CH122570A - Trockenvorrichtung für Stranggarne. - Google Patents

Trockenvorrichtung für Stranggarne.

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CH122570A
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Haas Hermann
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  Trockenvorrichtung     für        Stranggarne.            Langgestreckte,    beziehungsweise     kanal-          förmige    Trockenkammern für     Stranggarne     mit einem Trockenraum, seitlichen     Heizab-          teilungen    und einer Einrichtung, um die  Trockenluft entweder von unten nach oben  oder von oben nach unten durch den Trocken  raum zu leiten, sind bekannt.  



  Kammern mit Luftführung der ersten Art  werden häufiger verwendet, Kammern mit  Luftführung der zweiten Art dagegen nur in  Fällen, wo die zu trocknenden     Stranggarne     aus leichten Fäden bestehen und deshalb in  einem von oben nach unten gerichteten Luft  strom getrocknet werden müssen ; ein umge  kehrter Luftstrom würde in diesem Falle den  Übelstand im Gefolge haben, dass die untern  Fäden in den einzelnen Strängen angehoben  würden und sich derart verwirren könnten,  dass sie später nicht mehr abgehaspelt wer  den könnten.  



  Es ist das der Grund, weshalb man bei  sehr leichten Seiden- und Kunstseidengarnen  Trockenkammern mit     Luftführung    der ersten       .Art    nicht verwenden darf.    Bei Trockenkammern mit Luftführung  der zweiten Art kann der erwähnte Übel  stand nicht auftreten, jedoch zeigt sich hier  der Nachteil, dass die untern Teile der  Stränge sehr schlecht trocknen und der ganze  Trockenvorgang wegen des Zurückbleibens  dieser Teile sehr in die Länge gezogen wird.  



  Es wurde nun festgestellt, dass der Grund  zu dieser Erscheinung nicht allein in der  Tatsache liegt, dass die von oben nach unten  streichende Luft, da wo sie zunächst auf die  Stränge     auftrifft    - also oben - wirksamer  sein muss, sondern, dass eine weit wichtigere  Ursache in einem ganz andern Umstand liegt.  



  Die Luft nämlich, welche in den obern  Teilen der Stränge zu Beginn der Trocknung  schon viel Wasser aufgenommen hat, kühlt  sich ab und trifft auf ihrem Wege von oben  nach unten auf Teile der Garnstränge, die  immer kälter und kälter werden. Im untern  Teil der Stränge sind die Fäden und das in  ihnen enthaltene Wasser schliesslich so kalt,  dass die     Luft    sich über den Taupunkt hinaus  abkühlen kann und demzufolge das oben      verdampfte Wasser auf den Garnen wieder  absetzt.  



  Es kann also zu Beginn der Trocknung  in den obern Teilen der Stränge eine Ver  dampfung     stattfindet),    während in den untern  Teilen zunächst eine Anreicherung mit Was  ser hervorgerufen wird.  



  Dieser Vorgang muss als sehr nachteilig  erscheinen, wenn     malt    berücksichtigt, dass die  Luft, da wo das kalte     Nassmaterial    einge  führt wird, sich stets stark abkühlt und deshalb  der Sättigungsgrad auch in den obern Strang  teilen nahezu     schon    erreicht wird.  



  Soll die Kondensation des Wasserdampfes  im untern Teil der Stränge verhindert wer  den, so geschieht das am einfachsten da  durch, dass die     Strangfäden    und das in ihnen  enthaltene Wasser in ihrem     Wärmegehalt    so  weit erhöht werden, dass     eilte    Abkühlung der  von oben kommenden Luft nicht mehr ein  treten kann.  



  Diesem Gedankengang folgend ist die  Trockenvorrichtung gemäss der Erfindung  derart ausgebildet worden, dass unter Ver  wendung einer     ka))alförrnigen,    in Abteilungen  unterteilten, mit seitlicher Heizung     versehe-          nen    Trockenkammer für die Abteilungen der  selben eine solche Luftführung     vorgesehen     ist, dass in einer ersten oder     Vorabteilung     der Trockenkammer die Trockenluft     voll    un  ten nach oben streicht und untere Teile der  Charge anwärmt, während in den folgenden  Abteilungen der     Trockenkammer,    in welche  die Garne aus der     Vorabteilung    eintreten,

    die Trockenluft ihren Lauf von oben nach  unten nimmt.  



  Die beiliegende schematische Zeichnung  veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des       Erfindungsgegenstandes.     



  Die gezeichnete Trockenkammer ist ge  mäss     Fig.    3 in die vier Abteilungen<I>A, B, C,</I>  D unterteilt. In der Abteilung     f1,    deren senk  rechter Querschnitt aus     Fig.    1 ersichtlich ist,  ist die Luftführung derart angeordnet, dass  die Trockenluft, die sich in den seitlichen    Heizräumen a der Trockenkammer erwärmt,  den Trockenraum T     voll    unten nach oben  durchstreicht und dabei die untern Stränge  der Charge oder Beschickung anwärmt, wäh  rend in den folgenden Abteilungen<I>B, C, D,</I>  deren senkrechter Querschnitt aus     Fig.    2  ersichtlich ist, die Luftführung derart gestal  tet ist, dass die Trockenluft den Trocken  raum T jener     Abteilungen,

      in welche die  Garne aus der Abteilung A nacheinander  übergehen, im Lauf von oben nach unten  durchstreicht.  



  In der Abteilung     l1    wird vorteilhaft die  Temperatur der Trockenluft oder die Auf  enthaltsdauer der Ware so bemessen, dass  eine Erwärmung der untern Teile der Charge  bis zu einer Temperatur eintritt, die höher  ist als die Lufttemperatur in den     nächtsfol-          genden    Trockenabteilungen.  



  Bei längeren     Trockenkammern    ist die  Länge der     Vorabteilung    eine grössere,     be-          ziehungweise    bei sehr langen Trockenkam  mern sind zwei oder mehr     Vorabteilungen     den eigentlichen Trockenabteilungen vorge  lagert.  



  In der     Vorabteilung    kann trotz des     voll     unten nach oben gerichteten Luftstromes ein  Verwirren der Fäden nicht eintreten, weil  diese durch das Wasser beschwert sind, an  dernteils aber auch, weil sie in feuchtem  Zustande noch zusammenkleben. Erst wenn  das Antrocknen der Fäden beginnt, liegt die  oben geschilderte Gefahr des     Verwirrens    vor;  jedoch sind bis dahin die Garne in die eigent  lichen     Trockenabteilungen    mit der Luftströ  mung von oben nach unten eingetreten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Trockenvorrichtung für Stranggarne, da durch gekennzeichnet, dass unter Verwendung einer kanalförmigen, in Abteilungen unter teilten, mit seitlicher Heizung versehenen Trocker)kammer für die Abteilungen dersel benl eilte solche Luftführung vorgesehen ist, dass in einer ersten oder Vorabteilung der Trockenkammer die Trockenluft von unten nach oben streicht und untere Teile der Charge anwärmt, während in den folgenden Abteilungen der Trockenkammer, in welche die Garne aus der Vorabteilung eintreten, die Trockenluft ihren Lauf von oben nach unten nimmt.
CH122570D 1925-09-21 1926-09-20 Trockenvorrichtung für Stranggarne. CH122570A (de)

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