AT143417B - Hydraulische Nachlaßvorrichtung für drehend arbeitende Tiefbohranlagen. - Google Patents

Hydraulische Nachlaßvorrichtung für drehend arbeitende Tiefbohranlagen.

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AT143417B
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Friedrich Ing Mueller
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Description


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  Hydraulische Nachlassvorrichtung für drehend arbeitende Tiefbohranlagen. 
 EMI1.1 
 

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   Kolben überträgt.   Die Zu-und Ableitung der Druekflüssigkeit der beiden Zylinder kann durch gesteuerte Ventile bekannter Art geregelt werden und kann auf verschiedene Weise erfolgen. Insbesondere ist es möglich, die durch eine Pumpe in ständigem Umlauf gehaltene Flüssigkeit durch die beiden Zylinder   durchfliessen   zu lassen und deren Abfluss durch Ventile derart zu regeln, dass ein Anheben, ein Stillstand und ein Senken der Kolben erfolgt.

   Man kann den Kreislauf der Flüssigkeit aber auch ausserhalb der Zylinder ausführen und auf diese nur die in der Leitung entstehenden Druckschwankungen wirken lassen.   Schliesslich   ist es auch möglich, das Senken des Werkzeuges während des Bohrbetriebes hydraulisch zu steuern und dessen Anheben, falls ein solches während des Bohrbetriebes notwendig ist, mittels des   Flaschenzuges vorzunehmen, ähnlich   wie dies derzeit bei den Seiltrommel von Bohrkranen durch Handsteuerung geschieht. In den Zeichnungen ist die   Naehlassvorriehtung   gemäss der Erfindung schematisch dargestellt. 



   Fig. 1 stellt eine hydraulische   Naehlassvorriehtung   dar, bestehend aus zwei Zylindern 1 und 2, zwischen denen der feststehende Teil des Flaschenzuges, der Rollensatz 3, angeordnet ist, an welchem der bewegliche Teil-der untere Rollensatz   4 - hängt. Letzterer   ist durch Laschen 5 mit dem die Bohrstange 6 tragenden Spülkopf 7 gelenkig verbunden. Die Übertragung der Last vom Spülkopf auf die Zylinder erfolgt durch einen Verbindungsbalken 8 über zwei Gelenkstücke 9, deren Zapfen sich unter einem rechten Winkel kreuzen, weiters durch eine Zugstange 10 auf Tauchkolben 11. Die Zylinder sind an den Durchgangsstellen von Kolben und Zugstangen durch von aussen zugängliche   Stopfbuchsen     1.')   abgedichtet.

   Die Tauchkolben tragen an ihren oberen Enden Ösen   M,   um beim Zusammenbau leichter gefasst werden zu können. Der Spülkopf 7 ist im Verbindungsbalken 8 derart befestigt, dass er beim Anheben der unteren Flasche die axiale Verschiebung auf die Kolben überträgt, beim Nachlassen des Flaschenzuges infolge des Eigengewichtes samt dem Kolbenpaar sinkt. Dagegen ist er im Balken 8 frei drehbar ; um die beim Bohren infolge des Reibungswiderstandes in den Lagern auftretenden Drehmomente nicht auf die beiden Zylinder zu übertragen. Sind jedoch diese bzw. die beiden Kolbenstangen genügend kräftig ausgeführt, um als   Führung   für das Bohrgerät während der Arbeit dienen zu können, so kann der Spülkopf mit dem Verbindungsbalken fest verbunden sein. 



   Jeder Zylinder ist universal beweglich aufgehängt und zu diesem Zweck in einen ringförmigen Körper 15 eingesetzt, welcher mittels zweier Zapfen in einem zweiten Ring 16 gelagert ist, der selbst wieder um zwei Zapfen schwingen kann, wobei die Zapfenachse beider Ringe aufeinander senkrecht stehen. Die Zuführung der   Druckflüssigkeit   erfolgt durch einen der Zapfen jenes Lagerringes, der unmittelbar mit dem Zylinder verbunden ist. Da infolge universaler Beweglichkeit der Zylinder die Verbindung mit der feststehenden Rohrleitung nachgiebig sein muss, ist es zweckmässig, Schläuche 17 (Fig.   2)   oder biegsame Rohre zu verwenden.

