die Unterseite erstreckt. Insbesondere sehr dünnes Folienmaterial kann eine sehr scharfe Kante aufweisen, an der eine Verletzungsgefahr gegeben ist. Durch Umbiegen der Zusatzfolie um die freie Kante des Folienmaterials wird eine Verletzungsgefahr ausgeschlossen.
Zur Herstellung der Verstärkung kann erfindungsgemäß das Folienmaterial im Randbereich aus der Ebene, in der die Öffnungen liegen, nach oben oder unten derart umgebogen sein, dass das umgebogene Folienmaterial im Randbereich auf dem nicht umgebogenen Folienmaterial zum Aufliegen kommt. Das Folienmaterial im Randbereich wird also in der Regel um 180° abgebogen und mit dem Bereich des Folienmaterials, der in der Ebene der Öffnungen liegt, verbunden. Das die Verstärkung bildende Folienmaterial kann zur Realisierung einer größeren Verstärkung auch mehrfach gefaltete sein. Das zu biegende, in einer Ebene liegende Folienmaterial kann hierzu aus einer Bahn entsprechend ausgeschnitten werden. Die Breite und der Verlauf der Verstärkung wird als Randzugabe berücksichtigt. Es verbleibt folglich keine scharfe Kante; eine Verletzungsgefahr an der Kante der Abdeckschablone wird dadurch ausgeschlossen.
Eine besonders vorteilhafte Abdeckschablone ergibt sich dann, wenn die Zusatzfolie und das Folienmaterial aus einem geeigneten Kunststoffmaterial ist. Das Verwenden eines Kunststoffmaterials hat den Vorteil, dass beim
Laserschneidvorgang der Öffnungen beziehungsweise Aussparungen keine V-förmigen Schneidkanten entstehen, wie es bei metallischen Werkstoffen der Fall ist. Die Kanten bei den erfindungsgemäßen Abdeckschablonen verlaufen idealerweise senkrecht zur Oberfläche der Abdeckschablone. Dadurch ergeben sich keine Engstellen beim Eintreten der Paste und/oder des
Klebers in die Öffnungen. Fehldrucke mit zu wenig Volumen werden dadurch reduziert oder vermieden.
Das Kunststoffmaterial kann erfindungsgemäß wenigstens teiltransparent und insbesondere transparent sein. Aufgrund des transparenten Kunststoffs ist es möglich, die darunter befindliche Leiterplatte in vollem Umfang visuell zu erfassen. Dadurch wird gewährleistet, dass das Einfließen der Paste und/oder des Klebers jederzeit optisch kontrollierbar ist. Auch die Voreinstellung der Positionierung wird hierdurch sehr vereinfacht, da man die zu bedruckenden Padfelder leicht einjustieren kann. Ferner ist durch die Transparenz des Kunststoffmaterials gewährleistet, dass der Druckvorgang, das Positionieren der Paste oder des Klebers sowie die Abfolge der Rakelzüge jederzeit zum einen durch visuelle Beobachtung und zum anderen durch Zuhilfenahme eines Positionierungssystems, beispielsweise mit einer Kamera, beobachtet und kontrolliert werden kann.
Eine vorteilhafte Abdeckschablone aus Kunststoffmaterial weist insbesondere folgende Eigenschaften auf: biegbar, aufrollbar, erheblich stabiler gegen Verformungen, weitgehend resistent gegen bleibende Verformungen.
Eine bevorzugte Abdeckschablone weist als Folienmaterial und/oder als Zusatzfolie ein Kunststoffmaterial auf, das eine Zugfestigkeit von mindestens 145 N/mm2 und von maximal 200 N/mm2, bei einer Dehnung von 100 %/min aufweist und/oder eine Reißdehnung von 100 bis 150 %, bei einer Dehnung von 100 %/min und/oder ein Zugmodul von 3.500 bis 4.200 N/cm2, bei einer Dehnung von 100 %/min bei 23 ° und/oder eine Druckstabilität von 2.500 bis 3.000 N/cm2 bei 1 inch hoch und 1 inch Durchmesser und/oder einen Gleitreibungskoeffizienten von 0,13 bis 0,5 und/oder einen Rauigkeitswert < 0,15 μm aufweist.
