Tragvorrichtung für einen Sanitärkörper
Die Erfindung betrifft eine Tragvorrichtung für einen
Sanitärkörper, insbesondere ein WC-Becken, ein Urinal-Becken, ein Bidet oder einen Waschtisch, mit einem ersten Träger, der erste Befestigungselemente zur statischen Montage des ersten Trägers an einem Bauwerk sowie zweite Befestigungselemente zur Anbringung eines Spülkastens am ersten Träger aufweist, und mit einem zweiten Träger, der dritte Befestigungselemente zur Anbringung des Sanitärkörpers an dem zweiten Träger aufweist, wobei der zweite Träger mit dem ersten Träger zwischen einer ersten, oberen Position und einer in
Schwerkraftrichtung davon beabstandeten zweiten, unteren Position verschiebbar verbunden ist, wobei der zweite Träger zumindest in der ersten, oberen Position und in der zweiten, unteren Position arretierbar ist. Ferner betrifft die
Erfindung eine Sanitärvorrichtung mit einer solchen
Tragvorrichtung .
Eine Tragvorrichtung der eingangs genannten Art, die also höhenverstellbar ist, ist beispielsweise aus der DE 102 10 494 Cl bekannt. Diese Tragvorrichtung weist einen ersten, rahmenförmigen Träger aus vertikalen Verstrebungen und horizontalen Verstrebungen auf, der über entsprechende
Befestigungselemente statisch, das heißt ortsfest, an einem Bauwerk, beispielsweise einer Wand oder einem Boden, montiert werden kann. Dieser Träger weist ferner Befestigungselemente zur Anbringung eines Spülkastens auf, der insofern also auch ortsfest montiert ist. Mit dem ersten Träger ist ein zweiter Träger verschiebbar verbunden, das heißt der erste Träger und
der zweite Träger sind relativ zueinander beweglich. Die Relativbewegung erfolgt dabei in der Vertikalen, also in bzw. entgegen der Schwerkraftrichtung. Am zweiten Träger sind Befestigungselemente zur Anbringung eines Sanitärkörpers, beispielsweise WC-Beckens, sowie
Anschlüsse für den Ab- und Zulauf vorgesehen. Ein am zweiten Träger montiertes WC-Becken kann auf diese Weise in
vertikaler Richtung, das heißt in bzw. entgegen der
Schwerkraftrichtung, höhenverstellt werden.
Diese Höhenverstellung ist aber relativ kompliziert und daher nur von Fachleuten, beispielsweise einem Monteur für
Installationstechnik, durchführbar. So ist sowohl der erste Träger als auch der zweite Träger jeweils mit einer gezahnten Platte bzw. Fläche versehen, wobei die gezahnten Flächen im montierten Zustand einander gegenüberliegen. Die gezahnten Flächen sind in der Vertikalen angeordnet und werden, indem die Gewindestangen zur Befestigung des Sanitärkörpers
festgezogen werden, in horizontaler Richtung aneinander gepresst, wodurch die Zahnprofile ineinandergreifen, was wiederum eine Arretierung des zweiten Trägers gegenüber dem ersten Träger bewirkt. Soll nun eine Höhenverstellung
vorgenommen werden, müssen die Gewindestangen soweit gelöst werden, dass die Zahnprofile der beiden gezahnten Flächen des ersten und zweiten Trägers außer Eingriff kommen, so dass der erste Träger und der zweite Träger in der Vertikalen relativ zueinander bewegt werden können. Dabei sind die Bauteile, auf denen die gezahnten Flächen vorgesehen sind, mit einer Feder, die die gezahnten Flächen auseinander drückt, vorgespannt, um beim Lösen der Gewindestangen den Vorgang des
Außereingriffbringens der gezahnten Flächen zu vereinfachen.
Nachdem der erste und der zweite Träger dann relativ zueinander in vertikaler Richtung verschoben worden sind, müssen die Gewindestangen wieder festgezogen werden, um den Sanitärkörper in der neuen Position zu arretieren.
Die vorangehend beschriebene Höhenverstellung ist unter anderem deshalb so aufwendig, da die Gewindestangen, die auch den Sanitärkörper halten, gelöst werden müssen, und
entsprechend zur Höhenverstellung das gesamte Gewicht des Sanitärkörpers inklusive eventuell eingefülltem Spülwasser in der Vertikalen zu verlagern. Auch läßt sich ein solcher
Sanitärkörper nicht ohne weiteres "auf die Schnelle"
höhenverstellen, sondern es muss wie gesagt für diese Zwecke immer ein Monteur bestellt werden. Die Höhenverstellung ist somit wenig komfortabel. Zu diesen Nachteilen kommt hinzu, dass die Konstruktion der Tragvorrichtung relativ komplex ist, was zu relativ hohen Anschaffungskosten führt.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Tragvorrichtung bereitzustellen, die bei möglichst geringen Anschaffungskosten einen möglichst hohen Komfort bietet.
Die zuvor hergeleitete und aufgezeigte Aufgabe wird bei einer Tragvorrichtung für einen Sanitärkörper, insbesondere ein WC- Becken, ein Urinal-Becken, ein Bidet oder einen Waschtisch, mit einem ersten Träger, der erste Befestigungselemente zur statischen (ortsfesten) Montage des ersten Trägers an einem Bauwerk, beispielsweise einer Wand und/oder einem Boden, sowie zweite Befestigungselemente zur Anbringung eines
Spülkastens am ersten Träger aufweist, und mit einem zweiten Träger, der dritte Befestigungselemente zur Anbringung des Sanitärkörpers an dem zweiten Träger und gegebenenfalls
Anschlüsse für einen Ab- und einen Zulauf aufweist, wobei der zweite Träger mit dem ersten Träger zwischen einer ersten, oberen Position und einer in Schwerkraftrichtung davon beabstandeten zweiten, unteren Position verschiebbar
verbunden ist, wobei der zweite Träger zumindest in der ersten, oberen Position und in der zweiten, unteren Position arretierbar ist, dadurch gelöst, dass zwischen dem ersten Träger und dem (relativ dazu verschiebbaren) zweiten Träger mindestens eine entgegen der Schwerkraftrichtung wirkende Feder angeordnet ist, deren eines Ende mit dem ersten Träger und deren anderes Ende mit dem zweiten Träger verbunden ist.
