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Die Erfindung bezieht sich auf eine Anhängevorrichtung für Zugfahrzeuge, insbesondere Traktoren, mit einem an einem fahrzeugfesten Anbaubock anbaubaren Anschlussrahmen, der einen in Vertikalschienen höhenverstellbar geführten Kupplungsträger mit einer Anhängekupplung aufnimmt.
Um die Kupplungshöhe eines Zugfahrzeuges auf die jeweiligen Anhänger oder anzukuppelnden Arbeitsmaschinen und Geräte abstimmen zu können, werden die Anhängekupplungen an einem Kupplungsträger montiert, der sich in Vertikalschienen eines Anschlussrahmens höhenverschieben und in verschiedenen Höhenlagen verriegeln lässt. Der Anschlussrahmen ist an einem fahrzeugfesten Anbaubock angebaut, wobei Anbaubock und Anschlussrahmen meist einen Bauteil ergeben und damit der Höhenverstellbereich der Anhängekupplung neben der Länge der Anschlussschienen von der Lage des Anbaubockes am Fahrzeug abhängt.
Um zumindest be- darfsweise den Verstellbereich zu vergrössern, wurde gemäss der A 394 828 uch schon vorgeschlagen, den Anschlussrahmen als eigenen Konstruktionsteil herzustellen, der sich in wenigstens zwei unterschiedlichen Höhenlagen am Anbaubock verriegeln lässt. Bei tiefliegendem Anschlussrahmen kommt es dabei allerdings zu einem nach unten gegenüber dem Anbaubock freien Überstand des Anschlussrahmens, so dass sich gerade in den unteren Kupplungshöhen recht ungünstige Belastungsverhältnisse ergeben. Darüber hinaus müssen die Anschlussrahmen jeweils an die vorhandenen Anbauböcke speziell angepasst sein, was ihren Einsatzbereich beschränkt und eine wirtschaftliche Fertigung mit grösseren Stückzahlen verhindert.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und eine Anhängevorrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, die rationell herstellbar ist, günstige Belastungsverhältnisse auch für tiefste Kupplungshöhen mit sich bringt und sich durch ihren weiten Einsatzbereich auszeichnet.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass der Anschlussrahmen an seiner fahrzeugzugewandten Rückseite zwei mit Abstand übereinander angeordnete Anschlussstellen aufweist, von denen die obere zwei nebeneinanderliegende Anschlussaugen zum Anbau an den Anbaubock und die untere wenigstens ein Widerlager zum Ansatz eines Stützlenkers bildet, wobei dem Stützlenker eine fahrzeugfeste Konsole od. dgl. zugeordnet ist und der Stützlenker über ein Kugelgelenk an der Konsole und/oder am Widerlager angreift.
Durch diese Anschlussstellen kommt es zu einem Dreipunktanbau des Anschlussrahmens am Fahrzeug, so dass sich unabhängig von der Höhenlage des Anschlussrahmens gegenüber dem Anbaubock stets günstige Belastungsverhältnisse ergeben. Dabei genügen zum Anbau der oberen Anschlussstellen geeignete Anschlussösen, mit denen die Anschlussaugen durch Verriegelungsbolzen verbunden werden, welche Anschlussösen zum Teil ohnehin bereits im Heckbereich eines Zugfahrzeuges vorgesehen sind oder durch eine einfach montierbare Anbauschiene als Adapter vorberei-
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des mittigen Differentials, so dass sich der Anschlussrahmen bei den verschiedensten Fahrzeugen und Fahrzeugtypen einsetzen lässt. Da zu einer eventuellen Anpassung des Anschlussrahmens an das jeweilige Fahrzeug lediglich einige Zusatzteile bzw.
Adapter erforderlich sind, ergeben sich beste Voraus-
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setzungen für eine Serienfertigung. Der Stützlenker ist eineroder beiderends mit einem Kugelgelenk ausgestattet, so dass er einerseits keiner Biegebeanspruchung unterworfen wird und ein verhältnismässig schwachdimensionierter Zug- und Druckstab sein kann und er anderseits den Ausgleich von Relativbewegungen zwischen Anschlussrahmen und Konsole erlaubt. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, die Anhängevorrichtung nicht nur bei starrer Fahrzeugbauweise mit einheitlichem Motor-Getriebeblock, sondern auch bei Fahrzeugen mit eigengefederter Hinterradachse od. dgl. einzusetzen.
