Kältegerät
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kältegerät, das einen wärmeisolierten Kälteraum, einen Kältekreislauf mit einem Verflüssiger, der über einen Kühlluftkanal durch einen Ventilator zwangsbelüftet ist, und eine Verdunstungssschale zur Aufnahme von Abtauwasser aus dem Kälteraum des Kältegeräts aufweist.
Ein derartiges Kältegerät ist aus der DE 24 58 981 C2 bekannt. Bei diesem Gerät wird das während der Abtauphase eines Verdampfers 15 anfallende Abtauwasser in eine Verdunstungsschale geleitet, die sich unterhalb eines durch einen Ventilator 31 zwangsbelüfteten Verflüssigers 16 befindet (DE 24 58 981 C2, Spalte 5, Zeilen 4 bis 12). Der Ventilator 31 saugt durch eine Einlassöffnung 32 Luft aus der Umgebung des Kältegeräts an und führt diese zu dem unmittelbar hinter dem Ventilator 31 angeordneten Verflüssiger 16. Da die Verdunstungsschale unterhalb des Verflüssigers 16 liegt, kann ein nur mäßig oder durch den Verflüssiger 16 gar nicht erwärmter Luftstrom geringen Volumens über die Verdunstungsschale hinwegströmen. Die Verdunstungsleistung ist daher nur sehr gering. Bei hohem Feuchtigkeitseintrag in den Kälteraum des Kältegeräts, beispielsweise bei häufigem öffnen der Kältegerätetür, kann die Verdunstungsschale ständig mit Abtauwasser befüllt sein. Die Bildung von Schimmel wird somit begünstigt. Denkbar wäre, die Verdunstungsleistung durch eine zusätzliche elektrische Heizung am Verflüssiger zu erhöhen. Dies würde jedoch einen Mehrbedarf an elektrischer Energie bedeuten.
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein Kältegerät der eingangs genannten Art bereitzustellen, bei welchem das Abtauwasser zuverlässig und energiesparend verdunstet wird.
Die Aufgabe wird gelöst mit einem Kältegerät nach Anspruch 1. Die abhängigen Ansprüche beziehen sich auf bevorzugte Ausgestaltungen des Kältegeräts.
Demnach wird ein Kältegerät mit einem wärmeisolierten Kälteraum, einem Kältekreislauf mit einem Verflüssiger, der über einen Kühlluftkanal durch einen Ventilator zwangsbelüftet ist, und einer Verdunstungssschale zur Aufnahme von Abtauwasser aus dem Kälteraum
des Kältegeräts bereitgestellt. Erfindungsgemäß ist die Verdunstungsschale in dem Kühlluftkanal strömungsabwärts des Verflüssigers angeordnet ist. Damit kommt der im Kühlluftkanal strömende Kühlluftstrom mit der gesamten Verflüssigeroberfläche in Kontakt und wird erwärmt, bevor dieser zur Verdunstungsschale gelangt. Somit kann die Abwärme des Verflüssigers optimal zur Verdunstung des Abtauwassers genutzt werden. Es wird nicht nur ein kleiner Teil des Kühlluftvolumenstromes wie in der DE 24 58 981 C2 genutzt, der dort zwischen dem offenbar gekapselten Verflüssiger 16 und der Verdunstungsschale unter dem Verflüssiger 16 strömt.
Vorzugsweise ist die Verdunstungsschale in räumlicher Nähe eines Auslasses des Kühlluftkanals angeordnet, durch den die am Verflüssiger erwärmte Kühlluft in die Umgebung des Kältegeräts abströmt. Damit wird die durch das Abtauwasser mit Feuchtigkeit beladene Kühlluft direkt in die Umgebung des Kältegeräts abgeleitet. Somit wird ein unerwünschter Kondenswassemiederschlag im Kühlluftkanal vermieden.
Der Ventilator ist im Kühlluftkanal vorzugsweise strömungsabwärts des Verflüssigers und strömungsaufwärts der Verdunstungsschale angeordnet ist. Die vom Verflüssiger erwärmte Luft gewinnt durch den nachgeordneten Ventilator an Turbulenz, wodurch die Verdunstung des Abtauwassers in der dem Ventilator nachgeordneten Verdunstungsschale weiter verbessert wird.
