<Desc/Clms Page number 1>
Steuerung für Schneid. oder Schweissmaschinen mit nach verschiedenen Richtungen motorisch beweglichem Werkzeug.
Die Erfindung bezieht sich auf die Steuerung des motorisch nach verschiedenen Richtungen beweglichen Werkzeuges von Brenn-, Schneid- oder Schweissmaschinen.
Bei den heute bekannten Schneid-oder Schweissmaschinen, die mit Gasflamme oder elektrischem Lichtbogen arbeiten und das Schneiden oder Schweissen von Metallstüeken nach verschiedenen Richtungen ermöglichen, werden die einzelnen Bewegungsmöglichkeiten des Brenners nur von einer Stelle aus beeinflusst.
Bei Arbeitsstücken von grösserem Umfang oder grösserer Ausladung kann die Beobachtung des Sehneid-oder Schweissvorganges von der Stelle aus, von welcher die betreffende Bewegungsrichtung eingeschaltet wird, also vom Standort des Arbeiters aus, infolge der schlechten Sicht auf so grosse Entfernungen nicht mehr gut verfolgt werden.
Die Erfindung besteht darin, dass einzelne oder alle Bewegungsarten des Schneid-oder Schweiss- werkzeuges während des Arbeitsganges unabhängig voneinander von mindestens zwei Stellen, zweckmässig von mehreren Stellen der Maschine aus ohne Stillsetzen des Antriebsmotors oder der Antriebsmotoren beeinflusst werden können.
Gemäss der Erfindung sind für einzelne oder für alle Bewegungen des Sehneid-oder Sehweisswerk- zeuges mehrere Schalter od. dgl. an verschiedenen Stellen vorgesehen, die miteinander mechanisch, elektrisch oder sonstwie verbunden sind. Die Einrichtung kann so getroffen werden, dass die sämtlichen Bewegungen zugehörigen Schalter od. dgl. einerseits für die einzelnen Bewegungsriehtungen unabhängig voneinander, anderseits gemeinsam bedienbar sind, so dass sowohl jede einzelne Bewegung für sich als auch sämtliche Bewegungen gemeinsam von verschiedenen Stellen aus beeinflussbar sind.
Die Anordnung ist zweckmässig so getroffen, dass der Arbeitsvorgang auf jeden Fall von dem Standplatz des Arbeiters aus beeinflusst werden kann, gleichgültig, ob die Arbeitsstelle nahe oder entfernt vom Werkstück ist, wie z. B. bei besonders sperrigen Arbeitsstücke, bei welchen die Beobachtung des Schneidoder Schweissvorganges von einer entfernten Stelle aus ermöglicht sein soll.
Die Steuerung der Bewegungen kann gemäss der Erfindung derart durchgeführt werden, dass entweder der Zeitpunkt des Beginnes und die Dauer jeder einzelnen Bewegung von Hand beeinflusst wird oder dass der Zeitpunkt des Beginnes der Bewegung und ihre Dauer durch mechanische Vorrichtungen selbsttätig geregelt und nur der Zeitpunkt der Inbetriebsetzung oder des Abstellens der Maschine von Hand beeinflusst wird.
Bei letzterer Anordnung ergibt sich eine weitere Vereinfachung der Bedienung der Maschine, die besonders dann von Vorteil ist, wenn viele gleichartige geometrische Figuren zu schneiden oder zu schweissen sind, dadurch, dass der Arbeiter, der die Maschinen bedient, während des Schneidens oder Sehweissens auch von der Steuerung der Richtungssehaltung, der Geschwindigkeit usw. vollständig befreit ist und von jedem beliebigen Standort aus seine volle Aufmerksamkeit dem Schneid-oder Schweiss- vorgang zuwenden kann.
In den Figuren der Zeichnung ist die Erfindung in verschiedenen Ausführungsbeispielen veranschaulicht.
In Fig. 1 ist schematisch eine Ausführungsform gezeigt, bei welcher der Arbeitsvorgang von zwei Stellen der Maschine beeinflusst werden kann. Die Schalthebel 1, 2, 3 dienen zum Ein-und Ausrücken der Bewegungen für die einzelnen Supporte der Maschine, wie z. B. für die Längsbewegung, Querbewegung
<Desc/Clms Page number 2>
und Kreisbewegung. wobei bei dem Ausführungsbeispiele der Zeichnung der Brenner 4 auf einem aus zwei Teilen a, b b :
stehenden Schlitten sitzt, dessen einer Teil a auf einem Ausleger c längsverschiebbar und
EMI2.1
hebeln 1, 2,3 sind bei dem Ausführungsbeispiele der Zeichnung an ändern Stellen der Maschine Schalthebel 5,6, 7 vorgesehen, die zur Herbeiführung der gleichen Bewegungen dienen wie die Schaltheb 1, 2, 3. Die Einrichtung ist so getroffen, dass die für die gleichen Bewegungen dienenden Schalthebel 1, 5, 2, 6 und 3, 7 miteinander verbunden sind, z. B. durch Seilzüge 8, 9, 10, die entweder in Rohren oder in
EMI2.2
Kreisbewegung) ist ein Bowdenzug 44, 45, 46 vorgesehen. Alle Drahtzüge münden in einen Schaltkasten 50, der die Schalthebel 47, 48, 49 enthält.