Als vorteilhaftes Kunststoffmaterial kann insbesondere Verwendung finden: Polyethylene, Terephthalate .
Eine vorteilhaft Schablone ergibt sich außerdem auch dann, wenn die Öffnungen und/όder die Aussparungen auf der Schablonenober- beziehungsweise Eintrittsseite der Lötpaste oder des Klebers eine Abrundung aufweisen. Hierdurch wird das Auftragen und Einfließen der Paste oder des Klebers in die Öffnungen erleichtert; es ergibt sich eine bessere Auftragungsqualität .
Zur Herstellung derartiger Öffnungen hat sich insbesondere die Einbringung der Öffnungen und/oder Aussparungen mittels einer energiereichen Strahlung, insbesondere mittels einer Laserstrahlung, ergeben.
Die eingangs genannte Aufgabe wird außerdem gelöst durch eine Abdeckschabloneneinheit, umfassend eine Abdeckschablone nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einen Spannhalterahmen, in dem die Abdeckschablone aufgespannt ist. Ein entsprechender Spannhalterahmen ist beispielsweise in der EP 0 643 902 Bl offenbart .
Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der folgenden Beschreibung zu entnehmen, in der die Erfindung anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben und erläutert ist.
Es zeigen:
Figur 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Abdeckschablone;
Figur 2 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Abdeckschablone gemäß Figur 1;
Figur 3 einen Querschnitt durch die Abdeckschablone gemäß Figur 1 und 2;
Figur 4 eine vergrößerte Darstellung einer Öffnung der Abdeckschablone gemäß Figur 3;
Figur 5 eine vergrößerte, teiltransparente Darstellung eines Eckbereichs einer erfindungsgemäßen Abdeckschablone gemäß Figur 2;
Figur 6 einen Schnitt durch den Randbereich einer zweiten Abdeckschablone;
Figur 7 einen Schnitt durch den Randbereich einer dritten Abdeckschablone;
Figur 8 einen Schnitt durch den Randbereich einer vierten Abdeckschablone .
Die in den Figuren 1 bis 5 gezeigte Abdeckschablone 10 weist Öffnungen 12 auf, durch welche Lötpaste oder Kleber gezielt auf ein Substrat, insbesondere auf eine Leiterplatte, aufbringbar ist. Der die Öffnungen 12 aufweisende mittlere Bereich der Abdeckschablone 10 ist aus einem dünnen Folienmaterial gebildet, das insbesondere eine Dicke im Bereich von 40 - 250 μm aufweist. Das Folienmaterial ist aus einem sehr dünnen Kunststoffmaterial, welches insbesondere transparent ausgebildet ist, gebildet.
In den gegenüberliegenden Randbereichen 16 der Abdeckschablone 10 sind Halteabschnitte in Form von Aussparungen 18 vorgesehen. Figur 1 zeigt verschiedene Arten von Aussparungen 18, nämlich runde, rechteckige, halbkreisförmige und schlitzartige Aussparungen. Je nach entsprechend zu verwendendem Spannhalterahmen können entsprechende Aussparungen 18 vorgesehen sein.
In den Randbereichen 16 weist die Abdeckschablone 10 eine Verstärkung 20 in Form von auf das Folienmaterial 14
aufgebrachten Zusatzfolien 22 in Form von Verstärkungsstreifen vor. Die Verstärkung 20 ist dabei so ausgebildet, dass sie flexibel und "elastisch nachgiebig ist. Ein Aufwickeln beziehungsweise Aufrollen einer derartigen Abdeckschablone 10 ist ohne Weiteres möglich.
Wie insbesondere aus der Figur 2 deutlich wird, sind die Zusatzfolien 22 beziehungsweise Verstärkungsstreifen auf das Folienmaterial 14 aufgebracht. Die Verstärkung 20 in Form der Verstärkungsstreifen 22 ist dabei aus dem gleichen Material wie das Folienmaterial 14 gebildet.
