Patent- und Rechtsanwälte n .
TUNG HML Kainer Ammann
' Hofmarkstπ 10 Straßberg
D-86447 AlNDLING 86399 Bobingen
23-62 01 . 10 .2006
V E R S C H L U S S
Die Erfindung betrifft einen Verschluss für einen einen Inhalt aufweisenden Behälter, insbesondere eine Flasche od. dergl. aus Kunststoff, Glas od. dergl., mit einer Kappe, insbesondere aus Kunststoff, zur abdichtenden Verbindung mit einem einen Rand aufweisenden Hals des Behälters, mit mindestens einer im Bereich der lichten Weite des Halses um eine Mittelachse der ersten Schraubkappe herum angeordneten Messerkante zum Durchtrennen einer Verschlussfolie bei axialer Verlagerung der mindestens einen Messerkante durch die Verschlussfolie hindurch, wobei die Messerkante an einer von der Kappe mittels einer flexiblen Schürze im wesentlichen zentrisch gehaltenen und relativ zur Kappe in Richtung auf die Verschlussfolie zu verlagerbaren Aufnahmebüchse angeordnet ist, die einen dem Inhalt des Behälters zuzumischenden Bestandteil enthält, und mit einem ein Außengewinde besitzenden mittigen Stutzen an einer oberen Querwand der Kappe und einer auf denselben auf- und abschraubbaren Schraubkappe mit einer an deren Innenstirnwand angeordneten Betätigungseinrichtung, mittels deren beim Aufschrauben der Schraubkappe auf den mittigen Stutzen die Aufnahmebüchse mit ihrer mindestens einen Messerkante in Richtung auf die Verschlussfolie zu verlagerbar ist, wobei diese Schraubkappe eine Anfangsschraubstellung, in welcher die Verschlussfolie noch unverletzt ist, und nach weiterem Aufschrauben eine Anschlagschraubstellung besitzt, in welcher die Verschlussfolie von der mindestens einen Messerkante durchstoßen ist.
Derartige Verschlusse dienen dazu, einen Mischungsbestandteil des Behälterinhalts während einer Warte- bzw. Lagerzeit vom Hauptbestandteil des Behälters getrennt zu halten, und zwar solange, bis der Verbrauchszeitpunkt gekommen ist, insbesondere um vorzeitige Beeinträchtigungen der Qualität oder Verwendbarkeit des Gesamtinhalts zu vermeiden, die gegebenenfalls nach erfolgter Zumischung im Laufe der Zeit durch Alterung od. dergl. auftreten könnten. Bei Getränken oder allgemein Nahrungsmitteln handelt es sich dabei einfach um denjenigen Zeitpunkt, zu dem der Verbraucher den Behälteroder Flascheninhalt zu genießen wünscht, während es sich im Falle von z. B. Chemikalien, Farben, Lacken, Putzmitteln od. dergl. um den jeweiligen Zeitpunkt der Ingebrauchnahme handelt. Im Falle von Nahrungsmitteln kann es sich bei dem zuzumischenden Bestandteil z. B. um Vitamine oder deren Mischungen handeln, bei Lacken oder Kunststoffen um Aktivatoren wie Pigmente oder Beschleuniger (z. B. Oxidationsmittel) etc.
Aus der Druckschrift WO 2004/113184 A2 ist ein Verschluss dieser Bauart bekannt, bei dem die Kappe als eine erste Schraubkappe und die Schraubkappe als eine zweite Schraubkappe ausgebildet ist. Dieser bekannte Verschluss muss nach der Eröffnung der Verschlussfolie und der Freigabe des dem Behälterinhalt zuzumischenden Bestandteils vollständig, also die erste Schraubkappe gemeinsam mit der zweiten Schraubkappe, vom Behälterhals abgeschraubt werden, wenn man etwas von dem vermischten Behälterinhalt entnehmen möchte. Möchte man den Behälter nach einer Teilentnahme von Behälterinhalt wieder verschließen, dann muß der Verschluss als Ganzes wieder aufgeschraubt werden. Beim Abschrauben, beim Entnehmen von Behälterinhalt, z. B. beim Trinken aus einer Flasche, sofern deren Inhalt ein Getränk ist, und beim erneuten Aufschrauben des Verschlusses zwecks erneuten Verschließens des Behälters bzw. der Flasche braucht der Benutzer somit beide Hände, wobei
gleichwohl durch die Trennung des Verschlusses vom Behälter bzw. der Flasche immer die Gefahr besteht, daß der Verschluss dem Benutzer bzw. Trinkenden aus der Hand fallen könnte.
Ferner sind Verschlüsse als sogenannte Sportscaps bekannt, welche zum Öffnen und zur Entnahme von Behälterinhalt nur teilweise abgeschraubt werden müssen, also auf dem Hals des Behälters bzw. der Flasche verbleiben können, da ein solches Sportscap eine Entnahmeöffnung aufweist, die bei auch nur teilweisem Abschrauben freigegeben wird und sich bei erneutem Aufschrauben wieder schließen lässt. Derartige Sportscaps ermöglichen es Sportlern, insbesondere Radfahrern, während der Sportausübung zu trinken, ohne beide Hände benutzen zu müssen und ohne in Gefahr zu kommen, den Verschluss der Flasche dabei womöglich zu verlieren.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird darin gesehen, einen Verschluss der eingangs genannten Bauart zu schaffen, der derart ausgebildet ist, daß er auch die Funktionen eines Sportscap zu erfüllen geeignet ist.
