Beschreibung
System zur Röntgenuntersuchung, insbesondere zur analogen ammographie
Die Erfindung betrifft ein System zur Röntgenuntersuchung, insbesondere zur analogen Mammographie, mit einer Röntgenein- richtung und einer Kennzeichnungsvorrichtung gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bzw. gemäß Oberbegriff des Pa- tentanspruchs 2; ein derartiges System ist grundsätzlich aus der DE 41 40 718 AI bekannt.
In der analogen Mammographie werden neben der reinen Untersuchungsaufnahme eines Untersuchungsobjektes zusätzliche unter- schiedliche patientenspezifische Informationsdaten auf einen Röntgenfilm aufgebracht. Als Informationsdaten wird zum einen mittels in den Strahlengang geschobener Filmmarker die Orientierung des Aufnahmeobjektes als standardisiert einstellbares Buchstabenkürzel auf den Film belichtet . Zum anderen werden weitere Informationen wie Daten zur untersuchten Person und Einstellungen der Messapparatur zusätzlich mit Hilfe einer Kennzeichnungsvorrichtung auf den Film belichtet .
In der DE 41 40 718 AI ist der Röntgenfilm in eine Filmkas- sette eingelegt. Zur Belichtung des Röntgenfilmes mit patientenspezifischen Informationsdaten ist vorgesehen, die Kennzeichnungsvorrichtung entweder in der Filmkassette fest verbleibend unterzubringen oder eine entsprechende Lichtquelle außerhalb der Filmkassette in der Röntgeneinrichtung anzu- ordnen und den Belichtungsstrahl der Lichtquelle über einen Spiegel durch ein Markierfenster in der Filmkassette auf den Röntgenfilm zu lenken.
Aus der US 5 311 567 A ist eine von der Röntgeneinrichtung baulich getrennte Kennzeichnungsvorrichtung bekannt. Zur Belichtung der Informationsdaten wird die Filmkassette mit darin befindlichem Röntgenfilm aus der Röntgeneinrichtung ent-
nommen und in die separate Kennzeichnungsvorrichtung eingesetzt .
Gemäß Aufgabe der vorliegenden Erfindung soll unter Gewährleistung einer genauen verwechslungsfreien Zuordnung der patientenspezifischen Informationsdaten zum jeweils zugehörigen Röntgenfilm auf einfache Weise ein sicherer Schutz der Kennzeichnungsvorrichtung vor einem unerwünschten Einfluss des Röntgenstrahles im Untersuchungsfall gewährleistet werden.
Die Lösung der Aufgabe gelingt durch ein System gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. gemäß Oberbegriff des Anspruchs 2 durch die jeweilige kennzeichnende Lehre; vorteilhafte Ausgestaltungen sind jeweils Gegenstand der Unteransprüche.
Das erfindungsgemäße System zur Röntgenuntersuchung erlaubt auf einfache Weise bei zwangsläufiger gegenseitiger Zuordnung des Röntgenfilms und der Kennzeichnungsvorrichtung als baulicher Teil der Röntgeneinrichtung und damit gewährleisteter Unverwechselbarkeit der zu belichtenden Informationsdaten durch die gegenseitige veränderliche Positionierbarkeit von Kennzeichnungsvorrichtung bzw. Röntgenfilm bzw. durch das positionierbare Blendenelement auf einfache und aufwandsarme Weise einen sicheren Schutz der Kennzeichnungsvorrichtung vor dem Röntgenstrahl.
Vorteilhaft gegenüber einem System mit in den Filmkassetten verbleibenden Kennzeichnungsvorrichtungen ist, dass bei dem erfindungsgemäßen System selbst bei Verwendung verschiedener Kassettenformate nur eine in der Röntgeneinrichtung zugeordnet verbleibende Kennzeichnungsvorrichtung notwendig ist und handelsübliche Filmkassetten benutzt werden können. Dadurch ergibt sich eine Kostenersparnis. Zusätzlich kann die Markierung mittels Filmmarker eingespart werden, da das Aufbringen der Informationen über die Orientierung des Aufnahmeobjektes in die Belichtung durch die Kennzeichnungsvorrichtung integrierbar ist .