   Damit die Zylinder beim Ein-und Ausbau der Bohrgeräte aus dem Bohrloch die Arbeiten nicht behindern, sind sie derart angeordnet, dass die Drehachse der beweg- 
 EMI2.1 
 diese Ebene schneidet, d. h. die Zylinderachsen liegen in einer Diagonalebene des Bohrgerüstes 18 (Fig. 3), u. zw. so, dass jener Zylinder, welcher sieh auf der Seite befindet, an welcher die Bohrgeräte,   insbesondere das Bohrgestänge, nach demFördernabgesteIltwerden, von derArbeitsbühne Mweiter   entfernt liegt als der andere. Durch diese Anordnung bleibt der Raum für das Abseitsstellen der   Bohrgestänge   vollkommen frei. 



   Die Aufhängung der beiden Zylinder kann in verschiedener Höhe des Bohrgerüstes erfolgen. insbesondere auch an dessen höchster Stelle in der Turmkrone. Zur Lagerung kann das vorhandene Balkensystem benutzt werden, welches die oberen   Flaschenzugrollen   trägt, und dies kann unbedenklich geschehen, da das Gewicht der Bohrgeräte entweder am Flaschenzug oder an den   Nachlasszylindern     hängt ;   also eine Vermehrung der Belastung des Balkensystems nicht stattfindet. Die Aufhängevorrichtung kann die Zylinder, wie in Fig. 1 dargestellt, an deren Ende fassen, sie kann aber auch an einer beliebigen andern Stelle liegen, so dass die Zylinder über die Turmkrone hinausragen, wenn Wert darauf gelegt wird, besonders lange Strecken ohne Unterbrechung der Arbeit abbohren zu können. 



   Werden die Zylinder nicht in der Turmkrone, sondern an einer tieferliegenden Stelle des Bohrgerüstes (Fig. 4) angeordnet, so können die Balken, welche die Lager der Zylinder tragen, mit dem Balken der oberen Seilrollen des Flaschenzuges durch Zugstangen verbunden werden, um sie   schwächer   und leichter ausführen zu können. 



   Das Speisen der Zylinder mit Druckflüssigkeit kann auf verschiedene Art erfolgen. In Fig. 4 ist eine   Ausführungsmöglichkeit   dargestellt, bei welcher eine von einem Elektromotor 25 angetriebene rotierende Pumpe 26 die Flüssigkeit einem Behälter 27 entnimmt und durch eine Rohrleitung 28 über die Ventile einer den Sohlendruck, das Drehmoment, die Umlaufzahl oder sonst eine Betriebsgrösse des Drehbohrvorganges regelnde Vorrichtung 29 in Umlauf hält. Von der Regelvorrichtung führt eine Rohrleitung   30   entlang des Bohrgerüstes   31   zu den   Naehlasszylindern   32. Unmittelbar vor diesen gabelt sich die Leitung und ist durch elastische Stücke oder Schläuche 17 (Fig. 2) mit beiden Zylindern verbunden.

   Der in der Leitung 30 herrschende Druck pflanzt sich auf die Kolben der   Nachlassvorrichtung   fort, ohne dass die Flüssigkeit durch die Zylinder zirkuliert. Steigt der Druck, so erfolgt ein Anheben. und fällt er, so erfolgt ein Senken des Bohrwerkzeuges. 

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   In Fig. 5 ist schematisch eine andere Möglichkeit dargestellt, um mit den Druckzylindern ebenfalls ohne ständige Zirkulation der Flüssigkeit arbeiten zu können. Zu diesem Zwecke befindet sich an einer hoehliegenden Stelle des Bohrgerüstes ein   FlüssigkeitsbehäUer, 35,   aus dem beim Anheben des Werkzeuges mittels des Flaschenzuges Flüssigkeit in die beiden   Zylinder, 16   gesaugt wird. Zwischen Behälter und Zylinder sind   Rückschlagventile. 37   angeordnet, welche sich schliessen, sobald die Zylinder durch das Gestängegewicht belastet werden. Die   Ableitung : 38 erfolgt   ebenfalls über   Rückschlagventile   39, welche beim Ansaugen geschlossen sind, beim Sinken der Kolben 40 entsprechend der Drosselung in der Regelvorrichtung   41 geöffnet   werden.

   Die durch das Gewicht aus den Zylindern gepresste Flüssigkeit strömt wieder durch die Rohrleitung 42 in den Behälter 35 zurück, um beim nächsten Anheben der Kolben abermals in die Zylinder gesaugt zu werden. In der Figur ist eine Regelvorrichtung 41 dargestellt, die aber nicht Gegenstand der Erfindung ist, sondern nur zum besseren Verständnis beitragen soll. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Hydraulische   Nachlassvorrichtung   für drehend arbeitende Tiefbohranlagen, dadurch gekennzeichnet, dass die hydraulische Einrichtung am Bohrgerüst hängend gelagert ist, u. zw. derart, dass die Achse der Vorrichtung mit der Bohrlochachse zusammenfällt und dass der axial verstellbare Teil (8) derselben das Gewicht des Bohrwerkzeuges   trägt.  

