AT103693B - Verfahren zur Feststellung von Temperaturen. - Google Patents
Verfahren zur Feststellung von Temperaturen.Info
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Description
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Verfahren zur Feststellung von Temperaturen.
Die Erfindung besteht darin, dass man mit dem Gegenstand, dessen Temperatur gemessen werden soll, für kurze Zeit einen Prüfkörper in Berührung bringt, von dem, wenn die verlangte Temperatur erreicht ist, immer nur etwas abschmilzt. Dadurch ist es möglich, dass der Prüfkörper fortlaufend gebraucht werden kann. In den meisten Erzeugungszweigen kommt es weniger darauf an, bei einem Arbeitsgang das Steigen der Temperatur zu beobachten, sondern es muss festgestellt werdenn, ob eine ganz bestimmte, für denEinzelfallerforderlicheTemperatur tatsächlich erreicht ist, und zwar oft sehr schnell hintereinander an verschiedenen sichtbaren oder verdeckten Stellen. Dieser Zweck wird durch die Erfindung erreicht.
Die Prüfkörper werden in der Form dem jeweiligen Verwendungszweck angepasst und bestehen aus Stoffen, die erst bei der verlangten Temperatur schmelzen. Wenn diese Stoffe nicht schon ohne weiteres ein deutlich sichtbares Prüfzeichen geben, so erhalten sie, um dies zu erreichen, farbige Zusätze.
Einige Beispiele sollen die Anwendung der Erfindung näher erläutern.
Um stählerne Reifen auf den Körpern von Eisenbahnwagenrädern zu befestigen, werden die Reifen auf eine bestimmte Temperatur erwärmt und so auf die Radkörper geschoben, worauf sie beim Abkühlen durch Einschrumpfen fest werden. Die Erwärmung muss dabei im ganzen Reifen möglichst gleichmässig sein, weil beim Einschrumpfen an kälteren Stellen die Werkstoffspannung übermässig gross wird, wodurch hier ein Bruch des Reifens sofort oder später im Betriebe eintreten kann. Es muss deshalb beim Erwärmen an allen Stellen des Reifens ohne Unterbrechung festgestellt werden können, ob die gewünschte Temperatur auch tatsächlich erreicht ist, was mit den bekannten Vorrichtungen und Verfahren nicht möglich ist, da diese Radreifen einen Durchmesser von 1-2 m, also rund 3-6 m Umfang haben, bei einer Breite von 130-150 mm.
Nach der Erfindung wird die Temperatur lediglich durch einfaches Überstreichen mit einem Prüfkörper gemessen, welcher an den Stellen des Radreifens, die den erforderlichen Wärmegrad erreicht haben, einen sichtbaren Schmelzstreifen hinterlässt, an den kälteren Stellen dagegen nicht. Hiedurch wird es möglich, an dem ganzen Umfang des Reifens und in dessen ganzer Breite, ohne Unterbrechung festzustellen, ob diese Temperatur tatsächlich an allen Stellen erreicht ist ; der bleibende Sehmelzstreifen ist dann später ein Beweis, dass dies wirklich an allen Stellen der Fall war.
Zur Messung von Temperaturen an verdeckten Stellen, wie in Schwelöfen usw. oder an einem Stoff, der unter einer Schutzdecke geschmolzen wird, werden die Prüfkörper derart unterteilt und nur so tief eingetaucht, dass bei jeder Messung nur ein bestimmtes Stück zum Abschmelzen kommt, wenn an der zu messenden Stelle die erforderliche Temperatur erreicht ist.
In vielen Fällen wird eine derartige Unterteilung aber gar nicht nötig sein, da nach dem Eintauchen in eine bestimmte Tiefe ohne weiteres an dem Prüfkörper ersichtlich ist, ob sieh dessen Form oder Länge durch teilweises Abschmelzen verändert hat, bzw. ob die erforderliche Temperatur an der verdeckten Stelle erreicht ist oder nicht.
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Glasbläserei, wo die Glasschmelze, um verarbeitet werden zu können, eine bestimmte Mindesttemperatur haben muss, welche nach der Erfindung vor jeder neuen Entnahme durch einfaches Auftupfen des Prüfkörpers nachgeprüft werden kann. Hiebei, sowie zur Temperaturprüfung an Metallschmelzen usw. können die Prüfkörper ebenfalls einen farbigen Zusatz erhalten, und es wird dann bei einfachem Auftupfen ein farbiger Fleck oder beim Bewegen an der Messstelle ein farbiger Streifen erzeugt.
In Fällen, wobei es darauf ankommt, dass eine bestimmte Temperatur zwar erreicht, aber nicht überschritten wird, können gleichzeitig neben dem Prüfkörper für die erforderliche Temperatur je ein solcher'für etwas geringeren und etwas höheren Wärmegrad mit verschiedenen Farben verwendet werden, so dass beim Überstreichen der zu messenden Stelle verschiedene Streifen entstehen, woran dann ohne weiteres festgestellt werden kann, ob die betreffende Temperatur noch nicht oder soeben erreicht oder etwa durch Unvorsichtigkeit bereits überschritten ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : . 1. Verfahren zur Feststellung von Temperaturen, dadurch gekennzeichnet, dass man mit dem Gegenstand, dessen Temperatur bestimmt werden soll, für kurze Zeit einen Prüfkörper in Berührung bringt, von dem, wenn die verlangte Temperatur erreicht ist, immer nur etwas abschmilzt.
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Claims (1)
- 2. Prüfkörper zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Beschaffenheit oder solche Zusätze, dass, wenn man den Prüfkörper mit dem zu untersuchenden Gegenstand in Berührung bringt, und wenn der verlangte Wärmegrad erreicht ist, etwas an der zu messenden Stelle haften bleibt und hier sichtbare Merkzeichen hinterlässt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT103693T | 1924-09-11 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT103693B true AT103693B (de) | 1926-07-10 |
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ID=3621858
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT103693D AT103693B (de) | 1924-09-11 | 1924-09-11 | Verfahren zur Feststellung von Temperaturen. |
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|---|---|
| AT (1) | AT103693B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE921110C (de) * | 1953-04-16 | 1954-12-09 | Schunk & Ebe Gmbh | Temperaturmesser zum Messen der Betriebswaerme von Koerpern, vornehmlich an elektrischen Maschinen |
-
1924
- 1924-09-11 AT AT103693D patent/AT103693B/de active
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