Beschreibung
System mit Pfostenprofil, Schwelle und Schwellenhalter
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft System mit Pfostenprofil, Schwelle und Schwellenhalter, auch Schwellenverbinder genannt. Die Schwelle weist einen als Hinterschneidung ausgebildeten Wirbelkanal und das Pfostenprofil insbesondere einen T- oder L-förmigen Quer¬ schnitt auf.
Schwellenhalter gemäß der vorliegenden Erfindung dienen zum Verbinden eines Pfostenprofils, insbesondere eines Setzpfostens mit etwa T-förmigem oder eines Pfostens mit etwa L-förmigem Querschnitt, an einem Schwellenprofil, wobei das Schwellenprofil eine nicht ebene Oberfläche aufweist. Ein T-förmiges Pfosten¬ profil ist regelmäßig ein mittlerer Holm und ein L-förmiges Pfostenprofil ein seitlicher Holm eines Türrahmens.
Grundsätzlich werden im Stand der Technik zwei unterschiedliche Methoden zum Verbinden von Pfostenprofilen mit derartigen Schwellen eingesetzt: bei der ersten Methode wird die Stirn¬ fläche des Pfostenprofils so gefräst, dass sie exakt der Ober- flächenkontur des Schwellenprofils entspricht. Bei der zweiten Methode wird die Stirnfläche des Pfostenprofils in der Regel senkrecht abgelängt und mithilfe eines Schwellenhalters bzw. Schwellenverbinders mit dem Schwellenprofil verbunden, wobei der Schwellenhalter die unebene Oberflächenkontur der Schwelle we- nigstens in Teilbereichen ausgleicht. Die Erfindung betrifft ein System der zuletzt genannten Art.
Stand der Technik
Aus der EP 2 058 468 A2 bzw. DE 37 27 663 AI ist ein Schwellenverbinder für ein System mit einer Schwelle, die einen Wirbel- kanal aufweist, und einem Pfostenprofil bekannt. Bei diesem System muss bei der Schwelle in dem Bereich, in dem der Pfosten mit der Schwelle verbunden wird, der Wirbelkanal passgenau ent¬ fernt werden bzw. es muss eine Schwelle verwendet werden, deren Wirbelkanal nicht einstückig mit dem Schwellengrundkörper ver- bunden ist. Zudem muss die Schwelle auf ihrer Oberseite eine ebene Fläche bilden. Für übliche Schwellen mit schräg ver-
laufender Außentrittflache und/oder gegenüber der Außentritt- fläche erhöht angeordneter Innentritt fläche ist diese Art der Schwellenverbindung ungeeignet.
Aus der EP 0 304 592 Bl ist ein gattungsgemäßes System mit ei- ner Schwelle, einem Pfostenprofil und einem Schwellenhalter bekannt. Zur Abdichtung des Schwellenhalters gegenüber der Oberseite der Schwelle muss bei derartigen Systemen in der Re¬ gel eine Silikonabdichtung oder eine dauerelastische Dichtung eingesetzt werden. Die Abdichtung des Schwellenhalters gegen- über dem Wirbelkanal ist hierbei allerdings entweder sehr auf¬ wendig oder unzureichend.
Aus der DE 94 20 726 Ul ist ein System mit einem Schwellenhalter für Türrahmen zur Befestigung eines Rahmenprofils an der Türschwelle bekannt, bei dem ebenfalls eine Schwelle mit Wir- belkanal und ein Schwellenhalter eingesetzt wird, dessen Vorderkante eine Form aufweist, die der Form des Wirbelkanals weitgehend entspricht. Die Vorderkante des Schwellenhalters ist dabei so ausgelegt, dass sie mit der spezifisch hierfür aus¬ gebildeten Nut der Türschwelle einrastbar und damit positionierbar ist. Diese Konstruktion bedingt eine sehr spezielle Ausbildung des Wirbelkanals der Schwelle, zudem er¬ fordert eine Abdichtung zwischen Schwellenverbinder und Schwelle im Bereich des Wirbelkanals zusätzliche aufwendige Maßnahmen. Eine ähnliche Konstruktion ist auch aus der DE 198 53 528 AI bekannt.