Mit anderen Worten sind der erste Träger und der zweite
Träger relativ zueinander beweglich, und zwar derart, dass sie relativ zueinander in vertikaler Richtung eine
translatorische Bewegung durchführen, wenn der zweite Träger nicht relativ zum ersten Träger arretiert ist. Die entgegen der Schwerkraftrichtung wirkende Feder dient dazu, in dem Fall, dass der zweite Träger nicht arretiert ist und
gegenüber dem ersten Träger verschoben werden soll, zumindest einen Teil des Gewichts des Sanitärkörpers auszugleichen. Bevorzugt ist die Feder so ausgebildet (konfiguriert) , dass die Federkraft mindestens so groß wie die Gewichtskraft des Sanitärkörpers, insbesondere des bestimmungsgemäß mit
Spülwasser gefüllten Sanitärkörpers, ist. Besonders bevorzugt ist die Feder so ausgebildet, dass die Federkraft mindestens so groß wie die Summe aus der Gewichtskraft des
Sanitärkörpers, insbesondere des bestimmungsgemäß mit
Spülwasser gefüllten Sanitärkörpers, und der Gewichtskraft des zweiten Trägers sowie gegebenenfalls der Gewichtskraft eines am zweiten Träger angeschlossenen Zulaufbogens und/oder Ablaufbogens (Abgangsbogens) ist.
Dabei ist mit dem Zulaufbogen ein rohrförmiges Bauteil gemeint, welches mit seinem unteren Ende am dafür
vorgesehenen Anschluss am zweiten Träger montiert ist und dessen oberes Ende vertikal beweglich an einem Anschluss am Spülkasten montiert ist. Ein solcher Zulaufbogen kann
beispielsweise im unteren Teil einen steifen Rohrbogen aufweisen, an den sich nach oben hin bis zum oberen Ende des Zulaufbogens eine balgartige (ziehharmonikaartige) Manschette anschließt. Eine solche Manschette ermöglicht auf einfache Weise die für die Höhenverstellung erforderliche
Längenanpassung des Zulaufbogens . Anstelle einer Manschette kann auch vorgesehen sein, dass der gesamte Zulaufbogen steif ausgebildet ist und dichtend und beweglich in einem oder um ein fest mit dem Spülkasten verbundenes Ablaufrohr gelagert ist .
Mit einem Ablaufbogen ist ein vergleichbares rohrförmiges Bauteil gemeint, das mit seinem oberen Ende am dafür
vorgesehenen Anschluss am zweiten Träger montiert ist und dessen unteres Ende vertikal beweglich an einem fest mit der Abwasserleitung verbundenen rohrförmigen Element montiert ist. Vertikal beweglich bedeutet im Sinne der Erfindung, dass zumindest eine Komponente der Bewegung im Raum in die
vertikale Richtung weist. Auch der Abgangsbogen kann im
Bereich des Anschlusses an den zweiten Träger einen steifen Rohrbogen und daran anschließend eine balgartige Manschette aufweisen, um die Höhenverstellung auszugleichen. Anstelle einer balgartigen Manschette kann der Ablaufbogen auch in einem Teilabschnitt einen flexiblen Schlauch aufweisen. Auch ist es denkbar, den Ablaufbogen vollständig steif auszubilden und diesen dann dichtend und beweglich in einem oder um ein
fest mit der Abwasserleitung verbundenes rohrformiges Element zu lagern.
Der zweite Träger kann in mindestens einer weiteren Position, vorzugweise in einer Mehrzahl von weiteren Positionen, welche zwischen der ersten, oberen Position und der zweiten, unteren Position liegen können, arretiert werden. Insbesondere kann eine Tragvorrichtung bereitgestellt werden, welche eine
(nahezu) stufenlose und insbesondere individuelle
Höhenverstellung zwischen der ersten, oberen Position und der zweiten, unteren Position ermöglicht.
Indem die entgegen der Schwerkraftrichtung wirkende Feder die Gewichtskraft des Sanitärkörpers, gegebenenfalls mit dem darin befindlichen Spülwasser, sowie gegebenenfalls auch die Gewichtskraft des zweiten Trägers und der damit verbundenen Bauteile kompensiert, kann ohne großen Kraftaufwand eine Höhenverstellung des Sanitärkörpers vorgenommen werden.
Grundsätzlich kann auch die Federkraft auf mehrere Federn aufgeteilt werden, so dass die einzelnen Federn weniger
Bauraum einnehmen und die Last besser verteilen. Zu diesem Zweck kann vorgesehen sein, dass zwischen dem ersten Träger und dem zweiten Träger mindestens zwei entgegen der
Schwerkraftrichtung wirkende Federn angeordnet sind, deren jeweiliges eines Ende mit dem ersten Träger und deren
jeweiliges anderes Ende mit dem zweiten Träger verbunden ist.
Bei der mindestens einen Feder bzw. den mindestens zwei
Federn handelt es sich gemäß einer Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen Tragvorrichtung um eine Zug- oder
Druckfeder. Bei Vorhandensein von mindestens zwei Federn kann auch eine Zug- und eine Druckfeder vorgesehen sein.
Gemäß noch einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Tragvorrichtung ist die mindestens eine Feder eine
pneumatische Feder oder eine hydraulische Feder. Vorzugsweise kann eine Gasfeder vorgesehen sein. Insbesondere kann die mindestens eine Feder eine Gaszug- oder Gasdruckfeder sein. Gasfedern sind auf einfache Weise bedienbar und ermöglichen auch dem Laien ohne Weiteres eine Höhenverstellung des
Sanitärkörpers .
