Extrakte aus Eugenia uniflora
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Extrakten von Pflanzenteilen von Eugenia uniflora zur Aufhellung der Haut, sowie kosmetische Zubereitungen enthaltend diese Extrakte und ein Verfahren zur Herstellung solcher Zubereitungen.
Haut- und Haarfarbe sind von Gehalt, Größe, Verteilung und Typ des stickstoffhaltigen, dunklen Farbstoffs Melanin abhängig, das in den zur Melaninbildung befähigten Zellen (Melanozyten) produziert wird.
Ausgehend von Tyrosin und mithilfe von verschiedenen Melanozyten- spezifischen Enzymen, wie z.B. Tyrosinase oder Tyrosinase-verwandten Proteinen, wird Melanin innerhalb der Melanozyten synthetisiert.
Anschließend wird das Melanin in Form sogenannter Melanosomen zu den Keratinozyten transferiert. Obwohl das Melanin in der Haut einen
geeigneten Schutz gegen UV-Strahlung darstellt, kann dunklere oder überpigmentierte Haut die Schönheit beeinflussen und zu ernsthaften ästhetischen Problemen führen. Hyperpigmentierte Hautpartien oder Läsionen enthalten Melasma (auch Chloasma genannt), d.h. unregelmäßig gestaltete gelblich-braune Flecken.
Generell unterscheidet man bei Pigmentflecken zwischen Sommersprossen (Epheliden), Altersflecken (Lentigines), sogenannten Alterswarzen
(Verrucae seborrhoicea) und einer Hyperpigmentierung (z.B. Chloasma oder Melasma). Zu Sommersprossen neigen vor allem Menschen des Hauttyps I, d.h. mit sehr heller Haut und rötlichen Haaren.
Hyperpigmentierung (Chloasma) findet man hingegen häufig bei jenen Frauen, die regelmäßig ihrem Körper Östrogene zuführen. Sehr häufig spielt die Sonne eine wichtige Rolle. Vorbeugen kann man vor allem durch regelmäßigen Sonnenschutz mit einem hohen Lichtschutzfaktor. Um unschöne Pigmentflecken zu entfernen, bieten sich verschiedene
Möglichkeiten wie Laser, Dermabrasio oder andere elektrochirurgische
Verfahren sowie sogenannte Bleichcremes an. Letztere Alternative hat den Vorteil, dass sie für den Patienten wesentlich kostengünstiger als die elektrochirurgischen Verfahren ist. Außerdem ist die Anwendung einfacher und angenehmer.
Eine große Zahl von Verbindungen mit hautaufhellender Wirkung zur Behandlung von Pigmentflecken ist auf dem Markt verfügbar. Unter anderem sind dies Verbindungen, wie z.B. Hydrochinon (1 ,4- Dihydroxybenzol), Kojisäure, Arbutin, Aloesin, Niacinamid, Vitamin C oder Rucinol, die die Melaninproduktion in der Haut unterbinden. Auch
Pflanzenextrakte wie z.B. aus Morus alba oder Phyllanthus emblica finden, vor allem im südostasiatischen Raum, Anwendung zur Aufhellung des Hautteints.
Dies kann unter Nutzung verschiedener Mechanismen geschehen.
Meistens verzögern hautaufhellende Substanzen jedoch die Umwandlung von Tyrosin in Melanin durch Blockade des Enzyms Tyrosinase. Diese bekannten Verbindungen haben jedoch eine Reihe von Nachteilen, wie z.B. geringe Depigmentierungs-Effizienz, Nebenwirkungen wie Hautirritationen oder Hautexfoliation (Hautabschälung), Zellschädigungen, geringe
Hautdurchdringung oder geringe Haltbarkeit bzw. Stabilität der
Formulierungen. Daher ist ein Bedürfnis nach neuen sicheren
Hautaufhellern mit höherer Effektivität und guten
Formulierungseigenschaften vorhanden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die im Stand der Technik aufgezeigten Nachteile zu überwinden und wirksame Alternativen zu entwickeln, die eine effektive Fähigkeit zur Hautaufhellung besitzen - mit dem Ziel, die kosmetische Wirksamkeit bei gleichzeitiger Verringerung der Nebenwirkungen zu verbessern.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass Extrakte aus
Pflanzenteilen von Eugenia uniflora eine hohe hautaufhellende Wirkung besitzen. Eugenia uniflora ist ein Strauch mit essbaren Früchten, der im
Gartenhandel kommerziell erhältlich ist. Auszüge der Blätter werden aufgrund ihres Gehalts an ätherischen Ölen als Duftstoffe verwendet.
Dass Extrakte aus Eugenia uniflora eine hautaufhellende Wirkung besitzen, ist im Stand der Technik nicht bekannt.
JP 05-155750 A beschreibt die Verwendung von Extrakten aus Eugenia jambolana zur Hautaufhellung. Ausgehend von diesem Dokument ist jedoch die Verwendung von Eugenia un/ /ora-Extrakten zur Hautaufhellung nicht nahegelegt, da Spezies der gleichen Gattung nicht notwendigerweise die gleichen Inhaltsstoffe enthalten und damit auch nicht die gleiche
Wirkung zeigen müssen. So enthält Eugenia jambolana beispielsweise Eugenin (Segupta et al. 1965, Journal of the Indian Chemical Society 42: 255-258), welches für seine inhibierende Wirkung der Melaninsynthese bekannt ist (JP 05-301813 A), weshalb die hautaufhellende Aktivität von Eugenia jambolana durch die Anwesenheit von Eugenin erklärt werden kann. Im Gegensatz hierzu konnte diese Substanz in Eugenia uniflora- Extrakten nicht nachgewiesen werden (siehe Beispiel 3), weshalb die hautaufhellende Wirkung von Extrakten aus Eugenia uniflora besonders überraschend ist.
Ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die
Verwendung eines Extrakts aus Pflanzenteilen von Eugenia uniflora zur Aufhellung der Haut.
Erfindungsgemäß besitzen die Extrakte aus Pflanzenteilen von Eugenia uniflora bei guter Verträglichkeit gleichzeitig wertvolle kosmetische
und/oder pharmakologische Eigenschaften, indem die Aufhellung der Haut mit einem relativen Melaningehalt von kleiner als 90 % einhergeht, vorzugsweise kleiner als 80 %, besonders bevorzugt kleiner als 70 %. Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die
Verwendung eines Extrakts aus Pflanzenteilen von Eugenia uniflora zur Hemmung von Tyrosinase. Die Hemmung von Tyrosinase kann auch in- vitro erfolgen. Der Begriff„Hemmung" bezieht sich auf jede Verringerung der Aktivität, die auf der Wirkung des spezifischen erfindungsgemäßen Extrakts basiert und durch eine Erkennung, Bindung und Blockierung der Zielmoleküle ermöglicht wird.
Die vorgenannte Verwendung des Extraktes kann in in-vitro oder in-vivo Modellen geschehen. Die Suszeptibilität einer bestimmten Zelle gegenüber der Behandlung mit dem Extrakt kann durch Testen in-vitro bestimmt werden. Typischerweise wird eine Kultur der Zelle mit dem
erfindungsgemäßen Extrakt bei verschiedenen Konzentrationen für eine Zeitdauer inkubiert, die ausreicht, um den aktiven Mitteln zu ermöglichen, die Synthese von Melanin zu inhibieren, gewöhnlich zwischen ungefähr einer Stunde und einer Woche. Zum Testen in-vitro können kultivierte
Zellen aus einer Biopsieprobe verwendet werden. Die Menge des nach der Behandlung zurückbleibenden Melanins in den Zellen wird dann bestimmt. Die Verwendung in-vitro erfolgt insbesondere an Proben von
Säugerspezies, die an Pigmentstörungen der Haut leiden. Der Wirt oder Patient kann jeglicher Säugerspezies angehören, z. B. einer
Primatenspezies, insbesondere Menschen, aber auch Nagetieren
(einschließlich Mäusen, Ratten und Hamstern), Kaninchen, Pferden, Rindern, Hunden, Katzen usw. Die in-vivo Dosis des Extrakts wird vorteilhaft auf die Suszeptibilität der
Tyrosinase und/oder Schwere der Pigmentstörung des Patienten mit Blick auf die in-vitro Daten abgestimmt, wodurch die Wirksamkeit merklich erhöht
ist. Typischerweise ist eine kosmetische Dosis ausreichend, um die unerwünschte Melaninmenge im Zielgewebe erheblich zu vermindern, während die Lebensqualität des Patienten aufrechterhalten und schließlich verbessert wird.
Die Verwendung wird im Allgemeinen fortgesetzt, bis eine erhebliche Verringerung der Tyrosinase-Aktivität und Melaninproduktion vorliegt, z.B. mindestens ca. 10 % Verminderung des Melaningehalts und kann fortgesetzt werden, bis im Wesentlichen keine unerwünschte
Überproduktion von Melanin mehr nachgewiesen wird. Es versteht sich dabei, dass eine Hautaufhellung eine wiederholte oder andauernde
Behandlung darstellt, da nach Absetzen der Präparate die normale
Melaninsyntheserate wieder aufgenommen wird. Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung eines Extrakts aus Pflanzenteilen von Eugenia uniflora zur Prophylaxe, Behandlung und/oder Verlaufskontrolle von Pigmentstörungen der Haut. Erfindungsgemäß sind Extrakte aus Pflanzenteilen von Eugenia uniflora zur Verwendung in der Prophylaxe, Behandlung und/oder Verlaufskontrolle von Pigmentstörungen geeignet, die aus der Gruppe von Hyperpigmentierung, Sommersprossen, Altersflecken und Sonnenflecken ausgewählt sind. Die Verwendung der Extrakte aus Pflanzenteilen von Eugenia uniflora kann demnach kosmetischer oder pharmazeutischer, insbesondere
dermatologischer, Natur sein. Bevorzugt handelt es sich um eine
kosmetische Verwendung, besonders bevorzugt um eine nichttherapeutische kosmetische Verwendung.
Prinzipiell können alle oberirdischen Teile der Pflanze für den Extrakt genutzt werden, zum Beispiel die Blätter, Blüten oder Früchte. Bevorzugt eingesetzte Pflanzenteile sind die Blätter. Der Pflanzenextrakt aus Eugenia uniflora kann nach dem Fachmann bekannten Methoden hergestellt werden. Ein für die erfindungsgemäße Verwendung besonders gut geeigneter Pflanzenextrakt wird wie folgt hergestellt:
a) Extraktion der Pflanzenteile von Eugenia uniflora mithilfe eines
Lösungsmittels und
b) Entfernen des Lösungsmittels.
Die Pflanzenteile können direkt zur Extraktion gemäß Schritt a) eingesetzt werden. Typischerweise werden die Pflanzenteile jedoch zunächst getrocknet und zerkleinert.
Die Trocknung kann beispielsweise an der Luft oder bevorzugt in einem Vakuumtrockenschrank bei erhöhter Temperatur, bevorzugt zwischen 30 und 50°C, besonders bevorzugt bei etwa 40°C erfolgen.
Das Zerkleinern kann mittels gängiger Methode, beispielsweise mithilfe von Schneidwerkzeugen wie Messern oder Scheren oder mithilfe eines
Mixgeräts erfolgen.
Anschließend werden die Pflanzenteile extrahiert. Die Extraktion wird mithilfe von Methoden durchgeführt, die dem Fachmann bekannt sind. Dafür werden die Pflanzenteile mit einem Lösungsmittel versetzt.
Bevorzugt wird ein Lösungsmittel ausgewählt aus Wasser, organischen Lösungsmitteln oder Mischungen hiervon eingesetzt. Beispiele für organische Lösungsmittel sind Methanol, Ethanol, 1-Propanol, 2-Propanol, Acetonitril, Aceton oder Ethylacetat.
Lösungsmittel-Mischungen aus Wasser und organischen Lösungsmitteln enthalten bevorzugt 10-90 Vol.-% Wasser, besonders bevorzugt 30-70 Vol.-% Wasser.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das Lösungsmittel ausgewählt aus Wasser oder Alkohol, bevorzugt Ethanol. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird Wasser als
Lösungsmittel verwendet.
