AT14067U1 - Vorrichtung zum Steuern eines Milchviehverkehrs im Wartebereich eines Melkstandes - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Steuern eines Milchviehverkehrs im Wartebereich eines Melkstandes, wobei die Vorrichtung zumindest zwei in Drehlagern (14, 15) drehbar gelagerte und in einem horizontalen Abstand voneinander angeordnete Achsen (7, 8), insbesondere Rohren oder Stäben, aus einem elektrisch leitenden Material aufweist, wobei mit jeder der Achsen (7, 8) zumindest eine seil- oder kettenförmige Elektrode (5, 6) elektrisch leitend und mechanisch verbunden ist, wobei die Achsen mit zumindest einer Spannungsquelle, insbesondere einem Weidezaungerät, verbunden oder über zumindest einen Schalter verbindbar sind.
Description
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Steuern eines Milchviehverkehrs im Wartebe¬reich eines Melkstandes.
[0002] Weiters betrifft die Erfindung einen Laufstall für Milchvieh, wobei der Laufstall zumindesteinen zu einem Melkstand führenden Laufgang, der als Wartebereich für das Milchvieh vordemMelkstand dient, und von dem Laufgang räumlich getrennte Liegeboxen aufweist, wobei dieLiegeboxen jeweils einen dem Laufgang zugewandten, offenen Eingangsbereich aufweisen.
[0003] Bei Laufställen der oben genannten Art befinden sich üblicherweise Liegeboxen imWartebereich des Melkstandes, deshalb muss ein Landwirt während der Melkphase immerwieder zu melkende Kühe aus den Liegeboxen führen, um sie Richtung Melkstand zu führen.Auch bei Verwendung eines automatischen Nachtreibers an dem Laufgang kommt es immerwieder vor, dass Milchkühe in eine der Liegeboxen gehen, dadurch dem Nachtreiber entwi¬schen und nicht zum Melkstand geführt werden. Das Herausführen der Milchkühe aus denLiegeboxen in Richtung Melkstand ist bei den herkömmlichen Laufställen mit einem großenZeitaufwand für den Landwirt verbunden.
[0004] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, den für einen Melkvorgang erforderlichenZeitaufwand wesentlich zu verringern.
[0005] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäßdadurch gelöst, dass die Vorrichtung zumindest zwei in Drehlagern drehbar gelagerte und ineinem horizontalen Abstand voneinander angeordnete Achsen, insbesondere Rohre oder Stä¬be, aus einem elektrisch leitenden Material aufweist, wobei mit jeder der Achsen zumindest eineseil oder kettenförmige Elektrode elektrisch leitend und mechanisch verbunden ist, wobei dieAchsen mit zumindest einer Spannungsquelle, insbesondere einem Weidezaungerät, verbun¬den oder über zumindest einen Schalter verbindbar sind.
[0006] Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht es, durch Herablassen der Elektroden einenZugang zu Bereichen des Laufstalls für Milchkühe zu sperren, in welche diese während desMelkvorganges keinen Zutritt haben sollen.
[0007] Um eine hohe Betriebssicherheit zu gewährleisten, können die Drehlager aus einemelektrisch isolierenden Material gefertigt sein.
[0008] Weiters kann die Vorrichtung Bügel aufweisen, an welchen die Drehlager gelagert sind.Durch diese Ausführungsform lässt sich eine einfache Montage der Vorrichtung in einem Lauf¬stall erreichen.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann es vorgesehen sein,dass die Achsen unabhängig voneinander angetrieben sind. Diese Variante der Erfindungermöglicht es, die Elektroden unabhängig voneinander und zu unterschiedlichen Zeitpunktenherabzulassen. So können Elektroden, die beispielsweise in Bereichen über Nackenriegel derLiegeboxen angeordnet sein können, zuerst herabgelassen werden, um in einem Ausnahmefalleine in einer Liegebox befindliche Milchkuh auf den Laufgang herauszuführen. Dem Laufgangzugewandte Elektroden können zu einem späteren Zeitpunkt heruntergelassen werden, um einEinsperren von Milchkühen durch diese Elektroden in den Liegeboxen zu vermeiden.
