Kennzeichnungsmatte zur Kennzeichnung elektrischer
Bauelemente und Verfahren zur Herstellung einer solchen Kennzeichnungsmatte Die Erfindung betrifft eine Kennzeichnungsmatte zur
Kennzeichnung elektrischer Bauelemente mit mehreren
Kennzeichnungseinheiten, wobei eine Kennzeichnungseinheit einen Quersteg und mehrere an dem Quersteg angeformte
Bezeichnungsschilder aufweist, wobei die
Kennzeichnungseinheiten über einen Rahmen miteinander verbunden sind, wobei an dem Rahmen Führungsmittel zur Führung der Kennzeichnungsmatte in einem Drucker vorgesehen sind. Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Kennzeichnungsmatte zur Kennzeichnung elektrischer Bauelemente mit mehreren Kennzeichnungseinheiten, wobei eine Kennzeichnungseinheit aus einem Quersteg und mehreren an dem Quersteg angeformten Bezeichnungsschildern
ausgebildet wird, wobei die Kennzeichnungseinheiten über einen Rahmen miteinander verbunden werden, wobei an dem Rahmen Führungsmittel zur Führung der Kennzeichnungsmatte in einem Drucker angeordnet werden. Derartige Kennzeichnungseinheiten dienen der Kennzeichnung von elektrischen Bauteilen bzw. Komponenten, wie Klemmen, Steckern, Kabeln, Adern und dergleichen. Eine das jeweilige Bauteil charakterisierende Kennzeichnung wird auf eine Beschriftungsfläche einer Kennzeichnungseinheit
aufgedruckt. Die Kennzeichnungseinheiten werden dabei üblicherweise als Kennzeichnungsmatten aus Kunststoff in einem Spritzgußverfahren hergestellt, so dass eine Vielzahl
BESTÄTIGUNGSKOPIE
von über einen Rahmen zusammenhängenden
Kennzeichnungseinheiten gemeinsam in einem
Beschri tungsgerät, wie einem Drucker, beschriftet werden können .
Die Kennzeichnungseinheiten bzw. die Kennzeichnungsmatten sind dabei üblicherweise aus einem rein teilkristallinen Kunststoff, wie Polyamid, hergestellt. Aus einem
teilkristallinen Kunststoff, wie Polyamid, hergestellte Kennzeichnungseinheiten haben jedoch den Nachteil, dass sie nicht für alle Druckverfahren geeignet sind. Insbesondere sind derartige Kennzeichnungseinheiten nur schwer mittels eines Thermotransferdruckverfahrens und/oder eines
Tintenstrahldruckverfahrens bedruckbar bzw. beschriftbar, da sich aufgrund der Materialeigenschaften eines
teilkristallinen Kunststoffes die Tinte leicht von der beschrifteten Fläche einer derart hergestellten
Kennzeichnungseinheit lösen bzw. abkratzen lässt. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine
Lösung zu schaffen, welche es ermöglicht,
Kennzeichnungseinheiten zur Verfügung zu stellen, welche im Wesentlichen mit allen handelsüblichen Druckverfahren, insbesondere mit einem Thermotransferdruckverfahren
und/oder einem Tintenstrahldruckverfahren, beschriftbar bzw. bedruckbar sind.
Bei einer Kennzeichnungsmatte der eingangs näher
beschriebenen Art erfolgt die Lösung der Aufgabe dadurch, dass die Kennzeichnungsmatte aus einem amorphen Kunststoff ausgebildet ist.
Bei einem Verfahren der eingangs näher beschriebenen Art erfolgt die Lösung der Aufgabe dadurch, dass die
Kennzeichnungsmatte aus einem amorphen Kunststoff
spritzgegossen wird.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass amorphe
Kunststoffe im Gegensatz zu teilkristallinen Kunststoffen eine bessere Beschriftbarkeit bzw. Bedruckbarkeit aufweisen und insbesondere mittels Tintenstrahldruckern und
Thermotransferdruckern bedruckbar sind, ohne dass die
Gefahr besteht, dass die beim Bedrucken aufgebrachte Tinte sich nachher wieder von der Oberfläche der
Kennzeichnungseinheiten bzw. von der Beschriftungsfläche der Kennzeichnungseinheiten löst bzw. lösen lässt.