Aufgabe
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes System zur Verfügung zu stellen, das effizient in der Herstellung und Montage und insbesondere im Bereich des Wirbel- kanals dicht in der Ausführung ist sowie die genannten Nachteile des Standes der Technik vermeidet.
Darstellung der Erfindung
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch ein System nach Anspruch 1 bzw. durch die Verwendung eines solchen Systems nach An-
spruch 8, jeweils bevorzugt zusammen mit einem oder mehreren der Merkmale der Unteransprüche.
Die für die Erfindung eingesetzte Schwelle weist eine innensei¬ tige Trittfläche, eine gegenüber der innenseitigen Trittfläche abgesenkte außenseitige, insbesondere nach außen mit geringer Neigung schräg abfallende, jedoch weitgehend ebene Trittfläche und einen als Hinterschneidung ausgebildeten Wirbelkanal zwischen der innenseitigen und der außenseitige Trittfläche auf. Bevorzugt wird die Schwelle mehrteilig ausgeführt mit einem Grundkörper aus thermoplastischem Kunststoff, der zur Rauminnenseite ausgerichtet ist, und einem hiermit verrasteten, die außenseitige Trittfläche bildenden Aluminiumprofil sowie einem Abdeckprofil aus Kunststoff oder Metall, das die innenseitige Trittfläche bildet. Die Vorderkante des Schwellenhalters ist erfindungsgemäß weich¬ elastisch ausgebildet. Dieses kann, soweit der Schwellenhalter aus thermoplastischem Kunststoff im Spritzgussverfahren hergestellt wird, beispielsweise durch eine einstückig an¬ gespritzte Dichtlippe aus weichelastischem Kunststoff, bei- spielsweise TPE, erfolgen. Alternativ kann aber vorteilhaft eine aufgeklebte oder in sonstiger Weise aufgebrachte Dichtung aus Moosgummi oder ähnlichem Material eingesetzt werden. In besonders vorteilhafter Weise wird eine offenzellige Schaum¬ stoffschicht , besonders bevorzugt eine Moosgummi-Dichtung, ein- gesetzt, die die Unterseite des Schwellenhalters abdeckt und um die Vorderkante des Schwellenhalters geführt wird. Sie kann ggf. auch die Oberseite des Schwellenhalters vollflächig oder in Teilbereichen abdecken.
Der Schwellenhalter weist an seiner Unterseite wenigstens einen Montagenocken und die Schwelle im Bereich der außenseit igen Trittfläche wenigstens eine hierzu korrespondierende Bohrung auf. Der bzw. die Montagenocken und die hierzu korres¬ pondierendein) Bohrung (en) sind dabei so konzipiert, dass bei der Montage die weichelastische Vorderkante des Schwellen- halters dichtend in den Wirbelkanal gepresst wird.
Um das dichtende Verpressen der weichelastischen Vorderkante des Schwellenhalters in den Wirbelkanal zu bewirken, sind die Montagenocken beispielsweise schräg angebracht, weisen eine schräge Kante auf oder am Ende eine entsprechende Fase. Zur Montage des Schwellenhalters wird dieser im spitzen Winkel zur außenseitigen Trittfläche angesetzt, wobei die weich¬ elastisch ausgebildete Vorderkante in den Wirbelkanal ragt. Der Schwellenhalter wird anschließend in Richtung der außenseitigen Trittfläche geschwenkt, wobei der wenigstens eine Montagenocken in die wenigstens eine hierzu korrespondierende Bohrung in der außenseitigen Trittfläche eingeführt wird. Dabei wird die weichelastische Vorderkante des Schwellenhalters dichtend in den Wirbelkanal gepresst. Eine zusätzliche Abdichtung mit pastösen Dichtstoffen wie Silikon ist zwar möglich, aber in der Regel nicht erforderlich.
