AT117539B - Hydraulische Bremsvorrichtung mit selbstfüllenden Hauptzylindern für Kraftfahrzeuge. - Google Patents

Hydraulische Bremsvorrichtung mit selbstfüllenden Hauptzylindern für Kraftfahrzeuge.

Info

Publication number
AT117539B
AT117539B AT117539DA AT117539B AT 117539 B AT117539 B AT 117539B AT 117539D A AT117539D A AT 117539DA AT 117539 B AT117539 B AT 117539B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
motor vehicles
self
hydraulic braking
braking device
inflating
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Graef
Franz Graef
Karl Graef
Original Assignee
Heinrich Graef
Franz Graef
Karl Graef
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heinrich Graef, Franz Graef, Karl Graef filed Critical Heinrich Graef
Application granted granted Critical
Publication of AT117539B publication Critical patent/AT117539B/de

Links

Landscapes

  • Transmission Of Braking Force In Braking Systems (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Hydraulische Bremsvorrichtung mit selbstfüllenden Hauptzylinder für Kraftfahr- zeuge. 



   Eine bekannte hydraulische Bremsvorrichtung für Kraftfahrzeuge besteht aus einem selbstfüllenden Hauptzylinder mit von diesem ausgehenden, zu den Zylindern der Radbremsen führenden Druckleitungen. Diese Anordnung besitzt jedoch den grossen Nachteil, dass bei Undichtheit oder im Falle eines Bruches an irgendeiner Stelle das ganze Bremssystem unwirksam   wird.   



   Dieser Nachteil wird durch eine gleichfalls bekannte Anordnung beseitigt, bei der sowohl für die Bremsengruppe der Vorderräder, als auch für die Bremsengruppe der Hinterräder oder einer andern Kombination je ein solcher selbstfüllender Hauptzylinder vorgesehen ist. Der Antrieb der Kolben der beiden Hauptzylinder erfolgt gleichzeitig von einer Steuerwelle aus mittels eines Getriebes, welches eine vollkommen gleiche Einwirkung auf die Bremsen der beiden Systeme zu erzielen gestattet. 



   Der unmittelbare   Zusammenbau   dieser Ausgleichsvorrichtung mit den Druckzylindern ist aus   Gründen   der Raumersparnis von Wichtigkeit. Nach der den Gegenstand der Erfindung bildenden Bauart werden Druckzylinder und Ausgleichsvorrichtung in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet, in das einerseits die Bremswelle eintritt und von dem anderseits die Druckröhren ausgehen, die die Druckflüssigkeit zu den Vorder-bzw. Hinterrädern führen.

   Diese Bauart, bei der das Ausgleichsorgan unmittelbar vor den Presskolben liegt, hat den Vorteil, dass jedes   Übertragungsgestänge   entfällt und dass es nur durch kurze, vollkommen starre Hebel mit dem Kolben in Verbindung stellt, wodurch das Auftreten von Ungleichmässigkeiten durch verschiedene Dehnung oder Durchbiegung der Verbindungsorgane zwischen Ausgleichsvorriehtung und Kolben vollkommen ausgeschlossen ist. Dies ist ein Vorteil, da bei normaler Funktion ein Wirksamwerden der Ausgleichsvorrichtung infolge der unvermeidlichen Verzögerung des Eintretens des Bremsvorganges nicht erwünscht ist. Im Falle eines   grösseren   Defektes, z. B. Undichtheit der Rohrleitung, ist selbstverständlich das Wirksamwerden der Ausgleichsvorrichtung notwendig und in einem solchen Falle die damit verbundene Verzögerung bedeutungslos. 



   In der Zeichnung ist ein   Ausführungsheispiel   der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 und Fig. 2 die Vorrichtung im   Längs-bzw. Querschnitt.   



   Die beiden Hanptzylinder 1 und 2 mit ihren Kolben 3 bzw. 4 sind in einem Gehäuse 5 untergebracht, dessen unterer Teil zu diesem Zweck durch eine Wand 6 in zwei Kammern 7 und 8 geteilt ist, von welchen die   Kammer   7 den Hauptzylinder 1 und die Kammer 8 den Hauptzylinder 2   aufnimmt.   Die Hauptzylinder werden von Einsätzen in der   Gehäusewand gebildet, wodurch der gedrängle Zusammenbau erleichtert wird.

   Jeder der   beiden Hauptzylinder besitzt einen   Längsschlitz   9 und eine radiale   Bohrung 1 (),   die in der Zylinderwandung an solcher Stelle vorgesehen ist, dass sie in der In Fig.   2   dargestellten   äusseren   Endlage des Kolbens freigelegt ist   und   den   Arbeitsraum   des   Zylinders mit   der Kammer verbindet, in welcher der Zylinder angeordnet ist. Die   beiden Kammern   7 und 8 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 leitung mit den   Radzylindern einer andern Bremsgruppe, z.   B. den   Hinterradbrell1se1J.   verbunden. 



   Der Antrieb der Kolben der Hauptzylinder erfolgt von einer Steuerwelle 11 aus, welche in den Lagern 12 und 13 des Gehäuses gelagert ist. Die Steuerwelle 11 trägt ein   Kegelraddifferentialgetriebe,   das aus dem Differentialkegelrad 14 und den auf der Steuerwelle 11 lose sitzenden Kegelrädern 15 und 16 besteht. Jedes der   Kegelräder 15   und   16   hat auf seiner hülsenförmig ausgebildeten Nabe einen Hebel 17 bzw. 18 aufgekeilt, von welchem der Hebel 17 an dem Kolben 3 des Hauptzylinders 1 und der Hebel 18 an dem Kolben 4 des Hauptzylinders 2 angreift. Durch das Differentialgetriebe wird demnach jederzeit eine vollkommen gleiche Bremswirkung auf sämtliche Bremsen beider Systeme erzielt. 