Die Extraktion wird typischerweise bei Temperaturen zwischen 20 und 90°C durchgeführt, bevorzugt zwischen 50 und 90°C, besonders bevorzugt bei 70°C.
In Schritt b) wird das Lösungsmittel entfernt. Dies erfolgt typischerweise durch Filtration.
Optional kann der erhaltene Extrakt anschließend in einem Schritt c) aufkonzentriert und/oder getrocknet werden.
Dies kann mit dem Fachmann gängigen Methoden erfolgen. Die
Aufkonzentration erfolgt beispielsweise unter Verwendung eines
Rotationsverdampfers oder eines Fallfilmverdampfers, und kann auch unter reduziertem Druck erfolgen. Die Trocknung des Extrakts kann
beispielsweise mithilfe von Sprühtrocknung oder Gefriertrocknung erfolgen. Bevorzugt wird der Extrakt dabei komplett zur Gewichtskonstanz
getrocknet.
Es wird vermutet, dass die hohe Hautaufhellungsaktivität der
erfindungsgemäßen Extrakte, ohne an diese Theorie gebunden zu sein, auf eine Kombination verschiedener aktiver Komponenten in den Extrakten zurückzuführen ist. Die hautaufhellende Wirkung des Extrakts ist dabei besonders gut, wenn er nach der oben beschriebenen Methode und insbesondere nach ihren bevorzugten Ausführungsformen hergestellt wird.
Eine weitere Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung betrifft die oben beschriebene Verwendung von Extrakten aus Pflanzenteilen von Eugenia uniflora in Kombination mit mindestens einem weiteren Wirkstoff, der bevorzugt aus der Gruppe von Antioxidantien, Vitaminen, UV-Filtern, hautaufhellenden Wirkstoffen, selbstbräunenden Wirkstoffen, antiinflammatorischen Agenzien, antimikrobiellen Wirkstoffen,
hautfeuchteverbessernden Wirkstoffen, alterungshemmenden Wirkstoffen (Anti-Ageing-Wirkstoffen) und Anti-Cellulite-Wirkstoffen ausgewählt ist. Bevorzugt ist die Verwendung in Kombination mit mindestens einem oder mehreren UV-Filtern oder mindestens einem weiteren Wirkstoff oder Extrakt mit einer hautaufhellenden Aktivität.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Zubereitung enthaltend ein Extrakt aus Pflanzenteilen von Eugenia uniflora und ein oder mehrere UV-Filter.
Ebenso Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Zubereitung enthaltend einen Extrakt aus Eugenia uniflora und mindestens einen weiteren Wirkstoff oder Extrakt mit einer hautaufhellenden Aktivität.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird neben dem Begriff„Zubereitung" gleichbedeutend auch der Begriff„Mittel",„Zusammensetzung" oder „Formulierung" verwendet. Bei den Zubereitungen handelt es sich dabei üblicherweise um topisch anwendbare Zubereitungen, wie z.B. kosmetische oder dermatologische Formulierungen oder Medizinprodukte. Topisch anwendbar bedeutet im Sinne der Erfindung, dass die Zubereitung äußerlich und örtlich
angewendet wird, d.h. dass die Zubereitung beispielsweise geeignet sein muss, um auf die Haut aufgetragen werden zu können. Die Zubereitungen enthalten in diesem Fall einen kosmetisch, pharmazeutisch oder
dermatologisch geeigneten Träger und je nach gewünschtem
Eigenschaftsprofil optional weitere geeignete Inhaltsstoffe. Bevorzugt werden die topischen Zubereitungen als kosmetische oder dermatologische Zubereitung eingesetzt, insbesondere bevorzugt als kosmetische
Zubereitung.
Die Zubereitungen können die vor- und/oder nachstehend genannten notwendigen oder optionalen Bestandteile umfassen oder enthalten, daraus im Wesentlichen oder daraus bestehen. Alle Verbindungen oder
Komponenten, die in den Zubereitungen verwendet werden können, sind entweder bekannt und käuflich erwerbbar oder können nach bekannten Verfahren synthetisiert werden.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen enthalten bevorzugt 0,01 bis 99 Gew.% des Extrakts aus Eugenia uniflora, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung. Bevorzugt wird eine Menge von 0,05 bis 30 Gew.% eingesetzt, besonders bevorzugt von 0, 1 bis 10 Gew.%. Dabei bereitet es dem Fachmann keinerlei Schwierigkeiten die Mengen abhängig von der beabsichtigten Wirkung der Zubereitung entsprechend auszuwählen. Prinzipiell können alle UV-Filter in den erfindungsgemäßen Zubereitungen eingesetzt werden. Besonders bevorzugt sind solche UV-Filter, deren physiologische Unbedenklichkeit bereits nachgewiesen ist. Sowohl für UVA- wie auch UVB-Filter gibt es viele aus der Fachliteratur bekannte und bewährte Substanzen. Die in den nachfolgenden Listen aufgeführten Verbindungen sind nur als Beispiele aufzufassen. Selbstverständlich können auch andere UV-Filter verwendet werden.
Bevorzugte Zubereitungen können organische UV-Filter enthalten, sogenannte hydrophile oder lipophile Sonnenschutzfilter, die im UVA- Bereich und/oder UVB-Bereich und/oder IR- und/oder VIS-Bereich
(Absorber) wirksam sind. Diese Substanzen können insbesondere unter p- Aminobenzoesäurederivaten, Salicylsäurederivaten, ß,ß-Diphenylacrylatde-
rivaten, Campherderivaten, Triazinderivaten, Zimtsäurederivaten sowie polymeren Filtern und Siliconfiltern, die in der Anmeldung WO 93/04665 beschrieben sind, ausgewählt sein. Weitere Beispiele für organische Filter sind in der Patentanmeldung EP-A 0 487404 angegeben. Im Folgenden werden die genannten UV-Filter meist nach der INCI-Nomenklatur benannt.
Insbesondere für eine Kombination geeignet sind: para-Aminobenzoesäure und deren Derivate: PABA, Ethyl PABA, Ethyl dihydroxypropyl PABA, Ethylhexyl dimethyl PABA, z.B. vetrieben unter dem Namen "Escalol 507" von der Fa. ISP, Glyceryl PABA, PEG-25 PABA, z.B. vertrieben unter dem Namen "Uvinul P25" von der Fa. BASF.
Salicylate: Homosalate, vertrieben unter dem Namen "Eusolex HMS" von der Fa. Merck; Ethylhexyl salicylate, z.B. vertrieben unter dem Namen "Neo Heliopan OS" von der Fa. Symrise; Dipropylene glycol salicylate, z.B.
vertrieben unter dem Namen "Dipsal" von der Fa. Scher; TEA salicylate, z.B. vertrieben unter dem Namen "Neo Heliopan TS" von der Fa. Symrise. β,β-Diphenylacrylate Derivate: Octocrylene, z.B. vertrieben unter dem
Namen„Eusolex® OCR" von der Firma Merck; "Uvinul N539" von der Fa. BASF; Etocrylene, z.B. vertrieben unter dem Namen "Uvinul N35" von der Fa. BASF. Benzophenon Derivate: Benzophenon-1 , z.B. vertrieben unter dem Namen "Uvinul 400"; Benzophenon-2, z.B. vertrieben unter dem Namen "Uvinul D50"; Benzophenon-3 oder Oxybenzon, z.B. vertrieben unter dem Namen "Uvinul M40"; Benzophenon-4, z.B. vertrieben unter dem Namen "Uvinul MS40"; Benzophenon-9, z.B. vertrieben unter dem Namen "Uvinul DS-49" von der Fa. BASF; Benzophenon-5, Benzophenon-6, z.B. vertrieben unter dem Namen "Helisorb 11" von der Fa. Norquay; Benzophenon-8, z.B.
vertrieben unter dem Namen "Spectra-Sorb UV-24" von der Fa. American
Cyanamid; Benzophenon-12 n-hexyl 2-(4-diethylamino-2-hydroxybenzoyl) benzoate oder 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, vertrieben von der Fa. Merck, Darmstadt, unter dem Namen Eusolex® 4360. Benzylidencampher Derivate: 3-Benzylidencamphor, z.B. vertrieben unter dem Namen "Mexoryl SD" von der Fa. Chimex; 4-Methylbenzyliden- camphor, z.B. vertrieben unter dem Namen "Eusolex 6300" von der Fa. Merck; Benzylidencamphorsulfonsäure, z.B. vertrieben unter dem Namen "Mexoryl SL" von der Fa. Chimex; Camphor benzalkonium methosulfate, z.B. vertrieben unter dem Namen "Mexoryl SO" von der Fa. Chimex;
Terephthalylidendicamphorsulfonsäure, z.B. vertrieben unter dem Namen "Mexoryl SX" von der Fa Chimex; Polyacrylamidomethylbenzyliden- camphor, vertrieben unter dem Namen "Mexoryl SW" von der Fa. Chimex. Phenylbenzimidazol Derivate: Phenylbenzimidazolsulfonsäure, z.B.
vertrieben unter dem Namen "Eusolex 232" von der Fa. Merck; Dinatrium phenyl dibenzimidazole tetrasulfonat, z.B. vertrieben unter dem Namen "Neo Heliopan AP" von der Fa. Symrise. Phenylbenzotriazol Derivate: Drometrizol trisiloxane, z.B. vertrieben unter dem Namen "Silatrizole" von der Fa. Rhodia Chimie; Methylenebis(benzo- triazolyl)tetramethylbutylphenol in fester Form, z.B. vertrieben unter dem Namen "MIXXIM BB/100" von der Fa. Fairmount Chemical, oder in mikronisierter Form als wässrige Dispersion, z.B. vertrieben unter dem Namen "Tinosorb M" von der Fa. BASF.
Triazin Derivate: Ethylhexyltriazone, z.B. vertrieben unter dem Namen "Uvinul T150" von der Fa. BASF; Diethylhexylbutamidotriazone, z.B.
vertrieben unter dem Namen "Uvasorb HEB" von der Fa. Sigma 3V; 2,4,6- tris(diisobutyl 4'-aminobenzalmalonate)-s-triazine oder 2,4,6-Tris-(biphenyl)- 1 ,3,5-triazine, vertrieben als Tinosorb A2B von der Fa. BASF; 2,2'-[6-(4- methoxyphenyl)-1 ,3,5-triazine-2,4-diyl]bis[5-(2-ethylhexyl)oxy]-phenol,
vertrieben als Tinosorb S von der Fa. BASF; N2,N4-bis[4-[5-(1 ,1- dimethylpropyl)-2-benzoxazolyl]phenyl]-N6-(2-ethylhexyl)-1 ,3,5-triazin- 2,4,6-triamin, vertrieben als Uvasorb K 2A von der Fa. Sigma 3V,
Bis(butylbenzoate) diaminotriazine aminopropyltrisiloxane (Mexoryl SBS).
Anthranilin Derivate: Menthyl anthranilate, z.B. vertrieben unter dem
Namen "Neo Heliopan MA" von der Fa. Symrise.
Imidazol Derivate: Ethylhexyldimethoxybenzylidenedioxoimidazoline propionat.
Benzalmalonat Derivate: Polyorganosiloxane enthaltend funktionelle Benzalmalonat-Gruppen, wie z.B. Polysilicone-15, z.B. vertrieben unter dem Namen "Parsol SLX" von der Hoffmann LaRoche.
4,4-Diarylbutadien Derivate: 1 ,1-Dicarboxy(2,2'-dimethylpropyl)-4,4- diphenylbutadiene.
Benzoxazol Derivate: 2,4-bis[5-(1-dimethylpropyl)benzoxazol-2-yl(4-phenyl) imino]-6-(2-ethylhexyl)imino-1 ,3,5-triazine, z.B. vertrieben unter dem
Namen Uvasorb K2A von der Fa. Sigma 3V und Mischungen dieses enthaltend.