Vorzugsweise ist die Verdunstungsschale als ein vom Kältegerät bzw. Kühlluftkanal separates Behältnis ausgestaltet. Dies hat den Vorteil, dass die Verdunstungsschale zum Entleeren, Reinigen und ggf. zum Austausch aus dem Kältegerät bzw. Kühlluftkanal entnommen werden kann.
Das Kältegerät umfasst vorzugsweise eine Gehäuseeinheit, die den Kälteraum und einen Maschinenraum umfasst, in welchem der Verflüssiger angeordnet ist, und eine von der Gehäuseinheit getrennte Sockeleinheit, die derart unterhalb der Gehäuseeinheit platziert wird, dass der Kühlluftkanal über die Sockeleinheit verläuft. Damit besteht die Möglichkeit, die Verdunstungsschale in ihrer Verdunstungsfläche unabhängig von Abmessungen der Gehäuseeinheit in der separaten Sockeleinheit zu dimensionieren.
Bei dem erfindungsgemäßen Kältegerät ist die Verdunstungsschale vorzugsweise in einem Sockelraum eines Möbels angeordnet, das das Kältegerät bzw. die Gehäuseeinheit in einer über dem Sockelraum befindlichen Nische des Möbels aufnimmt. Im Sockelraum von Einbauschränken für Einbau-Kältegeräte steht ein ansonsten in der Regel ungenutzter Raum zur Verfügung, der für die Verdunstungsschale verwendet werden kann. Im Sockelraum kann die Verdunstungsschale in ihrer Verdunstungsfläche großzügig dimensioniert werden. Zudem ist eine im Sockelraum des Einbauschrankes untergebrachte Verdunstungsschale durch die leicht zu entfernende frontseitige Sockelleiste gut zugänglich.
Vorzugsweise befindet sich der Maschinenraum in räumlicher Nähe zum Sockelraum des Möbels. Dadurch hat die Kühlluft zwischen dem vorzugsweise im Maschinenraum befindlichen Verflüssiger und der Verdunstungsschale im Sockelraum des Möbels nur kurze Wege zurückzulegen, wodurch Wärmeverluste so gering wie möglich gehalten werden und die Abwärme des Verflüssigers somit optimal für die Verdunstung des Abtauwassers genutzt werden kann.
Bei dem erfindungsgemäßen Kältegerät ist der Auslass des Kühlluftkanals vorzugsweise zur Frontseite des Möbels ausgerichtet. Damit wird verhindert, dass aus der im Kühlluftkanal strömenden feuchten Luft strömungsaufwärts der Verdunstungsschale Kondensat an unerwünschter Stelle innerhalb des Möbels ausfällt.
Vorzugsweise umfasst der Kühlluftkanal einen Zuluftkanal, der zum Verflüssiger hinführt, und einen Abluftkanal, der vom Verflüsser wegführt, wobei sich die Verdunstungsschale im Abluftkanal befindet und der Abluftkanal einen größeren Strömungsquerschnitt besitzt als der Zuluftkanal. Je größer dieser Querschnitt des Abluftkanals ist, umso größer ist - bei gegebenem Luftdurchsatz - die Verweildauer der Luft über der Verdunstungsschale, und dementsprechend besser ist die Sättigung der Kühlluft mit Feuchtigkeit, sodass hohe Verdunstungsraten erzielt werden.
Der Abluftkanal im Sockelraum des Möbels erstreckt sich vorzugsweise in etwa über die gesamte Tiefe des Sockelraums. Hierdurch kann die gesamte Tiefe des Sockelraums für die Verdunstungsschale genutzt werden, sodass eine große Verdunstungsoberfläche erzielt werden kann.
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Bei dem erfindungsgemäßen Kältegerät kann es sich beispielsweise um einen Kühlschrank oder einen Gefrierschrank oder eine sog. Kühl- und Gefrierkombination handeln.
Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden anhand verschiedener Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch ein Kältegerät 1 gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 einen Schnitt durch das Kältegerät 1 in einer in Fig. 1 mit der Linie A-A angegebenen Schnittebene;
Fig. 3 einen Schnitt durch das Kältegerät 1 in einer in Fig. 2 mit der Linie B-B angegebenen Schnittebene;
Fig. 4 einen schematischen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform eines Kältegeräts 1 gemäß der vorliegenden Erfindung in einer der Fig. 2 entsprechenden Schnittansicht;
Fig. 5 einen schematischen Schnitt durch eine dritte Ausführungsform eines
Kältegeräts 1 gemäß der vorliegenden Erfindung in einer der Fig. 2 und 4 entsprechenden Schnittansicht;
Fig. 6 einen schematischen Schnitt durch eine vierte Ausführungsform eines
Kältegeräts 1 gemäß der vorliegenden Erfindung in einer der Fig. 2 und 4 entsprechenden Schnittansicht;
Fig. 7 einen schematischen Schnitt durch eine fünfte Ausführungsform eines Kältegeräts 1 gemäß der vorliegenden Erfindung in einer der Fig. 2 und 4 entsprechenden Schnittansicht;
Fig. 8 einen schematischen Schnitt durch eine sechste Ausführungsform eines Kältegeräts 1 gemäß der vorliegenden Erfindung in einer der Fig. 1 entsprechenden Schnittansicht;
Fig. 9 einen Schnitt durch das Kältegerät 1 gemäß Fig. 8 in einer in Fig. 8 mit der Linie C-C angegebenen Schnittebene;
Fig. 1 zeigt in einer schematischen Schnittansicht ein Kältegerät 1, beispielsweise einen Kühlschrank 1, der in ein Möbel 20, beispielsweise einen Küchenschrank 20, eingebaut ist. Der dargestellte Schnitt verläuft vertikal und in Tiefenrichtung durch das Kältegerät 1. Es umfasst ein wärmeisolierendes Gehäuse 3, das einen Kälteraum 4 umschließt, in welchem zu kühlende Güter gelagert werden können. Über eine Tür 5 am Kältegerät 1 ist der Kälteraum 4 zugänglich. Frontseitig ist die Tür 5 mit einer zum Möbel 20 zugehörigen Frontplatte 6 abgedeckt. An der Rückwand des Kälteraums 4 ist ein plattenförmiger Verdampfer 8 angeordnet, durch welchen zur Kühlung des Kälteraums 4 ein Kältemittel geführt wird. Der Verdampfer 8 ist Teil eines Kältekreislaufs des Kältegeräts 1, der des weiteren einen in Fig. 2 gezeigten Verdichter 9 und einen Verflüssiger 10 umfasst. Der Verdichter 9 und der Verflüssiger 10 sind innerhalb eines Maschinenraums 12 angeordnet, der quaderförmig aus einem hinteren, unteren Teil des Gehäuses 3 ausgenommen ist.
Der von dem Gehäuse 3 umgebene Kälteraum 4 des Kältegeräts 1 und der Maschinenraum 12 sind in einer Nische 21 des Möbels 20 angeordnet. Die Nische 21 wird gebildet von zwei aus Fig. 2 ersichtlichen Seitenwänden 22 und 23, einer Deckplatte 24, einer Bodenplatte 25 und einer Rückwand 26, die als Holzplatten ausgefertigt sind. Die Bodenplatte 25 dient als Standfläche für das Kältegerät 1. Die Tiefe und Breite der Nische 21 beträgt jeweils 60 cm, was der derzeit üblichen Norm für Küchengeräteeinbaumöbel entspricht.
An der Unterseite der Bodenplatte 25 sind vier Füße 27 befestigt, die das Möbel 20 tragen. Zwischen dem Boden 17 des Aufstellraumes und der Bodenplatte 25 des Möbels 20 ist somit ein Sockelraum 28 gebildet, der zur Frontseite des Möbels 20 durch eine Sockelleiste 29 verschlossen ist. Gegebenenfalls umfasst das Möbel 20 auch seitliche Sockelleisten, die jedoch nicht dargestellt sind. Die Sockelleiste 29 ist gegenüber der
Frontplatte 6 des Möbels 20 nach hinten versetzt. Die Füße 27 sind höhenverstellbar ausgeführt.
Zur Belüftung des Verflüssigers 10 weist das Kältegerät 1 des weiteren einen Ventilator 14 auf, der im Maschinenraum 12 zwischen dem Verflüssiger 10 und dem Verdichter 9 angeordnet ist. Die zur Kühlung des Verflüssigers 10 notwendige Luft wird über einen Kühlluftkanal 11 im Sockelraum 28 des Möbels 20 zum Maschinenraum 12 hin und von diesem weggeführt. Die Kühlluftführung über den Sockelraum 28 des Möbels 20 besitzt den Vorteil, dass eine Kühlluftführung innerhalb der Nische 21 entfällt, die Volumen innerhalb der Nische 21 einnehmen würde. Dieses innerhalb der Nische 21 eingesparte Volumen kann dazu genutzt werden, entweder die Wärmeisolation des Gehäuses 3 des Kältegeräts 1 zur verbessern, was zu einer Energieersparnis führen würde, oder das Volumen des Kälteraums 4 zu vergrößern.