Gemäß noch einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Tragvorrichtung weist die mindestens eine Feder, insbesondere die pneumatische oder hydraulische Feder, wie eine Gasfeder, einen Verriegelungsmechanismus auf, mit dem sie in der ersten, oberen Position und/oder in der zweiten, unteren
Position und/oder in einer oder mehreren dazwischen liegenden Positionen verriegelbar (blockierbar) und entriegelbar
(freigebbar) ist. Erfindungsgemäß ist auf diese Weise der zweite Träger in den besagten Positionen arretierbar. Der Verriegelungsmechanismus ist insbesondere über einen
Auslösemechanismus betätigbar, der ein elektrischer,
hydraulischer, pneumatischer oder mechanischer
Auslösemechanismus sein kann. Der Auslösemechanismus kann einen Bowdenzug und/oder einen Auslöseknopf oder einen
Auslösehebel aufweisen. Besonders bevorzugt kann mittels eines Hebels als Auslösemechanismus der
Verriegelungsmechanismus beispielsweise einer Gasfeder betätigt werden, so dass bei Betätigung des Hebels die Feder, wenn sie unbelastet ist, den Sanitärkörper in vertikaler Richtung anhebt und sich im belasteten Zustand der Feder, wenn beispielsweise eine Person auf dem Sanitärkörper sitzt, sich der Sanitärkörper absenkt. Wird der Auslösemechanismus,
beispielsweise der Hebel, wieder in die Ausgangslage
zurückbewegt, wird die Gasfeder wieder verriegelt/blockiert und der zweite Träger arretiert. Selbstverständlich ist das ' grundlegende Funktionsprinzip der Verriegelung und
Entriegelung auch auf andere Federtypen anwendbar. Auch ist nicht zwingend ein Hebel als Auslösemechanismus erforderlich, sondern der Auslösemechanismus kann wie zuvor definiert auch anders ausgebildet und bedienbar sein. Dabei ist der
Auslöseknopf oder Auslösehebel insbesondere an der
Tragvorrichtung, vorzugsweise an der Beplankung der
Tragvorrichtung, die im Folgenden noch näher beschieben wird, befestigt bzw. (im Falle eines Auslösehebels) angelenkt.
Grundsätzlich ist auch denkbar, dass der Auslöseknopf oder Auslösehebel nicht an der Tragvorrichtung, sondern daneben, beispielsweise an der Wand des Raumes, in dem die
Tragvorrichtung angeordnet ist, befestigt bzw. angelenkt ist.
Erfindungsgemäß erfolgt also die Arretierung des zweiten Trägers in der jeweiligen Position gegenüber dem ersten
Träger durch eine oder mehrere entgegen der
Schwerkraftrichtung wirkende Federn, insbesondere Gasfedern, mit einem eigenen Verriegelungsmechanismus anstelle von am ersten Träger und am zweiten Träger befestigten vertikal verlaufenden gezahnten Flächen. Eine solche Anordnung ist auf besonders einfache Weise bedienbar und hat insbesondere den
Vorteil, dass der Sanitärkörper zum Verstellen der Höhe nicht gelöst werden muss.
Gemäß wiederum einer weiteren Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen Tragvorrichtung wird der erste Träger von einem Rahmen gebildet und der zweite Träger ist, insbesondere zumindest teilweise, innerhalb des ersten Rahmens angeordnet,
d.h. der Rahmen verläuft um zumindest einen Teil des zweiten Trägers herum. Vorzugsweise ist der zweite Träger vollständig in einem von dem Rahmen umgebenen Bereich (Raum) angeordnet, d.h. der zweite Träger ist vollständig zu seinen Seiten und nach oben und unten von dem Rahmen umgeben (umschlossen) bzw. der Rahmen verläuft um den gesamten Träger herum. Um eine translatorische Relativbewegung zwischen erstem Träger und zweitem Träger zu ermöglichen, kann dabei eine
Führungseinrichtung vorgesehen sein, die den zweiten Träger relativ zum ersten Träger parallel zur Schwerkraftrichtung führt. Insbesondere ist dabei vorgesehen, dass die
Führungseinrichtung gebildet wird, indem der Rahmen,
insbesondere innenseitig oder außenseitig, Führungsschienen und der zweite Träger in den Führungsschienen geführte
Gegenstücke, insbesondere Gleitschienen, Rollen oder
Wälzlager, aufweist und/oder der zweite Träger, insbesondere innenseitig oder außenseitig, Führungsschienen und der Rahmen in den Führungsschienen geführte Gegenstücke, insbesondere Gleitschienen, Rollen oder Wälzlager, aufweist. Alternativ oder zusätzlich ist es denkbar, dass mit dem Rahmen
Führungsstangen verbunden sind und der zweite Träger an den FührungsStangen geführte, die FührungsStangen zumindest abschnittsweise umgreifende Gegenstücke, insbesondere C- Profile oder Hülsen, aufweist. Die Außenkontur der
FührungsStangen und/oder die Innenkontur der C-Profile oder Hülsen können dabei rund oder eckig, insbesondere rechteckig, sein. Die FührungsStangen können innerhalb oder außerhalb des Rahmens vorgesehen sein. Die Führungsschienen oder -Stangen verlaufen dabei in Schwerkraftrichtung. Auf diese Weise kann der zweite Träger mit einfachen Mitteln relativ zum ersten Träger, insbesondere innerhalb des rahmenförmigen ersten Trägers, geführt werden.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Tragvorrichtung ist die Feder oder, bei Vorhandensein
mehrerer Federn, zumindest eine der Federn in einem
Zwischenraum zwischen der Führungseinrichtung, insbesondere einer der Führungsschienen oder -Stangen, und dem dazu benachbarten, d.h. dem dazu am nächsten liegenden, Teil des Rahmens, insbesondere einer vertikalen Verstrebung des
Rahmens, angeordnet. Grundsätzlich kann zu jeder Seite der Tragvorrichtung bzw. des zweiten Trägers ein solcher
Zwischenraum vorhanden sein, wobei aber nicht in jedem
Zwischenraum eine Feder angeordnet sein muss. Durch die Ausnutzung eines solchen Zwischenraums zur Anordnung der Feder (n) wird die Tragvorrichtung relativ flach gehalten und nimmt dadurch weniger Bauraum ein.
