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Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist eine weitere Ausbildung des Verfahrens nach Patent
Nr. 131529 und die zugehörige Einrichtung. Diese weitere Ausbildung besteht darin, dass in den Ständer des Motors zunächst eine die Spannung führenden Teile der Wicklung und deren Zuleitungen kapselnde, als zusammenhängender Körper ausgebildete Isolierschichte, welche aus zwei offenen Stirnkammern und einer, der Nutenzahl entsprechenden Anzahl die Stirnkammern verbindender Röhrchen besteht, derart eingebracht wird, dass die Röhrchen in die Nuten zu liegen kommen, sodann die Bewicklung durch
Durchziehen der Drähte durch die Röhrchen und Einlegen der Stirnverbindungen in die Stirnkammern hergestellt wird, und schliesslich die Ränder der Stirnkammer umgebogen und wasserdicht miteinander verbunden werden.
In der Zeichnung ist das Verfahren gemäss der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel erläutert, u. zw. zeigt Fig. 1 einen teilweisen Längsschnitt durch den Motor, Fig. 2 zeigt in perspektivischer Ansicht einen Teil der die Bewicklung kapselnden Isoliersehichte, Fig. 3 zeigt diese Isolierschicht im Grund- riss und Fig. 4 ist ein teilweiser Querschnitt durch den Ständer des Motors.
Die Isolierschichte, welche die Bewicklung des Motors kapsel, besteht aus zwei Stirnkammern 2 und 4, welche für die Aufnahme der Stirnverbindungen 5 der Bewicklung bestimmt sind und aus mehreren
Röhrchen 3, welche die Stirnkammern 2 und 4 miteinander verbinden und in diese einmünden. Die
Anzahl der Röhrchen 3 entspricht der Anzahl der Nuten des Ständers. Die kapselnde Schichte ist aus einem isolierenden und elastischen oder durch Erwärmung elastisch werdenden Baustoff, vorzugsweise aus Cellon oder vulkanisiertem Gummi als eine zusammenhängende Einheit hergestellt.
Zur Herstellung der Bewicklung wird zunächst die Isolierschicht so in den Ständer des Motors eingebracht, dass die Röhrchen 3 in die Nuten des Ständers zu liegen kommen. Es entsteht auf diese
Weise ein isolierender hohler Käfig, in welchen die Wicklungen eingebettet werden können. Die Bewicklung wird sodann durch Durchziehen der Drähte durch die Röhrchen 3 angebracht. Die beiden Stirnkammern 2 und 4 werden dabei, wie in Fig. 2 dargestellt, offen gehalten. Da sich die Isolierschicht beim Anbringen der Bewicklung im elastischen Zustand befindet, können während der Ausführung der Bewicklung die
Ränder der beiden Stirnkammern nach aussen umgelegt werden, so dass die Stirnverbindungen der Be- wicklung von allen Seiten frei zugänglich sind.
Dadurch ist es möglich, die Bewicklung genau so aus- zuführen, wie bei offenen Motoren, d. h. die Stirnverbindungen können erforderlichenfalls bandagiert, lackiert und verstärkt werden.
Nach Aufbringung der Bewicklung wird der Motor in üblicher Weise imprägniert und ausgetrocknet.
Sodann werden die Ränder der beiden Kammern 2 und 4 zusammengebogen und in beliebiger Weise wasserdicht miteinander verbunden.
Zweckmässig wird die Isolierschicht vor Einbringung der Bewicklung mittels eines schwachen
Luftdruckes auf Dichtheit geprüft. Zu diesem Zwecke werden die Ränder der Kammern 2 und 4 zusammengebogen und mittels einer Klemme 9 (Fig. 1, oben) luftdicht aneinandergepresst. Die Luftzufuhr erfolgt durch an die Stirnkammer 2 angesetzte Röhrchen 6 und 7. Nach zufriedenstellendem Verlauf dieser Dichtigkeitsprobe werden die Klemmen 9 wieder entfernt, die Ränder der Kammern nach aussen umgelegt und die Bewicklung angebracht.
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Bei Motoren mit halb offenen Nuten kann die kapselnde Hülle ausserhalb des Motors durch die oben erwähnten Klemmen 9 geschlossen und mittels Luftdruck auf Dichtigkeit geprüft werden. Die
Röhrchen 3 werden sodann, wie in Fig. 4 dargestellt, etwas flach gedrückt und durch die Schlitze in die
Nuten eingeschoben.
Cellon oder vulkanisierter Gummi, aus welchen die kapselnde Hülle vorzugsweise hergestellt wird, ertragen Formänderungen in sehr weiten Grenzen, nur ist darauf Rücksicht zu nehmen, dass keine grossen Dehnungen bei diesen Formänderungen erforderlich werden. Bei der Ausbildung der Stirnkammern ist diesem Umstande dadurch Rechnung getragen, dass, wie aus der Form der Kammer 2 in Fig. 1 der Zeichnung ersichtlich ist, die innere Wand der Stirnkammer um die Stirnverbindungen herumgebogen ist, während die äussere Wand ohne wesentliche Abbiegung zur Verbindungsstelle der Ränder geführt ist. Dadurch ist es möglich, die innere Wand der Stirnkammer bei der Anbringung der Bewicklung nach innen umzuklappen und in Falten zu legen, um die Stirnverbindungen und die Nuten vollkommen frei zugänglich zu machen.
Weiters wird durch diese Ausbildung der Wände der Stirnkammern der Vorteil erreicht, dass die Verbindung der Ränder leicht abnehmbar hergestellt werden kann. Eine verlässliche Verbindung dieser Ränder kann nur dann erzielt werden, wenn hiezu ein mechanischer Druck auf die Verbindungsstelle ausgeübt wird, wozu jedoch eine feste Unterlage erforderlich ist. Diese Unterlage kann beispielsweise aus einem Metallring bestehen, welcher auf die Wicklungsköpfe zwischen diesen und der Verbindungsstelle der Ränder aufgezogen wird. Die Anpressung der zu verbindenden Ränder an diesen Ring kann sodann mittels Bandagen oder durch Klemmen, ähnlich wie die Klemmen 9 in Fig. 1 erreicht werden.
Der Ring und die Klemmen ergeben noch den weiteren Vorteil einer guten Ableitung der in den Wicklungen auftretenden Wärme.
Die Stirnkammer ist mit einem Röhrchen 8 für die Zuleitungen zur Bewicklung versehen, welches in einen am Motor angeordneten Klemmkasten wasserdicht mündet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von flüssigkeitsdichten Wicklungen für Elektromotoren nach dem Patente Nr. 131529, bei dem die Spulenwicklungen samt den Zuleitungen durch Schutzschichten über der normalen Isolation umschlossen werden, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst eine als zusammenhängender Körper ausgebildete, aus zwei offenen Stirnkammern und einer der Nutenzahl des Ständers entsprechenden Anzahl die Stirnkammern verbindender Röhrchen bestehende Isolationshülle, z.
B. aus Cellon, vulkanisiertem Gummi od. dgl., in den Ständer derart eingelegt wird, dass die Röhrchen in die Nuten zu liegen kommen, worauf die Bewicklung durch Durchziehen der Drähte durch die Röhrchen und Einlegen der Stirnverbindungen in die Stirnkammern hergestellt wird und schliesslich die Ränder jeder der Stirnkammern um die Stirnverbindungen herumgelegt und wasserdicht miteinander verbunden werden.