Piperazinderivate wie beispielsweise die Verbindung
oder die UV-Filter der fol enden Strukturen
Es können auch UV-Filter auf Basis von Polysiloxancopolymeren mit einer statistischen Verteilung gemäß nachfolgender Formel verwendet werden, wobei z.B. a = 1 2; b= 58 und c=2,8 sind:
Geeignete organische UV-schützende Substanzen sind bevorzugt aus der folgenden Liste auszuwählen: Ethylhexyl salicylate,
Phenylbenzimidazolsulfonsäure, Benzophenon-3, Benzophenon-4, Benzophenon-5, n-Hexyl 2-(4-diethylamino-2-hydroxybenzoyl)benzoate, 4- Methylbenzylidencamphor, Terephthalylidendicamphorsulfonsäure, Dinatrium phenyldibenzimidazoltetrasulfonat,
Methylenbis(benzotriazolyl)tetramethylbutylphenol, Ethylhexyltriazone, Diethylhexylbutamidotriazone, Drometrizole trisiloxane, Polysilicone-15, 1 , 1 -Dicarboxy(2,2'-dimethylpropyl)-4,4-diphenylbutadiene, 2,4-Bis[5-1
(dimethylpropyl)-benzoxazol-2-yl(4-phenyl) imino]-6-(2-ethylhexyl)imino- 1 ,3,5-triazine und Mischungen davon.
Diese organischen UV-Filter werden in der Regel in einer Menge von 0,01 bis 20 Gewichtsprozent, vorzugsweise 1 bis 20 Gew.-%, in Formulierungen eingearbeitet.
Die Zubereitungen können neben dem Extrakt sowie den gegebenenfalls organischen UV-Filtern, wie zuvor beschrieben, weitere anorganische UV- Filter, sogenannte partikuläre UV-Filter enthalten. Diese Kombinationen mit partikulären UV-Filtern sind sowohl als Pulver als auch als Dispersion oder Paste der folgenden Typen möglich.
Hierbei sind sowohl solche aus der Gruppe der Titandioxide, wie z.B.
beschichtetes Titandioxid (z.B. Eusolex® T-2000, Eusolex® T-AQUA, Eusolex®T-AVO, Eusolex® T-OLEO), Zinkoxide (z.B. Sachtotec®),
Eisenoxide oder auch Ceroxide und/oder Zirkonoxide bevorzugt.
Ferner sind auch Kombinationen mit pigmentärem Titandixoxid oder Zinkoxid möglich, wobei die Partikelgröße dieser Pigmente größer oder gleich 200 nm ist, beispielsweise Hombitan® FG oder Hombitan® FF- Pharma.
Weiter kann es bevorzugt sein, wenn die Zubereitungen anorganische UV- Filter enthalten, die mit üblichen Methoden, wie beispielsweise in
Cosmetics & Toiletries 1990, 105, 53 beschrieben, nachbehandelt wurden. Hierbei können eine oder mehrere der folgenden
Nachbehandlungskomponenten gewählt sein: Aminosäuren, Bienenwachs, Fettsäuren, Fettsäurealkohole, anionische Tenside, Lecithin,
Phospholipide, Natrium-, Kalium-, Zink-, Eisen- oder Aluminiumsalze von Fettsäuren, Polyethylene, Silikone, Proteine (besonders Collagen oder
Elastin) , Alkanolamine, Siliciumdioxid, Aluminiumoxid, weitere Metalloxide, Phosphate, wie Natriumhexametaphosphat oder Glycerin.
Bevorzugt eingesetzte partikuläre UV-Filter sind dabei:
- unbehandelte Titandioxide wie z.B. die Produkte Microtitanium Dioxide MT 500 B der Fa. Tayca; Titandioxd P25 der Fa. Degussa,
- Nachbehandelte mikronisierte Titandioxide mit Aluminiumoxid und
Siliciumdioxid Nachbahandlung wie z.B. das Produkt„Microtitanium Dioxide MT 100 SA der Tayca; oder das Produkt„Tioveil Fin" der Fa. Uniqema,
- Nachbehandelte mikronisierte Titandioxide mit Aluminiumoxid und/oder Aluminiumstearate/Iaurate Nachbehandlung wie z.B. Microtitanium Dioxide MT 100 T der Fa. Tayca, Eusolex T-2000 der Firma Merck,
- Nachbehandelte mikronisierte Titandioxide mit Eisenoxid und/oder
Eisenstearate Nachbehandlung wie z.B. das Produkt„Microtitanium
Dioxide MT 100 F" der Fa. Tayca,
- Nachbehandelte mikronisierte Titandioxide mit Siliciumdioxide,
Aluminiumoxid und Silicon Nachbehandlung wie z.B. das Produkt "Microtitanium Dioxide MT 100 SAS",der Fa. Tayca,
- Nachbehandelte mikronisierte Titandioxide mit
Natrumhexameta-'phosphate, wie z.B. das Produkt "Microtitanium
Dioxide MT 150 W" der Fa. Tayca.
Die zur Kombination eingesetzten behandelten mikronisierten Titandioxide können auch nachbehandelt sein mit:
- Octyltrimethoxysilane; wie z.B. das Produkt Tego Sun T 805 der Fa.
Degussa,
- Siliciumdioxid; wie z.B. das Produkt Parsol T-X der Fa. DSM,
- Aluminiumoxid und Stearinsäure; wie z.B. das Produkt UV-Titan M160 der Fa. Sachtleben,
- Aluminium und Glycerin; wie z.B. das Produkt UV-Titan der Fa.
Sachtleben
- Aluminium und Silikonölen, wie z.B. das Produkt UV-Titan M262 der Fa. Sachtleben,
- Natriumhexamethaphosphat und Polyvinylpyrrolidon,
- Polydimethylsiloxane, wie z.B. das Produkt 70250 Cardre UF Ti02SI3" der Fa. Cardre,
- Polydimethylhydrogensiloxane, wie z.B. das Produkt Microtitanium
Dioxide USP Grade Hydrophobie" der Fa. Color Techniques.
Ferner kann auch die Kombination mit folgenden Produkten vorteilhaft sein:
- Unbehandelte Zinkoxide wie z. B. das Produkt Z-Cote der Fa. BASF
(Sunsmart), Nanox der Fa. Elementis
- Nachbehandelte Zinkoxide wie z.B die folgenden Produkte:
• "Zinc Oxide CS-5" der Fa. Toshibi (ZnO nachbehandelt mit
polymethylhydrogenosiloxane)
• Nanogard Zinc Oxide FN der Fa. Nanophase Technologies
• "SPD-Z1 " der Fa Shin-Etsu (ZnO nachbehandelt mit einem
Silikongepfropften Acrylpolymer, dispergiert in Cyclodimethyl- siloxane
• "Escalol Z100" der Fa ISP (Aluminiumoxid nachbehandeltes ZnO dispergiert in einer ethylhexyl methoxycinnamate/PVP-hexadecene/ methicone copolymer Mischung)
• "Fuji ZNO-SMS-10" der Fa. Fuji Pigment (ZnO nachbehandelt mit Siliciumdioxid und Polymethylsilesquioxan);
• Unbehandeltes Ceroxide Mikropigment z.B. mit der Bezeichnung "Colloidal Cerium Oxide" der Fa Rhone Poulenc
• Unbehandelte und/oder nachbehandelte Eisenoxide mit der
Bezeichnung Nanogar der Fa. Arnaud.
Beispielhaft können auch Mischungen verschiedener Metalloxide, wie z.B. Titandioxid und Ceroxid mit und ohne Nachbehandlung eingesetzt werden, wie z.B. das Produkt Sunveil A der Fa. Ikeda. Außerdem können auch
Mischungen von Aluminiumoxid-, Siliciumdioxid- und Silikon- nachbehandelten Titandioxid / Zinkoxid-Mischungen, wie z.B. das Produkt UV-Titan M261 der Fa. Sachtleben eingesetzt werden. Diese anorganischen UV-Filter werden in der Regel in einer Menge von 0,1 bis 25 Gewichtsprozent, vorzugsweise 2 bis 10 Gew.-%, in die Zubereitungen eingearbeitet.
Durch Kombination von einer oder mehrerer der genannten Verbindungen mit UV-Filterwirkung kann die Schutzwirkung gegen schädliche
Einwirkungen der UV-Strahlung optimiert werden.
Alle genannten UV-Filter können auch in verkapselter Form eingesetzt werden. Insbesondere ist es von Vorteil organische UV-Filter in
verkapselter Form einzusetzen. Dabei sind die Kapseln in
erfindungsgemäß einzusetzenden Zubereitungen vorzugsweise in solchen Mengen enthalten, die gewährleisten, dass die verkapselten UV-Filter in den oben angegebenen Gewichtsprozentverhältnissen in der Zubereitung vorliegen.
Hautaufhellende Wirkstoffe (oder synonym Depigmentierungsstoffe), die in den erfindungsgemäßen Zubereitungen eingesetzt werden können, können prinzipiell alle dem Fachmann bekannte Wirkstoffe sein. Zur Kombination eignen sich marktübliche Melanogeneseinhibitoren wie z.B. Ascorbinsäure und deren Derivate, Aloesin, Niacinamide, Emblica, Elaginsäure, Licorice- Extrakt, Maulbeerbaumextrakt, Kojisäure, Süßholzwurzelextrakt, Rucinol, Hydrochinon, Azelainsäure, Arbutin, Magnesium-ascorbyl-phosphat oder dergleichen. Bevorzugte Beispiele von Verbindungen mit hautaufhellender Aktivität sind Hydrochinon, Niacinamid, Ascorbinsäure und physiologisch unbedenkliche Salze davon, Kojisäure, Arbutin, Aloesin, Azelainsäure, Elaginsäure oder Rucinol. Bevorzugte Beispiele von Extrakten mit
hautaufhellender Aktivität sind Licorice-Extrakt, Maulbeerbaumextrakt oder Emblica.
Weiterhin kann in den erfindungsgemäßen Zubereitungen mindestens ein weiterer Wirkstoff enthalten sein. Der weitere Wirkstoff ist vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe von UV-Filtern, Antioxidantien, Vitaminen, hautaufhellenden Wirkstoffen, Anti-Ageing-Wirkstoffen, antiinflammatorischen Wirkstoffen, antimikrobiellen Wirkstoffen, Wirkstoffen zur Verbesserung des Feuchtegehaltes der Haut (Hautfeuchteregulatoren), Anti-Cellulite-Wirkstoffen, Anti-Falten-Wirkstoffen, Anti-Schuppen- Wirkstoffen, Anti-Akne- Wirkstoffen, Deodorants, Pigmenten und
Selbstbräunungssubstanzen, besonders bevorzugt aus der Gruppe von UV-Filtern, Antioxidantien, Vitaminen, hautaufhellenden Wirkstoffen, Selbstbräunungssubstanzen, Anti-Ageing-Wirkstoffen und Anti-Cellulite- Wirkstoffen, ganz besonders bevorzugt aus der Gruppe von UV-Filtern, Antioxidantien, Vitaminen und hautaufhellenden Wirkstoffen.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die
Zubereitung weiterhin mindestens eine Substanz, die der Aufrechterhaltung und/oder der Verbesserung des Feuchtigkeitsgehaltes der Haut dient.
Diese Substanzen können, ohne dass dies als Einschränkung aufgefasst werden soll, unter anderem auch Substanzen sein, die zu den sogenannten natürlichen Feuchtigkeitsfaktoren (natural moisturizing factors) gehören, wie z.B. 2-Oxopyrrolidine 5-carbonsäure.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung enthält die Zubereitung ein oder mehrere Antioxidantien und/oder ein oder mehrere Vitamine. Durch den Einsatz von Antioxidantien kann eine schützende Wirkung gegen oxidativen Stress bzw. gegen die Einwirkung von Radikalen generell erzielt werden, wobei es dem Fachmann keinerlei Schwierigkeiten bereitet geeignet schnell oder zeitverzögert wirkende Antioxidantien auszuwählen. Es gibt viele aus der Fachliteratur bekannte und bewährte
Substanzen, die als Antioxidantien verwendet werden können, z.B.
Aminosäuren (z.B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren
Derivate, Imidazole, (z.B. Urocaninsäure) und deren Derivate, Peptide, wie z.B. D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin und deren Derivate (z.B.