Der Kühlluftkanal 11 im Sockelraum 28 ist von einer Sockeleinheit 30 gebildet, die zum Kältegerät 1 gehört und dem Kunden zu einer Gehäuseeinheit 7 des Kältegeräts 1 , die das Gehäuse 3, den Kälteraum 4, die Tür 5 und den Maschinenraum 12 umfasst, separat geliefert wird. Wie aus den Fig. 1 und 2 zu ersehen, ist die Sockeleinheit 30 als nach oben offene Wanne 30 ausgebildet, die durch eine vertikale Trennwand 32 in zwei quaderförmige Fächer 33 und 34 unterteilt ist. Das in Fig. 2 dargestellte rechte Fach 33 dient als Zuluftkanal 33 zum Maschinenraum 12 und das linke Fach 34 als Abluftkanal 34.
Der Zuluftkanal 33 und der Abluftkanal 34 besitzen jeweils einen rechteckigen
Querschnitt. Wie aus Fig. 3 zu ersehen, besitzt der im Sockelraum 28 durch den
Zuluftkanal 33 und den Abluftkanal 34 gebildete Kühlluftkanal 11 an dem zur Frontseite des Kältegeräts 1 bzw. des Möbels 20 ausgerichteten Ende der Wanne 30 einen Einlass 35 und einen Auslass 36.
Die Sockeleinheit 30 bzw. Wanne 30 ist an der Unterseite der Bodenplatte 25 hängend angebracht. Von Vorteil ist eine lösbare Verbindung, beispielsweise eine Rastverbindung oder eine Schienenführung. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Sockeleinheit 30 dauerhaft, z.B. durch Klebung, an der Bodenplatte 25 zu befestigen.
Die Zu- und Abluftkanäle 33 und 34 erstrecken sich, wie aus Fig. 3 zu ersehen, über die gesamte Tiefe des Sockelraumes 28. Aus der Bodenplatte 25 des Möbels 20 sind Zu- und
Abluftöffnungen 38 und 39 in einem Bereich der Bodenplatte 25 ausgenommen, in welchem der Maschinenraum 12 an die Bodenplatte 25 angrenzt. Der Maschinenraum 12 selbst umfasst in seinem Boden 13 ebenfalls Aussparungen 15 und 16, die jeweils als Ein- oder Auslassöffnungen für die Kühlluft dienen. Wie aus den Fig. 1 und 3 zu ersehen ist, besitzt die Sockelleiste 29 im Bereich des Einlasses 35 und des Auslasses 36 des Kühlluftkanals 11 Lüftungsöffnungen 18 und 19, die hier als horizontal verlaufende Schlitze ausgebildet sind.
Im Betrieb des Ventilators 14 gelangt kühle Luft durch die Lüftungsschlitze 18 der Sockelleiste 29 über den Einlass 35 des Kühlluftkanals 11 in den Zuluftkanal 33 und von dort über die Zuluftöffnung 38 in der Möbelplatte 25 und den Aussparungen 15 im Boden 13 des Maschinenraums 12 zu dem Verflüssiger 10. Die vom Verflüssiger 10 erwärmte Luft strömt am Verdichter 9 vorbei, wo sie weiter erwärmt wird, und gelangt durch die Aussparungen 16 im Boden 13 des Maschinenraums 12 und die Abluftöffnungen 39 in der Bodenplatte 25 in den Abluftkanal 34. Am Auslass 36 verlässt die erwärmte Kühlluft den Kühlluftkanal 11 und strömt durch die Lüftungsöffnungen 19 in der Sockelleiste 29 in den Aufstellraum zurück.