Ferner ist gemäß noch einer Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen Tragvorrichtung vorgesehen, dass am zweiten Träger ein oder mehrere Abstandshalter, insbesondere
verstellbare Abstandshalter, vorgesehen sind, an denen eine parallel zum ersten und/oder zweiten Träger verlaufende Blende angeordnet ist, die senkrecht zur Schwerkraftrichtung (in Richtung des zu montierenden Sanitärkörpers) vom zweiten Träger beabstandet ist und die zumindest einen Teil des zweiten Trägers (nach vorne zum Sanitärkörper hin) abdeckt. Die Abstandshalter haben den Zweck, dass die Blende einen vorgegebenen Abstand von der Oberfläche der Fliesen hat, mit denen die Tragvorrichtung verdeckt wird, nachdem sie mit einer Beplankung, wie sie im Folgenden noch erläutert wird, beplankt worden ist. In den Fliesen verbleiben vorzugsweise lediglich Öffnungen zur Hindurchführung der Gewindestangen zur Befestigung des Sanitärkörpers und Öffnungen zur
Durchführung von Zu- und Ablauf. Die Öffnungen sind dabei so geformt, dass die Hohenverstellbarkeit gewährleistet ist. Beispielsweise handelt es sich bei den Öffnungen um
Langlöcher .
Die Abstandshalter können wie gesagt auch verstellbar sein, was den Vorteil hat, dass der Abstand der Blende an
unterschiedliche Fliesen- und Beplankungsstärken anpassbar ist .
Die Blende besteht beispielsweise zumindest teilweise aus Metall, insbesondere Edelstahl, Kunststoff oder Glas. Die Blende ermöglicht mit einfachen Mitteln die Abdeckung der für die Gewährleistung der Hohenverstellbarkeit notwendigen
Aussparungen in den Fliesen. Zusätzlich kann die Blende auch dazu dienen, zumindest einen Teil der Last des Sanitärkörpers aufzunehmen und in der Tragvorrichtung zu verteilen.
Wie bereits zuvor angedeutet, kann die erfindungsgemäße
Tragvorrichtung auch eine Beplankung aufweisen. Diese
Beplankung dient beispielsweise als Träger für Fliesen, die die Tragvorrichtung und/oder die Wandöffnung, in der die Tragvorrichtung angeordnet wird, verkleiden. Gemäß einer Ausgestaltung der Tragvorrichtung ist die Beplankung mit dem äußeren Träger, insbesondere mit dem Rahmen des äußeren
Trägers, verbunden und deckt insbesondere den äußeren Träger und/oder zumindest einen Teil des Bereichs, insbesondere den größten Teil des Bereichs, zwischen den vertikalen
Verstrebungen des Rahmens (nach vorne zum Sanitärkörper hin) ab. Die Beplankung, bei der es sich um ein plattenförmiges Element handeln kann, liegt vorzugsweise am Rahmen,
insbesondere an den vertikalen Verstrebungen und
gegebenenfalls auch an den horizontalen Verstrebungen des Rahmens bündig an. Es ist insbesondere vorgesehen, dass die Beplankung zwischen dem Rahmen, insbesondere den vertikalen Verstrebungen des Rahmens, und der Blende angeordnet ist, wobei die Blende senkrecht zur Schwerkraftrichtung, also in horizontaler Richtung, von der Beplankung beabstandet ist.
Es ist denkbar, dass die Beplankung einen Teil des Bereichs, insbesondere den größten Teil des Bereichs, zwischen den vertikalen Verstrebungen des Rahmens (nach vorne zum
Sanitärkörper hin) abdeckt, mit Ausnahme zumindest eines ersten von der Beplankung ausgenommenen Bereichs bzw. einer ersten Öffnung in der Beplankung, der/die in Richtung
senkrecht zur Schwerkraftrichtung (also in horizontaler
Richtung) in der ersten Position und der zweiten Position des zweiten Trägers vor den Anschlüssen für den Ablauf und den Zulauf, insbesondere auch vor den Aufnahmen im inneren Träger für die Gewindestangen bzw. für die Befestigungselemente zur Fixierung des Sanitärkörpers am inneren Träger, liegt, und insbesondere auch mit Ausnahme eines zweiten von der
Beplankung ausgenommenen Bereichs bzw. einer zweiten Öffnung in der Beplankung, der/die in Richtung senkrecht zur
Schwerkraftrichtung vor einem Teil des Spülkastens,
insbesondere vor Bedienelementen des Spülkastens, liegt.
Gemäß noch einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Tragvorrichtung deckt die Blende den ersten von der
Beplankung ausgenommenen Bereich bzw. die erste Öffnung in der Beplankung in Richtung senkrecht zur Schwerkraftrichtung ab.
Der zuvor beschriebene erste von der Beplankung ausgenommene Bereich bzw. die erste Öffnung in der Beplankung kann als Revisionsöffnung dienen, die einen leichten Zugang zum Innern der Tragvorrichtung, insbesondere zum inneren Träger und den Anschlüssen für den Ablauf und den Zulauf, gewährleistet.
