AT109678B - Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden in reiner Form. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden in reiner Form.

Info

Publication number
AT109678B
AT109678B AT109678DA AT109678B AT 109678 B AT109678 B AT 109678B AT 109678D A AT109678D A AT 109678DA AT 109678 B AT109678 B AT 109678B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
phenols
hydroxides
condensation products
resin
resinous condensation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Bakelite Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bakelite Gmbh filed Critical Bakelite Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT109678B publication Critical patent/AT109678B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden in reiner Form. 



   Durch Patent Nr. 107842 ist ein Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden geschützt, nach welchem man die Kondensationsprodukte mit Alkali in zur Bildung der Harzsalze ungenügenden, aber zur Neutralisation freier Phenole und Verhinderung der Abspaltung aus deren Salzen durch Einwirkung von Wasser genügenden Mengen, behandelt und mit   Wasser oder wässerigen Lösungen hydrotropiseh   wirkender Stoffe fällt. 



   Das vorliegende Verfahren ändert dasjenige des Stammpatentes dahin ab, dass an Stelle der Alkalien Erdalkalien,   einschliesslich   Magnesium und   Aluminiumhydroxyd,   oder allgemein Metalloxyde oder Metallhydroxyde basischer, saurer oder amphoterer Natur, einzeln oder in Mischung miteinander verwendet werden, welche mit Phenolen lösliche Salze oder Additionsverbindungen zu bilden vermögen. Man kann beispielsweise Kalziumoxyd oder Kalziumhydroxyd, die Oxyde oder Hydroxyde des Bariums. Strontiums. 



  Magnesiums, Aluminiums, Kupfers, Zinks, Nickels verwenden. Das Verfahren bietet den besonderen Vorteil, dass man auf die Verwendung organischer Lösungsmittel verzichten kann und dass die Salze des Phenols durch Waschen mit Wasser aus-dem gereinigten Produkt leicht entfernt werden können. da die Verbindungen gegen Verdünnung durch Wasser beständig sind. Man kann die Metalloxyde oder Metallhydroxyde auch in Mischung oder in Verbindung mit Alkalien verwenden, z. B.   Natriumahminat,   
 EMI1.1 
 



   An Stelle der freien Oxyde oder Hydroxyde kann man auch deren   Molekülverbindungen,   z. B. 



   Verbindungen mit Zuckerarten, Alkoholen u. dgl., verwenden. Es bildet sich dann bei dem Verfahren das wirksame Hydroxyd oder Oxyd der   Metalle : Ebenso   ist die Sachlage, wenn man beispielsweise
Ammoniakdoppelverbindungen der Metalloxyde bzw. Hydroxyde oder Aminoverbindungen benutzt.
Die Gegenwart der mit den Oxyden oder Hydroxyden verbundenen Stoffe beschleunigt die Bildung der   leichtlöslichen   Metallphenolate katalytisch. 



   Man kann die Molekülverbindungen der Metallhydroxyde oder die chemischen Verbindungen der Metallhydroxyde mit Alkalien, mit Ammoniak oder organischen Basen, z. B. Pyridin, auch erst während des Verfahrens der Herstellung der harzartigen Kondensationsprodukte entstehen lassen, derartig, dass man z. B. Alkalien zugibt und dann gesondert die Hydroxyde der Metalle zufügt oder indem man die Metallhydroxyde, Ammoniak oder organische Basen gesondert zufügt. 



   Die Ausführung des Verfahrens geschieht in der Art des Verfahrens des Stammpatentes. Man lässt die Oxyde oder Hydroxyde oder deren   Molekülverbindungen   auf die Kondensationsprodukte einwirken. Da die verwendeten Oxyde oder Hydroxyde grösstenteils schwer löslich oder unlöslich sind, so kommt im allgemeinen keine grössere Menge zur Einwirkung, als sich mit den Phenolen verbinden kann. 



  Sollte sich zeigen, dass auch Verbindungen der harzartigen Kondensationsprodukte entstehen können, so begrenzt man die Menge der angewendeten Hydroxyde oder Oxyde. Bei der Wahl der Menge der Metalloxyde oder Metallhydroxyde ist zu berücksichtigen, dass die Metalloxyde bzw. Hydroxyde nicht nur Phenolate bilden, sondern auch mit dem Phenol Additionsverbindungen ergeben, z. B. Ca   (OH) .   



   .   2 c6H"OH.   



   Die nicht in Reaktion getretene Menge der Oxyde oder Hydroxyde kann durch Filtrieren oder sonstiges Scheiden, z. B. Zentrifugieren, von der Lösung des Harzes getrennt werden. In den meisten Fällen stört aber die Anwesenheit von Oxyd oder Hydroxyd oder der beispielsweise durch die Einwirkung der Kohlensäure oder der Luft gebildeten Verbindungen nicht, sondern ist als Füllstoff für die Verarbeitung des Harzes wertvoll. 