[0010] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Vorrichtung eineakustische Ausgabeeinheit auf, insbesondere einen Lautsprecher oder eine Sirene, die miteiner Steuerung verbunden ist, wobei die Steuerung dazu eingerichtet ist, vor einem unterSpannung Setzen der Elektroden oder vor einem Abwickeln der unter Spannung stehendenElektroden von den Achsen ein Steuersignal zur Erzeugung eines akustischen Warnsignals andie Ausgabeeinheit zu übermitteln, wobei die Ausgabeeinheit dazu eingerichtet ist, nach Erhaltdes Steuersignals das Warnsignal zu erzeugen. Diese Variante der Erfindung ermöglicht es, voreinem Herablassen der unter Spannung stehenden Elektroden oder vor einem unter SpannungSetzen der Elektroden ein akustisches Signal ertönen zu lassen, durch welches die Milchkühe schon nach kurzer Eingewöhnungsphase dazu veranlasst werden, die Liegeboxen zu verlassenund sich in Richtung Melkstand zu bewegen, bevor die Elektroden überhaupt herabgelassenoder unter Spannung gesetzt werden.
[0011] Die oben genannte Aufgabe wird auch mit einem Laufstall der eingangs genannten Arterfindungsgemäß dadurch gelöst, dass in den Eingangsbereichen der Liegeboxen jeweils zu¬mindest eine Elektrode angeordnet ist, die mit einer Spannungsquelle, insbesondere einemWeidezaungerät, elektrisch verbunden oder über zumindest einen Schalter elektrisch verbind¬bar ist, wobei in einem Abstand von dem Eingangsbereich in den Liegeboxen je zumindest eineweitere Elektrode angeordnet ist.
[0012] Werden die Elektroden im Eingangsbereich der Liegeboxen unter Spannung gesetztkann verhindert werden, dass Milchkühe die sich im Laufgang vor dem Melkstand befinden, dieLiegeboxen betreten. Durch die Elektroden im Eingangsbereich der Liegeboxen kann somiteine Art Weidezaun realisiert werden. Mit den in einem Abstand von dem Eingangsbereichangeordneten Elektroden können auch in den Liegeboxen befindliche Milchkühe aus den Lie¬geboxen geführt werden.
[0013] Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn der Laufstall eine erfindungsgemä¬ße Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 aufweist. Durch die ketten- oder seilförmigeAusbildung der Elektroden können Längen frei in die Liegeboxen hängender Abschnitte derElektroden eingestellt werden. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Elektrodenweit genug in die Liegeboxen hängen, um ein Betreten der Liegeboxen durch Milchkühe wäh¬rend des Melkvorganges zu vermeiden.
[0014] Gemäß einer einfach zu montierende Variante, mit welcher sich auch bestehende Lauf¬ställe mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung schnell nachrüsten lassen, kann es vorgesehensein, dass die zumindest eine Achse an Bügel drehbar gelagert sind, die an Begrenzungsele¬menten, insbesondere an zwischen zwei Liegeboxen angeordneten Trennbügel, der Liegebo¬xen befestigt sind.
[0015] Gemäß einer Variante der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass der Laufstall zu¬mindest einen Quergang aufweist, der in den Laufgang mündet, wobei in einem Eingangsbe¬reich (Übergangsbereich) von dem Laufgang in den Quergang ebenfalls zumindest eine Elekt¬rode angeordnet ist, die gleichartig ausgebildet ist, wie die Elektroden der Liegeboxen. Durchdiese Ausführungsform lässt sich auch ein Quergang durch Elektroden absperren, sodass einBetreten des Querganges von einem Wartebereich des Melkstandes für Milchkühe unterbundenwird.
[0016] Die Erfindung samt weiteren Vorteilen wird im Folgenden anhand eines nicht einschrän¬kenden Ausführungsbeispiels näher erläutert, welches in den Zeichnungen dargestellt ist. Indiesen zeigen in schematisch stark vereinfachter Form: [0017] Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Teil eines erfindungsgemäßen Laufstalls mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung und [0018] Fig. 2 eine Seitenansicht einer der Liegeboxen des Laufstalls aus Fig. 1.
[0019] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungs¬formen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen verse¬hen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäßauf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragenwerden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sinddiese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0020] Gemäß Fig. 1 weist ein erfindungsgemäßer Laufstall 1 für Milchvieh einen zu einem hiernicht dargestellten Melkstand führenden Laufgang 2, der als Wartebereich für das Milchvieh voreinem Melken dient.