Die sich durch den Stützlenker ergebende gelenkige Abstützung des Anschlussrahmens gegenüber dem Fahrzeug erlaubt es auch, den Anschlussrahmen ohne zusätzliche Massnahmen in verschiedenen Höhenlagen am Anbaubock anzubauen und damit alle Höhenverstellmöglichkeiten für die Anhängekupplung ausnützen zu können.
Auf Grund der guten Abstützverhältnisse des Anschlussrahmens kann am Anschlussrahmen im Bereich der unteren Anschlussstelle ein Zusatzträger mit einer Kugelkupplung befestigt werden, so dass mit dieser Anhängevorrichtung auch verschiedene Geräte, wie Kompressoren, ohne Spezialausrüstung angekuppelt werden können. Die gelenkige Abstützung des Anschlussrahmens durch den Stützlenker führt zum erforderlichen Bewegungsausgleich für das recht geringe Kupplungsspiel bei Kugelkupplungen und die Festigkeit der Dreipunktabstützung erlaubt auch die Einhaltung der vorgeschriebenen niedrigen Kupplungshöhe für die Kugelkupplung.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemässe Anhängevorrichtung in einem schematischen Vertikalschnitt, Fig. 2 den Anschlussrahmen der Anhängevorrichtung in Rückansicht und Fig. 3 einen schematischen Horizontalschnitt nach der Linie 111-111 der Fig. 1.
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Eine Anhängevorrichtung 1 zum höhenrichtigen Ankuppeln von Anhängern, Arbeitsmaschinen od. dgl. an einem Zugfahrzeug weist einen am nur schematisch angedeuteten Zugfahrzeug T befestigten Anbaubock 2 mit zwei unterschiedlich hohen Anbauösen 3,4 sowie eine im Differentialbereich des Fahrzeuges T angeflanschte Konsole 5 und einen am Anbaubock 2 und an der Konsole 5 ansetzbaren Anschlussrahmen 6 auf. Der Anschlussrahmen 6 bildet Vertikalschienen 7, in denen ein Kupplungsträger 8 mit einer Anhängekupplung 9 höhenverstellbar geführt und in den verschiedenen Höhenlagen verriegelbar ist.
Zum Anschluss des Anschlussrahmens 6 am Anbaubock 2 und der Konsole 5 sind an der Rückseite zwei mit Abstand übereinander angeordnete Anschlussstellen 10,11 vorgesehen, von denen die obere Anschlussstelle 10 zwei nebeneinander liegende Anschlussaugen 12 zum Verriegeln mit den Anbauösen 3,4 des Lagerbokkes 2 mittels Riegelbolzen und die untere Anschlussstelle 11 ein Widerlager 13 zum Ansatz eines an der Konsole 5 angreifenden Stützlenkers 14 bilden. Der Stützlenker 14 ist über Kugelgelenke 15 an der Konsole 5 und am Widerlager 13 angelenkt, wobei es aber auch möglich wäre, einerends, beispielsweise am Widerlager 13, den Stützlenker 14 fest anzuschrauben.
Es entsteht ein Dreipunktanbau des Anschlussrahmens 6 am Fahrzeug T mit einer sicheren, hochbelastbaren Abstützung, wobei die Gelenksverbindung im Stützlenkerbereich eine Verspannung und Verwindung vermeidet und darüber hinaus auch den Einsatz der Anhängevorrichtung bei gefederten Hinterachsen ermöglicht.
Die gute Abstützung des Anschlussrahmens 6 erlaubt es weiters, im Bereich der unteren Anschlussstelle 11 einen Zusatzträger 16 mit einer Kugelkupplung 17 zu montieren, so dass sich mit dieser Anhängevorrichtung auch entsprechende Arbeitsgeräte, wie Kompressoren od. dgl., problemlos ankuppeln lassen.