Soweit der erfindungsgemäß eingesetzte Schwellenhalter zur Mon¬ tage eines am Ende der Schwelle mit dieser zu verbindenden li¬ formigen Blendrahmenprofils als Pfostenprofil verwendet werden soll, weist der Schwellenhalter bevorzugt einen Grundkörper und eine senkrecht zum Grundkörper ausgerichtete Befestigungslasche auf, wobei der Grundkörper des Schwellenhalters so ausgebildet und an dem S chwe 11 engrundkö rper befestigbar ist, dass der Schwellengrundkörper bündig mit der Schwelle abschließt.
Die Befestigungslasche liegt bei dieser bevorzugten Aus- führungsform der Erfindung bei aufgesetztem Pfosten- bzw. Blendrahmenprofil so zwischen zwei Raststegen an dem Pfostenprofilrücken an, dass das Pfostenprofil mit seinen Raststegen wenigstens weitgehend bündig mit der Schwelle abschließt. Mit „weitgehend bündig" ist gemeint, dass das Blendrahmenprofil mit seinen Raststegen zwar um bis zu 1 mm vor- oder überstehen kann, aber im Wesentlichen bündig mit der Schwelle abschließt.
Der bündige Abschluss von Schwelle, Schwellenhalter und Pfos¬ tenprofilrücken hat den Vorteil, dass Schwelle, Ver¬ breiterungen und Bodeneins tandspro fi le , die üblicherweise unterhalb der Schwelle eingesetzt werden, auf eine einheitliche
Länge zugeschnitten werden können. Das vereinfacht die Herstellung wesentlich.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbei- spiels sowie der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen dabei:
Fig. 1 die Oberseite des Schwellenhalters in perspektivischer
Ansicht (Beispiel 1);
Fig. 2 die Unterseite des Schwellenhalters in perspektivischer
Ansicht (Beispiel 1);
Fig. 3 eine Extrusionszeichnung des erfindungsgemäßen Systems vor der Montage (Beispiel 1);
Fig. 4 eine räumliche Ansicht des Schwellenhalters bei der
Montage (Beispiel 1);
Fig. 5 den Querschnitt a-a gemäß Fig. 6 (Beispiel 1);
Fig. 6 eine Ansicht des Schwellenhalters während der Montage gemäß Fig. 4 von oben (Beispiel 1);
Fig. 7 die Unterseite des Schwellenhalters mit Moosgummi- Dichtung (Beispiel 1);
Fig. 8 eine räumliche Ansicht des Schwellenhalters bei der
Montage (Beispiel 2);
Fig. 9 eine weitere räumliche Ansicht des Schwellenhalters bei der Montage (Beispiel 2);
Fig. 10 einen Querschnitt des Schwellenhalters bei der Montage
(Beispiel 2 ) ;
Fig. 11 die Oberseite des Schwellenhalters in perspektivischer
Ansicht (Beispiel 2);
Fig. 12 die Unterseite des Schwellenhalters in perspektivischer
Ansicht (Beispiel 2);
Fig. 13 eine Extrusionszeichnung des erfindungsgemäßen Systems vor der Montage (Beispiel 2) .
Wege zur Ausführung der Erfindung
Beispiel 1
Bei dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein erfindungsgemäßer Schwellenhalter 10 zur Montage eines T-förmigen Setzpfostens eingesetzt. Der erfindungsgemäße Schwellenhalter 10 ist in den Fig. 1 und 2 in räumlicher Ansicht, in Fig. 1 schräg von oben und in Fig. 2 schräg von unten, dargestellt.