Damit die (Revisions- ) Öffnung für den Benutzer nicht sichtbar ist, kann diese durch die beschriebene Blende nach vorne hin abgedeckt werden. Der zweite von der Beplankung ausgenommene Bereich bzw. die zweite Öffnung in der Beplankung kann zur Aufnahme eines Bedienteils, insbesondere eines Bedienteils mit einer oder mehreren Drucktasten, zum Betätigen des
Spülkastens dienen. Insbesondere ist das Bedienteil mit den genannten Bedienelementen des Spülkastens mechanisch oder elektrisch gekoppelt.
Um das Innere der Tragvorrichtung gegenüber der Umgebung, das heißt gegenüber dem Raum, in welchem sich der Sanitärkörper befindet, abzudichten, ist gemäß noch einer weiteren
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Tragvorrichtung
vorgesehen, dass innerhalb des ersten von der Beplankung ausgenommenen Bereichs bzw. der ersten Öffnung in der
Beplankung ein Dichtelement in Form eines Rahmens oder einer Abdeckplatte angeordnet und mit der Beplankung, insbesondere dem Rand des ersten von der Beplankung ausgenommenen Bereichs bzw. der ersten Öffnung, verbunden ist, wobei der Rahmen oder die Abdeckplatte einen Teil des ersten von der Beplankung ausgenommenen Bereichs (nach vorne zum Sanitärkörper hin) abdeckt und insbesondere verschließt, mit Ausnahme einer einzelnen Aussparung im Rahmen oder mehrere Aussparungen in der Abdeckplatte, welche Aussparung (en) in Richtung senkrecht zur Schwerkraftrichtung (also in horizontaler Richtung) in der ersten Position und der zweiten Position des zweiten
Trägers vor den Anschlüssen für den Ablauf und den Zulauf, insbesondere auch vor den Aufnahmen im inneren Träger für die Gewindestangen bzw. Befestigungselemente zur Fixierung des Sanitärkörpers am inneren Träger, liegt/liegen. Mit anderen Worten ist entweder ein Rahmen an der Beplankung befestigt, wobei in diesem Fall nur eine einzelne Aussparung in selbigem vorgesehen ist, oder es ist eine Abdeckplatte an der
Beplankung befestigt, wobei in diesem Fall mehrere
Aussparungen in der Abdeckplatte vorgesehen sind.
Der Rahmen bzw. die Abdeckplatte dient dazu, den Spalt zwischen der Beplankung, insbesondere der mit Fliesen
versehenen Beplankung, und der davon beabstandeten Blende zu verschließen und/oder derart abzudichten, dass keine Gerüche aus dem Innern der Tragvorrichtung in die Umgebung, das heißt den Raum, in welchem der Sanitärkörper angeordnet ist, gelangen können (also geruchsdicht bzw. gasdicht
abzudichten) . Das Dichtelement, also der Rahmen bzw. die Abdeckplatte, kann auch am gefliesten Teil bzw. den Fliesen auf der Beplankung anliegen und dadurch den Spalt zwischen Fliesen und Blende verschließen bzw. abdichten (also
geruchsdicht bzw. gasdicht abdichten) .
Es ist denkbar, dass der Rahmen oder die Abdeckplatte
zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, aus Kunststoff oder Gummi besteht, wodurch der Rahmen bzw. die Abdeckplatte besonders einfach in die Öffnung in der Beplankung eingesetzt werden kann und wodurch auch eine besonders gute Abdichtung zwischen Beplankung bzw. Fliesen und Blende erreicht wird.
Um die Abdichtung zwischen Beplankung bzw. Fliesen und Blende zu optimieren, ist gemäß noch einer weiteren Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Tragvorrichtung an dem Rahmen eine umlaufende Dichtung vorgesehen, die zumindest an der dem Sanitärkörper zugewandten Seite des Rahmens angeordnet ist. Entsprechend ist es auch denkbar, dass an der Abdeckplatte eine umlaufende Dichtung vorgesehen ist, die zumindest an der dem Sanitärkörper zugewandten Seite der Abdeckplatte
angeordnet ist. Grundsätzlich ist es auch denkbar, zusätzlich oder alternativ eine solche Dichtung an der dem Dichtelement (dem Rahmen bzw. der Abdeckplatte) zugewandten Seite der Blende anzuordnen. Die Dichtung kann ein Hohlprofil oder eine Dichtlippe sein, welches Hohlprofil bzw. welche Dichtlippe vorzugsweise in einer Nut in dem Dichtelement (Rahmen oder Abdeckplatte) und/oder in einer Nut in der Blende verankert ist. Auch ist es zusätzlich oder alternativ möglich, die Dichtung anzukleben. Denkbar ist anstelle eines Hohlprofils auch eine Dichtung aus Vollmaterial .
Die Aufgabe wird ferner auch durch eine Sanitärvorrichtung mit einer wie zuvor beschriebenen Tragvorrichtung und mit einem am zweiten Träger der Tragvorrichtung befestigten
Sanitärkörper, insbesondere WC-Becken, Urinal-Becken, Bidet oder Waschtisch, gelöst. Die Sanitärvorrichtung kann ferner einen am zweiten Träger befestigten Zulaufbogen und/oder Ablaufbogen der zuvor beschriebenen Art und/oder eine am zweiten Träger befestigte Blende der zuvor beschriebenen Art und/oder einen am ersten Träger befestigten Spülkasten der zuvor beschriebenen Art, der insbesondere mit dem Zulaufbogen verbunden ist, aufweisen. Es gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, die
erfindungsgemäße Tragvorrichtung und Sanitärvorrichtung auszugestalten und weiterzubilden. Hierzu sei einerseits
verwiesen auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten
Patentansprüche, andererseits auf die Beschreibung von
Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen:
Fig. la) bis d) ein erstes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Tragvorrichtung,
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Tragvorrichtung als
Teil einer Sanitärvorrichtung, ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Tragvorrichtung, jeweils verschiedene Ansichten eines Ausführungsbeispiels eines Dichtelements für eine erfindungsgemäße
Tragvorrichtung, das Ausführungsbeispiel aus Fig. 3a) und b) im beplankten und verkleideten Zustand und Fig. 6a) und b) eine Schnittansicht eines
Ausführungsbeispiels eines Dichtelements mit eingesetzter umlaufender Dichtung.
