Schmutzaufnahmevorrichtung für eine Bodenreinigungsmaschine sowie Bodenreinigungsmaschine mit einer derartigen Schmutzaufnahmevorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Schmutzaufnahmevorrichtung für eine Bodenreini- gungsmaschine, zum Aufnehmen einer Flüssigkeit von einer zu reinigenden Bodenfläche, mit einem Träger und mindestens einem Abstreifglied zum Abstreifen der Bodenfläche, wobei der Träger und das mindestens eine Abstreifglied Begrenzungen bilden eines in einen Saugmund mündenden Saugkanals, dessen von einem Saugstrom passierbare freie Querschnittsfläche sich in einer vom Saugmund wegweisenden Richtung zumindest in einem Kanalabschnitt verringert.
Außerdem betrifft die Erfindung eine Bodenreinigungsmaschine, umfassend mindestens eine Schmutzaufnahmevorrichtung.
Bodenreinigungsmaschinen umfassen typischerweise eine Reinigungsvorrichtung mit Reinigungselementen wie zum Beispiel rotierenden Bürstenwalzen oder Tellerbürsten, mit denen Schmutz von der zu reinigenden Bodenfläche abgelöst werden kann. Die Ablösung von Schmutz wird begünstigt durch Beaufschlagung der Bodenfläche mit einer Reinigungsflüssigkeit, beispielsweise Wasser. Mittels der eingangs genannten Schmutzaufnahmevorrichtung kann die schmutzige Flüssigkeit, d.h. das Gemisch aus der Reinigungsflüssigkeit und dem abgelösten Schmutz, die so genannte Schmutzflotte, von der Bodenfläche durch Absaugen aufgenommen werden. Die Bodenreinigungsmaschine weist hierfür ein Saugaggregat auf, welches an die Schmutzaufnahmevorrichtung
angeschlossen ist, so dass innerhalb des Saugkanals ein Saugstrom erzeugt werden kann, unter dessen Wirkung die schmutzige Flüssigkeit vom Saugkanal über den Saugmund und eine sich daran anschließende Saugleitung in einen Schmutzflüssigkeitsbehälter der Bodenreinigungsmaschine überführt werden kann. Das mindestens eine Abstreifglied und der Träger bilden Begrenzungen des Saugkanals. Zusätzlich kann zur Begrenzung des Saugkanals mindestens eine Begrenzungswand zum Einsatz kommen, die vorzugsweise flexibel ausgestaltet ist und die die Bodenfläche nicht unbedingt kontaktieren muss.
Im Falle, dass der Saugkanal der Schmutzaufnahmevorrichtung über seine gesamte Länge eine konstante Querschnittsfläche aufweist, verringert sich die Geschwindigkeit des den Saugkanal durchströmenden Saugstromes mit zunehmendem Abstand vom Saugmund. Infolgedessen kann Flüssigkeit mit zunehmender Entfernung vom Saugmund immer schlechter aufgenommen wer- den. Um dennoch zu erreichen, dass die aufzunehmende Flüssigkeit über die gesamte Länge des Saugkanals wirkungsvoll aufgenommen werden kann, wird in der US 3,065,490 eine Schmutzaufnahmevorrichtung vorgeschlagen, bei der sich die vom Saugstrom passierbare freie Querschnittsfläche des Saugkanals in einer vom Saugmund wegweisenden Richtung verringert. Die Verrin- gerung der freien Querschnittsfläche resultiert in einer Erhöhung der Geschwindigkeit des Saugstromes, so dass die Flüssigkeit über die gesamte Länge des Saugstromes wirkungsvoll abgesaugt werden kann.
Die Verringerung der freien Querschnittsfläche des Saugkanals wird bei der Schmutzaufnahmevorrichtung gemäß der US 3,065,490 dadurch erzielt, dass der den Saugkanal begrenzende Abschnitt des Trägers auf komplizierte Weise
längs des Saugkanals gekrümmt ist. Dies erfordert eine kostspielige Herstellung des Trägers mittels eines aufwändigen Herstellungsverfahrens.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Schmutzauf- nahmevorrichtung und eine gattungsgemäße Bodenreinigungsmaschine bereitzustellen, die kostengünstiger herstellbar sind.