In für eine kompakte Bauweise der Röntgeneinrichtung vorteilhafter Weise ist der Röntgeneinrichtung ein Objekttisch zugeordnet, der sowohl zur Aufnahme des Röntgenfilms als auch der Kennzeichnungsvorrichtung vorgesehen ist.
Um zur Kostenersparnis handelsübliche Komponenten verwenden zu können, ist der Röntgenfilm in einer Filmkassette angeordnet und die Filmkassette weist ein Fenster für den Belich- tungsstrahl der Kennzeichnungsvorrichtung auf. Eine für eine einfache Bedienung zweckmäßige Ausführung sieht vor, dass der Kennzeichnungsvorrichtung eine in der Röntgeneinrichtung angeordnete Bedieneinheit, insbesondere eine berührungssensitive Eingabeeinheit wie zum Beispiel ein Touch-Pult, zugeordnet ist. In einer weiteren Ausgestaltung wird für die Bedienung der Kennzeichnungsvorrichtung eine für die Steuerung der Röntgeneinrichtung vorgesehene Bedieneinheit mitbenutzt. Dadurch wird eine zusätzliche Bedieneinheit eingespart und die Handhabung des Gesamtsystems vereinfacht.
Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gemäß den Merkmalen der Unteransprüche werden im folgenden anhand von schematischen Ausführungsbeispielen in der Zeichnung näher erläutert; darin zeigen: FIG 1 in Gesamt-Seitenansicht ein System zur analogen Mammo- graphie-Röntgenuntersuchung mit zugeordneter in einem Objekttisch verfahrbarer Kennzeichnungsvorrichtung; FIG 2 in Detailansicht aus FIG, 1 einen Objekttisch mit Röntgenfilm und in Kennzeichnungsposition verfahrener Kennzeichnungsvorrichtung;
FIG 3 in Detailansicht aus FIG 1 einen Objekttisch mit Röntgenfilm und in Untersuchungsposition verfahrener Kennzeichnungsvorrichtung; FIG 4 in Detail-Seitenansicht einen Objekttisch mit Röntgen- film, Kennzeichnungsvorrichtung und in Untersuchungsposition verfahrenem Blendenelement;
FIG 5 in Detail-Seitenansicht einen Objekttisch mit Röntgenfilm, Kennzeichnungsvorrichtung und in Kennzeichnungsposition verfahrenem Blendenelement;
FIG 6 in Draufsicht einen zweiformatigen Objekttisch; FIG 7 in Draufsicht einen zweiformatigen Objekttisch mit in Untersuchungsposition verfahrener klein ormatiger Filmkassette und Kennzeichnungsvorrichtung;
FIG 8 in Seitenansicht einen zweiformatigen Objekttisch gemäß FIG 7; FIG 9 in Draufsicht einen zweiformatigen Objekttisch mit in Kennzeichnungsposition verfahrener kleinformatiger Filmkassette und Kennzeichnungsvorrichtung;
FIG 10 in Seitenansicht einen zweiformatigen Objekttisch gemäß FIG 9; FIG 11 in Draufsicht einen zweiformatigen Objekttisch mit kleinformatiger Filmkassette und in Untersuchungsposition verfahrener Kennzeichnungsvorrichtung;
FIG 12 in Seitenansicht einen zweiformatigen Objekttisch gemäß FIG 11; FIG 13 in Draufsicht einen zweiformatigen Objekttisch mit kleinformatiger Filmkassette und in Kennzeichnungsposition verfahrener Kennzeichnungsvorrichtung; FIG 14 in Seitenansicht einen zweiformatigen Objekttisch gemäß FIG 13.