[0021] Weiters weist der Laufstall 1 von dem Laufgang 2 räumlich getrennte Liegeboxen 3 auf.
Die Liegeboxen 3 verfügen jeweils über einen dem Laufgang 2 zugewandten, offenen Ein¬gangsbereich 4, durch welchen Milchkühe die entsprechende Liegebox 3 betreten können. Inden Eingangsbereichen 4 der Liegeboxen 3 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel jezwei Elektroden 5 angeordnet. In einem Abstand von den Eingangsbereichen 4 ist in den Lie¬geboxen 3 je eine weitere Elektrode 6 angebracht. Die Elektroden 6 sind bevorzugt im Bereichvon hier nicht dargestellten Nackenriegel der Liegeboxen 3 angeordnet. Darüber hinaus sinddie Elektroden 5 und 6 mit einer hier nicht dargestellten (schaltbaren) Spannungsquelle,elektrisch verbunden. Alternativ zu einer permanenten Verbindung mit der Spannungsquellekönnen die Elektroden 5 und 6 über einen oder mehrere Schalter mit der Spannungsquelleverbunden werden.
[0022] Gemäß Fig. 2 kann der Laufstall 1 eine Vorrichtung zum Steuern des Milchviehverkehrsaufweisen, bei welcher die Elektroden 5 und 6 ketten- oder seilförmig ausgebildet sind. Weiterskönnen die Elektroden 5 und 6 um Achsen 7, 8 aus einem elektrisch leitenden Material mecha¬nisch und elektrisch leitend verbunden sein.
[0023] Ein horizontaler Abstand zwischen den Achsen 7 und 8 kann beispielsweise in etwa derLänge der Liegefläche einer der Liegeboxen 3 entsprechen. Die Achsen 7 und 8 können jedeals Rohr oder als Stab ausgebildet und unabhängig voneinander durch einen Drehantrieb 16,17 angetrieben sein. Eine Drehbewegung der jeweiligen Achse 7, 8 hat ein Auf- oder Abwickelnder mit ihr verbundenen Elektroden 5, 6 zur Folge. Die Achsen 7 und 8 können an Bügel 12drehbar gelagert sein, die an Begrenzungselementen 13, beispielsweise an zwischen zweiLiegeboxen 3 angeordneten Trennbügel, der Liegeboxen 3 befestigt sein können. Zur Lagerungder Achsen 7, 8 können Drehlager 14, 15 vorgesehen sein, die aus einem elektrisch isolieren¬den Material, beispielsweise einem nicht leitenden Kunststoff oder aus Keramik, gefertigt sind.
[0024] Die Ketten (Elektroden 5 und 6) sind gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispielunabhängig von einander an den zwei elektrisch leitenden Drehrohren (Achsen 7 und 8) befes¬tigt und aufgewickelt, die über einen Teil der Liegeboxreihe oder über die ganze Liegeboxenrei¬he im Wartebereich (Laufgang 2) auf Bügel 12, die z.B. an den einzelnen Liegeboxen 3 befes¬tigt werden, in einer isolierenden Lagerung drehbar geführt sind. Im hinteren Bereich der Liege¬boxen 3 (Laufgang-Bereich) sind zwei Ketten (Elektroden 5) und im Bereich eines Nackenrie¬gels eine Kette (Elektrode 6) vorgesehen. Diese Ketten können auch durchgehend über Quer¬gängen 9 befestigt werden um auch hier eine Absperrung herzustellen. Die vordere Kette(Elektrode 6), die zuerst abgewickelt werden kann, soll verhindern, dass die Milchkühe von denhinteren Ketten (Elektroden 5) in den Liegeboxen 3 eingeschlossen werden.
[0025] Die beiden Drehrohre (Achsen 7 und 8) werden elektrisch isoliert an den Liegeboxen 3drehbar geführt und jeweils mit einem Drehantrieb 16,17 angetrieben.