Diese Aufgabe wird bei einer Schmutzaufnahmevorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch erzielt, dass im Saugkanal mindestens ein Kanalverengungsglied angeordnet ist, das separat vom Träger hergestellt ist.
Mittels des mindestens einen Kanalverengungsgliedes, das im Saugkanal angeordnet ist, wird die freie Querschnittsfläche des Saugkanals zumindest ent- lang eines Kanalabschnitts verringert. Erfindungsgemäß ist es separat vom Träger hergestellt, d. h. es wird nicht in demselben Arbeitsschritt hergestellt wie der Träger. Dies gibt die Möglichkeit, die zur Herstellung des Trägers und des mindestens einen Kanalverengungsgliedes erforderlichen Verfahren getrennt voneinander, auf den Zweck des Trägers bzw. des mindestens einen Kanalverengungsgliedes gerichtet, zu optimieren. Es kann zur Erzielung geringer Herstellungskosten der Schmutzaufnahmevorrichtung beispielsweise vorgesehen sein, dass der Träger und das mindestens eine Kanalverengungsglied mittels unterschiedlicher Herstellungsverfahren und/oder aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sind. Hierbei kann die Wahl des Herstellungsver- fahrens und des Materials für den Träger und das mindestens eine Kanalverengungsglied beispielsweise unter Berücksichtigung der Kosten zur Herstellung der gesamten Schmutzaufnahmevorrichtung und der vom Träger bzw. vom
mindestens einen Kanalverengungsglied jeweils zu erfüllenden Funktion erfolgen.
Es kann vorgesehen sein, dass die freie Querschnittsfläche des Saugkanals mittels des mindestens einen Kanalverengungsgliedes entlang der gesamten Länge des Saugkanals verringert wird. Es ist aber auch möglich, dass die freie Querschnittsfläche des Saugkanals mittels des mindestens einen Kanalverengungsgliedes nur abschnittsweise verringert wird. Insbesondere kann die Schmutzaufnahmevorrichtung mehrere Kanalverengungsglieder aufweisen, die die freie Querschnittsfläche des Saugkanals abschnittsweise verringern.
Günstig ist es, wenn die freie Querschnittsfläche des Saugkanals allein mittels des mindestens einen Kanalverengungsgliedes verringerbar ist. Dies erlaubt es, dem Träger eine einfache Gestalt, insbesondere eine gleichförmige Gestalt zu verleihen. Die Veränderung der freien Querschnittsfläche des Saugkanals entlang des Saugkanals wird dann allein mittels des mindestens einen Kanalverengungsgliedes erzielt.
Vorzugsweise umfasst der Träger einen den Saugkanal begrenzenden Ab- schnitt, der zumindest außerhalb des Saugmundes längs des Saugkanals einen konstanten Querschnitt aufweist. Dies ermöglicht zum einen eine einfache Ausgestaltung des den Saugkanal begrenzenden Trägerabschnitts und begünstigt zum anderen die kostengünstige Herstellung des Trägers insgesamt. Insbesondere erlaubt diese Ausführungsform, die freie Querschnittsfläche des Saugkanals allein mittels des mindestens einen Kanalverengungsgliedes zu verringern.
Besonders vorteilhafterweise weist der Träger zumindest außerhalb des Saugmundes längs des Saugkanals einen konstanten Querschnitt auf. Dadurch ist der Träger günstiger herstellbar. Ein derartiger Träger kann beispielsweise in Form einer Profilleiste ausgebildet sein.
Eine besonders kostengünstige Herstellung des Trägers kann erzielt werden, wenn der Träger durch ein Umformverfahren, insbesondere durch ein Strangpressverfahren, hergestellt ist.
Vorzugsweise ist der Träger aus Metall gefertigt. Dies erlaubt zum Beispiel eine Verarbeitung und Formgebung mittels Umformverfahren, insbesondere Strangpressen. Insbesondere kann der Träger aus kostengünstigem und leicht zu verarbeitendem Aluminium oder einer Aluminiumlegierung gefertigt sein. Darüber hinaus bietet ein aus Metall gefertigter Träger den Vorteil, dass er der Schmutzaufnahmevorrichtung ein hinreichendes Eigengewicht verleiht, so dass das mindestens eine Abstreifglied zum Abstreifen der zu reinigenden Bodenfläche bündig an der Bodenfläche anliegen kann. Eine gesonderte Kraftbeaufschlagung der Schmutzaufnahmevorrichtung, um ein bündiges Anliegen des mindestens einen Abstreifgliedes am Boden zu ermöglichen, kann dadurch entfallen.
Von Vorteil ist es, wenn das mindestens eine Kanalverengungsglied als Kunststoffformteil ausgebildet ist. Dies gibt die Möglichkeit, das mindestens eine Kanalverengungsglied kostengünstig herzustellen. Es kann beispielsweise mittels eines Spritzgussverfahrens hergestellt werden, welches es erlaubt, das mindestens eine Kanalverengungsglied kostengünstig mit gewölbten und ge-
krümmten Oberflächen zu versehen, wie sie zur Führung des Saugstromes durch den Saugkanal vorgesehen sein können.
Eine einfache und kompakte Bauform der erfindungsgemäßen Schmutzauf- nahmevorrichtung wird günstigerweise dadurch erzielt, dass das mindestens eine Kanalverengungsglied am Träger gehalten ist.
Vorteilhafterweise definiert der Träger eine Führung für das mindestens eine Kanalverengungsglied. Dies erleichtert die Anordnung des mindestens einen Kanalverengungsgliedes im Saugkanal und vereinfacht somit den Zusammenbau der Schmutzaufnahmevorrichtung. Die Führung kann beispielsweise als eine längs des Trägers verlaufende Nut ausgebildet sein, in die das mindestens eine Kanalverengungsglied mittels eines leistenförmigen Vorsprungs eingreift. Es kann auch vorgesehen sein, die Führung als Rippe oder Vorsprung auszu- gestalten, die bzw. der vom Kanalverengungsglied umgriffen wird.
Besonders günstig ist es, wenn die Führung als Schwalbenschwanzführung ausgebildet ist. Dies erlaubt es, das mindestens eine Kanalverengungsglied zur Montage auf einfache Weise in den Saugkanal einzuführen und dort zu haltern.
Bevorzugt ist das mindestens eine Kanalverengungsglied mit dem Träger lösbar verbindbar. Bei einer derartig ausgebildeten Schmutzaufnahmevorrichtung können beispielsweise mehrere Kanalverengungsglieder zum Einsatz kommen, die je nach Beschaffenheit der zu reinigenden Bodenfläche unterschiedlich ausgebildet sind. Eine derartige Schmutzaufnahmevorrichtung weist eine hohe Vielseitigkeit auf.
Als günstig hat es sich erwiesen, wenn die vom Saugstrom passierbare freie Querschnittsfläche des Saugkanals mittels des mindestens einen Kanalverengungsgliedes längs des Saugkanals zumindest abschnittsweise kontinuierlich verringerbar ist. Es hat sich gezeigt, dass bei einer kontinuierlichen Verringe- rung der freien Querschnittsfläche des Saugkanals der Saugstrom geringere Strömungsverluste erfährt. Außerdem kann dadurch eine gleichmäßig hohe Strömungsgeschwindigkeit des Saugstroms und damit eine gleichmäßige Transportfähigkeit (Schmutzaufnahmefähigkeit) des Saugstroms erzielt werden. Auf diese Weise lässt sich ein verbessertes Absaugergebnis erzielen.
Vorteilhaftweise begrenzt das mindestens eine Kanalverengungsglied die vom Saugstrom passierbare freie Querschnittsfläche des Saugkanals mittels eines Oberflächenabschnitts zumindest teilweise, dessen Abstand von dem den Saugkanal begrenzenden Abschnitt des Trägers und/oder des mindestens ei- nen Abstreifgliedes sich in einer vom Saugmund wegweisenden Richtung vergrößert. Dadurch, dass sich der Abstand des Oberflächenabschnittes von dem den Saugkanal begrenzenden Abschnitt des Trägers und/oder des mindestens einen Abstreifgliedes vergrößert, ist die Möglichkeit gegeben, die freie Querschnittsfläche des Saugkanals in der vom Saugmund wegweisenden Richtung zu verringern. Entlang des Oberflächenabschnittes kann der Saugstrom mit geringen Strömungsverlusten geführt werden. Die Führung des Saugstromes ist besonders widerstandsarm, wenn sich der Abstand des Oberflächenabschnittes von dem den Saugkanal begrenzenden Abschnitt des Trägers und/oder des mindestens einen Abstreifgliedes kontinuierlich vergrößert.