Der Schaltkasten, der mit der Maschine durch entsprechend lange Drahtzüge verbunden ist, kann ohne Rücksicht auf die Bewegung der Maschine nach beliebigen Stellen getragen werden. Es können die einzelnen Organe jedes für sieh geschaltet oder durch einen Schieber-M mittels entsprechender Anschläge 51' zwei oder mehrere Sehalthebel gleichzeitig betätigt werden, wenn
EMI2.3
In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel einer elektromagnetisch bedienbaren Vorrichtung zur Einund Ausschaltung der verschiedenen Bewegungsrichtungen mittels einer ortsveränderlichen Sehaltglocke gezeigt.
Die Schaltgloeke 19 ist mit einzelnen Tasten 18 od. dgl. versehen, mit welchem elektri > che Strom-
EMI2.4
wirken. In der Zeichnung sind die Elektromagnete von pulen 15, 15' und Eisenkernen 16, 16' gebildet. mit welchen als Anker ein Hebel 12 zusammenwirkt, der von dem jeweils erregten Elektromagnet ange- zogen wird. Der Hebel 12 bedient hier eine als Wendegetriebe ausgebildete Doppelreibungskupplung, u. zw. einen Doppelreibungskegel 11, der, je nachdem ob der Elektromagnet 15, 16 oder 15', 16'erregt ist. in das Zahnrad 13 oder 14 des Wendegetriebes eingerückt wird.
Die Kupplung kann auch von Hand aus eingerückt werden, u. zw. mittels des Griffhebels 20, d'r an dem Doppelreibungskegel-H angreift und durch Wirkung von Federn 21, 22 in der Ausrückstellung - gehalten ist.
Solche Vorrichtungen sind an der Maschine für jede einzelne Bewegungsrichtung an passender Stelle vorgesehen, wobei alle Kupplungen mit der Sehaltglocke 19 verbunden sind und einzeln oder gleichzeitig betätigt werden können.
Selbstverständlich können auch elektromagnetische Kupplungen bekannter Bauart zu diesem Zweck verwendet werden, wie eine solche in Fig. 6 dargestellt ist. Diese besteht aus zwei Teilen, dem Magnetkörper 52, der auf der Welle 53 fest ist, und dem Anker-M, der auf derselben Welle'verschiebbar ist. Im Magnetkorper 52 liegt die Magnetspule 55, der mit Schleifring 56 und Schleifkontakt 57 Strom zugeführt wird. Bei Stromschluss zieht der Magnetkorper den Ankerring an und nimmt ihn bei der Drehung mit. Die Fig. 6 zeigt eine Ausbildung des elektromagnetischen Steuerorgans z.
B. für die Querbewegung des Brenners, indem die Drehung des Ankers 54 durch Zahnräder 58, 59 auf die Schraubenspindel 60
EMI2.5
Solche Steuerorgane können natürlich auch für jede andere Bewegungsart vorgesellen sein. Durch Anordnung von Doppelkupplungen für jede Bewegungsart kann vorwärts und rückwärts gesteuert werden.
In Fig. 3 und 4 ist eine Ausführungsform der Maschine gezeigt, bei welcher die Bewegungen der einzelnen Schlitten selbsttätig herbeigeführt werden. Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel kann
EMI2.6
lang diesem Bette erteilt werden, durch Verschiebung des Querschlittens. 37 entlang einem Auslegerarm 38 des Längsschlittens. 35 eine zum Maschinenbett quergerichtete Bewegung, durch Drehen der auf dem Querschlitten 38 befindlichen Kreisschneidvorrichtung 39 eine Kreisbewegung und endlich durch
EMI2.7
Die einzelnen Bewegungen werden durch elektromagnetische Kupplungen 23, 25, 26, 27 selbsttätig eingeschaltet. Hiezu dient eine von einem Motor 28 angetriebene Schaltwalze 30, welche mit Nocken 34 ausgestattet ist.
Der Antrieb der Walze 30 erfolgt unter Vermittlung eines Getriebes 29 für veränderliche Übersetzung, wie es schon vorgeschlagen worden ist. Bei der Drehung der Walze 30 drücken die Nocken-M die Kontakthebel 32 auf die Kontakte 33, so dass der Strom der Kraftquelle 34 zu der betreffenden Kupp- lung geleitet wird und diese zur Wirkung bringt.
EMI2.8
Kupplung 26, zur Kreisbewegung die Kupplung 27 und zur Schwenkbeweg1ulg um die Achse der Säule 40 die Kupplung 25.
Die Mittel zur Übertragung des Drehmomentes des Motors 2S auf die einzelnen Schlitten zur Erzielung verschiedener Bewegungsrichtungen sind bekannt und daher in die Zeichnung nicht aufgenommen.
<Desc/Clms Page number 3>
Es kann auch für den Rückwärtsgang jeder Bewegungsart ein besonderer Nocken auf der Schaltwalze, der die entsprechende Rückwärtskupplung betätigt, vorgesehen sein.
Die Einschaltung des Motors 28 kann durch die Schaltglocke 18 von einer beliebigen Stelle der Maschine aus bewirkt werden, so dass der Arbeiter seinen Standort so wählen kann, wie es für die Beobachtung des Schneidvorganges am zweckmässigsten ist. Da die Steuerung der Schaltbewegungen selbsttätig erfolgt, beschränkt sich seine Tätigkeit lediglich auf das Ingangsetzen oder Abstellen der Maschine durch Druck auf einen Taster der Schaltgloeke.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Steuerung für Seimeid-oder Schweissmaschinen mit nach verschiedenen Richtungen motorisch bewegliehem Werkzeug, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne oder alle Bewegungen des Werkzeuges (4) auch während des Arbeitsganges von verschiedenen Stellen aus unabhängig voneinander beeinflusst und ein-oder ausgeschaltet werden können.