[0026] Die Drehrohre 7, 8, können auch auf unterschiedlichen Höhen zueinander befestigt sein.Durch die Befestigung der Drehrohe 7, 8 auf unterschiedlichen Höhen lässt sich auch auf einfa¬che Weise eine Verzögerung beim Herablassen der Elektrode 5 gegenüber der Elektrode 6erreichen. Weiters können die Drehrohre (Achsen 7 und 8) mittels der Spannungsquelle undsomit auch die Ketten (Elektroden 5 und 6) unter Spannung gesetzt werden. Als Spannungs¬quelle wird bevorzugt ein Weidezaungerät (Elektrozaungerät) verwendet, das über eine Steue¬rung, beispielsweise einem entsprechend programmierten Signal- oder Mikroprozessor, bzw.einen von der Steuerung angesteuerten Schalter mit einer Netzspannung oder mindestenseinem Speicher für elektrische Energie, beispielsweise einem Akkumulator oder einer Batterie,verbunden werden kann. Die Steuerung kann auch die Drehantriebe 16, 17 der beiden Achsen7 und 8 betätigen. Weiters kann die Steuerung mit einem Ein/Ausschalt-Schalter, der von demLandwirt betätigt werden kann, verbunden sein. Bei Betätigung dieses Schalters können dieKetten (Elektroden 5 und 6) von der Steuerung unter Spannung gesetzt werden und ein Abwi¬ckeln der Elektroden 5 und 6 durch Ansteuerung der Drehantriebe 16, 17 erfolgen. Das Wei¬dezaungerät kann durch die Steuerung zum Schutz der Tiere auch bei abgewickelten Kettennach einem vorgegebenen Zeitpunkt abgeschaltet werden. Bei einem nochmaligen Betätigendes Schalters können die Elektroden 5 und 6 wieder aufgewickelt werden und gegebenenfalls spannungslos geschaltet werden.
[0027] Somit entsteht vor den Liegeboxen 3 ein "Weidezaun" bzw. eine "elektrischer Abschran¬kung” und verhindert damit, dass die Tiere in die Liegeboxen 3 gehen.
[0028] Nach Beendigung des Melkvorganges werden alle Ketten stromlos gemacht und ge¬meinsam wieder aufgewickelt.
[0029] Die Vorrichtung zum Steuern des Milchviehverkehrs kann auch eine akustische Ausga¬beeinheit aufweisen, beispielsweise einen Lautsprecher oder eine Sirene, die mit der Steuerungverbunden ist. Die Steuerung ist dazu eingerichtet, vor einem unter Spannung Setzen der Elekt¬roden 5, 6, 11 oder vor einem Abwickeln der unter Spannung stehenden Elektroden 5, 6, 11von der Achse 7, 8 ein Steuersignal zur Erzeugung eines akustischen Warnsignals an die Aus¬gabeeinheit zu übermitteln. Die Ausgabeeinheit ist dazu eingerichtet, nach Erhalt des Steuer¬signals das Warnsignal zu erzeugen. Gemäß dieser Ausführungsform ertönt vor einem Herab¬lassen der unter Spannung stehenden Ketten ein akustisches Signal. Dieses Signal veranlasstdie Rinder schon nach kurzer Eingewöhnungsphase selbstständig die Liegeboxen 3 zu verlas¬sen und sich Richtung Melkstand zu begeben, bevor die Ketten (Elektroden 5 und 6) überhauptherabgelassen werden.
[0030] Durch das anschließende Herablassen der Ketten (Elektroden 5) in den Eingangsberei¬chen der einzelnen Liegeboxen 3 wird verhindert das vereinzelt wieder Milchkühe aus demLaufgang 2 bzw. Wartebereich des Melkstandes in die Liegeboxen 3 gehen und einem automa¬tischen Nachtreiber entkommen und sich dadurch dem Melkvorgang entziehen. Die Ketten(Elektroden 5 und 6) können in unterschiedlichen Zeitabständen herabgelassen werden, um zuverhindern, dass die Milchkühe, die nicht selbstständig nach dem Ertönen des Signals dieLiegeboxen 3 verlassen haben, durch die beiden hinteren Ketten (Elektroden 5) in den Liege¬boxen 3 gefangen werden. So können zuerst die vorderen Ketten (Elektroden 6) und dann diehinteren Ketten (Elektroden 5) in die Liegeboxen 3 herabgelassen werden. In einer kurzenEingewöhnungsphase muss der Landwirt nach Betätigung des Einschalters und während desSignals darauf achten das alle Milchkühe die Liegeboxen selbstständig verlassen haben bevordie Ketten automatisch herabgelassen werden um so den Kontakt zwischen unter Spannungstehenden Ketten und den Milchkühen zu verhindern. Dieser Vorgang wird nach kurzer Zeitselbstständig ablaufen, ohne dass der Landwirt Zeit aufwenden muss.