Als günstig für die Führung des Saugstromes hat es sich in der Praxis ebenfalls erwiesen, wenn das mindestens eine Kanalverengungsglied die vom Saug-
ström passierbare freie Querschnittsfläche des Saugkanals mittels eines Oberflächenabschnitts zumindest teilweise begrenzt, der relativ zu dem den Saugkanal begrenzenden Abschnitt des Trägers und/oder des mindestens einen Abstreifgliedes geneigt ist.
Bevorzugt ist der die freie Querschnittsfläche des Saugkanals zumindest teilweise begrenzende Oberflächenabschnitt des mindestens einen Kanalverengungsglieds von der Rückseite der Vorrichtung zu ihrer Vorderseite, bezogen auf die Hauptbewegungsrichtung der Bodenreinigungsmaschine, von der zu reinigenden Bodenfläche ansteigend ausgebildet. Das bedeutet, dass der Oberflächenabschnitt nahe der Vorderseite der Vorrichtung einen größeren Abstand von der Bodenfläche aufweist als nahe der Rückseite der Vorrichtung. Sofern die Schmutzaufnahmevorrichtung an ihrer Vorderseite ein den Saugkanal begrenzendes Abstreifglied aufweist, ist dadurch die Möglichkeit gegeben, dass sich das Abstreifglied zum wirkungsvollen Abstreifen der Bodenfläche in Richtung der Rückseite der Schmutzaufnahmevorrichtung umbiegen kann.
Vorteilhafterweise ändert sich die Neigung des die freie Querschnittsfläche des Saugkanals zumindest teilweise begrenzenden Oberflächenabschnittes des mindestens einen Kanalverengungsglieds relativ zu dem den Saugkanal begrenzenden Abschnitt des Trägers und/oder zu dem mindestens einen Abstreifglied in einer vom Saugmund wegweisenden Richtung. Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass der Saugstrom auf diese Weise besonders gut geführt werden kann.
Zur Ausbildung eines auf vorteilhafte Weise geführten Saugstromes hat es sich als günstig erwiesen, wenn das mindestens eine Kanalverengungsglied die
vom Saugstrom passierbare freie Querschnittsfläche des Saugkanals mittels eines Oberflächenabschnittes zumindest teilweise begrenzt, der längs des Saugkanals in Richtung auf die zu reinigende Bodenfläche konvex gewölbt ist.
Eine verbesserte Führung des Saugstromes kann zusätzlich dadurch erzielt werden, dass das mindestens eine Kanalverengungsglied an seiner Seite, welche die vom Saugstrom passierbare freie Querschnittsfläche des Saugkanals begrenzt, eine glatte Oberfläche aufweist.
Wie eingangs erwähnt, betrifft die Erfindung auch eine Bodenreinigungsmaschine, umfassend mindestens eine Schmutzaufnahmevorrichtung.
Bei einer derartigen Bodenreinigungsmaschine wird die eingangs genannte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die mindestens eine Schmutz- aufnahmevorrichtung wie vorstehend beschrieben ausgebildet ist.
Die erfindungsgemäße Bodenreinigungsmaschine weist damit die bereits im Zusammenhang mit den voranstehenden Erläuterungen der erfindungsgemäßen Schmutzaufnahmevorrichtung erwähnten Vorteile auf.
Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigen :
Figur 1 : eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Bodenreinigungsmaschine mit einer erfindungsgemäßen Schmutzaufnahmevorrichtung;
Figur 2: eine perspektivische Ansicht der Schmutzaufnahmevorrichtung aus Figur 1 ohne Abstreifglieder;
Figur 3: eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines Kanalverengungsglie- des der Schmutzaufnahmevorrichtung aus Figur 1;
Figur 4: eine Längsschnittansicht der Schmutzaufnahmevorrichtung aus Figur 1;
Figur 5: eine Schnittansicht längs der Linie 5-5 in Figur 4;
Figur 6: eine Schnittansicht längs der Linie 6-6 in Figur 4;
Figur 7: eine Schnittansicht längs der Linie 7-7 in Figur 4 und
Figur 8: eine Schnittansicht längs der Linie 8-8 in Figur 4.
Eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bodenreinigungsmaschine ist in Figur 1 schematisch dargestellt und dort mit dem Be- zugszeichen 10 belegt.
Die Bodenreinigungsmaschine 10 trägt an ihrer Unterseite 12 eine erste Reinigungsvorrichtung 14, welche eine Tellerbürste 16 aufweist, und eine zweite Reinigungsvorrichtung 17, welche einen Bodenreinigungskopf 18 aufweist mit zwei bekannten und in der Zeichnung nicht gezeigten Bürstenwalzen. Die Tellerbürste 16 und der Bodenreinigungskopf 18 können in an sich bekannter und deswegen nicht erläuterter Weise auf eine zu reinigende Bodenfläche 20 abge-
senkt werden. Zur Steigerung der Reinigungswirkung kann Reinigungsflüssigkeit, vorzugsweise Wasser, auf die Bodenfläche 20 aufgebracht werden, um diese von Schmutz zu befreien.
Zum Aufnehmen der schmutzigen Flüssigkeit, d.h. des Gemisches aus dem Schmutz und der Reinigungsflüssigkeit, weist die Bodenreinigungsmaschine 10 an ihrer Rückseite 22 eine bevorzugte Ausführungsform einer nachfolgend erläuterten erfindungsgemäßen Schmutzaufnahmevorrichtung 24 auf, welche im Folgenden vereinfachend als Saugbalken 26 bezeichnet wird.
Mittels des Saugbalkens 26 wird die Flüssigkeit von der Bodenfläche 20 abgesaugt. Hierfür umfasst die Bodenreinigungsmaschine 10 ein an sich bekanntes und in der Zeichnung nicht gezeigtes Saugaggregat zur Unterdruckerzeugung, welches über eine Saugleitung 28 an den Saugbalken 26 angeschlossen ist.
Mittels einer an sich bekannten und deswegen nicht näher erläuterten Befestigungsvorrichtung 30 ist der Saugbalken 26 so an der Bodenreinigungsmaschine 10 beweglich gelagert, dass er von der Bodenfläche 20 angehoben und auf diese abgesenkt werden kann. Ein Paar von am Saugbalken 26 angeord- neten Rollen 32 und 34 kann beim Aufstellen des Saugbalkens 26 auf die Bodenfläche 20 für eine definierte Position des Saugbalkens 26 relativ zu dieser sorgen, wenn dies, beispielsweise bei unebenen Böden, erforderlich ist. Falls der Einsatz der Rollen 32, 34 nicht gewünscht ist, zum Beispiel auf glatten, ebenen Böden, können die Rollen 32, 34 nach oben geklappt werden.
Wie aus Figur 2 und den Schnittdarstellungen der Figuren 4 bis 8 deutlich wird, weist der Saugbalken 26 einen längserstreckten geradlinigen Träger 36
auf. Dieser ist quer zu einer Hauptbewegungsrichtung 37 der Bodenreinigungsmaschine 10 orientiert.
Bei einer andersartigen bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemä- ßen Schmutzaufnahmevorrichtung kann vorgesehen sein, dass der Träger nicht geradlinig sondern gebogen ausgebildet ist.
Der Träger 36 weist eine Vorderseite 38 auf, die der Bodenreinigungsmaschine 10 zugewandt ist, sowie eine Rückseite 40, die der Bodenreinigungsmaschine 10 abgewandt ist. An der Vorderseite 38 und der Rückseite 40 umfasst der Träger 36 sich in Längsrichtung des Trägers 36 erstreckende schlitzförmige Aufnahmen 42 bzw. 44 für ein vorderes Abstreifglied 46 bzw. ein hinteres Abstreifglied 48. In der Figur 2 sind die Abstreifglieder 46 und 48 nicht gezeigt, und in der Figur 4 ist nur das hintere Abstreifglied 48 zu sehen.
Die Abstreifglieder 46 und 48 sowie ein unterer Wandabschnitt 50 des Trägers 36 begrenzen einen sich längs des Trägers 36 erstreckenden Saugkanal 52, der in der Mitte 54 des Trägers 36 in einen Saugmund 56 mündet. Statt des vorderen Abstreifgliedes 48, das den Boden kontaktiert, könnte auch eine vor- zugsweise flexible Begrenzungswand zum Einsatz kommen, die im Betrieb der Bodenreinigungsmaschine 10 einen Spalt zum Boden definiert, den Boden also nicht kontaktiert. Die Begrenzungswand könnte ebenfalls am Träger 36 gehalten sein.