Eine erste Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß a) die Kappe nach dem abdichtenden Verbinden dauernd auf dem Hals der Flasche verbleibt, daß b) die Schraubkappe nach Art eines Sportscaps eine Ausgieß- und/oder Trinköffnung aufweist, daß c) radial zwischen der ersten kappe und der Aufnahmebüchse mindestens ein erster axialer Durchlass für den Flascheninhalt vorgesehen ist, daß d) zentrisch in einer koaxialen Führung der Querwand der Kappe die Aufnahmebüchse verschiebbar geführt ist, die zunächst an einer im wesentlichen radialen Innenfläche der Kappe axial anliegt, wobei die Aufnahmebüchse durch diese Anlage gegen die Kappe eine Abdichtung zwischen dem Behälter und der
Schraubkappe und damit der Umgebung gewährleistet, sowie bei
ihrer Verlagerung mit ihrer mindestens eine Messerkante konzentrisch relativ zur Verschlussfolie in eine Endstellung, diese Verschlussfolie aufzutrennen geeignet ist, und wobei in dieser Endstellung die Verschlussfolie zumindest teilweise abgetrennt, der zuzumischende Bestandteil in den Flascheninhalt freigegeben und zwischen der Aufnahmebüchse und der Kappe noch ein zweiter Durchlass geöffnet worden ist, daß e) die Schraubkappe an ihrer Deckelinnenseite und die Aufnahmebüchse an ihrer gegenüberliegenden Stirnfläche als Betätigungseinrichtung jeweils konzentrisch eine Verbindungspaarung aus einem Stößel und einem diesen aufnehmenden Gegenstück aufweisen, die ineinander axial unverschieblich eingreift, wobei der Stößel und sein Gegenstück bezüglich ihrer Lage axial zueinander positioniert sind, derart, daß bei besagtem weiteren Aufschrauben der Schraubkappe auf den mittigen Stutzen bis in ihre Anschlagschraubstellung der Behälterinhalt für einen Durchfluss zur Schraubkappe und deren Ausgieß- und/oder Trinköffnung hin freigebbar ist, und zwar mittels des sich bei diesem weiteren Aufschrauben auf die Verschlussfolie zu verschiebenden und dabei die Abdichtung zwischen ihr und der Kappe lösenden und mit ihrer mindestens einen Messerkante die Verschlussfolie durchstoßenden Aufnahmebüchse, und daß f) bei Verschraubung der Schraubkappe in entgegengesetzter Richtung und damit zurück in ihre Ausgangsstellung die Aufnahmebüchse mittels der Betätigungseinrichtung wieder zur abdichtenden Anlage an der Kappe bringbar ist, derart, daß der Durchlass zur Schraubkappe und deren Ausgießöffnung wieder unterbrochen ist.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß nach dem Zumischen des zuzumischenden Bestandteils der Verschluss zur Entnahme zumindest eines Teils des gemischten Behälterinhalts nicht vollständig abgenommen und zwecks erneuten Verschließens des Behälters nicht wieder mühsam aufgesetzt und abdichtend mit
dem Halses des Behälters verbunden werden muß, wie dies bei dem erläuterten Stand der Technik der Fall ist, wo der gesamte Verschluss nach dem Öffnen durch vollständiges Abschrauben wieder aufgeschraubt werden muß. Vielmehr verbleibt beim Gegenstand der Erfindung die Kappe auf dem Hals und es genügt ein teilweises Aufschrauben der Schraubkappe in Richtung auf ihre Anschlagschraubstellung bis zur Freigabe der erläuterten Dichtungen, um ein Ausgießen von Behälterinhalt zu ermöglichen. Dies ist von besonderem Vorteil bei Nahrungsmittel- bzw. Getränkeflaschen während der Sportausübung, z. B. beim Fahrradfahren.
Eine zweite Lösung der Erfindungsaufgabe besteht darin, daß a) die Kappe nach dem Draufschrauben dauernd auf dem Hals der Flasche verbleibt, daß b) die Schraubkappe nach Art eines Sportscaps eine Ausgieß- und/oder Trinköffnung aufweist, daß c) radial zwischen der Kappe und der Aufnahmebüchse mindestens ein erster Durchlass für den Flascheninhalt vorgesehen ist, daß d) zentrisch zwischen der Kappe und der Aufnahmebüchse ein zunächst an einer im wesentlichen radialen Innenfläche der Kappe anliegender axialer Zwischenkolben vorgesehen und in einer koaxialen Führung der Querwand der Kappe verschiebbar geführt ist, welcher Zwischenkolben durch Anlage gegen die Kappe eine Abdichtung zwischen dem Behälter und der Schraubkappe und damit der Umgebung zu bewirken und andererseits bei seiner Verlagerung gemeinsam mit der Aufnahmebüchse dieselbe und deren mindestens eine Messerkante konzentrisch relativ zur Verschlussfolie in eine Endstellung zwecks Auftrennens der Verschlussfolie zu verlagern geeignet ist, wobei in dieser Endstellung die Verschlussfolie zumindest teilweise abgetrennt, der zuzumischende Bestandteil in den Flascheninhalt freigegeben und zwischen dem Zwischenkolben und der Kappe noch ein zweiter Durchlass geöffnet worden ist, daß
e) die Schraubkappe an ihrer Deckelinnenseite und der Zwischenkolben an seiner gegenüberliegenden Stirnfläche als Betätigungseinrichtung jeweils konzentrisch eine Verbindungspaarung aus einem Stößel und einem diesen aufnehmenden Gegenstück aufweisen, die ineinander axial unverschieblich eingreift, wobei der Stößel und sein Gegenstück bezüglich ihrer Lage zueinander axial positioniert Schraubkappe auf den mittigen Stutzen bis in ihre Anschlagschraubstellung der Behälterinhalt für einen Durchfluss zur Schraubkappe und deren Ausgieß- und/oder Trinköffnung hin freigebbar ist, und zwar mittels des sich bei diesem weiteren Aufschrauben auf die Verschlussfolie zu verschiebenden und dabei die Abdichtung zwischen ihm und der Kappe lösenden Zwischenkolbens, wobei die vom Zwischenkolben mitgenommene Aufnahmebüchse mit ihrer mindestens einen Messerkante die Verschlussfolie durchstößt, und daß f) bei Verschraubung der Schraubkappe in entgegengesetzter Richtung und damit zurück in ihre Anfangsschraubstellung der Zwischenkolben wieder zur abdichtenden Anlage an der Kappe bringbar ist, derart, daß der Durchgang zur Schraubkappe und deren Ausgießöffnung wieder unterbrochen ist.
Diese zweite Lösung unterscheidet sich von der oben erläuterten ersten Lösung im Wesentlichen dadurch, daß die Betätigungseinrichtung und die Aufnahmebüchse als zwei voneinander getrennte Teile ausgebildet sind. Dabei ist an dem Gegenstück der Betätigungseinrichtung der die Muffe aufweisende Stangenansatz an seinem der Aufnahmebüchse zugewandten Ende als ein Kolben ausgebildet. Dieser Kolben wird im folgenden Zwischenkolben genannt, da er zwischen der Aufnahmebüchse und der gegenüberliegenden Stirnwand der ersten Schraubkappe angeordnet wird. Die Aufnahmebüchse kann dabei als axiale Anlagefläche für den Zwischenkolben eine ebene Stirnfläche besitzen, an welcher der Zwischenkolben zur Anlage kommen und die Aufnahmebüchse mitnehmen kann, sobald die
Schraubkappe beim weiteren Aufschrauben auf den mittigen Stutzen die Aufnahmebüchse in Öffnungsrichtung verlagert bzw, verschiebt, nämlich zum Zwecke des Durchstoßens der Verschlussfolie.
Auf den ersten Blick mag diese zweite Lösung wegen der Aufspaltung der bei der ersten Ausführung vorhandenen einstückigen Ausbildung von Aufnahmebüchse und Betätigungseinrichtung als komplizierter, aufwändiger und damit unvorteilhafter erscheinen. Doch diese zweite Lösung besitzt zwei wesentliche Vorteile gegenüber der ersten:
1. Diese zweite Lösung lässt sich mit geringerem Aufwand herstellen und zusammenbauen. Zum einen lassen sich die Aufnahmebüchse und der Zwischenkolben als jeweils relativ einfach geformte Teile auch relativ einfach herstellen. Zum anderen kann der von der Aufnahmebüchse aufzunehmende und später zuzumischende Bestandteil eingesetzt und mit der Verschlussfolie eingeschlossen werden, während die Aufnahmebüchse auf ihrem im wesentlichen plan ausgebildeten Rücken liegend angeordnet ist, z. B. auf einem Montageband.
2. Sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Ausführungsform wird beim Aufschrauben der zweiten Schraubkappe bis in deren Anschlagschraubstellung zwecks Eröffnens der Verschlussfolie und gegebenenfalls auch der Siegelfolie die flexible Schürze verformt, die ja der Aufnahmekapsel deren erforderliche Verlagerung oder Verschiebung gestatten muß. Es versteht sich, dass diese Schürze ungeachtet ihrer Flexibilität ihrer Verformung einen gewissen, wenn auch nicht sehr ausgeprägten, Widerstand entgegensetzt. Erfolgt dann ein erneutes Schließen des erfindungsgemäßen Verschlusses durch ein Verschrauben der zweiten Schraubkappe in entgegengesetzter Richtung, also zurück in deren Anfangsschraubstellung, dann muß bei der
ersten Ausfuhrungsform die Aufnahmebuchse bei entsprechender Ruckbewegung auch der Schurze wieder mitgenommen werden, wahrend bei der zweiten Ausfuhrungsform die Aufnahmebuchse vorteilhafterweise zurückbleiben kann. Dass erneute Verschließen des Behalters bzw. der Flasche erfordert somit weniger Schraubkraft, was im Hinblick auf die gewünschte Möglichkeit zur Einhandbedienung von Bedeutung ist.
Das abdichtende Verbinden der Kappe mit dem Hals des Behalters kann auf verschiedene Weise erfolgen, z. B. durch ein Anschweißen oder durch ein Verkleben etc. Am üblichsten ist jedoch derzeit die Ausbildung der Kappe entsprechend dem angeführten nachstliegenden Stand der Technik als eine erste Schraubkappe, wodurch die erwähnte Schraubkappe zu einer zweiten Schraubkappe wird. Der Unterschied besteht eben darin, dass beim erläuterten Stand der Technik nach der erwähnten Druckschrift diese erste Schraubkappe und damit der gesamte Verschluss abgeschraubt werden muß, will man an den Behalterinhalt gelangen, wahrend beim Gegenstand der Erfindung die Kappe nach dem abdichtenden Anbringen am Flaschenhals standig an ihm verbleiben kann, gerade auch dann, wenn sie als erste Schraubkappe ausgebildet ist. Ist sie angeschweißt, angesiegelt, aufgeschrumpft oder dergleichen worden, dann versteht sich das Verbleiben von vorneherein.
Deshalb ist der erfmdungsgemaße Verschluss bevorzugt derart gestaltet, dass die Kappe als eine erste Schraubkappe einen ein Innengewinde aufweisenden Hulsenabschnitt zum Draufschrauben auf ein Außengewinde eines einen Rand aufweisenden Halses des Behalters aufweist und die Schraubkappe als eine zweite Schraubkappe ausgebildet ist.
Somit betrifft die Erfindung insbesondere einen Verschluss mit einer ersten Schraubkappe, insbesondere aus Kunststoff, die einen ein Innengewinde aufweisenden Hulsenabschnitt zum
Draufschrauben auf ein Außengewinde eines einen Rand aufweisenden Halses eines einen Inhalt aufweisenden Behälters, insbesondere einer Flasche od. dergl. aus Kunststoff, Glas od. dergl. besitzt, mit mindestens einer im Bereich der lichten Weite des Halses um eine Mittelachse der ersten Schraubkappe herum angeordneten Messerkante zum Durchtrennen einer Verschlussfolie bei axialer Verlagerung der mindestens einen Messerkante durch die Verschlussfolie hindurch, wobei die Messerkante an einer von der ersten Schraubkappe mittels einer flexiblen Schürze im wesentlichen zentrisch gehaltenen und relativ zur ersten Schraubkappe in Richtung auf die Verschlussfolie zu verlagerbaren Aufnahmebüchse angeordnet ist, die einen dem Inhalt des Behälters zuzumischenden Bestandteil enthält, und mit einem ein Außengewinde besitzenden mittigen Stutzen an einer oberen Querwand der ersten Schraubkappe und einer auf dasselbe auf- und abschraubbaren zweiten Schraubkappe mit einer an deren Innenstirnwand angeordneten
Betätigungseinrichtung, mittels deren beim Aufschrauben der zweiten Schraubkappe auf den Stutzen die Aufnahmebüchse mit ihrer mindestens einen Messerkante in Richtung auf die Verschlussfolie verlagerbar ist, wobei diese zweite Schraubkappe eine Anfangsschraubstellung, in welcher die Verschlussfolie noch unverletzt ist, und nach weiterem Aufschrauben eine Anschlagschraubstellung besitzt, in welcher die Verschlussfolie von der mindestens einen Messerkante durchstoßen ist.
Ausgehend von dieser bekannten Ausbildung besteht die entsprechende Variante der ersten Lösung der Erfindungsaufgabe dann darin, dass a) die erste Schraubkappe nach dem Draufschrauben dauernd auf dem Hals der Flasche verbleibt, daß b) die zweite Schraubkappe nach Art eines Sportscaps eine Ausgieß- und/oder Trinköffnung aufweist, daß
c) radial zwischen der ersten Schraubkappe und der Aufnahmebüchse mindestens ein erster Durchlass für den Flascheninhalt vorgesehen ist, daß d) zentrisch in einer koaxialen Führung der Querwand der ersten Schraubkappe die Aufnahmebüchse verschiebbar geführt ist, die zunächst an einer im wesentlichen radialen Innenfläche der ersten Schraubkappe axial anliegt, wobei die Aufnahmebüchse durch diese Anlage gegen die erste Schraubkappe eine Abdichtung zwischen dem Behälter und der zweiten Schraubkappe und damit der Umgebung gewährleistet, sowie bei ihrer Verlagerung bzw. Verschiebung konzentrisch relativ zur Verschlussfolie in eine Endstellung, mit ihrer mindestens einen Messerkante diese Verschlussfolie aufzutrennen geeignet ist, und wobei in dieser Endstellung (Fig. 3 und 4) die Verschlussfolie zumindest teilweise abgetrennt, der zuzumischende Bestandteil in den Flascheninhalt freigegeben und zwischen der Aufnahmebüchse und der ersten Schraubkappe noch ein zweiter Durchlass geöffnet worden ist, daß e) die zweite Schraubkappe an ihrer Deckelinnenseite und die Aufnahmebüchse an ihrer gegenüberliegenden Stirnfläche als Betätigungseinrichtung jeweils konzentrisch eine Verbindungspaarung aus einem Stößel und einem diesen aufnehmenden Gegenstück aufweisen, die ineinander axial unverschieblich eingreift, wobei der Stößel und sein Gegenstück bezüglich ihrer Lage axial zueinander positioniert sind, derart, daß bei besagtem weiteren Aufschrauben der zweiten Schraubkappe auf den mittigen Stutzen bis in ihre Anschlagschraubstellung der Behälterinhalt für einen Durchfluss zur zweiten Schraubkappe und deren Ausgieß- und/oder Trinköffnung hin freigebbar ist, und zwar mittels der sich bei diesem weiteren Aufschrauben auf die Verschlussfolie zu verschiebenden, dabei die Abdichtung zwischen ihr und der ersten Schraubkappe lösenden und mit ihrer mindestens einen Messerkante die Verschlussfolie durchstoßenden Aufnahmebüchse, und daß
f) bei Verschraubung der zweiten Schraubkappe in entgegengesetzter Richtung und damit zurück in ihre Anfangsschraubstellung die Aufnahmebüchse mittels der Betätigungseinrichtung wieder zur abdichtenden Anlage an der ersten Schraubkappe bringbar ist, derart, daß der Durchlass zur zweiten Schraubkappe und deren Ausgießöffnung wieder unterbrochen ist.
Die entsprechende Variante der zweiten Lösung der
Erfindungsaufgabe besteht dann darin, daß a) die erste Schraubkappe nach dem abdichtenden Verbinden dauernd auf dem Hals des Behälters verbleibt, daß b) die zweite Schraubkappe nach Art eines Sportscaps eine Ausgieß- und/oder Trinköffnung aufweist, daß c) radial zwischen der ersten Schraubkappe und der Aufnahmebüchse mindestens ein erster Durchlass für den Flascheninhalt vorgesehen ist, daß d) zentrisch zwischen der ersten Schraubkappe und der Aufnahmebüchse ein zunächst an einer im wesentlichen radialen Innenfläche der ersten Schraubkappe anliegender axialer Zwischenkolben vorgesehen und in einer koaxialen der Querwand der ersten Schraubkappe verschiebbar geführt ist, welcher Zwischenkolben durch Anlage gegen die erste Schraubkappe eine Abdichtung zwischen dem Behälter und der zweiten Schraubkappe und damit der Umgebung zu bewirken und andererseits bei seiner Verlagerung gemeinsam mit der Aufnahmebüchse dieselbe und deren mindestens eine Messerkante konzentrisch relativ zur Verschlussfolie in eine Endstellung zwecks Auftrennens der Verschlussfolie zu verlagern geeignet ist, wobei in dieser Endstellung die Verschlussfolie zumindest teilweise abgetrennt, der zuzumischende Bestandteil in den Flascheninhalt freigegeben und zwischen dem Zwischenkolben und der ersten Schraubkappe noch ein zweiter Durchlass geöffnet worden ist, daß
e) die zweite Schraubkappe an ihrer Deckelinnenseite und der Zwischenkolben an seiner gegenüberliegenden Stirnfläche als Betätigungseinrichtung jeweils konzentrisch eine Verbindungspaarung aus einem Stößel und einem diesen aufnehmenden Gegenstück aufweisen, die ineinander axial unverschieblich eingreift, wobei der Stößel und sein Gegenstück bezüglich ihrer Lage zueinander axial positioniert sind, derart, daß bei besagtem weiteren Aufschrauben der zweiten Schraubkappe auf den mittigen Stutzen bis in ihre Anschlagschraubstellung der Behälterinhalt für einen Durchfluss zur zweiten Schraubkappe und deren Ausgieß- und/oder Trinköffnung hin freigebbar ist, und zwar mittels des sich bei diesem weiteren Aufschrauben auf die Verschlussfolie zu verschiebenden und dabei die Abdichtung zwischen ihm und der Kappe lösenden Zwischenkolbens, wobei die vom Zwischenkolben mitgenommene Aufnahmebüchse mit ihrer mindestens einen Messerkante die Verschlussfolie durchstößt, und daß f) bei Verschraubung der zweiten Schraubkappe in entgegengesetzter Richtung und damit zurück in ihre Anfangsschraubstellung der Zwischenkolben wieder zur abdichtenden Anlage an der ersten Schraubkappe bringbar ist, derart, daß der Durchgang zur zweiten Schraubkappe und deren Ausgießöffnung wieder unterbrochen ist.