Anserin), Carotinoide, Carotine (wie z.B. α-Carotin, ß-Carotin, Lycopin) und deren Derivate, Chlorogensäure und deren Derivate, Liponsäure und deren Derivate (wie z.B. Dihydroliponsäure), Aurothioglucose, Propylthiouracil und andere Thiole (wie z.B. Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl, Cholesteryl- und
Glycerylester) sowie deren Salze, Dilaurylthiodipropionat,
Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure und deren Derivate (wie z.B. Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen (wie z.B. Buthioninsulfoximine,
Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone, Penta-, Hexa-,
Heptathioninsulfoximin) in sehr geringen verträglichen Dosierungen (wie z.B. pmol bis μηΓΐοΙ/kg), ferner (Metall-) Chelatoren, (wie z.B. a-Hydroxy- fettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), α-Hydroxysäuren (wie z.B. Zitronensäure, Milchsäure, Äpfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA, Pentasodium
ethylenediamin tetramethylen phosphonat und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate, Vitamin C und Derivate (wie z.B.
Ascorbylpalmitat, Magnesium-Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat),
Tocopherole und Derivate (wie z.B. Vitamin-E-Acetat), Vitamin A und Derivate (wie z.B. Vitamin-A-Palmitat) sowie Koniferylbenzoat des
Benzoeharzes, Rutinsäure und deren Derivate, a-Glycosylrutin,
Ferulasäure, Furfurylidenglucitol, Carnosin, Butylhydroxytoluol,
Butylhydroxyanisol, Nordohydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon, Quercitin, Harnsäure und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Zink und dessen Derivate (wie z.B. ZnO, ZnS04), Selen und dessen Derivate (wie z.B. Selenmethionin), Silibene und deren Derivate (wie z.B.
Stilbenoxid, trans-Stilbenoxid). Weitere geeignete Antioxidantien sind auch in WO 2006/111233 und WO 2006/111234 beschrieben.
Geeignete Antioxidantien sind auch Verbindungen der allgemeinen Formeln A oder B
worin
R1 -C(0)CH3, -CO2R3, -C(O)NH2 und -C(O)N(R4)2,
X O oder NH,
R2 lineares oder verzweigtes Alkyl mit 1 bis 30 C-Atomen,
R3 lineares oder verzweigtes Alkyl mit 1 bis 20 C-Atomen,
R4 jeweils unabhängig voneinander H oder lineares oder verzweigtes
Alkyl mit 1 bis 8 C-Atomen,
R5 H, lineares oder verzweigtes Alkyl mit 1 bis 8 C-Atomen oder
lineares oder verzweigtes Alkoxy mit 1 bis 8 C-Atomen und
R6 lineares oder verzweigtes Alkyl mit 1 bis 8 C-Atomen bedeutet.
Bevorzugt sind Derivate der 2-(4-Hydroxy-3,5-dimethoxybenzyliden)- malonsäure und/oder 2-(4-Hydroxy-3,5-dimethoxybenzyl)-malonsäure, besonders bevorzugt 2-(4-Hydroxy-3,5-dimethoxybenzyliden)-malonsäure- bis-(2-ethylhexyl)ester (z.B. Oxynex® ST Liquid) und/oder 2-(4-Hydroxy- 3,5-dimethoxybenzyl)-malonsäure-bis-(2-ethylhexyl)ester (z.B. RonaCare® AP).
Mischungen von Antioxidantien sind ebenfalls zur Verwendung in den erfindungsgemäßen Zubereitungen geeignet. Bekannte und käufliche Mischungen sind beispielsweise Mischungen enthaltend als aktive
Inhaltsstoffe Lecithin, L-(+)-Ascorbylpalmitat und Zitronensäure, natürliche Tocopherole, L-(+)-Ascorbylpalmitat, L-(+)-Ascorbinsäure und
Zitronensäure (wie z.B. Oxynex® K LIQUID), Tocopherolextrakte aus natürlichen Quellen, L-(+)-Ascorbylpalmitat, L-(+)-Ascorbinsäure und Zitronensäure (wie z.B. Oxynex® L LIQUID), DL-a-Tocopherol, L-(+)- Ascorbylpalmitat, Zitronensäure und Lecithin (wie z.B. Oxynex® LM) oder Butylhydroxytoluol (BHT), L-(+)-Ascorbylpalmitat und Zitronensäure (wie z.B. Oxynex® 2004). Derartige Antioxidantien werden mit Verbindungen der Formel (I) oder Teilformeln davon in solchen Zusammensetzungen üblicherweise in Gewichtsprozentverhältnissen im Bereich von 1000:1 bis 1 :1000, bevorzugt in Gewichtsprozentverhältnissen von 100:1 bis 1 :100 eingesetzt.
Unter den Phenolen mit antioxidativer Wirkung sind die teilweise als
Naturstoffe vorkommenden Polyphenole für Anwendungen im
pharmazeutischen, kosmetischen oder Ernährungsbereich besonders interessant. Beispielsweise weisen die hauptsächlich als Pflanzenfarbstoffe bekannten Flavonoide oder Bioflavonoide häufig ein antioxidantes Potential auf. Mit Effekten des Substitutionsmusters von Mono- und
Dihydroxyflavonen beschäftigen sich Lemanska et al., Current Topics in Biophysics 2000, 24(2), 101-108. Es wird dort beobachtet, dass
Dihydroxyflavone mit einer OH-Gruppe benachbart zur Ketofunktion oder OH-Gruppen in 3'4'- oder 6,7- oder 7,8-Position antioxidative Eigenschaften aufweisen, während andere Mono- und Dihydroxyflavone teilweise keine antioxidativen Eigenschaften aufweisen.
Häufig wird Quercetin (Cyanidanol, Cyanidenolon 1522, Meietin,
Sophoretin, Ericin, 3,3',4',5,7-Pentahydroxyflavon) als besonders
wirksames Antioxidans genannt (z.B. Rice-Evans et al., Trends in Plant Science 1997, 2(4), 152-159). Lemanska et al., Free Radical Biology & Medicine 2001 , 31(7), 869-881 , untersuchen die pH-Abhängigkeit der
antioxidanten Wirkung von Hydroxyflavonen. Über den gesamten pH- Bereich zeigt Quercetin die höchste Aktivität der untersuchten Strukturen.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können als weitere Inhaltsstoffe Vitamine enthalten. Bevorzugt sind Vitamine und Vitamin-Derivate ausgewählt aus Vitamin A, Vitamin-A-Propionat, Vitamin-A-Palmitat, Vitamin-A-Acetat, Retinol, Vitamin B, Thiaminchloridhydrochlorid (Vitamin B-i), Riboflavin (Vitamin B2), Nicotinsäureamid, Vitamin C (Ascorbinsäure), Vitamin D, Ergocalciferol (Vitamin D2), Vitamin E, DL-oc-Tocopherol, Tocopherol-E-Acetat, Tocopherolhydrogensuccinat, Vitamin K1 , Esculin (Vitamin P-Wirkstoff), Thiamin (Vitamin Bi), Nicotinsäure (Niacin),
Pyridoxin, Pyridoxal, Pyridoxamin, (Vitamin B6), Panthothensäure, Biotin, Folsäure und Cobalamin (Vitamin Bi2) in den erfindungsgemäßen
Zubereitungen enthalten, insbesondere bevorzugt Vitamin-A-Palmitat, Vitamin C und dessen Derivaten, DL-a-Tocopherol, Tocopherol-E-Acetat, Nicotinsäure, Pantothensäure und Biotin. Vitamine werden mit den
Zubereitungen üblicherweise bei kosmetischer Anwendung in Bereichen von 0,01 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht, zugesetzt.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können darüber hinaus Anti- Ageing-Wirkstoffe, Anti-Cellulite-Wirkstoffe oder übliche hautschonende oder hautpflegende Wirkstoffe enthalten. Hautschonende oder
hautpflegende Wirkstoffe können prinzipiell alle dem Fachmann bekannten Wirkstoffe sein. Besonders bevorzugte Anti-Ageing-Wirkstoffe sind
Pyrimidincarbonsäuren, Aryloxime, Bioflavonoide, bioflavonoidhaltige Extrakte, Chromone oder Retinoide.
Geeignete Anti-Ageing Wirkstoffe, insbesondere für hautpflegende
Zubereitungen, sind vorzugsweise auch sogenannte kompatible Solute. Es handelt sich dabei um Substanzen, die an der Osmoregulation von
Pflanzen oder Mikroorganismen beteiligt sind und aus diesen Organismen
isoliert werden können. Unter den Oberbegriff kompatible Solute werden dabei auch die in der Deutschen Patentanmeldung DE-A-10133202 beschriebenen Osmolyte gefasst. Geeignete Osmolyte sind beispielsweise die Polyole, Methylamin- Verbindungen und Aminosäuren sowie jeweils deren Vorstufen. Als Osmolyte werden im Sinne der Deutschen
Patentanmeldung DE-A-10133202 insbesondere Substanzen aus der Gruppe der Polyole, wie beispielsweise myo-lnositol, Mannitol oder Sorbitol und/oder einer oder mehrere der nachfolgend genannten osmolytisch wirksamen Stoffe verstanden: Taurin, Cholin, Betain, Phosphorylcholin, Glycerophosphorylcholine, Glutamin, Glycin, α-Alanin, Glutamat, Aspartat, Prolin, und Taurin. Vorstufen dieser Stoffe sind beispielsweise Glucose, Glucose-Polymere, Phosphatidylcholin, Phosphatidylinositol, anorganische Phosphate, Proteine, Peptide und Polyaminsäuren. Vorstufen sind z.B. Verbindungen, die durch metabolische Schritte in Osmolyte umgewandelt werden.
Vorzugsweise werden erfindungsgemäß als kompatible Solute Substanzen gewählt aus der Gruppe bestehend aus Pynmidincarbonsäuren (wie Ectoin und Hydroxyectoin), Prolin, Betain, Glutamin, cyclisches
Diphosphoglycerat, N-Acetylornithin, Trimethylamin-N-oxid, Di-myo-inositol- phosphat (DIP), cyclisches 2,3-Diphosphoglycerat (cDPG), 1 ,1- Diglycerin- Phosphat (DGP), ß-Mannosylglycerat (Firoin), ß-Mannosylglyceramid (Firoin-A) oder/und Di-mannosyl-di-inositolphosphat (DMIP) oder ein optisches Isomer, Derivat, z.B. eine Säure, ein Salz oder Ester dieser Verbindungen oder Kombinationen davon eingesetzt.
Dabei sind unter den Pyrimidincarbonsäuren insbesondere Ectoin ((S)- 1 ,4,5,6-Tetrahydro-2-methyl-4-pyrimidincarbonsäure) und Hydroxyectoin ((S,S)-1 ,4,5,6-Tetrahydro-5-hydroxy-2-methyl-4-pyrimidincarbonsäure) und deren Derivate zu nennen.
Additional können als Anti-Ageing-Wirkstoffe Produkte der Firma Merck, wie z.B. 5,7-Dihydroxy-2-methyl-chromon, vermarktet unter dem
Handelsnamen RonaCare® Luremin, Ronacare® Isoquercetin, Ronacare® Tilirosid oder Ronacare® Cyclopeptid 5 verwendet werden.
Bekannte Anti-Ageing-Stoffe sind auch Chromone, wie beispielsweise in EP 1508327 beschrieben oder Retinoide, beispielsweise Retinol (Vitamin A), Retinsäure, Retinaldehyd oder auch synthetisch modifizierte
Verbindungen von Vitamin A. Die beschriebenen Chromone und Retinoide sind gleichzeitig auch wirksame Anti-Cellulite-Wirkstoffe. Ein ebenfalls bekannter Anti-Cellulite-Wirkstoff ist Koffein.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die Zubereitung zusätzlich mindestens eine Selbstbräunungssubstanz. Eine solche Zubereitung weist in der Regel einen Kontrastreduktionseffekt auf und ermöglicht das Erzielen eines ebenmäßigen Hauttons. Die Extrakte aus Pflanzenteilen von Eugenia uniflora können dementsprechend in Kombination mit Selbstbräunungssubstanzen erfindungsgemäß auch zur Kontrastreduktion und Erzielung eines ebenmäßigen Hauttones verwendet werden. Ein Kontrastreduktionsmittel ist eine Substanz, die eine
ungleichmäßige Hautfärbung reduziert, in dem sie den Kontrast zwischen stärkeren und weniger stark gefärbten Hautpartien herabsetzt. Dabei kann eine derartige ungleichmäßige Hautfärbung durch eine ungleichmäßige Pigmentierung und/oder eine unterschiedliche Verteilung der Hornhaut zustande kommen. Eine ungleichmäßige Pigmentierung ist in der
Bevölkerung durchaus nicht unüblich und beruht auf einer unterschiedlich starken Melaninproduktion der Melanozyten oder einer unregelmäßigen Verteilung der Melanozyten in der Haut. Die Vereinigung von bräunenden Mischungen, die auf der Maillard-Reaktion oder Michael-Addition beruhen, mit melanogenesehemmenden Substanzen bewirkt, dass bereits hyperpigmentierte Hautareale ihre hohen Melaninkonzentrationen verlieren
und sich der durch das Färbemittel an der Hautoberfläche erzeugte Farbton großflächig durchsetzt.