   Man kann organische Lösungsmittel, die gleich nach der Bildung des Kondensationsgemisehes zuzusetzen sind, verwenden, z. B. Alkohol, Methylalkohol, Azeton, Mischungen dieser Stoffe. auch Lösungsmittel, die mit Wasser nicht beliebig mischbar sind, wie Äther, wobei wiederum ein Zusatz anderer Lösungsmittel, wie Alkohol, Methylalkohol, Azeton, stattfinden kann. 



   Zur Fällung verwendet man Wasser oder wässerige Lösungen hydrotropiseh wirkender Stoffe. wie Natriumsalizylat, die Salze der höheren Fettsäuren, namentlich Alkaliseifen,   Ammoniakseifen   der verschiedenen Fettsäuren, Harzsäuren,   Wachssäuren,   sulfonierten, halogenierten Fettsäuren, oder der   Oxvfettsäuren,   wobei man auch Mischungen der verschiedenen Seifen benutzen kann. 
 EMI1.2 
   erleichtert und eine sehr innige Verengung von Füllstoff und gereinigtem Harz erzielt wird. Man kann den Füllstoff auf einmal oder allmählich vor oder während der Reinigung hinzugeben.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 (aus   6'0 kg   gebranntem Kalk) zwei bis drei Stunden in einer Kugelmühle oder am Rührwerk behandelt.
Dabei zerfällt das Harz zu einem feinen Pulver.

   Es wird abfiltriert und gewaschen. Aus dem ersten
Filtrat werden mit Salzsäure die Extraktivstoffe (Phenole usw.) niedergeschlagen. Das gereinigte Harz trocknet sehr schnell bei   30-400..   



   Die aus dem Filtrat   niedergesehlagenen   freien Phenole können wieder dem Verfahren der Harz- darstellung unterworfen werden. 



   Beispiel 2 : 100 kg harzartiges Kondensationsprodukt in Stücken werden mit   100 1 Wasser und  
5 kg Magnesiumoxyd in einer Kugelmühle bis zum Zerfall des Harzes in Pulver behandelt. Die Masse wird zentrifugiert und abermals mit   100 l   Wasser und 5 kg Magnesiumoxyd in der   Kugelmühle   behandelt. 



   Das gereinigte Harz stellt nach dem Zentrifugieren und Trocknen ein helles Pulver dar. 



   Beispiel 3 : 100 kg harzartiges Kondensationsprodukt werden mit   100l   Wasser und 5 kg   technischem Natriumaluminat in der Kugelmühle vermahlen. Das gereinigte Harz fällt wie im Beispiel 1 aus.   



   Beispiel 4 : 100 kg harzartiges Kondensationsprodukt werden mit 80 1 Wasser und   50 l   einer
Lösung, erhalten durch Umsetzung von 3 kg Chlorzink und Ammoniak, in einer Kugelmühle oder an einem rasch laufenden Rührwerk so lange behandelt, bis das Harz einen feinen pulverförmigen Zustand annimmt. Es wird zentrifugiert und getroeknet. 



   Beispiel 5 : 100 kg harzartiges Kondensationsprodukt werden wie im Beispiel 4 unter Ersatz des Chlorzinks durch 4 kg Kupfersulfat behandelt. Das abgeschiedene gereinigte Harz stellt ein graut braunes Pulver dar. Es ist in Alkohol mit dunkler graugrüner Farbe vollkommen löslich. 



   Beispiel 6 : 100 kg harzartiges Kondensationsprodukt werden mit   150 l   Wasser und 5-6 kg einer aus Glyzerin und Kalziumoxyd im Verhältnis 2 : 1 erhaltener kristallinischen Molekülverbindung in der Kugelmühle behandelt. Das abgeschiedene Harz stellt ein farbloses Pulver dar. 



   Beispiel 7 : 100 kg harzartiges Kondensationsprodukt werden mit 5 kg Kalziumsaccharat und
150   I   Wasser am rasch laufenden Rührwerk oder in einer Kugelmühle behandelt. Das Harz zerfällt rasch zu einem feinen Pulver. Es wird zentrifugiert und getrocknet. 



    B ei sp i el 8 : 100 kg harzartiges Kondensationsprodukt werden mit 1801 Wasser und 8 kg gepulvertem   gebranntem Kalk in der Kugelmühle behandelt. Das Harz geht in einen solch feinen Zustand über, dass es durch Zentrifugieren oder Filtrieren nicht mehr vom Wasser zu trennen ist. Es wird zwecks   Teilehenvergröberung   bzw. Fällung mit   1-1 Yz kg Aluminiumnaphthionat (Aluminiumsalz   der 1-Amino- naphthalin-4-sulfonsäure) in fester Form versetzt und noch einige Zeit damit   durchmengt.   Das gereinigte
Harz kann nunmehr leicht zentrifugiert und gewaschen werden. Es befindet sich im Zustande feinster
Verteilung. 