FIG 1 zeigt eine analoge Röntgeneinrichtung 1, insbesondere eine Mammographie-Röntgeneinrichtung, die als wesentliche Bestandteile einen Röntgenstrahier 5 sowie einen Objekttisch 2 enthält. Im Untersuchungsfall wird durch den Röntgenstrahier 5 ein Röntgenstrahl 9 erzeugt, der zur Abbildung eines nicht explizit gezeigten Untersuchungsobjektes eines Patienten auf einen Röntgenfilm 7 dient. Der Röntgenfilm 7 ist in einer Filmkassette 3 und zusammen mit dieser als Gesamtheit im Objekttisch 2 angeordnet. Eine Kennzeichnungsvorrichtung 4 zur Belichtung des jeweils eingelegten Röntgenfilmes 7 mit zusätzlichen patientenspezifischen Informationsdaten ist als baulicher Bestandteil mit der Röntgeneinrichtung 1 integriert
und wird von einer Bedieneinheit 6 gesteuert. Zweckmäßigerweise ist die Kennzeichnungsvorrichtung 4 unterhalb des Röntgenfilms 7 bzw. der Filmkassette 3 bzw. des diese aufnehmenden Objekttisches 2 angeordnet und nach einer Ausgestaltung der Erfindung in die jeweils vorgesehene Position verfahrbar.
FIG 2 zeigt eine Detailansicht des Objekttisches 2 aus FIG 1 mit zugeordneter Kennzeichnungsvorrichtung 4. Die Filmkassette 3 weist zweckmäßigerweise ein Kassettenfenster 8 für den Belichtungsstrahl der Kennzeichnungsvorrichtung 4 auf. Während der Belichtung des Röntgenfilmes 7 mit zusätzlichen patientenspezifischen Informationsdaten ist die Kennzeichnungsvorrichtung 4 in einer Position unterhalb des Kassettenfensters 8 verfahren, so dass der Belichtungsstrahl 10 auf den Röntgenfilm 7 auftrifft. Zweckmäßigerweise ist dabei der
Röntgenfilm 7 fest positioniert und die Kennzeichnungsvorrichtung 4 relativ zu dem Röntgenfilm in ihre Belichtungsposition verfahrbar. Der Pfeil zeigt die Richtung an, in die das jeweilige Element verfahrbar ist.
FIG 3 zeigt die Untersuchungsposition, bei der die Kennzeichnungsvorrichtung 4 erfindungsgemäß außerhalb des Röntgen- strahles 9 positioniert ist, so dass eine Schädigung der Kennzeichnungsvorrichtung 4 durch den Röntgenstrahl 9 ausge- schlössen wird; die Positionierung kann wiederum in vorteilhafter Weise durch ein Verfahren der Kennzeichnungsvorrichtung relativ zu dem Objekttisch erfolgen.
FIG 4, 5 zeigen eine weitere erfinderische Alternative, bei der ein Blendenelement 11 zur Abschirmung der Kennzeichnungsvorrichtung gegenüber dem Röntgenstrahl vorgesehen ist . Zweckmäßigerweise ist für das Blendenelement 11 eine Bleiplatte vorgesehen. In FIG 4 und FIG 5 sind zweckmäßigerweise die Kennzeichnungsvorrichtung und der Röntgenfilm 7 fest po- sitioniert und das Blendenelement 11 relativ zu der Kennzeichnungsvorrichtung verfahrbar. FIG 4 zeigt das Blendenelement in Untersuchungsposition, bei der das Blendenelement 11
zwischen Kennzeichnungsvorrichtung 4 und Röntgenstrahl 9 derart angeordnet ist, dass es die Kennzeichnungsvorrichtung 4 gegen den Röntgenstrahl 9 abschirmt. FIG 5 zeigt die Position des Blendenelementes 11 während des Kennzeichnungsvorgangs. Der Belichtungsstrahl 10 belichtet den Röntgenfilm 7 mit den zusätzlichen patientenspezifischen Informationsdaten.
FIG 6 zeigt den grundsätzlichen Aufbau eines Objekttisches 2.1 mit zwei unterschiedlichen Formaten von Röntgenfilmen in Filmkassetten 3.1 bzw. 3.2 unterschiedlichen Formates. Im
Fall eines großformatigen Röntgenfilmes in einer großformatigen Filmkassette 3.2 ist die Kennzeichnungsvorrichtung in Kennzeichnungsposition wie in FIG 2 und in Untersuchungsposition wie in FIG 3 angeordnet.