Der Hals des Behälters kann zunächst mittels einer Siegelfolie hermetisch verschlossen sein, die an eine kreisförmige Siegelfläche des Randes des Halses angesiegelt wurde und die bei Verlagerung der zweiten Schraubkappe in deren Anschlagschraubstellung wie die Verschlussfolie von der mindestens einen Messerkante an der Aufnahmebüchse durchstoßen worden ist.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn das Außengewinde des mittigen Stutzens mit dem Gewinde der zweiten Schraubkappe ein
Steilgewinde bildet, derart, daß jeweils weniger als eine Umdrehung der zweiten Schraubkappe erforderlich ist, um in der einen Drehrichtung ein Öffnen des Behälters und in der anderen Drehrichtung ein Schließen desselben herbeizuführen. Dies erleichtert es dem Benutzer, den Behälter bzw. die Flasche in einer Hand zu halten und mit dem Daumen und dem Zeigefinger dieser Hand das Öffnen und Schließen der zweiten Schraubkappe zu bewirken.
Dabei hat es sich bewährt, den Stößel an der Deckelinnenseite der zweiten Schraubkappe und eine das Gegenstück bildende Muffe an der gegenüberliegenden Seite der Aufnahmebüchse anzuordnen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Stößel drehbar, aber axial unverschieblich, in die Muffe einrastbar. Es versteht sich jedoch, daß gegebenenfalls zwischen dem Stößel und der Muffe auch eine geeignete Gewindepaarung vorgesehen sein kann, die beim Verschrauben der zweiten Schraubkappe zu der Verlagerungsstrecke der Muffe gegenüber der ersten Schraubkappe beiträgt.
Andererseits kann es gegebenenfalls auch genügen, daß der Stößel und die Muffe einen Presssitz aneinander aufweisen. Ist jedoch eine Gewindepaarung vorgesehen, dann wird eine Linksgewindepaarung bevorzugt.
Vorteilhaft weist die Aufnahmebüchse einen die Muffe bildenden koaxialen Stangenansatz als Gegenstück auf, und der äußere Umfang des Stangenansatzes stellt an seiner Wurzel mit einer im Durchmesser entsprechenden koaxialen Durchtrittsöffnung in der Querwand der ersten Schraubkappe die koaxiale Führung dar, die in der Anfangsschraubstellung der zweiten Schraubkappe eine weitere Abdichtung zwischen der Aufnahmebüchse und der ersten Schraubkappe bildet.
An der Oberseite der Aufnahmebüchse und an der Unterseite der ersten Schraubkappe kann bzw. können vorteilhaft eine oder mehrere weitere Dichtung (en) vorgesehen sein, die jeweils die Form einer Ringdichtung aufweisen.
Dabei kann der erste Durchlass in einem Haltering für die Aufnahmebüchse vorgesehen sein, der die Aufnahmebüchse umgibt und mit dieser durch die flexible Schürze verbunden ist, die eine Relativbewegung zwischen der axial verlagerbaren Aufnahmebüchse und dem Haltering erlaubt, der am Innenumfang der ersten Schraubkappe stationär befestigbar ist.
Ferner kann an einem der Siegelfolie, so vorhanden, zugewandten Rand des Halterings die Verschlussfolie zwecks Einschlusses des zuzumischenden Bestandteils in der Aufnahmebüchse angesiegelt und bei besagter Verlagerung der Aufnahmebüchse mittels des weiteren Aufschraubens der zweiten Schraubkappe auf den mittigen Stutzens) bis in die Anschlagschraubstellung gemeinsam mit der Siegelfolie von der Messerkante durchtrennbar sein.
In Abhängigkeit von dem jeweiligen axialen Abstand zwischen Verschlussfolie und Siegelfolie kann die Verschlussfolie auch bereits kurz vor der Siegelfolie durchtrennbar sein.
Dabei kann der weitere Durchlass von am Umfang des Stangenansatzes der Muffe (des Gegenstücks) in Abstand voneinander vorgesehenen axialen Einkerbungen gebildet sein, die erst dann in den Bereich der koaxialen Führung und damit zur Paarung mit der Wandung der koaxialen Durchtrittsöffnung in der ersten Schraubkappe gelangen, wenn die zweite Schraubkappe beim Aufschrauben sich ihrer Anschlagschraubstellung nähert.
Zweckmäßig weist die erste Schraubkappe oberhalb ihres zum Aufschrauben auf das Außengewinde des Halses des Behälters bestimmten Innengewindes eine umlaufende flexible Dichtungslippe zur Anlage am Rand des anfänglich noch durch die Siegelfolie abgedichteten Halses auf.
Es wird bevorzugt, die Messerkante zumindest über einen Teil ihres Umfangs gezahnt auszubilden.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, den Haltering in einer am Innenumfang der ersten Schraubkappe vorgesehenen und einen Bestandteil von ihr bildenden, zum Behälter hin offenen Büchse zu befestigen, die beim Einsetzen des Halterings elastisch aufweitbar ist und eine Rast für seine Aufnahme besitzt.
Dabei kann dann die Dichtungslippe an dem dem Behälter zugewandten freien Rand der Büchse ausgebildet sein und außerdem beim Aufschrauben der ersten Schraubkappe auf den Behälter zwecks Verbleibs an diesem vom Rand aufweitbar und dann zwischen dem Rand und der Wandung der ersten Schraubkappe einklemmbar sein.
Es ist zweckmäßig, daß die zweite Schraubkappe einen inneren Bund aufweist, der nach dem Aufschrauben der zweiten Schraubkappe auf die erste Schraubkappe innerhalb deren mittigen Stutzens verbleibt und an seiner Außenseite mindestens eine umlaufende Dichtlippe zur Abdichtung gegenüber der Innenwand des mittigen Stutzens besitzt. Damit ist dann gewährleistet, daß der Behälterinhalt nach seinem Zutritt zur Ausgießöffnung nicht zum Teil auch seitlich an der zweiten Schraubkappe vorbei in das Freie treten könnte.
Es wird bevorzugt, daß die zweite Schraubkappe und der mittige Stutzen eine Linksgewindepaarung aufweisen.