Das am Verdampfer 8 anfallende Abtau- bzw. Kondenswasser aus dem Kälteraum 4 des Kältegeräts 1 wird über eine Auffangrille 40 und eine am tiefsten Punkt der Auffangrille 40 angeschlossene Abtauwasserleitung 41 in eine Verdunstungsschale 43 geleitet, die, wie aus den Fig. 1 und 2 zu ersehen, im Abluftkanal 34 der Sockeleinheit 30 angeordnet ist. Die Verdunstungsschale 43 stellt ein von der Wanne 30 separates Teil dar, das in den Abluftkanal 34 eingelegt ist. Sie kann daher nach Entfernen der Sockelleiste 29 aus dem Abluftkanal 34 herausgenommen und gegebenenfalls entleert und gereinigt bzw. ausgetauscht werden. Durch die im Abluftkanal 34 strömende Warmluft wird das Abtauwasser in der Verdunstungsschale 43 verdunstet und so in die das Kältegerät 1 umgebende Luft abgegeben. Die Verdunstungsschale 43 nimmt in etwa die gesamte Bodenfläche des Abluftkanals 34 ein. Somit kann eine große Verdunstungsfläche erzielt werden. Eine weitere Verdunstungsschale beispielsweise im Maschinenraum 12 der Gehäuseeinheit 7 des Kältegeräts 1 ist nicht notwendig. Durch die Anordnung der Verdunstungsschale 43 unmittelbar strömungsaufwärts des Auslasses 36 des Kühlluftkanals 11 kann die warme, feuchte Luft ohne weitere Wege in die Umgebung des
Kältegeräts 1 abgeführt werden. Eine Bildung von unerwünschtem Kondenswasser im Kühlluftkanal 11 wird somit verhindert.
Die in Fig. 4 gezeigte zweite Ausführungsform eines Kältegeräts 1 unterscheidet sich von der in den Fig. 1 bis 3 gezeigten darin, dass sich in dem Fach 33 bzw. in dem Zuluftkanal 33 eine über die gesamte Breite und Tiefe des Zuluftkanals 33 erstreckende horizontale Trennwand 45 befindet, mit der der Strömungsquerschnitt im Zuluftkanal 33 verringerbar ist. Damit können Strömungsbedingungen im Kühlluftkanal 11 verändert werden.
Bei der in Fig. 5 gezeigten dritten Ausführungsform ist der Strömungsquerschnitt des Abluftkanals 34 im Vergleich zu der in Fig. 2 dargestellten ersten Ausführungsform auf
Kosten des Strömungsquerschnitts des Zuluftkanals 33 vergrößert. Dies wird durch eine asymmetrische Teilung der Kanäle 33 und 34 erreicht. Die Trennwand 32 ist gegenüber derjenigen in Fig. 2 weiter nach rechts versetzt. Vorteil hiervon ist, dass die
Verdunstungsschale 43 mit einer im Vergleich zu Fig. 2 größeren Verdunstungsfläche ausgestaltet werden kann, so dass hohe Verdunstungsraten erzielt werden.
Die in Fig. 6 gezeigte vierte Ausführungsform eines Kältegeräts 1 unterscheidet sich von jener in den Fig. 1 bis 3 gezeigten darin, dass die Sockeleinheit 30 bzw. die Wanne 30 nicht hängend an der Bodenplatte 25 angebracht ist, sondern über höhenverstellbare Füße 47 auf dem Boden 17 aufgestellt ist. Durch die Höhenverstellbarkeit der Füße 47 kann die Sockeleinheit 30 an die Höhe der Bodenplatte 25 angepasst und zum Anliegen an deren Unterseite gebracht werden.
Fig. 7 zeigt eine fünfte Ausführungsform, bei der der Zuluftkanal 33 und der Abluftkanal 34 durch vertikal angeordnete Platten 49 gebildet sind, die sich über die gesamte Tiefe und jeweils Höhe des Sockelraumes 28 erstrecken. Die Platten 49 können über
Schraubenverbindungen oder Rastverbindungen an der Bodenplatte 25 befestigt werden.
Abweichend von der dargestellten Ausführungsform mit drei Platten 49, ist es auch denkbar nur eine, nämlich die mittige Platte 49 vorzusehen, um eine Vermischung von kalter, zuströmender Kühlluft und warmer, abströmender Kühlluft im Sockelraum 28 zu verhindern.
Bei den Ausführungsformen gemäß der Fig. 1 bis 7 liegt die den Kälteraum 4 und den Maschinenraum 12 umfassende Gehäuseeinheit 7 des Kältegeräts 1 direkt auf der Bodenplatte 25 des Möbel 20 auf. Es ist jedoch auch eine, hier jedoch nicht dargestellte Ausführungsform denkbar, bei welcher die Gehäuseeinheit 7 auf einer oberhalb der Bodenplatte 25 befindlichen und von dieser beabstandeten Platte aufliegt. Bei dieser Ausführungsform sind dann entsprechende Verbindungskanäle zwischen dem Zuluftkanal 33 im Sockelraum 28 und dem Maschinenraum 12 einerseits und dem Maschinenraum 12 und dem Abluftkanal 34 im Sockelraum 28 andererseits vorzusehen. Vorteilhafterweise grenzen diese Verbindungskanäle dann an die Rückwand 26 des Möbels 20 an.
