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Einrichtung zur selbsttätigen Regelung von Holzsehleifern mit mehreren Pressen.
Bei Holzschleifern mit mehreren Pressen ist es bekannt geworden, den Antrieb selbsttätig so zu regeln, dass auch bei Ausfall einer oder mehrerer Pressen die noch im Betrieb befindlichen Pressen auf annähernd den gleichen Anpressungsdruek bzw. Leistungsverbrauch geregelt werden, den sie auch beim Betrieb mit sämtlichen Pressen hatten. Das wurde bei Holzschleifern mit besonderen. den einzelnen Pressen zugeordneten Vorschubmotoren durch Hilfskontakte an den Schaltern der Vorschubmotoren bewirkt.
Gemäss der Erfindung wird ein gemeinsames, von der Leistung oder der Drehzahl des Schleifermotors selbst beeinflusstes Regelorgan einer zusätzlichen Beeinflussung entsprechend der Anzahl der in Betrieb befindlichen Pressen ausgesetzt.
Wenn also ein Schleifer beispielsweise drei Pressen und eine Leistungsaufnahme von 750 PS hat, so entfällt auf jede Presse ein Verbrauch von 250 PS. Ist nun das Holz gemäss Fig. 1 in einem Presskasten 2 abgeschliffen und soll dieser neu gefüllt werden, so wird durch einen in der Zeichnung nicht sichtbaren Umsteuerhahn die Pressplatte 3, die das Holz gegen den Schleiferstein 1 anzudrücken hat, durch den Kolben des Presszylinders 4 aufwärts bewegt. Mit der Pressplatte ist eine Stange 5 verbunden. Mit dieser Stange steht der Umschalter 6 in Verbindung. Dieser besteht, wie aus Fig. 2 deutlicher ersichtlich, aus dem Kontaktstück d, das eine Kontaktplatte besitzt, die isoliert auf einem Halter angebracht ist. Dieser Halter hat eine zweiteilige Hülse, deren Hälften durch Federn gegeneinander gepresst sind.
Dadurch kann sich diese Hülse mit einer gewissen Reibung auf der Stange 5 bewegen. Durch die beiden Anschläge e und fist der Weg dieser Hülse derart begrenzt, dass die Kontaktplatte einmal die Verbindung zwischen den Kontakten b und e, das andere Mal zwischen den Kontakten a und b machen kann. Wenn sich die Pressplatte gegen den Stein zu bewegt und somit das Holz gegen diesen presst, so stellt das Kontaktstück die Verbindung b. c her. Wenn das bei allen Pressen der Fall ist, so sind die Sekundärwicklungen 9 a, 9b, 9c des Stromwandlers 8 alle eingeschaltet, so dass der Schleifer durch den Ventilregler 10, der das Regelventil 11 steuert, auf den normalen Leistungsverbrauch geregelt wird.
Wird aber eine Presse zum Zwecke der Neufüllung entlastet, also durch Umsteuerhahn Druckwasser unter den Kolben gegeben, so dass sich dieser und die Pressplatte vom Stein entfernen, so wird das Kontaktstück die Verbindung a, b herstellen, wie dies für die rechts befindliche Presse gezeichnet ist. Dadurch wird der Teil 9 a der Sekundärwicklung des Stromwandlers ausgeschaltet, und es verbleiben nur zwei Drittel der Sekundärwicklungen, u. zw. die Teile 9b und 9e, im Stromkreis. Infolgedessen wird auch der Schleifer auf zwei Drittel seines normalen Leistungsverbrauches geregelt. Der Leistungsverbrauch jeder im Betriebe befindlichen Presse bleibt genau so hoch wie vorher. Wird nun auch noch eine andere, z.
B. die mittlere Presse umgeschaltet, so dass sich deren Pressplatte nach aufwärts bewegt, so wird in gleicher Weise auch der Teil 9b aus dem Stromkreis ausgeschaltet. Es verbleibt dann nur noch der Teil 9c wirksam, wodurch der Schleifer auf ein Drittel seiner Leistung geregelt wird.
Das Abschalten einzelner Windungsgruppen des Stromwandlers lässt sich auch durch eine geeignete Kontaktvorrichtung, die mit dem Umsteuerhahn verbunden ist. bewirken, auch lassen sich noch andere Einrichtungen treffen, die den gleichen Zweck erfüllen. So ist es denkbar, dass das Umschalten der einzelnen Windungsgruppen durch einen gemeinsamen Umschalter erfolgt, der in Abhängigkeit von der Zahl der arbeitenden Pressen betätigt wird.
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beeinflusst wird. Sofern der Ventikegler nur als Stromregler geschaltet und verwendet sein soll. entfällt die Beeinflussung durch die Spannung.