Mit Bezugszeichen 23 ist die zentrale Bohrung zur Verschraubung des Schwellenhalters 10 auf der Schwelle 1 gekennzeichnet. Auf der Unterseite 12 ist im Randbereich eine einstückig angespritzte weichelastische, aus TPE-Material bestehende Dichtung 22 angedeutet. Alternativ hierzu wird eine Moosgummi- Dichtung 22a eingesetzt, wie sie in Fig. 7 dargestellt ist. Die Moosgummi-Dichtung 22a gemäß Fig. 7 bedeckt nahezu vollflächig die gesamte Unterseite 12 und ist im Bereich der Vorderkante 13 um diese herumgeführt. Sie bildet damit zugleich die elastische Vorderkante 13 des Schwellenhalters 10.
Soweit alternativ mit einer angespritzten Dichtung aus weichelastischem thermoplastischem Kunststoff, insbesondere TPE gearbeitet wird, ist die Vorderkante 13 des Schwellenhalters 10 ebenfalls aus diesem Material geformt (Fig. 2) . In dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden zwei Montage¬ nocken 14 verwendet, die an ihrem Ende eine entsprechende Fase aufweisen, so dass beim bestimmungsgemäßen Einführen der Montagenocken 14 in die entsprechend angeordneten Bohrungen 15 auf der außenseitigen Trittfläche 4 der Schwelle 1 ein ent- sprechender Druck in Richtung zur Rauminnenseite 19 ausgeübt wird, so dass die elastische Vorderkante 13 dichtend in den Wirbelkanal 8 gepresst wird (Fig. 4 und Fig. 5) .
Auf der Oberseite 11 des Schwellenhalters 10 sind einige etwa senkrecht nach oben abstehende Laschen angeformt, die in die Hohlkammern des T-förmig ausgebildeten Pfostenprofils 9 eingreifen. Sie ermöglichen ein zentriertes Aufsetzen des Postenprofils 9 auf den Schwellenhalter 10 und erhöhen die Torsions¬ steifigkeit der Verbindung zwischen Schwellenhalter 10 einerseits und Pfostenprofil 9 andererseits. Die in dem dargestellten Au s führungsbe i sp i e 1 eingesetzte Schwelle 1 weist eine innenseitige Trittfläche 7, eine gegen¬ über der innenseitigen Trittfläche 7 abgesenkte außenseitige Trittfläche 4 aus Aluminium und einen als Hinterschneidung ausgebildeten Wirbelkanal 8 auf. Die Schwelle 1 ist mehrteilig ausgeführt mit einem den Schwellengrundkörper 2 bildenden
Kunststoffprofil 5, der zur Rauminnenseite 19 ausgerichtet ist, und einem hiermit verrasteten, die außenseitige Trittfläche 4 bildenden Aluminiumprofil 3 sowie einem Deckelprofil 6 aus Kunststoff, das die innenseitige Trittfläche 7 bildet. Zwischen der innensei t igen Trittfläche 7 und der außensei t igen Trittfläche 4 ist der Wirbelkanal 8 ausgebildet. Die außenseitige Trittfläche 4 verläuft mit geringer Neigung zur Wetterseite 20 hin abfallend.
Zur Montage des Schwellenhalters 10 wird dieser im spitzen Win¬ kel so zur Schwelle 1 positioniert, dass die elastische Vorder¬ kante 13 in den Wirbelkanal 8 eingreift. Bei der anschließenden Schwenkbewegung (s. Fig. 5) greifen die Montagenocken 14 in die beiden Bohrungen 15 ein. Die Klemmpassung bewirkt neben der dichten Verpressung der elastischen Vorderkante im Wirbelkanal 8 zugleich, dass der Schwellenhalter 10 in der endgültigen Position gegenüber der Schwelle 1 positioniert bleibt. Somit kann die Schraube 18 ohne zusätzliche Fixierung des Schwellenhalters 10 auf der Schwelle 1 durch die Bohrung 23 des Schwellenhalters 10 in die Bohrung 24 der Schwelle 1 eingedreht werden. Hierbei wird die Dichtung 22 bzw. 22a soweit verpresst, dass eine her¬ metische Abdichtung zwischen der Unterseite 12 des Schwellenhalters 10 mit der außenseitigen Trittfläche 4 der Schwelle 1 erfolgt. Nach der Montage des Schwellenhalters 10 bildet dessen Oberseite 11 zusammen mit der innenseitigen Trittfläche 7 der Schwelle 1 eine nahezu ebene Fläche.