Eine Kontrastreduktion kann insbesondere durch Zubereitungen erzielt werden, in denen ein Extrakt aus Pflanzenteilen von Eugenia uniflora mit einer Selbstbräunungssubstanz, vorzugsweise Dihydroxyaceton (DHA) und daraus abgeleitete Derivate, DHA rapid, DHA plus oder Erythrulose enthaltend, oder einer Mischung von Selbstbräunungssubstanzen, vorzugsweise DHA, DHA rapid, DHA plus und/oder Erythrulose enthaltend, kombiniert wird. Als vorteilhafte Selbstbräuner in einer Dihydroxyaceton enthaltenden Mischung oder Zubereitung können unter anderem eingesetzt werden: Glycerolaldehyd, Hydroxymethylglyoxal, γ-Dialdehyd, 6-Aldo-D- Fructose, Ninhydrin, 5-Hydroxy-1 ,4-naphtochinon (Juglon) oder 2-Hydroxy- 1 ,4-naphtochinon (Lawson) oder eine Mischung der genannten
Verbindungen. Besonders bevorzugt wird Erythrulose in der
Dihydroxyaceton enthaltenden Mischung eingesetzt.
Ganz besonders bevorzugt wird Dihydroxyaceton oder ein davon
abgeleitetes Derivat ohne weitere Selbstbräunungssubstanzen eingesetzt. in den beschriebenen Zubereitungen, die einen Extrakt aus Pflanzenteilen von Eugenia uniflora und einen Selbstbräuner enthalten, können weiterhin auch Farbpigmente enthalten sein, wobei der Schichtaufbau der Pigmente nicht limitiert ist. Vorzugsweise sollte das Farbpigment bei Einssatz von 0,5 bis 5 Gew.-% hautfarben oder bräunlich sein. Die Auswahl eines
entsprechenden Pigments ist für den Fachmann geläufig.
Die beschriebenen Zubereitungen eignen sich besonders zur Verwendung bei der Aufhellung von Haut, Hemmung von Tyrosinase und/oder
Prophylaxe, Behandlung und/oder Verlaufskontrolle von Pigmentstörungen der Haut, in allen Fällen insbesondere bei Hyperpigmentierung,
Sommersprossen, Altersflecken, Sonnenflecken sowie umweltbedingter
Hautalterung. Dabei liegen sie in verschiedenen, für diese Anwendung üblicherweise verwendeten Darreichungsformen vor.
Als Anwendungsform der erfindungsgemäßen Zubereitungen seien z.B. genannt: Lösungen, Suspensionen, Emulsionen, PIT-Emulsionen, Pasten, Salben, Gele, Cremes, Lotionen, Puder, Seifen, tensidhaltige Reinigungspräparate, Öle, Aerosole, Pflaster, Umschläge, Verbände und Sprays, insbesondere für die äußerliche Anwendung. Weitere Anwendungsformen sind z.B. Sticks, Shampoos und Duschbäder. Ferner sind typische kosmetische Anwendungsformen sind auch Lippenstifte, Lippenpflegestifte, Puder-, Emulsions- und Wachs-Make up sowie Sonnenschutz-, Prä-Sun- und After-Sun-Präparate.
Erfindungsgemäße kosmetische und dermatologische Zubereitungen können insbesondere eine wasserfreie Zubereitung, eine Lotion oder Emulsion, wie als Creme oder Milch, oder Mikroemulsion, jeweils vom Typ Wasser-in-ÖI (W/O) oder vom Typ Öl-in-Wasser (O/W), eine multiple Emulsion, beispielsweise vom Typ Waser-in-ÖI-in-Wasser (W/O/W) oder umgekehrt (O/W/O), Gele bzw. Lösungen (insbesondere ölig-alkoholische, ölig-wässrige oder wässrig-alkoholische Gele bzw. Lösungen), einen festen Stift, eine Salbe oder auch ein Aerosol darstellen. Zur Anwendung werden die erfindungsgemäßen kosmetischen und dermatologischen
Zubereitungen in der für Kosmetika üblichen Weise auf die Haut in ausreichender Menge aufgebracht. Eine Ausführungsform der Erfindung ist eine Emulsion, welche als Creme oder Milch vorliegt und beispielsweise Fettalkohole, Fettsäuren,
Fettsäureester, insbesondere Triglyceride von Fettsäuren, Lanolin, natürliche und synthetische Öle oder Wachse und Emulgatoren in
Anwesenheit von Wasser enthält. Weitere besonders bevorzugte
Ausführungsformen stellen ölige Lotionen auf Basis von natürlichen oder synthetischen Ölen und Wachsen, Lanolin, Fettsäureestern, insbesondere Triglyceriden von Fettsäuren, oder ölig-alkoholische Lotionen auf Basis
eines Niedrigalkohols, wie Ethanol, oder eines Glycerols, wie
Propylenglykol, und/oder eines Polyols, wie Glycerin, und Ölen, Wachsen und Fettsäureestern, wie Triglyceriden von Fettsäuren, dar. Eine besonders bevorzugte erfindungsgemäße Zubereitung kann auch als alkoholisches Gel vorliegen, welches einen oder mehrere Niedrigalkohole oder -polyole, wie Ethanol, Propylenglykol oder Glycerin, und ein Verdickungsmittel, wie Kieselerde umfasst. Die ölig-alkoholischen Gele enthalten außerdem natürliches oder synthetisches Öl oder Wachs. Die festen Stifte bestehen vorzugsweise aus natürlichen oder synthetischen Wachsen und Ölen, Fettalkoholen, Fettsäuren, Fettsäureestern, Lanolin und anderen
Fettkörpern. Ist eine Zubereitung als Aerosol konfektioniert, verwendet man vorzugsweise die üblichen Treibmittel, wie Alkane, Luft, Stickstoff,
Distickstoffmonoxid, besonders bevorzugt Alkane oder Luft. Der Extrakt, wie beschrieben, kann in der üblichen Weise in kosmetische oder dermatologische Zubereitungen eingearbeitet werden.
Der Zubereitung können beliebige übliche Trägerstoffe, Hilfsstoffe und gegebenenfalls weitere Wirkstoffe zugesetzt werden. Vorzuziehende Hilfsstoffe stammen aus der Gruppe der Konservierungsstoffe,
Stabilisatoren, Lösungsvermittler, Färbemittel, d.h. Pigmente, Farbstoffe, Emulgatoren oder Geruchsverbesserer.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind demnach auch
Zubereitungen, dadurch gekennzeichnet, dass ein für kosmetische, pharmazeutische oder und/oder dermatologische Anwendungen geeigneter Träger und optional physiologisch unbedenkliche Hilfsstoffe und/oder Füllstoffe enthalten sind.
Geeignete Trägerstoffe sowie Hilfs- oder Füllstoffe sind im nachfolgenden Teil ausführlich beschrieben.
Salben, Pasten, Cremes und Gele können die üblichen Trägerstoffe enthalten, die für die topische Verabreichung geeignet sind, wie z.B.
tierische und pflanzliche Fette, Wachse, Paraffine, Stärke, Traganth, Cellulosederivate, Polyethylenglykole, Silicone, Bentonite, Kieselsäure, Talkum und Titandioxid oder Gemische dieser Stoffe.
Puder und Sprays können die üblichen Trägerstoffe enthalten, wie z.B. Milchzucker, Talkum, Kieselsäure, Aluminiumhydroxid, Calciumsilikat und Polyamid-Pulver oder Gemische dieser Stoffe. Sprays können zusätzlich die üblichen leichtflüchtigen, verflüssigten Treibmittel, wie z.B.
Chlorfluorkohlenwasserstoffe, Propan/Butan oder Dimethylether, enthalten. Auch Druckluft ist vorteilhaft zu verwenden. Luft kann aber auch in drucklosen Dosiervorrichtungen, wie z.B. Pumpsprays, eingesetzt werden. Lösungen und Emulsionen können die üblichen Trägerstoffe wie
Lösungsmittel, Lösungsvermittler und Emulgatoren, wie z.B. Wasser, Ethanol, Isopropanol, Ethylcarbonat, Ethlyacetat, Benzylalkohol,
Benzylbenzoat, Propylenglykol, 1 ,3-Butylglykol, Öle, insbesondere
Baumwollsaatöl, Erdnussöl, Maiskeimöl, Olivenöl, Rizinusöl und Sesamöl, Glycerinfettsäureester, Polyethylenglykole und Fettsäureester des
Sorbitans oder Gemische dieser Stoffe enthalten.
Ein bevorzugter Lösungsvermittler generell ist 2-lsopropyl-5-methyl- cyclohexancarbonyl-D-Alaninmethylester.
Suspensionen können die üblichen Trägerstoffe wie flüssige
Verdünnungsmittel, wie z.B. Wasser, Ethanol oder Propylenglykol,
Suspendiermittel, wie z.B. ethoxylierte Isostearylalkohole, Polyoxy- ethylensorbitester und Polyoxyethylensorbitanester, mikrokristalline
Cellulose, Aluminiummetahydroxid, Bentonit, Agar-Agar und Traganth oder Gemische dieser Stoffe enthalten.
Seifen können die üblichen Trägerstoffe wie Alkalisalze von Fettsäuren, Salze von Fettsäurehalbestern, Fettsäureeiweißhydrolysaten, Isothionate, Lanolin, Fettalkohol, Pflanzenöle, Pflanzenextrakte, Glycerin, Zucker oder Gemische dieser Stoffe enthalten.
Tensidhaltige Reinigungsprodukte können die üblichen Trägerstoffe wie Salze von Fettalkoholsulfaten, Fettalkoholethersulfaten,
Sulfobernsteinsäurehalbestern, Fettsäureeiweißhydrolysaten, Isothionate, Imidazoliniumderivate, Methyltaurate, Sarkosinate,
Fettsäureamidethersulfate, Alkylamidobetaine, Fettalkohole,
Fettsäureglyceride, Fettsäurediethanolamide, pflanzliche und synthetische Öle, Lanolinderivate, ethoxylierte Glycerinfettsäureester oder Gemische dieser Stoffe enthalten. Gesichts- und Körperöle können die üblichen Trägerstoffe wie synthetische Öle wie Fettsäureester, Fettalkohole, Silikonöle, natürliche Öle wie
Pflanzenöle und ölige Pflanzenauszüge, Paraffinöle, Lanolinöle oder Gemische dieser Stoffe enthalten. Zu den bevorzugten erfindungsgemäßen Zubereitungsformen gehören insbesondere Emulsionen. O/W-Emulsionen werden besonders bevorzugt. Emulsionen, W/O-Emulsionen und O/W-Emulsionen sind in üblicher Weise erhältlich. Erfindungsgemäße Emulsionen sind vorteilhaft und enthalten z.B. die genannten Fette, Öle, Wachse und anderen Fettkörper, sowie Wasser bzw. eine wässrige Phase, beispielsweise mit Lösemitteln oder hydrophilen Tensiden, und einen Emulgator, wie er üblicherweise für einen solchen Typ der Zubereitung verwendet wird.
