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Einrichtung zum Betriebe von elektrischen Erafterzeugnngsanlagen mit mehreren örtlich getrennten Kraftwerken.
Im Hauptpatent ist eine Einrichtung zum Betrieb von elektrischen Krafterzeugungsanlagen mit von einem Hauptkraftwerk örtlich getrennten, bedienungslosen Nebenkraftwerken beschrieben, deren Synchromraschinen unter Erzeugung von Drehzahlpendelungen um den Synchronismus mittels einer besonderen Parallelsehaltvorriehtung auf das Netz geschaltet werden.
Diese besondere Parallelschaltvorrichtung arbeitet nach dem Ausführungsbeispiel des Hauptpatentes selbsttätig und befindet sich im Nebenkraftwerk selbst. Um nun eine selbsttätige Parallelschalt- vorrichtung für das Nebenkraftwerk zu sparen, wird die Parallelsehaltvorriehtung in an sich bekannter Weise in das Hauptkraftwerk verlegt. Dort ist ohnehin genügend geschultes Bedienungspersonal vorhanden, das die Parallelschaltung der Synchronmaschinen der Nebenkraftwerke vornehmen kann.
Eine weitere Ersparnis kann nach der Erfindung dadurch erzielt werden, dass man beim Vorhandensein mehrerer Nebenkraftwerke nur eine einzige Parallelschaltvorrichtung im Hauptwerk vorsieht, die dort wahlweise auf die verschiedenen Nebenwerke umgeschaltet werden kann. Hiebei ist es unter Umständen wieder zweckmässig oder erwünscht, das Bedienungspersonal von der Parallelschaltarbeit zu entlasten und einen selbsttätigen Apparat aufzustellen, so dass der Bedienende lediglich die Umschaltung auf das jeweils anzuschliessende Werk vorzunehmen hat, während die Parallelschaltung selbsttätig erfolgt. Nach erfolgter Parallelschaltung hören natürlich die Drehzahlpendelungen von selbst auf, da ja die elektrische Maschine des Nebenkraftwerkes mit der Netzfrequenz synchron läuft.
Statt nun wie beim Ausführungsbeispiel des Hauptpatentes zur Erzeugung der Drehzahlpendelungen vor der Synchronsierung eine besondere Tachometer-Dynamo zu verwenden, lässt sich nach der Erfindung der Fliehkraftregler der Primärmaschine selbst zum Hervorrufen der Pendelungen benutzen.
Eine solche Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt. Darin bedeutet 24 den hydraulischen Servomotor der Turbine des Nebenkraftwerkes 1, der vom Fliehkraftregler 23 beeinflusst wird. Der Generator 10 ist über den Transformator 32 und den Schalter 18 an die Fernleitung 1 angeschlossen ; er ist mit der selbsterregten Erregermaschine 11 gekuppelt. Der Fixpunkt des Verstellhebel 27 des Reglers 23 liegt wie beim Ausführungsbeispiel des Hauptpatentes auf einer Wandermutter, deren Spindel 26 über ein Vorgelege 25 vom Motor 22 angetrieben wird. Dieser wird von einem Relais 21 gesteuert, das mit den vier Umschaltkontakten 33 für den Motor 22, dem Selbsthaltekontakt 34 und einem weiteren Kontakt 35 zur Steuerung des Zeitrelais 36 ausgerüstet ist.
Das Umschaltrelais 21 wird von Endschaltkontakten 37, 38 an der Muffe des Reglers 23 gesteuert, die den Grenzdrehzahlen der Masehinengruppe ent-
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Soll nun beispielsweise das Kraftwerk 1 zugeschaltet werden, das bereits in Betrieb gesetzt und durch Schliessen des Schalters 18 an die Fernleitung 1 angeschlossen sein möge, so stellt der Wärter im Hauptwerk H den Umschalter 40 auf die Fernleitung 1 ein und beobachtet das Pendeln des Synehronoskops 39. Sind die Pendelungen langsam genug, so schaltet er beim Nulldurchgang den Schalter 41 ein.
Die Drehzahlpendelungen der Turbine werden wie beim Beispiel des Hauptpatentes durch den Motor 22 hervorgerufen, dessen Umsteuerung bei der oberen und unteren Grenzdrehzahl der Turbine durch die Kontakte 37 und 38 am Regler 23 erfolgt. Ist das Relais 21 unerregt, wie in der Zeichnung, so treibt der Motor 22 das Schraubgetriebe 26 im Sinne einer grösseren Beaufschlagung und daher einer Beschleunigung der Turbine an ; die Reglermuffe steigt, bis sie bei Erreichung der oberen Grenzdrehzahl den Kontakt 37 schliesst. Dadurch wird das Relais 21 erregt und steuert den Motor 22 um, so dass er nunmehr den Regler 23 im Sinne einer Verminderung der Turbinendrehzahl beeinflusst. Der sich öffnende Kontakt 37 ist dabei durch den Kontakt 34 überbrückt.
Bei der unteren Grenzdrehzahl öffnet die Reglermuffe den Kontakt 38, wodurch die Erregung des Relais 21 unterbrochen und der Motor 22 wieder umgesteuert wird. Das Spiel beginnt von neuem und setzt sich so lange fort, bis die Parallelschaltung im Hauptwerk durch Schliessen des Schalters 41 stattgefunden hat.
Nunmehr wird die Drehzahl der Maschine vom Netz aus konstant gehalten, und die Pendelungen hören auf. Läuft im Augenblick der Parallelschaltung der Motor 22 gerade in der Richtung einer Vermehrung der Kraftmittelzufuhr, ist also das Relais 21 unerregt, so wird schliesslich der Motor 22 durch den Endschalter 28 ausgeschaltet ; das Kraftmittel wird der Antriebsmaschine in ausreichendem Masse zugeführt und nur nach Bedarf vom Regler gedrosselt. Dreht sich dagegen der Motor 22 im Augenblick des Parallelschaltens in der Schliessrichtung der Turbine, so würde der Wasserzufluss schliesslich ganz oder teilweise gesperrt bleiben und die Maschine sich nicht belasten können.
Um dies zu vermeiden und in allen Fällen die richtige Beaufschlagung der Turbine sicherzustellen, unterbricht das Zeitrelais 36, das jedesmal beim Ansprechen des Umschaltrelais 21 ebenfalls zu laufen beginnt, nach einer Zeit, die etwas grösser ist als diejenige einer Drehzahlpendelung der Turbine, den Stromkreis des Relais 21, so dass der Motor 22 die Reglermuffe 23 auf jeden Fall in die Öffnungslage stellt ; dann erhöht sich die Kraftmittelzufuhr zur Turbine und die Maschine 10 kann sich belasten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Betrieb von elektrischen Krafterzeugungsanlagen mit mindestens einem von einem Hauptkraftwerk örtlich getrennten Nebenkraftwerk nach Patent Nr. 96754, bei welcher sich die Parallelschaltvorrichtungen für die Synchromraschinen der Nebenkraftwerke im Hauptkraftwerk befinden, gekennzeichnet durch eine einzige umschaltbare Parallelschaltvorrichtung (39, 40) im Hauptkraftwerk, durch welche die Maschinen sämtlicher Nebenkraftwerke (I, II, Ill) und gegebenenfalls auch diejenigen des Hauptkraftwerkes (H) parallelgeschaltet werden.