Bei einer weiteren, nicht dargestellten Ausgestaltung ist der Kühlluftkanal 11 nicht Teil einer von der Gehäuseeinheit 7 getrennten Sockeleinheit 30, sondern unmittelbar, ohne dazwischen liegende Möbelplatte, in die Gehäuseeinheit integriert. Diese Ausgestaltung eignet sich für Geräte in Tischbauweise oder für Einbaugeräte, die in einer anderen als der untersten Einbaunische eines Möbels eingebaut werden sollen, wenn kein Platz für den oben erwähnten Verbindungskanal zur Verfügung steht.
Ein spezielles Beispiel dieser Ausgestaltung ist in den Fig. 8 und 9 als sechste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kältegeräts 1 gezeigt. Bei diesem sind ein Verflüssiger 10, ein Verdichter 9 und ein Ventilator 14, der zur Belüftung des Verflüssigers 10 dient, in einem Sockel 50 des Kältegeräts 1 angeordnet. Auf dem Sockel 50 liegt ein wärmeisolierendes Gehäuse 3 des Kältegeräts 1 auf, das fest mit dem Sockel 50 verbunden ist. Das wärmeisolierende Gehäuse 3 umgibt einen Kälteraum 4, in dem zu kühlende Güter gelagert werden können.
Durch Wandungen des Sockels 50 ist im Sockel 50 ein Kühlluftkanal 11 gebildet, der zur Frontseite des Kältegeräts 1 einen Einlass 35 und einen Auslass 36 besitzt. Über den Einlass 35 strömt im Betrieb des Ventilators 14 kühle Luft aus der Umgebung des Kältegeräts 1 in den Kühlluftkanal 11 ein und an dem platzsparend unmittelbar in dem Kühlluftkanal 11 untergebrachten Verflüssiger 10 entlang. Die durch den Verflüssiger 10 erwärmte Luft strömt am nachfolgenden Verdichter 9 entlang, an dem sie weiter erwärmt wird. Über den Ventilator 14 strömt die erwärmte Luft durch den Kühlluftkanal 11 in einen Hohlraum 52 des Sockels 50, der einen Teil des Kühlluftkanals 11 bildet. In diesem Hohlraum 52 ist eine Verdunstungsschale 43 angeordnet, die Abtauwasser aus dem
Kälteraum 4 des Kältegeräts 1 aufnimmt. Das am Verdampfer 8 anfallende Kondenswasser wird wie bei den Ausführungsformen der Fig. 1 bis 7 in einer Auffangrille 40 am unteren Ende des Verdampfers 8 aufgenommen und am tiefsten Punkt der Auffangrille 40 in eine Abtauwasserleitung 41 eingeleitet, die das Abtauwasser zur Verdunstungsschale 43 leitet. Durch die im Hohlraum 52 des Sockels 50 strömende Warmluft wird das Abtauwasser in der Verdunstungsschale 43 verdunstet. Die feuchte Luft strömt über den Auslass 36 in die Umgebung des Kältegeräts 1.
Die Verdunstungsschale 43 kann zur Entleerung, Reinigung und zum eventuellen Austausch über den Auslass 36 aus dem Kühlluftkanal 11 zur Frontseite des Kältegeräts 1 entnommen werden. Das am Auslass 36 befindliche Lüftungsgitter 54 kann leicht entfernt werden.
Durch die Anordnung des Ventilators 14 im Kühlluftkanal 11 unmittelbar strömungsaufwärts der Verdunstungsschale 43 wird eine Verwirbelung der erwärmten Kühlluft erzielt, was die Verdunstung des Abtauwassers begünstigt.
Die Verdunstungsschale 11 ist im Kühlluftkanal 11 unmittelbar strömungsaufwärts des Auslasses 36 angeordnet. Die feuchte Luft kann somit ohne weitere Wege nehmen zu müssen aus dem Sockel 50 des Kältegeräts 1 ausgeleitet werden. Die Bildung von unerwünschtem Kondenswasser im Sockel 50 des Kältegeräts 1 wird somit verhindert.