Kennzeichnungsmatten bzw. Kennzeichnungseinheiten aus einem amorphen Kunststoff sind daher für alle herkömmlichen
Druckverfahren geeignet, so dass die Funktionalität der erfindungsgemäßen Kennzeichnungsmatten bzw.
Kennzeichnungseinheiten gegenüber herkömmlichen
Kennzeichnungsmatten bzw. Kennzeichnungseinheiten
wesentlich verbessert ist. Aus einem amorphen Kunststoff ausgebildete Kennzeichnungsmatten zeichnen sich zudem durch eine gute Formstabilität, einen geringen Volumenschwund und eine geringe Wasseraufnahme auf, wodurch die Bedruckbarkeit weiter verbessert wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der amorphe Kunststoff Polycarbonat (PC), Acrylnitril-Butadien- Styrol (ABS), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polystyrol
(PS), Polyetherimid (PEI), Polyethersulfon (PES),
Polysulfon (PSU), Polyphenylenoxid (PPO), Styrol- Acrylnitril (SAN) oder ein amorph-teilkristallines Blend bzw. wird Polycarbonat (PC), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polystyrol (PS),
Polyetherimid (PEI), Polyethersulfon (PES), Polysulfon (PSU), Polyphenylenoxid (PPO), Styrol-Acrylnitril (SAN) oder ein amorph-teilkristallines Blend als amorpher
Kunststoff verwendet. Anstelle eines rein amorphen
Kunststoffes, wie beispielsweise Polycarbonat, kann somit auch ein Mischkunststoff, d. h. ein amorph-teilkristallines Blend, wie beispielsweise ein Polycarbonat-Blend, bei welchem zumindest einer der enthaltenden Kunststoffe ein amorpher Kunststoff ist, verwendet werden. Ein solches amorph-teilkristallines Blend kann beispielsweise
Polybutylenterephthalat/Polycarbonat (PBT/PC) oder
Polyamid/Acrylnitril-Butadien-Styrol (PA/ABS) sein.
Besonders bevorzugt wird Polycarbonat als amorpher
Kunststoff verwendet, da Polycarbonat eine besonders gute Formstabilität und eine besonders niedrige Wasseraufnahme aufweist .
Die Führungsmittel weisen nach einer bevorzugten
Ausgestaltung der Erfindung mindestens einen Steg zum
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Eingreifen in den Drucker auf, wobei mindestens eine
Seitenfläche des Steges abgeschrägt ausgebildet ist. Der Steg des Führungsmittels dient dazu in eine an dem Drucker vorgesehene Aufnahme eingreifen zu können, um eine gezielte Führung der Kennzeichnungsmatte in dem Drucker realisieren zu können. Der Steg ist vorzugsweise mit einem Ende an dem Rahmen befestigt. Mit seinem dem an dem Rahmen befestigten Ende gegenüberliegenden freien Ende greift der Steg in die
an dem Drucker vorgesehene Aufnahme ein. Um bei der
Herstellung der Kennzeichnungsmatte eine verbesserte und leichtere Entformung insbesondere der Führungsmittel bzw. des Steges aus dem Spritzgießwerkzeug zu realisieren, weist der Steg vorzugsweise an mindestens einer Seitenfläche, bevorzugt im Bereich seines freien Endes, ein Schräge bzw. eine Abschrägung auf, so dass sich die Querschnittsfläche des Steges zum freien Ende hin verkleinert. Bevorzugt ist es vorgesehen, dass die Führungsmittel im Wesentlichen u-förmig ausgebildet sind. Bei einer u- förmigen Ausbildung der Führungsmittel, weist jedes
Führungsmittel zwei Stege auf, welche im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind. Hierdurch kann eine besonders sichere, insbesondere verkipp- und
verdrehsichere, Führung der Kennzeichnungsmatte in dem Drucker gewährleistet werden. Die beiden Stege können an ihrem freien Ende an ihren zueinander gerichteten
Seitenflächen, d. h. an den innerhalb der Ü-Form liegenden Seitenflächen, und/oder an ihren voneinander weggerichteten Seitenflächen, d. h. an den außerhalb der U-Form liegenden Seitenflächen, eine Schräge bzw. eine Abschrägung
aufweisen. Sind an den zueinander gerichteten
innenliegenden Seitenflächen zweier parallel zueinander verlaufender Stege jeweils eine Schräge bzw. eine
Abschrägung vorgesehen, ist die Innenseitenfläche der u- förmigen Ausbildung im Wesentlichen trapezförmig
ausgebildet. Hierdurch wird eine besonders gute
Entformbarkeit der Kennzeichnungsmatte, insbesondere im Bereich der Führungsmittel, erreicht.