Die Sekundärwicklung des Stromwandlers wird nach der Zahl der Pressen unterteilt. Der Leistung- verbrauch des Schleifers setzt sieh aus einer kleinen Grundbelastung, die dem Leerlaufsverbraueh des
Schleifers entspricht, und dem Leistungsverbrauch für das eigentliche Schleifen zusammen. Dies kann dadurch berücksichtigt werden. dass die Sekundärwicklung des Stromwandlers noch eine zusätzliche
Windungsgruppe erhält, die stets eingeschaltet bleibt und die entsprechend dem Leerlaufsverbrauch des Schleifers bemessen wird. Wenn also beispielsweise der Gesamtverbraueh des Schleifers 750 PS ist, wovon 90 PS für den leerlaufenden Schleifer erforderlich sind, so würden auf die drei Pressen 660 PS entfallen, somit 220 PS ffir jede Presse.
Die Windungszahlen der einzelnen Gruppen der Sekundärwicklung des Stromwandlers sind entsprechend den gewünschten Werten des Leistungsverbrauches der einzelnen Pressen bzw. dem Leerlaufsverbraueh des Schleifers anzupassen. Werden von dem Antriebsmotor des Schleifers gleichzeitig auch Xebenmaschinen angetrieben, so setzt sich die Grundbelastung aus dem Leerlaufsverbrauch des Schleifers und der Belastung der Nebenmaschinen zusammen.
Durch den Stromwandler 8 mit seinen Anzapfungen 9a. 9b, 9c usw. wird also erreicht, dass sieh die selbsttätige Regelung auf einen Belastungswert einstellt, der abhängig ist von der Zahl der im Betrieb befindlichen Pressen. Nun ist es mitunter auch erwünscht, dass man den Gesamtkraftverbrauch des Schleifers auf verschiedene Werte einstellen kann, z. B. wenn man die Produktionsmenge ändern oder aber zur Erzeugung einer besonderen Holzschliffsorte mit kleinerem oder grösserem Kraftverbrauch je Presse arbeiten will In diesem Falle wählt man nach Fig. 3 einen Stromwandler 12, dessen Sekundärwicklung mit Anzapfungen versehen ist, die zu einem Einstellschalter 1. 3 führen. Durch diesen Schalter lässt sieh die gewünschte Belastung des Schleifers einstellen.
Die Stromableitung von diesem Schalter führt dann nicht zu dem Ventilregler, wie dies sonst üblich ist, sondern zu einem zweiten Stromwandler. der dem Stromwandler 8 mit seinen Selnndäranzapfungen 9a, 9b, 91'usw. entspricht. Durch die eingestellte Belastung des Schleifers ist somit die Belastung jeder einzelnen Presse gegeben. Man kann aber auch die einzelnen Windungsgruppen 9a, 9b, 9c usw. des Stromwandlers mit Anzapfungen versehen, die entweder zu getrennten Einstellsehaltern oder einem gemeinsamen, im letzteren Falle mehrpoligen, Einstellschalter führen. Im ersteren Falle kann man die Belastung jeder einzelnen Presse unabhängig von den andern wählen, was z.
B. bei verschieden breiten Pressen Bedeutung haben kann ; im letzteren Falle ändert man die Belastung sämtlicher Pressen. In diesen beiden Fällen kann der Stromwandler 12
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hydraulischen Schleiferregler beim Abschalten einer Presse verstellt. Wird eine zweite Presse abgeschaltet, so tritt eine weitere Verstellung des Reglers durch den Motor ein. Es sind daher soviel Endschaltergruppen vorzusehen, als Pressen vorhanden sind, ganz analog der Anordnung bei elektrisch angetriebenen Schleifer.
Bei Antrieben der Schleifer durch Wasserturbinen, Dampfmaschinen, Dampfturbinen u. dgl. lassen sich auch Einrichtungen treffen, die den gleichen Zweck erfüllen wie die vorbesehriebenen Anordnungen bei elektrisch angetriebenen Schleifer.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur selbsttätigen Regelung eines Holzschleifers mit mehreren hydraulisch betätigten. auf den Umfang des Schleifsteines verteilten Pressen, bei dem in an sich bekannter Weise bei Ausfall einzelner Pressen jede der noch in Betrieb bleibenden auf annähernd gleichbleibenden Leistungsverbrauch geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein gemeinsames, von der Leistung oder der Drehzahl des Antriebsmotors des Schleifers beeinflusstes Regelorgan einer zusätzlichen Beeinflussung entsprechend der Anzahl der in Betrieb befindlichen Pressen ausgesetzt ist.