Im Anschluss an die Montage des Schwellenhalters 10 wird das Pfostenprofil 9 auf den Schwellenhalter 10 bzw. zur Rauminnenseite 19 hin gesehen auf die innenseitige Trittfläche 7 auf¬ gesetzt und mit Hilfe der beiden Schrauben 17, die durch ent- sprechende Bohrungen der Schwelle 1 (in den Zeichnungen nicht dargestellt), die Bohrung 16 des Schwellenhalters 10 in die Schraubkanäle 25 geschraubt, wobei eine feste, torsionssteife Verbindung erreicht wird. Soweit die Oberseite 11 des Schwel¬ lenhalters 10 ebenfalls eine weichelastische Dichtung 21 auf- weist, wird der entsprechende Stirnflächenbereich des Pfostenprofils 9 gegenüber dem Schwellenhalter 10 ebenfalls abgedichtet .
Beispiel 2
Im zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein erfindungsgemäßer Schwellenhalter 40 zur Montage eines L-förmigen Pfostenprofils 30 eingesetzt. Bei dem Pfostenprofil 30 handelt es sich um ein handelsübliches Blendrahmenprofil mit Stegen 31 auf der Blendrahmenrückseite (Mauerwerksanschluss ) . Der in die¬ sem Ausführungsbeispiel verwendete Schwellenhalter 40 weist im Gegensatz zu dem in Ausführungsbeispiel 1 eingesetzten Schwel¬ lenhalter 10 seitlich eine Befestigungslasche 41 auf, die zwi- sehen die Raststege 31 des Pfostenprofilrückens einführbar ist und für die zentrierte Montage dient.
Der in Beispiel 2 eingesetzte Schwellenhalter 40 ist in Fig. 11 von der Oberseite 45 und in Fig. 12 von der Unterseite 46 in perspektivischer Ansicht dargestellt. Er ist im Spritzguss- verfahren aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit angespritzten weichelastischen Dichtungen 43, 44 hergestellt. Die weichelastische Dichtung 43 auf der Oberseite ist - wie die weich¬ elastische Dichtung 44 auf der Unterseite - jeweils nur in Teilbereichen vorhanden, wobei die Bereiche mit Dichtung auf der Oberseite 45 des Schwellenhalters 40 mit den Hohlkammern des Pfostenprofils 30 korrespondieren. Die Vorderkante 47 des Schwellenhalters 40 ist ebenfalls mit weichelastischem Material versehen .