FIG 7, 9, 11 und 13 zeigen in Draufsicht und FIG 8, 10, 12 und 14 in Seitenansicht verschiedene mögliche Positionierungen von Kennzeichnungsvorrichtung 4 und einem kleinformatigen Röntgenfilm 7.1 in einer kleinformatigen Filmkassette 3.1 mit einem Fenster 8. FIG 7 bis FIG 10 zeigen ein Ausführungsbei- spiel, bei dem die Kennzeichnungsvorrichtung 4 und der Röntgenfilm 7 in vorteilhafter Weise verfahrbar angeordnet sind. Während FIG 7 in Draufsicht und FIG 8 in Seitenansicht die Verfahr-Positionen von Kennzeichnungsvorrichtung 4 und Rönt- genfilm 7.1 im Untersuchungsfall zeigen, sind in FIG 9 in
Draufsicht und in FIG 10 in Seitenansicht die Positionen im Kennzeichnungsfall dargestellt. Die Kassette 3.1 kann zusätzlich im Untersuchungsfall seitlich verfahrbar sein, wie in FIG 7 durch die seitwärts gerichteten Pfeile angedeutet.
FIG 11 bis FIG 14 zeigen den Objekttisch 2.1 mit in vorteilhafter Weise fest positioniertem kleinformatigem Röntgenfilm 7.1 und verfahrbarer Kennzeichnungsvorrichtung 4. In FIG 11 in Draufsicht und in FIG 12 in Seitenansicht ist der zweifor- matige Objekttisch 2.1 während des Untersuchungsfalles, also mit außerhalb des Röntgenstrahlfeldes verfahrener Kennzeichnungsvorrichtung 4, dargestellt. In FIG 13 in Draufsicht und
FIG 14 in Seitenansicht ist der Kennzeichnungsfall gezeigt, wobei hier die Kennzeichnungsvorrichtung so verfahren ist, dass die Belichtung des Röntgenfilmes 3.1 mit zusätzlichen Informationsdaten durch den Belichtungsstrahl 10 erfolgt.
Zweckmäßigerweise sind die Kennzeichnungsvorrichtung 4 und/oder der Röntgenfilm 7 und/oder das Blendenelement 11 in ihre jeweilige Positionierung - insbesondere relativ zu dem Objekttisch 2 - verfahrbar. Neben den in den Abbildungen be- sprochenen sind noch andere Möglichkeiten der gegenseitigen
Verfahrbarkeit denkbar, zum Beispiel können auch sowohl Kennzeichnungsvorrichtung als auch Röntgenfilm als auch Blendenelement gegeneinander verfahrbar sein.
Die Erfindung lässt sich wie folgt kurz zusammenfassen: Zur Vereinfachung der Kennzeichnung von einem mit Untersuchungsabbildungen eines Patienten belichtbaren Röntgenfilm 7; 7.1 mit zusätzlichen patientenspezifischen Informationsdaten sind bei einem System zur Röntgenuntersuchung, insbesondere zur analogen Mammographie, eine baulich integrierte Kennzeichnungsvorrichtung 4 und ein Röntgenfilm 7; 7.1 derart zueinander positionierbar, dass die Kennzeichnungsvorrichtung 4 im Untersuchungsfall außerhalb des Röntgenstrahles 9 und im Kennzeichnungsfall im Sinne einer Belichtung des Röntgenfil- mes 7; 7.1 angeordnet ist. Eine zweite Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass zum Zwecke der Abschirmung der Kennzeichnungsvorrichtung 4 während der Röntgenaufnahme auf der dem Röntgenstrahl abgewandten Seite des Röntgenfilmes ein Blendenelement 11 vorgesehen ist, derart dass die Kennzeich- nungsvorrichtung 4 im Untersuchungsfall gegenüber dem Röntgenstrahl 9 abgedeckt ist.