Der Saugmund 56 ist gebildet als Öffnung eines als Hohlkörper ausgestalteten Einlegeteiles 57, welches in einer Durchbrechung 58 in der Mitte 54 des Trägers 36 diesen durchgreifend angeordnet ist. An seinem dem Saugmund 56
entgegengesetzten Ende, nahe der Oberseite 60 des Trägers 36, weist das Einlegeteil 57 einen Rohrstutzen 62 auf, an den die bereits erwähnte Saugleitung 28 angeschlossen ist. Auf diese Weise besteht durch den Saugmund 56, das Einlegeteil 57 und die Saugleitung 28 hindurch eine Strömungsverbindung zwischen dem Saugkanal 52 und dem Saugaggregat der Bodenreinigungsmaschine 10.
Über die bestehende Strömungsverbindung kann die schmutzige Flüssigkeit von der Bodenfläche 20 durch den Saugkanal 52 vom Saugaggregat abge- saugt werden. Mittels der Abstreifglieder 46 und 48 wird die schmutzige Flüssigkeit von der Bodenfläche 20 abgestreift, um sie wirkungsvoll absaugen zu können, so dass die Bodenfläche 20 nach dem Reinigungsvorgang gereinigt und im Wesentlichen trocken ist.
Damit die schmutzige Flüssigkeit in den Saugkanal 52 eindringen kann, weist das vordere Abstreifglied 46 einige in der Zeichnung nicht gezeigte, an sich bekannte und deswegen nicht näher beschriebene vertikale Schlitze auf, zwischen denen die Flüssigkeit in den Saugkanal 52 gelangen kann.
Die Länge der Abstreifglieder 46 und 48 ist derart bemessen, dass sie sich beim Aufstellen des Saugbalkens 26 auf der Bodenfläche 20 entgegen der Fortbewegungsrichtung der Bodenreinigungsmaschine 10 umbiegen können. Dies ist in der Zeichnung nicht gezeigt. Die Bodenfläche 20 kann auf diese Weise besonders wirkungsvoll abgestreift werden.
Der Träger 36 ist mittels eines Umformverfahrens, insbesondere eines Strangpressverfahrens, aus Metall hergestellt, insbesondere aus Aluminium. Dies er-
laubt es, die Herstellungskosten für den Träger 36 gering zu halten. Weiter wirkt sich begünstigend auf die Herstellungskosten des Trägers 36 aus, dass sein Querschnitt längs des Saugkanals 52 außerhalb des Saugmundes 56 konstant ist, denn dies erleichtert die Herstellung des Trägers 36 in Form eines Profilteiles.
An seinen dem Saugmund 56 abgewandten äußeren Endbereichen 66 und 68 umfasst der Saugbalken 26 ein erstes Kanalverengungsglied 70 bzw. ein zweites Kanalverengungsglied 72, welche im Saugkanal 52 angeordnet und am Träger 36 gehalten sind. Die Kanalverengungsglieder 70 und 72 sind symmetrisch zueinander und wirkungsgleich ausgebildet. Zum Erleichtern der Anordnung der Kanalverengungsglieder 70 und 72 im Saugkanal 52 weist der Träger 36 eine Führung 74 auf, die am unteren Wandabschnitt des 50 des Trägers 36 gebildet ist in Form einer sich längs des Trägers 36 erstreckenden schwalbenschwanzförmigen Nut 76. Die Kanalverengungsglieder 70 und 72 weisen jeweils einen korrespondierend zur schwalbenschwanzförmigen Nut 76 ausgebildeten schwalbenschwanzförmigen Vorsprung 78 auf (Figur 3, am Beispiel des ersten Kanalverengungsgliedes 70). Dieser kann in die Nut 76 zur Halterung der Kanalverengungsglieder 70 und 72 am Träger 36 eingeführt werden.