[0031] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Ver¬ständnis des Aufbaus der erfindungsgemäßen Vorrichtung diese bzw. deren Bestandteile teil¬weise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
BEZUGSZEICHENLISTE 1 Laufstall 2 Laufgang 3 Liegebox 4 Eingangsbereich 5 Elektrode 6 Elektrode 7 Achse 8 Achse 9 Quergang 10 Eingangsbereich 11 Elektrode 12 Halteelement 13 Begrenzungselement 14 Drehlager 15 Drehlager 16 Drehantrieb 17 Drehantrieb
Claims (9)
- Ansprüche 1. Vorrichtung zum Steuern eines Milchviehverkehrs im Wartebereich eines Melkstandes,dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zumindest zwei in Drehlagern (14, 15)drehbar gelagerte und in einem horizontalen Abstand voneinander angeordnete Achsen (7,8), insbesondere Rohre oder Stäbe, aus einem elektrisch leitenden Material aufweist, wo¬bei mit jeder der Achsen (7, 8) zumindest eine seil- oder kettenförmige Elektrode (5, 6)elektrisch leitend und mechanisch verbunden ist, wobei die Achsen mit zumindest einerSpannungsquelle, insbesondere einem Weidezaungerät, verbunden oder über zumindesteinen Schalter verbindbar sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehlager (14, 15) auseinem elektrisch isolierenden Material gefertigt sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehlager (14,15) an Bügel (12) gelagert sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ach¬sen (7, 8) unabhängig voneinander angetrieben sind.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie eineakustische Ausgabeeinheit aufweist, insbesondere einen Lautsprecher oder eine Sirene,die mit einer Steuerung verbunden ist, wobei die Steuerung dazu eingerichtet ist, vor einemunter Spannung Setzen der Elektroden (5, 6, 11) oder vor einem Abwickeln der unterSpannung stehenden Elektroden (5, 6, 11) von den Achsen (7, 8) ein Steuersignal zur Er¬zeugung eines akustischen Warnsignals an die Ausgabeeinheit zu übermitteln, wobei dieAusgabeeinheit dazu eingerichtet ist, nach Erhalt des Steuersignals das Warnsignal zu er¬zeugen.
- 6. Laufstall (1) für Milchvieh, wobei der Laufstall (1) zumindest einen zu einem Melkstandführenden Laufgang (2), der als Wartebereich für das Milchvieh vor dem Melkstand dient,und von dem Laufgang (2) räumlich getrennte Liegeboxen (3) aufweist, wobei die Liegebo¬xen (3) jeweils einen dem Laufgang (2) zugewandten, offenen Eingangsbereich (4) aufwei¬sen, dadurch gekennzeichnet, dass in den Eingangsbereichen (4) der Liegeboxen (3) je¬weils zumindest eine Elektrode (5) angeordnet ist, die mit zumindest einer Spannungsquel¬le, insbesondere einem Weidezaungerät, elektrisch verbunden oder über zumindest einenSchalter elektrisch verbindbar ist, wobei in einem Abstand von dem Eingangsbereich inden Liegeboxen (3) je zumindest eine weitere Elektrode (6) angeordnet ist.
- 7. Laufstall nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Vorrichtung nacheinem der Ansprüche 1 bis 5 umfasst.
- 8. Laufstall nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Achse (7,8) an Bügel (12) drehbar gelagert sind, die an Begrenzungselementen (13), insbesonderean zwischen zwei Liegeboxen (3) angeordneten Trennbügel, der Liegeboxen (3) befestigtsind.
- 9. Laufstall nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass er zumindesteinen Quergang (9) aufweist, der in den Laufgang (2) mündet, wobei in einem Eingangsbe¬reich (10) von dem Laufgang (2) in den Quergang (9) ebenfalls zumindest eine Elektrode (11) angeordnet ist, die gleichartig ausgebildet ist, wie die Elektroden (5, 6) der Liegeboxen (3). Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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| ATGM50092/2014U AT14067U1 (de) | 2014-06-16 | 2014-06-16 | Vorrichtung zum Steuern eines Milchviehverkehrs im Wartebereich eines Melkstandes |
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|---|---|
| AT (1) | AT14067U1 (de) |
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-
2014
- 2014-06-16 AT ATGM50092/2014U patent/AT14067U1/de not_active IP Right Cessation
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