In den Figuren la) bis c) ist in verschiedenen Ansichten ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Tragvorrichtung 1 dargestellt, wobei in Fig. la) der Zustand nach Montage der Tragvorrichtung 1 an einem Bauwerk
dargestellt ist. Die Figuren 1b) und c) zeigen auch das
Innere der Tragvorrichtung 1 aus Fig. la) im Detail. Fig. Id) ist eine Schnittansicht entlang der Schnittlinie BB in Fig. lc) .
Die dargestellte Tragvorrichtung 1 wird an einem Bauwerk befestigt, beispielsweise an einer Wand und/oder auf einem Boden, um daran einen Sanitärkörper 10 zu befestigen. Die Tragvorrichtung 1 erlaubt eine Höhenverstellung des
Sanitärkörpers 10, hier beispielsweise eines WC-Beckens, ohne Hilfe eines Fachmanns. Jeder Nutzer kann seine individuelle Sitzposition schnell und einfach finden. Dazu weist die Tragvorrichtung 1 einen ersten, äußeren Träger 2 und einen zweiten, inneren Träger 4 auf. Der erste Träger 2 besteht aus horizontalen Verstrebungen 7.3 und vertikalen Verstrebungen 7.2, die zusammen einen Rahmen 7 bilden. Die Verstrebungen 7.2 und 7.3 bilden gleichzeitig auch
Befestigungselemente 2.2 für einen Spülkasten 3. Der erste Träger 2 wird über entsprechende Befestigungselemente 2.1 statisch bzw. ortsfest an dem Bauwerk, beispielsweise der Wand und/oder dem Boden, befestigt. Der zweite Träger 4 weist Befestigungselemente 4.1 zur
Anbringung des Sanitärkörpers 10 am zweiten Träger 4 sowie Anschlüsse 4.2 und 4.3 für einen Ab- und Zulauf auf. Von dem Anschluss 4.3 für den Zulauf erstreckt sich ein Zulaufbogen 11 mit einer balgartigen Manschette 11.1 bis zu einem
Anschluss 3.1 am Spülkasten 3. Vom Anschluss 4.2 für den
Ablauf erstreckt sich ein Ablaufbogen 12 mit einem flexiblen Teilstück 12.1 zur Abwasserleitung (nicht dargestellt) .
Der zweite Träger 4 ist mit dem ersten Träger 2 zwischen einer ersten, oberen Position I, die für ein anderes
Ausführungsbeispiel in Fig. 2 dargestellt ist, und einer in Schwerkraftrichtung X davon vertikal beabstandeten zweiten, unteren Position II, die in den Figuren la) bis c)
dargestellt ist, verschiebbar verbunden, das heißt der erste Träger 2 und der zweite Träger 4 sind relativ zueinander beweglich, wenn keine Arretierung der beiden Träger relativ zueinander vorliegt. Der zweite Träger 4 ist in der ersten, oberen Position I und in der zweiten, unteren Position II jeweils arretierbar, das heißt feststellbar. Eine Arretierung kann auch in mehreren Zwischenpositionen zwischen der oberen Position I und der unteren Position II erfolgen.
Zwischen dem ersten Träger 2 und dem zweiten Träger 4 ist ferner mindestens eine entgegen der Schwerkraftrichtung X wirkende Feder 5 angeordnet, deren eines Ende 5.1, hier das obere Ende, mit dem ersten Träger- 2 und deren anderes Ende 5.2, hier das untere Ende, mit dem zweiten Träger 4 verbunden ist. Im vorliegenden Fall handelt es sich bei der Feder 5 um eine Gaszugfeder.
Im vorliegenden Fall ist die Gaszugfeder 5 im maximal komprimierten Zustand (maximal ausgezogen) durch einen
Verriegelungsmechanismus in der Feder verriegelt bzw.
arretiert. Der zweite Träger 4 befindet sich dabei in der unteren Position II. Der Verriegelungsmechanismus kann über einen Auslösemechanismus 6, beispielsweise einen
elektrischen, hydraulischen, pneumatischen oder mechanischen
Auslösemechanismus 6, der einen Bowdenzug, und wie hier einen Auslöseknopf 6.1 aufweisen kann, betätigt werden und die
Gasfeder 5 entriegeln (die Arretierung aufheben) . Dadurch zieht die Gaszugfeder 5 den zweiten Träger 4 entgegen der Schwerkraftrichtung X vertikal nach oben zu einer Position, die vertikal oberhalb der unteren Position II liegt,
beispielsweise zur oberen Position I. Ein Sanitärkörper 10, der am zweiten Träger 4 montiert ist, folgt dieser Bewegung. Auf diese Weise kann mit sehr einfachen Mitteln eine
Höhenverstellung auch von Laien durchgeführt werden. Wie insbesondere in den Figuren 1b) bis d) zu erkennen ist, ist der zweite Träger 4 vollständig in dem Rahmen 7 des ersten Trägers 2 angeordnet, d.h. der Rahmen 7 verläuft um den gesamten Träger 4 herum. Damit der zweite Träger 4 relativ zum ersten Träger 2 parallel zur Schwerkraftrichtung X geführt werden kann, ist eine Führungseinrichtung
vorgesehen, die wie folgt aufgebaut ist: Der Rahmen 7 weist innenseitig an jeder Seite eine Führungsschiene 7.1 auf, wobei sich die beiden Führungsschienen 7.1 gegenüberliegen. Der zweite Träger 4 weist in den Führungsschienen 7.1 geführte Gegenstücke 13 in Form von Rollen auf. Alternativ können die Gegenstücke auch Gleitschienen oder Wälzlager sein .