Die Kanalverengungsglieder 70 und 72 sind kostengünstig aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere durch ein Spritzgussverfahren, herstellbar. Sie sind wie nachfolgend beschrieben derart ausgebildet, dass sich die von einem durch den Saugkanal 52 strömenden Saugstrom passierbare freie Querschnittsfläche 80 (Figuren 5 bis 8) in einer vom Saugmund 56 wegweisenden Richtung jeweils entlang eines Kanalabschnitts verringert. Dies gibt die Mög-
lichkeit, eine Geschwindigkeitsverringerung des Saugstroms, die sich bei Fehlen der Kanalverengungsglieder 70 und 72 in Richtung der äußeren Endbereiche 66 und 68 des Saugbalkens 26 ergäbe, zu kompensieren.
Die Kanalverengungsglieder 70 und 72 ermöglichen also durch die Verringerung der freien Querschnittsfläche 80 des Saugkanals 52 an den dem Saugmund 56 abgewandten Endbereichen des Saugkanals 52 eine Erhöhung der Geschwindigkeit des Saugstroms. Dies hat zur Folge, dass die Flüssigkeit über die gesamte Länge des Saugbalkens 26 effektiv abgesaugt werden kann.
Um eine besonders gute Führung des Saugstromes durch den Saugkanal 52 zu ermöglichen, hat es sich als günstig erwiesen, wenn die Kanalverengungsglieder 70 und 72 jeweils einen die freie Querschnittsfläche 80 begrenzenden Oberflächenabschnitt 82 aufweisen, dessen Abstand von dem unteren Wand- abschnitt 50 des Trägers 36 sich in der vom Saugmund 56 wegweisenden
Richtung vergrößert. Dies ist insbesondere in den Figuren 5 bis 8 zu erkennen.
Weiter hat es sich zur Führung des Saugstromes als günstig erwiesen, dass der Oberflächenabschnitt 82 relativ zu den den Saugkanal 52 begrenzenden Abschnitten der Abstreifglieder 46 und 48 sowie relativ zu dem unteren Wandabschnitt 50 des Trägers 36 geneigt ist, wobei sich die Neigung in der vom Saugmund 56 wegweisenden Richtung ändert. Die Neigung des Oberflächenabschnittes 82 ist derart, dass der Oberflächenabschnitt 82 von der Rückseite 40 des Trägers 36 zu dessen Vorderseite 38 und von der Bodenfläche 20 in Richtung des unteren Wandabschnittes 50 des Trägers 36 ansteigend ausgebildet ist. Dadurch kann das vordere Abstreifglied 46 im Betrieb der Bodenreinigungsmaschine 10 so umgebogen werden, dass es nicht am Kanalveren-
gungsglied 70 anliegt und weiterhin ein wirkungsvolles Abstreifen der Bodenfläche 20 mit dem vorderen Abstreifglied 46 erzielt werden kann.
Der Oberflächenabschnitt 82 des Kanalverengungsglieds 70 ist aufgrund der vorstehend beschriebenen Formgebung in Richtung auf die Bodenfläche 20 konvex gewölbt. Wie erwähnt, kann dadurch eine Führung des Saugstromes mit besonders geringen Strömungsverlusten durch die freie Querschnittsfläche 80 des Saugkanals 50 sichergestellt werden. Diese Führung wird durch die glatte Oberfläche des Oberflächenabschnittes 82 begünstigt.
Die Herstellung des Trägers 36 getrennt von den Kanalverengungsgliedern 70 und 72 ermöglicht es, die Herstellungskosten für den Saugbalken 26 und infolgedessen auch für die Bodenreinigungsmaschine 10 gering zu halten. Die Herstellungsverfahren für den Träger 36 und die Kanalverengungsglieder 70 und 72 können unter finanziellen Aspekten, aber auch unter funktionellen Aspekten hinsichtlich der Zwecke des Trägers 36 und der Kanalverengungsglieder 70 und 72 getrennt voneinander optimiert werden.
Begünstigend für die Herstellungskosten des Saugbalkens 26 und der Boden- reinigungsmaschine 10 wirkt sich auch die Tatsache aus, dass die Kanalverengungsglieder 70 und 72 mit dem Träger 36 werkzeuglos verbindbar sind. Es kann vorgesehen sein, dass die Kanalverengungsglieder 70 und 72 vom Träger 36 lösbar und insbesondere werkzeuglos lösbar sind. Dies gibt beispielsweise die Möglichkeit, dass bei dem Saugbalken 26 je nach zu reinigender Bodenflä- che 20 unterschiedliche Kanalverengungsglieder zum Einsatz kommen.