CH113191A - Verfahren zur Feststellung von Temperaturen. - Google Patents
Verfahren zur Feststellung von Temperaturen.Info
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Description
Verfahren zur Feststellung von Temperaturen. In den meisten Fabrikationszweigen kommt es weniger darauf an, bei einem Ar beitsgange das Steigen der Temperatur zu beobachten, sondern es muss festgestellt wer den, ob eine ganz bestimmte, für den Ein zelfall erforderliche Temperatur tatsächlich erreicht ist, und zwar oft sehr schnell hinter einander an verschiedenen sichtbaren oder verdeckten Stellen.
Dieser Zweck wird durch das neue Ver fahren erreicht. Mit dem Gegenstand, dessen Wärme zu messen ist, wird ein Prüfkörper in Berührung gebracht; von dem, wenn die verlangte Temperatur erreicht ist, immer nur etwas abschmilzt, so dass der Prüfkörper fortlaufend benutzt werden kann.
Einige Beispiele mögen die Anwendung dieses neuen Verfahrens näher erläutern. Um die stählernen Radreifen auf die Rad körper der Eisenbahnwagen zu befestigen, werden selbige auf eine bestimmte Tempe ratur erwärmt und so auf die Radkörper ge schoben, worauf sie beim Abkühlen durch Einschrumpfen fest werden. Die Erwärmung muss dabei im ganzen Reifen möglichst gleich mässig sein; weil beim Einschrumpfen an kälteren Stellen die Materialspannung über mässig gross wird, wodurch hier ein Bruch des Reifens sofort oder später im Betriebe erfolgen kann.
Es muss deshalb beim Er wärmen an allen Stellen des Reifens ohne Unterbrechung festgestellt werden können, ob die gewünschte Temperatur auch tatsäch lich erreicht ist, was mit den bekannten Vorrichtungen und Verfahren nicht möglich ist, da diese Radreifen einen Durchmesser von 1 bis 2 Metern, also zirka 3 bis 6 Me ter Umfang haben, bei einer Breite von 130 bis<B>150</B> mm.
Nach dem neuen Verfahren kann die Messung lediglich durch einfaches Überstrei chen mit einem Prüfkörper für die erforder liche Temperatur durchgeführt werden, wel cher Prüfkörper dabei an den Stellen des Radreifens, die diesen Wärmegrad erreicht haben, einen sichtbaren Schmelzstreifen hin terlässt, an den kälteren Stellen dagegen nicht. Hierdurch wird es möglich, an dem ganzen Umfang des Reifens und in dessen ganzer Breite, ohne Unterbrecbung festzu stellen, ob diese Temperatur tatsächlich an allen Stellen erreicht ist; der bleibende Schmelzstreifen ist dann später ein Beweis, dass dies wirklich an allen Stellen der Fall wall.
Zur Messung der Temperaturen an ver deckten Stellen, wie in Schwelöfen etc. oder an einem Material, welches unter einer Schutzdecke geschmolzen wird, wird zweck mässig ein unterteilter Prüfkörper verwendet, den man nur so tief eintaucht, dass bei jeder Messung nur ein bestimmtes Stück zum Ab schmelzen kommt, wenn an der zu messen den Stelle die erforderliche Temperatur er reicht ist.
In vielen Fällen wird eine der artige Unterteilung aber gar nicht nötig sein, da nach dein Eintauchen in eine bestimmte Tiefe ohne weiteres an dem Prüfkörper er sichtlich ist, ob sich dessen Form oder Länge durch teilweises Abschmelzen verändert hat, bezw. ob die erforderliche Temperatur an der verdeckten Stelle erreicht ist oder nicht.
Dasselbe gilt bei der Temperaturmessung an Schmelzgut mit freier Oberfläche, wie beispielsweise in der Glasbläserei, wo die hllasschmelze, um verarbeitet werden zu kön nen, eine bestimmte Mindesttemperatur haben muss, welche nach dein neuen Verfahren vor ,jeder neuen Entnahme durch einfaches Auf tupfen des Prüfkörpers nachgeprüft werden kann. Hierbei, sowie zur Temperaturprüfung an Schmelzgut mit freier Oberflti.che, wie Metallschmelzen etc., kann der Prüfkörper einen farbigen Zusatz erhalten und wird dann bei einfachem Auftupfen ein farbiger Fleck oder beim Bewegen an der Messstelle ein farbiger Streifen erzeugt.
In Fällen. wo es darauf ankommt, dass eine bestimmte Temperatur zwar erreicht, aber nicht überschritten wird, können gleich zeitig neben dem Prüfkörper für die erforder liche Temperatur je ein solcher für etwas geringeren und etwas höheren Wärmegrad mit verschiedenen Farben verwendet werden, so dass beim LTberstreicheii der zu messenden Stelle verschiedene Streifen entstehen, woran dann ohne weiteres festgestellt werden kann, ob die betreffende Temperatur noch nicht oder soeben erreicht oder etwa durch Un vorsichtigkeit bereits überschritten ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Feststellung von Tempera turen, dadurch gekennzeichnet, dass man mit dein Gegenstand, dessen Wärme zu messen ist, einen Prüfkörper in Berührung bringt, von dein, wenn die verlangte Temperatur erreicht ist, immer nur etwas abschmilzt, so dass der Prüfkörper fortlaufend gebraucht werden kann. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Prüfkörper mit dem zu kontrollierenden Gegenstand so in Berührung bringt, dass, wenn der ver langte Wärmegrad erreicht ist, etwas an der zu messenden Stelle haften bleibt und hier sichtbare Merkzeichen hinterlässt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH113191T | 1924-08-29 |
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| CH113191A true CH113191A (de) | 1926-01-02 |
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|---|---|---|---|
| CH113191D CH113191A (de) | 1924-08-29 | 1924-08-29 | Verfahren zur Feststellung von Temperaturen. |
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1924
- 1924-08-29 CH CH113191D patent/CH113191A/de unknown
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