Weiter ist es bevorzugt vorgesehen, dass die Führungsmittel entlang ihrer Längserstreckung ein oder mehrere
Ausnehmungen aufweisen. Die Ausnehmungen sind dabei
vorzugsweise an dem Steg oder den Stegen eines
Führungsmittels vorgesehen. Die Ausnehmungen können in Form von Einkerbungen ausgebildet sein, welche zum Transport innerhalb des Druckers, zur Vereinzelung und zur Fixierung dienen können. Ferner können die Ausnehmungen in Form von länglich ausgebildeten Aussparungen ausgebildet sein, wodurch die Enformung der Kennzeichnungsmatte im Bereich der Führungsmittel aus dem Spritzgießwerkzeug erleichtert werden kann und/oder der Verzug der Kennzeichnungsmatte im Bereich der Führungsmittel reduziert werden kann. Um den Verzug weiter reduzieren zu können, ist es nach einer weiter bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass an den Führungsmitteln Versteifungsrippen vorgesehen sind. Die Versteifungsrippen sind vorzugsweise an der in Richtung Kennzeichnungseinheiten gerichteten Seitenfläche der Führungsmittel angeordnet. Hierdurch kann sowohl den Führungsmitteln, insbesondere im Bereich ihrer Stege, als auch dem Rahmen eine höhere Stabilität gegeben werden, wodurch auch die Führung in dem Drucker verbessert werden kann. Die Versteifungsrippen erstrecken sich dabei vorzugsweise in Längsrichtung der Führungsmittel und sind zwischen zwei benachbart zueinander angeordneten
Kennzeichnungseinheiten angeordnet .
Zum Bedrucken der Kennzeichnungsmatte in einem Drucker weisen die Querstege und/oder die Bezeichnungsschilder eine Beschriftungsfläche auf, wobei die Beschriftungsfläche vorzugsweise eine Rauigkeit Ra ^ 0,5 μπι aufweist bzw. mit
einer Rauigkeit Ra ^ 0,5 \i versehen ist. Die Rauigkeit im Bereich der Beschriftungsflächen wird vorzugsweise dadurch erreicht, dass das Spritzgusswerkzeug im Bereich der
Beschrifungsflächen angeraut, zum Beispiel durch
Sandstrahlen, ausgebildet ist, so dass sich diese angeraute Oberfläche des Spritzgusswerkzeuges bzw. der darin
angeordneten Werkzeugeinsätze nach dem Sprit zgießprozess an der Kennzeichnungsmatte im Bereich der Beschriftungsflächen abbilden kann. Durch die entsprechende Rauigkeit der
Beschriftungsfläche kann eine verbesserte Anhaftung der Druckerfarbe, insbesondere der Tinte, an der
Beschriftungsfläche erreicht werden, wodurch die
Bedruckbarkeit weiter gesteigert werden kann. Die Rauigkeit ist dabei jedoch derart fein ausgebildet, dass die
Beschriftungsfläche bevorzugt eben ausgebildet ist. Die Rauigkeit liegt dabei vorzugsweise in einem Bereich
zwischen 0,1 und 0,5 pm, bevorzugt zwischen 0,2 und 0,4 μπι. Um die Bedruckbarkeit weiter zu steigern, weist die
Beschriftungsfläche vorzugsweise zusätzlich eine Welligkeit von Wt ^ 10 μπι, bevorzugt in einem Bereich zwischen 1 μπ\ und 10 μπι, auf.