Die Erfindung und ihre vorteilhaften Ausgestaltungen sind im Folgenden anhand der in den Figuren der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Verschlusses nach der Erfindung in seiner Anfangsschraubstellung, teilweise geschnitten;
Fig. 2 eine Einzelheit der Fig. 1 in vergrößertem Maßstab;
Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht des Verschlusses in seiner Anschlagschraubstellung, in der die Verschlussfolie und eine hier vorhandene Siegelfolie durchtrennt sind;
Fig. 4 eine Einzelheit der Fig. 3 in vergrößertem Maßstab;
Fig. 5 eine den Fig. 1 und 3 entsprechende Seitenansicht des Verschlusses nach der Rückkehr der zweiten Schraubkappe in ihre Anfangsschraubstellung;
Fig. 6 eine Einzelheit der Fig. 5 in vergrößertem Maßstab;
Fig. 7 eine perspektivische Explosionsansicht des Verschlusses nach den vorhergehenden Figuren schräg von unten.
Fig . 8 eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform der Erfindung mit einer zweiteiligen Ausbildung von Aufnahmebüchse und Betätigungseinrichtung in ihrer Anfangsschraubstellung;
Fig. 9 eine der Fig. 3 entsprechende Seitenansicht der zweiten
Ausführungsform;
Fig. 10 eine der Fig. 5 entsprechende Seitenansicht der zweiten Ausführungsform nach der Rückkehr der zweiten Schraubkappe in ihre Anfangsschraubstellung;
Fig. 11 eine der Fig. 7 entsprechende perspektivische
Explosionsansicht der zweiten Ausführungsform.
Die Fig. 1, 3 und 5 zeigen einen Verschluss 1 mit einer ersten Schraubkappe 2, insbesondere aus Kunststoff, die einen ein Innengewinde 3 aufweisenden Hülsenabschnitt 4 zum Draufschrauben auf ein Außengewinde 5 eines einen Rand 6 aufweisenden Halses 7 eines einen Inhalt 8 aufweisenden Behälters 9, insbesondere einer Flasche od. dergl. aus Kunststoff, Glas od. dergl. besitzt.
Der Verschluss 1 besitzt mindestens eine im Bereich der lichten Weite D des Halses 7 um eine Mittelachse 10 der ersten Schraubkappe 2 herum angeordnete Messerkante 11 zum Durchtrennen einer Verschlussfolie 12 bei axialer Verlagerung der mindestens einen Messerkante 11 durch die Verschlussfolie 12 hindurch, wobei die Messerkante 11 an einer von der ersten Schraubkappe 2 mittels einer flexiblen Schürze 13 im wesentlichen zentrisch gehaltenen und relativ zur ersten
Schraubkappe 2 in Richtung auf die Verschlussfolie 12 zu verlagerbaren Aufnahmebüchse 14 angeordnet ist, die einen dem Inhalt 8 des Behälters 9 zuzumischenden Bestandteil 15 enthält.
Ferner ist ein ein Außengewinde 16 besitzender mittiger Stutzen 17 an einer oberen Querwand 18 der ersten Schraubkappe 2 und eine auf denselben auf- und abschraubbare zweite Schraubkappe 19 mit einer an deren Innenstirnwand 20 angeordneten Betätigungseinrichtung 21 vorgesehen, mittels deren beim Aufschrauben der zweiten Schraubkappe 19 auf den mittigen Stutzen 17 die Aufnahmebüchse 14 mit ihrer mindestens einen Messerkante 11 in Richtung auf die Verschlussfolie 12 zu verlagerbar ist, wobei diese zweite Schraubkappe 19 eine Anfangsschraubstellung gemäß Fig.l und 2, in welcher die Verschlussfolie 12 noch unverletzt ist, und nach weiterem Aufschrauben eine Anschlagschraubstellung gemäß Fig. 3 und 4 besitzt, in welcher die Verschlussfolie 12 von der mindestens einen Messerkante 11 durchstoßen ist.
Gemäß der Erfindung a) verbleibt die erste Schraubkappe 2 nach dem Draufschrauben dauernd auf dem Hals 7 der Flasche 9, b) weist die zweite Schraubkappe 19 nach Art einer Sportscap eine Ausgieß- und/oder Trinköffnung 22 auf, c) ist radial zwischen der ersten Schraubkappe 2 und der Aufnahmebüchse 14 mindestens ein erster axialer Durchlass 23 für den Flascheninhalt 8 vorgesehen, sobald letzterer durch Zerstörung der Verschlussfolie 12 freigegeben wurde; d) ist zentrisch in einer koaxialen Führung 26 der Querwand 18 der ersten Schraubkappe 2 die Aufnahmebüchse 14 verschiebbar geführt, die zunächst an einer im wesentlichen radialen Innenfläche 24 der ersten Schraubkappe 2 axial anliegt, wobei die Aufnahmebüchse 14 durch diese Anlage gegen die erste Schraubkappe 2 eine Abdichtung zwischen dem Behälter 9 und der
zweiten Schraubkappe 19 und damit der Umgebung gewährleistet, sowie bei ihrer Verlagerung bzw. Verschiebung konzentrisch relativ zur Verschlussfolie 12 in eine Endstellung, mit ihrer mindestens einen Messerkante 11 diese Verschlussfolie 12 aufzutrennen geeignet ist, und wobei in dieser Endstellung (Fig. 3 und 4) die Verschlussfolie 12 zumindest teilweise abgetrennt, der zuzumischende Bestandteil 15 in den Flascheninhalt 8 freigegeben und zwischen der Aufnahmebüchse 14 und der ersten Schraubkappe 2 noch ein zweiter Durchlass 27 (Fig. 3 und 4) geöffnet worden ist, e) weist die zweite Schraubkappe 19 an ihrer Deckelinnenseite 20 und die Aufnahmebüchse 14 an ihrer gegenüberliegenden Stirnfläche 28 als Betätigungseinrichtung 21 jeweils konzentrisch eine Verbindungspaarung aus einem Stößel 29 und einem diesen aufnehmenden Gegenstück 30 auf, die ineinander axial unverschieblich eingreift, wobei der Stößel 29 und sein Gegenstück 30 bezüglich ihrer Lage axial zueinander positioniert sind, derart, daß bei besagtem weiteren Aufschrauben der zweiten Schraubkappe 19 auf den mittigen Stutzen 17 bis in ihre Anschlagschraubstellung der Behälterinhalt 8 für einen Durchfluss zur zweiten Schraubkappe 19 und deren Ausgieß- und/oder Trinköffnung 22 hin freigebbar ist, und zwar mittels der sich bei diesem weiteren Aufschrauben auf die Verschlussfolie 12 zu verschiebenden, dabei die Abdichtung zwischen ihr und der ersten Schraubkappe 2 lösenden und mit ihrer mindestens einen Messerkante 11 die Verschlussfolie 12 durchstoßenden Aufnahmebüchse 14, und daß f) bei Verschraubung der zweiten Schraubkappe 19 in entgegengesetzter Richtung und damit zurück in ihre Anfangsschraubstellung die Aufnahmebüchse 14 mittels der Betätigungseinrichtung 2) wieder zur abdichtenden Anlage an der ersten Schraubkappe 2 bringbar ist, derart, daß der Durchlass zur zweiten Schraubkappe 19 und deren Ausgießöffnung 22 wieder unterbrochen ist.
