AT144816B - Verfahren zum Klären von Bier. - Google Patents

Verfahren zum Klären von Bier.

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Rudolf Seibel
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  Verfahren zum Klären von Bier. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Klären von Bier. 



   Die bekannten Verfahren bestehen in der Anwendung sogenannter Späner, durch die im Fasse die zur Ablagerung der festen Bestandteile geeignete Oberfläche vergrössert wird. Insbesondere für grössere Fässer, in denen das Verhältnis der   Fassoberfläche   zur Biermenge ungünstig ist, macht sich die Anwendung von Spänern nötig. 



   Als Späner wurden Gestelle aus Aluminiumblech oder sonstigem Metall, Bleche, Glas oder Tonkörper, insbesondere auch Holzspäne, benutzt. 



   Lästig ist bei der Verwendung dieser Späner, dass sie immer, ehe sie wieder zu neuer Anwendung kommen, peinlich gereinigt werden müssen, was besondere Reinigungsanlagen in den Brauereien erforderlich macht. Bei Anwendung von Blechen verbietet es sich hiebei, unter eine gewisse Stärke hinunterzugehen, da sich dünne Bleche besonders schwer reinigen lassen. 



   Auch tritt bei Verwendung der saugfähigen Späner ein sich bemerkbar machender Bierschwund ein. 



   Durch Verwendung von Hausenblase od. dgl. und ungeleimtem im Biere sich lösenden Papier hat man versucht, mit Spänern zu arbeiten, die keiner Reinigung bedürfen. Man hat hiebei einen Brei hergestellt, der auch chemisch auf das Bier wirken sollte, so dass der Spänerstoff nur geringe Oberfläche bietet ; wird der Brei, um eine grössere Oberfläche zu schaffen, ausgebreitet, dann begegnet die Befreiung des Bieres von dem Brei wieder grossen Schwierigkeiten. 



   Gemäss Erfindung wird nun Metall, Pergament, Karton od. dgl. in solchen Grössenverhältnissen in das Fass eingelegt, dass eine grosse Oberfläche geschaffen wird, die Stärke des Stoffes aber so gering ist, dass der niedrige Preis des Klärers es gestattet, denselben nach einmaligem Gebrauch zu vernichten und die Mühen sowie die Anlagen und Kosten für Reinigung zu sparen. 



   Erfindungsgemäss werden Folien (Blätter von geringer Stärke) aus Metall, Pergament, Karton, gepressten Papierstoffen aller Art, Kunstharzen od. dgl. verwendet. Diese Folie kann mit Harz, Pech, Lack oder einem andern den Charakter des   Biergeschmaekes   beeinflussenden Überzug versehen und, falls man die Bierzirkulation besonders begünstigen will, perforiert sein. 



   Gemäss Erfindung kann auch eine mit einem Metallniederschlag versehene Folie aus Karton, Pergament, Papier oder minderwertigem Metall benutzt werden. Für reine Metallfolie kommt insbesondere Aluminium, Silber, Nickel und überhaupt jedes nichtrostende Metall in Frage. Durch Aufrauhung der Oberfläche der Folie kann man die Haftfähigkeit für die aus dem Bier aufzunehmenden Stoffe erhöhen, und durch diese Aufrauhung wird auch gleichzeitig die   Oberfläche   der Folie noch weiter erhöht. Eine wirksame Lochung und Aufrauhung erhält man, wenn man die Lochung der Metallfolie wie bei einem Reibsiebe in der Weise   durchführt,   dass die   Löcher   nicht durch Ausstanzen, sondern durch Drücken bis zum Zerreissen des Metalls gebildet werden, wobei dann offene Trichter entstehen.

   Verwendet man die Folie in gerollter Form, dann erreicht man, dass die einzelnen Folien die Fasswandung und einander nur in ganz schmalen Streifen berühren. 



   Man kann auch Folien von solcher Beschaffenheit wählen, dass Einbiegungen der Folie von selbst nicht wieder verschwinden   (Knitter).   Diese Folien berühren sich dann auch nur an wenigen und kleinen Stellen. Beispielsweise ist gewalzte Aluminiumfolie knitterfähig. 

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    Bei der Verwendung von Aluminiumfolie kann man bis auf eine Blattstärke von 0'005 mu hinuntergehen. 1 kg Folie gibt dann 150 m'l. Klärfläche bei glatter Ausführung der Folie, während ein Metalltank von 300 hl bei 6 m Länge nur 4'5 m'l. Fläche zum Absetzen der Hefe hat. 



  Man kann die Folien vor dem Füllen des Fasses durch Abrollen auf dem Boden desselben oder In einzelnen kurzen Streifen oder einem Bande oder in gerollter Form regellos verteilen. Nach Schliessen des Mannloches wird das Fass gefüllt. Die Folien schwimmen hiebei trotz ihres hohen spezifischen Gewichtes mit nach oben und bleiben lange in der Schwebe auf der Oberfläche oder dicht unter ihr. Nach einiger Zeit bewegt sich das Blattmetall nach unten und klärt hiebei jede Schicht des Bieres. Durch Änderung der Breite und Stärke der Folie sowie der Lochungen lässt sich die Sinkgeschwindigkeit regeln. 



  Am Ende der Lagerung des Bieres liegen die Folien am Boden des Fasses. Das Fass kann entleert werden, wobei das Geläger und die Folien entfernt und vernichtet werden. 



  Der Erfindungsgedanke lässt sich auch nach Art der bekannten Metallspäne benutzen, indem die Folie um Draht oder Blechgestelle herumgewickelt wird. 



  PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Klären von Bier mittels Späne, dadurch gekennzeichnet, dass man Folien, z. B. aus Metall, Pergament oder Karton, verwendet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Harz, Pech, Lack oder einem andern den Charakter des Biergeschmackes beeinflussenden Überzuge versehene perforierte Folien verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einem Metallniederschlage versehene Folien verwendet.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man gerauhte und gelochte oder sonstwie mit Aussparungen versehene Metallfolien verwendet.
    5. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man die Folien in gerollter Form verwendet.
AT144816D 1932-10-31 1933-10-16 Verfahren zum Klären von Bier. AT144816B (de)

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