Die Lipidphase kann vorteilhaft gewählt werden aus folgender
Substanzgruppe:
- Mineralöle, Mineralwachse
- Öle, wie Triglyceride der Caprin oder der Caprylsäure, ferner natürliche Öle wie z. B. Rizinusöl;
- Fette, Wachse und andere natürliche und synthetische Fettkörper, vorzugsweise Ester von Fettsäuren mit Alkoholen niedriger C Zahl, z.B. mit Isopropanol, Propylenglykol oder Glycerin, oder Ester von
Fettalkoholen mit Alkansäuren niedriger C Zahl oder mit Fettsäuren;
- Silikonöle wie Dimethylpolysiloxane, Diethylpolysiloxane,
Diphenylpolysiloxane sowie Mischformen daraus. Die Ölphase der Emulsionen, Oleogele bzw. Hydrodispersionen oder Lipodispersionen im Sinne der vorliegenden Erfindung wird vorteilhaft gewählt aus der Gruppe der Ester aus gesättigtem und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen und gesättigten und/oder ungesättigten,
verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen, aus der Gruppe der Ester aus aromatischen Carbonsäure und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder
unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen. Solche Esteröle können dann vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe
Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat, Isopropyloleat, n
Butylstearat, n-Hexyllaurat, n-Decyloleat, Isooctylstearat, Isononylstearat, Isononylisononanoat, 2-Ethylhexylpalmitat, 2-Ethylhexyllaurat, 2- Hexaldecylstearat, 2-Octyldodecylpalmitat, Oleyloleat, Oleylerucat,
Erucyloleat, Erucylerucat sowie synthetische, halbsynthetische und natürliche Gemische solcher Ester, wie z.B. Jojobaöl. Ferner kann die
Ölphase vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der verzweigten und unverzweigten Kohlenwasserstoffe und -wachse, der Silikonöle, der Dialkylether, der Gruppe der gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder unverzweigten Alkohole, sowie der Fettsäuretriglyceride, namentlich der Triglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12-18 C-Atomen. Die Fettsäuretriglyceride können
beispielsweise vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der
synthetischen, halbsynthetischen und natürlichen Öle, z. B. Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnussöl, Rapsöl, Mandelöl, Palmöl, Kokosöl, Palmkernöl und dergleichen mehr. Auch beliebige Abmischungen solcher Öl und Wachskomponenten sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen. Es kann auch gegebenenfalls vorteilhaft sein, Wachse, beispielsweise Cetylpalmitat, als alleinige Lipidkomponente der Ölphase einzusetzen. Die wässrige Phase der erfindungsgemäßen Zubereitungen enthält gegebenenfalls vorteilhaft Alkohole, Diole oder Polyole niedriger C-Zahl, sowie deren Ether, vorzugsweise Ethanol, Isopropanol, Propylenglykol, Glycerin, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonoethyl- oder -monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder -monobutylether,
Diethylenglykolmonomethyl- oder -monoethylether und analoge Produkte, ferner Alkohole niedriger C-Zahl, wie z.B. Ethanol, Isopropanol, 1 ,2- Propandiol, Glycerin sowie insbesondere ein oder mehrere
Verdickungsmittel, welches oder welche vorteilhaft gewählt werden können aus der Gruppe von Siliciumdioxid, Aluminiumsilikate, Polysaccharide bzw. deren Derivaten, wie z.B. Hyaluronsäure, Xanthangummi,
Hydroxypropylmethylcellulose, besonders vorteilhaft aus der Gruppe der Polyacrylate, bevorzugt ein Polyacrylat aus der Gruppe der sogenannten Carbopole, beispielsweise Carbopole der Typen 980, 981 , 1382, 2984, 5984, jeweils einzeln oder in Kombination. Insbesondere werden Gemische der vorstehend genannten Lösemittel verwendet. Bei alkoholischen
Lösemitteln kann Wasser ein weiterer Bestandteil sein.
In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen hydrophile Tenside. Die hydrophilen Tenside werden bevorzugt gewählt aus der Gruppe der Alkylglucoside, der Acyllactylate, der Betaine sowie der Cocoamphoacetate.
Als Emulgatoren können beispielsweise die bekannten W/O- und O W- Emulgatoren verwendet werden. Es ist vorteilhaft, weitere übliche Co- Emulgatoren in den erfindungsgemäßen bevorzugten O/W-Emulsionen zu verwenden.
Erfindungsgemäß vorteilhaft werden als Co-Emulgatoren beispielsweise O/W-Emulgatoren gewählt, vornehmlich aus der Gruppe der Substanzen mit HLB-Werten von 11-16, ganz besonders vorteilhaft mit HLB-Werten von 14,5-15,5, sofern die O/W-Emulgatoren gesättigte Reste R und R' aufweisen. Weisen die O W-Emulgatoren ungesättigte Reste R und/oder R' auf, oder liegen Isoalkylderivate vor, so kann der bevorzugte HLB-Wert solcher Emulgatoren auch niedriger oder darüber liegen.
Es ist von Vorteil, die Fettalkoholethoxylate aus der Gruppe der
ethoxylierten Stearylalkohole, Cetylalkohole, Cetylstearylalkohole
(Cetearylalkohole) zu wählen.
Es ist ferner von Vorteil, die Fettsäureethoxylate aus folgender Gruppe zu wählen:
Polyethylenglycol(20)stearat, Polyethylenglycol(21)stearat,
Polyethylenglycol(22)stearat, Polyethylenglycol(23)stearat,
Polyethylenglycol(24)stearat, Polyethylenglycol(25)stearat,
Polyethylenglycol(12)isostearat, Polyethylenglycol(13)isostearat,
Polyethylenglycol(14)isostearat, Polyethylenglycol(15)isostearat,
Polyethylenglycol(16)isostearat, Polyethylenglycol(17)isostearat,
Polyethylenglycol(18)isostearat, Polyethylenglycol(19)isostearat,
Polyethylenglycol(20)isostearat, Polyethylenglycol(21)isostearat,
Polyethylenglycol(22)isostearat, Polyethylenglycol(23)isostearat,
Polyethylenglycol(24)isostearat, Polyethylenglycol(25)isostearat,
Polyethylenglycol(12)oleat, Polyethylenglycol(13)oleat,
Polyethylenglycol(14)oleat, Polyethylenglycol(15)oleat,
Polyethylenglycol(16)oleat, Polyethylenglycol(17)oleat,
Polyethylenglycol(18)oleat, Polyethylenglycol(19)oleat,
Polyethyleng lycol(20)oleat.
Als ethoxylierte Alkylethercarbonsäure bzw. deren Salz kann vorteilhaft das Natriumlaureth-11-carboxylat verwendet werden. Als Alkylethersulfat kann Natrium Laureth1-4sulfat vorteilhaft verwendet werden. Als ethoxyliertes Cholesterinderivat kann vorteilhaft Polyethyleng lycol(30)Cholesterylether verwendet werden. Auch Polyethyleng lycol(25)Sojasterol hat sich bewährt. Als ethoxylierte Triglyceride können vorteilhaft die Polyethylenglycol(60) Evening Primrose Glycerides verwendet werden (Evening Primrose
=Nachtkerze).
Weiterhin ist von Vorteil, die Polyethylenglycolglycerinfettsäureester aus der Gruppe von Polyethylenglycol(20)glyceryllaurat,
Polyethylenglycol(21 )glyceryllaurat, Polyethylenglycol(22)glyceryllaurat, Polyethylenglycol(23)glyceryllaurat,
Polyethylenglycol(6)glycerylcaprat/cprinat,
Polyethylenglycol(20)glyceryloleat, Polyethylenglycol(20)glycerylisostearat, Polyethylenglycol(18)glyceryloleat(cocoat) zu wählen.
Es ist ebenfalls günstig, die Sorbitanester aus der Gruppe
Polyethylenglycol(20)sorbitanmonolaurat,
Polyethylenglycol(20)sorbitanmonostearat,
Polyethylenglycol(20)sorbitanmonoisostearat,
Polyethylenglycol(20)sorbitanmonopalmitat und
Polyethylenglycol(20)sorbitanmonooleat zu wählen.
Als fakultative, dennoch erfindungsgemäß gegebenenfalls vorteilhafte W/O- Emulgatoren können eingesetzt werden:
Fettalkohole mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen, Monoglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter
Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 bis 18
C-Atome, Diglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 bis 18 C-Atomen, Monoglycerinether gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkohole einer
Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 bis 18 C-Atomen,
Diglycerinether gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkohole einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 bis 18 C-Atomen, Propylenglycolester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 bis 18 C-Atomen sowie Sorbitanester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 bis 18 C-Atomen. Insbesondere vorteilhafte W/O-Emulgatoren sind Glycerylmonostearat, Glycerylmonoisostearat, Glycerylmonomyristat, Glycerylmonooleat,
Diglycerylmonostearat, Diglycerylmonoisostearat,
Propylenglycolmonostearat, Propylenglycolmonoisostearat, Propylenglycol- monocaprylat, Propylenglycolmonolaurat, Sorbitanmonoisostearat,
Sorbitanmonolaurat, Sorbitanmonocaprylat, Sorbitanmonoisooleat,
Saccharosedistearat, Cetylalkohol, Stearylalkohol, Arachidylalkohol, Behenylalkohol, Isobehenylalkohol, Selachylalkohol, Chimylalkohol,
Polyethylenglycol(2)stearylether (Steareth-2), Glycerylmonolaurat,
Glycerylmonocaprinat, Glycerylmonocaprylat oder PEG-30- dipolyhydroxystearat.
Die Zubereitung kann kosmetische Adjuvanten enthalten, welche in dieser Art von Zubereitungen üblicherweise verwendet werden, wie z.B.
Verdickungsmittel, weichmachende Mittel, Befeuchtungsmittel,
grenzflächenaktive Mittel, Emulgatoren, Konservierungsmittel, Mittel gegen Schaumbildung, Parfüms, Wachse, Lanolin, Treibmittel, Farbstoffe
und/oder Pigmente, welche das Mittel selbst oder die Haut färben, und andere in der Kosmetik gewöhnlich verwendete Ingredienzien.
Man kann als Dispersions- bzw. Solubilisierungsmittel ein Öl, Wachs oder sonstigen Fettkörper, einen niedrigen Monoalkohol oder ein niedriges
Polyol oder Mischungen davon verwenden. Zu den besonders bevorzugten Monoalkoholen oder Polyolen zählen Ethanol, i-Propanol, Propylenglykol, Glycerin und Sorbit. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Verfahren zur
Herstellung einer Zubereitung wie zuvor beschrieben, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Extrakt von Eugenia uniflora mit mindestens einem für topische Anwendungen geeigneten Träger und optional mit physiologisch unbedenklichen Hilfsstoffen und/oder Füllstoffen vermischt wird.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können dabei mit Hilfe von
Techniken hergestellt werden, die dem Fachmann wohl bekannt sind. Das Vermischen kann ein Lösen, Emulgieren oder Dispergieren des Extrakts, wie zuvor beschrieben, in dem Träger zur Folge haben. Die vorherige Lehre der Erfindung und deren Ausführungsformen betreffend den Extrakt und Zubereitungen damit ist gültig und ohne Einschränkungen auf die Herstellung der Zubereitung anwendbar, sofern es sinnvoll erscheint.
Eine andere Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf ein Arzneimittel, enthaltend ein Extrakt aus Pflanzenteilen von Eugenia uniflora.
Ein .Arzneimittel",„Medikament" sowie eine„pharmazeutische
Zusammensetzung",„pharmazeutische Formulierung" oder
„pharmazeutische Zubereitung" ist hierbei jedes Mittel, welches in der Prophylaxe, Therapie, Verlaufskontrolle oder Nachbehandlung von
Patienten eingesetzt werden kann, die zumindest zeitweise eine pathogene
Modifikation des Gesamtzustandes bzw. des Zustandes einzelner Teile des Patientenorganismus zeigen, vorzugsweise infolge von Pigmentstörungen der Haut. Um die protektive oder therapeutische Wirkung der erfindungsgemäßen Verbindungen zu erhöhen, können pharmazeutisch verträgliche
Adjuvantien zugesetzt werden. Im Sinne der Erfindung ist jede Substanz, die mit den Extrakten gemäß der Erfindung eine Wirkung ermöglicht, verstärkt oder modifiziert, ein„Adjuvans". Bekannte Adjuvantien sind z.B. Aluminiumverbindungen, wie z.B. Aluminiumhydroxid oder Aluminiumphosphat, Saponine, wie z.B. QS 21 , Muramyldipeptid oder
Muramyltripeptid, Proteine, wie z.B. Gammainterferon oder TNF, MF 59, Phosphatdibylcholin, Squalen oder Polyole. Des Weiteren kann DNA, die ein Protein mit Adjuvanseffekt kodiert, parallel oder in einem Konstrukt appliziert werden.