In der Anschlagschraubstellung ist die Verschlussfolie 12 zumindest teilweise abgetrennt, der zuzumischende Bestandteil 15 in den Flascheninhalt 8 freigegeben und ein zweiter Durchlass 27 für Behälterinhalt 8 geöffnet worden.
Bei der gezeigten Ausführungsform ist der Hals 7 des Behälters 9 zunächst mittels einer Siegelfolie 31 hermetisch verschlossen, die an eine kreisringförmige Siegelfläche 32 (Fig. 2) des Randes 6 des Halses 7 angesiegelt wurde. Bei der Verlagerung der zweiten Schraubkappe 19 in deren Anschlagschraubstellung ist die Siegelfolie 31 wie die Verschlussfolie 12 zu durchstoßen, wie die Fig. 3 und 4 deutlich zeigen, um auch den Behälterinhalt 8 freizugeben.
Dabei wird eine Ausbildung der Messerkante 11 bevorzugt, die kein vollständiges Ausstanzen von Verschlussfolie 12 und gegebenenfalls Siegelfolie 31 bewirkt, sondern dafür sorgt, dass diese Folien an einer Stelle ihres Umfangs unverletzt bleiben, derart, dass sie nur nach unten in den Behälter 9 hinein abgebogen werden, wie dies z. B. in den Fig. 3 und 5 deutlich zu sehen ist, wobei der entstehende Durchgang natürlich groß bzw. weit genug sein muss, dass der hier die Form einer Tablette aufweisende zuzumischende Bestandteil 15 in den Behälter 9 und dessen Inhalt 8 fallen kann.
Vorzugsweise bildet das Außengewinde 16 des mittigen Stutzens 17 mit dem Gewinde 33 der zweiten Schraubkappe 19 ein Steilgewinde 16, 33, derart, daß jeweils weniger als eine Umdrehung der zweiten Schraubkappe 19 erforderlich ist, um in der einen Drehrichtung ein Öffnen des Behälters 9 und in der anderen Drehrichtung ein Schließen desselben herbeizuführen.
Bei der gezeigten Ausführungsform sind der Stößel 29 mittig an der Innenseite der zweiten Schraubkappe 19 und die Muffe 30
mittig an der gegenüberliegenden Seite der Aufnahmebüchse 14 angeordnet .
Dabei ist der Stößel 29 drehbar, aber axial unverschieblich, in die Muffe 30 einrastbar, siehe Rast 50.
Alternativ dazu könnten der Stößel 29 und die Muffe 30 aber auch einen Presssitz aneinander aufweisen.
Es wäre auch möglich, den Stößel 29 und die Muffe 30 eine Gewindepaarung aufweisen zu lassen.
An der Stirnfläche 34 bzw. dem Rücken der Aufnahmebüchse 14 ist das Gegenstück 30 mit einem die Muffe bildenden koaxialen Stangenansatz ausgebildet, dessen äußerer Umfang an seiner Wurzel mit einer im Durchmesser entsprechenden koaxialen Durchtrittsöffnung in der Querwand 18 der ersten Schraubkappe 2 die koaxiale Führung 26 darstellt, die in der Anfangsschraubstellung der zweiten Schraubkappe 19 eine Abdichtung zwischen der Aufnahmebüchse 14 und der ersten Schraubkappe 2 bildet.
Am Rücken 34 der Aufnahmebüchse 14 sind mehrere weitere Dichtungen 36 und 37 vorgesehen, die jeweils in der Form von Ringdichtungen an der ersten Schraubkappe 2 anlegbar sind.
Der erste Durchlass 23 ist in einem Haltering 38 für die Aufnahmebüchse 14 vorgesehen, der die Aufnahmebüchse 14 umgibt und mit dieser durch eine flexible Schürze 13 verbunden ist, die eine Relativbewegung zwischen der axial verlagerbaren Aufnahmebüchse 14 und dem Haltering 23 erlaubt, der am Innenumfang 39 der ersten Schraubkappe 2 stationär befestigbar ist.
An einem der Siegelfolie 31 zugewandten Rand 40 des Halterings 23 ist die Verschlussfolie 12 zwecks Einschlusses des zuzumischenden Bestandteils 15, zweckmäßig in Form einer Tablette, an der Aufnahmebüchse 14 angesiegelt, die bei besagter Verlagerung der Aufnahmebüchse 14 von deren Messerkante 11 bereits kurz vor der Siegelfolie 31 durchtrennbar ist.
Der dritte Durchlass wird von am Umfang eines Ansatzes der Hülse 30 in Abstand voneinander vorgesehenen Einkerbungen 41 gebildet, die erst dann in den Bereich der koaxialen Führung 26 und damit zur Paarung mit der Wandung der koaxialen Durchtrittsöffnung der ersten Schraubkappe 2 gelangen, wenn die zweite Schraubkappe 19 beim Aufschrauben sich ihrer Anschlagschraubstellung gemäß Fig. 3 nähert.
Die erste Schraubkappe 2 weist oberhalb ihres zum Aufschrauben auf das Außengewinde 5 des Halses 7 des Behälters 9 bestimmten Innengewindes 3 eine umlaufende flexible Dichtungslippe 42 zur Anlage am Rand 6 des anfänglich noch durch die Siegelfolie 31 abgedichteten Halses 7 auf, Fig. 2.