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem feststehenden Teil der hydraulischen Einrichtung der feststehende Teil (Rollensatz 3) eines Flaschenzuges angeordnet ist, an welchem der bewegliche Rollensatz des Flaschenzuges hängt. EMI3.1 feststehende Teil der hydraulischen Einrichtung von zwei zweckmässig in gleicher Entfernung von der Bohrlochachse angeordneten Zylindern für das Druckmittel gebildet wird, die sich infolge ihrer Aufhängung während des Arbeitsvorganges parallel zur Achse des Bohrloches einstellen können, während der bewegliche Teil von in den Zylindern geführten Kolben (11) gebildet wird. die durch ein das Gewicht des Bohrwerkzeuges tragendes Glied verbunden sind.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das die beweglichen Teile der hydraulischen Einrichtung verbindende Glied (8) den Spülkopf (7) der Bohrwerkzeuge trägt ; welcher zweckmässig verdrehbar gelagert ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet. dass der Spülkopf an dem beweglichen Rollensatz (4) des Flaschenzuges hängt und so eine Verbindung zwischen der hydraulischen Einrichtung und dem Flaschenzug herstellt.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Zylinder der hydraulischen Vorrichtung um verschiedene Achsen, zweckmässig um je zwei senkrecht zueinander stehende Achsen, verdrehbar gelagert sind, so dass ein Ausschwenken der Zylinder nach jeder Richtung im Bohrgerüst möglich ist.
    - 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Achsen der beiden Zylinder der hydraulischen Vorrichtung während der Bohrarbeit mit der Achse des Bohrloches in einer Ebene befinden, welche diagonal im Bohrgerüst verläuft, wobei der Zylinder, welcher sieh auf der Seite des Bohrgerüstes befindet, auf welcher die Bohrgeräte nach dem Ziehen abgestellt werden. in einer grösseren Entfernung von der Arbeitsbühne (19) angeordnet ist als der zweite, auf der entgegengesetzten Seite angeordnete Zylinder.
    8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Zylinder der hydraulischen Einrichtung an der höchsten Stelle des Bohrgerüstes gelagert sind.
    9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die im Bohrgerät angeordneten Zylinder der hydraulischen Vorrichtung mit ihrer zweckmässig zu ebener Erde angeordneten Steuervorrichtung durch eine einzige für die Zylinder gemeinsame Rohrleitung . verbunden sind, durch welche die ständig unter Druck stehende Flüssigkeit beim Anheben des Bohrwerkzeuges zufliesst und beim Senken des Bohrwerkzeuges abfliesst.
    . 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die im Bohrgerüst angeordneten Zylinder der hydraulischen Vorrichtung mit ihrer zweckmässig zu ebener Erde angeordneten Steuervorrichtung durch je eine für beide Zylinder gemeinsame Saugleitung (-) und eine Druckleitung (. ) verbunden sind und dass das Ansaugen der Flüssigkeit in die Zylinder durch das Anheben der bewegten Teile der Zylinder mittels des Flaschenzuges erfolgt.
    11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die aus den Zylindern der hydraulischen Vorrichtung ausströmende Flüssigkeit unter eigenem Druck in einen Behälter ( fliesst, der im Bohrgerüst in bestimmter Höhe angeordnet ist. um von dort beim Hochziehen der bewegten Teile EMI3.2 der Nachlassvorrichtung gesaugt zu werden.
    12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckflüssigkeit der hydrau- lischen Vorrichtung durch eine Pumpe im Kreislauf gehalten wird, wobei der Abfluss der Flüssigkeit durch mehrere Ventile oder andere regelbare Organe verschiedenartig beeinflusst wird, u. zw. derart, <Desc/Clms Page number 4> dass Anheben, Stillstand oder Senken der Kolben nach verschiedenen Gesichtspunkten regelbar erfolgen kann.
    13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreislauf der Flüssigkeit ausserhalb der Zylinder erfolgt und auf die Zylinder nur die in der Leitung hervorgerufenen Druckschwankungen zur Einwirkung gebracht werden.
    14. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Senken des Werkzeuges EMI4.1 EMI4.2
AT143417D 1934-03-06 1934-03-06 Hydraulische Nachlaßvorrichtung für drehend arbeitende Tiefbohranlagen. AT143417B (de)

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