Um bei der Herstellung der erfindungsgemäßen
Kennzeichnungsmatte einen möglichst geringen Druck auf die Führungsmittel auszuüben, sind die Anspritzpunkte zum
Spritzgießen der Kennzeichnungsmatte an den Querstegen vorgesehen, so dass die Kennzeichnungsmatte an den
Querstegen und nicht im Bereich der Führungsmittel
angespritzt wird. Pro Quersteg können ein oder mehr
Anspritzpunkte vorgesehen sein, wobei es auch möglich ist, dass nicht an jedem an einer Kennzeichnungsmatte
vorgesehenen Quersteg ein Anspritzpunkt vorgesehen ist. Die
Anspritzpunkte sind dabei bevorzugt in der Mitte entlang der Längserstreckung der Querstege vorgesehen, um eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Materials beim
Spritzgießen über die gesamte Fläche der
Kennzeichnungsmatte zu erreichen. Dadurch, dass die
Anspritzung nicht im Bereich der Führungsmittel erfolgt, werden die Führungsmittel entlastet, da ein geringerer Druck auf sie aufgebracht wird, wodurch das anschließende Entformen der Führungsmittel aus dem Spritzgießwerkzeug erleichtert wird.
Nach einer weiter bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass in einem Verbindungsbereich
zwischen einer Kennzeichnungseinheit und dem Rahmen eine Sollbruchstelle vorgesehen ist. Die Sollbruchstelle kann in Form einer Reduzierung des Materials in dem
Verbindungsbereich oder durch eine Perforierung in dem Verbindungsbereich ausgebildet sein. Die Sollbruchstelle ermöglicht ein vereinfachteres Abtrennen einer
Kennzeichnungseinheit von dem Rahmen, nach dem diese beschriftet bzw. bedruckt worden ist.
Weiter ist es vorteilhafterweise vorgesehen, dass an dem Rahmen Steuerlöcher vorgesehen sind. Die Steuerlöcher dienen dazu, die Position, insbesondere die Lagerichtung, der Kennzeichnungsmatte in dem Drucker automatisch erkennen zu können, so dass das Drucklayout durch beispielsweise Drehen des Drucklayouts an die Position bzw. die
Lagerichtung der Kennzeichnungsmatte angepasst werden kann, wodurch die Anzahl von Fehlbeschriftungen bzw. von
Fehldrucken deutlich reduziert werden kann. Vorzugsweise sind entlang der Längsrichtung des Rahmens mehrere
Steuerlöcher in einem bestimmten Abstand zueinander
vorgesehen .
Um eine eindeutige Zuordnung der Kennzeichnungsmatten in einem Drucker zu erreichen, ist es ferner bevorzugt
vorgesehen, dass die Kennzeichnungsmatte mit einer Kennung versehen ist. Die Kennung ist vorzugsweise an dem Rahmen der Kennzeichnungsmatte vorgesehen. Die Kennung kann beispielsweise in Form eines 10-Bit-Codes vorgesehen sein.
Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsform näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische schematische Darstellung
einer erfindungsgemäßen Kennzeichnungsmatte gemäß einer ersten Ausführungsform mit einer Draufsicht auf die Oberseite der Kennzeichnungsmatte;
Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf die Querseite der in Fig. 1 gezeigten Kennzeichnungsmatte gemäß der Erfindung;
Fig. 3 einen Ausschnitt der in Fig. 2 gezeigten
Kennzeichnungsmatte in einer Draufsicht auf die
Querseite, wobei der Rahmen und ein da angeordnetes Führungsmittel der
Kennzeichnungsmatte vergrößert dargestellt sind;
Fig. 4 einen Ausschnitt der in Fig. 1 gezeigten
Kennzeichnungsmatte mit einer Verstärkungsrippe angeordnet an einem Führungsmittel; Fig. 5 eine perspektivische schematische Darstellung
einer erfindungsgemäßen Kennzeichnungsmatte gemäß einer zweiten Ausführungsform mit einer Draufsicht auf die Oberseite der
Kennzeichnungsmatte; und
Fig. 6 eine perspektivische schematische Darstellung
einer erfindungsgemäßen Kennzeichnungsmatte gemäß einer dritten Ausführungsform mit einer Draufsicht auf die Unterseite der
Kennzeichnungsmatte.