Wie die Figuren verdeutlichen, ist bei der gezeigten Ausführungsform die Messerkante 11 zumindest über einen Teil ihres Umfangs gezahnt ausgebildet, im vorliegenden Fall sogar mit einzelnen Spitzen 51, die das Auftrennen von Verschlussfolie 12 und Siegelfolie 31 erleichtern.
Vorteilhaft ist der Haltering 38 in einer innerhalb der ersten Schraubkappe 2 vorgesehenen und einen Bestandteil von ihr bildenden, zum Behälter 9 hin offenen Büchse 47 befestigt, die beim Einsetzen des Halterings 38 elastisch aufweitbar ist und eine Rast 46 für seine Aufnahme besitzt.
Dabei ist an dem dem Behälter 9 zugewandten freien Rand der Büchse 47 die Dichtungslippe 42 ausgebildet. Diese Dichtungslippe 42 ist beim Aufschrauben der ersten Schraubkappe 2 auf den Behälter 9 zwecks Verbleibs an diesem vom Rand 6 aufweitbar und dann zwischen dem Rand 6 und der Wandung der ersten Schraubkappe 2 einschiebbar und durch Quetschung verjüngbar, wobei ein Abdichtungseffekt eintritt.
Die zweite Schraubkappe 19 weist einen inneren Bund 43 auf, der nach dem Aufschrauben auf die erste Schraubkappe 2 innerhalb deren Stutzens 17 verbleibt und an seiner Außenseite mindestens eine umlaufende Dichtlippe 44 zur Abdichtung gegenüber der Innenwand 45 des Stutzens 17 besitzt.
Die zweite Schraubkappe 19 und der Stutzen 17 weisen zweckmäßig eine Linksgewindepaarung 16, 33 auf, da man es gewöhnt ist, eine Schraubkappe z. B. einer Trinkflasche durch Linksdrehung zu öffnen.
Die Funktion ist wie folgt:
Zunächst wird ein hier gemäß Fig. 1 vorhandener Originalitätsverschluss in Form einer transparenten Kunststoffkappe 48 abgerissen. Zur Öffnung des Behälters 9 bzw. der Flasche wird die zweite Schraubkappe 19 links herum bis zum Anschlag 49 gemäß Fig. 3 geschraubt. Dabei wird mittels Stößel 29 und Hülse 30 die Aufnahmebüchse 14 infolge des Linksgewindes der zweiten Schraubkappe 19 in die Öffnungsstellung nach Fig. 3 verschoben. Die Messerkante 11 hat mit ihren Zahnspitzen die Verschlussfolie 12 und die Siegelfolie 31 durchtrennt, beide Folien nach unten in den Behälter 9 bzw. die Flasche hinein gebogen und ermöglicht es der Tablette 15, in den Behälterinhalt 8 zu fallen und sich darin aufzulösen. Der Behälterinhalt 8 kann sodann durch den Durchlass 23 (erster Durchlass), von dem mehrere ringsum im Haltering 38 verteilt vorgesehen sind, und zwischen der
Stirnfläche 34 bzw. dem Rücken der Aufnahmebüchse 14 hindurch (zweiter Durchlass 27) und weiter durch die Einkerbungen 41 (dritter Durchlass) und dann durch die Ausgieß- und/oder Trinköffnung 22 treten.
Beim erneuten Verschließen des Behälters 9 bzw. der Flasche wird die zweite Schraubkappe 19 rechts herum in ihre Ausgangsstellung zurückgeschraubt, siehe Fig. 5, wobei die Aufnahmebüchse 14 mitgenommen wird und sich wieder an der Stirnfläche 24 der ersten Schraubkappe 2 dichtend anlegt. Auch die Einkerbungen 41 verschieben sich wieder gemäß Fig. 3 nach oben, derart, daß der durch sie vorher eröffnete dritte Durchlass an der Paarung 26 wieder geschlossen wird.
Die zweite Ausführungsform der Erfindung ist in den Fig. 8 bis 11 dargestellt, außerdem gelten für sie die Fig. 2, 4 und β ebenfalls. Gleiche Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet wie bei der ersten Ausführungsform.
Bei dieser Ausführungsform bilden die Aufnahmebüchse 14 und die Betätigungseinrichtung 21 voneinander getrennte Bauelemente .
Dabei ist zwischen der ersten Schraubkappe 2 und der Aufnahmebüchse 14 ein an einer im wesentlichen radialen Innenfläche 24 der ersten Schraubkappe 2 anliegender axialer Zwischenkolben 25 vorgesehen und in einer koaxialen Führung 26 der Querwand 18 der ersten Schraubkappe 2 verschiebbar geführt. Dieser Zwischenkolben 25 ist geeignet, einerseits durch Anlage an der ersten Schraubkappe 2 den Behälter 9 bzw. die Flasche gegen einen Austritt von Inhalt 8 in Richtung auf die zweite Schraubkappe 19 und deren Ausgieß- bzw. Trinköffnung 22 abzudichten, und andererseits bei seiner Verlagerung bzw. Verschiebung gemeinsam mit der Aufnahmebüchse 14 dieselbe und deren mindestens eine Messerkante 11
konzentrisch relativ zur Verschlussfolie 12 zwecks Auftrennens derselben in eine Anschlagschraubstellung (Fig. 3 und 4) zu verlagern .
Insoweit entspricht die Funktion der zweiten Ausführungsform derjenigen der ersten Ausführungsform.
Ein Unterschied in der Funktion dieser zweiten Ausführungsform besteht darin, dass beim Zurückschrauben der zweiten Schraubkappe 2 in ihre Anfangsschraubstellung zwecks erneuten Verschließens die Aufnahmebüchse 14 vom Zwischenkolben 25 nicht wieder mitgenommen wird, sie kann vielmehr an ihrem Platz verbleiben.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, an der Oberseite und gegebenenfalls auch an der Unterseite des Zwischenkolbens 25 eine oder mehrere weitere Dichtung (en) vorzusehen, die jeweils in der Form einer Ringdichtung einerseits an der ersten Schraubkappe 2 und andererseits an der Aufnahmebüchse 14 anlegbar ist bzw. sind.