Fig. la) zeigt eine Blende 9, die hier beispielhaft aus Edelstahl besteht und die die für die Gewährleistung der
Höhenverstellbarkeit notwendigen Aussparungen in den Fliesen und der Beplankung (nicht dargestellt) abdeckt. Die Blende 9 ist über verstellbare Abstandshalter 8 mit dem zweiten Träger verbunden und durch diese senkrecht zur Schwerkraftrichtung X in Richtung des zu montierenden Sanitärkörpers 10 vom zweiten
Träger 4 beabstandet. Die Blende 9 weist Durchführungen 9.1 für Gewindestangen zur Befestigung des Sanitärkörpers 10,
eine Durchführung 9.2 für den Anschluss 4.3 des Zulaufs und eine Durchführung für den Anschluss 4.2 des Ablaufs auf.
Fig. 2 zeigt eine Sanitärvorrichtung mit einer alternativen Tragvorrichtung 1 und einem am zweiten Träger 4 befestigten Sanitärkörper 10 in Form eines hier nur symbolisch
dargestellten WC-Beckens .
Die alternative Tragvorrichtung 1 ist im Wesentlichen wie die in den Figuren la) bis d) dargestellte Tragvorrichtung 1 aufgebaut, unterscheidet sich jedoch durch die Federn. So werden bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 zwei Federn 5' anstelle nur einer einzigen Feder verwendet. Außerdem handelt es sich bei den beiden Federn 5' um Gasdruckfedern anstelle von Gaszugfedern. Die Gasdruckfedern sind jeweils mit ihrem unteren Ende 5.1' am ersten Träger 2 und mit ihrem oberen Ende 5.2' am zweiten Träger 4 befestigt. Auch diese Gasfedern 5' verfügen über einen Verriegelungsmechanismus, der über einen gemeinsamen Auslösemechanismus 6 betätigbar ist. Der Auslösemechanismus 6 kann wie zuvor beschrieben ausgebildet sein.
In Fig. 2 ist der zweite Träger 4 in der oberen Position I angeordnet, bei der der zweite Träger 4 an die Unterseite des Spülkastens 3 stößt. Die Gasdruckfedern 5' können gegenüber der dargestellten Position noch weiter ausgezogen werden, um den zweiten Träger 4 und damit den Sanitärkörper 10 noch weiter abzusenken. Ferner zeigen die Figuren 3a) und 3b) noch ein
Ausführungsbeispiel einer Tragvorrichtung 1. Diese weist ebenfalls, wie die in den Figuren la) bis d) , nur eine
einzige Feder 5 auf, bei der es sich hier um eine Gasdruckfeder handelt. Im Unterschied zu dem
Ausführungsbeispiel in den Figuren la) bis d) ist bei dem Ausführungsbeispiel in den Figuren 3a) und b) die Feder 5 nicht mittig, sondern seitlich versetzt angeordnet, hat also nicht denselben Abstand zu beiden vertikalen Rahmenteilen 7.2. Die Feder 5 ist vielmehr in einem Zwischenraum zwischen der im Folgenden noch beschriebenen Führungseinrichtung und dem dazu benachbarten Teil des Rahmens 7, nämlich der
vertikalen Verstrebung 7.2 des Rahmens 7, angeordnet.
Bei diesem Ausfülirungsbeispiel wird die Führungseinrichtung zum Führen des zweiten Trägers 4 relativ zum bzw. am ersten Träger 1 gebildet, indem innerhalb des Rahmens 7, d.h. im vom Rahmen 7 umschlossenen Bereich bzw. Raum, FührungsStangen
7.1' angeordnet und mit dem Rahmen 7 verbunden sind und der zweite Träger 4 an den FührungsStangen 7.1' geführte, die FührungsStangen 7.1' vollständig umgreifende Gegenstücke 13' in Form von Hülsen aufweist. Die FührungsStangen 7.1' haben in diesem Fall einen runden Querschnitt, d.h. eine runde
Außenkontur. Die Hülsen 13' haben eine der Außenkontur der FührungsStangen entsprechende Innenkontur, die also hier ebenfalls rund ist. Grundsätzlich sind aber auch eckige
Querschnitte bzw. Konturen denkbar.
Die Figuren 4a) und b) zeigen jeweils ein Ausführungsbeispiel eines Dichtelements, welches in einer Öffnung 14.1 einer Beplankung 14, wie sie in Fig. 5a) gezeigt ist, vorgesehen werden kann.
Gemäß Fig. 4a) handelt es sich bei dem Dichtelement um einen Rahmen 15, beispielsweise aus Kunststoff oder Gummi, der eine
einzelne zentrale Aussparung 15.1 aufweist, die im montierten Zustand in Richtung senkrecht zur Schwerkraftrichtung X sowohl in der ersten Position I als auch in der zweiten
Position II des zweiten Trägers 4 (horizontal) vor den
Anschlüssen 4.2 und 4.3 für den Ablauf und den Zulauf sowie auch (horizontal) vor den Aufnahmen 4.4 im inneren Träger 4 für die Gewindestangen (nicht dargestellt) zur Fixierung des Sanitärkörpers 10 am inneren Träger 4 liegt. Fig. 4b) zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel eines Dichtelements. Bei diesem Dichtelement handelt es sich um eine Abdeckplatte 16, beispielsweise aus Kunststoff oder Gummi, die mehrere Aussparungen aufweist, unter anderem eine Aussparung 16.1, die im montierten Zustand in Richtung senkrecht zur Schwerkraftrichtung X sowohl in der ersten Position I als auch der zweiten Position II des zweiten
Trägers 4 (horizontal) vor den Anschlüssen 4.2 und 4.3 für den Ablauf und den Zulauf liegt. Ferner sind bei dem in Fig. 4b) gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Aussparungen 16.2 und 16.2' vorgesehen, welche im montierten Zustand in Richtung senkrecht zur Schwerkraftrichtung X sowohl in der ersten Position I als auch der zweiten Position II des zweiten
Trägers 4 (horizontal) vor den Aufnahmen 4.4 im inneren
Träger 4 für die Gewindestangen (nicht dargestellt) zur
Fixierung des Sanitärkörpers 10 am inneren Träger 4 liegen. Wie in Fig. 4b) dargestellt, kann die Abdeckplatte 16 auch noch weitere Aussparungen aufweisen.