Fig. 1 zeigt eine Kennzeichnungsmatte zur Kennzeichnung elektrischer Bauelement gemäß der Erfindung. Die
Kennzeichnungsmatte weist mehrere, in einer Reihe
hintereinander angeordnete Kennzeichnungseinheiten 10 auf, wobei jede Kennzeichnungseinheit einen Quersteg 12 und mehrere an dem Quersteg 12 angeformte Bezeichnungsschilder 14 aufweist. Die in einer Reihe hintereinander angeordneten Kennzeichnungseinheiten 10 sind über einen Rahmen 16, welcher seitlich entlang der Kennzeichnungseinheiten 10 verläuft miteinander verbunden. Der Rahmen 16 ist dabei rechts und links von den Kennzeichnungseinheiten 10 entlang ihrer Querseitenflächen vorgesehen. Zur Führung der
Kennzeichnungsmatte in einem Drucker, in welchem eine
Beschriftung bzw. eine Bedruckung der
Kennzeichnungseinheiten 10 im Bereich ihrer
Beschriftungsflächen 22 erfolgt, sind an dem Rahmen 16
Führungsmittel 18a, 18b vorgesehen, welche, wie in Fig. 2 erkennbar ist, aus jeweils zwei parallel zueinander
angeordneten Stegen 20a, 20b ausgebildet sind, so dass die Führungsmittel 18a, 18b im Wesentlichen u-förmig
ausgebildet sind. An dem Rahmen 16 sind zwei Führungsmittel 18a, 18b angeordnet, wobei ein erstes Führungsmittel 18a links von der Querseite der Kennzeichnungseinheiten 10 an dem Rahmen 16 und ein zweites Führungsmittel 18b rechts von der Querseite der Kennzeichnungseinheiten 10 an dem Rahmen 16 angeordnet ist.
Wie in Fig. 1 gezeigt ist, sind entlang der Stege 20a, 20b mehrere Ausnehmungen 38 in Form von Einkerbungen
vorgesehen. An dem Rahmen 16 sind ferner Steuerungslöcher 24 und Kennungen 26 eingebracht, wobei die Kennung 26 in Form eines 10-Bit-Codes ausgebildet sein kann.
Die Kennzeichnungsmatte ist aus einem amorphen Kunststoff, wie beispielsweise PC, ABS, PMMA, PS, PEI, PES, PSU, PPO, SAN oder einem amorph-teilkristallinen Blend durch ein Spritzgießverfahren hergestellt. Die Anspritzung beim
Spritzgießverfahren erfolgt an dem Quersteg 12 der
Kennzeichnungseinheiten 12, wobei bei der in Fig. 1
gezeigten Ausführungsform der Anspritzpunkt 28 mittig entlang der Längsrichtung der Querstege 12 vorgesehen ist.
Der Kennzeichnungsmatte wird zumindest im Bereich der
Beschriftungsflächen 22 eine Oberflächenrauigkeit von Ra ^ 0,5 μπι, vorzugsweise von Ra = 0,25 μπι, nach dem
Spritzgießen in dem Spritzgusswerkzeug aufgeprägt. Die
Beschriftungsflächen 22 können an dem Quersteg 12 und/oder
den Bezeichnungsschildern 14 einer Kennzeichnungseinheit 10 vorgesehen sein.
