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Elektrische Bildilbertragung, bei der das Bild mit leitender Tinte auf ein Formular geschrieben wird.
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Bildübertragung, bei der das Papier mit leitender Tinte auf ein Formular geschrieben wird, von dem es dann zwecks Sendens., aufgenommen" wird.
Das Formular gemäss der Erfindung besteht aus isolierendem Stoff, wie Papier, das etwas die leitende Tinte, mit der das Bild geschrieben wird, absorbiert und auf einer Seite mit einem leitenden oder halbleitenden Stoff bekleidet ist. Dieses Formular wird auf der unbekleideten Seite beschrieben, und es zieht die Tinte durch das Formular ein und bildet einen hohen oder halbhohen Widerstandsweg für die leitende Lage an den Stellen, an denen das Beschreiben erfolgt ist. Der Widerstand wechselt naturgemäss entsprechend den Umständen, liegt aber in der Praxis im allgemeinen zwischen 1000 Ohm und 2 oder 3 Megohm.
Das Sendeformular kann beispielsweise aus gewöhnlichem Papier bestehen, das auf einer Seite mit Indiantinten oder einem Stoff belegt ist. der als Aquaday bekannt ist. Man kann auch mit Metall bekleidetes Papier verwenden, das unter dem Namen Mansbridge-Papier bekannt ist. Das Papier muss natürlich genügend saugfähig sein, darf aber anderseits nicht zu saugfähig sein.
Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung spielt sich folgendermassen ab : Das Formular wird um einen Metallzylinder mit der leitenden Schicht gegen diesen Zylinder herumgewickelt und durch einen Metallgriffel abgetastet, der über einen Widerstand von etwa 10.000 Ohm mit dem Gitter einer Röhre verbunden ist. Die Kathode dieser Röhre ist über eine Batterie mit dem Metallzylinder und über eine Vorspannungsbatterie und einen Widerstand von etwa 5 megaohm mit dem Gitter verbunden. Die verschiedenen Batterien und Widerstände sind so bemessen, dass, wenn der Metallgriffel nicht mit einem beschriebenen Teil des Formulares in Berührung ist. in der Röhre kein Anodenstrom fliesst.
Wenn dagegen der Griffel mit einem beschriebenen Teil in Berührung kommt, so liefert die Batterie zwischen der Kathode und dem Zylinder dem Gitter über dem Tintenstrich positive Spannung, so dass der Anodenstrom fliesst.
Bei der vorliegenden Anordnung enthält der Ausgang intermittierenden Strom einer Richtung, jedoch
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Oscillator zwischengeschaltet werden.
Eine besonders zweckmässige Ausführungsform des Formulares besteht in sehr dünnem MansbridgePapier, das mit seiner bekleideten Seite auf gewöhnliehes, gutes Schreibpapier gelegt wird, das dazu dient, der Schreibfläche die genügende Steifheit zu geben. Die Verbindung der beiden Papiere kann beispielsweise durch Gummi erfolgen. Eine Kante des Mansbridge-Papiers lässt man überstehen und faltet sie herum, sodass sich ein Rand bildet, durch den der Kontakt mit dem Zylinder bewirkt wird. Als Tinte hat sich eine dicke Lösung von Aquaday als zweckmässig erwiesen.
Ein Schaltbild der Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt. Die dargestellte Anordnung hat den Vorteil, dass sie derart arbeitet, dass sie unabhängig von einer Änderung des Widerstandes und der Schrift auf dem Formular ist.
1 ist der Zylinder, um den das Formular gelegt wird und der so bewegt wird, dass das Bild durch den Griffel 2 abgetastet wird. In Reihe mit dem Zylinder und dem Griffel liegen eine Batterie 3, ein Widerstand 4 von etwa 5 Megohm und eine Yorspannungsbatterie 6, wobei 4 und 6 zwischen Gitter und Kathode der Röhre 6 liegen. Die Anodenspannung von etwa 100 Volt wird über einen Widerstand 7 von etwa 50.000 Ohm geliefert, und es ist die Anode über zwei Widerstände 8, 9 von etwa je 1 Megohm
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mit einer negativen Spannungsquelle verbunden, die die Gittervorspannung für die folgenden Röhrenliefert.
Der Verbindungspunkt der beiden Widerstände 8, 9 ist mit dem Mittelpunkt der Sekundärwicklung eines Transformators 10 verbunden, die mit den Gittern der beiden in Gegentakt geschalteten Rohren n, verbunden ist. Der Primärwicklung des Transformators 10 wird an den Klemmen 13 Kiederfrequenz zugeführt, sodass die Röhren 11, 12 bezÜglich dieser Niederfrequenz in Gegentaktschaltung liegen. Die Anoden der Röhren 11, 12 sind miteinander durch eine Primärwicklung des Transformators 14 verbunden, deren Mittelpunkt zu einer Anodenspannungsquelle von etwa 150 Volt führt. Die Klemmen der Sekundär- wicklung des Transformators 14 dienen als Ausgangsklemmen der ganzen Voniehtung.
Wenn der Griffel über einen Teil des Formulars geführt wird, auf dem sich keine Schrift befindet, d. h., wenn dort der Kreis zwischen Griffel 2 und Zylinder 1 geöffnet ist, ist die Röhre 6 leitend. u. zw. durch die Gittervorspannung, die von der Batterie 5 über den Widerstand 4 geliefert wird. Wenn durch die Schrift hindurch Kontakt zwischen dem Griffel2 und dem Zylinder 1 hergestellt ist, wird die Rohre S gesperrt und damit ihre Anode sowie auch die Gittervorspannung der Rohren H, j ? 2 mehr positiv und der niederfrequente Ton kann hindurchgehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Bild-bzw. Faksimileübertragung, bei welcher die zu übertragende Nachricht bzw. das Bild mit leitender Substanz auf einem isolierenden Formular (Papier) geschrieben und vermittels Tastelektroden, zwischen denen die leitende Substanz eine Strombrücke bildet, abgetastet wird. dadurch gekennzeichnet, dass die leitende Brücke zwischen einem über die Oberfläche des Formulars gleitenden Taststift und einer rückseitigen Gegenelektrode durch das Schreibformular hindurch von der Schreibsubstanz gebildet wird.