Das Einbringen des pharmazeutischen Mittels in eine Zelle respektive einen Organismus kann erfindungsgemäß auf jede Art und Weise geschehen, die es ermöglicht, dass Tyrosinase mit den in der
Zusammensetzung enthaltenen Extrakten in Kontakt gebracht und infolgedessen eine Antwort induziert wird. Das pharmazeutische Mittel der vorliegenden Erfindung kann oral, topisch, transdermal, transmucosal, transurethal, vaginal, rektal, pulmonal, enteral und/oder parenteral angewendet werden, vorzugsweise topisch bzw. transdermal. Die gewählte Art der Verabreichung richtet sich nach der Indikation, der zu
verabreichenden Dosis, Individuums-spezifischen Parametern etc.
Insbesondere ermöglichen die verschiedenen Arten der Verabreichung eine ortsspezifische Therapie, die Nebenwirkungen minimiert und die
Wirkstoffdosis verringert.
Die Darreichungsformen des pharmazeutischen Mittels werden mit den üblichen festen oder flüssigen Trägerstoffen und/oder Verdünnungsmitteln
und den üblicherweise eingesetzten Hilfsstoffen entsprechend der gewünschten Applikationsart in einer geeigneten Dosierung und in an sich bekannterWeise hergestellt. Grundsätzlich können also pharmazeutisch annehmbare und dem Fachkundigen bekannte Exzipienten einen Teil des erfindungsgemäßen pharmazeutischen Mittels bilden, wobei die Menge des Exzipientenmaterials, die mit dem Wirkstoff kombiniert wird, um eine Einzeldosierung herzustellen, in Abhängigkeit vom zu behandelnden Individuum und der Art der Verabreichung variiert. Diese pharmazeutisch verträglichen Zusätze umfassen Salze, Puffer, Füllstoffe, Stabilisatoren, Komplexbildner, Antioxidantien, Lösungsmittel, Bindemittel, Gleitmittel,
Tablettenüberzüge, Geschmacksstoffe, Farbstoffe, Konservierungsmittel, Stellmittel und dergleichen. Beispiele für solche Exzipienten sind Wasser, pflanzliche Öle, Benzylalkohole, Alkylenglycol, Polyethylenglycol,
Glycerintriacetat, Gelatine, Kohlenhydrate, wie z.B. Laktose oder Stärke, Magnesiumstearat, Talk und Vaseline.
Die pharmazeutische Formulierung kann als Tablette, Filmtablette, Dragee, Lutschtablette, Kapsel, Pille, Pulver, Granulat, Sirup, Saft, Tropfen, Lösung, Dispersion, Suspension, Suppositor, Emulsion, Implantat, Creme, Gel, Salbe, Paste, Lotion, Serum, Öl, Spray, Aerosol, Kleber, Pflaster oder Verband vorliegen. Als orale Darreichungsform werden vorzugsweise Tabletten, Filmtabletten, Dragees, Lutschtabletten, Kapseln, Pillen, Pulver, Granulate, Sirupe, Säfte, Tropfen, Lösungen, Dispersionen oder
Suspensionen - auch als Depotform - zubereitet. Des Weiteren sind parenterale Arzneiformen, wie z.B. Suppositorien, Suspensionen,
Emulsionen, Implantate oder Lösungen, in Betracht zu ziehen,
vorzugsweise ölige oder wässrige Lösungen. Zur topischen Applikation wird der Arzneimittelwirkstoff mit mindestens einem pharmazeutisch
annehmbaren Trägerstoff, wie z.B. mikrokristalliner Cellulose, und ggf. weiteren Hilfsstoffen, wie z.B. Feuchtigkeitsspendern, zu auf die Haut auftragbaren festen Formulierungen, wie z.B. Cremes, Gelen, Salben, Pasten, Pulver oder Emulsionen bzw. zu auf die Haut auftragbaren
flüssigen Formulierungen, wie z.B. Lösungen, Suspensionen, Lotionen, Seren, Ölen, Sprays oder Aerosole in üblicher Weise formuliert.
Vorzugsweise liegt das pharmazeutische Mittel zur topischen Applikation vor. Das pharmazeutische Mittel kann auch als feste Zusammensetzung, beispielsweise im lyophilisierten Zustand vorliegen, und dann durch Zugabe eines auflösenden Mittels, wie z.B. destilliertes Wasser, vor der
Verwendung bereitet werden. Die Grundlagen der Herstellung von
Lyophilisaten sind dem Fachmann vertraut. Die Konzentration des Extrakts in der Formulierung kann 0,01 bis 99
Gewichtsprozente betragen. Entscheidend ist, dass die pharmazeutische Zusammensetzung als Wirkstoff eine effektive Menge des Extrakts zusammen mit den pharmazeutisch verträglichen Hilfsstoffen umfasst. Die Begriffe„effektive Menge" oder„wirksame Dosis" werden hierin
austauschbar verwendet und bezeichnen eine Menge des
pharmazeutischen Wirkstoffs, die eine prophylaktisch oder therapeutisch relevante Wirkung auf eine Krankheit oder pathologische Veränderung in Zelle, Gewebe, Organ oder Säuger hat. Eine„prophylaktische Wirkung" verhindert das Ausbrechen einer Krankheit und umfasst auch die Erhöhung der normalen physiologischen Funktion. Eine Prophylaxe ist insbesondere ratsam, wenn ein Individuum Veranlagungen für den Ausbruch der vorgenannten Krankheiten aufweist, wie z.B. eine familiäre Vorbelastung, einen Gendefekt oder eine kürzlich überstandene Krankheit. Eine „therapeutisch relevante Wirkung" befreit teilweise oder vollständig von einem, mehreren oder allen Krankheitssymptomen oder führt zur teilweisen oder vollständigen Rückkehr eines, mehrerer oder aller physiologischer oder biochemischer Parameter, die mit der Krankheit oder pathologischen Veränderung in Zusammenhang stehen oder ursächlich dafür sind, in den Normalzustand. Auch wird die Verlaufskontrolle als Art der therapeutischen Behandlung verstanden, wenn der Extrakt in bestimmten Intervallen verabreicht werden, z.B. um die Symptome einer Krankheit vollständig zu beseitigen. Die jeweilige Dosis bzw. der Dosisbereich für die Gabe ist groß
genug, um den gewünschten prophylaktischen oder therapeutischen Effekt der Induktion einer biologischen oder medizinischen Antwort zu erreichen. Im Allgemeinen wird die Dosis mit dem Alter, der Konstitution und dem Geschlecht des Patienten variieren sowie die Schwere der Erkrankung berücksichtigen. Es versteht sich, dass die spezifische Dosis, Häufigkeit und Dauer der Verabreichung darüber hinaus von einer Vielzahl an
Faktoren abhängen, wie z.B. der Zielsteuerungs- und Bindungsfähigkeit der Verbindungen, Ernährungsgewohnheiten des zu behandelnden
Individuums, Art der Verabreichung, Ausscheidungsrate und Kombination mit anderen Medikamenten. Die individuelle Dosis kann sowohl in Bezug auf die primäre Erkrankung als auch in Bezug auf das Eintreten eventueller Komplikationen eingestellt werden. Die exakte Dosis ist durch einen
Fachmann mit bekannten Mitteln und Methoden feststellbar. Zur Unterstützung der medizinischen Wirkung kann die pharmazeutische Zusammensetzung in einer Ausgestaltung der Erfindung auch einen oder mehrere weitere Wirkstoffe umfassen, wobei eine gleichzeitige oder aufeinander folgende Verabreichung denkbar ist. Die therapeutische Wirkung der erfindungsgemäßen pharmazeutischen Zusammensetzung kann beispielsweise darin bestehen, dass durch die Hemmung der
Tyrosinase als erwünschter Nebeneffekt bestimmte Hautaufheller besser wirken oder durch die Verminderung der Dosis die Anzahl der
Nebenwirkungen dieser Medikamente reduziert wird. Die Verwendung von Extrakten aus Pflanzenteilen von Eugenia unifiora zur Hautaufhellung hat den Vorteil, dass bereits bei sehr niedriger
Konzentration eine starke Wirkung erzielen. Sie zeigen vorteilhaft eine hohe und lang anhaltende Aktivität bezüglich ihrer Wirkung als
hautaufhellende Wirkstoffe. Daneben zeichnen sich die Extrakte auch durch eine hohe Anwendungssicherheit und gute Formulierbarkeit aus. So sind sie leicht in Zubereitungen einzuarbeiten und besitzen eine erhöhte Stabilität in den Zubereitungen. Insbesondere sind Wasserextrakte
vorteilhaft, da sie wasserlöslich und damit besonders gut einarbeitbar sind. Auch ist die Herstellung der Extrakte ist vorteilhaft, da insbesondere die Herstellung des Wasserextrakts besonders umweltfreundlich ist. Auch ohne weitere Ausführungen wird davon ausgegangen, dass ein Fachmann die obige Beschreibung in weitestem Umfang nutzen kann. Sämtliche genannte sowie weitere Bestandteile bzw. Komponenten sind dem Fachmann geläufig und können in Routineversuchen eine spezielle Ausgestaltung für die erfindungsgemäße Lehre erfahren. Sämtliche in der Beschreibung zitierten Dokumente sollen hiermit in ihrer Gesamtheit in die Offenbarung der vorliegenden Erfindung als Referenz einbezogen werden.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand nicht limitierender Beispiele und Abbildungen für konkrete Ausführungsformen näher erläutert.
Fig. 1:
Fig. 1 zeigt die HPLC-Chromatogramme des Extrakts von Eugenia uniflora (a) und von reinem Eugenin (b) im Vergleich. Das Signal der
Vergleichsprobe Eugenin erscheint bei einer Retentionszeit von ca. 7 min. Bei dieser Retentionszeit weist der Extrakt kein Signal auf (siehe Beispiel 3).
Beispiele: Beispiel 1 : Extrakte aus Eugenia uniflora
Ca. 3,5g Eugenia uniflora Blätter (Pflanze erhältlich im Gartenhandel Dehner in München, Deutschland) werden bei 40°C und 200mbar im Vakuumtrockenschrank zur Gewichstkonstanz getrocknet, grob zerkleinert und im Ultraschallbad bei 70°C für 45min extrahiert.
1 ,531 g Pflanzenmaterial werden mit 40ml Wasser extrahiert, man erhält eine gelbbraune klare Lösung.
1 ,503 g werden mit 40ml Ethanol extrahiert, man erhält eine grüne klare Lösung.
Das Lösungsmittel wird entfernt. Es werden 190 mg Wasserextrakt und 80 mg Ethanolextrakt erhalten.
Beispiel 2: Durchführung des B16 V Maus-Melanomzellen-Tests:
B16V Maus-Melanomzellen (Hersteller: DSMZ; Artikel-Nr,: ACC370) werden in RPMI- Medium (Invitrogen, Artikel-Nr.: 31870), dem zusätzlich noch 10% FBS (Fetal Bovine Serum; Invitrogen, Artikel-Nr: 10499044), 2mM L-Glutamin (Invitrogen, Artikel-Nr: 25030) und 1mM Natriumpyruvat (Invitrogen, Artikel-Nr: 11360) hinzugefügt werden, überführt und 72h bei 37°C und 5%C02 inkubiert. Das Medium wird abgetrennt und die Zellen werden einmal mit 10mL DPBS (Dulbecco's Phosphate-Buffered Salines; Invitrogen, Artikel-Nr. 14190) gewaschen und das Medium anschließend abgesaugt. Es wird 1 mL HyQtase- Cell Detachment Solution (Hyclone,
Artikel-Nr. SV30030.01) auf die Zellen gegeben. Die Flasche wird mehrfach geschwenkt und die HyQtase- Cell Detachment Solution anschließend durch Absaugen entfernt. Dann werden die Zellen für 5min im Inkubator bei 37°C und 5%C02 inkubiert. Die Zellen werden in dem modifizierten RPMI- Medium (s.o.) aufgenommen und die Zellzahl bestimmt. Dazu werden die Zellen mit Trypanblau angefärbt und in einer Neubauer-Zählkammer ausgezählt. Anschließend werden die Zellen erneut im modifizierten RPMI- Medium (s.o.) in einer definierten Zellzahl von 80000 Zellen pro Well (6 Well Clear Plate, TCT, PS (Nunc)) ausgesät.
