AT106890B - Einrichtung zum Trocknen von Stranggarn. - Google Patents

Einrichtung zum Trocknen von Stranggarn.

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AT106890B
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Hermmann Haas
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Hermmann Haas
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zum Trocknen von Stranggarn. 
 EMI1.1 
 abteilungen H, durch welche die Luft von unten nach oben (Fig. 1), oder von oben nach unten (Fig. 2) geleitet wird, sind bekannt. 



   Kammern gemäss Querschnitt nach Fig. 1 werden häufiger verwendet,   Kammern   gemäss Fig. 2 dagegen nur in Fällen, wo die zu trocknenden Stranggarn aus sehr leichten Fäden bestehen und deshalb in einem Luftstrom von oben nach unten gerichtet getrocknet werden müssen. Ein umgekehrter Luftstrom hat den Übelstand im Gefolge, dass die unteren Fäden in den einzelnen Strängen angehoben werden und sieh so verwirren, dass sie später nicht mehr abgehaspelt werden können. Es ist das der Grund, weshalb man bei sehr leichten Seiden-und Kunstseidengarnen Trockenkammer gemäss Fig. 1 nicht verwenden darf. 



   Bei Kammern nach Fig. 2 kann der erwähnte Übelstand nicht auftreten, jedoch zeigt sich hier der Nachteil, dass die unteren Teile der Stränge sehr schlecht trocknen und der ganze Trockenvorgang wegen des Zurückbleibens dieser Teile sehr in die Länge gezogen wird. 



   Es wurde nun festgestellt, dass der Grund zu dieser Erscheinung nicht allein in der Tatsache liegt, dass die von oben nach unten streichende Luft, da wo sie zunächst auf die Stränge auftrifft-also obenwirksamer sein muss, sondern dass eine weit wesentlichere Ursache in einem ganz anderen Umstand liegt. 



  Die Luft, welche in den oberen Teilen der Stränge zu Beginn der   Troelmung   schon viel Wasser aufgenommen hat, kühlt sich ab und trifft auf ihrem Wege von oben nach unten auf Teile der Garnstränge, die kälter und kälter werden. Im unteren Teil der Stränge sind die Fäden und das in ihnen enthaltene Wasser   schliesslich   so kalt, dass die Luft sich über den Taupunkt hinaus abkühlt und demzufolge das oben verdampfte Wasser auf den Garnen wieder absetzt. Es findet also zu Beginn der Trocknung in den oberen Teilen der Stränge eine Verdampfung statt, während in den unteren Teilen zunächst eine Anreicherung mit Wasser hervorgerufen wird. 



   Dieser Vorgang muss als ein sehr nachhaltige erscheinen, wenn man berücksichtigt, dass die Luft, da wo das kalte   Nassmaterial eingeführt wird, sieh   stets stark   abkühlt   und deshalb der Sättigungsgrad auch in den oberen Strangteilen nahezu schon erreicht wird. Soll die Kondensation des Wasserdampfes im unteren Teil der Stränge verhindert werden, so geschieht das am einfachsten dadurch, dass die Strangfäden und das in ihnen enthaltene Wasser in ihrem Wärmegehalt so weit erhöht werden, dass eine Abkühlung der von oben kommenden Luft nicht mehr eintreten kann. 



   Diesem Gedankengang folgend wurde   erfindungsgemäss   ein Trockenkanal so ausgebildet, dass in einer Vorkammer J (Fig. 3) die Luft zunächst von unten nach oben streicht und die unteren Teile der   Stränge   anwärmt. Erst in den folgenden Kammern B, C, D, in welche die Garne aus der Vorkammer eintreten, geht die Luft von oben nach unten. Die Vorkammer J entspricht in ihrem Querschnitt also der 
 EMI1.2 
 wesentliche Verdunstung des Wassers noch nicht ein, dagegen ist die Heizfläche in dieser Vorkammer so bemessen, dass eine Erwärmung der Stränge im unteren Teile bis zu einer Temperatur eintritt, die höher ist als die Lufttemperatur in den zunächst folgenden   TrockenabteilungCl1.   



   Bei grösseren Kanälen ist die Länge der   Vorkammer   eine grössere bzw. bei sehr grossen   Kanälen   
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
In den Vorkammern kann trotz des von unten nach oben gerichteten Luftstromes ein Verwirren der Fäden nicht eintreten, weil sie durch das Wasser beschwert sind, andernteils aber auch, weil sie in feuchtem Zustande noch zusammenkleben. Erst wenn das Trocknen der Fäden beginnt, liegt die Gefahr des Verwirrens vor, jedoch sind bis dahin die Garne in die eigentlichen Trockenkammern mit der Luft-   strömung   von oben nach unten eingetreten.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Einrichtung zum Trocknen von Stranggal1len, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Teil der Kanallänge, da wo die Garne nass eintreten, nur eine Vorwärmung der unteren Strangteile im Luftstrom von unten nach oben wesentliche Verdampfung bewirkt wird, während die eigentliche Trocknung in den anschliessenden Abteilungen im Luftstrom von oben nach unten durchgeführt wird. EMI2.1
AT106890D 1925-09-21 1926-09-20 Einrichtung zum Trocknen von Stranggarn. AT106890B (de)

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