Aus Figur 2 wird ferner deutlich, dass die Zusatzfolien nicht nur auf der Oberseite des Folienmaterials 14, sondern auch entsprechend auf der Unterseite vorgesehen sind. Je nach gewünschter Verstärkung kann es allerdings ausreichend sein, die Verstärkung entweder auf der Oberseite oder der Unterseite des Folienmaterials vorzusehen.
Die Verstärkungsstreifen 22 beziehungsweise die Zusatzfolien 22 sind vorteilhafterweise mit dem Folienmaterial 14 flächig verklebt oder thermisch gefügt.
In der Figur 3 sind Öffnungen 12 im Folienmaterial 14 zu erkennen. Außerdem ist deutlich zu erkennen, dass oberhalb und unterhalb des Folienmaterials 14 die Zusatzfolien 22 im Randbereich 16 vorhanden sind. Außerdem wird deutlich, dass sich das Folienmaterial 14 bis in die Randbereiche der Abdeckschablone 10 erstreckt, und dass die Aussparungen 18 sich durch die jeweilige Zusatzfolie 22 und durch das Folienmaterial 14 erstrecken.
Aufgrund der Verstärkung 20 beziehungsweise der Zusatzfolien 22 sind die Randbereiche 16 der Abdeckschablone 10 weniger flexibel als der mittlere Bereich des Folienmaterials 14, der die Öffnungen 12 aufweist.
In der Figur 4 ist eine Öffnung 12 des Folienmaterials 14 vergrößert dargestellt. Die dargestellte Öffnung 12 ergibt sich dann, wenn das Folienmaterial aus einem Kunststoffmaterial ist, bei dem die Öffnung 12 durch einen Laserschneidvorgang hergestellt ist. Die Öffnungskanten 24 verlaufen senkrecht zur Abdeckschablonenoberfläche 26. V- förmige Geometrien von Öffnungen, wie sie in der Figur 3 gezeigt sind, liegen bei Öffnungen in Kunststoffmaterialien, die mit Laser eingebracht werden, nicht vor. Engstellen beim Eintreten der Paste oder des Klebers in die Öffnung 12 gemäß Figur 4 sind keine vorhanden; Fehldrucke mit zu wenig Volumen werden dadurch vermieden.
Der Grat, der durch das Laserschneiden des Kunststoffmaterials entsteht, lässt sich sehr leicht entfernen. Für das Auftragen der Paste ist auf der Eintrittsseite eine Abrundung 28 an der Schnittkante des Materials vorgesehen, die hilfreich für das Einfließen der Paste oder des Klebers ist.
Der in der Figur 5 vergrößert dargestellte Eckbereich zeigt gestrichelt, dass sich die Aussparungen 18, von der eine exemplarisch dargestellt ist, sowohl durch die Zwischenfolien 22 als auch durch das Folienmaterial 14 verläuft. Die Aussparungen 18 sind zum Eingriff von Spannfingern bekannter Spannhalterahmen vorgesehen.
In der Figur 6 ist eine Abdeckschablone gezeigt, bei der eine Zusatzfolie 30 auf der Unter- und auf der Oberseite des Folienmaterials 14 aufgebracht ist. Die Zusatzfolie 30 ist um die freie Kante des Folienmaterials 14 herumgebogen, so dass sie sich von der Oberseite bis auf die Unterseite erstreckt.
In der Figur 7 ist eine Abdeckschablone gezeigt, bei der zur Verstärkung das Folienmaterial 14 im Randbereich 16 aus der Ebene, in der die Öffnungen 12 liegen, nach oben derart umgebogen ist, dass das umgebogene Folienmaterial 32 im
Randbereich 16 auf dem nicht umgebogenen Folienmaterial 14 aufliegt .
Die Figur 8 ist zeigt eine Abdeckschablone, bei der umgebogenes Folienmaterial 32 mehrfach derart gefaltet ist, dass es ein weiteres Mal die freie Kante der Abdeckschablone umschließt. Hierdurch ergibt eine größere Verstärkung als bei einer Abdeckschablone nach Figur 7.
Sämtlich in der Beschreibung, der Zeichnung und den nachfolgenden Ansprüchen beschriebenen und dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.