Fig. 5a) zeigt das Ausführungsbeispiel einer Tragvorrichtung 1 gemäß den Figuren 3a) und b) , wobei eine Beplankung 14 vorgesehen ist, die mit dem äußeren Träger 2, insbesondere mit dem Rahmen 7 des äußeren Trägers 2, verbunden ist und die
insbesondere den äußeren Träger 2 und/oder zumindest einen Teil des Bereichs zwischen den vertikalen Verstrebungen 7.3 des Rahmens 7 abdeckt. Wie deutlich zu erkennen ist, wird nach vorne zum
Sanitärkörper (hier nicht dargestellt) hin der größte Teil des Bereichs zwischen den vertikalen Verstrebungen 7.3 des Rahmens 7 abgedeckt. Die Beplankung 14 liegt dabei bündig am Rahmen 7 und insbesondere an den horizontalen und vertikalen Verstrebungen 7.2 und 7.3 an.
In Fig. 5a) ist ferner zu erkennen, dass die Beplankung 14 einen Teil des Bereichs zwischen den vertikalen Verstrebungen 7.3 des Rahmens 7 abdeckt, mit Ausnahme eines ersten von der Beplankung 14 ausgenommenen Bereichs bzw. einer ersten
Öffnung 14.1, der/die in Richtung senkrecht zur
Schwerkraftrichtung X in der ersten Position I und der zweiten Position II des zweiten Trägers 4 vor den Anschlüssen 4.2, 4.3 für den Ablauf und den Zulauf liegt, und mit
Ausnahme eines zweiten von der Beplankung 14 ausgenommenen
Bereichs bzw. einer zweiten Öffnung 14.2, der/die in Richtung senkrecht zur Schwerkraftrichtung X vor einem Teil des
Spülkastens 3, insbesondere vor den Bedienelementen 3.2 des Spülkastens 3, liegt.
In Fig. 5b) ist ein teilverkleideter Zustand dargestellt, bei dem ein Dichtelement - hier handelt es sich beispielhaft um eine Abdeckplatte 16 gemäß Fig. 4b) - in die erste Öffnung 14.1 der Beplankung 14 eingesetzt ist. Anstelle einer
Abdeckplatte 16 kann hier selbstverständlich auch als
Dichtelement ein Rahmen 15 gemäß Fig. 4a) eingesetzt werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 5b) ist deutlich
erkennbar, dass die Abdeckplatte 16 einen Teil des ersten von der Beplankung 14 ausgenommenen Bereichs 14.1 nach vorne zum Sanitärkörper (nicht dargestellt) hin abdeckt, mit Ausnahme der besagten Aussparungen 16.1, 16.2, 16.2' etc.
Die zweite Öffnung 14.2 ist hier noch nicht abgedeckt, kann aber mit einem Bedienteil für die Spülung verschlossen werden .
Ferner zeigt Fig. 5c) den (mit Ausnahme der Öffnung 14.2) vollverkleideten Zustand, bei dem eine Blende 9, wie sie bereits anhand von Fig. la) beschrieben wurde, den ersten von der Beplankung 14 ausgenommenen Bereich bzw. die erste
Öffnung 14.1 in Richtung senkrecht zur Schwerkraftrichtung X abdeckt. Einzig die Öffnungen 9.1 zur Durchführung der
Gewindestangen und die Öffnungen 9.2 und 9.3 zum Anschluss des Ablaufs und des Zulaufs stellen noch einen horizontal nach vorne nicht abgedeckten Bereich dar. Aber auch dieser Bereich ist nach Montage und Anschluss eines Sanitärkörpers 10 verschlossen. Der Bereich bzw. Spalt zwischen Beplankung 14 bzw. Fliesen (nicht dargestellt) und Blende 9 wird durch besagtes Dichtelement 15 bzw. 16 abgedichtet. Um die Abdichtung des Bereichs zwischen Beplankung 14 und Blende 9 zu optimieren, kann, wie die Figuren 6a) und 6b) beispielhaft zeigen, eine Dichtung 17 bzw. 17' vorgesehen sein, die in einer Nut 16.3 und/oder Aussparung im
Dichtelement 17 bzw. 17' verankert ist. Die Dichtung 17 bzw. 17' verläuft dabei in einem Bereich, der in Richtung
senkrecht zur Schwerkraftrichtung X von der Blende 9
überdeckt wird, so dass die Blende 9 im montierten Zustand mit der Dichtung 17 bzw. 17' in Kontakt kommt.
Die beispielhaft dargestellten Dichtungen 17 und 17'
unterscheiden sich in ihrem Profil. Die in Fig. 6a)
dargestellte Dichtung 17 weist ein Hohlprofil auf, wohingegen die Dichtung 17' in Fig. 6b) eine Dichtlippe 17.1' aufweist. Die Dichtlippe 17.1' weist hier zur Mitte des Dichtelementes 16, kann aber auch in die entgegengesetzte Richtung (in Fig. 6b) nach unten) weisen. Wenn die Blende 9 in der Richtung senkrecht zur Schwerkraftrichtung X (also in horizontaler Richtung) an der Dichtung 17 bzw. 17' anliegt, ist der
Bereich bzw. die Öffnung 14.1 von dem Dichtelement in Form des Rahmens 15 bzw. der Abdeckplatte 16 und der Blende 9 vollständig verschlossen, wodurch das Innere der
erfindungsgemäßen Tragvorrichtung 1 gegenüber der Umgebung abgedichtet ist.