AT118619B - Verfahren zur Herstellung von in Staubform zu verwendenden Saatgutbeizen und Pflanzenschutzmitteln. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von in Staubform zu verwendenden Saatgutbeizen und Pflanzenschutzmitteln.

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AT118619B
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    Verfahren zur Herstellung von in Stabform zu verwendenden Saatgutbeizen und Pflanzenschutzmitteln.   
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   So können beispielsweise ausser Phenol selbst auch Kresol, Naphthol, oder negativ substituierte Phenole, z. B. die Chlorphenole, verwendet werden. 



   Die Erfindung erstreckt sich auch auf das Verfahren zur Herstellung von aromatische Quecksilberverbindungen enthaltenden Produkten, das darin besteht, dass man in Gegenwart von fein verteilten festen Stoffen   Queeksilberverbindungen   und solche Körper zusammenbringt, welche zusammen aromatische   Queeksilberverbindungen   zu bilden vermögen, wobei natÜrlich die hiefür erforderlichen Bedingungen beobachtet werden. 



   Normalerweise wird diese Reaktion in Gegenwart eines wässerigen Mediums ausgeführt, von dem das Reaktionsprodukt durch Filtration abgetrennt und die abfiltrierte Masse einem Troeknungs-und   Pulverisierungsprozess   unterworfen wird. 



   Die Erfindung soll an'folgenden Ausführungsbeispielen näher erläutert werden :
Beispiel 1 : 500 Teile Kalkhydrat werden in 2000 Teilen Wasser suspendiert und hiezu unter gutem Rühren eine Lösung von 50 Teilen   Queeksilberazetat   zugesetzt. Das durch das Kalkhydrat ausgefällte Quecksilberoxyd schlägt sich gleichmässig verteilt auf der Oberfläche der Kalkpartikelchen nieder. Sodann werden 30 Teile Ortho-Chlorphenol zugesetzt und die Suspension 5 Stunden lang auf etwa   800 C   erhitzt. Die gelbliche Farbe des Quecksilberoxyds verschwindet dabei allmählich infolge der Bindung   von weissem Ortho-Chlorphenol-Queeksilberoxyd,   das in sein Kalziumsalz umgewandelt wird. Die Reaktion 
 EMI2.1 
 silbersulfid mehr stattfindet. Der feste Niederschlag wird alsdann abfiltriert, getrocknet und gepulvert. 



  Das neue Produkt enthält etwa 6-7% des Kaliumsalzes von Chlorphenolqueeksilber. Dasselbe haftet ausserordentlich gut an Samen und Blättern und gibt in Wasser eine vollkommen kolloidale Suspension. 



   Beispiel 2 : 50 Teile Quecksilberazetat werden in 1500 Teilen Wasser gelöst und dieser Lösung 500 Teile Kaolin unter Rühren zugesetzt. Nach Hinzufügen einer Lösung von. 23 Teilen Ortho-Nitrophenolnatrium in 150 Teilen Wasser erhitzt man die Suspension etwa 4 Stunden lang auf 80  C. Die Reaktion'ist beendet, wenn ein Zusatz von   Sehwefelnatrium   zu einer herausgenommenen Probe keine Bildung von schwarzem   Quecksilbersulfid   mehr ergibt. Der Niederschlag wird nach erfolgtem Abkühlen abfiltriert, getrocknet und zu einem feinen Pulver vermahlen. 



   Beispiel 3 : Zu einer Lösung von 75 Teilen Quecksilberchlorid in 1500 Teilen Wasser werden unter Rühren 500 Teile Infusorienerde zugesetzt. Das   Quecksilbersalz   wird dann in Queeksilberoxyd übergeführt, indem man dazu eine 20% ige Lösung von Natriumhydroxyd so lange hinzusetzt, bis eine Probe auf Lackmuspapier eine schwach alkalische Reaktion zeigt. Sodann setzt man 38 Teile OrthoChlorphenol zu und erhitzt die Mischung während etwa 4 Stunden oder bis eine herausgenommene Probe mit einer   Schwefelnatriumlösung   keine Bildung von schwarzem Queeksilbersulfid mehr ergibt, auf   800 C.   Der Niederschlag wird nach erfolgtem Abkühlen abfiltriert, getrocknet und gepulvert. 



   Beispiel 4 : In einer Suspension von 500 Teilen gepulverter Holzkohle in 2000 Teilen Wasser werden 50 Teile Quecksilberazetat gelöst und 23 Teile Beta-Naphthol unter gutem Rühren hinzugefügt. 



  Die Mischung wird ungefähr 3 Stunden lang auf 75  C erhitzt, worauf das gesamte Quecksilberazetat in   Beta-Naphthol-Quecksilberazetat     übergeführt   ist. Der Niederschlag wird nach erfolgtem Abkühlen abfiltriert, getrocknet und gepulvert. 



   Wenn man in der in den vorstehenden Beispielen beschriebenen Weise verfährt, so erhält man Kalkhydrat, Kaolin, Infusorienerde oder Holzkohle mit einem dünnen Überzug oder einer feinen Haut einer in Wasser so gut wie unlöslichen organischen Quecksilberverbindung. An Stelle der vorstehend genannten inerten Stoffe können beispielsweise auch Bariumsulfat, Kalziumphospat usw. Verwendung finden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von in Staubform zu verwendenden Saatgutbeizen und Pflanzenschutzmitteln durch Einwirkung von Quecksilbersalzen auf aromatische Verbindungen in Gegenwart eines fein verteilten festen Körpers, der geeignet ist, als Träger oder Verdünnungsmittel für die gebildete organische Quecksilberverbindung zu dienen, dadurch gekennzeichnet, dass das gewonnene Reaktionprodukt durch Filtrieren abgeschieden, getrocknet und gepulvert wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der feinverteilte feste Körper basischer Natur oder von solcher Art ist, dass er mit den Ausgangsstoffen oder einem Teil derselben oder mit Zwischenprodukten, die bei der Bildung der organischen Quecksilberverbindung entstehen, in Reaktion tritt und hiebei im Überschuss verhanden ist, so dass er als Träger oder Verdünnungsmittel für die gebildete organische Queeksilberverbindung wirkt.
AT118619D 1925-07-25 1926-01-29 Verfahren zur Herstellung von in Staubform zu verwendenden Saatgutbeizen und Pflanzenschutzmitteln. AT118619B (de)

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