CH132233A - Verfahren zum Betrieb von elektrischen Krafterzeugungsanlagen mit mehreren örtlich getrennten Kraftwerken. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von elektrischen Krafterzeugungsanlagen mit mehreren örtlich getrennten Kraftwerken.

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CH132233A
CH132233A CH132233DA CH132233A CH 132233 A CH132233 A CH 132233A CH 132233D A CH132233D A CH 132233DA CH 132233 A CH132233 A CH 132233A
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CH
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Inventor
Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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      verfahren    zum Betrieb von elektrischen     ltrafterzeugungsanlagen    mit mehreren  örtlich getrennten Kraftwerken.    Im Hauptpatent ist ein Verfahren zum  Betrieb von elektrischen     Krafterzeügungs-          anlagen    mit von einem Hauptkraftwerk ört  lich getrennten, bedienungslosen Nebenkraft  werken beschrieben, deren Synchronmaschi  nen unter Erzeugung von     Drehzahlpendelun-          gen    um     den,Synchronismus        mittelst    einer be  sonderen     Parallelschaltvorrichtung    auf das  Netz geschaltet werden.  



  Diese besondere     Parallelschaltvorriichtung     arbeitet nach dem Ausführungsbeispiel des  Hauptpatentes     selbsttätig    und befindet sich  im     Nebenkraftwerk    selbst. Um nun eine  selbsttätige     Parallelschaltvorrichtung    für das  Nebenkraftwerk zu sparen, wird die Parallel.       schaltvorriehtung    erfindungsgemäss in das  Hauptkraftwerk gelegt.     Dort    ist ohnehin ge  nügend geschultes Bedienungspersonal vor  handen, das die Parallelschaltung der Syn  chronmaschinen der Nebenkraftwerke vor  nehmen kann.  



  Eine weitere Ersparnis kann dadurch er  zielt werden, sass' man beim Vorhandensein    mehrerer Nebenkraftwerke nur eine Parallel  schaltvorrichtung im Hauptwerk benötigt,  die dort wahlweise auf die verschiedenen  Nebenwerke umgeschaltet werden kann. Hier  bei ist es unter Umständen wieder zweck  mässig oder erwünscht, das Bedienungsperso  nal von der     Parallelschaltarbeit    zu     entlasten     und einen selbsttätigen Apparat aufzustellen,  so dass der Bedienende lediglich die Umschal  tung auf das jeweils anzuschliessende Werk  vorzunehmen hat, während die Parallel  schaltung selbsttätig erfolgt.

   Nach erfolgter  Parallelschaltung hören natürlich die     Dreh-          zahlpendelungen    von selbst auf, da ja die  elektrische Maschine des Nebenkraftwerkes  mit der Netzfrequenz synchron läuft. Statt  nun, wie beim Ausführungsbeispiel des  Hauptpatentes, zur Erzeugung der     Drehzahl-          pendelungen    vor der     Synchronisierung    eine  besondere     Tachometerdynamo    zu verwenden,  lässt sich zweckmässig der     Fliehkraftregler     der Primärmaschine selbst zum     Hervorrufen     der     Pendelungen    benutzen.      Eine solche Vorrichtung ist in der Zeich  nung als Beispiel dargestellt.

   Darin bedeutet  24 den hydraulischen Servomotor der Tur  bine des Nebenkraftwerkes I, der vom Flieh  kraftregler 28 beeinflusst wird. Der Genera  tor 10 ist über den Transformator 32 und  den Schalter 18 an die Fernleitung 1 an  geschlossen; er ist mit der selbsterregten  Erregermaschine 11 gekuppelt. Der Fix  punkt des     Verstellhebels    27 des Reglers 23  liegt, wie beim Beispiel des Hauptpatentes,  auf einer Wandermutter, deren Spindel 26  über ein     Vorgelege    25 vom Motor 22 ange  trieben wird. Dieser wird von einem Relais  21     gesteuert,    das mit den vier Umschalt  kontakten 33 für den Motor 22, dem Selbst  haltekontakt 34 und einem weiteren Kontakt  35 zur Steuerung des Zeitrelais 36 ausge  rüstet ist.

   Das Umschaltrelais 21 wird von       Endschaltkontakten    37, 38 an der Muffe des  Reglers 23 gesteuert, die den Grenzdrehzah  len der Maschinengruppe entsprechend ein  gestellt sind. Nach erfolgter Parallelschal  tung wird der Motor 22 mittelst eines von  der Mutter des     Schraubgetriebes    26 betätigten  Schleppschalters 28 abgestellt.  



  Im Hauptwerk     F1,    von dem angenommen  werde, dass es mit drei Nebenkraftwerken     I,          II    und     III    zusammenarbeitet, befinden sich  die drei Hauptschalter 41, 42, 43, die in die  zugehörigen, von den Sammelschienen 44 ab  gezweigten Fernleitungen eingebaut sind.  Zum     Parallelschalten    dient das     Synchrono-          skop    39, das einerseits ebenfalls an den  Sammelschienen 44 liegt und mittelst Um  schalters 40 anderseits wahlweise an die drei  Fernleitungen     I.        II    und     III    angeschlossen  werden kann.  



  Soll nun beispielsweise das Kraftwerk I  zugeschaltet     werden;    das bereits in Betrieb  gesetzt und durch     Schliessen,    des Schalters  18 an die Fernleitung 1 angeschlossen sein  möge, so stellt der Wärter im Hauptwerk H  den Umschalter 40 auf die Fernleitung 1 ein  und beobachtet das Pendeln des     Synchrono-          skops    39. Sind die     Pendelungen    langsam ge  nug, so schaltet er beim Nulldurchgang den  Schalter 41 ein.    Die     Drehzahlpendelungen    der Turbine.

    werden, wie beim Beispiel des Hauptpaten  tes, durch den Motor 22 hervorgerufen, des  sen     Umsteuerung    bei der obern und untern  Grenzdrehzahl der Turbine durch die Kon  takte 37 und 38 am Regler 23 erfolg. Ist  das Relais 21     unerregt,    wie in der Zeichnung.  so treibt der Motor 22 das     Schraubgetriebe    26  im Sinne einer grösseren     Beaufschlagung    und  daher einer Beschleunigung der Turbine an;  die     Reglermuffe    steigt, bis sie bei Er  reichung der obern Grenzdrehzahl den Kon  takt 37 schliesst.

   Dadurch wird das Relais 21  erregt und steuert den Motor 22 um, so dass  er nunmehr den Regler 23 im Sinne einer  Verminderung der Turbinendrehzahl     beein-          flusst.    Der sich öffnende Kontakt 37 ist da  bei durch den Kontakt 34 überbrückt. Bei  der untern Grenzdrehzahl öffnet die Regler  muffe den Kontakt 38, wodurch die Er  regung des Relais 21 unterbrochen und der  Motor     :22    wieder umgesteuert wird. Das  Spiel beginnt von neuem und setzt sich so  lange fort, bis die Parallelschaltung im  Hauptwerk durch .Schliessen des Schalters 41  stattgefunden hat.  



  Nunmehr wird die Drehzahl der Maschine  vom Netz aus konstant gehalten und die       Pendelungen    hören auf. Läuft im Augen  blick der Parallelschaltung der Motor 22 ge  rade in der Richtung einer Vermehrung der       Kraftmittelzufuhr,    ist also das Relais 21       unerregt,    so wird schliesslich der     No-          tor    22 durch den Einschalter 28 ausge  schaltet; das Kraftmittel wird der Antriebs  maschine in ausreichendem Masse zugeführt  und nur nach Bedarf vom Regler gedrosselt.

    Dreht sich dagegen der Motor 22 im Augen  blick des     Parallelschaltens    in der Schliess  richtung der Turbine, so würde der Wasser  zufluss schliesslich ganz oder teilweise ge  sperrt bleiben und die Maschine sich nicht  belasten können. Um dies zu vermeiden und  in allen Fällen die richtige     Beaufschlagung     der Turbine sicherzustellen, unterbricht das  Zeitrelais 36, das jedesmal beim Ansprechen  des Umschaltrelais 21 ebenfalls zu laufen  beginnt, nach einer Zeit, die etwas grösser ist      als diejenige einer Halbperiode der     Drehzahl-          pendelung    der Turbine, den Stromkreis des  Relais 21, so dass der Motor 22 die Regler  muffe 23 auf jeden Fall in die Öffnungs  lage stellt;

   dann erhöht sich die Kraftmittel  zufuhr     zur    Turbine, und die Maschine 10  kann sich belasten.  



  Im Hauptkraftwerk können     mittelst    einer  einzigen umschaltbaren     Parallelschaltvor-          richtung    auch die Maschinen des Haupt  kraftwerkes selbst parallelgeschaltet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betrieb von elektri schen Krafterzeugungsanlagen mit mindestens einem von einem Hauptkraftwerk örtlich getrennten Nebenkraftwerk nach dem Pa tentanspruch des Hauptpatentes, dadurch ge kennzeichnet, dass die Parallelschaltung der Synchronmaschinen auch der Nebenkraft werke im Hauptkraftwerk erfolgt. UNTERANSPRt1 CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Hauptkraftwerk mittelst einer einzigen umschaltbaren Pa.- rallelschaltvorrichtung die Maschinen sämtlicher Nebenkraftwerke parallelge schaltet werden. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass im Haupt kraftwerk mittelst einer einzigen um schaltbaren Parallelschaltvorrichtung auch die Maschinen des Hauptkraftwerkes pa rallelgeschaltet werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch,-dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahlpende- lungen zur Erzeugung von Durchgängen der Synchronmaschinen durch den Syn chronismus im Nebenkraftwerk mittelst Anschlagkontakten am Fliehkraftregler der zugehörigen Primärmaschine erzeugt werden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperren der Kraftmittelzufuhr nach bei abnehmender Drehzahl erfolgter Parallelschaltung der Synchronmaschine durch ein Zeitrelais verhindert wird, dessen Ablaufzeit die Zeit einer Halbperiode einer Drehzahl- pendelung übersteigt. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass bei jeder Dreh- zahlpendelung von dem die Sperrung der Kraftmittelzufuhr bewirkenden Kontakt (37) zugleich die Spule des Zeitrelais eingeschaltet wird,, das bei Fortsetzung der Pendelungen von dem die Vermehrung der Kraftmittelzufuhr veranlassenden Kon takt (38) vor Ablauf des Zeitwerkes wie der ausgeschaltet wird, das aber nach bei abnehmender Drehzahl erfolgter Pa rallelschaltung bis zur Betätigung seines eigenen Kontaktes weiterläuft, durch den der Kraftmittelzufluss wieder erhöht wird.
CH132233D 1927-01-14 1928-01-07 Verfahren zum Betrieb von elektrischen Krafterzeugungsanlagen mit mehreren örtlich getrennten Kraftwerken. CH132233A (de)

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