   Das Differentialgetriebe kann auch durch ein Hebewerk ersetzt werden. bei dem an Stelle des Differentialkegelrades ein zweiarmiger Hebel, an Stelle der vom Differentialkegelrad getriebenen Kegelräder auf der Achse der Antriebshebel je ein einarmiger Hebel, von denen ein jeder an einem Arm des zweiarmigen Hebels angreift, vorgesehen ist. An dem Wesen der Erfindung wird durch diese vollkommen gleichwertige Anordnung nichts geändert. 



   Im Falle der Undichtheit oder des Bruches der Druckleitung eines Bremssystems wird bei Betätigung der Steuerwelle 11 zuerst der dem undichten oder gebrochenen System angehörende Hebel verdreht, welcher hiedurch an einen Anschlag (19 bzw, 20) am Ende des Schlitzes des Hauptzylinders in Anlage gelangt. Nunmehr wird durch die Wirkung des Ausgleichsgetriebes erst der andere Hebel und durch diesen das intakte Bremssystem in normaler Weise betätigt. 



   Der Antrieb der Kolben der Hauptzylinder kann auch vermittels anderer Mechanismen, z. B. Hebel, Drahtseile u. dgl., erfolgen, die gleichfalls eine vollkommen gleiche Bremswirkung auf sämtliche Bremsen zu erzielen gestatten. 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. Hydraulische Bremsvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit je einem besonderen selbstfüllenden Hauptzylinder für die Bremsengruppe der Vorderräder und der Hinterräder des Kraftfahrzeuges, die mittels eines einen vollkommenen Ausgleich bewirkenden Getriebes zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichsgetriebe und die beiden Hauptzylinder in demselben Gehäuse eingebaut sind, wobei die Hauptzylinder von Einsätzen in der Gehäusewand gebildet werden und die Ausgleichsvorrichtung aus einem Kegelraddifferentialgetriebe besteht, bei dem mit jedem der vom Differentialkegelrad getriebenen Kegelräder je ein gleichachsiger Hebel fest verbunden ist, der auf je einen der beiden Kolben der Hauptzylinder wirkt, so dass jedes Gestänge zwischen Ausgleichsvorrichtung und Kolben entfällt, EMI2.2
AT117539D 1928-01-07 1928-01-07 Hydraulische Bremsvorrichtung mit selbstfüllenden Hauptzylindern für Kraftfahrzeuge. AT117539B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT117539T 1928-01-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT117539B true AT117539B (de) 1930-04-25

Family

ID=3630479

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT117539D AT117539B (de) 1928-01-07 1928-01-07 Hydraulische Bremsvorrichtung mit selbstfüllenden Hauptzylindern für Kraftfahrzeuge.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT117539B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE558036C (de) Fluessigkeitsbremse, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
AT117539B (de) Hydraulische Bremsvorrichtung mit selbstfüllenden Hauptzylindern für Kraftfahrzeuge.
DE1199150B (de) Zweikreis-Hauptzylinder, insbesondere fuer Kraftfahrzeugbremsen
DE668008C (de) UEberwachungsvorrichtung fuer Druckfluessigkeitsbremsen
DE1780730A1 (de) Dauerbremseinrichtung fuer kraftfahrzeuge, insbesondere fuer nutzfahrzeuge und lastzuege
DE613207C (de) Zwischen Bremsbacken oder Bremschebeln gelenkig angeordneter Zylinder fuer hydraulische Bremsen
DE2705179B2 (de) Bremsbelagverschleiß-Anzeigevorrichtung für eine Festsattel-Scheibenbremse
DE679907C (de) Kraftfahrzeugbremse mit mehreren in einer einzigen Bremstrommel axial nebeneinanderliegenden Bremsbackenanordnungen
DE767438C (de) Zweikreisdruckmittelbremse
DE735887C (de) Fluessigkeitsbremse
CH318682A (de) Bremseinrichtung mit durchgehender hydraulischer Bremsleitung an Zugfahrzeugen mit Anhänger
AT125296B (de) Verbindung zwischen einem Kraftfahrzeuggetriebe mit Stirnrädern und der vom Motor zu dem Getriebe führenden Welle.
DE521767C (de) Vorrichtung zum Halten des Wagenrahmens in zur Fahrbahn annaehernd paralleler Lage
DE1083676B (de) Hydraulische Betaetigungsanlage fuer Fahrzeugbremsen, insbesondere Kraftfahrzeugbremsen
AT137215B (de) Zylinder für hydraulische Bremsen, insbesondere von Kraftfahrzeugen.
DE433573C (de) Mit einer Fluessigkeitspumpe versehene Vorrichtung zum Beeinflussen der gegenseitigen Bewegung von Gliedern des Ausgleichgetriebes fuer Motorfahrzeuge
AT239666B (de) Druckluftbremsanlage für Kraftfahrzeuge
DE710859C (de) Zahnradpumpe oder Motor mit auf Wellen gelagerten Zahnraedern
DE391272C (de) Fluessigkeitsbremse fuer Kraftfahrzeuge
AT105819B (de) Bremsvorrichtung für Kraftwagen.
DE414830C (de) Vorrichtung zur Leistungsaenderung von Maschinen mit Rollkolben und in der Zylinderwandung angeordnetem Widerlagerschieber
AT122072B (de) Schalendichtung für Druckkolben, insbesondere für die druckerzeugenden Kolben der hydraulischen Bremsvorrichtungen von Motorfahrzeugen.
DE1940490C3 (de) Servolenkung für Fahrzeuge
DE740163C (de) Bremseinrichtung fuer Fahrzeuganhaenger
DE710669C (de) Druckmittelbremse, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge