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Anordnung zur Störbefreiung für elektrisehe Geräte.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Unterdrückung der von elektrischen Maschinen und Apparaten, vorzugsweise elektrisch betriebenen Haushaltgeräten, wie Staubsaugern, Bohnerapparaten u. dgl., erzeugten, den Rundfunkempfang störenden hochfrequenten Schwingungen. Es ist bekannt, die Kollektorbürsten und/oder die Eingangsklemmen des Störers durch Kondensatoren hochfrequent kurzzuschliessen sowie zwischen den Kurzschlussleitungen der Kondensatoren und dem nicht geerdeten Gehäuse eine dem Potentialausgleieh dienende Kapazität anzuordnen. Es ist ferner bekannt, die so gebildeten Kondensatorkreise an das Gerätegehäuse oder an Erde anzuschliessen.
Beim Anschluss des Kondensatorkreises an das Gerätegehäuse besteht die Gefahr, dass der Bedienende bei der Berührung mit dem genannten, aufgeladenen Gehäuse Stromstösse erhält. Diese Gefahr ist bei Wechselstrom besonders gross. Die Verbindung des Kondensatorkreises mit der Erde ist besonders bei Haushaltapparaten schwierig und kostspielig. Es müssen gewöhnlich zu diesem Zweck Dreileiterkabel und entsprechend ausgebildete Wandsteckdosen mit Erdanschluss verwendet werden.
Die angegebenen Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung dadurch beseitigt, dass ein oder beide metallischen Gehäuse der Kurzschlusskondensatoren (Kondensatorbrecher, Halter) mit der Kurzschlussleitung leitend verbunden und zweckmässig innerhalb des metallischen Gehäuses des Störers, von diesem Gehäuse isoliert, angeordnet sind. Da die metallischen Gehäuse in das Gerät hineinverlegt sind, kann sie der Bedienende nicht berühren, wodurch jede Gefahr beseitigt ist. Es hat sich ausserdem herausgestellt, dass einer derartige Störschutzschaltung den bekannten Schaltungen auch in bezug auf die Wirksamkeit der Entstörung überlegen ist.
In den Zeichnungen sind sechs verschiedene Schaltungen als Ausführungsbeispiele dargestellt.
Es bezeichnet in sämtlichen Figuren 10 das Gehäuse des zu entstörenden Gerätes und 11 den Kollektor eines Antriebsmotors desselben. Die Bürsten des Motors sind mit 12 und die Magnetspulen desselben mit 13 bezeichnet. Die Bürsten 12 sind durch zwei Kondensatoren 14 überbrückt, und der so gebildete Kreis soll im folgenden der Einfachheit wegen der Bürstenkreis genannt werden. Die Stromzuführungsleitungen des Gerätes sind mit 15 bezeichnet, und zwischen diese Leitungen ist ein Kondensator 16 eingeschaltet. Der so gebildete Kreis 11, 12, 1. 3, 16 soll im folgenden der Spulenkreis genannt werden.
In den Fig. 1-3, 5 und 6 sind die Kondensatoren 14 von einem Metallgehäuse oder Kondensatorbecher 17 umgeben. Der Kondensator 16 ist von einem ähnlichen Becher 18 umschlossen. Es können nun die beiden erwähnten Kondensatorkreise mit den Kondensatorbechern in verschiedener Weise verbunden werden. So zeigt die Fig. 1 die Verbindung des Bürstenkreises mit dem Kondensatorbecher 18, die Fig. 2 die Verbindung des Bürstenkreises mit dem Kondensatorbecher 17, wogegen in Fig. 3 die beiden Kondensatorbecher miteinander verbunden sind und ausserdem der Bürstenkreis mit dem Becher 17.
Die Schaltung der Fig. 5 stimmt mit der Schaltung der Fig. 1 überein, doch ist in der Fig. 5 der Becher 18 an Erde angeschlossen. Die Schaltung gemäss der Fig. 6 unterscheidet sich von der letztgenannten dadurch, dass die Erdung des Bechers 18 über einen besonderen Berührungsschutzkondensator 19 geschieht. Auch die Verbindungen zwischen den Kondensatorkreisen und den Bechern 17 bzw. 18 können über besondere Kondensatoren geschehen.
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In der Fig. 4 schliesslich sind sämtliche Kondensatoren der beiden Kreise von einem gemeinsamen
Gehäuse 20 umschlossen, und ausserdem kann, wie das Schaltschema zeigt, noch ein besonderer Konden- sator 21 zwischen den Bürstenkreis und das Gehäuse 20 eingeschaltet sein.
Unter Umständen kann der Bürstenkreis mit dem Becher 18 und gleichzeitig der Spulenkreis mit dem Becher 17 metallisch oder über Kondensatoren verbunden sein. Um bei gegen Berührung nicht geschütztem Gerätegehäuse die Sicherheit noch mehr zu vergrössern, können die in diesem Gehäuse ange- brachten Kondensatorbecher gegen das Gehäuse isoliert angeordnet oder auch von einer isolierten Schicht überzogen sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur Unterdrückung der von elektrischen Maschinen und Apparaten, vorzugsweise elektrisch betriebenen Haushaltgeräten,'wie Staubsauger, Bohnerapparate od. dgl., erzeugten, den Rundfunkempfang störenden, hochfrequenten Schwingungen, unter Benutzung von die Kollektorbürsten und/oder die Eingangsklemmen des Störers hochfrequent kurzschliessenden Kondensatoren sowie einer zwischen der Kurzschlussleitung der Kondensatoren und dem nicht geerdeten Gehäuse liegenden, dem Potentialausgleieh dienenden Kapazität, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder beide metallischen Gehäuse der Kurzschlusskondensatoren (Kondensatorbecher, Halter) mit der Kurzschlussleitung leitend verbunden und zweckmässig innerhalb des metallischen Gehäuses des Störers, von diesem Gehäuse isoliert,
angeordnet sind.