AT112732B - Verfahren zur Gewinnung eines Mittels zur Bekämpfung der Vagotonie. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines Mittels zur Bekämpfung der Vagotonie.

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  Verfahren zur Gewinnung eines Mittels zur Bekämpfung der Vagotonie. 



   Nach den Untersuchungen von Eppinger und   Hess   beruht der z. B. bei der Seekrankheit in Erscheinung tretende Symptomkomplex vornehmlich auf einer Erregung des Nervus vagus. Deshalb hat es nicht an Versuchen gefehlt, durch Alkaloide, die den Vagus lähmen, eine Beeinflussung resp. Beseitigung der Nauseasymptome zu erzielen. So versuchten Fischer und Pribram durch Atropininjektionen mit einigem Erfolge die Seekrankheit zu bekämpfen. Die grosse Giftigkeit des Atropins liess jedoch eine ausreichend hohe Dosierung, besonders hei oraler oder rektaler Verabreichung, nicht zu, da sonst störende Nebenwirkungen auftreten. 



   Es wurde nun gefunden, dass durch eine Mischung von Atropin mit Scopolamin oder zweckmässiger noch von Hyoscyamin und Scopolamin ein Arzneimittel gewonnen werden kann, das ohne merkbare Nebenwirkungen eine sichere Bekämpfung der Seekrankheitssymptome zulässt. Die vaguslähmende Wirkung des Atropins bzw.   Hyos-yamins   wird durch die ebenfalls vaguslähmende Komponente des Scopolamins   stark potenziert, während   die zentralerregende Wirkung des Atropins und Hyoseyamins durch die zentrallähmenden Eigenschaften des Scopolamins aufgehoben, zum mindesten wesentlich abgeschwächt wird. So erweist sich beispielsweise eine Mischung von 10 bis 20 Teilen Atropin bzw. 



  Hyoscyamin mit 1 Teil Scopolamin als besonders geeignet. Man mischt   diese Alkaloide zweckmässig   in Form ihrer anorganischen oder organischen Salze bzw. Doppelsalze unter Verwendung geeigneter Verdünnung-, Streck-oder Bindemittel, wenn man z. B. Tabletten pressen will. 



   Die Wirkung der Mischung nach beiden Richtungen, d. h. sowohl in bezug auf die vaguslähmende als in bezug auf die zentrallähmende Wirkung, kann gesteigert werden, wenn man an Stelle der inaktiven 
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 verwendet. Die besten Erfolge werden erzielt mit der Mischung von kampfersaurem   1-Hyoscyamin   und kampfersaurem   1-Scopolamin,   da   Kampfersäure   und ihre Derivate, wie z. B. Bromkampfersäure, die vaguslähmende Wirkung der Alkaloide noch unterstützen. 



   Durch derartige Mischungen werden die unangenehmen Nebenwirkungen der Komponenten stark vermindert. Daher ist es möglich, genügend hohe Dosen zur sicheren Bekämpfung der Vagotonie anzuwenden und deren Symptome auch durch orale oder rektale Verabreichung der gemischten Mittel zu beseitigen. Diese Mittel sind nicht allein angezeigt beim Symptomkomplex der   Nausea   jeglicher Form (Seekrankheit, Eisenbahnkrankheit), sondern auch beim Erbrechen der Schwangeren, bei Migräne-   Unfällen   mit Erbrechen usw. 



   Beispiel   liy   Atropin sulfur. werden mit   1'45   Scopolaminbromhydrat gemengt, mit 
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1. Verfahren zur Gewinnung eines Mittels zur Bekämpfung der Vagotonie, dadurch gekennzeichnet, dass man Atropin bzw. Hyoscyamin mit Scopolamin mischt. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die linkskonfigurierten Formen von Hyoscyamin und Skopolamin verwendet.
    3. Verfahren nach Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Alkaloide in Form ihrer Salze bzw. Doppelsalze verwendet.
    4. Ausführungsform der Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man kampfersaures 1-Hyoscyamin mit kampfersaurem1-Scopolamin mischt.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung etwa im Verhältnis von 1 Teil Scopolamin auf 10 bis 20 Teile Atropin bzw. Hyoscyamin erfolgt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT112732D 1926-02-26 1927-02-01 Verfahren zur Gewinnung eines Mittels zur Bekämpfung der Vagotonie. AT112732B (de)

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