   Beispiel 9 : 100 kg harzartiges Kondensationsprodukt werden mit 15 kg gebranntem Kalk trocken in einer Kugelmühle vermahlen. Darauf gibt man   150 l   Wasser hinzu und lässt ein bis zwei Stunden ruhig stehen. Dabei findet Reinigung des Harzes statt. Die Masse wird zentrifugiert. Sie stellt in trockenem
Zustande ein feines Pulver dar. Man kann vor dem Trocknen zwecks Entfernung   überschüssigen   Kalzium- oxydes dieses durch Zugabe verdünnter Salzsäure bis zur neutralen Reaktion in Lösung bringen. 



   Beispiel 10 : Man kann auch im Beispiel 1 das Kalziumoxyd durch eine entsprechende Menge der analogen Schwefelverbindung ersetzen : 100 kg harzartiges Kondensationsprodukt werden mit 7 kg   technischem Kalziumsulfid und 150 l WaRSeI'in der Kugelmühle gemahlen. Das gereinigte und getrocknete  
Harz stellt ein helles feines Pulver dar. 



   Die Darstellung der der Reinigung zu unterwerfenden harzartigen Kondensationsprodukte geschieht derart, dass man, wie bekannt, einen Aldehyd auf ein Phenol [z. B. Phenol rein, technisch, Kresol (o-, m-oder p-) oder technische Gemische von Kresolen mit Phenol, Naphthole, meist in Gegenwart eines
Kondensationsmittels (Base, Säure, Salz)] kondensiert und das abgeschiedene Kondensationsprodukt eindampft Der Gehalt an freien Phenolen und Vorverbindungen in den zu reinigenden Harzen beträgt   5 -15%.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Abänderung des durch Stammpatent Nr. 107842 geschützten Verfahrens zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden in reiner Form. darin bestehend, dass man hier die rohen Kondensationsprodukte an Stelle von Alkalien mit Oxyden, Hydroxyden oder Oxyde bzw. Hydroxyde bildenden Molekülverbindungen der Erdalkalien, des Magnesiums, Aluminiums oder mit Phenolen reagierenden Oxyden, Hydroxyden und Molekülverbindungen der Metalle behandelt EMI2.2
AT109678D 1925-02-17 1926-02-08 Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden in reiner Form. AT109678B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE107842X 1925-02-17
DE109678X 1925-03-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT109678B true AT109678B (de) 1928-05-25

Family

ID=29403072

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT109678D AT109678B (de) 1925-02-17 1926-02-08 Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden in reiner Form.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT109678B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE900568C (de) Kationenaustauscher fuer die Behandlung von Fluessigkeiten
DE1720470B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Ionenaustauscherharzen
CH669593A5 (de)
AT109678B (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden in reiner Form.
DE432727C (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden in reiner Form
DE706617C (de) Verfahren zur Herstellung von Pentaerythrit
DE1034611B (de) Verfahren zum Reinigen von Pentraerythrit
DE431514C (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden in reiner Form
CH126203A (de) Verfahren zur Reinigung harzartiger Kondensationsprodukte aus Phenolen und Aldehyden.
DE432203C (de) Verfahren zur Herstellung von saeurefreien, reinen, harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden
AT160562B (de) Verfahren zur Herstellung von Vanillin.
DE670583C (de) Verfahren zur Reinigung von Keimdruesenhormonen
DE716436C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher komplexer Metallalkalihumate
DE932982C (de) Verfahren zur Reinigung von Vitamin-B-Konzentraten
DE972653C (de) Verfahren zur Gewinnung von alkaliempfindlichen Alkaloiden aus Drogen
DE409035C (de) Verfahren zur Loesung von Leder, Lederabfaellen o. dgl.
AT118619B (de) Verfahren zur Herstellung von in Staubform zu verwendenden Saatgutbeizen und Pflanzenschutzmitteln.
DE1915272C3 (de) Verfahren zum Entfernen nitrophenolischer Verbindungen aus der bei der Herstellung von Nitrobenzolen anfallenden Waschlauge
AT106981B (de) Verfahren zur Herstellung von säurefreien, reinen, harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden.
DE1693014C (de) Verfahren zur Herstellung von stabi len, wäßrigen Methylsilsesquioxandispersio nen
DE940555C (de) Bekaempfung von Pilzen und anderen Mikroorganismen
DE695280C (de)
AT117599B (de) Verfahren zur Herstellung von mit Wasser emulgierbaren ätherischen Ölen.
DE472221C (de) Verfahren zur Gewinnung der toxischen Komponenten aus den Aufschluessen von Bakterien
DE517000C (de) Verfahren zur Entschwefelung der bei der Ammoniakwasser-Entphenolierung umlaufenden Extraktionsmittel