Die Zellen werden 24h bei 37°C und 5%C02 inkubiert, danach das Medium entfernt. Anschließend werden 1980 L der Substanzverdünnung
zugegeben. Für diese Substanzverdünnung wird der Wasserextrakt aus Beispiel 1 in DMSO gelöst und anschließend über einen Sterilfilter (0.2 m, Millipore, Artikel Nr. SLLG0 3SL) filtriert. Die Lösung wird dann mit dem modifizierten RPMI-Medium (s.o., jedoch beträgt in diesem Fall der FBS-
Gehalt nur 5%) so verdünnt, dass die Endkonzentration des Extraktes 0,1 mg/ml bzw. 9,95 mg/ml beträgt.
Dann werden 20μΙ_ einer alpha-MSH Lösung (alpha-melanocyte stimulating hormone, DMSO, Sigma, Artikel-Nr. :D2650) zugegeben, so dass die alpha- MSH Konzentration im Well bei 10"8 M liegt. Anschließend wird erneut 24h bei 37°C und 5% CO2 inkubiert. Der in diesem Abschnitt beschriebene Vorgang wird insgesamt noch zweimal wiederholt. Nach der letzten Inkubationsperiode wird das Medium abgesaugt und die Zellen mit 1000μΙ_ DPBS (Invitrogen, Artikel-Nr. 14190) gewaschen. Das Medium wird erneut abgesaugt. Es werden 250μΙ_ HyQtase- Cell
Detachment Solution (Hyclone, Artikel-Nr. SV30030.01) auf die Zellen gegeben. Die 6 Well-Platte wird mehrfach geschwenkt und die HyQtase- Cell Detachment Solution anschließend durch Absaugen entfernt. Dann werden die Zellen für 5min im Inkubator bei 37°C und 5%C02 inkubiert. Die Zellen werden in 1.5ml_ DPBS (Invitrogen, Artikel-Nr. 14190) aufgenommen und in ein Cup (SARSTEDT, Ref. 72.692.005) überführt. Anschließend wird die Zellzahl bestimmt. Dazu werden die Zellen mit Trypanblau angefärbt und in einer Neubauer-Zählkammer ausgezählt. Die Zellen bei 3500g 1min zentrifugiert. Die erhaltenen Pellets werden photographiert und
anschließend der Überstand abgesaugt. Die Pellets werden in 1mL N NaOH 1h bei 80°C aufgelöst und dann auf RT abgekühlt. Anschließend werden pro Cup viermal je 200μΙ_ (als Vierfachbestimmung) in eine 96 Well Platte (VWR, Artikel Nr. 4100636981) pipettiert und die Absorption bei 405nm Wellenlänge ermittelt (Safire, Tecan). Mittels einer Eichgeraden kann so der Gehalt an Melanin bestimmt werden
Als Vergleich wird parallel je eine Probe ohne Extrakt aber mit 0,1% DMSO bzw. mit 0,1% DMSO und alpha-MSH (Konzentration im Well bei 10"8 M) verwendet.
Ergebnisse:
Der Wasserextrakt aus Eugenia uniflora aus Beispiel 1 bewirkt eine
Reduktion des Melaningehalts in den durch α-MSH zur Bräunung
stimulierten Melanocyten. Im Falle einer Extraktkonzentration von 0,1 mg/ml sinkt der Melaningehalt der Zellen sogar unter den Melaningehalt der unstimulierten Zellen
Tabelle 1 : Gehalt an Melanin pro Zelle:
Beispiel 3: Untersuchung des Eugenia tyn/T/ora-Extrakts auf Eugenin:
Da Eugenin in Ethanol löslich ist, wird der Ethanol-Extrakt aus Beispiel 1 mittels HPLC untersucht. Zum Vergleich wird reines Eugenin (Reinheit 99%) vermessen.
Die Bedingungen für die HPLC sind wie folgt:
Säule: Chromolith Performance RP-18e 100- 4,6 mm
Eluent A: Acetonitril +1 % Wasser
Eluent B: 0,1M Natriumdihydrogenphosphat Puffer pH 2,6 + 1 % Acetonitril Gradient:
Wellenlänge: 3 5 nm
Die HPLC-Chromatogramme des Extrakts von Eugenia uniflora (a) und von reinem Eugenin (b) haben keine Übereinstimmung (siehe Fig. 1 ): Das Chromatogramm des Extrakts besteht aus 3 Signalen bei einer
Retentionszeit von ca. 2 bis 3 min. Das Signal der Vergleichsprobe Eugenin erscheint bei einer Retentionszeit von ca. 7 min. Bei dieser Retentionszeit weist das Chromatogramm des Extrakts kein Signal auf. Die Ergebnisse zeigen, dass die untersuchten Extrakte kein Eugenin enthalten.
Beispiel 4: O/W Emulsionen zur Hautaufhellung, Angaben in Gew%
Inhaltsstoffe 1 -1 1-2 1-3 1-4 1-5
Titandioxid 2 5
Methylen Bis-
Benztriazolyltetramethylbuty
Iphenol
Eugenia uniflora Extrakt 0,5 0,25 0,1 0,25 0,1
4-Methylbenzylidencampher 2 3 4
BMDBM 1 3 3 3
Stearylalkohol (und) 3 3 3 3 3 Steareth-7 (und) Steareth- 10
Glycerylstearat (und) 3 3 3 3 3 Ceteth-20
Glycerylstearat 3 3 3 3 3
Microwax 1 1 1 1 1
Cetearyloctanoat 1 1 ,5 1 1 ,5 1 1 ,5 1 1 ,5 11 ,5
Caprylic/Capric triglyceride 6 6 6 6 6
Oleyloleat 6 6 6 6 6
Propylenglykol 4 4 4 4 4
Propylparaben 0,05 0,05 0,05 0,05 0,05
Methylparaben 0,15 0,15 0,15 0,15 0, 15
Tromethamin 1 ,8
Wasser Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100
Beispiel 4 (Fortsetzung):
Inhaltsstoffe 1-6 1-7 1-8 1-9 1-10
Titandioxid
Methylen Bis- 1 2 1
Benztriazolyltetramethylbuty
Iphenol
Eugenia uniflora Extrakt 2,0 1 ,0 1 ,0 0,5 0,1
4-Methylbenzylidencampher 3 2
BMDBM 3 3 3 3
Stearylalkohol (and) 3 3 3 3 3 Steareth-7 (and) Steareth- 10
Glycerylstearat (and) 3 3 3 3 3 Ceteth-20
Glycerylstearat 3 3 3 3 3
Microwax 1 1 1 1 1
Cetearyloctanoat 11 ,5 11 ,5 11 ,5 11 ,5 11 ,5
Caprylic/Capric triglyceride 6 6 6 6 6
Oleyloleat 6 6 6 6 6
Propylenglykol 4 4 4 4 4
Propylparaben 0,05 0,05 0,05 0,05 0,05
Methylparaben 0,15 0,15 0,15 0.15 0,15
Tromethamin
Wasser Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100
Beispiel 5: W/O Emulsionen zur Hautaufhellung, Angaben in Gew%
Inhaltsstoffe 2-1 2-2 2-3 2-4 2-5
Titandioxid 2 5
Eugenia uniflora Extrakt 0,5 0,25 0,1 0,25 0,1
Zinkoxid
Polyglyceryl-3-dimerat 3 3 3 3 3
Cera alba 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3
Hydrogenated Castor oil 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2
Paraffinum liquidum 7 7 7 7 7
Caprylic/capric 7 7 7 7 7 triglyceride
Hexyllaurat 4 4 4 4 4
PVP/eicosen copolymer 2 2 2 2 2
Propylenglykol 4 4 4 4 4
Magnesiumsulfat 0,6 0,6 0,6 0,6 0,6
Tocopherol 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5
Tocopherolacetat 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5
Cyclomethicone 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5
Propylparaben 0,05 0,05 0,05 0,05 0,05
Methylparaben 0,15 0,15 0,15 0,15 0,15
Wasser Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100
Beispiel 5 (Fortsetzung):
Inhaltsstoffe 2-6 2-7 2-8 2-9 2-10
Titandioxid
Eugenia uniflora Extrakt 0,5 1 ,0 1 ,0 0,5 0,1
Zinkoxid 5 2
Polyglyceryl-3-dimerat 3 3 3 3 3
Cera alba 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3
Hydrogenated Castor oil 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2
Paraffinum liquidum 7 7 7 7 7
Caprylic/capric 7 7 7 7 7 triglyceride
Hexyllaurat 4 4 4 4 4
PVP/eicosen copolymer 2 2 2 2 2
Propylenglykol 4 4 4 4 4
Magnesiumsulfat 0,6 0,6 0,6 0,6 0,6
Tocopherol 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5
Tocopherolacetat 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5
Cyclomethicone 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5
Propylparaben 0,05 0,05 0,05 0,05 0,05
Methylparaben 0,15 0,15 0,15 0, 15 0,15
Wasser Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100 Ad 100
Beispiel 6: Creme zur Kontrastreduktion (Angaben in Gew. %)
Inhaltsstoffe INCI [%] A
Marlipal 1618/11 CETEARETH-1 1 3,00 La nette O CETEARYLALCOHOL 7,00 Luvitol EHO CETEARYLOCTANOATE 5,00 Tegosoft TN C12-15 ALKYLBENZOATE 2,50 Miglyol 812 N CAPRYLIC/CAPRIC 2,50
TRIGLYCERIDE
Propyl-4-hydroxybenzoat PROPYLPARABEN 0,05
B
1 ,2-Propanediol PROPYLENE GLYCOL 4,00 Methyl-4-hydroxybenzoat METHYLPARABEN 0,15 Wasser, entmineralisiert AQUA (WATER) 60,80 Eugenia uniflora Extrakt 1 ,00 C
Dihydroxyaceton DIHYDROXYACETONE 5,00
Wasser, entmineralisiert AQUA (WATER) 9,00
Herstellung:
Phase A auf 75°C erwärmen, Phase B auf 80°C. Unter Rührem langsam Phase B in Phase A eintragen. Homogenisieren. Unter gleichbleibendem Rühren abkühlen lassen und bei 40°C Phase C hinzufügen.
Beispiel 7: Lotion zur Kontrastreduktion
Inhaltsstoffe INCI [%] A
Dow Corning 3225 C CYCLOMETHICONE, 23,60
DIMETHICONE COPOLYOL
Propyl-4-hydroxybenzoate PROPYLPARABEN 0,05
B
Dihydroxyaceton DIHYDROXYACETONE 5,00 Methyl-4-hydroxybenzoat METHYLPARABEN 0,15
Eugenia uniflora Extrakt 1 ,00
1 ,2-Propanediol PROPYLENE GLYCOL 34,90
Wasser, entmineralisiert AQUA (WATER) 35,30
Herstellung:
Phase B vollständig gelöst zu Phase A geben.
Beispiel 8: Gel zur Kontrastreduktion
Inhaltsstoffe INCI [%] A
Dihydroxyaceton D I H YD ROXYAC ETO N E 5,00 1 ,2-Propanediol PROPYLENE GLYCOL 2,50 Sorbitol F liquid SORBITOL 2,50 Methyl-4-hydroxybenzoat METHYLPARABEN 0,20 Wasser, entmineralisiert AQUA (WATER) 28,30
B
Eugenia uniflora Extrakt 1 ,00 Natrosol 250 HHR HYDROXYETHYLCELLULOSE 1 ,50 Wasser, entmineralisiert AQUA (WATER) 59,00
Herstellung:
Natrosol unter sehr starkem Rühren zur Wasserphase B geben. Die Dosierung der Zugabe muss so erfolgen, dass zwar eine gleichmäßige Verteilung der Partikel und eine vollständige Benetzung derselben mit Wasser erfolgen kann, aber gleichzeitig die Viskosität der wässrigen Phase minimiert wird, während das Polymer zugegeben wird. Dihydroxyaceton im Wasser der Phase A lösen und restliche Inhaltsstoffe unter Rühren zugeben. Phase A und B zusammengeben und homogenisieren.