Eine vergrößerte Darstellung insbesondere der Stege 20a, 20b des Führungsmittels 18a ist in Fig. 3 gezeigt. Die Stege 20a, 20b sind im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet, wodurch das Führungsmittel 18a eine u-förmige Ausgestaltung in Form einer Kufe aufweist. Die
Seitenflächen 30a, 30b der Stege 20a, 20b sind jeweils mit einer Schräge versehen, wobei bei der hier gezeigten
Ausführungsform die Stege 20a, 20b sowohl an ihrer
Innenseitenfläche 30b als auch an ihrer Außenseitenfläche 30a eine Schräge aufweisen. Die Schräge kann sich über die gesamte Länge einer Seitenfläche 30a, 30b erstrecken oder nur bereichsweise, insbesondere an dem freien Ende 40 der Stege 20a, 20b, vorgesehen sein. Die Schrägen sind derart ausgebildet, dass sich die Querschnittsfläche der Stege 20a, 20b zu ihrem freien Ende 40 hin verkleinert. Die angeschrägt ausgebildeten Seitenflächen 30a, 30b
ermöglichen ein leichteres Entformen der
Kennzeichnungsmatte aus dem Spritzgießwerkzeug im Bereich der Führungsmittel 18a, 18b.
An dem Verbindungsbereich zwischen dem Rahmen 16 und der Kennzeichnungseinheit 10 ist eine Sollbruchstelle 32 in Form einer Materialreduzierung ausgebildet.
Um die Stabilität der Führungsmittel 18a, 18b zu erhöhen und den Verzug zu reduzieren, können, wie in Fig. 4 gezeigt ist, an dem Führungsmittel 18a, 18b, wobei hier nur das
Führungsmittel 18a gezeigt ist, insbesondere im Bereich der Stege 20b, welche angrenzend zu den Kennzeichnungseinheiten
10 an dem Führungsmittel 18a, 18b bzw. dem Rahmen 16 angeordnet sind, Versteifungsrippen 34 vorgesehen sein, welche in Form eines länglich ausgebildeten Steges
ausgebildet sind und sich in Längsrichtung der
Kennzeichnungsmatte erstrecken. Die Versteifungsrrippen 34 sind zwischen zwei Kennzeichnungseinheiten 10 an dem
Führungsmittel 18a, 18b vorgesehen.
Fig. 5 zeigt eine zweite mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kennzeichnungsmatte, wobei die hier gezeigte Ausführungsform im Wesentlichen der in Fig. 1 gezeigten Kennzeichnungsmatte entspricht. Die beiden
Unterschiede zwischen der hier und in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform sind lediglich, dass bei der in Fig. 5 gezeigten Kennzeichnungsmatte pro Quersteg 12 zwei
Anspritzpunkte 28 vorgesehen sind. Die Anzahl der
Anspritzpunkte 28 ist abhängig von der Größe der
Kennzeichnungsmatte und der Bezeichnungsschilder. Ferner sind bei der in Fig. 5 gezeigten Kennzeichnungsmatte an dem hier sichtbaren Führungsmittel 18b zusätzlich zu den in Form von Einkerbungen ausgebildeten Ausnehmungen 38
Ausnehmungen 36 in Form von länglichen Aussparungen an dem hier sichtbaren Führungsmittel 18b bzw. dem Steg 20b des Führungsmittels 18b vorgesehen.
Fig. 6 zeigt eine dritte mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kennzeichnungsmatte, welche im
Wesentlichen der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform entspricht, wobei in Fig. 6 die Möglichkeit gezeigt ist, dass an zwei im Wesentlichen parallel zueinander
verlaufenden Stegen 20a, 20b eines Führungsmittels 18a, 18b unterschiedlich ausgebildete Ausnehmungen 36, 38 vorgesehen
sein können, so dass die Ausnehmungen 36, 38 an dem einen Steg 20a nicht identisch zu den Ausnehmungen 36, 38 an dem anderen Steg 20b eines Führungsmittels 18a, 18b ausgebildet sein müssen, wobei in Fig. 6 lediglich Ausnehmungen in Form von Einkerbungen gezeigt sind. Bei der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform sind an dem Steg 20b der Führungsmittel 18a, 18b eine größere Anzahl an in Form von Einkerbungen vorgesehenen Ausnehmungen 38 ausgebildet als an dem Steg 20a der Führungsmittel 18a, 18b.
Bezugszeichenliste
Kennzelchnungseιnhe Quersteg
Bezeichnungsschild
Rahmen
Führungsmittel Steg
Beschriftungsfläche
Steuerloch
Kennung
Anspritzpunkt
Seitenfläche
Sollbruchstelle
Versteifungsrippe
Ausnehmung
Ausnehmung
Freies Ende