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Einrichtung zum Betriebe elektrischer Gas-oder Dampflampen mit hochfrequenten Strömen. - -
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- gungen 2iU vereinigen, so dass die Lampen alsdann mit hochfrequenten Strömen betrieben werden. Der : Betrieb solcher elektrischer Gas-oder Dampflampen, die meist als verhältnismässig lange Leuchtröhren ausgebildet werden, mit hochfrequentem Strömen'hat sich insbesondere noch deshalb als : vorteilhaft erwiesen, weil das Auftreten gefährlicher Hochspannungen an den Röhren vermieden wird, denn die hochgespannten elektrischen Schwingungen sind, von Verbrennungswirkungen abgesehen, bekannter- massen ungefährlich und weil die hohe Frequenz auch die Möglichkeit gibt, die Lampen bzw.
Leuchtröhren mit Aussenelektroden zu versehen, welche den Strom kapazitiv auf die Leuchtröhren übertragen.
Aussenelektroden haben nämlich den Vorteil, dass der Gasinhalt nicht durch Reaktionen an den Elektroden aufgezehrt oder verändert wird. Ein Nachteil bei dieser bekannten Vorrichtung zum Betriebe elektrischer
Gas-oder Dampflampen liegt jedoch darin, dass zur Beheizung der in der Hathodenröhre vorgesehenen
Glühkathode eine besondere Heizstromquelle vorgesehen werden muss. Zur Vermeidung dieses Übel- standes hat man deshalb schon vorgeschlagen, zur Erzeugung der hochfrequenten Ströme eine Glimm- entladungsröhre zu benutzen, die mit einer Kapazität und gegebenenfalls auch einer Selbstinduktion einen Schwingungskreis bildet.
Die Energieaufnahmefähigkeit einer Glimmentladungsröhre reicht jedoch, sofern sie unmittelbar an Lichtnetze üblicher Spannung (110-220 Volt) angeschlossen ist, praktisch höchstens für Messzwecke aus, weshalb man, um d ; e Aufnahmefähigkeit der Glimmentladungsröhre zu steigern, gezwungen war, derselben, abgesehen von dem üblichen Vorschaltwiderstand, einen ruhenden Transformator vorzuschalten. Dies führte dann jedoch wieder zu einer unerwünschten Vergrösserung und Verteuerung der gesamten Apparatur.
Gemäss der Erfindung werden nun mit einer wesentlich einfacheren Apparatur und ebenfalls unter Fortfall einer besonderen Heizstromquelle hochfrequente Ströme zum Betriebe elektrischer Gas-oder Dampflampen dadurch erzielt, dass eine mit einer Kapazität und gegebenenfalls einer oder mehreren
Selbstinduktionen zu einem Schwingungskreis vereinigte Wolframbogenlampe nur unter Vorschaltung eines einfachen Widerstandes an Netze üblicher Gebrauchsspannungen angeschlossen wird. Mittels der in den Schwingungskreis eingeschalteten, eine gute Energieaufnahmefähigkeit besitzenden Wolframbogenlampe gelingt es auch, selbst lange Entladungsröhren, insbesondere Leuchtröhren in Buchstabenform, mit Sicherheit an Gleichstromnetzen üblicher Spannung zu betreiben.
Auf der Zeichnung ist ein Schema der neuen Vorrichtung dargestellt.
Eine Wolframbogenlampe m von üblicher Bauart ist mittels der Leitungen , unter Vorschaltung eines einfachen Widerstandes o an ein Netz üblicher Gebrauchsspannung (110-220 Volt) angeschlossen.
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Statt jede Entladungsröhre in einen besonderen Stromkreis einzubauen, könnten diese gegebenenfalls auch sämtlich unter Parallel-oder Hintereinanderschaltung in einem gemeinsamen, von nur einem Transformator abgezweigten Stromkreis liegen. Die Gasentladungsröhren können in an sich bekannterweise Aussenelektroden aufweisen.
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hochfrequente Schwingungen zu erzeugen. Während jedoch bei den bisher bekannten Anordnungen, beispielsweise von Pulsen, Cooper-Hewitt und Seibt sinusförmige oder annähernd sinusförmige Schwingungen auftreten, findet bei der neuen Schaltung und Verwendung einer Wolframbogenlampe lediglich eine Ladung und Entladung des parallel zur Wolframbogenlampe liegenden Kondensators statt, wobei die Wolframbogenlampe als steuerndes Organ, gewissermassen als Relais dient.
Die Stromkurve der erzeugten Stromstösse ist demgemäss bei der neuen Schaltung nicht mehr sinusförnllg, oondem besteht vielmehr in neuartigeiweise aus einer Reihe von zeitlich relativ weit auseinaiiderliegenden. sehr spitzen und hohen Stromstössen, die den kurzen, sehr schnellen Entladungen des Kondensators entsprechen.
Diese eigenartigen Kondensatorentladungen sind für Beleuchtungszwecke nun aber von sehr grossem Wert, denn es ist bekannt, dass sich beim Betriebe von Gasentladungsröhren durch Verwendung spitzer Stromkurven besondere Wirkungen, u. zw. sowohl hinsichtlich der Lichtfarbe als vornehmlich in bezug auf eine grössere Lichtausbeute erzielen lassen. Dazu kommt, dass die bei den bisher bekannten Anordnungen benutzten Lichtbogenentladungen erst bei Spannungen von 600 bis 800 Volt und darüber nennenswerte Schwingungsleistungen ergeben, während eine erfindungsgemäss verwendete Wolframbogenlampe bereits bei 220 Volt hinreichende Energien ergibt und sogar selbst bei 110 Volt noch zufriedenstellend arbeitet.
Endlich benötigen die bisher bekannten Schaltungsanordnungen umständliche Nebenapparate, wie z. B. das Magnetfeld bei Poulsen oder die Hilfsgeräte zur Zündung der Quecksilberdampfentladung von Cooper-Hewitt. Bei der Schaltung nach der Erfindung ist nun aber zur Zündung des Bogens und Einleitung der Schwingungserzeugung nur die Schliessung eines in die Anschlussleitungen der Wolframbogenlampe eingebauten Schalters erforderlich, ohne dass dabei irgendwelche mechanischen oder elek- trischen Hilfsanordnungen vorgesehen werden müssten.