Die in den Fig. 8 bis 10 und 13 dargestellte Schwelle 1 ent- spricht der in Ausführungsbeispiel 1 eingesetzten Schwelle. Auf der außenseitigen Trittfläche sind zwei Bohrungen 15 angebracht, die in ihrer Lage und ihrem Abstand den Montagenocken 48 des Schwellenhalters 40 entsprechen. Im Schnitt gemäß Fig. 10 und in der Unteransicht in Fig. 12 ist gut zu erkennen, dass die Montagenocken 48 am Ende eine größere Fase 49 aufweisen, die dazu dienen, beim Einführen der Montagenocken 48 in die Bohrungen 15 den Schwellenhalter 40 mit der Vorderkante 47 in den Wirbelkanal 8 der Schwelle 1 zu pressen und hier eine Ab¬ dichtung sicherzustellen. Zur Montage des Schwellenhalters 40 wird dieser im spitzen Win¬ kel so zur Schwelle 1 positioniert, dass die weichelastische
Vorderkante 47 in den Wirbelkanal 8 eingreift. Bei der an¬ schließenden Schwenkbewegung (Fig. 8 bis 10) greifen die Montagenocken 48 in die beiden Bohrungen 15 der Schwelle 1 ein. Die Klemmpassung bewirkt neben der abdichtenden Verpressung der elastischen Vorderkante im Wirbelkanal 8 zugleich, dass der Schwellenhalter 40 in der endgültigen Position gegenüber der Schwelle 1 positioniert bleibt. Wie insbesondere in Fig. 13 zu erkennen, schließt der Schwellenhalter 40 mit seiner laschen- seitigen Außenkante bündig mit der Schwelle 1 ab (Fluchtlinie 34) . Nach dem klemmenden Aufsetzen des Schwellenhalters 40 auf die Schwelle 1 wird der Schwellenhalter 40 von der Oberseite 45 mittels der beiden Schrauben 18 endgültig befestigt. Für die Montage des Pfostenprofils 30 wird ein zusätzlicher Klotz 32 verwendet, der in die Hohlkammer 33 des Pfostenprofils 30 vor der Montage eingeführt und quer zur Längsachse des Pfosten¬ profils 30 mit diesem verschraubt wird (in den Fig. nicht dar¬ gestellt) . Das Pfostenprofil 30 wird anschließend so auf den Schwellenhalter 40 und die Schwelle 1 aufgesetzt, dass die Be¬ festigungslasche 41 in den Zwischenraum zwischen den Stegen 31 des Pfostenprofilrückens eingreift und der Pfostenprofilrücken ebenfalls bündig mit der Schwelle 1 abschließt. Anschließend wird das Pfostenprofil mit eingesetztem Klotz 32 durch die Schrauben 17, die durch nicht dargestellte Bohrungen in der Schwelle 1 und die Bohrungen 50 im Schwellenhalter geführt wer- den, mit der Schwelle 1 verschraubt.
Die in Fig. 13 dargestellte bündige Montage vom Pfostenprofil 30, Schwellenhalter 40 und Befestigungslasche 41 sowie Schwelle 1 vereinfacht die Herstellung, da Zusatzprofile, die üblicher¬ weise unterhalb der Schwelle montiert werden, auf die gleiche Länge zugeschnitten werden können wie die Schwelle selbst.
Legende
1 Schwelle
2 Schwellengrundkörper
3 Aluminiumprofil
4 außenseitige Trittfläche
5 Kunststoffprofil
6 Deckelprofil (Abdeckung)
7 innenseitige Trittfläche
8 Wirbelkanal
9 Pfostenprofil
10 Schwellenhalter
11 Oberseite
12 Unterseite
13 Vorderkante
14 Montagenocken
15 Bohrung Schwelle (korrespondierend zu Montagenocken) 16 Bohrung Schwellenhalter (korrespondierend zu Schraub¬ kanälen)
17 Schrauben (korrespondierend zu Schraubkanälen)
18 Schraube (Schwellenhalter)
19 Rauminnenseite
20 Wetterseite
21 weichelastische Dichtung (Oberseite)
22 ,22a weichelastische Dichtung (Unterseite)
23 Bohrung Schwellenhalter
24 Bohrung Schwelle für Schraube 18
25 Schraubkanäle Pfostenprofil
30 Pfostenprofil (Blendrahmenprofil)
31 (Rast-) Stege Pfostenprofilrücken
32 Klotz
33 Hohlkammer
34 Fluchtlinie
40 Schwellenhalter
41 Befestigungslasche
42 Grundkörper
43 weichelastische Dichtung (Oberseite)
44 weichelastische Dichtung (Unterseite)
45 Oberseite
46 Unterseite
47 Vorderkante
48 Montagenocken
49 Fase
50 Bohrungen Schwellenhalter